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	<title>Beratung - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Stellenausschreibung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Nov 2018 09:58:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierungsberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg des Vereins Opferperspektive e.V. sucht: Ein*e Berater*in in der landesweiten Beratung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung als Elternzeitvertretung vom 7. Januar 2019 bis voraussichtlich Mitte Oktober 2019 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden. Die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive e.V. berät und unterstützt Betroffe­ne von rassistischer Diskriminierung. Über die Einzelfallberatung hinaus setzen wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg des Vereins Opferperspektive e.V. sucht:<br />
<strong>Ein*e Berater*in</strong><br />
in der landesweiten Beratung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung als Elternzeitvertretung vom 7. Januar 2019 bis voraussichtlich Mitte Oktober 2019 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden.<br />
Die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive e.V. berät und unterstützt Betroffe­ne von rassistischer Diskriminierung. Über die Einzelfallberatung hinaus setzen wir uns für die Eta­blierung und Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit in Brandenburg ein.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.antidiskriminierungsberatung-brandenburg.de<br />
Der/die neue Kolleg*in ist in der aufsuchenden, landesweiten Einzelfallberatung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung tätig.<br />
Aufgabengebiete:<br />
1. Einzelfallberatung von Betroffenen rassistischer Diskriminierung; inkl. Durchführung von Interventionen, fallbezogener Öffentlichkeitsarbeit und Falldokumentation<br />
2. Netzwerkarbeit mit potentiellen Betroffenen und Kooperationspartner*innen<br />
3. Teilnahme an Teamsitzungen, Supervisionen<br />
Voraussetzungen:</p>
<ul>
<li>Hochschulabschluss im Bereich Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften oder vergleichbare Qualifikation</li>
<li>persönliche und theoretische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus und Empower­ment</li>
<li>Beratungskompetenz und –erfahrungen</li>
<li>Kenntnisse im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit</li>
<li>sehr gute Kommunikationsfähigkeit und ausgeprägtes Einfühlungsvermögen</li>
<li>Teamfähigkeit und die Fähigkeit zu selbständiger und strukturierter Arbeitsweise</li>
<li>Bereitschaft in einer selbstverwalteten Organisation zu arbeiten</li>
<li>sehr gute deutsche Sprachkenntnisse sowie beratungssichere Kenntnisse in einer weiteren Sprache</li>
<li>Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten</li>
</ul>
<p>Wünschenswert:</p>
<ul>
<li>Kenntnisse des rechtlichen Antidiskriminierungsschutzes im Allgemeinen und konkret des Allge­meinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)</li>
<li>Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit</li>
<li>Kenntnis der themenrelevanten Strukturen in Brandenburg</li>
<li>analytisches und strategisches Denken</li>
<li>Fahrerlaubnis der Klasse B</li>
<li>sicherer Umgang mit Desktopanwendung (Linux)</li>
</ul>
<p>Wir bieten:<br />
Die Mitarbeit in einer spannenden, selbstverwalteten Organisation mit einem politischen Umfeld, Fortbildungsmöglichkeiten, eigenem Gestaltungsspielraum bei der Projektumsetzung und ein kolle­giales<br />
Arbeitsklima. Die Vergütung ist an EG 10 TVL­Ost angelehnt.<br />
Bewerbung:<br />
Bitte die Bewerbung in Form eines aussagekräftigen Motivationsschreibens und eines tabellarischen Lebenslaufes (ohne Zeugnisse, Bescheinigungen, Foto, Angaben zu Alter oder Familienverhältnis­sen) ausschließlich per E­Mail an antidiskriminierung@opferperspektive.de<br />
Bewerbungsschluss ist der 3. Dezember 2018.<br />
Bewerbungsgespräche finden am 13. Dezember 2018 statt.<br />
Aufgrund der speziellen Anforderungen der Tätigkeit werden People of Color, Schwarze Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder Muslim*innen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/stellenausschreibung-2">Stellenausschreibung</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufruf zur Solidarität mit Miteinander e.V.</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/aufruf-zur-solidaritaet-mit-miteinander-e-v</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2018 12:02:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeu Antonio]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><div class="entry-content">
Der gemeinn&uuml;tzige Verein Miteinander &ndash; Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. macht seit 19 Jahren eine wichtige und unersetzliche Arbeit im Bundesland: Er engagiert sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus und unterst&uuml;tzt Betroffene rechter Gewalt. Er ber&auml;t, vernetzt, ermutigt und st&auml;rkt die demokratische Zivilgesellschaft vor Ort. Dieses Engagement ist jetzt wichtiger denn je!<br>
Daf&uuml;r ist der Verein ins Visier der AfD geraten: Die Partei diskreditiert den Verein, wo sie nur kann und will die Arbeit von Miteinander e.V. beenden. Die Rechtspopulisten fordern, die F&ouml;rderung der Arbeit durch Landes- und Bundesregierung einzustellen. Das w&uuml;rde das finanzielle Aus f&uuml;r das Netzwerk in Sachsen-Anhalt bedeuten. Es geht darum, den Verein handlungsunf&auml;hig und mundtot zu machen. Und es geht darum, den Druck auf die Menschen zu erh&ouml;hen, die sich in den Initiativen engagieren. Doch wir lassen diese Menschen nicht allein: Der Miteinander e.V. braucht jetzt die Solidarit&auml;t von uns allen!<br>
Die Kampagne gegen Miteinander e.V. reiht sich ein in zahlreiche Versuche der AfD, die Arbeit demokratief&ouml;rdernder zivilgesellschaftlicher Initiativen und Vereine systematisch zu besch&auml;digen, zu erschweren und zu beenden. Damit versucht die AfD nichts anderes, als die Demokratie von innen auszuh&ouml;hlen. Diesen Angriffen treten wir entschlossen und geschlossen entgegen!<br>
Alle, die sich f&uuml;r Demokratie und eine offene Gesellschaft engagieren, sind aufgefordert sich mit Miteinander e.V. zu solidarisieren. Denn der Angriff gegen Miteinander e.V. ist ein Angriff auf unsere gesamte demokratische Gesellschaft.<br>
Zeigen Sie, dass die Engagierten vor Ort nicht allein sind und stellen Sie sich an ihre Seite!
