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	<title>Diskriminierung - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Stellenausschreibung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Nov 2018 09:58:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg des Vereins Opferperspektive e.V. sucht: Ein*e Berater*in in der landesweiten Beratung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung als Elternzeitvertretung vom 7. Januar 2019 bis voraussichtlich Mitte Oktober 2019 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden. Die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive e.V. berät und unterstützt Betroffe­ne von rassistischer Diskriminierung. Über die Einzelfallberatung hinaus setzen wir [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/stellenausschreibung-2">Stellenausschreibung</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg des Vereins Opferperspektive e.V. sucht:<br />
<strong>Ein*e Berater*in</strong><br />
in der landesweiten Beratung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung als Elternzeitvertretung vom 7. Januar 2019 bis voraussichtlich Mitte Oktober 2019 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden.<br />
Die Antidiskriminierungsberatung des Vereins Opferperspektive e.V. berät und unterstützt Betroffe­ne von rassistischer Diskriminierung. Über die Einzelfallberatung hinaus setzen wir uns für die Eta­blierung und Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit in Brandenburg ein.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.antidiskriminierungsberatung-brandenburg.de<br />
Der/die neue Kolleg*in ist in der aufsuchenden, landesweiten Einzelfallberatung für Betroffene von rassistischer Diskriminierung tätig.<br />
Aufgabengebiete:<br />
1. Einzelfallberatung von Betroffenen rassistischer Diskriminierung; inkl. Durchführung von Interventionen, fallbezogener Öffentlichkeitsarbeit und Falldokumentation<br />
2. Netzwerkarbeit mit potentiellen Betroffenen und Kooperationspartner*innen<br />
3. Teilnahme an Teamsitzungen, Supervisionen<br />
Voraussetzungen:</p>
<ul>
<li>Hochschulabschluss im Bereich Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften oder vergleichbare Qualifikation</li>
<li>persönliche und theoretische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus und Empower­ment</li>
<li>Beratungskompetenz und –erfahrungen</li>
<li>Kenntnisse im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit</li>
<li>sehr gute Kommunikationsfähigkeit und ausgeprägtes Einfühlungsvermögen</li>
<li>Teamfähigkeit und die Fähigkeit zu selbständiger und strukturierter Arbeitsweise</li>
<li>Bereitschaft in einer selbstverwalteten Organisation zu arbeiten</li>
<li>sehr gute deutsche Sprachkenntnisse sowie beratungssichere Kenntnisse in einer weiteren Sprache</li>
<li>Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten</li>
</ul>
<p>Wünschenswert:</p>
<ul>
<li>Kenntnisse des rechtlichen Antidiskriminierungsschutzes im Allgemeinen und konkret des Allge­meinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)</li>
<li>Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit</li>
<li>Kenntnis der themenrelevanten Strukturen in Brandenburg</li>
<li>analytisches und strategisches Denken</li>
<li>Fahrerlaubnis der Klasse B</li>
<li>sicherer Umgang mit Desktopanwendung (Linux)</li>
</ul>
<p>Wir bieten:<br />
Die Mitarbeit in einer spannenden, selbstverwalteten Organisation mit einem politischen Umfeld, Fortbildungsmöglichkeiten, eigenem Gestaltungsspielraum bei der Projektumsetzung und ein kolle­giales<br />
Arbeitsklima. Die Vergütung ist an EG 10 TVL­Ost angelehnt.<br />
Bewerbung:<br />
Bitte die Bewerbung in Form eines aussagekräftigen Motivationsschreibens und eines tabellarischen Lebenslaufes (ohne Zeugnisse, Bescheinigungen, Foto, Angaben zu Alter oder Familienverhältnis­sen) ausschließlich per E­Mail an antidiskriminierung@opferperspektive.de<br />
Bewerbungsschluss ist der 3. Dezember 2018.<br />
Bewerbungsgespräche finden am 13. Dezember 2018 statt.<br />
Aufgrund der speziellen Anforderungen der Tätigkeit werden People of Color, Schwarze Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder Muslim*innen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/stellenausschreibung-2">Stellenausschreibung</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Hohe Zahl rechter Angriffe im ersten Halbjahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2018 09:16:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>97 Angriffe zählte die Opferperspektive im ersten Halbjahr 2018 im Land Brandenburg. Mittlerweile (Stand 1. August 2018) sind es über 100 Angriffe, die in diesem Jahr registriert wurden. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2017 wurden 98 Fälle gezählt, im ganzen Jahr 171. Die weit überwiegende Zahl der Fälle (80) war rassistisch motiviert, herausragender regionaler Schwerpunkt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>97 Angriffe zählte die Opferperspektive im ersten Halbjahr 2018 im Land Brandenburg. Mittlerweile (Stand 1. August 2018) sind es über 100 Angriffe, die in diesem Jahr registriert wurden. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2017 wurden 98 Fälle gezählt, im ganzen Jahr 171. Die weit überwiegende Zahl der Fälle (80) war rassistisch motiviert, herausragender regionaler Schwerpunkt Cottbus (22 Fälle). Angriffe waren zumeist Körperverletzungsdelikte (einfache KV: 46, gefährliche KV: 33). Die Opferperspektive fordert den Schutz der Betroffenen ernstzunehmen und aktiv zu verfolgen.</p>
<p>Fast täglich registrieren die Berater_innen für Betroffene rechter Gewalt des Vereins Opferperspektive neue Fälle. Da ist die Mutter, die mit ihrer Tochter im Supermarkt Persisch spricht und deswegen verbal rassistisch angegangen wird und, als sie sich dies verbittet, geschlagen wird. Da werden Moscheebesucher_innen mit Steinen beworfen. Da ist die schwangere Frau, die mit ihrem Freund von vermummten Rechten angegriffen wird, weil Neonazis glauben, dass sie rechte Aufkleber abgekratzt hätten.</p>
<p>Es muss festgestellt werden, dass es in den letzten Monaten keinen Rückgang rechter Gewalttaten gegeben hat. Das Niveau rassistischer Gewalt bleibt stabil hoch, obwohl viele Gründe, die in den letzten drei Jahren für den Anstieg rechter Gewalttaten herangezogen wurden, derzeit nicht gegeben sind. Weder gibt es in diesem Jahr Landtags- oder Bundestagswahlen, noch kommen derzeit in hoher Zahl Geflüchtete in Brandenburg an. Auch gibt es außerhalb des Cottbusser Großraums derzeit keine starken politischen Aktivitäten rechter Gruppen im öffentlichen Raum. Rassistische Gewalt ist in den letzten drei Jahren für einen Teil der Brandenburger Bevölkerung offenbar zu einer normalen und akzeptierten Handlungsweise im Umgang mit Migrant_innen geworden.</p>
<p>Dabei stellen in Fällen rassistischer Gewalt die registrierten physischen Angriffe nur die Spitze des Erlebens der Betroffenen dar. Neben den physischen Angriffen sind viele von ihnen täglich mit rassistischer Diskriminierung konfrontiert, werden nicht in Sportstudios gelassen, in Läden nicht bedient oder auf der Straße beschimpft. Das Erleben dieser alltäglichen Feindseligkeit in Verbindung mit der ständigen Angst vor Gewalt belastet die Betroffenen psychisch stark. Für einen syrischen Asylbewerber waren diese anhaltenden Anfeindungen und zwei tätliche Angriffe auf ihn in kurzer Zeit Auslöser einen Suizidversuch zu unternehmen.</p>
