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	<title>Brandenburg - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Landtagswahlen 2024: Es droht eine Ausweitung der Gefahrenzonen</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/pressemitteilungen_stellungnahmen/landtagswahlen-2024-es-droht-eine-ausweitung-der-gefahrenzonen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 13:20:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
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<div class="avia_textblock">
<div>
<p>Im Kontext der Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Th&uuml;ringen <strong>droht eine Ausweitung der Gefahrenzonen</strong> f&uuml;r demokratisch und zivilgesellschaftlich Engagierte sowie Menschen, die aufgrund von rechten, rassistischen und antisemitischen Ideologien als Feindbilder markiert werden.</p>
<p><strong>Auswirkungen zunehmender Gewaltbereitschaft<br>
</strong></p>
<p>Schon vor den Kommunal- und Europawahlen im Juni 2024 hat vielerorts die Pr&auml;senz und Bedrohung durch die militante Anh&auml;ngerschaft der AfD im &ouml;ffentlichen Raum zugenommen. Die Markierung von Kandidaten:innen und Mandatstr&auml;ger:innen demokratischer Parteien als &bdquo;politische Feinde&ldquo; f&uuml;hrte zu erheblichen und teils schweren Gewalttaten.</p>
<blockquote><p>&bdquo;Diese Angriffe richten sich gegen einzelne Politiker:innen und Engagierte &ndash; beim Plakatieren, beim Flyer-Verteilen und an Infost&auml;nden; betroffen sind aber auch Wahlkreisb&uuml;ros und Wohnh&auml;user. Unter den Folgen der zunehmenden Gewalt leiden auch Angeh&ouml;rige und Familien der Angegriffenen ebenso wie deren Mitarbeitende und Helfer:innen&ldquo;,&nbsp;berichtet eine Berater:in von SUPPORT in Dresden.</p></blockquote>
<p>Eine Beraterin von SUPPORT Chemnitz erg&auml;nzt: &bdquo;Mit der&nbsp;<strong>Normalisierung von rechter Gewalt&nbsp;</strong>gegen politisch Engagierte und politisch Verantwortliche und Kandidat:innen demokratischer Parteien wird Demokratie im Kern bedroht.</p>
<blockquote><p>Das gesellschaftliche Klima vor Ort&nbsp;<strong>versch&auml;rft sich auch dort</strong>, wo<strong>&nbsp;Gesellschaft</strong>,&nbsp;<strong>Strafverfolgungsbeh&ouml;rden und Justiz &uuml;ber Jahre rassistische, antisemitische und rechte Angriffe verharmlost&nbsp;haben</strong>, die Strafverfolgung verschleppt wurde bzw. Betroffene mit T&auml;ter-Opfer-Umkehr konfrontiert waren und sind.&ldquo;</p></blockquote>
<p><strong>Schwindender Raum<br>
</strong></p>
<p>Das Engagierte sich zur&uuml;ckziehen, zeigt sich auch beim R&uuml;cktritt des mittels&auml;chsischen Landrats Dirk Neubauer (parteilos) nach massiven Bedrohungen durch die Neonazi-Partei Freie Sachsen, u.a. durch Kundgebungen vor dessen Wohnhaus und Aufrufe ihn zu jagen.&nbsp;Die&nbsp;<strong>Opferberatungsstelle Support in Sachsen verzeichnet&nbsp;</strong>seit Mai 2024 mindestens 49 Vorf&auml;lle von rechter Gewalt gegen Parteien, Politiker*innen und Wahlkampfhelfer:innen.</p>
<p>Das politische Klima wird durch die Rechtspopulisten massiv aufgeheizt. Gewaltvolle Sprache schl&auml;gt in Gewalt um. Laut&nbsp;<a href="https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w7/drs/ab_10000/10040.pdf" aria-label="10040">Angaben der Brandenburgischen Landesregierung</a>&nbsp;gab es dort bereits im Rahmen der Europa- und Kommunalwahlen einen deutlichen Anstieg von Attacken mit rund 1000 politisch motivierten Straftaten. &bdquo;Derartige wahltypische Straftaten sowie Angriffe auf Wahlkreisb&uuml;ros m&uuml;ssen auch zuk&uuml;nftig einkalkuliert werden&ldquo;, hei&szlig;t es von der Landesregierung.</p>
<blockquote><p>&bdquo;Anfeindungen aus dem rechten Lager erschweren bereits jetzt unsere Arbeit.&nbsp;<strong>Die Rechten nehmen zunehmend soziale R&auml;ume ein und verbreiten ein Klima der Angst. Beratung f&uuml;r Betroffene muss dringend abgesichert werden.</strong>&nbsp;Umso wichtiger ist es, seine Stimme zu nutzen und sich f&uuml;r eine solidarische Zivilgesellschaft einzusetzen&ldquo;, so Judith Porath, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Opferperspektive e.V. und Vorst&auml;ndin VBRG.</p></blockquote>
<p>Wesentlich mitverantwortlich f&uuml;r die rechten Angriffe sind extrem rechte Parteien wie Freie Sachsen, III. Weg und die AfD. Deren Mandatstr&auml;ger:innen sind auch selbst durch gewaltvolle Angriffe gegen politische Gegner:innen aufgefallen, wie die Analyse &bdquo;<a href="https://verband-brg.de/analyse-gewaltbereitschaft-bei-afd-funktionaer-innen/" aria-label="analyse gewaltbereitschaft bei afd funktionaer innen">Besorgniserregende Gewaltbereitschaft bei AfD-Funktion&auml;r:innen</a>&ldquo; des VBRG zeigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div></div>
</div>
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<div class="avia_textblock av_inherit_color">
<h2><strong>Angriffe gegen Engagierte vor Ort</strong></h2>
</div>
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<div class="avia_textblock av_inherit_color">
<p>Die nachfolgende Auflistung an Beispielf&auml;llen aus dem Monitoring der Opferberatungsstellen machen die teilweise erheblichen Auswirkungen der Angriffe auf die Betroffenen deutlich:</p>
<p><em>13.08.2024, Oberhavel (BRB)</em></p>
<p>Ein 68-j&auml;hriger Wahlkampfhelfer der Gr&uuml;nen wurde in Hohen Neuendorf bei einer rechtsideologisch motivierten Attacke verletzt. Der Staatsschutz ermittelt.<br>
Quelle:&nbsp;<a href="https://www.rbb24.de/politik/wahl/Landtagswahl/2024/brandenburg-oberhavel-hohen-neuendorf-wahlhelfer-buendnis90-gruene-angegriffen-wahlkampf.html" aria-label="brandenburg oberhavel hohen neuendorf wahlhelfer buendnis90 gruene angegriffen wahlkampf">Presse, RBB</a></p>
<p><em>01.08.2024, Dohna (SN)<br>
</em>Mit den Worten &bdquo;Verpisst Euch, sonst hack ich euch den Kopf ab&ldquo; und einem Schwert bedroht und verfolgt ein 69-J&auml;hriger eine Gruppe von f&uuml;nf Wahlkampfhelfer*innen der Partei Die Linke, die Flyer verteilten.</p>
<p><em>01.08.2024 Dresden Striesen</em></p>
<p>In den Tagen vor dem 01.08.2024 haben unbekannte Personen das B&uuml;rofenster der Partei &bdquo;Die Gr&uuml;nen&ldquo; in Striesen mit einer Metallstange und zugeh&ouml;rigem Betonsockel besch&auml;digt. Der Staatschutz der Polizeidirektion Dresden hat die Ermittlungen aufgenommen.</p>
<p><em>01.08.2024 D&uuml;rr&uuml;hrsdorf-Dittersbach</em></p>