<h2></h2>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Obwohl die AfD im Fall von Miteinander e.V. besonders massiv vorgeht, ist dies nicht das einzige Mal dass die Partei durch ein solches Vorhaben auff&auml;llt. Das Vorgehen der AfD hat System: Auch das Schulnetzwerk &bdquo;Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage&ldquo; wurde Ziel eines Antrags der AfD-Fraktion im Landtag in Magdeburg. Der Verein betreibe &bdquo;ideologische Indoktrination sowie politischen Meinungs- und Gesinnungsterror&ldquo;, weshalb die AfD dem Verein mangelnde Neutralit&auml;t vorwirft.<br>
Auch in anderen Bundesl&auml;ndern geht die Partei so vor. Im August 2017 reichte Thorsten Wei&szlig; von der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus eine Anfrage unter dem Titel &bdquo;Linksextremistische Netzwerke in Berlin&ldquo; ein. Mit den 129 Fragen zu personellen und finanziellen Verbindungen versucht die AfD eine willk&uuml;rliche Auswahl von Organisationen, vom Sportverein bis zur Gewerkschaft, in die N&auml;he des Linksextremismus zu r&uuml;cken.<br>
Anfang 2017 wollte die AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg der NS-Gedenkst&auml;tte Gurs die Mittel streichen, hat diesen Antrag jedoch sp&auml;ter mit der Begr&uuml;ndung eines vermeintlichen Missverst&auml;ndnisses zur&uuml;ckgezogen. Die Partei m&ouml;chte also nicht nur vorgeblich &bdquo;linksextreme&ldquo; Projekte mundtot machen, sondern auch die &bdquo;erinnerungspolitische Wende&ldquo; H&ouml;ckes Praxis werden lassen.<br>
Antrag der AfD-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt zu Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf" aria-label="d2880aan">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf</a><br>
Anfrage der AfD-Fraktion vom 22.08.2017:<br>
<a href="http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf" aria-label="S18 12127">http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf</a><br>
&Auml;nderungsantrag der AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg zum Haushaltsplan 2017 4/38:<br>
<a href="http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf" aria-label="16 1304 D">http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 20.12.2017 sowie Antwort der Landesregierung:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf" aria-label="d2791lag">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 03.09.2018:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf" aria-label="d3329aga">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf</a></p>
<h3></h3>
<h3>Unterzeichnende in alphabetischer Reihenfolge</h3>
<p>Aktion Courage e.V.<br>
Aktion S&uuml;hnezeichen Friedensdienste<br>
Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg<br>
Amadeu Antonio Stiftung<br>
Anne Frank Zentrum<br>
Antidiskriminierungsverband Deutschland<br>
Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt<br>
Archiv der Jugendkulturen e.V.<br>
AWO Bundesverband<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft &bdquo;Ausstieg zum Einstieg&ldquo; e.V.<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus<br>
Bundesverband Mobile Beratung e.V.<br>
cultures interactive e.V. Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltpr&auml;vention<br>
Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Demokratiep&auml;dagogik e.V.<br>
Deutscher Bundesjugendring e.V.<br>
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)<br>
Each One Teach One<br>
Gesicht Zeigen! F&uuml;r ein weltoffenes Deutschland e.V.<br>
Institut f&uuml;r den Situationsansatz<br>
Jamel rockt den F&ouml;rster<br>
&bdquo;Kirche st&auml;rkt Demokratie&ldquo; Zentrum Kirchlicher Dienste<br>
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIgA e.V.<br>
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland , LSVD-Bundesverband<br>
LidiceHaus, Jugendbildungsst&auml;tte Bremen<br>
Mach meinen Kumpel nicht an! &ndash; f&uuml;r Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.<br>
Mobile Beratung im Sport, Landessportbund MV<br>
Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Courage<br>
Netzwerk Tolerantes Sachsen e.V.<br>
Opferperspektive e.V.<br>
Oxfam Deutschland<br>
Der Parit&auml;tische Gesamtverband<br>
PRO ASYL<br>
RAA Berlin<br>
Ufuq e.V.<br>
Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, VBRG e.V.<br>
Verein f&uuml;r Demokratische Kultur Berlin
</p></div><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/aufruf-zur-solidaritaet-mit-miteinander-e-v">Aufruf zur Solidarität mit Miteinander e.V.</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rassistische Gewalt ungebrochen</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/rassistische-gewalt-ungebrochen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 13:53:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><em>2017 aus Sicht der Opferperspektive</em></p><p>Zuerst erschienen in:<em> Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive Juli 2018 </em> (gesamte Ausgabe <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">hier</a>)</p><p>Rechte Gewalt und die Bedrohungen durch rechte Pr&auml;senz im S&uuml;den Brandenburgs, insbesondere in der<br>
Stadt Cottbus, sind seit drei Jahren ungebrochen. Wir als Opferperspektive und auch Andere haben darauf bereits mehrfach hingewiesen. Anfang dieses Jahres waren Berater_innen der Opferperspektive selbst Ziel von Bedrohungen und Einsch&uuml;chterungsversuchen: Nach der rassistischen Demonstration der Initiative &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; im Januar in Cottbus wurden unsere Mitarbeiter_innen beschimpft und bedroht. Sie hatten die Demonstration beobachtet, da rechte &Uuml;bergriffe zu erwarten waren.</p><p>Im M&auml;rz stellten wir die Jahresstatistik f&uuml;r 2017 der &Ouml;ffentlichkeit vor. Der Verein Opferperspektive registrierte im vergangenen Jahr 171 rechte Angriffe im Land Brandenburg. Dies stellt zwar einen R&uuml;ckgang gegen&uuml;ber den Vorjahren (2016: 221, 2015: 203) dar, die Zahl der rechten Gewalttaten liegt aber immer noch deutlich &uuml;ber dem Niveau des Zeitraums von 2002 bis 2014. Die kreisfreie Stadt Cottbus ist mit 32 rechtsmotivierten Angriffen erneut der Ort mit den meisten registrierten Taten. Diese Entwicklung setzt sich 2018 fort: Zehn F&auml;lle sind bereits im ersten Quartal zu z&auml;hlen. Der S&uuml;den Brandenburgs bleibt ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Aber auch in anderen Teil des Landes sind rechte und rassistische Gewalttaten und Diskriminierungen allt&auml;glich. Unsere Arbeit beschr&auml;nkt sich an all diesen Orten nicht auf die Beratung der Betroffenen, sondern wir unterst&uuml;tzen auch deren Umfeld und die Kommunen in der Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und begleiten Strafprozesse. Zum Beispiel im Norden Brandenburgs, in den St&auml;dten Wittstock, Schwedt oder in Bad Freienwalde.</p><p>Befeuert wird die rassistische Stimmung in Cottbus und im restlichen Land auch durch die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) (siehe dazu die <a href="https://www.mmz-potsdam.de/files/MMZ-Potsdam/Download-Dokumente/EJGF_Mitteilungen_2018_02.pdf" aria-label="EJGF Mitteilungen 2018 02">&bdquo;Die Sprache der &sbquo;Asylkritik'&ldquo; der EJGF</a>. Mit Besorgnis beobachten wir, wie die AfD parlamentarische Mittel nutzt, um unliebsamen Kritiker_innen die staatliche F&ouml;rderungen abzuerkennen. Neben Kleinen Anfragen zur Verwendung von F&ouml;rdergeldern f&uuml;r emanzipatorische und antirassistische Projekte in verschiedenen Bundesl&auml;ndern, hatte die Brandenburger AfD ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem Ziel, unseren Partner_innen des Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit die Landesf&ouml;rderung zu entziehen und ihre Arbeit als verfassungswidrig zu brandmarken. Der Angriff der AfD blieb erfolglos: Das Gutachten erkannte keinen Verfassungsversto&szlig;. Dieses Ergebnis begr&uuml;&szlig;en wir und gehen noch weiter: Wir sehen es als einen Auftrag der Verfassung, sich mit den rassistischen Positionen in der Gesellschaft zu befassen. Denn in Artikel 7a der Landesverfassung hei&szlig;t es: &bdquo;Das Land sch&uuml;tzt das friedliche Zusammenleben der Menschen und tritt der Verbreitung rassistischen und fremdenfeindlichen Gedankenguts entgegen.