<p>Hannes Püschel, Berater der Opferperspektive, berichtet: „Wir haben es derzeit mit vielen Betroffenen, die schwerwiegende psychische Folgen davongetragen haben zu tun. Nach unserer Beobachtung sind staatliche Stellen, von der Polizei über die Justiz bis hin zu Ausländer- und Sozialbehörden immer wieder mit der aktuellen von massiver rechter Gewalt geprägten Situation überfordert und stellen kaum eine Hilfe für die Betroffenen dar. Wir müssen erkennen, dass die seit drei Jahren anhaltende Hochphase rechter Gewalt kein vorübergehendes kurzfristiges Phänomen ist. Dementsprechend muss auf diese Lage seitens des Landes, der Kommunen und der Zivilgesellschaft reagiert werden und der Schutz der Betroffene höchste Priorität bekommen.“</p>
<p>Pressekontakt und Ansprechpartner_innen:</p>
<p>Christin Jänicke<br />
Tel.: 0151 59100083</p>
<p>Hannes Püschel<br />
Tel.: 0151 50768549</p>
<p>Büro der Opferperspektive<br />
Tel.: 0331 8170000</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/hohe-zahl-rechter-angriffe-im-ersten-halbjahr">Hohe Zahl rechter Angriffe im ersten Halbjahr</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>„Es gibt viele, viele Vorfälle“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2018 08:04:27 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><em>Interview mit Aktivist_innen vom &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo;</em></p><p>Zuerst erschienen in:<em> Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive Juli 2018 </em> (gesamte Ausgabe <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">hier</a>)</p><p>Im Juni 2017 gr&uuml;ndete sich das &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo; mit dem Ziel, gefl&uuml;chteten Menschen eine Stimme zu geben und sie zu unterst&uuml;tzen, z.B. beim Asylverfahren, bei der Wohnungssuche oder der Suche eines Ausbildungsplatzes. Hintergrund sind die vielen rassistischen Angriffe in Cottbus. Die Aktivist_innen Nabil und Hanan wohnen seit dreieinhalb Jahren bzw. 16 Monaten in der Stadt. Gerade sind sie dabei einen Verein zu gr&uuml;nden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Cottbus ist Schwerpunkt rechter Gewalt und rassistischer Stimmungsmache im Land Brandenburg. Die Demonstrationen von &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; ziehen regelm&auml;&szlig;ig mehrere hundert Rechte auf die Stra&szlig;e. Wie ist es f&uuml;r euch in dieser Stadt zu leben?</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich sp&uuml;re in meinem Alltag, auf der Stra&szlig;e und &uuml;berall den Hass. Was uns hier allt&auml;glich passiert reicht von abwertenden Blicken oder Worten bis zu Beschimpfungen und Bedrohungen. Besonders wegen meines Kopftuches werde ich anders behandelt. Beim Jobcenter oder bei der Wohnungssuche. Mitarbeiter_innen der Wohnungsgesellschaft behaupten, die Wohnung, f&uuml;r die ich mich interessiere, sei schon weg. Was dann aber nicht stimmt. Die Leute wollen auch nicht mit mir reden. Die allt&auml;gliche Diskriminierung behindert meinen Alltag sehr. Deswegen gehe ich nicht oft raus. Wenn ich einen Termin bei irgendwelchen Beh&ouml;rden habe, rufe ich jemanden an und bitte ihn, mich zu begleiten und zu unterst&uuml;tzen. Wenn wir aufz&auml;hlen wollen, was wir im Alltag erleben, brauchen wir den ganzen Tag (lacht).</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; mobilisiert seit 2017 regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber rassistische Themen ein breites rechtes Spektrum. Wie hat sich die Situation in Cottbus ver&auml;ndert?</p><p><strong>Nabil:</strong> An Tagen, an denen die Demonstrationen stattfinden, gehen wir nicht mehr vor die T&uuml;r. Das Leben allgemein hier hat sich ge&auml;ndert. Die Menschen, die fr&uuml;her nichts gegen Gefl&uuml;chtete hatten, waren in der Mehrheit. Heute aber nicht mehr. Jene, die Gefl&uuml;chtete in der Stadt nicht haben wollen, sind jetzt in der Mehrheit. Auch die Stimmung infolge der Berichterstattung in den Medien ist weit schlimmer geworden. Es gibt aber nicht nur mit den Rechten schlechte Erfahrungen, sondern auch bei der Polizei oder in Krankenh&auml;usern. Ich bin keine Frau und trage kein Kopftuch. Deswegen, denke ich, bekomme ich selbst weniger Probleme. Aber ich bekomme die Stimmung in der Stadt mit, wie z.B. laut aus dem Fenster Hitlerreden zu h&ouml;ren sind &ndash; im Stadtteil Sachsendorf, wo viele Gefl&uuml;chtete wohnen. Ich begleite immer wieder Menschen zum Jobcenter oder zu den anderen Beh&ouml;rden und erlebe, wie Gefl&uuml;chtete anderes behandelt werden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Mit eurem Netzwerk gebt ihr Gefl&uuml;chteten einen Raum, um sich &uuml;ber die allt&auml;glichen Erfahrungen auszutauschen, sich zu solidarisieren und zu st&auml;rken. Wie ist die Resonanz und bekommt ihr Unterst&uuml;tzung?</p><p><strong>Nabil:</strong> Das Ziel unseres Netzwerks ist nicht die Dokumentation oder das Sammeln solcher Vorf&auml;lle. Wir wollen das Leben der Gefl&uuml;chteten hier erleichtern. Wir haben ein Programm in Schulen mit gestartet, durch das Schulkinder ihre Muttersprache lernen k&ouml;nnen. Wir haben mit der arabischen Sprache angefangen, vor allem f&uuml;r Kinder aus Syrien. Au&szlig;erdem haben wir Veranstaltungen organisiert mit Tipps zur Wohnungssuche oder zum Energiesparen. Es ist uns vor allen Dingen wichtig, die Gefl&uuml;chteten zu ermutigen, selbst etwas zu machen. Unterst&uuml;tzung bekommen wir u.a. vom Fl&uuml;chtlingsrat Brandenburg und wir bem&uuml;hen uns um Kontakte mit Anderen.</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich w&uuml;nsche mir f&uuml;r Frauen, dass sie an Integrationsprozessen aktiv teilnehmen. Um sie zu unterst&uuml;tzen will ich in Zukunft mehr mit gefl&uuml;chteten Frauen arbeiten.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Viel Erfolg f&uuml;r eure Arbeit und herzlichen Dank f&uuml;r das Interview!</p><p>Mehr Infos zur Initiative unter <a href="https://www.facebook.com/GNCottbus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="GNCottbus (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.facebook.com/GNCottbus</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/es-gibt-viele-viele-vorfaelle">„Es gibt viele, viele Vorfälle“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vielen Dank! &#8211; Spendenaktion für Bus sehr erfolgreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2018 14:44:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Demonstration „Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“ am 10. März 2018 in Cottbuser wurde der Bus des Projekts „OTTO“ von Chance e.V. vermutlich durch Rechte zerstört. Um die Reparatur des Busses finanzieren zu können, starteten Chance e.V., Women in Exile &#38; Friends und Opferperspektive e.V. am 14. März gemeinsam einen Spendenaufruf. Wir sind [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/vielen-dank-spendenaktion-fuer-den-bus-sehr-erfolgreich-beendet">Vielen Dank! – Spendenaktion für Bus sehr erfolgreich</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Demonstration „Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“ am 10. März 2018 in Cottbuser wurde der Bus des Projekts „OTTO“ von Chance e.V. vermutlich durch Rechte zerstört. Um die Reparatur des Busses finanzieren zu können, starteten Chance e.V., Women in Exile &amp; Friends und Opferperspektive e.V. am 14. März gemeinsam einen Spendenaufruf. Wir sind tief bewegt über die vielen Spenden, die in so kurzer Zeit für den zerstörten Otto-Bus eingegangen sind. Vielen, vielen Dank für die großzügige Unterstützung, für die Solidarität und schnelle Hilfe. Sie macht uns Mut weiterzuarbeiten und zeigt: wir sind viele und wir sind stark! Mit Ihrer Hilfe kann der Bus nun repariert werden, um weiter für die wichtige Integrations- und Begegnungsarbeit des Vereins Chance e.V. durch den Landkreis Märkisch-Oderland zu rollen. </p>
