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	<title>Dokumentation - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>„Es gibt viele, viele Vorfälle“</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jul 2018 08:04:27 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><em>Interview mit Aktivist_innen vom &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo;</em></p><p>Zuerst erschienen in:<em> Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive Juli 2018 </em> (gesamte Ausgabe <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">hier</a>)</p><p>Im Juni 2017 gr&uuml;ndete sich das &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo; mit dem Ziel, gefl&uuml;chteten Menschen eine Stimme zu geben und sie zu unterst&uuml;tzen, z.B. beim Asylverfahren, bei der Wohnungssuche oder der Suche eines Ausbildungsplatzes. Hintergrund sind die vielen rassistischen Angriffe in Cottbus. Die Aktivist_innen Nabil und Hanan wohnen seit dreieinhalb Jahren bzw. 16 Monaten in der Stadt. Gerade sind sie dabei einen Verein zu gr&uuml;nden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Cottbus ist Schwerpunkt rechter Gewalt und rassistischer Stimmungsmache im Land Brandenburg. Die Demonstrationen von &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; ziehen regelm&auml;&szlig;ig mehrere hundert Rechte auf die Stra&szlig;e. Wie ist es f&uuml;r euch in dieser Stadt zu leben?</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich sp&uuml;re in meinem Alltag, auf der Stra&szlig;e und &uuml;berall den Hass. Was uns hier allt&auml;glich passiert reicht von abwertenden Blicken oder Worten bis zu Beschimpfungen und Bedrohungen. Besonders wegen meines Kopftuches werde ich anders behandelt. Beim Jobcenter oder bei der Wohnungssuche. Mitarbeiter_innen der Wohnungsgesellschaft behaupten, die Wohnung, f&uuml;r die ich mich interessiere, sei schon weg. Was dann aber nicht stimmt. Die Leute wollen auch nicht mit mir reden. Die allt&auml;gliche Diskriminierung behindert meinen Alltag sehr. Deswegen gehe ich nicht oft raus. Wenn ich einen Termin bei irgendwelchen Beh&ouml;rden habe, rufe ich jemanden an und bitte ihn, mich zu begleiten und zu unterst&uuml;tzen. Wenn wir aufz&auml;hlen wollen, was wir im Alltag erleben, brauchen wir den ganzen Tag (lacht).</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; mobilisiert seit 2017 regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber rassistische Themen ein breites rechtes Spektrum. Wie hat sich die Situation in Cottbus ver&auml;ndert?</p><p><strong>Nabil:</strong> An Tagen, an denen die Demonstrationen stattfinden, gehen wir nicht mehr vor die T&uuml;r. Das Leben allgemein hier hat sich ge&auml;ndert. Die Menschen, die fr&uuml;her nichts gegen Gefl&uuml;chtete hatten, waren in der Mehrheit. Heute aber nicht mehr. Jene, die Gefl&uuml;chtete in der Stadt nicht haben wollen, sind jetzt in der Mehrheit. Auch die Stimmung infolge der Berichterstattung in den Medien ist weit schlimmer geworden. Es gibt aber nicht nur mit den Rechten schlechte Erfahrungen, sondern auch bei der Polizei oder in Krankenh&auml;usern. Ich bin keine Frau und trage kein Kopftuch. Deswegen, denke ich, bekomme ich selbst weniger Probleme. Aber ich bekomme die Stimmung in der Stadt mit, wie z.B. laut aus dem Fenster Hitlerreden zu h&ouml;ren sind &ndash; im Stadtteil Sachsendorf, wo viele Gefl&uuml;chtete wohnen. Ich begleite immer wieder Menschen zum Jobcenter oder zu den anderen Beh&ouml;rden und erlebe, wie Gefl&uuml;chtete anderes behandelt werden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Mit eurem Netzwerk gebt ihr Gefl&uuml;chteten einen Raum, um sich &uuml;ber die allt&auml;glichen Erfahrungen auszutauschen, sich zu solidarisieren und zu st&auml;rken. Wie ist die Resonanz und bekommt ihr Unterst&uuml;tzung?