&ldquo; Das schlie&szlig;t auch AfD-Positionen ein.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/rassistische-gewalt-ungebrochen">Rassistische Gewalt ungebrochen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gutachten zur Überprüfung von Demokratieprojekten</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-verfassungsrechtlich-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2018 11:12:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeu Antonio]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p style="text-align: left"><strong>Juristisches Gutachten belegt: </strong></p><p style="text-align: left"><strong>&Uuml;berpr&uuml;fung von Demokratieprojekten ist verfassungsrechtlich bedenklich und nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig<br>
Verb&auml;nde fordern vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Basis von Qualit&auml;tsstandards statt intransparenter Pr&uuml;fung durch Geheimdienste</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Die Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung von Demokratieprojekten durch Verfassungsschutz&auml;mter ist mit dem Verfassungsrecht nicht vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein von einem breiten B&uuml;ndnis zivilgesellschaftlicher Initiativen &ndash; u.a. Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB), Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG), Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) sowie von betroffenen Tr&auml;gern aus Hessen, darunter die Bildungsst&auml;tte Anne Frank, in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten. Die Verb&auml;nde fordern, die F&ouml;rderung von Vereinen und Initiativen nicht an geheimdienstlichen Informationen von Verfassungsschutz&auml;mtern festzumachen. Vielmehr sollen Bund und L&auml;nder die F&ouml;rderung an die gemeinsam mit den Bundesl&auml;ndern vereinbarten Qualit&auml;tsstandards sowie der bei Antragstellung vorliegenden Konzepte, Antr&auml;ge und Verwendungsnachweise kn&uuml;pfen.</p><p>Die Berliner <strong>Rechtsanw&auml;ltin Dr. Anna Luczak</strong>, die das wissenschaftliche Gutachten erstellt hat, betont: &bdquo;Die Grundrechtseingriffe, die einer &Uuml;berpr&uuml;fung und Versagung von F&ouml;rderung aufgrund von Speicherungen beim Verfassungsschutz zugrunde liegen, sind verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen. Sie sind auch nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.&ldquo;</p><p>&bdquo;Tr&auml;gervereine und Mitarbeitende in Beratungsstellen sowie in der politischen Bildung sehen sich aktuell einem Misstrauen ausgesetzt, das sie nicht nachvollziehen k&ouml;nnen. Es ist v&ouml;llig intransparent, was &uuml;ber wen und warum von welchen Verfassungsschutz&auml;mtern gespeichert wird. Von diesen &Uuml;berpr&uuml;fungen d&uuml;rfen weder F&ouml;rderung noch Personalien abh&auml;ngen&ldquo;, sagt <strong>Timo Reinfrank, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Amadeu Antonio Stiftung, als Sprecher der BAGD</strong>, einem bundesweiten Zusammenschluss von Initiativen, die sich f&uuml;r eine demokratische Kultur im Gemeinwesen und gegen Rechtsextremismus einsetzen.</p><p>&bdquo;Dass mittlerweile Menschen, die sich f&uuml;r Demokratie einsetzen, zunehmend als Extremisten verd&auml;chtigt und damit als Gefahr angesehen werden, zeigt, wie sehr der Diskurs durch Rechtspopulisten verschoben wurde&ldquo; sagt <strong>Bianca Klose, Sprecherin des BMB e.V. und Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin</strong>. &bdquo;Es ist absurd, wenn f&uuml;r unsere Teams jetzt offenbar die gleichen Zuverl&auml;ssigkeits&uuml;berpr&uuml;fungen gelten sollen, wie sie f&uuml;r Besch&auml;ftigte in Atomkraftwerken oder der Flugsicherheit angelegt werden.&ldquo; Mehr als 40 Mobile Beratungsteams in ganz Deutschland sind in dem Verband vernetzt.</p><p>Die Verb&auml;nde und Tr&auml;ger bekr&auml;ftigen daher ihre Forderung nach einem sofortigen Ende der umstrittenen Praxis: &bdquo;Diese geheimdienstlichen &Uuml;berpr&uuml;fungen m&uuml;ssen beendet werden. Die Mitarbeitenden und die Vereine werden dadurch in unzul&auml;ssiger Weise in ihren Grundrechten beschr&auml;nkt&ldquo;, sagt <strong>Robert Kusche, Vorstandsmitglied des VBRG e.V.</strong>, in dem bundesweit dreizehn unabh&auml;ngige Beratungsstellen f&uuml;r Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt zusammengeschlossen sind. &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen seit knapp zwei Jahrzehnten erfolgreich und professionell Betroffene rechter und rassistischer Gewalt sowie viele unterschiedliche Menschen in ihrem Engagement f&uuml;r Demokratie und Menschenrechte auf der Basis transparenter Standards und Leitlinien. Es gibt keinen Anlass und keine sachliche Grundlage f&uuml;r eine geheimdienstliche &Uuml;berpr&uuml;fung unserer Arbeit.&ldquo;</p><p><strong>Eine Zusammenfassung des Gutachtens sowie dessen vollst&auml;ndige Fassung (48 Seiten), k&ouml;nnen Sie hier als PDF herunterladen:</strong> <a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bundesverband-mobile-beratung.de</a></p><p>F&uuml;r R&uuml;ckfragen zum Gutachten steht Ihnen der Pressesprecher des Bundesverbands Mobile Beratung, Heiko Klare, zur Verf&uuml;gung:<br>
Telefon: 02 51/492-71 09<br>
Mail: klare@bundesverband-mobile-beratung.de</p><p><strong>Zum Hintergrund:</strong><br>
Ende 2017 k&uuml;ndigte die schwarz-gr&uuml;ne Landesregierung in Hessen an, k&uuml;nftig alle gef&ouml;rderten Demokratievereine vom Verfassungsschutz durchleuchten zu lassen. Erst nach breiten Protesten wurde die Ank&uuml;ndigung zur&uuml;ckgezogen.<br>
<a href="http://m.fr.de/rhein-main/landespolitik/extremismus-ueberpruefung-erfolgreicher-aufschrei-a-1406805" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="extremismus ueberpruefung erfolgreicher aufschrei a 1406805 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">http://m.fr.de/rhein-main/landespolitik/extremismus-ueberpruefung-erfolgreicher-aufschrei-a-1406805 </a></p><p>Mitte Mai wurde &uuml;berraschend bekannt, dass seit 2004 bundesweit bereits 51 Demokratieprojekte vom Verfassungsschutz &uuml;berpr&uuml;ft wurden. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.<br>
<a href="http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/020/1902086.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="1902086 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/020/1902086.pdf</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-verfassungsrechtlich-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig">Gutachten zur Überprüfung von Demokratieprojekten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>EINLADUNG ZUM PRESSEGESPRÄCH: Veröffentlichung der Jahresstatistik 2017</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 10:57:41 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Pressemitteilung &ndash; Innenpolitik Potsdam, 08.03.2018</p><p>EINLADUNG ZUM PRESSEGESPR&Auml;CH AM 13.03.2018</p><p><strong>Der Verein Opferperspektive ver&ouml;ffentlicht Jahresstatistik 2017 zu rechter und rassistischer Gewalt im Land Brandenburg</strong></p><p>Die Opferperspektive bietet seit 1998 im Land Brandenburg eine professionelle Beratung f&uuml;r Betroffene rechter Gewalt, deren FreundInnen, Angeh&ouml;rige und ZeugInnen an. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich, parteilich und unabh&auml;ngig von staatlichen Beh&ouml;rden.</p><p>Auch im Jahr 2017 verblieb die Zahl rechter Angriffe im Land Brandenburg auf hohem Niveau. Am 13.03.2018 wird die Opferperspektive die Jahresstatistik zu rechter und rassistischer Gewalt ver&ouml;ffentlichen. In diese Statistik flie&szlig;en alle rechten Gewalttaten ein, von der die Beratungsstelle im Jahr 2017 Kenntnis erlangte.</p><p>Zum Pressegespr&auml;ch laden wir Sie herzlich ein:</p><p>Am <strong>Dienstag, den 13. M&auml;rz 2018, um 10.00 Uhr</strong></p><p>Ort: <strong>Opferperspektive e.V., Projekthaus InWoLe, R.-Breitscheid-Str. 164, 14482 Potsdam</strong></p><p>Teilnehmer_innen:</p><ul>
