Home  

Antidiskriminierung

Antidiskriminierung
Source: Stefan Gloede

Beratung Betroffener rassistischer Diskriminierung

Weitere Informationen hier

KONTAKT

Opferperspektive e.V.

Rudolf-Breitscheid-Str. 164, 14482 Potsdam
Telefon 0331 8170000
Telefax 0331 8170001
info(at)opferperspektive.de

Anlaufstelle Cottbus (Geänderte Sprechzeiten!)
Impressum

NEWSLETTER

Rundbrief

Sende eine Email ohne Betreff und Text an: op-news-subscribe (at) lists.so36.net

Pressemitteilungen Sende eine Email ohne Betreff und Text an: op-presse-subscribe (at) lists.so36.net

twitter | identi.ca

CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


latest 5 items
28.08.2010  » Schwedt/Oder / Uckermark
Schwedt Eine Gruppe Rechter lauerte am Rande des Konzertes »Unsere Stadt hat Nazis satt« einigen Besuchern auf. Ein Jugendlicher wurde zusammengeschlagen, einem anderen wurde Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Schon am Nachmittag war einer Mitorganisatorin mit »Vergasung« gedroht worden.  (Quelle: OPP; Uckermark Kurier, Gegenrede, 30.08.2010)
08.08.2010  » Neuruppin / Ostprignitz-Ruppin
Neuruppin Gegen Mitternacht wurde ein Restaurantbesitzer von zwei Männern zusammengeschlagen und rassistisch beleidigt. Vorher hatten sie vor dem Restaurant randaliert und Mobiliar zerstört. Beide Täter wurden in Gewahrsam genommen.  (Quelle: OPP, MAZ)
05.08.2010  » Wittstock/Dosse / Ostprignitz-Ruppin
Wittstock Die Fensterscheiben eines Dönerimbiss wurden in der Nacht mit Steinen eingeworfen. Bereits am 3. August und am 12. Juni war die Glasfront des Imbiss zerstört worden. In einem Fall hatten Zeugen zwei männliche Personen beobachtet, die unmittelbar nach der Tat verfassungswidrige Parolen riefen.  (Quelle: IW 06.08.2010; MAZ 20.08.2010))
15.07.2010  » Forst (Lausitz) / Spree-Neiße
Forst In den frühen Morgenstunden betraten 15-20 vermummte Personen das Gelände des alternativen Jugendtreffs Park7 und warfen mit Pflastersteinen die Fensterscheiben des Hauptgebäudes ein.  (Quelle: Antifa Forst)
10.07.2010  » Templin / Uckermark
Templin Nach dem WM-Fußballspiel Uruguay-Deutschland versetzte ein früher als Rechter bekannter Mann aus einer Gruppe heraus einem jungen Alternativen einen Schlag ins Gesicht. Zuvor hatte der Angreifer erfolglos versucht, einen Begleiter des Jugendlichen gezielt zu schlagen.  (Quelle: OPP)
more
print
2009-11-23
Source: OPP

Zehn Jahre nach der Hetzjagd von Guben: Haupttäter schlägt wieder zu

Am Sonntag, dem 15. November, wurde vor den Augen seines Vaters der 14-jährige Martin K. von vier Neonazis zusammengeschlagen. Als Wortführer und Hauptangreifer erkannte das Opfer Alexander Bode.

Neben dem Haupttäter der rassistischen Hetzjagd von Guben 1999, die für Farid Guendoul tödlich endete, war an dem Angriff auch Colin Rädlich beteiligt. Wie der verurteilte Neonazi Bode kandidierte Rädlich im vergangenen Jahr bei den Kommunalwahlen 2008 in Guben für die NPD.

Vier angetrunkene Neonazis hatten am Vormittag bei Martin K. geklingelt, weil sie mit ihm reden wollten. Der arglose Junge ging darauf ein und wurde umgehend wüst beschimpft. Die vier Männer warfen dem 14-Jährigen unter anderem vor, im September ein Werbeplakat der NPD zerstört zu haben. Er solle sich überlegen, mit wem er sich anlege. Für den Wahlkampf damals sei Peter Naumann im Einsatz gewesen. Der NPD-Aktivist Peter Naumann war in den 1970er und 1980er Jahren Rechtsterrorist. 1988 wurde er wegen Bombenanschlägen zu einer Haftstrafe verurteilt. Die vier Neonazis schlugen ihr Opfer dann unvermittelt zusammen. Den ersten Schlag führte Alexander Bode. Der Vater von Martin K. befand sich ebenfalls am Tatort und musste bei der Gewalttat gegen seinen Sohn hilflos zusehen.

Anne Brügmann, Mitarbeiterin der Opferperspektive, kommentiert: »Die Neonaziszene in Guben geht mit skrupelloser Gewalt gegen die von ihr ausgemachten Feinde vor. Alexander Bode hat schon einmal gezeigt, zu welchen Taten er fähig ist. Nicht einmal vor harter Gewalt gegen 14-Jährige schreckt er zurück. Die Tat illustriert, dass weiterhin Handlungsbedarf gegen den Rechtsextremismus besteht.«

Eine Anzeige ist gestellt. Die Opferperspektive betreut das Opfer. Noch Tage nach der Tat waren am Hals von Martin K. Spuren des Angriffs zu sehen, auch wirkt die Drohung mit dem Hinweis auf den verurteilten Rechtsterroristen Naumann nach. Einem weiteren nachträglichen Einschüchterungsversuch durch die Schläger musste mit einem polizeilichen Platzverweis begegnet werden.

Informationen Anne Brügmann
Telefon 0151 50724851

Siehe auch

(mabe)

print