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Herzlich willkommen auf den Seiten der Onlineberatung der Opferperspektive. Hier gibt es Beratung und Unterstützung für Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung. Auch Zeug:innen, Angehörige, Freund:innen und Unterstützer:innen von Betroffenen beraten wir gern.

Unsere Onlineberatung ist kostenlos, absolut vertraulich und auf Wunsch anonym. Wir arbeiten parteilich an der Seite der Betroffenen und unabhängig von staatlichen Behörden. Alle Erstanfragen in deutscher, englischer oder französischer Sprache beantworten wir in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Selbstverständlich ist es möglich, sich auch in anderen Sprachen an uns zu wenden. In diesen Fällen organisieren wir Übersetzung, manchmal dauert das aber leider ein bisschen länger als zwei Werktage.


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    Diese Informationen sind freiwillig, helfen uns allerdings bei der Bearbeitung Ihrer Anfrage. Wenn Sie gern anonym beraten werden möchten, können Sie sich einen Namen frei wählen oder das Feld gänzlich frei lassen. Für die Kontaktaufnahme zu Ihnen benötigen wir allerdings eine Mailadresse oder eine Telefonnummer.


    Die Opferperspektive bemüht sich schnellstmöglich um Übersetzung. Deutsch und Englisch können von den Berater:innen direkt bearbeitet werden.


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    Frequently Asked Questions

    Wen beratet und unterstützt ihr?

     

    Unsere Onlineberatung richtet sich an Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung. Auch alle Angehörigen, Freund:innen und Unterstützer:innen von Betroffenen, Zeug:innen rechter Angriffe und Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag mit solchen Taten konfrontiert werden, sind herzlich eingeladen, sich an die Onlineberatung zu wenden.

    Was versteht ihr unter rechten Angriffen?

     

    Rechte Angriffe werden aus verschiedenen Motiven verübt, nämlich aus Feindschaft gegen politische Gegner:innen oder Menschen mit alternativen Lebensentwürfen sowie aus Feindschaft, Abwertung und Ablehnung von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen. Dies umfasst Angriffe aus folgenden Motiven:

    • Rassismus, also der Feindlichkeit gegen Menschen (vermeintlich) nicht-deutscher Herkunft,
    • Antisemitismus, also die Feindlichkeit gegen (vermeintliche) Jüdinnen und Juden,
    • Sozialdarwinismus, also die Feindlichkeit gegen (vermeintlich) obdachlose und andere sozial ausgegrenzte Menschen und gegen Menschen mit (vermeintlichen) Erkrankungen und/oder Behinderungen,
    • LGBTIQ-Feindlichkeit, also die Feindlichkeit gegen (vermeintliche) Lesben, Schwule und/oder gegen Menschen, die nicht den gesellschaftlich dominanten Geschlechterrollen entsprechen.

    Was versteht ihr unter rassistischer Diskriminierung?

     

    Von Diskriminierung sprechen wir, wenn Benachteiligungen, Ausgrenzung oder Belästigungen wegen grundlegender Zugehörigkeiten oder Zuschreibungen geschehen. Dazu gehören zum Beispiel: rassistische Zuschreibungen, Sprache, Herkunft, sexuelle Identität, aber auch das Lebensalter, Geschlecht, Religion/Weltanschauung sowie körperliche, geistige und seelische Fähigkeiten.
    Die Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive hat sich auf das Merkmal der rassistischen Diskriminierung spezialisiert. Wir unterstützen dabei, sich gegen Diskriminierung zu wehren und die eigenen Rechte einzufordern. Wir bietet einen geschützten Raum, um über das Erlebte zu sprechen und Klarheit über das eigene Anliegen zu gewinnen. Auf Wunsch überlegen wir gemeinsam Handlungsmöglichkeiten und unterstützen bei der Umsetzung.
    Handlungsmöglichkeiten können unter anderem sein: die Sicherung von Indizien, das Verfassen eines Beschwerdebriefes, das Einholen von Stellungnahmen, die Begleitung zu Vermittlungsgesprächen, aber auch Informationen zu und Unterstützung bei rechtlichen Schritten.

    Was passiert in der Beratung?