<li>Judith Porath, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Opferperspektive e.V.</li>
<li>Hannes P&uuml;schel, Berater Opferperspektive e.V.</li>
<li>Dr. Gideon Botsch, Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus (EJGF) am Moses Mendelssohn Zentrum Universit&auml;t Potsdam</li>
</ul><p>Im Anschluss an das Pressegespr&auml;ch werden Ihnen weitere Berater_innen der Opferperspektive f&uuml;r Interviews und O-T&ouml;ne zur Verf&uuml;gung stehen.</p><p>F&uuml;r eine bessere Planung bitten wir Sie, sich bis zum 13. M&auml;rz 2018 bei: Joschka Fr&ouml;schner (<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:j.froeschner@opferperspektive.de">j.froeschner@opferperspektive.de</a>, Tel.: 0151 5072 4851) anzumelden.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/einladung-zum-pressegespraech-veroeffentlichung-der-jahresstatistik-2017">EINLADUNG ZUM PRESSEGESPRÄCH: Veröffentlichung der Jahresstatistik 2017</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Cottbusser Situation steht zu Recht auf der Agenda des Innenausschusses im Brandenburger Landtag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2018 12:22:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Opferperspektive e.V. begrüßt als Brandenburger Fachberatungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt grundsätzlich, dass sich auf Landesebene mit dem Problem rechter Gewalt in Südbrandenburg auseinandergesetzt wird. Deren Ausmaß hat zu einer Situation geführt, die spätestens seit 2016 die Möglichkeiten kommunaler Institutionen übersteigt. Seit Mitte 2015 hat rassistische Gewalt v.a. gegen Geflüchtete und internationale [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/die-cottbusser-situation-steht-zu-recht-auf-der-agenda-des-innenausschusses-im-brandenburger-landtag">Die Cottbusser Situation steht zu Recht auf der Agenda des Innenausschusses im Brandenburger Landtag</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Opferperspektive e.V. begrüßt als Brandenburger Fachberatungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt grundsätzlich, dass sich auf Landesebene mit dem Problem rechter Gewalt in Südbrandenburg auseinandergesetzt wird. Deren Ausmaß hat zu einer Situation geführt, die spätestens seit 2016 die Möglichkeiten kommunaler Institutionen übersteigt.</p>
<p>Seit Mitte 2015 hat rassistische Gewalt v.a. gegen Geflüchtete und internationale Studierende in Cottbus massiv zugenommen. Seit 2016 kann von enthemmter rassistischer Gewalt gesprochen werden, die das Alltagsleben potenziell Betroffener durchgehend prägt. In den vergangenen drei Jahren bildete Cottbus den absoluten Beratungsschwerpunkt für die Opferperspektive. Seit 2015 ist Cottbus durchgängig die Stadt im Land Brandenburg mit der höchsten Anzahl an rechten Gewaltdelikten insgesamt, sowie rassistischen Gewalttaten im Besonderen.</p>
<p>In 2017 richteten sich Angriffe auch wiederholt gegen FlüchtlingsunterstützerInnen und Menschen, die bei rassistischen Äußerungen Widerspruch äußerten. Seit 2015 weist die Opferperspektive e.V. gegenüber städtischen Institutionen, der Landespolitik und der Öffentlichkeit daraufhin, dass das Ausmaß rassistischer Gewalt in Cottbus zu einem Hindernis für die Integration von MigrantInnen und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Cottbus geworden ist.</p>
<p>Besondere Brisanz erhält die Situation in Cottbus dadurch, dass hier eine gut organisierte, militante Neonaziszene agiert, die die in Cottbus durchaus vorhandene Zivilgesellschaft durch pure Gewaltdrohung zum Schweigen bringt. Der von Gruppen wie &#8222;Zukunft Heimat&#8220; politisch organisierte und artikulierte Alltagsrassismus erscheint dann als einzige Stimme und Willensbekundung aus der Cottbuser Stadtgesellschaft zu Fragen von Migration und Integration.</p>
<p>&#8222;Wir hoffen, dass den Mitgliedern des Innenausschusses bewusst ist, dass die Signale, die von ihrer Beratung ausgehen, in Cottbus sehr bewusst registriert werden. In der jetzigen Situation ist es absolut wichtig, ein Zeichen der Solidarität mit der demokratischen Cottbusser Stadtgesellschaft zu setzen. Dafür sollte der Innenausschuss diskutieren, wie dem Klima alltäglicher rassistischer Diskriminierung und rechter Gewalt in Cottbus effektiv etwas entgegengesetzt werden kann.&#8220; erklärt Judith Porath, Geschäftsführerin der Opferperspektive.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pressekontakt und Ansprechpartner_innen:</p>
<p>Tel.: 0331-8170000</p>
<p>Judith Porath (0151-59100082)</p>
<p>Martin Vesely (0171-11935669)</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/die-cottbusser-situation-steht-zu-recht-auf-der-agenda-des-innenausschusses-im-brandenburger-landtag">Die Cottbusser Situation steht zu Recht auf der Agenda des Innenausschusses im Brandenburger Landtag</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 14:37:05 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>+ 1948 (1747 im Vorjahr) F&auml;lle rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland, Berlin und NRW&nbsp;</strong><br>
<strong>+ Weiterer Anstieg auf hohem Niveau</strong><br>
<strong>+ Mindestens 5 Angriffe pro Tag</strong></p><p>Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt dokumentieren f&uuml;r das Jahr 2016 einen erneuten Anstieg der Gewalt. In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW haben sich die Angriffe von 1747 im Jahr 2015 auf auf 1948 im Jahr 2016 erh&ouml;ht. Mindestens 3050 Personen (2015: 2237) wurden 2016 in den sieben Bundesl&auml;ndern verletzt und massiv bedroht.</p><p>&nbsp;</p><ul>
<li>2015 hatten sich die rechts motivierten Angriffe im Vergleich zu 2014 nahezu verdoppelt. 2016 ist ein erneuter Anstieg um 11 Prozent zu verzeichnen.</li>
<li>Deutliche Zunahme rassistischer Gewalt von 1056 im Jahr 2015 auf 1306 Angriffe im Jahr 2016. Der Anteil rassistischer Gewalt am Gesamtaufkommen 2016 stieg damit erneut von 60 auf 68 Prozent.</li>
<li>Ein Anstieg rassistischer Gewalttaten war in allen Bundesl&auml;ndern gleicherma&szlig;en zu verzeichnen, insbesondere in Th&uuml;ringen, wo rassistische Gewalttaten um knapp 90 Prozent anstiegen. Die Anzahl der Angriffe auf Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen werden, darunter auch auf Journalist_innen und politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, sank hingegen von 465 auf 363 und damit von 26 auf knapp 19 Prozent aller Vorf&auml;lle.</li>
</ul><p>Dazu Andrea H&uuml;bler f&uuml;r den Verband der Beratungsstellen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG): <em>&bdquo;Rassistische Gewalt nimmt weiter zu, die Hemmschwelle sinkt. Das zeigt sich an der zunehmenden Brutalit&auml;t und daran, dass auch vor Angriffen auf Kinder kein Halt gemacht wird. Deshalb bleiben unsere zentralen Forderungen:</em></p><ul>
<li><em>Schnelles und konsequentes Vorgehen der Ermittlungsbeh&ouml;rden</em><br>
<em>Bleiberecht f&uuml;r Menschen ohne sicheren Aufenthaltstitel, die Opfer einer rechts motivierten Gewalttat wurden</em><br>
<em>verbesserter Schutz f&uuml;r von rechts motivierter Diskriminierung und Gewalt Betroffene&ldquo;</em></li>