<p>Sollten mehr Spenden für den Bus eingehen als für die Reparatur benötigt, fließen die Überschüsse in den <b>Hilfsfonds für Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung </b>des Verein Opferperspektive e.V. </p>
<p>Spendenquittungen werden Anfang des Folgejahres verschickt.</p>
<p>Judith Porath                                                     Fabian Brauns                                         Elizabeth Ngari<br />
Opferperspektive e.V.                                              Chance e.V.                                        Women in Exile &amp; Friends</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/vielen-dank-spendenaktion-fuer-den-bus-sehr-erfolgreich-beendet">Vielen Dank! – Spendenaktion für Bus sehr erfolgreich</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Cottbusser Situation steht zu Recht auf der Agenda des Innenausschusses im Brandenburger Landtag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2018 12:22:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Opferperspektive e.V. begrüßt als Brandenburger Fachberatungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt grundsätzlich, dass sich auf Landesebene mit dem Problem rechter Gewalt in Südbrandenburg auseinandergesetzt wird. Deren Ausmaß hat zu einer Situation geführt, die spätestens seit 2016 die Möglichkeiten kommunaler Institutionen übersteigt. Seit Mitte 2015 hat rassistische Gewalt v.a. gegen Geflüchtete und internationale [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Opferperspektive e.V. begrüßt als Brandenburger Fachberatungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt grundsätzlich, dass sich auf Landesebene mit dem Problem rechter Gewalt in Südbrandenburg auseinandergesetzt wird. Deren Ausmaß hat zu einer Situation geführt, die spätestens seit 2016 die Möglichkeiten kommunaler Institutionen übersteigt.</p>
<p>Seit Mitte 2015 hat rassistische Gewalt v.a. gegen Geflüchtete und internationale Studierende in Cottbus massiv zugenommen. Seit 2016 kann von enthemmter rassistischer Gewalt gesprochen werden, die das Alltagsleben potenziell Betroffener durchgehend prägt. In den vergangenen drei Jahren bildete Cottbus den absoluten Beratungsschwerpunkt für die Opferperspektive. Seit 2015 ist Cottbus durchgängig die Stadt im Land Brandenburg mit der höchsten Anzahl an rechten Gewaltdelikten insgesamt, sowie rassistischen Gewalttaten im Besonderen.</p>
<p>In 2017 richteten sich Angriffe auch wiederholt gegen FlüchtlingsunterstützerInnen und Menschen, die bei rassistischen Äußerungen Widerspruch äußerten. Seit 2015 weist die Opferperspektive e.V. gegenüber städtischen Institutionen, der Landespolitik und der Öffentlichkeit daraufhin, dass das Ausmaß rassistischer Gewalt in Cottbus zu einem Hindernis für die Integration von MigrantInnen und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Cottbus geworden ist.</p>
<p>Besondere Brisanz erhält die Situation in Cottbus dadurch, dass hier eine gut organisierte, militante Neonaziszene agiert, die die in Cottbus durchaus vorhandene Zivilgesellschaft durch pure Gewaltdrohung zum Schweigen bringt. Der von Gruppen wie &#8222;Zukunft Heimat&#8220; politisch organisierte und artikulierte Alltagsrassismus erscheint dann als einzige Stimme und Willensbekundung aus der Cottbuser Stadtgesellschaft zu Fragen von Migration und Integration.</p>
<p>&#8222;Wir hoffen, dass den Mitgliedern des Innenausschusses bewusst ist, dass die Signale, die von ihrer Beratung ausgehen, in Cottbus sehr bewusst registriert werden. In der jetzigen Situation ist es absolut wichtig, ein Zeichen der Solidarität mit der demokratischen Cottbusser Stadtgesellschaft zu setzen. Dafür sollte der Innenausschuss diskutieren, wie dem Klima alltäglicher rassistischer Diskriminierung und rechter Gewalt in Cottbus effektiv etwas entgegengesetzt werden kann.&#8220; erklärt Judith Porath, Geschäftsführerin der Opferperspektive.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pressekontakt und Ansprechpartner_innen:</p>
<p>Tel.: 0331-8170000</p>
<p>Judith Porath (0151-59100082)</p>
<p>Martin Vesely (0171-11935669)</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/die-cottbusser-situation-steht-zu-recht-auf-der-agenda-des-innenausschusses-im-brandenburger-landtag">Die Cottbusser Situation steht zu Recht auf der Agenda des Innenausschusses im Brandenburger Landtag</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Jahr Basiskonto: Für Geflüchtete und Obdachlose dennoch kein sicherer Kontozugang</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ein-jahr-basiskonto-fuer-gefluechtete-und-obdachlose-dennoch-kein-sicherer-kontozugang?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-jahr-basiskonto-fuer-gefluechtete-und-obdachlose-dennoch-kein-sicherer-kontozugang</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2017 09:40:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierungsberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierung]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><pre>Das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des T&uuml;rkischen Bundes
Berlin-Brandenburg e.V., die Fachstelle Antidiskriminierung der
Opferperspektive e.V. und der Migrationsrat Berlin e.V. haben die
Umsetzung des sogenannten Basiskontos in der Praxis &uuml;berpr&uuml;ft. Ein Jahr
nach dessen Einf&uuml;hrung sind immer noch deutliche M&auml;ngel in der Praxis
der Banken zu beanstanden, die Gefl&uuml;chtete und Obdachlose am h&auml;rtesten
Treffen. Nach diesen Ergebnissen fordern die Organisationen die Politik
und den Gesetzgeber dazu auf, die Umsetzungspraxis zu verbessern und das
Recht auf ein Konto f&uuml;r alle Menschen zu gew&auml;hrleisten.

Das Basiskonto ist ein Zahlungskonto f&uuml;r Verbraucher*innen mit
grundlegenden Funktionen, auf das jede Person einen Rechtsanspruch hat.
So sehen es das Zahlungskontengesetz und die
Zahlungskonto-Identit&auml;tspr&uuml;fungsverordnung vor, mit denen im Juni bzw.
im Juli 2016 die Zahlungskontenrichtlinie der Europ&auml;ischen Union ins
deutsche Recht umgesetzt wurde.
&bdquo;Die neuen Regelungen haben in der Praxis Verbesserungen beim Zugang zum
Konto gebracht und einige H&uuml;rden wie die der mangelnden Sprachkenntnisse
effektiv abgebaut. Dennoch ist die Gesetzeskenntnis bei den
BankmitarbeiterInnen in den Geldinstituten nicht verankert. Das hat zur
Folge, dass gefl&uuml;chtete Menschen und Menschen ohne einen festen Wohnsitz
immer noch mittelbar diskriminiert werden&ldquo;, so Cristina Mart&iacute;n Asensio
von der Fachstelle Antidiskriminierung des Opferperspektive e.V.