</p><p><strong>Nabil:</strong> Das Ziel unseres Netzwerks ist nicht die Dokumentation oder das Sammeln solcher Vorf&auml;lle. Wir wollen das Leben der Gefl&uuml;chteten hier erleichtern. Wir haben ein Programm in Schulen mit gestartet, durch das Schulkinder ihre Muttersprache lernen k&ouml;nnen. Wir haben mit der arabischen Sprache angefangen, vor allem f&uuml;r Kinder aus Syrien. Au&szlig;erdem haben wir Veranstaltungen organisiert mit Tipps zur Wohnungssuche oder zum Energiesparen. Es ist uns vor allen Dingen wichtig, die Gefl&uuml;chteten zu ermutigen, selbst etwas zu machen. Unterst&uuml;tzung bekommen wir u.a. vom Fl&uuml;chtlingsrat Brandenburg und wir bem&uuml;hen uns um Kontakte mit Anderen.</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich w&uuml;nsche mir f&uuml;r Frauen, dass sie an Integrationsprozessen aktiv teilnehmen. Um sie zu unterst&uuml;tzen will ich in Zukunft mehr mit gefl&uuml;chteten Frauen arbeiten.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Viel Erfolg f&uuml;r eure Arbeit und herzlichen Dank f&uuml;r das Interview!</p><p>Mehr Infos zur Initiative unter <a href="https://www.facebook.com/GNCottbus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="GNCottbus (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.facebook.com/GNCottbus</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/es-gibt-viele-viele-vorfaelle">„Es gibt viele, viele Vorfälle“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ausstellung zu Brandenburger Todesopfern wird eröffnet</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-zu-brandenburger-todesopfern-wird-eroeffnet</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2018 11:08:42 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg" aria-label="OP 18 001 posting 00 facebook header"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-37076" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg" alt="OP_18_001 posting 00 facebook header" width="851" height="315" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg 851w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header-300x111.jpg 300w" sizes="(max-width: 851px) 100vw, 851px" /></a></p><p>Der Verein Opferperspektive pr&auml;sentiert am 23. Juni 2018 seine neue Ausstellung &bdquo;Kein sch&ouml;ner Land &ndash; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg&ldquo;. Sie wird erstmals bei den Feierlichkeiten zum 20-j&auml;hrigen Bestehen des Handlungskonzeptes &bdquo;Tolerantes Brandenburg&ldquo; am morgigen Samstag in der Alten Chemiefabrik in Cottbus gezeigt.</p><p>Im Bundesland Brandenburg sind die meisten Todesopfer rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung zu beklagen. Auf insgesamt 26 Tafeln erinnert die Opferperspektive an 22 Menschen, die pl&ouml;tzlich aus ihrem Leben gerissen wurden. Sie mussten sterben, weil die T&auml;ter menschenverachtende Einstellungen verinnerlichten und den Wert eines Menschen an seiner Hautfarbe, seiner Herkunft, seines sozialen Status, seiner k&ouml;rperlichen oder seiner psychischen Beeintr&auml;chtigung bema&szlig;en.