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	<title>Aktuelles &amp; Termine - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Deutschland 2025 – Jahresbilanzen der Opferberatungsstellen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 08:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresstatistik]]></category>
		<category><![CDATA[VBRG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG): Rechte Gewalt bleibt auf alarmierend hohem Niveau Im Durchschnitt wurden 2025 täglich zwölf Menschen Opfer rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt. Mehr als die Hälfte aller dokumentierten Angriffe war rassistisch motiviert. Zwei Menschen wurden infolge rechter Gewalt getötet. Die Zahlen basieren auf dem [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/jahresbilanz-rechte-gewalt-vbrg-2025">Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Deutschland 2025 – Jahresbilanzen der Opferberatungsstellen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><h3 class="wp-block-heading">Pressemitteilung des Verbands der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG): <strong>Rechte Gewalt bleibt auf alarmierend hohem Niveau</strong></h3><p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Durchschnitt wurden 2025 t&auml;glich zw&ouml;lf Menschen Opfer rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt. </strong>Mehr als die H&auml;lfte aller dokumentierten Angriffe war rassistisch motiviert. Zwei Menschen wurden infolge rechter Gewalt get&ouml;tet. Die Zahlen basieren auf dem Monitoring der unabh&auml;ngigen Fachberatungsstellen des VBRG in 13 Bundesl&auml;ndern.</p><p class="wp-block-paragraph">Nach Einsch&auml;tzung des VBRG handelt es sich nicht um eine kurzfristige Entwicklung.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&bdquo;Als Beratungsstellen stellen wir eine zunehmende Normalisierung rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in unserer Gesellschaft fest. Bedrohungen und Angriffe auf die k&ouml;rperliche Unversehrtheit zeigen sich l&auml;ngst nicht nur in gravierenden Gewalttaten. Sie begegnet Betroffenen zunehmend im Alltag &ndash; auf der Stra&szlig;e, am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Nachbarschaft.&ldquo;</em></p>
</blockquote><p class="wp-block-paragraph">Judith Porath (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung Opferperspektive) f&uuml;r die im VBRG zusammengeschlossenen Fachberatungsstellen</p><p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Angriffen auf Menschen, die sich f&uuml;r Demokratie und eine plurale Gesellschaft engagieren. Der VBRG dokumentierte 2025 insgesamt 663 Angriffe auf politische Gegner*innen sowie zivilgesellschaftlich Engagierte. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr. Betroffen waren unter anderem Ehrenamtliche, Vereine, Jugendzentren, alternative Wohnprojekte und Parteib&uuml;ros.</p><p class="wp-block-paragraph">Rassismus bleibt mit 1.729 dokumentierten Taten das h&auml;ufigste Tatmotiv und macht mehr als die H&auml;lfte aller registrierten Angriffe aus. Zudem erfassten die Beratungsstellen 325 queerfeindliche und 180 antisemitische Gewalttaten. K&ouml;rperverletzungen bilden mit 1.800 F&auml;llen erneut die gr&ouml;&szlig;te Deliktgruppe. Hinzu kommen 1.166 Bedrohungen und N&ouml;tigungen sowie 20 versuchte T&ouml;tungsdelikte beziehungsweise schwere K&ouml;rperverletzungen.</p><p class="wp-block-paragraph">Die Auswirkungen reichen weit &uuml;ber die unmittelbaren k&ouml;rperlichen Folgen hinaus. Viele Betroffene berichten von Angst, sozialem R&uuml;ckzug und der Aufgabe ihres gesellschaftlichen oder politischen Engagements. Weiterhin sind besonders betroffen Kinder und Jugendliche: 2025 registrierten die Beratungsstellen mindestens 232 betroffene Kinder und 372 Jugendliche.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&bdquo;Diskriminierung und Gewalt sind keine voneinander getrennten Ph&auml;nomene. Sie k&ouml;nnen Ausdruck derselben Dynamiken von Abwertung und Ausgrenzung sein. Viele Betroffene organisieren ihr Leben l&auml;ngst unter der Frage, wo sie sich frei bewegen k&ouml;nnen, ohne erneut diskriminiert oder angegriffen zu werden. Wenn Menschen beginnen, ihre Sichtbarkeit einzuschr&auml;nken oder sich aus &ouml;ffentlichen R&auml;umen zur&uuml;ckzuziehen, dann betrifft das nicht nur die Betroffenen. Es ver&auml;ndert unsere Demokratie insgesamt.&ldquo;</em></p>
</blockquote><p class="wp-block-paragraph">Dr. Cihan Sinano&#287;lu, Leiter Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor, DeZIM</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&bdquo;Hass gegen LSBTIAQ* Menschen ist kein Nischenthema, sondern er geht alle Menschen etwas an. Wir d&uuml;rfen nicht zulassen, dass Millionen Queers wieder in die Unsichtbarkeit gedr&auml;ngt werden. Denn politisch motivierte Hasskriminalit&auml;t zielt nicht nur auf Individuen ab, sondern zus&auml;tzlich darauf, ganze Bev&ouml;lkerungsgruppen einzusch&uuml;chtern. Aus Angst vor &Uuml;bergriffen ziehen sich LSBTIAQ* von den sozialen Medien, politischen &Auml;mtern und &ouml;ffentlichen R&auml;umen zur&uuml;ck oder denken &uuml;bers Auswandern nach.&ldquo;</em></p>
</blockquote><p class="wp-block-paragraph">Kerstin Thost, LSVD&#8314; &ndash; Verband Queere Vielfalt e.V.</p><p class="wp-block-paragraph">Die Beratungsstellen weisen darauf hin, dass ihre Zahlen nur einen Teil des tats&auml;chlichen Ausma&szlig;es rechter Gewalt abbilden. Viele Betroffene erstatten keine Anzeige oder suchen aus Angst, fehlendem Vertrauen oder schlechten Erfahrungen mit Beh&ouml;rden keine Beratung auf.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&bdquo;Das Erstatten einer Anzeige kostet viele Betroffene erhebliche Kraft. Es gibt engagierte Menschen bei Polizei und Justiz, die sorgf&auml;ltig arbeiten und Betroffene ernst nehmen. Gleichzeitig berichten Betroffene und Beratungsstellen immer wieder davon, dass rechte oder rassistische Tatmotive nicht ausreichend erkannt werden, verst&auml;ndliche R&uuml;ckmeldungen fehlen oder Verfahren ohne ein f&uuml;r sie nachvollziehbares Ergebnis enden. Solche Erfahrungen k&ouml;nnen das Vertrauen in Polizei, Justiz und den Rechtsstaat erheblich schw&auml;chen.&ldquo;</em></p>
</blockquote><p class="wp-block-paragraph">Saaeid Saaeid, Syrisch-Deutscher Kulturverein Magdeburg und Sprecher des Fl&uuml;chtlingsrats Sachsen-Anhalt fest</p><p class="wp-block-paragraph">Der VBRG fordert Bund und L&auml;nder auf, die Rechte von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt zu sichern, die unabh&auml;ngige Fachberatungsstellen dauerhaft finanziell und gesetzlich abzusichern, die Strafverfolgung rechter Gewalt zu verbessern sowie die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz und Opferschutz zu st&auml;rken. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten demokratische Initiativen langfristig gest&auml;rkt werden.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&bdquo;Es braucht entschlossene politische und gesellschaftliche Antworten auf rechte Gewalt und ihre zunehmende Normalisierung! Die Normalisierung von Gewalt darf nicht schweigend hingenommen, sondern muss als dringendes politisches Problem verstanden werden. Angriffe auf die offene Gesellschaft m&uuml;ssen als das ge&auml;chtet werden, was sie sind: Angriffe auf unsere Demokratie. Diskurse der Entmenschlichung und die Normalisierung menschenfeindlicher Positionen m&uuml;ssen gesamtgesellschaftlich verurteilt werden. Gleichzeitig braucht es ein klares Zeichen der Solidarit&auml;t mit den Betroffenen, die stellvertretend f&uuml;r uns alle angegriffen werden, sowie eine gezielte St&auml;rkung von Demokratieprojekten.&ldquo;</em></p>
</blockquote><p class="wp-block-paragraph">Judith Porath (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung Opferperspektive) f&uuml;r die im VBRG zusammengeschlossene Fachberatungsstellen</p><div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://verband-brg.de/rechte-rassistische-und-antisemitische-gewalt-in-deutschland-2025-jahresbilanzen-der-opferberatungsstellen/" aria-label="rechte rassistische und antisemitische gewalt in deutschland 2025 jahresbilanzen der opferberatungsstellen">Hintergrund und Fallbeispiele zur Jahresbilanz 2025</a></div>
</div><div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h4 class="wp-block-heading">&Uuml;ber den VBRG</h4><p class="wp-block-paragraph">Der Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) ist der bundesweite Zusammenschluss unabh&auml;ngiger Opferberatungsstellen. Seine Mitgliedsorganisationen unterst&uuml;tzen Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, dokumentieren Angriffe und ver&ouml;ffentlichen j&auml;hrlich eine bundesweite Jahresbilanz.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressekontakt</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG)</p><p class="wp-block-paragraph">Telefon: 030 &ndash; 33 85 97 77</p><p class="wp-block-paragraph">E-Mail: presse@verband-brg.de</p><div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/VBRG_26_0058-VBRG-Monitoring-Grafiken-01-1-1024x724.jpg" alt="Balkendiagramm rechter Angriffe bundesweit nach Jahren 2015 - 2025.
