Buckow

Eine größere Wandergruppe junger Männer und Frauen erschien am Samstagnachmittag des 18. April bei einem lokalen Trödelmarkt in Buckow. Anwesende Gäste und Standbetreuer*innen identifizierten diese anhand ihrer Kleidung als Anhänger der neonazistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“. Einer der anwesenden Standbetreuer sprach die Gruppe an und machte deutlich, dass sie dort nicht erwünscht seien. Auch die Veranstalterin des Trödelmarktes kam hinzu und verwies die Neonazis des Hofes. Doch die Rechten weigerten sich das Gelände zu verlassen. Mindestens drei Personen aus der Gruppe attackierten daraufhin koordiniert den Standbetreuer mit Pfefferspray und Schlägen. Einer der Angreifer wurde von den Anwesenden als Erik S. identifiziert, ein Parteikader des „Dritten Wegs“.
Trotz der gewalttätigen Attacke gelang es Besucher*innen und Standbetreuer*innen des Trödelmarkts schließlich, die Rechten vom Gelände zu entfernen und den Trödelmarkt anschließend fortzusetzen.
Die alarmierte Polizei konnte die Neonazis in unmittelbarer Nähe stellen.

Cottbus

Der Ratsuchende sitzt auf einer Bank im Park und raucht. Auf der Bank daneben versammeln sich mehrere Personen, die augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen sind. Unvermittelt kommen etwa drei Personen auf den Ratsuchenden zu. Sie nehmen Anstoß an seinem Rauchen, bedrängen ihn und beschimpfen ihn als „Scheiß Zecke“. Sie fordern ihn auf, den Ort zu verlassen, andernfalls drohen sie ihm körperliche Gewalt an. Als der Ratsuchende daraufhin aufsteht und den Park verlassen will, bekommt er einen Tritt in den Rücken.

Gerswalde

In der Woche vor der Landratswahl hängt eine Person in den frühen Morgenstunden ein eigenes Plakat unter ein Plakat der AfD, auf dem sie vor der Wahl der extrem rechten Partei warnt. Dies bemerkt der Fahrer eines vorbeikommenden Linienbusses. Er parkt das Fahrzeug mitten auf der Fahrbahn, filmt die Person zunächst mit seinem Handy, und steigt dann aus. Er beschimpft die Person zuerst, dann packt er sie am Hals und würgt sie.

Potsdam

Der Täter schubst eine Frau hinterrücks im Treppenhaus und versucht ihren Mann erst mit dem Akku seines Elektrofahrrads zu schlagen und dann mit Pfefferspray anzugreifen. Auch die drei Kinder der Familie sind durch die Bedrohungssituation schwer belastet.

Eine Familie wird bereits seit mehreren Jahren von ihrem rassistischen Nachbarn terrorisiert. Er beleidigt die Familie immer wieder rassistisch, schlägt ihnen Haus- und Kellertüren vor der Nase zu und rempelt sie im Treppenhaus an. Mit einer Drohne filmt er in den Wohnbereich der betroffenen Familie.
Die betroffene Familie zeigt die Übergriffe mehrmals bei der Polizei an, viele der Verfahren werden jedoch eingestellt.

Potsdam

Ein 21-jähriger Schwarzer Mann fährt auf dem Weg nach Hause mit der Straßenbahn durch die Potsdamer Innenstadt. Dabei bemerkt er, dass ein Rechter, bekleidet mit Springerstiefeln, ihn feindselig anstarrt. Als beide an derselben Haltestelle aussteigen, pöbelt der Täter ihn an und beleidigt ihn mit dem N-Wort. Als er den Täter daraufhin zur Rede stellt, schlägt dieser ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Betroffene versucht, die Situation unter Kontrolle zu halten, bis eine Zeugin eingreift und die Polizei ruft.

Cottbus

Erneut wird ein Sprengsatz vor dem Hausprojekt “Zelle79” gezündet. Diesmal wird nicht nur der Briefkasten zerstört, sondern auch die Eingangstür durch die Explosion, deren Erschütterung im ganzen Haus zu spüren ist, aus den Angeln gehoben.

Potsdam

Ein Mann randaliert in der Zeppelinstraße, geht in mehrere migrantisch geführte Geschäfte und das Büro einer Migrant*innenselbstorganisation und schlägt dort auf Anwesende und Mitarbeiter*innen ein. Auf dem Gehsteig schlägt er im Anschluss eine Rentnerin deutscher Nationalität nieder.

Gransee

Am Bahnhof Gransee begegnet ein 17-jähriger Jugendlicher afghanischer Nationalität zufällig einem Pärchen. Die 21-jährige Frau beleidigt den Betroffenen rassistisch. Als dieser sie darauf anspricht und nach dem Grund dafür fragt, zieht ihr 20-jähriger Begleiter ein Messer, bedroht den Jugendlichen und geht auf ihn zu. Seine Partnerin greift ein und verhindert einen körperlichen Angriff.

Templin

Ein junger Mann ukrainischer Herkunft trifft an einem Bahnhof in Templin auf mehrere junge Rechte. Zunächst unterhält er sich mit ihnen, dann beginnen die Täter ihn rassistisch zu beleidigen. Sie schlagen völlig enthemmt auf den jungen Mann ein und berauben ihn. Die Gewalteinwirkung ist so schwerwiegend, dass der Betroffene fast sein Leben verliert. Die Tat wird als versuchtes Tötungsdelikt geführt.