Die Organisationen sehen drei Problembereiche in der Umsetzung des
Basiskontos. Am schwierigsten ist bei Banken und Sparkassen die
Kontoer&ouml;ffnung f&uuml;r Menschen, die nicht polizeilich gemeldet sind. Dabei
verlangt das Zahlungskontengesetz lediglich die postalische
Erreichbarkeit der Kund*innen (z.B. &uuml;ber Freund*innen oder
Beratungsstellen). Auch bei den Identit&auml;tsnachweisen, die f&uuml;r
Kontoer&ouml;ffnungen verlangt werden, gibt es Probleme. Viele befragte
Geldinstitute akzeptieren entgegen der
Zahlungskonto-Identit&auml;tspr&uuml;fungsverordnung Duldungen und
Ankunftsnachweise oft nicht als ausreichende Ausweisdokumente. In vielen
F&auml;llen besteht Unkenntnis der Bankangestellten &uuml;ber den Charakter dieser
Dokumente. Die daraus resultierende Unsicherheit f&uuml;hrt nach der
Erfahrung der Organisationen in der Praxis zur Diskriminierung von
vielen Gefl&uuml;chteten.
Weiterhin ist vielen Mitarbeiter*innen in den Filialen nicht bekannt,
dass im Falle der Ablehnung einer Kontoer&ouml;ffnung eine
Informationspflicht der Banken besteht. Dies hat zur Folge, dass die
betroffenen Kund*innen nicht ad&auml;quat &uuml;ber ihre Rechte informiert sind.

Tats&auml;chlich von der Er&ouml;ffnung eines Kontos ausgeschlossen sind
gefl&uuml;chtete Menschen, die nur im Besitz einer Fiktionsbescheinigung
sind. Die Verordnung erkennt diese nicht als Identifikationsdokument an.
Hier besteht eine Gesetzesl&uuml;cke.

&bdquo;Es zeigt sich, dass ein Gesetz allein nicht reicht. Schulungen der
Mitarbeiter*innen in den Geldinstituten sind notwendig. Ebenso n&ouml;tig
sind Kontrollmechanismen, die das Recht auf ein Konto in der
Umsetzungspraxis gew&auml;hrleisten. Den Gesetzgeber fordern wir dazu auf,
die gesetzliche Diskriminierung von Menschen mit Fiktionsbescheinigung
zu beenden. Solange dies nicht passiert, bleibt die Umsetzung der
Zahlungskontenrichtlinie ins deutsche Recht unvollst&auml;ndig&ldquo;, so Cristina
Mart&iacute;n Asensio der Fachstelle Antidiskriminierung des Opferperspektive
e.V.

Das Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des T&uuml;rkischen Bundes
Berlin-Brandenburg, die Fachstelle Antidiskriminierung des
Opferperspektive e.V. und der Migrationsrat Berlin setzen sich seit 2014
gemeinsam f&uuml;r einen diskriminierungsfreien Zugang zum Konto f&uuml;r alle
Menschen ein.
2015 wurden sie am Gesetzgebungsverfahren zur Umsetzung der
EU-Zahlungskontenrichtlinie beteiligt.

Den vollst&auml;ndigen Bericht zur Umsetzungspraxis des Basiskontos k&ouml;nnen
Sie hier einsehen:
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://gallery.mailchimp.com/9bbd3ec3c6617ea1f88baa33a/files/2558d52f-c9ca-450d-ba80-ccc277a42388/171122_Ein_Jahr_Basiskonto_FINAL.01.pdf" aria-label="171122 Ein Jahr Basiskonto FINAL.01">https://gallery.mailchimp.com/9bbd3ec3c6617ea1f88baa33a/files/2558d52f-c9ca-450d-ba80-ccc277a42388/171122_Ein_Jahr_Basiskonto_FINAL.01.pdf</a>



Kontakt: Cristina Mart&iacute;n Asensio - (0)331 58107676
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:c.martin@opferperspektive.de">c.martin@opferperspektive.de</a>


Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin
des T&uuml;rkischen Bundes Berlin-Brandenburg e.V.
Oranienstra&szlig;e 53, 10969 Berlin

Fachstelle Antidiskriminierung der Opferperspektive e.V.
Rudolf-Breitscheid-Stra&szlig;e 164, 14482 Potsdam

Migrationsrat Berlin e.V.
Oranienstra&szlig;e 34, 10999 Berlin</pre><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ein-jahr-basiskonto-fuer-gefluechtete-und-obdachlose-dennoch-kein-sicherer-kontozugang">Ein Jahr Basiskonto: Für Geflüchtete und Obdachlose dennoch kein sicherer Kontozugang</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Stellenausschreibung: Projektreferent*in für Antidiskriminierungsarbeit und Einzelfallberater*in zum 01.09.2017 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/archiv/stellenausschreibung-projektreferentin-fuer-antidiskriminierungsarbeit-und-einzelfallberaterin-zum-01-09-2017-mit-einem-stellenumfang-von-30-stunden?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=stellenausschreibung-projektreferentin-fuer-antidiskriminierungsarbeit-und-einzelfallberaterin-zum-01-09-2017-mit-einem-stellenumfang-von-30-stunden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2017 15:05:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierungsberatung Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p align="justify">Der Verein Opferperspektive ber&auml;t und unterst&uuml;tzt in seiner Antidiskriminierungsberatung Betroffene von rassistischer Diskriminierung und in seiner Gewaltopferberatung Betroffene von rechten, rassistischen und antisemitischen Gewalttaten im Land Brandenburg. Die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg setzt sich &uuml;ber die Einzelfallberatung hinaus f&uuml;r die Etablierung und Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit in Brandenburg ein.</p><p align="justify">Im Rahmen des Bundesprogramms &bdquo;Demokratie leben!&ldquo; f&uuml;hrt die Antidiskriminierungsberatung (www.antidiskriminierungsberatung-brandenburg.de) ein Modellprojekt in zwei Regionen Brandenburgs durch, mit dem neue Ans&auml;tze im Umgang mit rassistischer Diskriminierung im berufsbildenden Umfeld und am Arbeitsplatz entwickelt werden. Neue Zug&auml;nge zu Betroffenen sollen er&ouml;ffnet und erprobt werden und Arbeitnehmer*innenvertretungen, Arbeitgeber*innen sowie andere Multiplikator*innen im Arbeitsumfeld f&uuml;r das Themenfeld sensibilisiert werden. &Uuml;ber die Projektarbeit hinaus, ist die/der neue Kolleg*in in der aufsuchenden, landesweiten Einzelfallberatung t&auml;tig.</p><p><strong>Aufgabengebiete:</strong></p><ol>
<li>Erschlie&szlig;ung von Zug&auml;ngen zu (potentiellen) Betroffenen von rassistischer Diskriminierung</li>
<li>Konzeption, Organisation und Durchf&uuml;hrung von Workshops und Informationsveranstaltungen f&uuml;r Betroffenen und f&uuml;r Engagierte im Bereich der Arbeitnehmer*innenvertretungen / Gewerkschaften</li>
<li>Netzwerkarbeit mit potentiellen Betroffen, Arbeitnehmervertreter*innen und Sensibilisierung von Arbeitgeber*innen in der Modellregion</li>
<li>&Ouml;ffentlichkeitsarbeit</li>
<li>Einzelfallberatung von Betroffenen rassistischer Diskriminierung; inkl. Durchf&uuml;hrung von Interventionen, fallbezogener &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und Falldokumentation</li>
</ol><p><strong>Voraussetzungen:</strong></p><ul>
<li>Hochschulabschluss im Bereich Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften oder vergleichbare Qualifikation</li>
<li>pers&ouml;nliche und theoretische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus und Empowerment</li>
<li>vertiefte Erfahrung in der Bildungsarbeit</li>
<li>Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit</li>
<li>Kenntnisse und Erfahrung in der Netzwerkarbeit und Arbeit mit Multiplikator_innen</li>
