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	<title>Anlaufstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt Südbrandenburg - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Urteil im Prozeß gegen zehn Rechtsextreme nach Angriff auf afrikanische Asylbewerber erwartet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2000 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Anlaufstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt Südbrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextreme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erklärung der NebenklägervertreterInnen</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/urteil-im-prozess-gegen-zehn-rechtsextreme-nach-angriff-auf-afrikanische-asylbewerber-erwartet">Urteil im Prozeß gegen zehn Rechtsextreme nach Angriff auf afrikanische Asylbewerber erwartet</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 08.09.00 wird vor dem Amtsgericht Cottbus im sogenannten Straßenbahnprozeß unter Ausschluß der Öffentlichkeit gegen zehn junge Männer im Alter zwischen 16 und 28 Jahre verhandelt, die der rechten Szene von Cottbus zugehörig sind und denen vorgeworfen wird, im Juni 1999 elf afrikanische Asylbewerber in einer Cottbuser Straßenbahn angegriffen zu haben. Dieses Verfahren wird am Freitag, dem 22.12.2000 aller Voraussicht nach mit einem Urteil enden.</p>
<p>Drei der Angegriffenen, zwei Kenianer und ein Staatsbürger der Demokratischen Republik Kongo, treten in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Die sie vertretenden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte geben zur erwarteten Urteilsverkündung folgende Erklärung ab:</p>
<p>»Den Angeklagten wird vorgeworfen, mit ca. zehn weiteren Personen am 11.06.99 in der Straßenbahn der Linie 4 unter Rufen von Parolen wie ›Deutschland den Deutschen‹, ›Ausländer raus‹, ›Sieg Heil‹ u.ä. eine Gruppe von elf Afrikanern angegriffen und verletzt zu haben. Ein schwangeres deutsches Mädchen, eine Begleiterin der Schwarzen, wurde durch einen Flaschenwurf so stark verletzt, daß sie eine Woche stationär behandelt werden mußte, einer der Nebenkläger erlitt eine erhebliche Kopfplatzwunde, ansonsten trugen die Schwarzen vor allem Prellungen davon. Nur der Gegenwehr der Schwarzen war es zu verdanken, daß nichts Schlimmeres passiert ist. Ein großer Teil der Angeklagten hatte sich vorher aufgemacht, um in Cottbus-Sachsendorf Linke zu verprügeln.</p>
<p>Anderthalb Jahre nach der Tat wurde diese Sache vor dem Schöffengericht Cottbus verhandelt. Da sechs der Angeklagten zur Tatzeit noch Jugendliche waren, schloß das Gericht als eine der ersten Verfahrenshandlungen die Öffentlichkeit aus.</p>
<p>In der Folge war das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß Verteidiger, Staatsanwaltschaft und Gericht stets bemüht waren, den rechtsextremistischen Hintergrund der Tat in Abrede zu stellen. So wurden nicht nur Fragen, die auf die ausländerfeindliche Einstellung der Angeklagten abzielten, mit dem Hinweis darauf beanstandet, daß dies für das Verfahren unerheblich sei. Der Antrag der Nebenklage auf Verlesung des rechtsextremistischen Liedtextes ›Polacken Tango‹ der Band ›Landser‹ &#8211; dieses Lied wurde von der Tätergruppe beim Besteigen der Straßenbahn gesungen &#8211; wurde vom Gericht mit der Begründung zurückgewiesen, daß dieses nichts mit der Tat zu tun habe. Der Nebenklägervertreter RA Wellner wurde bei dem Verlesen eines Beweisantrages unterbrochen, ihm wurde sogar das Wort entzogen, als er zur Begründung seines Antrages darzulegen begann, welche Relevanz die ausländerfeindliche Einstellung der Angeklagten auf die juristische Bewertung der Tat hat.</p>
<p>In teilweise unheilvoller Zusammenarbeit von Verteidigung &#8211; drei der Verteidiger hatten auch im Hetzjagdprozeß verteidigt &#8211; und Staatsanwalt Oehme wurde versucht, Belastungszeugen zu verunsichern. Das Gericht griff nicht ein. Zeugen wurde sogar vom Gericht verwehrt, die Angeklagten in der Hauptverhandlung zu identifizieren, eine juristisch nicht haltbare Vorgehensweise. Wichtige präsente Beweismittel konnten nur auf Antrag der Nebenklage in das Verfahren eingeführt werden, z.B. ein schriftliches Geständnis eines bis zum Schluß schweigenden Angeklagten. Weder Staatsanwaltschaft noch Gericht hielt diesbezüglich eine Aufklärung von Amts wegen für erforderlich.</p>