</ul><p>Das Gewaltpotential ist weiter angestiegen. Das zeigt sich insbesondere am Anstieg der gef&auml;hrlichen K&ouml;rperverletzungen um 28 Prozent. Schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen haben sich von 10 auf 20 F&auml;lle verdoppelt. Allein in Th&uuml;ringen und Sachsen wurden 4 solcher F&auml;lle registriert, in Sachsen-Anhalt sogar 6.</p><p>In Zerbst (Sachsen-Anhalt) wurde am 30. Juni 2016 ein 34-j&auml;hriger Pakistani von zwei Unbekannten M&auml;nnern angegriffen. Sie schlugen und traten auf den Mann ein und lie&szlig;en ihn dann verletzt auf den Bahngleisen zur&uuml;ck. Der schwer verletzte Betroffene konnte sich mit Gl&uuml;ck noch so aufrichten, dass ihn ein herannahender Zug lediglich an der Schulter streifte.</p><p>2016 ist erneut ein Todesopfer rechter Gewalt zu beklagen.</p><p>Am 17. September wurden in Berlin-Lichtenberg ein 34-j&auml;hriger Mann in einem Supermarkt vom Filialleiter aus rassistischer und sozialdarwinistischer Motivation geschlagen. Der 34-J&auml;hrige verstarb drei Tage sp&auml;ter an den Folgen des Angriffs.</p><p>Von den 1948 Angriffen waren mindestens 3051 Menschen in sieben Bundesl&auml;ndern betroffen. Das sind &uuml;ber 800 Menschen mehr als im Jahr zuvor (2237). Im Jahr 2016 waren 272 Kinder von rechter und rassistischer Gewalt betroffen. Damit waren fast 9 Prozent aller Betroffenen unter 14 Jahre alt.<em> &bdquo;Dieser dramatische Anstieg von Gewalt gegen Kinder ist besonders alarmierend und verdeutlicht, dass die letzten Hemmungen bei den T&auml;tern nach und nach fallen.&ldquo;</em>, so Andrea H&uuml;bler (VBRG).</p><p>Unserer Statistik nach waren Kinder am h&auml;ufigsten in Berlin, Sachsen-Anhalt (jeweils 45), in Th&uuml;ringen (48) und in Sachsen (73) betroffen.</p><p>So wurde am 6. Oktober 2016 wurden in Sebnitz (Sachsen) drei Kinder aus Syrien im Alter zwischen f&uuml;nf und elf Jahren von mehreren Jugendlichen geschlagen und mit einem Messer bedroht.</p><p>Auch Angriffe auf oder im Umfeld von Gefl&uuml;chtetenunterk&uuml;nften (bewohnte und unbewohnte; zentrale und dezentrale) haben in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW noch einmal deutlich zugenommen. Z&auml;hlten die Beratungsstellen 2015 noch 146 Angriffe, waren es 2016 bereits 252 (+72 Prozent). Wie schon im Jahr zuvor fanden die meisten dieser Angriffe in NRW (98) und Sachsen (53) statt, gefolgt von Berlin (41). Dabei handelte es sich vor allem um gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzungen (88) und Brandstiftungen (62). In 5 F&auml;llen handelte es sich um versuchte T&ouml;tungen.</p><p>In Gr&auml;fenhainichen (Sachsen-Anhalt) wurde am 26. Februar und in Niesky (Sachsen) am 23. Juli auf eine Gefl&uuml;chtetenunterkunft geschossen. Brandanschl&auml;ge, die als versuchte T&ouml;tungen gewertet wurden, wurden am 22. Mai in Zwickau (Sachsen), am 8. September in Wilnsdorf (NRW) und am 1. Oktober in J&uuml;terbog (Brandenburg) ver&uuml;bt.<br>
<strong>Dimension rechter Gewalt in den Bundesl&auml;ndern<br>
</strong><br>
F&uuml;r das Jahr 2016 verzeichneten die unabh&auml;ngigen Beratungsstellen in Ostdeutschland, Berlin und NRW 1948 F&auml;lle rechts motivierter und rassistischer Gewalt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein erneuter Anstieg um 11 Prozent.</p><ul>
<li>In Sachsen wurden mit 437 F&auml;llen die meisten Angriffe gez&auml;hlt (2015: 477, -4 %).</li>
<li>In Berlin wurden 381 Angriffe registriert (2015: 320, +19 %)</li>
<li>In NRW 335 (279, +20 %)</li>
<li>In Sachsen-Anhalt 265 Angriffe (2015: 217, + 22 %)</li>
<li>In Brandenburg 221 (2015: 203, +9 %)</li>
<li>In Th&uuml;ringen 160 Angriffe (2015: 121, +32 %)</li>
<li>In Mecklenburg-Vorpommern 149 Angriffe (2015: 130, +15 %).</li>
</ul><p>Damit fanden im letzten Jahr in Ostdeutschland, Berlin und NRW pro Tag im Durchschnitt 5,3 rechtsmotivierte Gewalttaten statt.</p><p>Zum &uuml;berwiegenden Teil handelte es sich dabei um (versuchte) K&ouml;rperverletzungsdelikte: 778 gef&auml;hrliche und 692 einfache K&ouml;rperverletzungen, au&szlig;erdem 20 schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen. In 274 F&auml;llen handelte es sich um N&ouml;tigungen oder Bedrohungen, in 95 F&auml;llen um Brandstiftungen, in 59 F&auml;llen um massive Sachbesch&auml;digungen und in 29 F&auml;llen um sonstige Gewalttaten wie Raub oder Landfriedensbruch.<br>
<strong>Rassismus ist weiterhin das h&auml;ufigste Tatmotiv</strong></p><p>Die Zahl rassistisch motivierter Gewalttaten stieg im Vergleich zu 2015 um weitere 24 Prozent an, nachdem bereits 2015 eine massive Zunahme rassistischer Angriffe verzeichnet wurde.</p><p><em>&bdquo;In Deutschland bestehen f&uuml;r POCs, Schwarze Menschen und Gefl&uuml;chtete Angstr&auml;ume. Wir erheben lediglich die Gewalttaten, keine Beleidigungen oder Diskriminierungen, doch auch verbale Attacken sind f&uuml;r Betroffene an der Tagesordnung. Deshalb bedarf es neben Opferberatungsstellen wie uns, zus&auml;tzlich unabh&auml;ngiger Antidiskriminierungsstellen.&ldquo;</em> erl&auml;utert H&uuml;bler.</p><p>In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW waren 1306 der Angriffe rassistisch motiviert, 363 Angriffe richteten sich gegen Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen wurden, darunter 27 gegen Journalist_innen. 98 Angriffe richteten sich gegen nicht-rechte und alternative Personen, 80 Angriffe gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identit&auml;t. 37 Angriffe waren antisemitisch motiviert. Zudem registrierten die Beratungsstellen 8 rechts motivierte Angriffe gegen Menschen mit einer Behinderung und 5 gegen wohnungslose Menschen.</p><p>Bei Nachfragen zur Situation in den jeweiligen Bundesl&auml;ndern und f&uuml;r weitere Informationen k&ouml;nnen Sie sich direkt an die Projekte wenden oder die Statistiken und Ver&ouml;ffentlichungen der einzelnen Bundesl&auml;nder auf der Internetseite des Verbands ansehen (verband-brg.de)</p><hr><p>Hinweis: Nicht alle Beratungsprojekte haben die Ressourcen f&uuml;r ein unabh&auml;ngiges Monitoring. Aus den Bundesl&auml;ndern Bayern, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein gibt es deshalb kurze Hintergrundberichte, die sie im Anhang finden. Die durch die neu entstandenen Beratungsstellen registrierten F&auml;lle rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt in NRW zeigen jedoch deutlich, dass ein fundiertes Monitoring in allen Bundesl&auml;ndern unabdingbar ist um das Ausma&szlig; rechts motivierter ein St&uuml;ck weit sichtbar machen zu k&ouml;nnen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Bayern &ndash; B.U.D. Bayern</strong></p><p>Aufgrund fehlender Ressourcen war es der seit 2009 existierenden bayerischen Beratungsstelle B.U.D. (Beratung. Unterst&uuml;tzung. Dokumentation. F&uuml;r Opfer Rechtsextremer Gewalt) auch 2016 nicht m&ouml;glich, ein eigenst&auml;ndiges Monitoring durchzuf&uuml;hren.<br>
Die offiziellen Zahlen f&uuml;r das Bundesland Bayern (z. B. PMK Rechts) sowie die Chronologien unabh&auml;ngiger Initiativen (z.B. Aida, AAS) zeigen jedoch einen Trend der erh&ouml;hten &Uuml;bergriffzahlen an, der sich auch in der Arbeit von B.U.D. widerspiegelte.<br>
Die Beratungsstelle war 2016 in &uuml;ber 20 Vorf&auml;lle involviert, die zumeist auf rassistischen Motiven beruhte. Auch Bedrohungen und Angriffe auf politisch Andersdenkende bzw. in der Fl&uuml;chtlingsunterst&uuml;tzung aktive Menschen nahmen erneut zu, wobei das Spektrum von Bedrohung im Internet bis zur schweren K&ouml;rperverletzung reichte. Die T&auml;ter kamen hierbei nicht nur aus dem Kreis &bdquo;der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen&ldquo; mit entsprechendem rechtsradikalen Hintergrund, sondern des &Ouml;fteren auch aus dem Kreis der bis dato politisch unauff&auml;lligen B&uuml;rger_innen.<br>