<li>sehr gute Kommunikationsf&auml;higkeit und ausgepr&auml;gtes Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen</li>
<li>Teamf&auml;higkeit und die F&auml;higkeit zu selbst&auml;ndiger und strukturierter Arbeitsweise</li>
<li>Bereitschaft in einer selbstverwalteten Organisation zu arbeiten</li>
<li>sehr gute deutsche Sprachkenntnisse sowie beratungssichere Kenntnisse in einer weiteren Sprachen</li>
<li>Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten</li>
<li>Fahrerlaubnis der Klasse B</li>
</ul><p><strong>W&uuml;nschenswert:</strong></p><ul>
<li>Beratungskompetenz und &ndash;erfahrungen</li>
<li>Kenntnisse des rechtlichen Antidiskriminierungsschutzes im Allgemeinen und konkret des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)</li>
<li>Erfahrung in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit</li>
<li>Kenntnis der themenrelevanten Strukturen in Brandenburg</li>
<li>analytisches und strategisches Denken</li>
<li>sicherer Umgang mit Desktopanwendung (Linux)</li>
</ul><p><strong>Wir bieten:</strong></p><p>Die Mitarbeit in einer spannenden, selbstverwalteten Organisation mit einem politischen Umfeld, Fortbildungsm&ouml;glichkeiten, eigenen Gestaltungsspielraum bei der Projektumsetzung und ein kollegiales Arbeitsklima. Die Verg&uuml;tung ist an EG 10 TVL-Ost angelehnt.</p><p><strong>Bewerbung:</strong></p><p>Bitte die Bewerbung in Form eines aussagekr&auml;ftigen Motivationsschreibens und eines tabellarischen Lebenslaufes (ohne Zeugnisse, Bescheinigungen, Foto, Angaben zu Alter oder Familienverh&auml;ltnissen) <strong>ausschlie&szlig;lich</strong> per E-Mail an <a href="mailto:antidiskriminierung@opferperspektive.de">antidiskriminierung</a><a href="mailto:antidiskriminierung@opferperspektive.de">@opferperspektive.de</a></p><p><strong>Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2017. </strong></p><p><strong>Bewerbungsgespr&auml;che finden am 17. August 2017 statt.</strong></p><p align="justify">Aufgrund der speziellen Anforderungen der T&auml;tigkeit werden People of Color, Schwarze Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder Muslime bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/archiv/stellenausschreibung-projektreferentin-fuer-antidiskriminierungsarbeit-und-einzelfallberaterin-zum-01-09-2017-mit-einem-stellenumfang-von-30-stunden">Stellenausschreibung: Projektreferent*in für Antidiskriminierungsarbeit und Einzelfallberater*in zum 01.09.2017 mit einem Stellenumfang von 30 Stunden</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 14:37:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>+ 1948 (1747 im Vorjahr) F&auml;lle rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland, Berlin und NRW&nbsp;</strong><br>
<strong>+ Weiterer Anstieg auf hohem Niveau</strong><br>
<strong>+ Mindestens 5 Angriffe pro Tag</strong></p><p>Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt dokumentieren f&uuml;r das Jahr 2016 einen erneuten Anstieg der Gewalt. In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW haben sich die Angriffe von 1747 im Jahr 2015 auf auf 1948 im Jahr 2016 erh&ouml;ht. Mindestens 3050 Personen (2015: 2237) wurden 2016 in den sieben Bundesl&auml;ndern verletzt und massiv bedroht.</p><p>&nbsp;</p><ul>
<li>2015 hatten sich die rechts motivierten Angriffe im Vergleich zu 2014 nahezu verdoppelt. 2016 ist ein erneuter Anstieg um 11 Prozent zu verzeichnen.</li>
<li>Deutliche Zunahme rassistischer Gewalt von 1056 im Jahr 2015 auf 1306 Angriffe im Jahr 2016. Der Anteil rassistischer Gewalt am Gesamtaufkommen 2016 stieg damit erneut von 60 auf 68 Prozent.</li>
<li>Ein Anstieg rassistischer Gewalttaten war in allen Bundesl&auml;ndern gleicherma&szlig;en zu verzeichnen, insbesondere in Th&uuml;ringen, wo rassistische Gewalttaten um knapp 90 Prozent anstiegen. Die Anzahl der Angriffe auf Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen werden, darunter auch auf Journalist_innen und politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, sank hingegen von 465 auf 363 und damit von 26 auf knapp 19 Prozent aller Vorf&auml;lle.</li>
</ul><p>Dazu Andrea H&uuml;bler f&uuml;r den Verband der Beratungsstellen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG): <em>&bdquo;Rassistische Gewalt nimmt weiter zu, die Hemmschwelle sinkt. Das zeigt sich an der zunehmenden Brutalit&auml;t und daran, dass auch vor Angriffen auf Kinder kein Halt gemacht wird. Deshalb bleiben unsere zentralen Forderungen:</em></p><ul>
<li><em>Schnelles und konsequentes Vorgehen der Ermittlungsbeh&ouml;rden</em><br>
<em>Bleiberecht f&uuml;r Menschen ohne sicheren Aufenthaltstitel, die Opfer einer rechts motivierten Gewalttat wurden</em><br>
<em>verbesserter Schutz f&uuml;r von rechts motivierter Diskriminierung und Gewalt Betroffene&ldquo;</em></li>
</ul><p>Das Gewaltpotential ist weiter angestiegen. Das zeigt sich insbesondere am Anstieg der gef&auml;hrlichen K&ouml;rperverletzungen um 28 Prozent. Schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen haben sich von 10 auf 20 F&auml;lle verdoppelt. Allein in Th&uuml;ringen und Sachsen wurden 4 solcher F&auml;lle registriert, in Sachsen-Anhalt sogar 6.</p><p>In Zerbst (Sachsen-Anhalt) wurde am 30. Juni 2016 ein 34-j&auml;hriger Pakistani von zwei Unbekannten M&auml;nnern angegriffen. Sie schlugen und traten auf den Mann ein und lie&szlig;en ihn dann verletzt auf den Bahngleisen zur&uuml;ck. Der schwer verletzte Betroffene konnte sich mit Gl&uuml;ck noch so aufrichten, dass ihn ein herannahender Zug lediglich an der Schulter streifte.</p><p>2016 ist erneut ein Todesopfer rechter Gewalt zu beklagen.</p><p>Am 17. September wurden in Berlin-Lichtenberg ein 34-j&auml;hriger Mann in einem Supermarkt vom Filialleiter aus rassistischer und sozialdarwinistischer Motivation geschlagen. Der 34-J&auml;hrige verstarb drei Tage sp&auml;ter an den Folgen des Angriffs.</p><p>Von den 1948 Angriffen waren mindestens 3051 Menschen in sieben Bundesl&auml;ndern betroffen. Das sind &uuml;ber 800 Menschen mehr als im Jahr zuvor (2237). Im Jahr 2016 waren 272 Kinder von rechter und rassistischer Gewalt betroffen. Damit waren fast 9 Prozent aller Betroffenen unter 14 Jahre alt.<em> &bdquo;Dieser dramatische Anstieg von Gewalt gegen Kinder ist besonders alarmierend und verdeutlicht, dass die letzten Hemmungen bei den T&auml;tern nach und nach fallen.&ldquo;</em>, so Andrea H&uuml;bler (VBRG).</p><p>Unserer Statistik nach waren Kinder am h&auml;ufigsten in Berlin, Sachsen-Anhalt (jeweils 45), in Th&uuml;ringen (48) und in Sachsen (73) betroffen.</p><p>So wurde am 6. Oktober 2016 wurden in Sebnitz (Sachsen) drei Kinder aus Syrien im Alter zwischen f&uuml;nf und elf Jahren von mehreren Jugendlichen geschlagen und mit einem Messer bedroht.</p><p>Auch Angriffe auf oder im Umfeld von Gefl&uuml;chtetenunterk&uuml;nften (bewohnte und unbewohnte; zentrale und dezentrale) haben in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW noch einmal deutlich zugenommen. Z&auml;hlten die Beratungsstellen 2015 noch 146 Angriffe, waren es 2016 bereits 252 (+72 Prozent). Wie schon im Jahr zuvor fanden die meisten dieser Angriffe in NRW (98) und Sachsen (53) statt, gefolgt von Berlin (41). Dabei handelte es sich vor allem um gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzungen (88) und Brandstiftungen (62). In 5 F&auml;llen handelte es sich um versuchte T&ouml;tungen.</p><p>In Gr&auml;fenhainichen (Sachsen-Anhalt) wurde am 26. Februar und in Niesky (Sachsen) am 23. Juli auf eine Gefl&uuml;chtetenunterkunft geschossen. Brandanschl&auml;ge, die als versuchte T&ouml;tungen gewertet wurden, wurden am 22. Mai in Zwickau (Sachsen), am 8. September in Wilnsdorf (NRW) und am 1. Oktober in J&uuml;terbog (Brandenburg) ver&uuml;bt.<br>