H&ouml;chstwert war 2024 mit 3453 Angriffen." class="wp-image-53693" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/VBRG_26_0058-VBRG-Monitoring-Grafiken-01-1-1024x724.jpg 1024w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/VBRG_26_0058-VBRG-Monitoring-Grafiken-01-1-300x212.jpg 300w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/VBRG_26_0058-VBRG-Monitoring-Grafiken-01-1-768x543.jpg 768w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/VBRG_26_0058-VBRG-Monitoring-Grafiken-01-1-1536x1086.jpg 1536w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/VBRG_26_0058-VBRG-Monitoring-Grafiken-01-1.jpg 1684w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/jahresbilanz-rechte-gewalt-vbrg-2025">Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Deutschland 2025 – Jahresbilanzen der Opferberatungsstellen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Notgroschen gegen Nazis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 11:49:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[notgroschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit mehr als 25 Jahren berät die Opferperspektive in Brandenburg Menschen, die Diskriminierung bzw. rechte, rassistische oder antisemitische Gewalt erleben. Für diese Arbeit braucht es stabile Strukturen. Doch wegbrechende Fördergelder und Drohungen von Rechts gefährden unsere Arbeit. Hilf mit, unsere Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten abzusichern. Spende jetzt unter dem Stichwort “Notgroschen”, um Rücklagen für existenzbedrohende Krisen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p class="wp-block-paragraph">Seit mehr als 25 Jahren ber&auml;t die Opferperspektive in Brandenburg Menschen, die Diskriminierung bzw. rechte, rassistische oder antisemitische Gewalt erleben. F&uuml;r diese Arbeit braucht es stabile Strukturen. Doch wegbrechende F&ouml;rdergelder und Drohungen von Rechts gef&auml;hrden unsere Arbeit.</p><p class="wp-block-paragraph">Hilf mit, unsere Handlungsf&auml;higkeit in Krisenzeiten abzusichern.<strong> Spende jetzt unter dem Stichwort &ldquo;Notgroschen&rdquo;</strong>, um R&uuml;cklagen f&uuml;r existenzbedrohende Krisen zu bilden und auch in Zukunft f&uuml;r Betroffene da sein zu k&ouml;nnen.</p><div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://www.betterplace.org/projects/139757" aria-label="139757">Spendenaktion bei betterplace.org</a></div>
</div><p class="wp-block-paragraph"></p><div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://secure.spendenbank.de/form/952" aria-label="952">Zum Spendentool</a></div>
</div><div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary><strong>Mehr Informationen zur Spendenaktion</strong></summary>
<p class="wp-block-paragraph">Der Verein Opferperspektive unterst&uuml;tzt seit mehr als 25 Jahren Menschen, die von Diskriminierung sowie rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt betroffen sind. Wir leisten Aufkl&auml;rungsarbeit und thematisieren in vielf&auml;ltigen Projekten die Wirkungsweisen und Folgen von Diskriminierung, Rassismus, Neonazismus und rechter Gewalt &ndash; immer aus der Perspektive der Betroffenen.<br>Mit unserem Monitoring informieren wir &uuml;ber das Ausma&szlig; rechter Gewalt in Brandenburg und engagieren uns erinnerungspolitisch f&uuml;r ein w&uuml;rdiges Gedenken an die Todesopfer rechter Gewalt. Mit Stellungnahmen und Policy-Paper mischen wir uns antidiskriminierungspolitisch ein. Unser Ziel ist eine solidarische, gewalt- und diskriminierungsfreie Gesellschaft, in der alle Menschen frei und gleichberechtigt leben k&ouml;nnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zivilgesellschaft unter Druck</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die demokratische Zivilgesellschaft in Deutschland steht unter gro&szlig;em Druck. Wir erleben seit einiger Zeit systematische Angriffe auf demokratische Institutionen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Rassistische Anfeindungen nehmen zu und die Bedrohungslage f&uuml;r alle Menschen, die im Fokus der extremen Rechten stehen, versch&auml;rft sich weiter.<br>Diffamierungen und Forderungen von rechts, die Unterst&uuml;tzung zivilgesellschaftlicher Arbeit einzuschr&auml;nken oder ganz zu streichen, nehmen zu. Diese Entwicklung gef&auml;hrdet nicht nur unsere Arbeit, sondern bedroht die Grundlagen unserer demokratischen Gesellschaft.<br>W&auml;hrend antidemokratische Kr&auml;fte an Einfluss gewinnen, sehen wir uns gleichzeitig mit drohenden Haushaltsk&uuml;rzungen, fehlenden F&ouml;rderzusagen und wegbrechenden F&ouml;rdergeldern konfrontiert. Aktuell bangen wir um die Fortf&uuml;hrung unseres Antidiskriminierungsb&uuml;ros Potsdam, das nach fehlender Anschlussfinanzierung zum Jahresende schlie&szlig;en musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Folgen f&uuml;r unsere Arbeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Situation hat dramatische Auswirkungen auf die Menschen, die wir unterst&uuml;tzen, und auf unsere Mitarbeiter:innen. Wenn zentrale F&ouml;rderprogramme wie &bdquo;Demokratie leben&ldquo; und &bdquo;respekt*land&ldquo; in Frage gestellt werden, steht nicht nur die Existenz einzelner Projekte auf dem Spiel &ndash; es geht um die Zukunft der demokratischen Zivilgesellschaft, gerade hier in Brandenburg.<br>Als Organisation, die sich f&uuml;r Betroffene von Diskriminierung und rechter Gewalt einsetzt, k&ouml;nnen wir nicht einfach Mietvertr&auml;ge, Geh&auml;lter, Versicherungen, Telefonkosten oder Fahrzeugmieten von heute auf morgen k&uuml;ndigen. Gerade in Zeiten zunehmender politischer Polarisierung braucht es verl&auml;ssliche Strukturen und handlungsf&auml;hige Organisationen, die Betroffenen Schutz und Unterst&uuml;tzung bieten k&ouml;nnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Notwendigkeit von R&uuml;cklagen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als kleiner Verein haben wir kaum finanzielle R&uuml;cklagen, um im Falle wegbrechender F&ouml;rderungen laufende Kosten selbst zu tragen und die so wichtige Beratungsarbeit f&uuml;r die Betroffenen aufrechtzuerhalten.<br>In diesen unsicheren Zeiten braucht es stabile Strukturen und ein starkes Fundament, um die Funktionsf&auml;higkeit gemeinn&uuml;tziger Organisationen zu erhalten. Das Vereinsrecht empfiehlt, Betriebsmittelr&uuml;cklagen f&uuml;r Vereinsausgaben von mindestens drei Monaten aufzubauen. Um unsere Handlungsf&auml;higkeit in Krisenzeiten zu sichern und solidarisch an der Seite der Betroffenen stehen zu k&ouml;nnen, haben wir die Spendenkampagne &bdquo;Notgroschen&ldquo; ins Leben gerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SPENDE JETZT!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Deiner Spende hilfst Du, unsere Arbeit auf ein festes Fundament zu stellen und auch in Krisenzeiten handlungsf&auml;hig zu bleiben.<br>Unterst&uuml;tze uns mit Deiner Spende unter dem Stichwort &bdquo;Notgroschen&ldquo;, damit wir auch in existenzbedrohenden Situationen weiterhin f&uuml;r die Betroffenen von Diskriminierung und rechter Gewalt in Brandenburg da sein k&ouml;nnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spendenkonto</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sozialbank<br>IBAN: DE38 3702 0500 0003 8131 00<br>Zweck: Notgroschen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Oder &uuml;ber unser <a href="https://secure.spendenbank.de/form/952?langid=1" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="952 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Online-Spendentool</a> oder bei&nbsp;<a href="https://www.betterplace.org/de/projects/139757" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="139757 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Betterplace</a>.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielen Dank f&uuml;r eure Unterst&uuml;tzung!</strong></p>