F&uuml;r 2017 erhoffen wir uns einhergehend mit einer Verbesserung der Ressourcen dem gewachsenen Bed&uuml;rfnis nach Unterst&uuml;tzung gerecht werden zu k&ouml;nnen und die &ouml;ffentliche bzw. gesellschaftliche Diskussion in Bayern f&uuml;r dieses Themenfeld weiter zu sensibilisieren.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>M&uuml;nchen &ndash; Beratungsstelle Before</strong></p><p>Am 18. M&auml;rz 2016 nahm BEFORE, die unabh&auml;ngige Beratungsstelle f&uuml;r Betroffene rechter und rassistischer Gewalt und Diskriminierung, ihre Beratungsarbeit in M&uuml;nchen auf.<br>
Die Opferberatung rechte Gewalt bearbeitete im Jahr 2016 &uuml;ber 30 Beratungsf&auml;lle in M&uuml;nchen. Rassismus war das h&auml;ufigste Tatmotiv (69 Prozent). Menschen, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, arbeiten, zur Schule gehen und am sozialen Leben teilnehmen, wurden attackiert, vor allem Frauen, die ein Kopftuch trugen, wurden Opfer von Anfeindungen und Gewalt.<br>
H&auml;ufig wurden Menschen im &ouml;ffentlichen Raum, im &ouml;ffentlichen Nahverkehr und im eigenen Wohnumfeld angegriffen. Das bedeutet f&uuml;r die Betroffenen zumeist eine massive Bedrohung und Unsicherheit in ihrem direkten Lebensumfeld.<br>
Aus den Beratungsf&auml;llen 2016 und den Erfahrungen der Antidiskriminierungsberatung nehmen wir in M&uuml;nchen eine gef&auml;hrliche Entwicklung wahr. Mobilisierung, Hetze und Diskriminierung mit rechtem oder rassistischem Hintergrund finden immer &ouml;fter offen statt und animieren Einzelt&auml;ter_innen zu Anfeindungen und Angriffen. Betroffen davon sind neben Gefl&uuml;chteten und Migrant_innen auch Homosexuelle und Transgender (LGBTI), Menschen mit Behinderungen sowie Menschen, die sich f&uuml;r potenzielle Betroffenengruppen engagieren.</p><p><strong>Hessen &ndash; Beratungsstelle Response</strong></p><p>Response nahm Anfang 2016 offiziell die Beratung in Hessen auf. In der zweiten H&auml;lfte des Jahres begann die Beratungsstelle zun&auml;chst Strukturen f&uuml;r ein belastbares Monitoring aufzubauen. So sind die f&uuml;r das Jahr 2016 erhobenen Zahlen zwar noch nicht aussagekr&auml;ftig genug, liefern dennoch schon jetzt einen Beitrag, um den gesellschaftspolitischen Diskurs &uuml;ber rechte Gewalt um die Perspektive der Betroffenen zu erweitern.<br>
Response z&auml;hlte 40 Vorf&auml;lle rechter Gewalt mit direkt betroffenen Personen. 12 davon sind Angriffen gegen die pers&ouml;nliche Unversehrtheit zuzurechnen, einer wird als versuchte T&ouml;tung eingeordnet. Als h&auml;ufigstes Tatmotiv ist Rassismus in 27 F&auml;llen auszumachen.<br>
Trotz dieser Entwicklung besteht in Politik und &Ouml;ffentlichkeit weiterhin der Mythos von Einzelf&auml;llen am rechten Rand der Gesellschaft. Die Vorf&auml;lle und Statistiken werden &ouml;ffentlich kaum wahrgenommen. Die Bagatellisierung des Erlebten und die Verdr&auml;ngung der Vorf&auml;lle spiegeln Erfahrungen wieder, die Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt best&auml;ndig machen. Mit der Aufnahme des Monitorings im Jahr 2017 m&ouml;chte Response dazu beitragen, dass das Thema rechte und rassistische Gewalt st&auml;rker in der &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert wird.<br>
<strong>Hamburg &ndash; Beratungsstelle Empower</strong></p><p>Im Jahr 2016 sind die Zahlen rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe in Hamburg weiter angestiegen. Betroffene berichten von einer aggressiven gesellschaftlichen Stimmung und einem Anstieg allt&auml;glicher Gewalterfahrungen, verbunden mit einer stetigen Sprachlosigkeit, Wut und Ohnmachtserfahrung.</p><p>Im Vergleich zu 2015, dem Jahr in dem die Beratungsstelle empower ihre Arbeit aufnahm, haben sich die Vorf&auml;lle in Hamburg mehr als verdoppelt. Auch Angriffe gegen Kinder und Jugendliche haben massiv zugenommen. Die Hemmschwelle Gewalt auszu&uuml;ben, sinkt weiter. Viele Menschen erleben nicht nur physische Gewalt, sondern sind auch massiven psychischen Bedrohungen ausgesetzt.</p><p>Schwerpunkte der Beratungen waren Gewalt gegen Gefl&uuml;chtete, antimuslimischer Rassismus, Gewalt in Schulen oder in und um Sportvereine, rechtes Stalking, vermehrt schwere K&ouml;rperverletzungen, aber auch aus Sicht der Betroffenen erlebte (Re-)Viktimisierung in Kontakt mit staatlichen Institutionen.</p><p>Die Mehrheit der Betroffenen m&ouml;chten keine Anzeigen bei der Polizei erstatten. Ursachen sind vor allem negative Erlebnisse mit der Exekutive und die Erfahrung, dass rassistische und antisemitische Taten kaum juristisch verfolgt werden. Weiterhin beklagen viele Betroffene einen Mangel an Solidarit&auml;t und R&uuml;ckhalt in der Gesellschaft.</p><p><strong>Schleswig-Holstein &ndash; Beratungsstelle zebra</strong></p><p>Seit Mitte 2015 stellt Zebra im Zuge der Beratungsarbeit einen Anstieg rechter und rassistischer Angriffe fest. Die Taten richteten sich nicht nur gegen Gefl&uuml;chtete (und deren Unterk&uuml;nfte) oder Migrant_innen, sondern auch gegen die Zivilgesellschaft, beispielsweise gegen Ehrenamtliche in der Fl&uuml;chtlingshilfe oder Menschen, die sich in ihrer Funktion als Kommunalpolitiker_innen f&uuml;r die Rechte von Minderheiten engagierten.<br>
Dieser Trend setzte sich 2016 fort. Dabei sind Beratungen zu Angriffen organisierter Rechter auf politische Gegner_innen angestiegen. Die Angriffe sind massiver, die Beratungen komplexer und langfristiger. In deutlich &uuml;ber der H&auml;lfte der F&auml;lle &ndash; etwa auch bei Angriffen auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte &ndash; sind mehr als nur eine Person betroffen.<br>
Auffallend ist der Anstieg von Angriffen auf politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, die in ihrer Massivit&auml;t deutlich zugenommen haben. Diese Beobachtung legt eine zunehmende Verrohung hinsichtlich der &bdquo;Kultur&ldquo; politischer Auseinandersetzungen nahe. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung sich insbesondere im kommenden Landtags- und Bundestagswahlkampf fortsetzt, da die Verrohung der politischen Auseinandersetzung Teil von Wahlkampfstrategien zu sein scheint.</p><p>Factsheet als Grafik zum <strong><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2017/04/factsheet_vbrg2016.pdf" aria-label="factsheet vbrg2016">Download</a></strong></p><p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016">Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stellenausschreibung:  Berater_in für Betroffene rechter und rassistischer Gewalttaten in Brandenburg (20 Stunden)</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/archiv/stellenausschreibung-berater_in-fuer-betroffene-rechter-und-rassistischer-gewalttaten-in-brandenburg-20-stunden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2016 17:23:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen des Bereichs der »Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt« beim Verein Opferperspektive e.V. ist zum 1. Januar 2017 eine Berater_innenstelle zu besetzen. In der Beratung von Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt beim Verein Opferperspektive arbeiten sieben Mitarbeiter_innen. Die Beratung ist aufsuchend und findet im Land Brandenburg statt. Das Büro der Opferperspektive ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des Bereichs der »Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt« beim<br />
Verein Opferperspektive e.V. ist zum 1. Januar 2017 eine Berater_innenstelle zu besetzen.</p>
<p>In der Beratung von Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt beim Verein Opferperspektive<br />
arbeiten sieben Mitarbeiter_innen. Die Beratung ist aufsuchend und findet im Land Brandenburg<br />
statt. Das Büro der Opferperspektive ist in Potsdam. Die Beratung von Gewaltopfern erfordert Elan<br />
und Belastbarkeit sowie Interesse an der Zusammenarbeit in einem engagierten Team. Alle<br />
Kolleg_innen sollten an der Selbstverwaltung des Projektes mitarbeiten.</p>
