Perspektiven nach einem rechten oder rassistischen Angriff

Handlungsmöglichkeiten und Hilfe für Betroffene, Angehörige und Zeug*innen

Dieser Ratgeber richtet sich an Menschen, die eine rechts, rassistisch oder antisemitisch motivierte Gewalttat erlebt haben, an deren Angehörige und Freund*innen sowie an Zeug*innen eines Angriffs.

Wer Opfer einer solchen Gewalttat geworden ist, sieht sich aus dem Alltag gerissen. Häufig fühlt man sich verletzt und verängstigt. Im Umgang mit der Polizei sind Betroffene mit vielen Fragen konfrontiert und müssen Entscheidungen treffen: Soll ich Anzeige erstatten? Was passiert nach einer Strafanzeige? Benötige ich einen Anwalt oder eine Anwältin? Was ist der Unterschied zwischen einem Strafprozess und einer Zivilklage?

Vielen Betroffenen ist das Rechts- und Justizsystem wenig oder gar nicht vertraut. Dieser Ratgeber will Betroffenen helfen, sich in einer nicht-alltäglichen Situation zurechtzufinden. Die einzelnen Kapitel zeigen auf, worauf direkt nach einem Angriff zu achten ist. Darüber hinaus gibt der Ratgeber einen Überblick über den Ablauf eines Ermittlungsverfahrens und eines Strafprozesses. Neben Fragen zu Entschädigungszahlungen werden auch mögliche psychische Folgen eines Angriffs erklärt.

Der Ratgeber soll Betroffenen, ihren Angehörigen und Zeug*innen einen kurzen Leitfaden für wichtige Fragen und Entscheidungen geben. Er kann jedoch ein persönliches Gespräch und eine ausführliche Beratung nicht ersetzen. Niemand sollte nach einem Angriff alleine bleiben. Bitte wenden Sie sich an die unabhängigen Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, wenn Sie – oder jemand, den Sie kennen – angegriffen wurden.

Die Opferperspektive ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt im Land Brandenburg.

Die Broschüre als PDF (5,5 MB) hier downloaden.


Die vorliegende Broschüre ist eine überarbeitete Fassung unserer Publikation „Perspektiven nach einem rechten oder rassistischen Angriff“. Wir bedanken uns beim Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG) für die Überarbeitung, die durch die Förderung des BMFSFJ im Rahmen des Programms “DemokratieLeben!” möglich war.
Die Brandenburger Version der Broschüre wurde aus Mittel des „Tolerantes Brandenburg“ gefördert.

Publikationen der Opferperspektive