<p>Ein gro&szlig;es Wahlplakat an der Bahnhofstra&szlig;e in D&uuml;rr&uuml;hrsdorf-Dittersbach wurde mit einem 1 Meter gro&szlig;em Hakenkreuz beschmiert. Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde durch den Staatschutz &uuml;bernommen.</p>
<p><em>31.07.2024 Dohna</em></p>
<p>In Dohna wurden am Mittwoch f&uuml;nf Wahlkampfhelfende (14-20 Jahre) der Linken beschimpft, bedroht und verfolgt. Diese waren nachmittags unterwegs um Wahlwerbematerial zu verteilen, als sie von einem Mann zun&auml;chst verbal und dann mit einem Schwert bedroht und verfolgt wurden. Die Betroffenen konnten fl&uuml;chten und der T&auml;ter durch die Polizei ermittelt werden. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der N&ouml;tigung ermittelt.</p>
<p><em>31.07.2024 Heidenau</em></p>
<p>Am Abend des 31.07.2024 waren zwei Personen (16 und 18 Jahre) in Heidenau auf dem Elbradweg unterwegs. Sie rissen mehrere Wahlplakate herunter und zeigten wiederholt den Hitlergru&szlig;. Gegen Beide ermittelt nun der Staatschutz wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbesch&auml;digung.</p>
<p><em>28.07.2024, Greiz</em></p>
<p>Im Nachgang einer Wahlkampfveranstaltung der AfD sowie entsprechender Gegenproteste, blockiert eine Gruppe von rund 15 Neonazis den Eingang zu einem Wahlkreisb&uuml;ro der Linkspartei und hindert Personen daran das B&uuml;ro zu betreten. Im Anschluss versucht die Gruppe der Neonazis in den Innenhof zu st&uuml;rmen.<br>
<a href="https://x.com/linksjugend_th/status/1818257875854094375" aria-label="1818257875854094375">Quelle: Linksjugend Solid Th&uuml;ringen</a></p>
<p><em>27.07.2024 Leipzig Probstheida</em></p>
<p>Gro&szlig;er Aufsteller Wahlplakat der SPD rassistisch beschmiert mit &bdquo;Danke f&uuml;r Moscheen und Messer&ldquo;</p>
<p><em>27.07.2024 Dresden Seevorstadt</em></p>
<p>Ein Wahlkampfteam der Piraten wurde in der Nacht zum Samstag von einer Gruppe bestehend aus drei M&auml;nnern und einer Frau bedroht. Das Team war gerade dabei Plakate f&uuml;r die anstehenden Landtagswahlen auf der Prager Stra&szlig;e in der Seevorstadt. In Dresden hat es erneut einen &Uuml;bergriff auf ein Wahlkampfteam gegeben. Eventuell gibt es einen Zusammenhang zur Elblandrevolte, die schon wegen mehrfacher Angriffe im Fokus der Polizei steht.</p>
<p><em>27.07.2024 Dresden Neustadt</em></p>
<p>In der Nacht zum Samstag wurde das Fenster des B&uuml;ros der Partei &bdquo;Die Piraten&ldquo; in der Neustadt bespr&uuml;ht. In einer Pressemitteilung der Piraten verwiesen sie auf das &bdquo;Lambda&ldquo;-Symbol als Erkennungszeichen der rechtsextremen Identit&auml;ren Bewegung. Auch in diesem Fall ermittelt der Staatsschutz.</p>
<p><em>26.07.2024, Cottbus (BRB)<br>
</em>Eine&nbsp;CDU-Landtagskandidatin wird beim Aufh&auml;ngen von Wahlplakaten in Gegenwart ihrer Kinder rassistisch beleidigt und von der Angreiferin anschlie&szlig;end mit einem Schlag in den Nacken verletzt.</p>
<p><em>24.07.2024 Chemnitz Zentrum</em></p>
<p>Polizist*innen stellten zwei Personen fest, welche mehrfach verfassungsfeindliche Parolen skandiert haben sollen. Zudem soll die 23-J&auml;hrige den Hitlergru&szlig; gezeigt und sechs Wahlplakate von Laternen abgerissen haben.</p>
<p><em>21.7.2024, Erfurt</em></p>
<p>Die Scheiben des Wahlkreisb&uuml;ro von Bodo Ramelow, Karola Stange und Andr&eacute; Blechschmidt (alle Die Linke) in der Innenstadt werden versucht einzuschlagen und dadurch besch&auml;digt.<br>
<a href="https://x.com/bodoramelow/status/1814898344826712306" aria-label="1814898344826712306">Quelle:&nbsp;x.com &ndash; Bodo Ramelow</a></p>
<p><em>20.07.2024 Leipzig M&ouml;ckern</em></p>
<p>Zwei M&auml;nner entfernen 3 Wahlplakate der Partei Die Linke und beleidigen daraufhin den anwesenden Wahlkampfhelfer*innen der betroffenen Partei.</p>
<p><em>19.07.2024 Leipzig Meusdorf</em></p>
<p>Mann wird von Wahlhelfer*innen der Partei Die Linke auf Abrei&szlig;en von Plakaten angesprochen, bedroht diese daraufhin mit einem spitzen Gegenstand und beleidigt sie.</p>
<p><em>13.07.2024 Bleicherode</em></p>
<p>Im Rahmen einer bundesweiten Aktion von Neonazis, wird vor dem Wahlkreisb&uuml;ro der Landtagspr&auml;sidentin und Abgeordneten der Linkspartei, Birgit Pommer, ein schwarzer Holzkreuz mit rassistischem Inhalt aufgestellt.<br>
<a href="https://www.thueringer-allgemeine.de/lokales/nordhausen/article406790488/holzkreuz-vor-buero-der-landtagspraesidentin-birgit-pommer-in-bleicherode-aufgestellt.html" aria-label="holzkreuz vor buero der landtagspraesidentin birgit pommer in bleicherode aufgestellt">Quelle:&nbsp;Th&uuml;ringer Allgemeine</a></p>
<p><em>22.06.2024 Dresden Mitte</em></p>
<p>Am Wochenende vom 22.06.2024 wurde ein Loch in einem Fenster in der dritten Etage des Herbert-Wehner-Hauses gefunden. Da sich im betroffenen Haus das Parteib&uuml;ro des SPD-Landesverbandes befindet, hat der Staatsschutz der Polizei Dresden die Ermittlungen aufgenommen. Laut Polizei sei das Projektil einer Druckluftwaffe an der Doppelscheibe abgeprallt. Personen wurden nicht verletzt.</p>
<p><em>07.06.2024, Eisenberg</em></p>
<p>In einem Supermarkt wird der Linken-Politiker Steffen Much von einem Mann beschimpft, bespuckt und am T-Shirt gepackt sowie bedroht.<br>
<a href="https://www.otz.de/lokales/saale-holzland-kreis/article406542191/koerperlicher-angriff-auf-linken-politiker-im-saale-holzland.html" aria-label="koerperlicher angriff auf linken politiker im saale holzland">Quelle:&nbsp;OTZ</a></p>
<p><em>Anfang Mai, Saalfeld-Rudolstadt</em></p>
<p>Der Kreistagsvorsitzende von Saalfeld-Rudolstadt wird in einem Rap-Track in sozialen Medien verunglimpft und bedroht.<br>
<a href="https://www.otz.de/regionen/saalfeld-rudolstadt/article242350768/Kreistagsvorsitzender-von-Saalfeld-Rudolstadt-wird-in-Musikvideo-bedroht.html" aria-label="Kreistagsvorsitzender von Saalfeld Rudolstadt wird in Musikvideo bedroht">Quelle:&nbsp;OTZ</a></p>
<p><em>04.05.2024, Dresden (SN):<br>
</em>Der SPD-Europawahl-Spitzenkandidat Matthias Ecke (41) wird beim Aufh&auml;ngen von Wahlplakaten von vier jungen Neonazis aus dem Umfeld der &bdquo;Elblandrevolte&ldquo; angegriffen und schwer verletzt. Er muss mehrere Tage mit einem Bruch der Augenh&ouml;hle station&auml;r behandelt werden. Kurze Zeit vorher hatten die Angreifer auch ein 28-j&auml;hriger Wahlkampf-Helfer der Gr&uuml;nen ebenfalls beim Plakatieren bedroht und angegriffen.</p>