</p><p>&bdquo;Diese Ausstellung sehen wir als eine Form der Dokumentation der Taten und des Gedenkens an ihre Opfer. Wir r&uuml;cken die Menschen, die Familienv&auml;ter, Lebensgef&auml;hrten, S&ouml;hne und gute Freunde waren, in den Mittelpunkt&ldquo;, beschreibt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Judith Porath das Anliegen der Ausstellung. &bdquo;H&auml;ufig fehlt es an Informationen &uuml;ber diese Menschen. Wir wollen und k&ouml;nnen mit dieser Dokumentation keinen Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit erheben, sondern gerade auch darauf hinweisen, dass viele von ihnen vor Ort vergessen wurden.&ldquo;, so Porath weiter.</p><p>&bdquo;Kein sch&ouml;ner Land &ndash; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg&ldquo; thematisiert dar&uuml;ber hinaus das Gedenken und die langen Debatten um Anerkennung als politisch motivierte Verbrechen. Das Land Brandenburg hat als Erstes die Todesopfer rechter Gewalt neu &uuml;berpr&uuml;ft und bewertet.</p><p>Die Wanderausstellung kann ab 1. August &uuml;ber den Verein Opferperspektive ausgeliehen werden.</p><p>Pressekontakt und Ansprechpartnerinnen:</p><p>Judith Porath</p><p>0151 59100082</p><p>Christin J&auml;nicke</p><p>0151 59100083</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-zu-brandenburger-todesopfern-wird-eroeffnet">Ausstellung zu Brandenburger Todesopfern wird eröffnet</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 14:37:05 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>+ 1948 (1747 im Vorjahr) F&auml;lle rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland, Berlin und NRW&nbsp;</strong><br>
<strong>+ Weiterer Anstieg auf hohem Niveau</strong><br>
<strong>+ Mindestens 5 Angriffe pro Tag</strong></p><p>Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt dokumentieren f&uuml;r das Jahr 2016 einen erneuten Anstieg der Gewalt. In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW haben sich die Angriffe von 1747 im Jahr 2015 auf auf 1948 im Jahr 2016 erh&ouml;ht. Mindestens 3050 Personen (2015: 2237) wurden 2016 in den sieben Bundesl&auml;ndern verletzt und massiv bedroht.</p><p>&nbsp;</p><ul>
<li>2015 hatten sich die rechts motivierten Angriffe im Vergleich zu 2014 nahezu verdoppelt. 2016 ist ein erneuter Anstieg um 11 Prozent zu verzeichnen.</li>
<li>Deutliche Zunahme rassistischer Gewalt von 1056 im Jahr 2015 auf 1306 Angriffe im Jahr 2016. Der Anteil rassistischer Gewalt am Gesamtaufkommen 2016 stieg damit erneut von 60 auf 68 Prozent.</li>
<li>Ein Anstieg rassistischer Gewalttaten war in allen Bundesl&auml;ndern gleicherma&szlig;en zu verzeichnen, insbesondere in Th&uuml;ringen, wo rassistische Gewalttaten um knapp 90 Prozent anstiegen. Die Anzahl der Angriffe auf Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen werden, darunter auch auf Journalist_innen und politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, sank hingegen von 465 auf 363 und damit von 26 auf knapp 19 Prozent aller Vorf&auml;lle.</li>
</ul><p>Dazu Andrea H&uuml;bler f&uuml;r den Verband der Beratungsstellen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG): <em>&bdquo;Rassistische Gewalt nimmt weiter zu, die Hemmschwelle sinkt. Das zeigt sich an der zunehmenden Brutalit&auml;t und daran, dass auch vor Angriffen auf Kinder kein Halt gemacht wird. Deshalb bleiben unsere zentralen Forderungen:</em></p><ul>
<li><em>Schnelles und konsequentes Vorgehen der Ermittlungsbeh&ouml;rden</em><br>
<em>Bleiberecht f&uuml;r Menschen ohne sicheren Aufenthaltstitel, die Opfer einer rechts motivierten Gewalttat wurden</em><br>
<em>verbesserter Schutz f&uuml;r von rechts motivierter Diskriminierung und Gewalt Betroffene&ldquo;</em></li>