</details><p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/notgroschen-gegen-nazis">Notgroschen gegen Nazis</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verurteilung nach brutaler rechter Gewalt in der Uckermark</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/verurteilung-nach-brutaler-rechter-gewalt-in-der-uckermark?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=verurteilung-nach-brutaler-rechter-gewalt-in-der-uckermark</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 12:51:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Vordergrund des Prozesses, der am 1. Juli in Neuruppin begann, stand der Angriff auf einen jungen Ukrainer in der Nacht zum 22. Oktober 2025 am Bahnhof Templin. Durch die Tat erlitt der Betroffene zahlreiche Verletzungen, unter anderem Hirnblutungen, und musste mehrere Tage station&#228;r im Krankenhaus behandelt werden. Nur knapp &#252;berlebte er die brutale Gewalt [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/verurteilung-nach-brutaler-rechter-gewalt-in-der-uckermark">Verurteilung nach brutaler rechter Gewalt in der Uckermark</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p class="wp-block-paragraph">Im Vordergrund des Prozesses, der am 1. Juli in Neuruppin begann, stand der Angriff auf einen jungen Ukrainer in der Nacht zum 22. Oktober 2025 am Bahnhof Templin. Durch die Tat erlitt der Betroffene zahlreiche Verletzungen, unter anderem Hirnblutungen, und musste mehrere Tage station&auml;r im Krankenhaus behandelt werden. Nur knapp &uuml;berlebte er die brutale Gewalt der Angreifer. Siehe hierzu ausf&uuml;hrlich unseren <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/prozess-versuchte-toetung-uckermark" title="" aria-label="prozess versuchte toetung uckermark">Bericht vom ersten Prozesstag</a>.</p><p class="wp-block-paragraph">Am zweiten Prozesstag war unter anderem der Angriff auf ein abtr&uuml;nniges Mitglied der rechtsextremen Gruppierung &bdquo;Deutsche Jugend Uckermark&ldquo; (DJU) im M&auml;rz 2025 Gegenstand des Prozesses.<br>Gemeinsam mit einem weiteren Mitt&auml;ter hatte der Hauptt&auml;ter den Betroffenen in Angerm&uuml;nde angegriffen und so schwer verletzt, dass dieser u.a. ein Sch&auml;del-Hirn-Trauma erlitt und drei Tage station&auml;r im Krankenhaus behandelt werden musste. Den Angriff hatte der 23-j&auml;hrige Angeklagte zuvor gegen&uuml;ber dem mutma&szlig;lichen Anf&uuml;hrer der DJU in einem Messenger-Chat mit den Worten <em>&bdquo;Ich haue den heute auseinander.</em>&ldquo; angek&uuml;ndigt.<br>Der Betroffene hatte gegen&uuml;ber der Polizei angegeben, dass er angegriffen wurde, weil er sich von der DJU distanziert hatte.</p><h3 class="wp-block-heading"><strong>Aufgabe: AfD-Gegner einsch&uuml;chtern</strong></h3><p class="wp-block-paragraph">Zudem befasste sich das Gericht mit den Geschehnissen rund um eine AfD-Veranstaltung am 8. Februar 2025 in Templin. Das Gericht stellte fest, dass der 23-J&auml;hrige gemeinsam mit weiteren Personen zun&auml;chst einen Teilnehmer einer Gegenkundgebung umkreist, beleidigt und bedroht hatte.<br>Der Betroffene schilderte, dass sich diese Tat in eine Reihe politisch motivierter Einsch&uuml;chterungen und Angriffe einreihte. Wiederholt sei der Angeklagte ihm im Stadtbild von Templin begegnet und habe ihn als &bdquo;Schei&szlig; Zecke&ldquo; bezeichnet, einmal soll er ihn in einem D&ouml;nerimbiss geschlagen haben. Zu diesen Taten hatte der Betroffene aus Angst keine Anzeige erstattet.<br>Im Anschluss an die Bedrohung verfolgte die Gruppe um den 23-j&auml;hrigen Angeklagten zwei weitere Teilnehmer*innen der Gegenkundgebung. Hierbei blockierte der Angeklagte diesen den Weg, kommentierte dies mit <em>&bdquo;Schei&szlig; Zecken, ihr kommt hier nicht vorbei&ldquo;</em> und trat dem einen gegen das Schienbein. Bei einem Fluchtversuch rannte der 23-j&auml;hrige erneut auf ihn zu und schlug ihm so massiv auf das linke Ohr, dass dieser eine Platzwunde am Ohr erlitt. Erst dann konnten sie sich in einen Drogeriemarkt fl&uuml;chten. Nach der Tat litt der Betroffene &uuml;ber Monate hinweg unter Angstzust&auml;nden.<br><br>Der 23-j&auml;hrige T&auml;ter erkl&auml;rte vor Gericht, AfD-Anh&auml;nger gewesen zu sein. Er habe es als seine Aufgabe angesehen, die Partei dadurch zu unterst&uuml;tzen, dass er AfD-Gegner*innen einsch&uuml;chtere.<br><br>Der Betroffene sagte aus, dass er den Angeklagten im Nachhinein identifizieren konnte, da er bei Instagram auf einen Post des T&auml;ters mit dem AfD-Bundestagsabgeordneten Hannes Gnauck stie&szlig;. In einer Instagram-Story wurde eines der Bilder mit dem Text &bdquo;War geil &ndash; Zeckenboxen&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Fotos, auf denen Gnauck mit dem Hauptt&auml;ter der Angriffe posiert, waren bis zum Erscheinen dieses Beitrags auf der Instagramseite der AfD-Uckermark abrufbar.</p><p class="wp-block-paragraph">Neben den verhandelten Gewaltdelikten wurde der 23-j&auml;hrige Angeklagte zudem wegen des Zeigens des sogenannten Hitlergru&szlig;es am Templiner Badesee verurteilt.</p><h3 class="wp-block-heading"><strong>Gericht erkennt </strong><strong>die</strong><strong>rechte</strong><strong> Motivation </strong><strong>der</strong><strong> Taten </strong><strong>nur teilweise an</strong></h3><p class="wp-block-paragraph">Das Gericht benannte zwar die &Uuml;bergriffe auf die Gegendemonstranten bei der AfD-Veranstaltung als politisch motiviert. Obwohl der Prozess die extrem rechte Gesinnung der T&auml;ter offenbarte, konnte das Gericht die politische Dimension f&uuml;r die weiteren Taten hingegen nicht zweifelsfrei erkennen. Besonders unverst&auml;ndlich ist die mangelnde Feststellung der rechten Tatmotivation bei dem lebensbedrohlichen Angriff auf den jungen Ukrainer. Dieser hatte unmittelbar nach der Tat noch im Rettungswagen geschildert, dass der Gewalt eine Diskussion &uuml;ber seine Herkunft vorausgegangen sei.<br>Auch der Angriff auf den mutma&szlig;lichen Aussteiger der DJU wurde bei der Urteilsverk&uuml;ndung nicht als politisch motiviert benannt.</p><p class="wp-block-paragraph">Die Opferperspektive h&auml;lt die politische Motivation in beiden Taten f&uuml;r unstrittig.</p><p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/verurteilung-nach-brutaler-rechter-gewalt-in-der-uckermark">Verurteilung nach brutaler rechter Gewalt in der Uckermark</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Ausstellung [Kein Schöner Land] in Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 11:13:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Outdoor-Ausstellung &#8222;[Kein Schöner Land] &#8211; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg&#8220; ist vom 16. Juli bis 31. August 2026 zu Gast in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin. Sie kann dort täglich in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr besichtigt werden. Vertretung des Landes BrandenburgIn den Ministergärten 310117 BerlinZugang über den Eingang Philosophenweg. Ausstellungseröffnung: 15. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p class="wp-block-paragraph">Unsere <strong>Outdoor-Ausstellung &bdquo;[Kein Sch&ouml;ner Land]  &ndash; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg</strong>&ldquo; ist vom <strong>16. Juli bis 31. August 2026</strong> zu Gast in der <strong>Landesvertretung Brandenburg</strong> in Berlin. Sie kann dort <strong>t&auml;glich in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr</strong> besichtigt werden.</p><p class="wp-block-paragraph">Vertretung des Landes Brandenburg<br>In den Ministerg&auml;rten 3<br>10117 Berlin<br>Zugang &uuml;ber den Eingang Philosophenweg.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausstellungser&ouml;ffnung: 15. Juli, 10:00 Uhr</strong></p><div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://lv-veranstaltungen.brandenburg.de/event.php?vnrtoken=JOpksFVktggfQvain8ZUFQduT5WR2WRPZ60pymSoruTRAWHMCKjyZ7d+syaoNViAsgF0SbUjiBALc9LqraL/e29XBJwjNflTPR2IbbPYDj2lKRklHF2cNFZbfI5Gg2ZHXO4Ejv1w90oEp9zP3xlXTKL5p0tCEm12k4vR0GmonCRxAPB/An6h2crEsNEGd0iYKOallnxpK9kIAuH2Cynn3U37QdP0OB1d8uBv45diqVBZbmZhYUMdkR0IO3pQa1P8PcZEBuRzJr+vUDukk9SBUgxk34Oqm4/YgQADh9+AKfwR11YBwkCZJrYqEncdWcmHN+sHJP6UUJPIz0uSGt5bUcu43SVudEsmfKwDEtBob1Hl0Ik9f9260i/2C6uB8tMnn01xDfrCoaA89dxqqQDSEHDngyt8Z+fp5mqR95jUM58az9wJAtCmch+ArYFiiFo8v4o2qU1X26e+bkF2gXeHa70=" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="event (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Zu Anmeldung</a></div>