     

    Was wir in der Beratung besprechen, welche Handlungsschritte wir gemeinsam gehen, liegt ganz in der Hand der Menschen, die sich an uns wenden. Manche benötigen nur genauere Informationen, andere suchen Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten, befürchten weitere Bedrohungen, brauchen anwaltliche Unterstützung oder finanzielle Hilfe wegen materieller Schäden, die durch einen Angriff entstanden sind. Wieder andere wünschen Rat, Unterstützung und Begleitung für den gesamten Prozess, den ein rechter Angriff nach sich zieht, von der Frage wie sinnvoll eine Anzeige bei der Polizei ist bis hin zur Begleitung zum Gerichtsverfahren und der Durchsetzung von Schmerzensgeld. Auch die Sorge vor einer Gegenanzeige durch die Rechten oder der Wunsch, den Angriff öffentlich zu machen, können Anlass sein, eine Beratung aufzusuchen.
    Zu Beginn der Beratung klären wir ganz genau, was geschehen ist und welche Fragen oder Sorgen die Betroffenen beschäftigen. Im Verlauf längerer Prozesse überprüfen wir zwischendurch immer wieder, ob sich Ziele und Wünsche vielleicht verändert haben.

    Warum bietet ihr eure Beratung als Onlineberatung an?
    Kann ich mich bei Bedarf auch anders beraten lassen?

     

    Wir können uns eine Menge gute Gründe vorstellen, warum sich Menschen für eine Onlineberatung entscheiden: Manche Betroffene bewegen sich vielleicht am liebsten im Netz, schreiben lieber als dass sie sprechen. Oder sie haben keine Zeit eine Beratungsstelle aufzusuchen bzw. einen Beratungstermin zu vereinbaren. Vielleicht gibt es Unsicherheit, ob das eigene Anliegen zur Beratungsstelle passt und ernst genommen wird. Andere Betroffene wollen erst mal unverbindlich testen, was die Beratungsstelle überhaupt anzubieten hat, oder haben sowieso nur ein paar kurze Fragen. Vielleicht gab es eine Notwehrsituation und nun ist die Angst vor einer eigenen Strafanzeige ein guter Grund, anonym um Rat zu suchen. Wir denken, es gibt viele gute und noch mehr Gründe, warum sich Menschen für eine Onlineberatung entscheiden.
    Ein Wechsel der Beratungsform ist aber auf Wunsch jederzeit möglich. Alle Onlineberater:innen der Opferperspektive bieten ebenso telefonische Beratungen, Videoberatungen und persönliche Gespräche an. Sie begleiten bei Bedarf auch zur Polizei, zu Behörden, Anwält:innen oder vor Gericht.

    Wie melde ich mich bei der Onlineberatung?
    Kann ich bei der Beratung auch anonym bleiben?

     

    Wir bieten Onlineberatung über die Plattform Aygonet an. Über den Button „Zur Onlineberatung“ geht es auf die Beratungsplattform. Auf der Registrierungsseite genügt es, sich einen Nickname zu geben und ein Passwort festzulegen, um völlig anonym über einen gesicherten Server die eigene Beratungsanfrage zu stellen. Die Angabe einer Email-Adresse ist freiwillig. Über sie kann ein verlorenes Passwort ersetzt und über eingehende Nachrichten informiert werden. Der geschützte Bereich des eigenen Postfachs, indem alle Anfragen und Nachrichten abgelegt sind, kann anschließend jederzeit über den Login-Button eingesehen werden.
    Über das Kontaktformular kann darüber hinaus eine Beratung per Videochat, Gruppenchat oder Signal-Messenger vereinbart werden.

    Ich habe mein Passwort vergessen, was kann ich tun?

     

    Wurde bei der Registrierung eine E-Mail-Adresse hinterlegt, genügt es, auf der Anmeldeseite die Option „Passwort vergessen“ anzugeben. Wir versenden ein neues Passwort und der Login ist wieder möglich. Ohne Email können wir die Beratung gern mit einem neu angelegten Account fortsetzen. Der alte Nickname hilft uns dann, den Beratungsverlauf wieder herzustellen.

    Kann ich auch mit euch chatten?

     

    Über das Kontaktformular oder auch eine Beratungsanfrage können wir gern einen Chattermin vereinbaren. Auch Gruppenchats sind möglich.

    Was passiert mit meinen Daten?

     

    Im Onlineberatungsportal wird nur der Nickname erfasst. Falls innerhalb des Profils weitere Daten eingegeben werden, werden diese in einer Akte gespeichert, um die Beratung zu protokollieren. Auch alle Beratungen werden gespeichert und in der Akte abgelegt. Zu dieser Akte haben nur die Berater:innen der Onlineberatung Zugriff. Ist diese Speicherung des Beratungsprozesses unerwünscht, werden alle diese Daten auf Mitteilung unverzüglich vernichtet.