<p>Der/ die neue Berater_in wird das Team Südbrandenburg verstärken. Dies beinhaltet insbesondere<br />
die Beratung in den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Teltow-<br />
Fläming, Dahme-Spreewald, Oder-Spree sowie in der kreisfreien Stadt Cottbus. Dienstort ist<br />
Potsdam.</p>
<p>Die Arbeit der Gewaltopferberatung des Vereins Opferperspektive umfasst vier wesentliche<br />
Bereiche:</p>
<ul>
<li>psychosoziale Beratung und Begleitung von Betroffenen, Angehörigen und Zeug_innen,</li>
<li>lokale Intervention,</li>
<li>Lobbyarbeit für (potenzielle) Betroffenengruppen,</li>
<li>Monitoring und Recherche.</li>
</ul>
<p><strong>Aufgabengebiete:</strong></p>
<ul>
<li>aufsuchende Beratung und Begleitung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Land Brandenburg,</li>
<li>Arbeit mit Kooperationspartner_innen und Gruppen potenziell Betroffener,</li>
<li>fallbezogene und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit,</li>
<li>Durchführung von Veranstaltungen,</li>
<li>Kontaktpflege zu Institutionen der Opferhilfe, regionalen Trägern und Initiativen sowie<br />
sonstigen Gremien, Polizei, Verwaltung, Politik und Medien,</li>
<li>Dokumentation und Recherche,</li>
<li>Teilnahme an Teamsitzungen, Supervisionen und Weiterbildungen.</li>
</ul>
<p><strong>Voraussetzungen:</strong></p>
<ul>
<li>Hochschulabschluss in den Bereichen Soziale Arbeit, Psychologie, Sozialwissenschaften<br />
oder Rechtswissenschaften,</li>
<li>Beratungserfahrung,</li>
<li>sehr gute Kenntnisse in den Themenfeldern Rechtsextremismus und Rassismus,</li>
<li>sichere Kenntnisse in mindestens einer weiteren Sprache,</li>
<li>interkulturelle Kompetenz,</li>
<li>sicheres Auftreten,</li>
<li>Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten,</li>
<li>sicherer Umgang mit Desktopanwendungen (Linux),</li>
<li>Fahrerlaubnis der Klasse B.</li>
</ul>
<p><strong>Vorteilhaft, aber keine Bedingung sind:</strong></p>
<ul>
<li>Beratungserfahrungen mit Traumatisierten,</li>
<li>Kenntnisse in Straf-, Zivil-, Ausländer- und Asylrecht,</li>
<li>Kenntnis sozialer und politischer Verhältnisse in Brandenburg,</li>
<li>Erfahrungen in politischen, bspw. antifaschistischen oder antirassistischen, Projekten.</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Die Vergütung erfolgt nach TV-L Entgeltgruppe 9.</li>
<li>Der Träger ist bestrebt, die Stundenzahl der Teilzeitstelle sowie die tarifliche<br />
Eingruppierung aufzustocken.</li>
<li>Wir wünschen uns ganz besonders Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund.</li>
<li>Da im Berater_innenteam zur Zeit mehr Männer* arbeiten, sind wir aus paritätischen<br />
Gründen besonders an Bewerbungen von Frauen* interessiert (* im Wissen um die<br />
gesellschaftliche Konstruktion von Geschlechterkategorien).</li>
</ul>
<p><strong>Bewerbung:</strong></p>
<ul>
<li>Bewerbungsschluss ist der 30. November 2016.</li>
<li>Bitte die Bewerbung in Form eines aussagekräftigen Motivationsschreibens und eines<br />
tabellarischen Lebenslaufes (ohne Zeugnisse, Bescheinigungen, Foto) <strong>ausschließlich</strong> per E-<br />
Mail an info@opferperspektive.de</li>
</ul><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/archiv/stellenausschreibung-berater_in-fuer-betroffene-rechter-und-rassistischer-gewalttaten-in-brandenburg-20-stunden">Stellenausschreibung:  Berater_in für Betroffene rechter und rassistischer Gewalttaten in Brandenburg (20 Stunden)</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt fordern deutlich mehr  Budgets</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/beratungsstellen-fuer-betroffene-rechter-rassistischer-und-antisemitischer-gewalt-fordern-deutlich-mehr-budgets-2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2016 16:52:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Beratungsstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresbericht]]></category>
		<category><![CDATA[rassistische Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterstützung]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>&bdquo;Gewaltopfer haben ein Recht auf Beratung und Unterst&uuml;tzung&ldquo;</strong><br>
Das Ausma&szlig; rechter und rassistischer Gewalt im Jahr 2016 ist dramatisch hoch. Nachdem bereits f&uuml;r das Jahr 2015 eine Verdoppelung rechtsmotivierter und insbesondere rassistischer Gewalttaten festgestellt werden musste, verweisen die aktuellen Zahlen der Bundesregierung auf einen erneuten massiven Anstieg, der das Ausma&szlig; des vergangenen Jahres noch &uuml;bertreffen wird. Die Bundesregierung geht derzeit vom h&ouml;chsten Stand seit Beginn der Z&auml;hlung politisch motivierter Kriminalit&auml;t im Jahr 2001 aus (Quelle: Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit der Bundesregierung). Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt best&auml;tigen diesen enormen Anstieg. Sie z&auml;hlten 2015 insgesamt 1747 Angriffe mit mindestens 2237 betroffenen Personen allein in den neuen Bundesl&auml;ndern, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Eine Trendwende f&uuml;r 2016 ist nicht absehbar. Damit einher geht seit Herbst 2014 eine stark gestiegene Nachfrage von Betroffenen nach professioneller Unterst&uuml;tzung und Beratung zur Bew&auml;ltigung der materiellen und immateriellen Tatfolgen.<br>
In den vergangenen zwei Jahren versuchten die Beratungsstellen der stark gestiegenen Nachfrage mit gro&szlig;em Engagement und hohem pers&ouml;nlichem Einsatz gerecht zu werden. Nun ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Die gro&szlig;e Anzahl von Betroffenen und Beratungssuchenden ist f&uuml;r viele Beratungsstellen ohne zus&auml;tzliche Ressourcen nicht mehr zu bew&auml;ltigen. Die Beratungsstellen fordern daher eine Verdopplung ihres Budgets um auf den massiv gestiegenen Beratungsbedarf reagieren zu k&ouml;nnen. Die Landes- und bundesgef&ouml;rderten Beratungsstellen in Bayern, Hessen, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Th&uuml;ringen und Brandenburg mussten ihr Angebot bereits reduzieren. Ein aktives Zugehen auf Betroffene, Pr&auml;vention und lokale Intervention, die wesentliche Bestandteile der Opferberatung sind, k&ouml;nnen &uuml;berwiegend nicht mehr geleistet werden.<br>
F&uuml;r ihre Arbeit erhalten die Landes- und bundesweit gef&ouml;rderten Beratungsstellen eine Finanzierung aus dem Bundesprogramm &bdquo;Demokratie Leben!&ldquo; und verschiedenen Landesprogrammen. Die Ausstattung ist je nach Bundesland unterschiedlich und nur in wenigen L&auml;ndern bedarfsgerecht. &bdquo;Als die Bundesregierung im M&auml;rz 2016 eine Verdoppelung des F&ouml;rderprogramms &bdquo;Demokratie Leben!&ldquo; f&uuml;r das kommende Jahr ank&uuml;ndigte war das f&uuml;r die Beratungsstellen eine sehr erleichternde Nachricht.&ldquo;, so Verbandssprecher Robert Kusche. &bdquo;Da die Erh&ouml;hung unter anderem mit der massiven Zunahme rechter und rassistischer Gewalttaten begr&uuml;ndet wurde, hoffen die Beratungsstellen auf deutlich mehr Budget, um wieder angemessen auf den starken Anstieg rechter und rassistischer Gewalt reagieren zu k&ouml;nnen. Es steht leider noch immer nicht fest, wie viel Geld von der Erh&ouml;hung in die vorhanden Strukturen der Opferberatungsstellen flie&szlig;en wird. Wir bef&uuml;rchten jedoch, dass die Erh&ouml;hung nicht dem tats&auml;chlichen Bedarf entspricht.&ldquo;<br>
