Source: OPP
»Weil es für mich so wichtig ist«
»Weil es für mich so wichtig ist« – unter dieser Überschrift beleuchtet eine Publikation der Opferperspektive und des Flüchtlingsrats die psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen in Brandenburg.
»Ich habe Angst vor grellen Farben, vor Lärm und vor Menschen mit einem bösen Gesichtsausdruck.« Herr N., der aus Vietnam nach Deutschland gekommen war, wurde im Mai 2002 über eine Stunde lang von Rechten malträtiert, geschlagen, bespuckt und getreten. Bis heute hat er mit den körperlichen und seelischen Folgen zu kämpfen. Die Opferperspektive vermittelt Herrn N. an eine Psychologin, die eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert.
Der Zugang von Flüchtlingen und sogenannten Geduldeten zu medizinischer und psychotherapeutischer Versorgung ist durch vielfältige Hürden erschwert. Gefördert von der Integrationsbeauftragten des Landes gibt die Broschüre einen Einblick in die spezifischen Probleme von Flüchtlingen, die mangelhafte Versorgungslage und die Auswirkungen für die Betroffenen.
Inhalt
- Geleitwort von Prof. Dr. Karin Weiss, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg
Die Situation aus Sicht von Flüchtlingen
Die Situation aus Sicht von Expertinnen
- »Es gibt für Flüchtlinge im Land Brandenburg so gut wie nichts.« Judith Porath, Opferperspektive e.V.
- »Die Probleme sind Ausgrenzung, falsche Schuldzuweisungen und das Unverständnis für Notlagen.« Irena Petzoldova, Behandlungsstelle für traumatisierte Flüchtlinge Fürstenwalde
- »Einige Sachbearbeiter haben ihre Schwierigkeiten mit Personen, die nicht als Bittsteller auftreten.« Simone Tetzlaff, Asylberatung Hennigsdorf
(mabe)
Files:
psychosoziale_beratung_web.pdf[2010, S. 36]
application/pdf 831.1 KB

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