</div><p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-kein-schoener-land-in-berlin">Ausstellung [Kein Schöner Land] in Berlin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Pressemitteilung: Rechte Gewalt in Cottbus eskaliert</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/pressemitteilung-rechte-gewalt-in-cottbus-eskaliert-schutz-der-betroffenen-und-konsequente-strafverfolgung-muessen-jetzt-prioritaet-haben?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pressemitteilung-rechte-gewalt-in-cottbus-eskaliert-schutz-der-betroffenen-und-konsequente-strafverfolgung-muessen-jetzt-prioritaet-haben</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 10:02:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Textauszug</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><h4 class="wp-block-heading">Pressemitteilung &ndash; Potsdam, 03. Juli 2026</h4><p class="wp-block-paragraph"><strong>In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli griffen Neonazis das Wohnprojekt &bdquo;Zelle79&Prime; und den Kulturort &bdquo;Chekov&ldquo; in Cottbus an. Vergangene Nacht folgte der n&auml;chste Angriff: Unbekannte warfen das Fenster des Parteib&uuml;ros von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen ein, in dem eine Regenbogenflagge und Werbung f&uuml;r die CSD-Aktionswochen hingen.</strong></p><div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
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</div><p class="wp-block-paragraph">Die klare Solidarit&auml;t aus Cottbuser Stadtgesellschaft und Landespolitik setzt ein wichtiges Signal an die Betroffenen. Jetzt m&uuml;ssen Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte angesichts der eskalierenden rechten Gewalt handeln und die Verfolgung rechter und queerfeindlicher Straftaten zur obersten Priorit&auml;t machen.</p><p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren kritisiert die Opferperspektive &uuml;berlange Verfahren im Gerichtsbezirk Cottbus &ndash; eine sp&uuml;rbare Verbesserung ist bis heute nicht erkennbar. Erst am 9. Juni stellte das Gericht ein Verfahren wegen eines queerfeindlichen Angriffs in Kolkwitz mehr als zwei Jahre nach der Tat gegen eine geringe Geldauflage ein. Begr&uuml;ndet wurde dies ma&szlig;geblich mit &bdquo;prozess&ouml;konomischen und ressourcenschonenden&ldquo; Erw&auml;gungen &ndash; ein fatales Signal f&uuml;r den Betroffenen ebenso wie f&uuml;r die T&auml;ter.</p><p class="wp-block-paragraph">&bdquo;<em>Wer rechte Gewalt wirksam bek&auml;mpfen will, muss daf&uuml;r sorgen, dass auf Angriffe z&uuml;gig und konsequent strafrechtliche Konsequenzen folgen. Das sendet die unmissverst&auml;ndliche Botschaft an T&auml;ter und potenzielle Nachahmer: rechte Gewalt wird nicht geduldet. Genau das braucht es in Cottbus.&ldquo;, </em>so Dorina Feldmann, Beraterin der Opferperspektive.</p><p class="wp-block-paragraph">Das Justizministerium ist nun gefragt, kurzfristig wirksame Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um die konsequente Verfolgung rechter Gewalt zu gew&auml;hrleisten. Dazu geh&ouml;rt auch die Pr&uuml;fung, ob die Generalstaatsanwaltschaft oder die Zentralstelle Hasskriminalit&auml;t st&auml;rker eingebunden und ihre Zust&auml;ndigkeiten ausgeweitet werden k&ouml;nnen.</p><p class="wp-block-paragraph">Die Stadt Cottbus und das Land Brandenburg m&uuml;ssen den Austausch mit den Betroffenen rechter Gewalt fortsetzen und im Dialog mit ihnen geeignete Ma&szlig;nahmen entwickeln und umsetzen, die ihre Sicherheit gew&auml;hrleisten.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund:</strong></p><p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Monaten h&auml;uften sich extrem rechte Vorf&auml;lle und Gewalttaten in der Stadt. Das Hausprojekt &bdquo;Zelle79&Prime; wird seit Jahren wiederholt angegriffen, etwa im Dezember 2025, als Rechte das Haus zweimal mit Feuerwerksk&ouml;rpern und selbst gebauten Sprengvorrichtungen attackierten und besch&auml;digten.</p><p class="wp-block-paragraph">Im Februar kam es zu zwei rassistischen &Uuml;bergriffen, bei denen Menschen beleidigt, bedroht und geschlagen wurden.</p><p class="wp-block-paragraph">Im April folgte eine ganze Serie von Vorf&auml;llen: Zwei Neonazis griffen das Wohnhaus des Studierendenpfarrers und Sprechers der Initiative &bdquo;Sichere Orte S&uuml;dbrandenburg&ldquo; an, traten die T&uuml;r ein und randalierten im Hausflur. Jugendliche Neonazis bedr&auml;ngten und bedrohten eine Sprecherperson der Linksjugend auf offener Stra&szlig;e. Am selben Tag beleidigten Rechte eine weitere Person im Park und traten ihr in den R&uuml;cken. Wenige Tage sp&auml;ter warfen Unbekannte eine brennende Fackel in den Hausflur der WK51, einem Haus mit alternativen Wohngemeinschaften. Zudem beschmierten Unbekannte die Synagoge gro&szlig;fl&auml;chig mit einem Hakenkreuz.</p><p class="wp-block-paragraph">Seit vielen Jahren ist Cottbus eine Schwerpunktregion rechter Gewalt. Allein im Jahr 2025 verzeichnete die Opferperspektive 38 rechte Angriffe in der Stadt &ndash; bezogen auf die Zahl der Einwohner*innen der h&ouml;chste Wert in ganz Brandenburg.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/pressemitteilung-rechte-gewalt-in-cottbus-eskaliert-schutz-der-betroffenen-und-konsequente-strafverfolgung-muessen-jetzt-prioritaet-haben">Pressemitteilung: Rechte Gewalt in Cottbus eskaliert</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Uckermark: Prozessbeginn wegen versuchter Tötung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 14:56:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Uckermark]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angriff am Bahnhof Templin Am ersten Prozesstag lag der Fokus des Prozesses auf einem Angriff in der Nacht zum 22. Oktober 2025, bei dem ein 21-jähriger Ukrainer am Bahnhof Templin schwerst verletzt wurde. Dieser hatte am Vorabend den letzten Zug nach Berlin verpasst und traf so wartend auf eine Gruppe junger Rechter am Bahnhof. Zunächst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 class="wp-block-heading"><strong>Angriff am Bahnhof Templin</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am ersten Prozesstag lag der Fokus des Prozesses auf einem Angriff in der Nacht zum 22. Oktober 2025, bei dem ein 21-jähriger Ukrainer am Bahnhof Templin schwerst verletzt wurde. Dieser hatte am Vorabend den letzten Zug nach Berlin verpasst und traf so wartend auf eine Gruppe junger Rechter am Bahnhof. Zunächst unterhielten sie sich und tranken gemeinsam Alkohol. Dann kippte die Stimmung und die Angeklagten schlugen zusammen mit zwei weiteren Jugendlichen völlig enthemmt auf den Betroffenen ein. Mehrere Fluchtversuche misslangen dem jungen Ukrainer und die Angeklagten schlugen und traten erneut auf ihn ein. Noch im Krankenwagen in der Tatnacht schilderte der Betroffene, dass vor dem Angriff eine Diskussion über seine Herkunft vorausgegangen sei. Durch die Tat erlitt der Betroffene zahlreiche Verletzungen, unter anderem Hirnblutungen und musste mehrere Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Tat ist u.a. als schwerer Raub mit anschließender Lebensgefahr angeklagt. Der Betroffene leidet heute noch massiv unter den Folgen der Tat.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der Prozess</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des Prozesses zeichnete sich ein Bild von verrohter Gewalt, in einem Ausmaß wie sie die Opferperspektive in den vergangenen Jahren wiederholt in der Uckermark registriert hat. Nicht bei allen angeklagten Taten scheint eine politische Motivation eine Rolle gespielt zu haben, dennoch zeigte der Prozessbeginn bereits, dass die Täter sich in einem massiv gewaltvollen Milieu bewegen, in dem rechtsextreme Positionen ein Grundbestandteil sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 23-jährige Angeklagte hat die meisten gegen ihn erhobenen Anklagepunkte eingeräumt, dazu gehört auch das Zeigen des „Hitlergrußes“ im Mai 2025. Die Vorwürfe des Raubes und des Einsatzes von Waffen bestritt er. Diese Anklagepunkte haben erheblichen Einfluss auf die Dauer der Haftstrafe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er gab auch zu, Teil der sogenannten &#8222;Deutsche Jugend Uckermark&#8220; gewesen zu sein. Der Name ist offensichtlich angelehnt an die Neonazi-Jugendgruppe &#8222;Deutsche Jugend Voran&#8220;. Die Behauptung, sich mittlerweile von dieser Gruppierung und seiner rechten Gesinnung losgesagt zu haben, zweifeln nahezu alle Verfahrensbeteiligten an.