<p><em>22.05.2024, Limbach-Oberfrohna (SN)<br>
</em>Unbekannte T&auml;ter*innen zerst&ouml;ren mit Steinw&uuml;rfen eine Fensterscheibe am Wohnhaus der Linken-Stadtr&auml;tin Elisa Grobe. Bei einem zweiten Angriff wird ein Stein durch ein ge&ouml;ffnetes Fenster geworfen.</p>
<p><em>16.04.2024, Altenburg</em></p>
<p>Das Wahlkreisb&uuml;ro des Landtagsabgeordneten Ralf Pl&ouml;tner (Die Linke) wird erneut von einem Mann und einer Frau angegriffen. Beide echauffieren sich lautstark &uuml;ber die Plakate der Partei im Schaufenster und der Eingangst&uuml;r des B&uuml;ros. Anschlie&szlig;end st&uuml;rmt der Mann in das B&uuml;ro und rei&szlig;t die Plakate herunter und fl&uuml;chtet mit der Frau vom Ort des Geschehens.<br>
<a href="https://www.facebook.com/Ralf.Ploetner.MdL/posts/pfbid02WRKAhthGFoQ9fzHRRb39EThCh6HFpimhdaecopfA3RgtiyQAE91KTtdkSFUb2xptl" aria-label="pfbid02WRKAhthGFoQ9fzHRRb39EThCh6HFpimhdaecopfA3RgtiyQAE91KTtdkSFUb2xptl">Quelle:&nbsp;Ralf Pl&ouml;tner</a></p>
<p><em>18.02.2024, Schnepfenthal (TH)<br>
</em>Mit Brands&auml;tzen ver&uuml;ben unbekannte T&auml;ter einen Brandanschlag auf den Pkw und das Wohnhaus des SPD-Kommunalpolitikers Michael M&uuml;ller. Eine im Wohnhaus schlafende vierk&ouml;pfige Familie entkommt nur durch gl&uuml;ckliche Zuf&auml;lle den Flammen. Es entsteht ein Sachschaden von mehreren 10.000 Euro.</p>
</div>
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<div class="avia_textblock av_inherit_color">
<h4><strong>Weitersagen</strong></h4>
<p>Es braucht eine breite Solidarit&auml;t innerhalb der Zivilgesellschaft. Dazu geh&ouml;rt auch, m&ouml;glichst viel Aufmerksamkeit zu schaffen, z.B. indem<a href="https://www.instagram.com/p/C-uJvkZsxSY/?img_index=1" aria-label="C uJvkZsxSY">&nbsp;ihr unseren Beitrag auf Social Media teilt.</a></p>
</div>
</section><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/pressemitteilungen_stellungnahmen/landtagswahlen-2024-es-droht-eine-ausweitung-der-gefahrenzonen">Landtagswahlen 2024: Es droht eine Ausweitung der Gefahrenzonen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Amadeu Antonio: Gedenken Eberswalde</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/pressemitteilungen_stellungnahmen/eberswalde-gedenken-an-amadeu-antonio</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Dec 2018 13:32:16 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Am 6. Dezember 1990 starb <em>Amadeu Antonio</em>, der als angolanischer Vertragsarbeiter in die DDR kam. In der Nacht auf den 25. November 1990 wurde er vor einem Gasthof in Eberswalde von etwa 60 rechten Jugendlichen mit Kn&uuml;ppeln angegriffen und ins Koma gepr&uuml;gelt. Er erlag Tage sp&auml;ter seinen Verletzungen.</p><p>In Gedenken an <em>Amadeu Antonio</em> findet am Donnerstag, den 6. Dezember um 17 Uhr eine Kundgebung an der Mahn- und Gedenktafel (Eberswalder Str. 261, 16225 Eberswalde) statt. Zur anschlie&szlig;enden Begegnung und gemeinsamen Essen laden der <em>Afrikanische Kulturverein Palanca e.V.</em>, die <em>Barnimer Kampagne &bdquo;Light me Amadeu&ldquo;</em> und die <em>Antifaschistische Initiative Eberswalde</em> in die R&auml;ume von Palanca in der Coppistra&szlig;e ein.</p><p>Anl&auml;sslich des Gedenkens wird momentan unsere Ausstellung <em><a href="http://todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">[Kein sch&ouml;ner Land</a>]</em> zu Todesopfern rechter Gewalt in Brandenburg in der Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde gezeigt. Zur Er&ouml;ffnung berichtete Andreas Michael, Mitarbeiter der <em>Opferperspektive</em>, &uuml;ber die aktuelle Situation in Eberswalde. Den Redebeitrag dokumentieren wir hier.</p><p><strong>Rechte Gewalt in Eberswalde und die aktuelle Situation f&uuml;r Betroffene</strong></p><p>F&uuml;r das erste Halbjahr z&auml;hlte die Opferperspektive 97 Angriffe im Land Brandenburg. Bis zum 1. August waren es schon &uuml;ber 100, welche f&uuml;r dieses Jahr registriert wurden. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2017 wurden 98 F&auml;lle gez&auml;hlt, im ganzen Jahr 171. 80 F&auml;lle, und damit die weit &uuml;berwiegende Zahl der Angriffe, war rassistisch motiviert.</p><p>Es muss festgestellt werden, dass es in den letzten Monaten keinen R&uuml;ckgang rechter Gewalttaten gegeben hat. Das Niveau rassistischer Gewalt bleibt stabil hoch, obwohl viele Gr&uuml;nde, die in den letzten drei Jahren f&uuml;r den Anstieg rechter Gewalttaten herangezogen wurden, derzeit nicht gegeben sind. Weder gibt es in diesem Jahr Landtags- oder Bundestagswahlen, noch kommen derzeit in hoher Zahl Gefl&uuml;chtete in Brandenburg an. Rassistische Gewalt ist in den letzten drei Jahren f&uuml;r einen Teil der Brandenburger Bev&ouml;lkerung offenbar zu einer normalen und akzeptierten Handlungsweise im Umgang mit Migrant*innen geworden.</p><p>Allein im Landkreis Barnim registrierte die Opferperspektive bis dato 13 rechte Gewalttaten. Dies stellt einen Anstieg gegen&uuml;ber den Vorjahren dar. So gab es 2015 sechs, 2016 f&uuml;nf und 2017 elf Angriffe, die Gesamtzahl der Angriffe ist damit die h&ouml;chste, welche seit Beginn des Monitorings im Jahr 2002 durch die Opferperspektive dokumentiert wurde. Dazu muss gesagt werden, dass 2017 in fast allen anderen Landkreisen die Gewalttaten einen leichten R&uuml;ckgang hatten.</p><p>Die Stadt Eberswalde ist ein Schwerpunkt rechter Angriffe im Barnim, hier stieg die Angriffszahl von sechs im Jahr 2017 auf acht Angriffe an. Das h&auml;ufigste Tatmotiv bei diesen Angriffen ist Rassismus, bei 85% aller Taten lag diese Motivation zugrunde. Betroffen davon sind vor allem Menschen mit realer oder zugeschriebener Migrationsgeschichte, vermeintlich Gefl&uuml;chtete aber auch internationale Studierende. So zum Beispiel Anfang August als eine Gruppe junger Frauen in Eberswalde mit dem Fahrrad unterwegs war und bei einem Streit mit einem Autofahrer erst rassistisch beleidigt wurde und dann eine von ihnen in den Gegenverkehr geschubst wurde. Gl&uuml;cklicherweise konnte das ihr entgegen kommende Fahrzeug rechtzeitig bremsen, sodass Schlimmeres verhindert wurde.