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CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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23.01.2010  » Zossen / Teltow-Fläming
Zossen In der Nacht auf Samstag wurde das »Haus der Demokratie« durch einen Brandanschlag vollständig zerstört. Das Haus war erst im September 2009 von der Bürgerinitiative »Zossen zeigt Gesicht« eröffnet worden.  (Quelle: OPP)
16.01.2010  » Guben / Spree-Neiße
Guben Nach einem Naziaufmarsch kam es zwischen einer Gruppe von ca. zehn Rechten und linken Jugendlichen zu einer Schlägerei. Dabei erlitt ein 15-Jähriger Gesichtsverletzungen. Als die Polizei eintraf, zeigte der stadtbekannte Neonazi Alexander B. den sogenannten Hitlergruß. Bereits im Vorjahr war er wegen Körperverletzung desselben Jugendlichen angezeigt worden.  (Quelle: LR, 18.01.2010; OPP )
15.01.2010  » Zossen / Teltow-Fläming
Zossen Durch u.a. aufgeklebte Böller wurden mehrere Fensterscheiben zerstört, so bei dem Sprecher von »Zossen zeigt Gesicht« und bei einem Buchladen, der einen Aufkleber der Initiative angebracht hatte.  (Quelle: OPP)
29.11.2009  » Frankfurt (Oder) / Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Ein marokkanischer Flüchtling wurde am frühen Morgen in einer Diskothek von einem Rechten gestoßen und später mit einem Schlagring ins Gesicht geschlagen. Der Mann verlor zwei Zähne und musste ambulant behandelt werden.  (Quelle: OPP)
29.11.2009  » Frankfurt (Oder) / Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Wenig später wurde ein Marokkaner, der bei dem Angriff in der Diskothek zugegen war, auf dem Weg zum Bahnhof angegriffen. Während er von zwei Rechten festgehalten wurde, schlug ihm ein Dritter mit einem Schlagring in den Magen. Danach traten die drei Schläger auf den am Boden liegenden Mann ein.  (Quelle: OPP)
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2008-04-14

Cottbus: Erstes Urteil nach Überfall auf Jugendklub

Am 11. April 2008 wurde vor dem Cottbuser Landgericht das Urteil gegen zwei Männer verkündet, die sich im Mai 2005 an einem Überfall auf den Jugendklub »Fragezeichen« im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf beteiligt hatten.

Der 25-jährige Heiko L. wurde wegen der Teilnahme an dem Überfall und der Beleidigung eines indischen Staatsbürgers zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, der 22-jährige Felix W. wegen des Überfalls zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung. Darüber hinaus muss W. jeweils 200 Euro Schmerzensgeld an die drei Geschädigten zahlen, die als Nebenkläger auftraten. Da Heiko L. bereits wegen Körperverletzung vorbestraft war und gegen Bewährungsauflagen verstieß, wurde seine Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt.

Der Überfall im Mai 2005, an dem sich etwa 30 Rechte beteiligten, richtete sich gegen eine an jenem Tag in dem Jugendklub geplante Informationsveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus. Die Täter hatten sich planmäßig, zum Teil per SMS, verabredet. Ziel sei es gewesen, »Sachsendorf von der roten Pest zu säubern«. Zwei der Rechten hatten sich zunächst unter einem Vorwand Zugang verschafft, um dann die Gruppe, die sich auf einem nahe gelegenen Parkplatz gesammelt hatte, in den Klub einzulassen. Die Angreifer schlugen und traten Besucher, wobei drei Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Außerdem wurden Mobiliar und Musikinstrumente zerstört.

In der Urteilsbegründung wurden der hohe Organisierungrad und das brutale Vorgehen der Gruppe hervorgehoben. Nachdem zwischen dem Überfall und der Eröffnung des ersten Verfahrens fast drei Jahre vergangen waren, bleibt zu hoffen, dass die übrigen Beschuldigten möglichst schnell vor Gericht gestellt werden.

(OPP)

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