<strong>Dimension rechter Gewalt in den Bundesl&auml;ndern<br>
</strong><br>
F&uuml;r das Jahr 2016 verzeichneten die unabh&auml;ngigen Beratungsstellen in Ostdeutschland, Berlin und NRW 1948 F&auml;lle rechts motivierter und rassistischer Gewalt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein erneuter Anstieg um 11 Prozent.</p><ul>
<li>In Sachsen wurden mit 437 F&auml;llen die meisten Angriffe gez&auml;hlt (2015: 477, -4 %).</li>
<li>In Berlin wurden 381 Angriffe registriert (2015: 320, +19 %)</li>
<li>In NRW 335 (279, +20 %)</li>
<li>In Sachsen-Anhalt 265 Angriffe (2015: 217, + 22 %)</li>
<li>In Brandenburg 221 (2015: 203, +9 %)</li>
<li>In Th&uuml;ringen 160 Angriffe (2015: 121, +32 %)</li>
<li>In Mecklenburg-Vorpommern 149 Angriffe (2015: 130, +15 %).</li>
</ul><p>Damit fanden im letzten Jahr in Ostdeutschland, Berlin und NRW pro Tag im Durchschnitt 5,3 rechtsmotivierte Gewalttaten statt.</p><p>Zum &uuml;berwiegenden Teil handelte es sich dabei um (versuchte) K&ouml;rperverletzungsdelikte: 778 gef&auml;hrliche und 692 einfache K&ouml;rperverletzungen, au&szlig;erdem 20 schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen. In 274 F&auml;llen handelte es sich um N&ouml;tigungen oder Bedrohungen, in 95 F&auml;llen um Brandstiftungen, in 59 F&auml;llen um massive Sachbesch&auml;digungen und in 29 F&auml;llen um sonstige Gewalttaten wie Raub oder Landfriedensbruch.<br>
<strong>Rassismus ist weiterhin das h&auml;ufigste Tatmotiv</strong></p><p>Die Zahl rassistisch motivierter Gewalttaten stieg im Vergleich zu 2015 um weitere 24 Prozent an, nachdem bereits 2015 eine massive Zunahme rassistischer Angriffe verzeichnet wurde.</p><p><em>&bdquo;In Deutschland bestehen f&uuml;r POCs, Schwarze Menschen und Gefl&uuml;chtete Angstr&auml;ume. Wir erheben lediglich die Gewalttaten, keine Beleidigungen oder Diskriminierungen, doch auch verbale Attacken sind f&uuml;r Betroffene an der Tagesordnung. Deshalb bedarf es neben Opferberatungsstellen wie uns, zus&auml;tzlich unabh&auml;ngiger Antidiskriminierungsstellen.&ldquo;</em> erl&auml;utert H&uuml;bler.</p><p>In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW waren 1306 der Angriffe rassistisch motiviert, 363 Angriffe richteten sich gegen Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen wurden, darunter 27 gegen Journalist_innen. 98 Angriffe richteten sich gegen nicht-rechte und alternative Personen, 80 Angriffe gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identit&auml;t. 37 Angriffe waren antisemitisch motiviert. Zudem registrierten die Beratungsstellen 8 rechts motivierte Angriffe gegen Menschen mit einer Behinderung und 5 gegen wohnungslose Menschen.</p><p>Bei Nachfragen zur Situation in den jeweiligen Bundesl&auml;ndern und f&uuml;r weitere Informationen k&ouml;nnen Sie sich direkt an die Projekte wenden oder die Statistiken und Ver&ouml;ffentlichungen der einzelnen Bundesl&auml;nder auf der Internetseite des Verbands ansehen (verband-brg.de)</p><hr><p>Hinweis: Nicht alle Beratungsprojekte haben die Ressourcen f&uuml;r ein unabh&auml;ngiges Monitoring. Aus den Bundesl&auml;ndern Bayern, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein gibt es deshalb kurze Hintergrundberichte, die sie im Anhang finden. Die durch die neu entstandenen Beratungsstellen registrierten F&auml;lle rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt in NRW zeigen jedoch deutlich, dass ein fundiertes Monitoring in allen Bundesl&auml;ndern unabdingbar ist um das Ausma&szlig; rechts motivierter ein St&uuml;ck weit sichtbar machen zu k&ouml;nnen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Bayern &ndash; B.U.D. Bayern</strong></p><p>Aufgrund fehlender Ressourcen war es der seit 2009 existierenden bayerischen Beratungsstelle B.U.D. (Beratung. Unterst&uuml;tzung. Dokumentation. F&uuml;r Opfer Rechtsextremer Gewalt) auch 2016 nicht m&ouml;glich, ein eigenst&auml;ndiges Monitoring durchzuf&uuml;hren.<br>
Die offiziellen Zahlen f&uuml;r das Bundesland Bayern (z. B. PMK Rechts) sowie die Chronologien unabh&auml;ngiger Initiativen (z.B. Aida, AAS) zeigen jedoch einen Trend der erh&ouml;hten &Uuml;bergriffzahlen an, der sich auch in der Arbeit von B.U.D. widerspiegelte.<br>
Die Beratungsstelle war 2016 in &uuml;ber 20 Vorf&auml;lle involviert, die zumeist auf rassistischen Motiven beruhte. Auch Bedrohungen und Angriffe auf politisch Andersdenkende bzw. in der Fl&uuml;chtlingsunterst&uuml;tzung aktive Menschen nahmen erneut zu, wobei das Spektrum von Bedrohung im Internet bis zur schweren K&ouml;rperverletzung reichte. Die T&auml;ter kamen hierbei nicht nur aus dem Kreis &bdquo;der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen&ldquo; mit entsprechendem rechtsradikalen Hintergrund, sondern des &Ouml;fteren auch aus dem Kreis der bis dato politisch unauff&auml;lligen B&uuml;rger_innen.<br>
F&uuml;r 2017 erhoffen wir uns einhergehend mit einer Verbesserung der Ressourcen dem gewachsenen Bed&uuml;rfnis nach Unterst&uuml;tzung gerecht werden zu k&ouml;nnen und die &ouml;ffentliche bzw. gesellschaftliche Diskussion in Bayern f&uuml;r dieses Themenfeld weiter zu sensibilisieren.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>M&uuml;nchen &ndash; Beratungsstelle Before</strong></p><p>Am 18. M&auml;rz 2016 nahm BEFORE, die unabh&auml;ngige Beratungsstelle f&uuml;r Betroffene rechter und rassistischer Gewalt und Diskriminierung, ihre Beratungsarbeit in M&uuml;nchen auf.<br>
Die Opferberatung rechte Gewalt bearbeitete im Jahr 2016 &uuml;ber 30 Beratungsf&auml;lle in M&uuml;nchen. Rassismus war das h&auml;ufigste Tatmotiv (69 Prozent). Menschen, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, arbeiten, zur Schule gehen und am sozialen Leben teilnehmen, wurden attackiert, vor allem Frauen, die ein Kopftuch trugen, wurden Opfer von Anfeindungen und Gewalt.<br>
H&auml;ufig wurden Menschen im &ouml;ffentlichen Raum, im &ouml;ffentlichen Nahverkehr und im eigenen Wohnumfeld angegriffen. Das bedeutet f&uuml;r die Betroffenen zumeist eine massive Bedrohung und Unsicherheit in ihrem direkten Lebensumfeld.<br>