</p><p>Neben diesen rassistisch motivierten Gewalttaten, die vor allem in Bernau, Biesenthal, Eberswalde und Wandlitz die h&auml;ufigste Tatmotivation bilden, wurden durch Opferperspektive auch zwei k&ouml;rperliche Angriffe auf politische Gegner*innen bzw. nicht Rechte registriert. K&ouml;rperverletzungsdelikte, einfache wie gef&auml;hrliche, bilden weiterhin die mit Abstand h&auml;ufigsten Tatbest&auml;nde. Die Opferperspektive z&auml;hlte vier einfache und eine gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzung in Eberswalde, eine gef&auml;hrliche so wie eine einfache K&ouml;rperverletzung in Bernau, eine versuchte gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzung in Biesenthal und eine versuchte einfache K&ouml;rperverletzung in Wandlitz. In Biesenthal wurde ein Mann aus Somalia, welcher mit dem Fahrrad durch die Bahnhofsstra&szlig;e fuhr, rassistisch beleidigt und dann mit einem schweren Kettenfahrradschloss beworfen. In Eberswalde wurden an verschieden Tagen junge Menschen aus der russischen F&ouml;rderation rassistisch beleidigt und angegriffen, in einem Fall konnte der Angriff abgewehrt werden. Ebenfalls in Eberswalde gab es einen rassistisch motivierten Angriff auf eine Frau aus Vietnam.</p><p>Neben diesen t&auml;tlichen Angriffen registrierte die Opferperspektive drei F&auml;lle von N&ouml;tigungen und Bedrohungen, beispielsweise Mitte April in Wandlitz. Am Liepnitzsee werden zwei M&auml;nner rassistisch beleidigt und bedroht, bis sie den See verlassen. Aber auch in Bernau und Eberswalde kommt es immer wieder zu rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen. Aufgrund der Tatsache, dass es im Barnim nur sehr wenig Kontakt zu den Betroffenen gibt, geht die Opferperspektive hier davon aus, dass die Zahlen nicht das tats&auml;chliche Ausma&szlig; widerspiegeln. Aus der allgemeinen Beratungspraxis heraus l&auml;sst sich sagen, dass, wie auch in den Vorjahren, Menschen mit Fluchterfahrung die Hauptbetroffenengruppe rechter Gewalt in Brandenburg sind.</p><p>Bei rassistischen Gewaltdelikten kommen allerdings auch &Uuml;bergriffe auf Personen mit zugeschriebener oder realer Migrationsgeschichte hinzu. Sie erleben rassistische Gewalt und Anfeindungen in allen Lebensbereichen: Durch Nachbar*innen im eigenen Wohnumfeld, beim Sport, Einkaufen oder auf offener Stra&szlig;e. Verst&auml;rkt treffen die Beratenden Betroffene in einem Zustand gro&szlig;er Hoffnungslosigkeit: Der erfahrene Rassismus ist f&uuml;r die Angegriffenen so allgegenw&auml;rtig, dass die M&ouml;glichkeit eines Alltags jenseits dieser Erlebnisse v&ouml;llig unrealistisch ist. Oft wird der tats&auml;chliche k&ouml;rperliche Angriff nicht mehr als herausragendes Erlebnis wahrgenommen, sondern als ein weiterer Baustein in einer Kontinuit&auml;t der Ablehnung, die psychisch wesentlich schwerer wiegt. Wege aus dieser Situation zu finden ist nicht nur eine gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r die Betroffenen, die Unterst&uuml;tzenden vor Ort und die Beratenden. Sie ist vielmehr eine zentrale Problemstellung f&uuml;r die Landespolitik und die Brandenburger Gesellschaft. Hier muss der in der Landesverfassung formulierte Anspruch, als Land der &bdquo;Verbreitung rassistischen Gedankenguts&ldquo; entgegen zu treten, mit Leben gef&uuml;llt werden. Das eben dort erw&auml;hnte &bdquo;friedliche Zusammenleben der Menschen&ldquo; wird in Brandenburg durch rassistische Gewaltt&auml;terInnen Tag f&uuml;r Tag infrage gestellt.</p><p>In den allermeisten F&auml;llen f&uuml;hrt rassistische Gewalt bei Betroffenen zu einem R&uuml;ckzug aus dem &ouml;ffentlichen Raum ins Private. Die durch RassistInnen erzwungene Isolation verst&auml;rkt aber oft die psychischen Auswirkungen der Angriffe und erschwert die Verarbeitung der Gewalterfahrung, die bei Menschen mit Fluchtbiografie h&auml;ufig nicht die Erste ist. Selbst die allt&auml;glichen Dinge, wie das Einkaufen von Lebensmitteln, werden zu einer komplexen Aufgabe: Telefonketten werden gebildet, Freund*innen um Unterst&uuml;tzung gebeten, damit die Wohnung nicht mehr verlassen werden muss, Unternehmungen au&szlig;erhalb werden auf das Notwendigste beschr&auml;nkt. Dies sind die Begleitumst&auml;nde, unter denen viele Menschen mit Fluchtgeschichte versuchen m&uuml;ssen, in der Brandenburger Gesellschaft anzukommen. Eine Gesellschaft, in der sich Alteingesessene und Neuankommende auf Augenh&ouml;he begegnen k&ouml;nnen, ist nicht m&ouml;glich, solange im &ouml;ffentlichen Raum die Orte fehlen, an denen sich Gefl&uuml;chtete angstfrei bewegen k&ouml;nnen.</p><p>Die Entwicklung hinsichtlich rechter Gewalt bleibt besorgniserregend. Rassistische Gewalt ist zur Normalit&auml;t geworden. Diese hat Teile der Gesellschaft erfasst, welche zuvor durch rechte AkteurInnen nicht erreichbar waren. Eine neue Dynamik gewinnt die Situation durch die AfD, die sich mit ihrer politischen Ausrichtung in Brandenburg immer eindeutiger dem extrem rechten Spektrum zuordnen l&auml;sst und bei Wahlen als erfolgreicher Ausdruck dieser Stimmung fungiert. Die hasserf&uuml;llte Pr&auml;senz und Lautst&auml;rke, die rassistische Positionen derzeit in gesellschaftlichen Debatten haben, erwecken bei rechten Gewaltt&auml;terInnen den Eindruck, dass die Mehrheit der Gesellschaft hinter ihren Taten steht. Es besteht in dieser Situation die Gefahr, dass Rassismus und Gewalt Gegenpositionen aus den politischen Diskussionen vor Ort verdr&auml;ngen. Wenn sich rassistische Gewaltt&auml;terInnen derart als gesellschaftlich wirksam erleben, existiert die Gefahr, dass diese Erfahrung auch zuk&uuml;nftig reaktivierbar bleibt. Die Betroffenen der rechten Angriffe hingegen, f&uuml;hlen sich derzeit so bedroht und verunsichert, dass eine Teilhabe f&uuml;r sie nur stark eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich ist. Selbst bei einem R&uuml;ckgang rechter Gewalt wird es l&auml;ngere Zeit dauern, bis das Vertrauen in Gesellschaft und Institutionen wieder ein Ma&szlig; annehmen kann, welches f&uuml;r ein unbelastetes Zusammenleben notwendig ist.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/pressemitteilungen_stellungnahmen/eberswalde-gedenken-an-amadeu-antonio">Amadeu Antonio: Gedenken Eberswalde</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stellenausschreibung</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/stellenausschreibung-2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Nov 2018 09:58:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierungsberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierungsberatung Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg des Vereins Opferperspektive e.V. sucht: Ein*e Berater*in in der landesweiten Beratung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung als Elternzeitvertretung vom 7. Januar 2019 bis voraussichtlich Mitte Oktober 2019 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden. Die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive e.V. berät und unterstützt Betroffe­ne von rassistischer Diskriminierung. Über die Einzelfallberatung hinaus setzen wir [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/stellenausschreibung-2">Stellenausschreibung</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg des Vereins Opferperspektive e.V. sucht:<br />
