Notwehrfonds: Spendenkampagne wird ausgesetzt

Die Opferperspektive hat am 7. Mai einen Spendenaufruf gestartet, um Musa E. bei einer Berufungsverhandlung eine Verteidigung zu ermöglichen. Diesen Aufruf haben wir heute zurückgezogen, denn durch die Beiordnung eines Pflichtverteidigers werden die Kosten von der Staatskasse getragen. Es werden zunächst keine Spenden benötigt.

Musa E. war zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil er sich gegen die Bedrohung seiner Familie durch rechts orientierte Jugendliche zur Wehr gesetzt hatte. Er hat sich entschieden, das Urteil des Amtsgerichts Potsdam anzufechten. Die Opferperspektive unterstützt ihn dabei.

In einem Spendenaufruf schrieben wir gestern, dass ein Pflichtverteidiger nicht beigeordnet worden sei, daher würden etwa 5.000 Euro benötigt, um das Urteil anzufechten. Dabei stützten wir uns auf die Angaben des Anwaltes; dieser teilte uns heute mit, dass er seine Beiordnung übersehen habe.

Wir danken allen, die ihre Unterstützung für Herrn E. zeigen. Wir werden Sie weiterhin informieren. Wir hoffen auf einen Freispruch. Sollte Musa E. aber vor dem Landgericht tatsächlich verurteilt werden, wird er erhebliche Gerichts- und Anwaltskosten zu tragen haben. In diesem Fall würden wir Sie erneut um Spenden bitten.

Potsdam, 8.5.2009

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