<p>Die Angeklagten, von denen vier wegen dieser Tat neun Monate, weitere zwei fünf Monate in Untersuchungshaft eingesessen hatten, ließen sich von dem Verfahren augenscheinlich wenig beeindrucken. Sie kamen ständig zu spät, ein Großteil kleidete sich im szenetypischen »Londsdale«- und »Fred Perry«-Outfit und ließ die Glatzen regelmäßig scheren. Lediglich einer der Angeklagten brachte es fertig, sich für seine Tat zu entschuldigen.«</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/urteil-im-prozess-gegen-zehn-rechtsextreme-nach-angriff-auf-afrikanische-asylbewerber-erwartet">Urteil im Prozeß gegen zehn Rechtsextreme nach Angriff auf afrikanische Asylbewerber erwartet</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Antifa Guben fordert Gedenktafel für Farid Guendoul</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/antifa-guben-fordert-gedenktafel-fuer-farid-guendoul</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Oct 2000 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Anlaufstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt Südbrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Fallbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Farid Guendoul]]></category>
		<category><![CDATA[Guben]]></category>
		<category><![CDATA[Todesopfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. August 2000, vor zwei Monaten, wurde in Guben der Gedenkstein für den von rassistischen Jugendlichen in den Tod gehetzten Farid Guendoul einmal mehr geschändet. Zur Spurensicherung wurde daraufhin die Gedenktafel abgenommen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><div id="attachment_22522" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/04/farid_guendoul.jpeg" aria-label="farid guendoul"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-22522" class="size-full wp-image-22522" src="/wp-content/uploads/2014/04/farid_guendoul.jpeg" alt="Farid Guendoul" width="250" height="241"></a><p id="caption-attachment-22522" class="wp-caption-text">Farid Guendoul</p></div>
</p><p>Nach Auskunft des B&uuml;ros des Gubener B&uuml;rgermeisters ruhe die Platte seitdem in den H&auml;nden des Landeskriminalamtes Brandenburg und solange sie nicht von den Ermittlungen freigegeben w&auml;re, k&ouml;nne man die Gedenktafel nicht in ihre urspr&uuml;ngliche Bestimmung zur&uuml;ckf&uuml;hren. In der Folge unternehmen die Verantwortlichen der Stadt keine Anstrengungen, um die Tafel oder einen entsprechenden Ersatz wieder am Gedenkstein anzubringen.</p><p>Die derzeitige Situation birgt offensichtlich die M&ouml;glichkeit, den &raquo;Stein des Anstosses&laquo; einfach zu entsorgen und dem Widerstand gegen das Erinnern zu entsprechen. Der &raquo;Vorteil&laquo;, den das Fehlen der Gedenktafel mit sich bringt, liegt auf der Hand: Mit der Platte fehlt auch ein &ouml;ffentlich wahrnehmbares Objekt, an dem rechtsextreme Angriffe erkennbar werden. Damit produziert Guben zwar weniger Negativ-Schlagzeilen, rechtsextreme Angriffe geschehen trotzdem.</p><p>Kurz vor Ende des Prozesses gegen die 11 T&auml;ter scheint es, da&szlig; ein Schlu&szlig;strich gezogen werden soll: Mit einem juristischen Urteil h&auml;lt man die gesellschaftliche Aufarbeitung des Todes Farid Guendouls f&uuml;r beendet und ohne das Erinnern soll zur Tagesordnung &uuml;bergegangen werden.</p><p>Die Antifa Guben, auf deren Initiative hin der Gedenkstein errichtet wurde, fordert, die Gedenktafel sofort wieder in den Stein einzusetzen. Die antifaschistische Gruppe erwartet von den Verantwortlichen der Stadt eine klare Positionierung gegen den Terror rechtsextremer Jugendlicher und gegen die rassistischen Ressentiments einer gro&szlig;en Zahl der Gubenerinnen und Gubener.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/antifa-guben-fordert-gedenktafel-fuer-farid-guendoul">Antifa Guben fordert Gedenktafel für Farid Guendoul</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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