<strong>Ein*e Berater*in</strong><br />
in der landesweiten Beratung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung als Elternzeitvertretung vom 7. Januar 2019 bis voraussichtlich Mitte Oktober 2019 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden.<br />
Die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive e.V. berät und unterstützt Betroffe­ne von rassistischer Diskriminierung. Über die Einzelfallberatung hinaus setzen wir uns für die Eta­blierung und Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit in Brandenburg ein.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.antidiskriminierungsberatung-brandenburg.de<br />
Der/die neue Kolleg*in ist in der aufsuchenden, landesweiten Einzelfallberatung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung tätig.<br />
Aufgabengebiete:<br />
1. Einzelfallberatung von Betroffenen rassistischer Diskriminierung; inkl. Durchführung von Interventionen, fallbezogener Öffentlichkeitsarbeit und Falldokumentation<br />
2. Netzwerkarbeit mit potentiellen Betroffenen und Kooperationspartner*innen<br />
3. Teilnahme an Teamsitzungen, Supervisionen<br />
Voraussetzungen:</p>
<ul>
<li>Hochschulabschluss im Bereich Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften oder vergleichbare Qualifikation</li>
<li>persönliche und theoretische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus und Empower­ment</li>
<li>Beratungskompetenz und –erfahrungen</li>
<li>Kenntnisse im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit</li>
<li>sehr gute Kommunikationsfähigkeit und ausgeprägtes Einfühlungsvermögen</li>
<li>Teamfähigkeit und die Fähigkeit zu selbständiger und strukturierter Arbeitsweise</li>
<li>Bereitschaft in einer selbstverwalteten Organisation zu arbeiten</li>
<li>sehr gute deutsche Sprachkenntnisse sowie beratungssichere Kenntnisse in einer weiteren Sprache</li>
<li>Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten</li>
</ul>
<p>Wünschenswert:</p>
<ul>
<li>Kenntnisse des rechtlichen Antidiskriminierungsschutzes im Allgemeinen und konkret des Allge­meinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)</li>
<li>Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit</li>
<li>Kenntnis der themenrelevanten Strukturen in Brandenburg</li>
<li>analytisches und strategisches Denken</li>
<li>Fahrerlaubnis der Klasse B</li>
<li>sicherer Umgang mit Desktopanwendung (Linux)</li>
</ul>
<p>Wir bieten:<br />
Die Mitarbeit in einer spannenden, selbstverwalteten Organisation mit einem politischen Umfeld, Fortbildungsmöglichkeiten, eigenem Gestaltungsspielraum bei der Projektumsetzung und ein kolle­giales<br />
Arbeitsklima. Die Vergütung ist an EG 10 TVL­Ost angelehnt.<br />
Bewerbung:<br />
Bitte die Bewerbung in Form eines aussagekräftigen Motivationsschreibens und eines tabellarischen Lebenslaufes (ohne Zeugnisse, Bescheinigungen, Foto, Angaben zu Alter oder Familienverhältnis­sen) ausschließlich per E­Mail an antidiskriminierung@opferperspektive.de<br />
Bewerbungsschluss ist der 3. Dezember 2018.<br />
Bewerbungsgespräche finden am 13. Dezember 2018 statt.<br />
Aufgrund der speziellen Anforderungen der Tätigkeit werden People of Color, Schwarze Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder Muslim*innen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/stellenausschreibung-2">Stellenausschreibung</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Aufruf zur Solidarität mit Miteinander e.V.</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/aufruf-zur-solidaritaet-mit-miteinander-e-v</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2018 12:02:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeu Antonio]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
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		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><div class="entry-content">
Der gemeinn&uuml;tzige Verein Miteinander &ndash; Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. macht seit 19 Jahren eine wichtige und unersetzliche Arbeit im Bundesland: Er engagiert sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus und unterst&uuml;tzt Betroffene rechter Gewalt. Er ber&auml;t, vernetzt, ermutigt und st&auml;rkt die demokratische Zivilgesellschaft vor Ort. Dieses Engagement ist jetzt wichtiger denn je!<br>
Daf&uuml;r ist der Verein ins Visier der AfD geraten: Die Partei diskreditiert den Verein, wo sie nur kann und will die Arbeit von Miteinander e.V. beenden. Die Rechtspopulisten fordern, die F&ouml;rderung der Arbeit durch Landes- und Bundesregierung einzustellen. Das w&uuml;rde das finanzielle Aus f&uuml;r das Netzwerk in Sachsen-Anhalt bedeuten. Es geht darum, den Verein handlungsunf&auml;hig und mundtot zu machen. Und es geht darum, den Druck auf die Menschen zu erh&ouml;hen, die sich in den Initiativen engagieren. Doch wir lassen diese Menschen nicht allein: Der Miteinander e.V. braucht jetzt die Solidarit&auml;t von uns allen!<br>
Die Kampagne gegen Miteinander e.V. reiht sich ein in zahlreiche Versuche der AfD, die Arbeit demokratief&ouml;rdernder zivilgesellschaftlicher Initiativen und Vereine systematisch zu besch&auml;digen, zu erschweren und zu beenden. Damit versucht die AfD nichts anderes, als die Demokratie von innen auszuh&ouml;hlen. Diesen Angriffen treten wir entschlossen und geschlossen entgegen!<br>
Alle, die sich f&uuml;r Demokratie und eine offene Gesellschaft engagieren, sind aufgefordert sich mit Miteinander e.V. zu solidarisieren. Denn der Angriff gegen Miteinander e.V. ist ein Angriff auf unsere gesamte demokratische Gesellschaft.<br>
Zeigen Sie, dass die Engagierten vor Ort nicht allein sind und stellen Sie sich an ihre Seite!