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Angriff bei AfD-Wahlkampfveranstaltung</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am kommenden Folgeprozesstag (7. Juli) wird sich das Gericht voraussichtlich mit einem weiteren Angriff am 8. Februar 2025 im Umfeld einer AfD-Wahlkampfveranstaltung befassen. Einer der Angeklagten soll aus einer Gruppe heraus zunächst einen Teilnehmer einer Gegenkundgebung bedroht haben. Kurze Zeit später soll er zwei andere Teilnehmende des Gegenprotestes verfolgt, getreten und ins Gesicht geschlagen und dabei verletzt haben. Der Betroffene und seine Begleitung konnten sich schließlich in einen nahegelegenen Drogeriemarkt flüchten, vor dem sich die Gruppe des Angreifers noch einschüchternd aufhielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 8. Juli soll am Landgericht Neuruppin parallel ein separater Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen einen weiteren Beschuldigten in den Tatkomplexen beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Forderungen der Opferperspektive</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wir erwarten von dem Gerichtsprozess, dass die politische Motivation der Taten bei der Verurteilung berücksichtigt wird. Der Prozess muss auch klären, wer genau sich hinter der „Deutsche Jugend Uckermark“ verbirgt. Handelte es sich hier um eine feste Struktur extrem rechter Jugendlicher? Besteht diese fort und wer gehört bzw. gehörte noch dazu? Und ist die Gruppierung unter Umständen für weitere rechte Gewalttaten in der Uckermark verantwortlich?</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/prozess-versuchte-toetung-uckermark">Uckermark: Prozessbeginn wegen versuchter Tötung</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Rechte Angriffe auf Hausprojekt „Zelle79“ und Kulturort „Chekov“</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-angriffe-auf-hausprojekt-zelle79-und-kulturort-chekov?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rechte-angriffe-auf-hausprojekt-zelle79-und-kulturort-chekov</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 13:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Zelle79]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angriffe im Zusammenhang mit den CSD-Aktionswochen In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 2026 wurde ein Brandanschlag auf das Wohnprojekt “Zelle79” in Cottbus verübt. Zwei Angreifer warfen Brandsätze gegen das bewohnte Haus.Laut den Bewohner*innen waren die Angreifer schwarz gekleidet. Einer war mit einer schwarz-weiß-roten Sturmhaube vermummt.Der Brandanschlag ereignete sich während der CSD-Aktionswochen Cottbus. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-angriffe-auf-hausprojekt-zelle79-und-kulturort-chekov">Rechte Angriffe auf Hausprojekt „Zelle79“ und Kulturort „Chekov“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 class="wp-block-heading"><strong>Angriffe im Zusammenhang</strong> <strong>mit den CSD-Aktionswochen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 2026 wurde ein Brandanschlag auf das Wohnprojekt “Zelle79” in Cottbus verübt. Zwei Angreifer warfen Brandsätze gegen das bewohnte Haus.<br>Laut den Bewohner*innen waren die Angreifer schwarz gekleidet. Einer war mit einer schwarz-weiß-roten Sturmhaube vermummt.<br>Der Brandanschlag ereignete sich während der CSD-Aktionswochen Cottbus. Die Bewohner*innen hatten am Haus ein CSD-Plakat und eine Regenbogen-Flagge aufgehängt. Auf einem Banner nahmen sie Bezug auf die gemeinsame Entscheidung von AfD, Mittelstandsinitiative und Teilen der CDU in der Stadtverwaltung das Gendern zu untersagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In derselben Nacht gab es außerdem einen Angriff auf den alternativen Jugendclub “Chekov”, der unweit von der Zelle79 entfernt ist. So wurde am Morgen des 02. Juli bekannt, dass dort in der Nacht ein Feuer gelegt wurde.<br>Auch das “Chekov”, das unweit von dem Stadion des FC Energie Cottbus liegt, ist in der Vergangenheit Zielscheibe rechter Anfeindungen gewesen. Erst im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Fassade des Clubs großflächig mit dem Schriftzug “Cottbus bleibt deutsch” verunstaltet. Der Spruch ist in der Cottbuser rechtsextremen Hooliganszene weit verbreitet. Zudem zerstörten die Täter mehrere Wandbilder und hinterließen misogyne und queerfeindliche Beleidigungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rechte Gewalt in Cottbus eskaliert</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Angriffe reihen sich ein in eine Welle rechter Eskalation in Cottbus. Erst im April gab es innerhalb kürzester Zeit Bedrohungen und Angriffe gegen politisch Engagierte sowie alternative Jugendliche, rassistische Beleidigungen bei einer Semester-Eröffnungsparty der BTU-Cottbus, mehrfach wurde die Synagoge und die Zelle79 rechten Parolen beschmiert, es gab einen Brandanschlag auf das Wohnhaus WK51 und eine weitere Woche später werden drei Regenbogenbanner am Regenbogenkombinat Cottbus mit Farbe beschmiert. Und auch danach berichteten uns Engagierte von weiteren nächtlichen Bedrohungen und Angriffen &#8211; ein Ende der rechten Eskalation scheint nicht in Sicht zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff mit Einsatz von Brandsätzen auf die Zelle79 ist eine weitere Eskalationsstufe gegen das Hausprojekt. Die Qualität der Tat lässt darauf schließen, dass die Täter keine Skrupel davor hatten Menschenleben tödlich zu gefährden. Unsere Solidarität gilt den Bewohner*innen, deren schnelle Reaktion Schlimmeres verhinderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind erschüttert, dass in derselben Nacht die Zelle79 angegriffen und am alternativen Jugendclub “Chekov” ein Feuer gelegt wurde. Das planvolle Vorgehen beider Taten zeigt, wie enthemmt die rechtsextreme Szene in Cottbus sich ihrer Feinde entledigen will. Es ist wichtig, dass wir alle gemeinsam an der Seite der beiden Projekte stehen und uns von diesen Vertreibungs- und Vernichtungsphantasien als Angriff auf die vielfältige und demokratische Gesellschaft in Cottbus nicht einschüchtern lassen.<br>Wir verurteilen beide Angriffe aufs Schärfste und erwarten eine schnelle, konsequente Aufklärung sowie ein entschiedenes Handeln der Politik und Strafverfolgungsbehörden. Es darf nicht sein, dass derartige Taten in Cottbus immer wieder geschehen und die Verursacher offenbar nur mit geringen oder gar keinen Konsequenzen rechnen müssen.” sagt Dorina Feldmann, Beraterin bei der Opferperspektive.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-angriffe-auf-hausprojekt-zelle79-und-kulturort-chekov">Rechte Angriffe auf Hausprojekt „Zelle79“ und Kulturort „Chekov“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich blicke immer voller Hoffnung in die Zukunft&#8220; &#8211; Interview with Negus Martin</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/interview-negus-martin_de?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=interview-negus-martin_de</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 11:29:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlow]]></category>
		<category><![CDATA[Noël Martin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.opferperspektive.de/?p=53614</guid>

