Potsdam

Ein dunkelhäutiger Ausländer wurde am Morgen in der Straßenbahn von drei angetrunkenen Männern im Alter zwischen 17 und 22 Jahren grob beleidigt. Die Männer hatten rechtsextreme Parolen skandiert. Das Opfer, das nicht verletzt wurde, flüchtete aus der Straßenbahn.

Potsdam

Ein 22-jähriger Radfahrer, der mit einem 47-Jährigen am Horstweg unterwegs war, wurde aus einer Gruppe von fünf rechten Jugendlichen ngegriffen. Einer der Täter trat dem jungen Mann zweimal in den Rücken und beschädigte sein Fahrrad. Die Rechten riefen »Sieg Heil« und beschimpften das Opfer mit antisemitischen Ausdrücken.

Potsdam

Zwei Kinder von Asylbewerbern wurden in der Straßenbahn angegriffen. Fünf Deutsche hatten die beiden 13- und 14-jährigen Jungen aus dem Kongo und aus Kenia als »Scheiß-Neger« beschimpft und ein Kind aus der Bahn geschubst. Fahrgäste gingen dazwischen und verhinderten Schlimmeres. Der 13-Jährige und ein eingreifender Straßenbahnfahrer wurden durch Schläge und Tritte leicht verletzt.

Oderin

Der 16-jähriger Harun R. wurde von drei Jugendlichen im Alter von 16, 17 und 20 Jahren als »Zecke« und »Kanackenschwein« beschimpft, geschlagen und getreten mit den Worten »So was wie du hätte früher einen Judenstern am Ärmel getragen«. Dann musste er sich vor einem der Täter hinknien, der auf seinen Kopf urinierte. Anschließend drohten sie ihm damit, ihn in den See zu schmeißen. Harun konnte weglaufen.

Eisenhüttenstadt

Das internationale Jugendlager »Euro-Camp 2000« wurde von einer Gruppe neonazistisch orientierter Jugendlicher überfallen. Ein junger Deutscher, der dort ebenfalls campiert hatte, wurde von zwei der Skinheads brutal zusammengeschlagen und erlitt bei der Attacke eine Jochbeinprellung, Prellungen am Oberkörper und Schürfwunden. Er hatte versucht, die grölenden und randalierenden Rechten zu beschwichtigen. Die Angreifer waren über den Zaun des Camps gestiegen und mit Rufen wie »Sieg Heil«, »Heil Hitler« und »Negerschweine« durch das Camp gezogen. Unter den 20 französischen und polnischen Gästen verbreiteten sie Angst und Schrecken.

Rathenow

Gegen 22:30 Uhr wurde eine zehnköpfige Gruppe linksalternativer Jugendlicher von einer 30 Mann starken Gruppe aus der rechtsextremen Szene wegen ihrer bunten Haare angepöbelt und mit Bierflaschen beworfen. Einer der linksalternativen Jugendlichen wurde am Rücken, ein anderer am Kopf getroffen. Die Polizei erteilte den attackierten Jugendlichen einen Platzverweis. Auf Nachfrage wurde den Jugendlichen erläutert, dass die Polizisten Anweisungen hätten, im Falle von Auseinandersetzungen zwischen »linken« und »rechten« Jugendlichen der zahlenmäßig kleineren Gruppe Platzverweise zu erteilen und sie bei Zuwiderhandlung in »Schutzhaft« zu nehmen.

Prenzlau

Ein pakistanischer und ein iranischer Asylbewerber wurden aus einer Gruppe von sieben Deutschen heraus beschimpft und mit einer Schreckschusspistole und den Worten »Ich mache dich tot« bedroht. Die Opfer konnten flüchten.

Potsdam

Im Nachtbus N16 wurden ein Punk und seine Freundin von etwa 10 Neonazis beschimpft und bedroht; die beiden entgingen knapp einem körperlichen Angriff. Im Bus fielen Parolen wie »Deutschland den Deutschen« und »Deutscher Bus den Deutschen«.

Cottbus

Im Cottbuser Freibad beschimpften und schlugen fünf rechte Jugendliche einen 13-jährigen und einen 14-jährigen Asylbewerber. Als die beiden zusammen mit sechs kosovo-albanischen Kindern und zwei Betreuerinnen das Bad verlassen wollten, wurden sie wiederum angegriffen. Der Bademeister war trotz mehrmaliger Bitten weder bereit, den Opfern zu helfen noch die Polizei zu rufen.

Perleberg

Ein 15-jähriger chinesischer Asylbewerber und ein 16-jähriger deutscher Aussiedler wurden von einer Gruppe Rechtsextremer geschlagen und getreten. Beide erlitten Prellungen im Gesicht und am Körper, der 15-jährige außerdem eine Verletzung am Arm. Vor dem Angriff wurden aus der Tätergruppe Parolen wie »Ausländer raus, wir sind Deutsche und rechtsradikal« gerufen.