<h2></h2>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Obwohl die AfD im Fall von Miteinander e.V. besonders massiv vorgeht, ist dies nicht das einzige Mal dass die Partei durch ein solches Vorhaben auff&auml;llt. Das Vorgehen der AfD hat System: Auch das Schulnetzwerk &bdquo;Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage&ldquo; wurde Ziel eines Antrags der AfD-Fraktion im Landtag in Magdeburg. Der Verein betreibe &bdquo;ideologische Indoktrination sowie politischen Meinungs- und Gesinnungsterror&ldquo;, weshalb die AfD dem Verein mangelnde Neutralit&auml;t vorwirft.<br>
Auch in anderen Bundesl&auml;ndern geht die Partei so vor. Im August 2017 reichte Thorsten Wei&szlig; von der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus eine Anfrage unter dem Titel &bdquo;Linksextremistische Netzwerke in Berlin&ldquo; ein. Mit den 129 Fragen zu personellen und finanziellen Verbindungen versucht die AfD eine willk&uuml;rliche Auswahl von Organisationen, vom Sportverein bis zur Gewerkschaft, in die N&auml;he des Linksextremismus zu r&uuml;cken.<br>
Anfang 2017 wollte die AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg der NS-Gedenkst&auml;tte Gurs die Mittel streichen, hat diesen Antrag jedoch sp&auml;ter mit der Begr&uuml;ndung eines vermeintlichen Missverst&auml;ndnisses zur&uuml;ckgezogen. Die Partei m&ouml;chte also nicht nur vorgeblich &bdquo;linksextreme&ldquo; Projekte mundtot machen, sondern auch die &bdquo;erinnerungspolitische Wende&ldquo; H&ouml;ckes Praxis werden lassen.<br>
Antrag der AfD-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt zu Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf" aria-label="d2880aan">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf</a><br>
Anfrage der AfD-Fraktion vom 22.08.2017:<br>
<a href="http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf" aria-label="S18 12127">http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf</a><br>
&Auml;nderungsantrag der AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg zum Haushaltsplan 2017 4/38:<br>
<a href="http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf" aria-label="16 1304 D">http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 20.12.2017 sowie Antwort der Landesregierung:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf" aria-label="d2791lag">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 03.09.2018:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf" aria-label="d3329aga">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf</a></p>
<h3></h3>
<h3>Unterzeichnende in alphabetischer Reihenfolge</h3>
<p>Aktion Courage e.V.<br>
Aktion S&uuml;hnezeichen Friedensdienste<br>
Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg<br>
Amadeu Antonio Stiftung<br>
Anne Frank Zentrum<br>
Antidiskriminierungsverband Deutschland<br>
Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt<br>
Archiv der Jugendkulturen e.V.<br>
AWO Bundesverband<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft &bdquo;Ausstieg zum Einstieg&ldquo; e.V.<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus<br>
Bundesverband Mobile Beratung e.V.<br>
cultures interactive e.V. Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltpr&auml;vention<br>
Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Demokratiep&auml;dagogik e.V.<br>
Deutscher Bundesjugendring e.V.<br>
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)<br>
Each One Teach One<br>
Gesicht Zeigen! F&uuml;r ein weltoffenes Deutschland e.V.<br>
Institut f&uuml;r den Situationsansatz<br>
Jamel rockt den F&ouml;rster<br>
&bdquo;Kirche st&auml;rkt Demokratie&ldquo; Zentrum Kirchlicher Dienste<br>
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIgA e.V.<br>
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland , LSVD-Bundesverband<br>
LidiceHaus, Jugendbildungsst&auml;tte Bremen<br>
Mach meinen Kumpel nicht an! &ndash; f&uuml;r Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.<br>
Mobile Beratung im Sport, Landessportbund MV<br>
Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Courage<br>
Netzwerk Tolerantes Sachsen e.V.<br>
Opferperspektive e.V.<br>
Oxfam Deutschland<br>
Der Parit&auml;tische Gesamtverband<br>
PRO ASYL<br>
RAA Berlin<br>
Ufuq e.V.<br>
Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, VBRG e.V.<br>
Verein f&uuml;r Demokratische Kultur Berlin
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			</item>
		<item>
		<title>Brandenburg an der Havel</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/brandenburg-an-der-havel-24</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2018 09:52:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Beleidigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Abend eskaliert ein bereits seit längerem andauerendes rassistisches Mobbing in einem Mehrfamilienhaus in Hohenstücken. Ein 36-jähriger Deutscher hatte schon mehrfach seinen 19-jährigen eritreischen Nachbarn rassistisch beschimpft. Diesmal ist er stark angetrunken und unterstreicht seine Beleidigungen, indem er den Betroffenen mit einem Einhandmesser bedroht. Der Betroffene flieht auf die Straße und bittet Passant*innen um Hilfe.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Abend eskaliert ein bereits seit längerem andauerendes rassistisches Mobbing in einem Mehrfamilienhaus in Hohenstücken. Ein 36-jähriger Deutscher hatte schon mehrfach seinen 19-jährigen eritreischen Nachbarn rassistisch beschimpft. Diesmal ist er stark angetrunken und unterstreicht seine Beleidigungen, indem er den Betroffenen mit einem Einhandmesser bedroht. Der Betroffene flieht auf die Straße und bittet Passant*innen um Hilfe. </p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/brandenburg-an-der-havel-24">Brandenburg an der Havel</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brandenburg an der Havel</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/brandenburg-an-der-havel-25</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Aug 2018 10:35:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am späten Abend beleidigt eine fünfköpfige Personengruppe einen Mann kamerunischer Herkunft auf dem Bahnhofsvorplatz rassistisch. Als der Mann nicht darauf eingeht und an ihnen vorbei geht, schlägt ihm einer der Täter mit voller Wucht unvermittelt von hinten in den Nacken. Als der Betroffene daraufhin wegrennt, verfolgen ihn drei der Täter noch etliche Meter, bevor sie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am späten Abend beleidigt eine fünfköpfige Personengruppe einen Mann kamerunischer Herkunft auf dem Bahnhofsvorplatz rassistisch. Als der Mann nicht darauf eingeht und an ihnen vorbei geht, schlägt ihm einer der Täter mit voller Wucht unvermittelt von hinten in den Nacken. Als der Betroffene daraufhin wegrennt, verfolgen ihn drei der Täter noch etliche Meter, bevor sie von dem Mann ablassen.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/brandenburg-an-der-havel-25">Brandenburg an der Havel</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hohe Zahl rechter Angriffe im ersten Halbjahr</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/hohe-zahl-rechter-angriffe-im-ersten-halbjahr</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2018 09:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Asylbewerber]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Opferperspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[rassistische Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>97 Angriffe zählte die Opferperspektive im ersten Halbjahr 2018 im Land Brandenburg. Mittlerweile (Stand 1. August 2018) sind es über 100 Angriffe, die in diesem Jahr registriert wurden. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2017 wurden 98 Fälle gezählt, im ganzen Jahr 171. Die weit überwiegende Zahl der Fälle (80) war rassistisch motiviert, herausragender regionaler Schwerpunkt [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/hohe-zahl-rechter-angriffe-im-ersten-halbjahr">Hohe Zahl rechter Angriffe im ersten Halbjahr</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>97 Angriffe zählte die Opferperspektive im ersten Halbjahr 2018 im Land Brandenburg. Mittlerweile (Stand 1. August 2018) sind es über 100 Angriffe, die in diesem Jahr registriert wurden. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2017 wurden 98 Fälle gezählt, im ganzen Jahr 171. Die weit überwiegende Zahl der Fälle (80) war rassistisch motiviert, herausragender regionaler Schwerpunkt Cottbus (22 Fälle). Angriffe waren zumeist Körperverletzungsdelikte (einfache KV: 46, gefährliche KV: 33). Die Opferperspektive fordert den Schutz der Betroffenen ernstzunehmen und aktiv zu verfolgen.</p>