					<description><![CDATA[<p>Opferperspektive: Was hat Dich motiviert, an der Gedenkkundgebung anl&#228;sslich des 30. Jahrestags des Angriffs auf Deinen Vater teilzunehmen und wie haben Du und Deine S&#246;hne diese erlebt? Negus Martin: Meine Motivation war vor allem, als Teil der No&#235;l-Martin-Stiftung dabei zu sein, um das Andenken an meinen Vater lebendig zu halten und meinen Kindern die Erinnerung [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/interview-negus-martin_de">„Ich blicke immer voller Hoffnung in die Zukunft“ – Interview with Negus Martin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-6eb048e84a2f036ffd8d6de9882291ce wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><strong>Opferperspektive: Was hat Dich motiviert, an der Gedenkkundgebung anl&auml;sslich des 30. Jahrestags des Angriffs auf Deinen Vater teilzunehmen und wie haben Du und Deine S&ouml;hne diese erlebt?</strong></p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Negus Martin: </strong>Meine Motivation war vor allem, als Teil der No&euml;l-Martin-Stiftung dabei zu sein, um das Andenken an meinen Vater lebendig zu halten und meinen Kindern die Erinnerung an ihren Gro&szlig;vater zu vermitteln. Gleichzeitig wollte ich meine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Stiftung zeigen und ein Zeichen gegen Rassismus setzen.<br><br>Die Kundgebung war &uuml;berw&auml;ltigend und sehr emotional f&uuml;r mich. Es war beeindruckend, die Unterst&uuml;tzung der Stadt und der Menschen zu sehen. Und, dass der B&uuml;rgermeister von Mahlow, der Ministerpr&auml;sident von Brandenburg und andere Politikerinnen erschienen waren, um ihre Unterst&uuml;tzung zu bekunden, und dabei zu helfen, die Botschaft gegen Rassismus zu verbreiten. </p><p class="has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-b2ba8c09ffbee4dc642c4a88a25bff76 wp-block-paragraph">F&uuml;r meine S&ouml;hne war es ein pr&auml;gendes Erlebnis zu sehen, dass ihr Gro&szlig;vater in einer Reihe mit gro&szlig;en B&uuml;rgerrechtlerinnen wie Martin Luther King, Bob Marley, Marcus Garvey oder Rosa Parks steht &ndash; Menschen, die sich wie er f&uuml;r B&uuml;rgerrechte und Freiheit einsetzten.</p><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-47f47f6bafed3f6ea0f5f044cada800b wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><strong><strong>Als Dein Vater in Mahlow angegriffen wurde, warst Du etwa 17 Jahre alt. Wie hast Du das damals erlebt?</strong></strong></p><p class="wp-block-paragraph">Ich lebte damals in den USA. Ich erhielt einen Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, was meinem Vater zugesto&szlig;en war. Nach einiger Zeit konnte ich mit ihm sprechen &ndash; es war schockierend, ich konnte es nicht glauben. Es f&uuml;hlte sich so unwirklich an.</p><p class="wp-block-paragraph">Ich habe zu meinem Vater aufgeschaut, er war f&uuml;r mich ein sehr starker Mann &ndash; besonders wenn man sah, wie er ging. F&uuml;r mich war er wie ein K&ouml;nig, und er behandelte mich wie einen Prinzen. Als ich also von der Trag&ouml;die erfuhr, hat mich das v&ouml;llig aus der Bahn geworfen. Ich bin einfach zusammengebrochen und habe geweint.</p><p class="wp-block-paragraph">Als ich alt genug war, beschloss ich, nach England zu gehen, um ihm so gut ich konnte zu helfen und ihn zu unterst&uuml;tzen. Und das tue ich bis heute.</p><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-051f17036bb0962b28620be0dd7219d6 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Was gab Deinem Vater die Kraft, nach dem Anschlag weiterzumachen?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Genau das habe ich auch selbst einmal gefragt. Seine St&auml;rke war unglaublich. Es gab Momente, in denen es schmerzhaft war zu sehen, wie er fast aufgab. Doch dann hat die Geburt seiner Enkelkinder seinen Entschluss ge&auml;ndert. Aber nicht nur das &ndash; es war auch sein Tatendrang, Dinge zu erreichen, alle Widrigkeiten zu &uuml;berwinden, selbst in einer Situation, in der die Leute erwarteten, dass er dazu nicht in der Lage sein w&uuml;rde.</p><p class="wp-block-paragraph">Trotz seines Rollstuhls hat er mehr erreicht als viele andere: seine Mietobjekte, sein Pferderennen, seine F&auml;higkeit, Chancen zu erkennen. Es war erstaunlich, wozu er f&auml;hig war. Sein Verstand war sehr scharf.<br>Die &Auml;rzte sagten, er w&uuml;rde nach der Verletzung nur noch 10 bis 15 Jahre leben &ndash; er lebte noch 24 Jahre. Das finde ich erstaunlich.</p><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-59af0bddf367d96b277610daaeab4988 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Wie nimmst Du Rassismus in der Gesellschaft heute wahr?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Rassismus ist ein tief verwurzeltes System. Rassismus hindert einen daran, einen Job zu bekommen, dort zu leben, wo man leben m&ouml;chte, eine Ausbildung zu absolvieren &ndash; es gibt viele Hindernisse, wenn es um Rassismus geht.</p><p class="wp-block-paragraph">Wof&uuml;r wir in Mahlow auf die Stra&szlig;e gegangen sind, war der Versuch, dieses System zu zerst&ouml;ren. Deshalb war es f&uuml;r mich so bewegend zu erleben, wie die Stadt zusammenkam und im Namen meines Vaters demonstrierte.</p><p class="wp-block-paragraph">Mein Vater war voller Weisheit. Einmal sagte er zu mir: &bdquo;Ziegelsteine sind auf der ganzen Welt gleich &ndash; die Konstruktion des Rassismus auch. Man muss selbst zum Architekten oder zur Architektin werden, um die gesellschaftlichen Strukturen zu ver&auml;ndern.&ldquo;</p><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-e03d825dd50eb44eea54e1287b7d0704 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Wie blickst Du in die Zukunft?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Ich blicke immer voller Hoffnung in die Zukunft &ndash; das muss man auch. Denn es ist die Zukunft, in der unsere Kinder aufwachsen werden. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Denn wenn man die Hoffnung aufgibt, hat man nichts mehr.</p><p class="wp-block-paragraph">Meine eigene Erfahrung zeigt: Ich habe als Kind Rassismus und Ausgrenzung erlebt und dann miterlebt, wie sich die Situation f&uuml;r meine Kinder verbessert hat &ndash; Sie stehen sie nicht vor denselben Hindernissen wie ich damals. Und die Hindernisse, mit denen mein Vater zu k&auml;mpfen hatte, hatte ich nicht. Es ver&auml;ndert sich &ndash; aber nur langsam. Es ist ein langsamer Prozess, aber wir werden es schaffen.</p><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-08bcca65c7094b00970e494cf72fca76 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Dein Vater hat die &bdquo;No&euml;l- und Jacqueline-Martin-Stiftung&ldquo; gegr&uuml;ndet. Sie f&ouml;rdert den Austausch zwischen jungen Menschen aus England und Deutschland. Was kannst Du uns dar&uuml;ber erz&auml;hlen?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Das ist eine wunderbare Initiative, denn sie gibt jungen Menschen die Chance, sich mit anderen auszutauschen, neue Menschen kennenzulernen, neue Kulturen zu entdecken und verschiedene Sprachen zu lernen. Vielfalt ist keine Schw&auml;che, sondern eine St&auml;rke.</p><p class="wp-block-paragraph">Es bedeutet mir sehr viel, das Verm&auml;chtnis meines Vaters am Leben zu erhalten. Ich bin tief ber&uuml;hrt, dass ich Teil der Stiftung sein und sie in seinem Sinne weiterf&uuml;hren darf.</p><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-5f7816c472409db27f64eebb9915b28b wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Welche Erlebnisse von Deinem Besuch in Deutschland werden Dir in Erinnerung bleiben?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Als ich dieses Jahr in Mahlow ankam, fuhr ich mit dem Zug vom Flughafen hierher und unterhielt mich mit jemandem. Ich schaute gerade auf und warf einen Blick aus dem Fenster, als wir die No&euml;l-Martin-Br&uuml;cke passierten. Mir war gar nicht bewusst gewesen, dass sie dort war. Dann sah ich das Graffiti auf dem Betonpfeiler: &bdquo;Rest in Peace No&euml;l Martin&ldquo;. Ich bekam G&auml;nsehaut. Es war nur ein kurzer Moment, aber er hat mich tief bewegt; es war ein Zeichen.