In der &bdquo;Strategie der Bundesregierung zur Extremismuspr&auml;vention und Demokratief&ouml;rderung&ldquo; wird festgestellt, dass &bdquo;im gesamten Bundesgebiet zum Thema Fl&uuml;chtlinge ein gestiegener Bedarf an mobiler Beratung und Opferberatung&ldquo; zu verzeichnen sei. &bdquo;Die Bundesregierung wird daher die Beratungsarbeit in diesem Bereich ausweiten und auf spezielle Anforderungen anpassen.&ldquo; Und auch die L&auml;nder haben in der &bdquo;gemeinsamen Erkl&auml;rung der Bundesministerin f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen, und Jugend und der f&uuml;r das Bundesprogramm &bdquo;Demokratie Leben!&ldquo; verantwortlichen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der L&auml;nder&ldquo; vom 19. Juli 2016 erkl&auml;rt, &bdquo;sich bedarfsorientiert gegen&uuml;ber dem Bundestag und den Landesparlamenten daf&uuml;r ein(zusetzen), die erfolgreichen Angebote der mobilen Beratung und der Opferberatung dauerhaft zu sichern und auszubauen.&ldquo;<br>
Verbandssprecher Robert Kusche: &bdquo;Es ist gut und wichtig, dass die Politik klar Stellung bezieht gegen rechte und rassistische Gewalt. Nun m&uuml;ssen diesen Bekenntnissen auch konkrete Taten folgen die der Situation der vielen Betroffenen gerecht werden. Es darf nicht sein, dass es Deutschland nicht gelingt die Bev&ouml;lkerung vor rechten und rassistischen Angriffen zu sch&uuml;tzen, und dann auch noch die Betroffenen eines Angriffs im Stich gelassen werden. Gewaltopfer haben ein Recht auf Beratung und Unterst&uuml;tzung. Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt k&ouml;nnen dieses Recht aber nur dann gew&auml;hren, wenn die Bundes- und Landesf&ouml;rderung im kommenden Jahr deutlich gesteigert wird.&ldquo;<br>
&nbsp;<br>
&nbsp;<br>
Pressemitteilung des <a href="http://verband-brg.de/index.php/" aria-label="index">VBRG</a>, Bundesverband unabh&auml;ngiger Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Deutschland, vom 27.10.2016</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/beratungsstellen-fuer-betroffene-rechter-rassistischer-und-antisemitischer-gewalt-fordern-deutlich-mehr-budgets-2">Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt fordern deutlich mehr  Budgets</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und   antisemitischer Gewalt fordern deutlich mehr  Budgets</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/beratungsstellen-fuer-betroffene-rechter-rassistischer-und-antisemitischer-gewalt-fordern-deutlich-mehr-budgets</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2016 16:52:42 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>&bdquo;Gewaltopfer haben ein Recht auf Beratung und Unterst&uuml;tzung&ldquo;</strong></p><p>Das Ausma&szlig; rechter und rassistischer Gewalt im Jahr 2016 ist dramatisch hoch. Nachdem bereits f&uuml;r das Jahr 2015 eine Verdoppelung rechtsmotivierter und insbesondere rassistischer Gewalttaten festgestellt werden musste, verweisen die aktuellen Zahlen der Bundesregierung auf einen erneuten massiven Anstieg, der das Ausma&szlig; des vergangenen Jahres noch &uuml;bertreffen wird. Die Bundesregierung geht derzeit vom h&ouml;chsten Stand seit Beginn der Z&auml;hlung politisch motivierter Kriminalit&auml;t im Jahr 2001 aus (Quelle: Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit der Bundesregierung). Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt best&auml;tigen diesen enormen Anstieg. Sie z&auml;hlten 2015 insgesamt 1747 Angriffe mit mindestens 2237 betroffenen Personen allein in den neuen Bundesl&auml;ndern, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Eine Trendwende f&uuml;r 2016 ist nicht absehbar. Damit einher geht seit Herbst 2014 eine stark gestiegene Nachfrage von Betroffenen nach professioneller Unterst&uuml;tzung und Beratung zur Bew&auml;ltigung der materiellen und immateriellen Tatfolgen.</p><p>In den vergangenen zwei Jahren versuchten die Beratungsstellen der stark gestiegenen Nachfrage mit gro&szlig;em Engagement und hohem pers&ouml;nlichem Einsatz gerecht zu werden. Nun ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Die gro&szlig;e Anzahl von Betroffenen und Beratungssuchenden ist f&uuml;r viele Beratungsstellen ohne zus&auml;tzliche Ressourcen nicht mehr zu bew&auml;ltigen. Die Beratungsstellen fordern daher eine Verdopplung ihres Budgets um auf den massiv gestiegenen Beratungsbedarf reagieren zu k&ouml;nnen. Die Landes- und bundesgef&ouml;rderten Beratungsstellen in Bayern, Hessen, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Th&uuml;ringen und Brandenburg mussten ihr Angebot bereits reduzieren. Ein aktives Zugehen auf Betroffene, Pr&auml;vention und lokale Intervention, die wesentliche Bestandteile der Opferberatung sind, k&ouml;nnen &uuml;berwiegend nicht mehr geleistet werden.</p><p>F&uuml;r ihre Arbeit erhalten die Landes- und bundesweit gef&ouml;rderten Beratungsstellen eine Finanzierung aus dem Bundesprogramm &bdquo;Demokratie Leben!&ldquo; und verschiedenen Landesprogrammen. Die Ausstattung ist je nach Bundesland unterschiedlich und nur in wenigen L&auml;ndern bedarfsgerecht. &bdquo;Als die Bundesregierung im M&auml;rz 2016 eine Verdoppelung des F&ouml;rderprogramms &bdquo;Demokratie Leben!&ldquo; f&uuml;r das kommende Jahr ank&uuml;ndigte war das f&uuml;r die Beratungsstellen eine sehr erleichternde Nachricht.&ldquo;, so Verbandssprecher Robert Kusche. &bdquo;Da die Erh&ouml;hung unter anderem mit der massiven Zunahme rechter und rassistischer Gewalttaten begr&uuml;ndet wurde, hoffen die Beratungsstellen auf deutlich mehr Budget, um wieder angemessen auf den starken Anstieg rechter und rassistischer Gewalt reagieren zu k&ouml;nnen. Es steht leider noch immer nicht fest, wie viel Geld von der Erh&ouml;hung in die vorhanden Strukturen der Opferberatungsstellen flie&szlig;en wird. Wir bef&uuml;rchten jedoch, dass die Erh&ouml;hung nicht dem tats&auml;chlichen Bedarf entspricht.&ldquo;</p><p>In der &bdquo;Strategie der Bundesregierung zur Extremismuspr&auml;vention und Demokratief&ouml;rderung&ldquo; wird festgestellt, dass &bdquo;im gesamten Bundesgebiet zum Thema Fl&uuml;chtlinge ein gestiegener Bedarf an mobiler Beratung und Opferberatung&ldquo; zu verzeichnen sei. &bdquo;Die Bundesregierung wird daher die Beratungsarbeit in diesem Bereich ausweiten und auf spezielle Anforderungen anpassen.&ldquo; Und auch die L&auml;nder haben in der &bdquo;gemeinsamen Erkl&auml;rung der Bundesministerin f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen, und Jugend und der f&uuml;r das Bundesprogramm &bdquo;Demokratie Leben!&ldquo; verantwortlichen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der L&auml;nder&ldquo; vom 19. Juli 2016 erkl&auml;rt, &bdquo;sich bedarfsorientiert gegen&uuml;ber dem Bundestag und den Landesparlamenten daf&uuml;r ein(zusetzen), die erfolgreichen Angebote der mobilen Beratung und der Opferberatung dauerhaft zu sichern und auszubauen.&ldquo;</p><p>Verbandssprecher Robert Kusche: &bdquo;Es ist gut und wichtig, dass die Politik klar Stellung bezieht gegen rechte und rassistische Gewalt. Nun m&uuml;ssen diesen Bekenntnissen auch konkrete Taten folgen die der Situation der vielen Betroffenen gerecht werden. Es darf nicht sein, dass es Deutschland nicht gelingt die Bev&ouml;lkerung vor rechten und rassistischen Angriffen zu sch&uuml;tzen, und dann auch noch die Betroffenen eines Angriffs im Stich gelassen werden. Gewaltopfer haben ein Recht auf Beratung und Unterst&uuml;tzung. Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt k&ouml;nnen dieses Recht aber nur dann gew&auml;hren, wenn die Bundes- und Landesf&ouml;rderung im kommenden Jahr deutlich gesteigert wird.&ldquo;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Pressemitteilung des <a href="http://verband-brg.de/index.php/" aria-label="index">VBRG</a>, Bundesverband unabh&auml;ngiger Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Deutschland, vom 27.10.2016</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/beratungsstellen-fuer-betroffene-rechter-rassistischer-und-antisemitischer-gewalt-fordern-deutlich-mehr-budgets">Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und   antisemitischer Gewalt fordern deutlich mehr  Budgets</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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