<p>Fast täglich registrieren die Berater_innen für Betroffene rechter Gewalt des Vereins Opferperspektive neue Fälle. Da ist die Mutter, die mit ihrer Tochter im Supermarkt Persisch spricht und deswegen verbal rassistisch angegangen wird und, als sie sich dies verbittet, geschlagen wird. Da werden Moscheebesucher_innen mit Steinen beworfen. Da ist die schwangere Frau, die mit ihrem Freund von vermummten Rechten angegriffen wird, weil Neonazis glauben, dass sie rechte Aufkleber abgekratzt hätten.</p>
<p>Es muss festgestellt werden, dass es in den letzten Monaten keinen Rückgang rechter Gewalttaten gegeben hat. Das Niveau rassistischer Gewalt bleibt stabil hoch, obwohl viele Gründe, die in den letzten drei Jahren für den Anstieg rechter Gewalttaten herangezogen wurden, derzeit nicht gegeben sind. Weder gibt es in diesem Jahr Landtags- oder Bundestagswahlen, noch kommen derzeit in hoher Zahl Geflüchtete in Brandenburg an. Auch gibt es außerhalb des Cottbusser Großraums derzeit keine starken politischen Aktivitäten rechter Gruppen im öffentlichen Raum. Rassistische Gewalt ist in den letzten drei Jahren für einen Teil der Brandenburger Bevölkerung offenbar zu einer normalen und akzeptierten Handlungsweise im Umgang mit Migrant_innen geworden.</p>
<p>Dabei stellen in Fällen rassistischer Gewalt die registrierten physischen Angriffe nur die Spitze des Erlebens der Betroffenen dar. Neben den physischen Angriffen sind viele von ihnen täglich mit rassistischer Diskriminierung konfrontiert, werden nicht in Sportstudios gelassen, in Läden nicht bedient oder auf der Straße beschimpft. Das Erleben dieser alltäglichen Feindseligkeit in Verbindung mit der ständigen Angst vor Gewalt belastet die Betroffenen psychisch stark. Für einen syrischen Asylbewerber waren diese anhaltenden Anfeindungen und zwei tätliche Angriffe auf ihn in kurzer Zeit Auslöser einen Suizidversuch zu unternehmen.</p>
<p>Hannes Püschel, Berater der Opferperspektive, berichtet: „Wir haben es derzeit mit vielen Betroffenen, die schwerwiegende psychische Folgen davongetragen haben zu tun. Nach unserer Beobachtung sind staatliche Stellen, von der Polizei über die Justiz bis hin zu Ausländer- und Sozialbehörden immer wieder mit der aktuellen von massiver rechter Gewalt geprägten Situation überfordert und stellen kaum eine Hilfe für die Betroffenen dar. Wir müssen erkennen, dass die seit drei Jahren anhaltende Hochphase rechter Gewalt kein vorübergehendes kurzfristiges Phänomen ist. Dementsprechend muss auf diese Lage seitens des Landes, der Kommunen und der Zivilgesellschaft reagiert werden und der Schutz der Betroffene höchste Priorität bekommen.“</p>
<p>Pressekontakt und Ansprechpartner_innen:</p>
<p>Christin Jänicke<br />
Tel.: 0151 59100083</p>
<p>Hannes Püschel<br />
Tel.: 0151 50768549</p>
<p>Büro der Opferperspektive<br />
Tel.: 0331 8170000</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/hohe-zahl-rechter-angriffe-im-ersten-halbjahr">Hohe Zahl rechter Angriffe im ersten Halbjahr</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>„Es gibt viele, viele Vorfälle“</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/es-gibt-viele-viele-vorfaelle</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2018 08:04:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><em>Interview mit Aktivist_innen vom &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo;</em></p><p>Zuerst erschienen in:<em> Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive Juli 2018 </em> (gesamte Ausgabe <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">hier</a>)</p><p>Im Juni 2017 gr&uuml;ndete sich das &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo; mit dem Ziel, gefl&uuml;chteten Menschen eine Stimme zu geben und sie zu unterst&uuml;tzen, z.B. beim Asylverfahren, bei der Wohnungssuche oder der Suche eines Ausbildungsplatzes. Hintergrund sind die vielen rassistischen Angriffe in Cottbus. Die Aktivist_innen Nabil und Hanan wohnen seit dreieinhalb Jahren bzw. 16 Monaten in der Stadt. Gerade sind sie dabei einen Verein zu gr&uuml;nden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Cottbus ist Schwerpunkt rechter Gewalt und rassistischer Stimmungsmache im Land Brandenburg. Die Demonstrationen von &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; ziehen regelm&auml;&szlig;ig mehrere hundert Rechte auf die Stra&szlig;e. Wie ist es f&uuml;r euch in dieser Stadt zu leben?</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich sp&uuml;re in meinem Alltag, auf der Stra&szlig;e und &uuml;berall den Hass. Was uns hier allt&auml;glich passiert reicht von abwertenden Blicken oder Worten bis zu Beschimpfungen und Bedrohungen. Besonders wegen meines Kopftuches werde ich anders behandelt. Beim Jobcenter oder bei der Wohnungssuche. Mitarbeiter_innen der Wohnungsgesellschaft behaupten, die Wohnung, f&uuml;r die ich mich interessiere, sei schon weg. Was dann aber nicht stimmt. Die Leute wollen auch nicht mit mir reden. Die allt&auml;gliche Diskriminierung behindert meinen Alltag sehr. Deswegen gehe ich nicht oft raus. Wenn ich einen Termin bei irgendwelchen Beh&ouml;rden habe, rufe ich jemanden an und bitte ihn, mich zu begleiten und zu unterst&uuml;tzen. Wenn wir aufz&auml;hlen wollen, was wir im Alltag erleben, brauchen wir den ganzen Tag (lacht).</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; mobilisiert seit 2017 regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber rassistische Themen ein breites rechtes Spektrum. Wie hat sich die Situation in Cottbus ver&auml;ndert?</p><p><strong>Nabil:</strong> An Tagen, an denen die Demonstrationen stattfinden, gehen wir nicht mehr vor die T&uuml;r. Das Leben allgemein hier hat sich ge&auml;ndert. Die Menschen, die fr&uuml;her nichts gegen Gefl&uuml;chtete hatten, waren in der Mehrheit. Heute aber nicht mehr. Jene, die Gefl&uuml;chtete in der Stadt nicht haben wollen, sind jetzt in der Mehrheit. Auch die Stimmung infolge der Berichterstattung in den Medien ist weit schlimmer geworden. Es gibt aber nicht nur mit den Rechten schlechte Erfahrungen, sondern auch bei der Polizei oder in Krankenh&auml;usern. Ich bin keine Frau und trage kein Kopftuch. Deswegen, denke ich, bekomme ich selbst weniger Probleme. Aber ich bekomme die Stimmung in der Stadt mit, wie z.B. laut aus dem Fenster Hitlerreden zu h&ouml;ren sind &ndash; im Stadtteil Sachsendorf, wo viele Gefl&uuml;chtete wohnen. Ich begleite immer wieder Menschen zum Jobcenter oder zu den anderen Beh&ouml;rden und erlebe, wie Gefl&uuml;chtete anderes behandelt werden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Mit eurem Netzwerk gebt ihr Gefl&uuml;chteten einen Raum, um sich &uuml;ber die allt&auml;glichen Erfahrungen auszutauschen, sich zu solidarisieren und zu st&auml;rken. Wie ist die Resonanz und bekommt ihr Unterst&uuml;tzung?</p><p><strong>Nabil:</strong> Das Ziel unseres Netzwerks ist nicht die Dokumentation oder das Sammeln solcher Vorf&auml;lle. Wir wollen das Leben der Gefl&uuml;chteten hier erleichtern. Wir haben ein Programm in Schulen mit gestartet, durch das Schulkinder ihre Muttersprache lernen k&ouml;nnen. Wir haben mit der arabischen Sprache angefangen, vor allem f&uuml;r Kinder aus Syrien. Au&szlig;erdem haben wir Veranstaltungen organisiert mit Tipps zur Wohnungssuche oder zum Energiesparen. Es ist uns vor allen Dingen wichtig, die Gefl&uuml;chteten zu ermutigen, selbst etwas zu machen. Unterst&uuml;tzung bekommen wir u.a. vom Fl&uuml;chtlingsrat Brandenburg und wir bem&uuml;hen uns um Kontakte mit Anderen.