</p><div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img decoding="async" width="300" height="200" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-300x200.jpg" alt='Graffiti Schriftzug an einer Bahnbr&uuml;cke in Mahlow mit dem Schriftzug "RIP Noel Martin"' class="wp-image-53666" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-300x200.jpg 300w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-1024x683.jpg 1024w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-768x512.jpg 768w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-1536x1024.jpg 1536w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div><p class="wp-block-paragraph">Ich habe so viele Erinnerungen &ndash; dies war mein dritter Besuch in Deutschland. Das erste Mal war 2007. Es war &uuml;berw&auml;ltigend, ich wurde so herzlich empfangen, dass ich noch heute davon erz&auml;hle. Ich habe viele gro&szlig;artige Menschen kennengelernt, mit denen ich bis heute in Kontakt stehe. Menschen, die weiterhin f&uuml;r Gerechtigkeit k&auml;mpfen. Das ist sch&ouml;n zu sehen.<br>Mein zweiter Besuch war 2021, nach der Einweihung der No&euml;l-Martin-Br&uuml;cke.<br>Was mich wirklich bewegt hat, war mitzuerleben, wie die Schule in Mahlow die Geschichte meines Vaters in ihren Lehrplan aufgenommen hat und wie die Kinder etwas &uuml;ber ihn lernen. Das zu sehen, war so bewegend.<br>Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, dass diese Stadt Mahlow, meinen Vater nach all den Jahren nicht vergessen hat.</p><p class="has-text-color has-link-color wp-elements-4c552c2b49099ff1b936af6a5d83752e wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Gibt es noch etwas, das Du den Menschen in Mahlow oder den Leser*innen dieses Interviews sagen m&ouml;chtest?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Den Menschen in Mahlow und &uuml;berall sonst m&ouml;chte ich sagen: Lasst uns die Erinnerung an meinen Vater No&euml;l Martin, und an alle Opfer von Rassismus und rechtsextremer Gewalt wach halten. Wir d&uuml;rfen niemals aufgeben &ndash; der Kampf gegen Rassismus geht weiter.</p><div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group opp-info-box has-background" style="background-color:#f3ebde61"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading has-text-align-left" style="font-size:30px"><strong><strong>Mehr &uuml;ber No&euml;l Martin</strong></strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de/noel-martin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="noel martin (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Seite Todesopfer Rechter Gewalt in Brandenburg</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/audio_video/podcast-brandenburger-baseballschlaegerjahre-4" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="podcast brandenburger baseballschlaegerjahre 4 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Podcast &bdquo;Brandenburger Baseballschl&auml;gerjahre&ldquo; &uuml;ber No&euml;l Martin</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.noel-martin.de/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="de (&ouml;ffnet in neuem Tab)">No&euml;l- und Jacqueline-Martin-Stiftung</a></p>
</div></div>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"></div>
</div><p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/interview-negus-martin_de">„Ich blicke immer voller Hoffnung in die Zukunft“ – Interview with Negus Martin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;I always look to the future with hope&#8220; &#8211; Interview with Negus Martin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 11:24:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlow]]></category>
		<category><![CDATA[Noël Martin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Opferperspektive: What motivated you to take part in the memorial rally on the occasion of the 30th anniversary of the attack and how did you and your sons experience it? Negus Martin: My motivation was, first of all, being part of the Noël Martin Foundation — to keep my father&#8217;s memory alive, and to show [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-911c6bcade36ab2465bb50752533346c wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><strong>Opferperspektive: What motivated you to take part in the memorial rally on the occasion of the 30th anniversary of the attack and how did you and your sons experience it?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Negus Martin: </strong>My motivation was, first of all, being part of the Noël Martin Foundation — to keep my father&#8217;s memory alive, and to show my children the memory of their grandfather. It was also about showing support for the foundation and speaking out against racism.</p>



<p class="wp-block-paragraph">The walk itself was overwhelming — very emotional for me. It was also amazing to see the support from the town and the people, with the mayor and the Minister-President of Brandenburg and other politicians coming out to show support, bear witness, and help get the word out.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-c9fe364216ae37e4d66c55525027250a wp-block-paragraph" style="color:#726e97">My sons found it remarkable to see that their grandfather stands as a civil rights leader in the tradition of people like Martin Luther King, Bob Marley, Marcus Garvey, Rosa Parks — people who stood up for civil rights and freedom. It was very powerful for them to see that, and to know where it comes from.<br><br><strong><strong>When your father was attacked in Mahlow, you were about 17 years old. How did you experience what happened?</strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">I was living in America at the time. I got the phone call about what happened to my father. And after a while I was able to talk to him — it was shocking, I couldn&#8217;t believe it. It felt so surreal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">I looked up to my father, as a very strong man, especially when he was walking — he was like a king to me, and he treated me like a prince. So when I heard about the tragedy, it just broke me apart. I just fell to pieces and cried.</p>



<p class="wp-block-paragraph">When I was old enough, I said I&#8217;m coming to England to help and support him in the best way I could. And I&#8217;m doing that to this day.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-cf03d97e6cb1b4aad992e381b8477f8a wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>What gave your father the strength to carry on after the attack?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">You know what, I asked him that same question myself. His strength was amazing. There was a point where it was sad to see that he was about to give up. But then the birth of his grandchildren changed his mind. But not just that alone, though — it was also his drive to accomplish things, to overcome the odds, even in a situation where people expected he wouldn&#8217;t be able to do this.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In his wheelchair, he accomplished more than many able-bodied people ever could — his rental properties, his horse racing, his ability to see opportunities. It was amazing what he was capable of. His mind was very sharp.</p>



<p class="wp-block-paragraph">The doctors said he&#8217;d only live 10 or 15 years after the injury, and he lived on for 24 years. I see that as amazing.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-50015c08c59d76b745f47d5e3c929be1 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>How do you perceive racism in society today?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Racism is a system put in place. Racism stops you from getting a job, it stops you from living where you want to live, from getting an education — there are a lot of roadblocks when it comes to racism. What we did in Mahlow was to try to tear those systems down. That&#8217;s why it was so powerful for me to witness the town coming together and marching in my father’s name.</p>



<p class="wp-block-paragraph">My father was full of wisdom. In one of our conversations he once said to me: „Bricks in the world are the same – the construct of racism is the same. And one must become an engineer or an architect to change the social engineering.”</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-d7d002196b4253bf6485b2f905f83937 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>How do you look into the future?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">I always look to the future with hope — you have to, because this is the future your children have to grow up in. You can&#8217;t give up on hope — if you give up on hope, you have nothing left.</p>