Aus den Beratungsf&auml;llen 2016 und den Erfahrungen der Antidiskriminierungsberatung nehmen wir in M&uuml;nchen eine gef&auml;hrliche Entwicklung wahr. Mobilisierung, Hetze und Diskriminierung mit rechtem oder rassistischem Hintergrund finden immer &ouml;fter offen statt und animieren Einzelt&auml;ter_innen zu Anfeindungen und Angriffen. Betroffen davon sind neben Gefl&uuml;chteten und Migrant_innen auch Homosexuelle und Transgender (LGBTI), Menschen mit Behinderungen sowie Menschen, die sich f&uuml;r potenzielle Betroffenengruppen engagieren.</p><p><strong>Hessen &ndash; Beratungsstelle Response</strong></p><p>Response nahm Anfang 2016 offiziell die Beratung in Hessen auf. In der zweiten H&auml;lfte des Jahres begann die Beratungsstelle zun&auml;chst Strukturen f&uuml;r ein belastbares Monitoring aufzubauen. So sind die f&uuml;r das Jahr 2016 erhobenen Zahlen zwar noch nicht aussagekr&auml;ftig genug, liefern dennoch schon jetzt einen Beitrag, um den gesellschaftspolitischen Diskurs &uuml;ber rechte Gewalt um die Perspektive der Betroffenen zu erweitern.<br>
Response z&auml;hlte 40 Vorf&auml;lle rechter Gewalt mit direkt betroffenen Personen. 12 davon sind Angriffen gegen die pers&ouml;nliche Unversehrtheit zuzurechnen, einer wird als versuchte T&ouml;tung eingeordnet. Als h&auml;ufigstes Tatmotiv ist Rassismus in 27 F&auml;llen auszumachen.<br>
Trotz dieser Entwicklung besteht in Politik und &Ouml;ffentlichkeit weiterhin der Mythos von Einzelf&auml;llen am rechten Rand der Gesellschaft. Die Vorf&auml;lle und Statistiken werden &ouml;ffentlich kaum wahrgenommen. Die Bagatellisierung des Erlebten und die Verdr&auml;ngung der Vorf&auml;lle spiegeln Erfahrungen wieder, die Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt best&auml;ndig machen. Mit der Aufnahme des Monitorings im Jahr 2017 m&ouml;chte Response dazu beitragen, dass das Thema rechte und rassistische Gewalt st&auml;rker in der &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert wird.<br>
<strong>Hamburg &ndash; Beratungsstelle Empower</strong></p><p>Im Jahr 2016 sind die Zahlen rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe in Hamburg weiter angestiegen. Betroffene berichten von einer aggressiven gesellschaftlichen Stimmung und einem Anstieg allt&auml;glicher Gewalterfahrungen, verbunden mit einer stetigen Sprachlosigkeit, Wut und Ohnmachtserfahrung.</p><p>Im Vergleich zu 2015, dem Jahr in dem die Beratungsstelle empower ihre Arbeit aufnahm, haben sich die Vorf&auml;lle in Hamburg mehr als verdoppelt. Auch Angriffe gegen Kinder und Jugendliche haben massiv zugenommen. Die Hemmschwelle Gewalt auszu&uuml;ben, sinkt weiter. Viele Menschen erleben nicht nur physische Gewalt, sondern sind auch massiven psychischen Bedrohungen ausgesetzt.</p><p>Schwerpunkte der Beratungen waren Gewalt gegen Gefl&uuml;chtete, antimuslimischer Rassismus, Gewalt in Schulen oder in und um Sportvereine, rechtes Stalking, vermehrt schwere K&ouml;rperverletzungen, aber auch aus Sicht der Betroffenen erlebte (Re-)Viktimisierung in Kontakt mit staatlichen Institutionen.</p><p>Die Mehrheit der Betroffenen m&ouml;chten keine Anzeigen bei der Polizei erstatten. Ursachen sind vor allem negative Erlebnisse mit der Exekutive und die Erfahrung, dass rassistische und antisemitische Taten kaum juristisch verfolgt werden. Weiterhin beklagen viele Betroffene einen Mangel an Solidarit&auml;t und R&uuml;ckhalt in der Gesellschaft.</p><p><strong>Schleswig-Holstein &ndash; Beratungsstelle zebra</strong></p><p>Seit Mitte 2015 stellt Zebra im Zuge der Beratungsarbeit einen Anstieg rechter und rassistischer Angriffe fest. Die Taten richteten sich nicht nur gegen Gefl&uuml;chtete (und deren Unterk&uuml;nfte) oder Migrant_innen, sondern auch gegen die Zivilgesellschaft, beispielsweise gegen Ehrenamtliche in der Fl&uuml;chtlingshilfe oder Menschen, die sich in ihrer Funktion als Kommunalpolitiker_innen f&uuml;r die Rechte von Minderheiten engagierten.<br>
Dieser Trend setzte sich 2016 fort. Dabei sind Beratungen zu Angriffen organisierter Rechter auf politische Gegner_innen angestiegen. Die Angriffe sind massiver, die Beratungen komplexer und langfristiger. In deutlich &uuml;ber der H&auml;lfte der F&auml;lle &ndash; etwa auch bei Angriffen auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte &ndash; sind mehr als nur eine Person betroffen.<br>
Auffallend ist der Anstieg von Angriffen auf politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, die in ihrer Massivit&auml;t deutlich zugenommen haben. Diese Beobachtung legt eine zunehmende Verrohung hinsichtlich der &bdquo;Kultur&ldquo; politischer Auseinandersetzungen nahe. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung sich insbesondere im kommenden Landtags- und Bundestagswahlkampf fortsetzt, da die Verrohung der politischen Auseinandersetzung Teil von Wahlkampfstrategien zu sein scheint.</p><p>Factsheet als Grafik zum <strong><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2017/04/factsheet_vbrg2016.pdf" aria-label="factsheet vbrg2016">Download</a></strong></p><p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016">Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Veranstaltung:  &#8222;Der Kuaför aus der Keupstraße&#8220; &#8211; Filmvorführung mit Podiumsdiskussion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2016 16:11:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierungsberatung]]></category>
		<category><![CDATA[2004]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DAS PROBLEM HEIßT RASSISMUS! Filmvorführung mit Podiumsdiskussion: &#8222;Der Kuaför aus der Keupstraße&#8220; &#160; Wann: 14.10. 2016 um 19 UHR  Wo:  Thalia Arthouse Kino,  Potsdam Rudolf-Breitscheid-Straße 50 in 14482 Potsdam (direkt am S-Bahnhof Babelsberg) Die Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive e.V. lädt zur Filmvorführung von DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRAßE mit anschließender Podiumsdiskussion ein.Auf dieser wird ein Aktivist, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/veranstaltung-der-kuafoer-aus-der-keupstrasse-filmvorfuehrung-mit-podiumsdiskussion">Veranstaltung:  „Der Kuaför aus der Keupstraße“ – Filmvorführung mit Podiumsdiskussion</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center"><strong>DAS PROBLEM HEIßT RASSISMUS!</strong></h3>
<h3 style="text-align: center">Filmvorführung mit Podiumsdiskussion: &#8222;Der Kuaför aus der Keupstraße&#8220;</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wann: <strong>14.10. 2016 um 19 UHR </strong></p>
<p>Wo:  <strong>Thalia Arthouse Kino,  Potsdam</strong><br />
Rudolf-Breitscheid-Straße 50 in 14482 Potsdam<br />
(direkt am S-Bahnhof Babelsberg)</p>