</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich w&uuml;nsche mir f&uuml;r Frauen, dass sie an Integrationsprozessen aktiv teilnehmen. Um sie zu unterst&uuml;tzen will ich in Zukunft mehr mit gefl&uuml;chteten Frauen arbeiten.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Viel Erfolg f&uuml;r eure Arbeit und herzlichen Dank f&uuml;r das Interview!</p><p>Mehr Infos zur Initiative unter <a href="https://www.facebook.com/GNCottbus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="GNCottbus (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.facebook.com/GNCottbus</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/es-gibt-viele-viele-vorfaelle">„Es gibt viele, viele Vorfälle“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rassistische Gewalt ungebrochen</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/rassistische-gewalt-ungebrochen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 13:53:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><em>2017 aus Sicht der Opferperspektive</em></p><p>Zuerst erschienen in:<em> Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive Juli 2018 </em> (gesamte Ausgabe <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">hier</a>)</p><p>Rechte Gewalt und die Bedrohungen durch rechte Pr&auml;senz im S&uuml;den Brandenburgs, insbesondere in der<br>
Stadt Cottbus, sind seit drei Jahren ungebrochen. Wir als Opferperspektive und auch Andere haben darauf bereits mehrfach hingewiesen. Anfang dieses Jahres waren Berater_innen der Opferperspektive selbst Ziel von Bedrohungen und Einsch&uuml;chterungsversuchen: Nach der rassistischen Demonstration der Initiative &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; im Januar in Cottbus wurden unsere Mitarbeiter_innen beschimpft und bedroht. Sie hatten die Demonstration beobachtet, da rechte &Uuml;bergriffe zu erwarten waren.</p><p>Im M&auml;rz stellten wir die Jahresstatistik f&uuml;r 2017 der &Ouml;ffentlichkeit vor. Der Verein Opferperspektive registrierte im vergangenen Jahr 171 rechte Angriffe im Land Brandenburg. Dies stellt zwar einen R&uuml;ckgang gegen&uuml;ber den Vorjahren (2016: 221, 2015: 203) dar, die Zahl der rechten Gewalttaten liegt aber immer noch deutlich &uuml;ber dem Niveau des Zeitraums von 2002 bis 2014. Die kreisfreie Stadt Cottbus ist mit 32 rechtsmotivierten Angriffen erneut der Ort mit den meisten registrierten Taten. Diese Entwicklung setzt sich 2018 fort: Zehn F&auml;lle sind bereits im ersten Quartal zu z&auml;hlen. Der S&uuml;den Brandenburgs bleibt ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Aber auch in anderen Teil des Landes sind rechte und rassistische Gewalttaten und Diskriminierungen allt&auml;glich. Unsere Arbeit beschr&auml;nkt sich an all diesen Orten nicht auf die Beratung der Betroffenen, sondern wir unterst&uuml;tzen auch deren Umfeld und die Kommunen in der Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und begleiten Strafprozesse. Zum Beispiel im Norden Brandenburgs, in den St&auml;dten Wittstock, Schwedt oder in Bad Freienwalde.</p><p>Befeuert wird die rassistische Stimmung in Cottbus und im restlichen Land auch durch die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) (siehe dazu die <a href="https://www.mmz-potsdam.de/files/MMZ-Potsdam/Download-Dokumente/EJGF_Mitteilungen_2018_02.pdf" aria-label="EJGF Mitteilungen 2018 02">&bdquo;Die Sprache der &sbquo;Asylkritik'&ldquo; der EJGF</a>. Mit Besorgnis beobachten wir, wie die AfD parlamentarische Mittel nutzt, um unliebsamen Kritiker_innen die staatliche F&ouml;rderungen abzuerkennen. Neben Kleinen Anfragen zur Verwendung von F&ouml;rdergeldern f&uuml;r emanzipatorische und antirassistische Projekte in verschiedenen Bundesl&auml;ndern, hatte die Brandenburger AfD ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem Ziel, unseren Partner_innen des Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit die Landesf&ouml;rderung zu entziehen und ihre Arbeit als verfassungswidrig zu brandmarken. Der Angriff der AfD blieb erfolglos: Das Gutachten erkannte keinen Verfassungsversto&szlig;. Dieses Ergebnis begr&uuml;&szlig;en wir und gehen noch weiter: Wir sehen es als einen Auftrag der Verfassung, sich mit den rassistischen Positionen in der Gesellschaft zu befassen. Denn in Artikel 7a der Landesverfassung hei&szlig;t es: &bdquo;Das Land sch&uuml;tzt das friedliche Zusammenleben der Menschen und tritt der Verbreitung rassistischen und fremdenfeindlichen Gedankenguts entgegen.&ldquo; Das schlie&szlig;t auch AfD-Positionen ein.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/rassistische-gewalt-ungebrochen">Rassistische Gewalt ungebrochen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ausstellung zu Brandenburger Todesopfern wird eröffnet</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-zu-brandenburger-todesopfern-wird-eroeffnet</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2018 11:08:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg" aria-label="OP 18 001 posting 00 facebook header"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-37076" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg" alt="OP_18_001 posting 00 facebook header" width="851" height="315" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg 851w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header-300x111.jpg 300w" sizes="(max-width: 851px) 100vw, 851px" /></a></p><p>Der Verein Opferperspektive pr&auml;sentiert am 23. Juni 2018 seine neue Ausstellung &bdquo;Kein sch&ouml;ner Land &ndash; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg&ldquo;. Sie wird erstmals bei den Feierlichkeiten zum 20-j&auml;hrigen Bestehen des Handlungskonzeptes &bdquo;Tolerantes Brandenburg&ldquo; am morgigen Samstag in der Alten Chemiefabrik in Cottbus gezeigt.</p><p>Im Bundesland Brandenburg sind die meisten Todesopfer rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung zu beklagen. Auf insgesamt 26 Tafeln erinnert die Opferperspektive an 22 Menschen, die pl&ouml;tzlich aus ihrem Leben gerissen wurden. Sie mussten sterben, weil die T&auml;ter menschenverachtende Einstellungen verinnerlichten und den Wert eines Menschen an seiner Hautfarbe, seiner Herkunft, seines sozialen Status, seiner k&ouml;rperlichen oder seiner psychischen Beeintr&auml;chtigung bema&szlig;en.</p><p>&bdquo;Diese Ausstellung sehen wir als eine Form der Dokumentation der Taten und des Gedenkens an ihre Opfer. Wir r&uuml;cken die Menschen, die Familienv&auml;ter, Lebensgef&auml;hrten, S&ouml;hne und gute Freunde waren, in den Mittelpunkt&ldquo;, beschreibt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Judith Porath das Anliegen der Ausstellung. &bdquo;H&auml;ufig fehlt es an Informationen &uuml;ber diese Menschen. Wir wollen und k&ouml;nnen mit dieser Dokumentation keinen Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit erheben, sondern gerade auch darauf hinweisen, dass viele von ihnen vor Ort vergessen wurden.&ldquo;, so Porath weiter.</p><p>&bdquo;Kein sch&ouml;ner Land &ndash; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg&ldquo; thematisiert dar&uuml;ber hinaus das Gedenken und die langen Debatten um Anerkennung als politisch motivierte Verbrechen. Das Land Brandenburg hat als Erstes die Todesopfer rechter Gewalt neu &uuml;berpr&uuml;ft und bewertet.</p><p>Die Wanderausstellung kann ab 1. August &uuml;ber den Verein Opferperspektive ausgeliehen werden.</p><p>Pressekontakt und Ansprechpartnerinnen:</p><p>Judith Porath</p><p>0151 59100082</p><p>Christin J&auml;nicke</p><p>0151 59100083</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-zu-brandenburger-todesopfern-wird-eroeffnet">Ausstellung zu Brandenburger Todesopfern wird eröffnet</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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