<p class="wp-block-paragraph">From my own experience — seeing racism and exclusion as a child, and then seeing things change in society for my children — they don&#8217;t face the same roadblocks I had. And the roadblocks my father had, I didn&#8217;t have. It is changing – but it is slow. It&#8217;s a slow process, but we&#8217;ll get there.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-bbf1fbcc9a2ad4f78537f06de09d8140 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Your father founded the “Noël and Jacqueline Martin Foundation.” It promotes exchanges between young people from England and Germany. What can you tell us about it?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">It&#8217;s a beautiful thing, because it gives young people the chance to integrate with others — meeting new people, new cultures, learning different languages. Difference is not a weakness, it&#8217;s a strength.</p>



<p class="wp-block-paragraph">It means a lot to me to keep my father&#8217;s legacy alive — I&#8217;m overwhelmed that they made me part of this charity, to carry it forward and to honor him.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-aa0c4787237ea91ecc79679030123806 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>What experiences of your visit to Germany will you keep in your memory?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">When I arrived in Mahlow this year, I came by train from the airport, talking with someone. I just looked up and glanced out the window when we passed the Noël Martin Bridge. I hadn&#8217;t even realized it was there. Then I saw the graffiti on the concrete pillar: ‘Rest in Peace Noël Martin’. It gave me goosebumps. It was just a brief moment, but it moved me deeply; it was a sign.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><img decoding="async" width="300" height="200" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-300x200.jpg" alt="Graffiti Schriftzug an einer Bahnbrücke in Mahlow mit dem Schriftzug &quot;RIP Noel Martin&quot;" class="wp-image-53666" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-300x200.jpg 300w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-1024x683.jpg 1024w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-768x512.jpg 768w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-1536x1024.jpg 1536w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/07/RIP-Noel-Martin-Graffiti_3-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">I have so many memories — this is my third trip to Germany. The first time was in 2007. It was overwhelming, I was so well received — I still tell people about it to this day. I met a lot of great people who I&#8217;m still in touch with — people who are still fighting on. It&#8217;s good to see.</p>



<p class="wp-block-paragraph">The second time was around 2021, after a bridge in Mahlow was named after my father — the Noël Martin Bridge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">What really moved me was learning how the school in Mahlow has integrated my father&#8217;s story into their curriculum, how the children learn about him. That was so touching to see.<br>It&#8217;s been really powerful to see that this town, Mahlow, has kept my father in their memory after all these years. It&#8217;s powerful to know that this town won&#8217;t forget.</p>



<p class="has-text-color has-link-color wp-elements-42daa69398c0ad6c1db4fdd3fcbe4336 wp-block-paragraph" style="color:#726e97"><br><strong>Is there anything else you&#8217;d like to say to the people of Mahlow or the readers of this interview?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">To the people of Mahlow and everywhere else, I would like to say: let&#8217;s keep the memory of my father, Noël Martin, and all the victims of racism and right-wing violence alive. We must never give up — the fight against racism continues.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/interview-negus-martin">„I always look to the future with hope“ – Interview with Negus Martin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Schattenberichte Juni 2026</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/schattenberichte-juni-2026?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schattenberichte-juni-2026</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<category><![CDATA[schattenberichte]]></category>
		<category><![CDATA[wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[wohnumfeld]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.opferperspektive.de/?p=53514</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die neue Ausgabe unserer Schattenberichte ist da! Darin besch&#228;ftigen wir uns mit rassistischer Diskriminierung und Gewalt im Wohnumfeld. Besonders h&#228;ufig treffen die Anfeindungen Familien mit Kindern.Mit diesem Schattenbericht wollen wir den Blick auf diese Realit&#228;t lenken. Wir geben Einblicke in die Fallarbeit und zeigen, welche Ma&#223;nahmen helfen k&#246;nnen, rassistischer Diskriminierung und Gewalt im Wohnumfeld entgegenzuwirken.Au&#223;erdem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p class="wp-block-paragraph">Die neue Ausgabe unserer <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Schattenberichte</a> ist da! <br>Darin besch&auml;ftigen wir uns mit rassistischer Diskriminierung und Gewalt im Wohnumfeld. Besonders h&auml;ufig treffen die Anfeindungen Familien mit Kindern.<br>Mit diesem Schattenbericht wollen wir den Blick auf diese Realit&auml;t lenken. Wir geben Einblicke in die Fallarbeit und zeigen, welche Ma&szlig;nahmen helfen k&ouml;nnen, rassistischer Diskriminierung und Gewalt im Wohnumfeld entgegenzuwirken.<br>Au&szlig;erdem berichten wir &uuml;ber die H&auml;ufung rechter Gewalttaten in Cottbus und berichten aus der Arbeit der Opferperspektive.</p><h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Artikel im Einzelnen:</strong></h4><ul class="wp-block-list">
<li>Kein sicheres Zuhause &ndash; Rassismus im Wohnumfeld</li>



<li>Interview: &bdquo;Wir sind immer unter Stress&ldquo;</li>



<li>Vor Ort: Potsdam, Cottbus, Brandenburg an der Havel</li>



<li>Nachruf und Kurznachrichten</li>



<li>Nachrichten aus der Antidiskriminierungsberatung</li>
</ul><p class="wp-block-paragraph"> </p><div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2026/06/Schattenberichte_Juni-2026_web.pdf" aria-label="Schattenberichte Juni 2026 web">Download (PDF)</a></div>
</div><div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="wp-block-group opp-info-box has-background" style="background-color:#f3ebde61"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading has-text-align-left" style="font-size:30px"><strong><strong>Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive</strong></strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><br>In unserem Rundbrief <em>Schattenberichte</em> &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive informieren wir zweimal pro Jahr &uuml;ber unsere Arbeit und &uuml;ber das Ausma&szlig; rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung in Brandenburg.<br>Spender*innen und F&ouml;rdermitglieder erhalten die <em>Schattenberichte</em> regelm&auml;&szlig;ig per Post oder per E-Mail. Wir versenden den Rundbrief au&szlig;erdem &uuml;ber unseren <a href="https://www.opferperspektive.de/ueber-uns/newsletter" target="_blank" rel="noopener noreferrer" title="" aria-label="newsletter (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Newsletter</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alle Ausgaben der Schattenberichte</strong> gibt es hier: <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.opferperspektive.de/schattenberichte</a></p>
</div></div><p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/schattenberichte-juni-2026">Schattenberichte Juni 2026</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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	</channel>
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