<p>Die Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive e.V. lädt zur Filmvorführung von DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRAßE mit anschließender Podiumsdiskussion ein.Auf dieser wird ein Aktivist, der selbst von Rassismus betroffen ist, ein_e Vertreter_in von NSU-Watch Brandenburg sowie ein Mitarbeiter der Opferperspektive e.V. die gegenwärtige Situation rassistischer und rechter Gewalt in Brandenburg diskutieren.</p>
<p>Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Perspektive der Betroffenen und deren Erleben der Ermittlungen, in welchen sie jahrelang als Hauptverdächtige behandelt und zu Täter_innen verkehrt wurden. Der Film rekonstruiert<br />
diese polizeilichen Ermittlungen anhand der originalen Verhörprotokolle und macht so deutlich, dass für die Behörden und Ermittler_innen  ein rassistisches Motiv nie in Betracht gezogen wurde. Auf eindrückliche Weise zeigt DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRAßE, wie nachhaltig und folgenschwer institutioneller Rassismus und eine ausbleibende gesellschaftliche Solidarisierung für Betroffene rassistischer Diskriminierung und Gewalt sind.</p>
<p>Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet: Ein Teil des rechten NSU-Netzwerks enttarnte sich vor fünf Jahren. Seitdem kamen in den NSU-Untersuchungsausschüssen des Bundestags und mehrerer Landtage sowie im NSU-Prozess in München immer mehr Details zur Verstrickung<br />
staatlicher Strukturen mit dem rechten Terror ans Licht. Auch in Brandenburg nahm diesen Juli ein weiterer Untersuchungsausschuss seine Arbeit auf. Die Aufklärung der Terrorserie und der Rolle staatlicher<br />
Institutionen bei deren Ermöglichung ist dabei essentiell, denn wie Meral Sahin, Vorsitzende der IG Keupstraße, verdeutlicht: „Es gab zwei Bomben. Die eine, die hatte diese Wucht mit den Nägeln, und die andere war einfach der Rechtsstaat, der nicht funktioniert hat. Und das war eigentlich die größere Bombe.&#8220;</p>
<p>Eintritt frei</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.</p>
<p><img decoding="async" class="details-image" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2016/10/BMFSFJ_DL_mitFoerderzusatz_RZ-1024x303.png" alt="" width="347" height="103" /><img decoding="async" class="details-image alignnone" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2016/10/LHP_blau-1024x584.jpg" alt="" width="161" height="92" /></p>
<p>Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! und der Landeshauptstadt Potsdam</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/veranstaltung-der-kuafoer-aus-der-keupstrasse-filmvorfuehrung-mit-podiumsdiskussion">Veranstaltung:  „Der Kuaför aus der Keupstraße“ – Filmvorführung mit Podiumsdiskussion</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Veranstaltung:  &#034;Der Kuaför aus der Keupstraße&#034; &#8211; Filmvorführung mit Podiumsdiskussion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2016 16:11:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>DAS PROBLEM HEIßT RASSISMUS! Filmvorführung mit Podiumsdiskussion: &#8222;Der Kuaför aus der Keupstraße&#8220; Wann: 14.10. 2016 um 19 UHR  Wo:  Thalia Arthouse Kino,  Potsdam Rudolf-Breitscheid-Straße 50 in 14482 Potsdam (direkt am S-Bahnhof Babelsberg) Die Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive e.V. lädt zur Filmvorführung von DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRAßE mit anschließender Podiumsdiskussion ein.Auf dieser wird ein Aktivist, der [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/veranstaltung-der-kuafoer-aus-der-keupstrasse-filmvorfuehrung-mit-podiumsdiskussion-2">Veranstaltung:  "Der Kuaför aus der Keupstraße" – Filmvorführung mit Podiumsdiskussion</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center"><strong>DAS PROBLEM HEIßT RASSISMUS!</strong></h3>
<h3 style="text-align: center">Filmvorführung mit Podiumsdiskussion: &#8222;Der Kuaför aus der Keupstraße&#8220;</h3>
<p>Wann: <strong>14.10. 2016 um 19 UHR </strong><br />
Wo:  <strong>Thalia Arthouse Kino,  Potsdam</strong><br />
Rudolf-Breitscheid-Straße 50 in 14482 Potsdam<br />
(direkt am S-Bahnhof Babelsberg)<br />
Die Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive e.V. lädt zur Filmvorführung von DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRAßE mit anschließender Podiumsdiskussion ein.Auf dieser wird ein Aktivist, der selbst von Rassismus betroffen ist, ein_e Vertreter_in von NSU-Watch Brandenburg sowie ein Mitarbeiter der Opferperspektive e.V. die gegenwärtige Situation rassistischer und rechter Gewalt in Brandenburg diskutieren.<br />
Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Perspektive der Betroffenen und deren Erleben der Ermittlungen, in welchen sie jahrelang als Hauptverdächtige behandelt und zu Täter_innen verkehrt wurden. Der Film rekonstruiert<br />
diese polizeilichen Ermittlungen anhand der originalen Verhörprotokolle und macht so deutlich, dass für die Behörden und Ermittler_innen  ein rassistisches Motiv nie in Betracht gezogen wurde. Auf eindrückliche Weise zeigt DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRAßE, wie nachhaltig und folgenschwer institutioneller Rassismus und eine ausbleibende gesellschaftliche Solidarisierung für Betroffene rassistischer Diskriminierung und Gewalt sind.<br />
Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet: Ein Teil des rechten NSU-Netzwerks enttarnte sich vor fünf Jahren. Seitdem kamen in den NSU-Untersuchungsausschüssen des Bundestags und mehrerer Landtage sowie im NSU-Prozess in München immer mehr Details zur Verstrickung<br />
staatlicher Strukturen mit dem rechten Terror ans Licht. Auch in Brandenburg nahm diesen Juli ein weiterer Untersuchungsausschuss seine Arbeit auf. Die Aufklärung der Terrorserie und der Rolle staatlicher<br />
Institutionen bei deren Ermöglichung ist dabei essentiell, denn wie Meral Sahin, Vorsitzende der IG Keupstraße, verdeutlicht: „Es gab zwei Bomben. Die eine, die hatte diese Wucht mit den Nägeln, und die andere war einfach der Rechtsstaat, der nicht funktioniert hat. Und das war eigentlich die größere Bombe.&#8220;<br />
Eintritt frei</p>
<p>Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.<br />
<img decoding="async" class="details-image" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2016/10/BMFSFJ_DL_mitFoerderzusatz_RZ-1024x303.png" alt="" width="347" height="103" /><img loading="lazy" decoding="async" class="details-image alignnone" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2016/10/LHP_blau-1024x584.jpg" alt="" width="161" height="92" /><br />
Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! und der Landeshauptstadt Potsdam</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/veranstaltung-der-kuafoer-aus-der-keupstrasse-filmvorfuehrung-mit-podiumsdiskussion-2">Veranstaltung:  "Der Kuaför aus der Keupstraße" – Filmvorführung mit Podiumsdiskussion</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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