</ul><p>Das Gewaltpotential ist weiter angestiegen. Das zeigt sich insbesondere am Anstieg der gef&auml;hrlichen K&ouml;rperverletzungen um 28 Prozent. Schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen haben sich von 10 auf 20 F&auml;lle verdoppelt. Allein in Th&uuml;ringen und Sachsen wurden 4 solcher F&auml;lle registriert, in Sachsen-Anhalt sogar 6.</p><p>In Zerbst (Sachsen-Anhalt) wurde am 30. Juni 2016 ein 34-j&auml;hriger Pakistani von zwei Unbekannten M&auml;nnern angegriffen. Sie schlugen und traten auf den Mann ein und lie&szlig;en ihn dann verletzt auf den Bahngleisen zur&uuml;ck. Der schwer verletzte Betroffene konnte sich mit Gl&uuml;ck noch so aufrichten, dass ihn ein herannahender Zug lediglich an der Schulter streifte.</p><p>2016 ist erneut ein Todesopfer rechter Gewalt zu beklagen.</p><p>Am 17. September wurden in Berlin-Lichtenberg ein 34-j&auml;hriger Mann in einem Supermarkt vom Filialleiter aus rassistischer und sozialdarwinistischer Motivation geschlagen. Der 34-J&auml;hrige verstarb drei Tage sp&auml;ter an den Folgen des Angriffs.</p><p>Von den 1948 Angriffen waren mindestens 3051 Menschen in sieben Bundesl&auml;ndern betroffen. Das sind &uuml;ber 800 Menschen mehr als im Jahr zuvor (2237). Im Jahr 2016 waren 272 Kinder von rechter und rassistischer Gewalt betroffen. Damit waren fast 9 Prozent aller Betroffenen unter 14 Jahre alt.<em> &bdquo;Dieser dramatische Anstieg von Gewalt gegen Kinder ist besonders alarmierend und verdeutlicht, dass die letzten Hemmungen bei den T&auml;tern nach und nach fallen.&ldquo;</em>, so Andrea H&uuml;bler (VBRG).</p><p>Unserer Statistik nach waren Kinder am h&auml;ufigsten in Berlin, Sachsen-Anhalt (jeweils 45), in Th&uuml;ringen (48) und in Sachsen (73) betroffen.</p><p>So wurde am 6. Oktober 2016 wurden in Sebnitz (Sachsen) drei Kinder aus Syrien im Alter zwischen f&uuml;nf und elf Jahren von mehreren Jugendlichen geschlagen und mit einem Messer bedroht.</p><p>Auch Angriffe auf oder im Umfeld von Gefl&uuml;chtetenunterk&uuml;nften (bewohnte und unbewohnte; zentrale und dezentrale) haben in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW noch einmal deutlich zugenommen. Z&auml;hlten die Beratungsstellen 2015 noch 146 Angriffe, waren es 2016 bereits 252 (+72 Prozent). Wie schon im Jahr zuvor fanden die meisten dieser Angriffe in NRW (98) und Sachsen (53) statt, gefolgt von Berlin (41). Dabei handelte es sich vor allem um gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzungen (88) und Brandstiftungen (62). In 5 F&auml;llen handelte es sich um versuchte T&ouml;tungen.</p><p>In Gr&auml;fenhainichen (Sachsen-Anhalt) wurde am 26. Februar und in Niesky (Sachsen) am 23. Juli auf eine Gefl&uuml;chtetenunterkunft geschossen. Brandanschl&auml;ge, die als versuchte T&ouml;tungen gewertet wurden, wurden am 22. Mai in Zwickau (Sachsen), am 8. September in Wilnsdorf (NRW) und am 1. Oktober in J&uuml;terbog (Brandenburg) ver&uuml;bt.<br>
<strong>Dimension rechter Gewalt in den Bundesl&auml;ndern<br>
</strong><br>
F&uuml;r das Jahr 2016 verzeichneten die unabh&auml;ngigen Beratungsstellen in Ostdeutschland, Berlin und NRW 1948 F&auml;lle rechts motivierter und rassistischer Gewalt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein erneuter Anstieg um 11 Prozent.</p><ul>
<li>In Sachsen wurden mit 437 F&auml;llen die meisten Angriffe gez&auml;hlt (2015: 477, -4 %).</li>
<li>In Berlin wurden 381 Angriffe registriert (2015: 320, +19 %)</li>
<li>In NRW 335 (279, +20 %)</li>
<li>In Sachsen-Anhalt 265 Angriffe (2015: 217, + 22 %)</li>
<li>In Brandenburg 221 (2015: 203, +9 %)</li>
<li>In Th&uuml;ringen 160 Angriffe (2015: 121, +32 %)</li>
<li>In Mecklenburg-Vorpommern 149 Angriffe (2015: 130, +15 %).</li>
</ul><p>Damit fanden im letzten Jahr in Ostdeutschland, Berlin und NRW pro Tag im Durchschnitt 5,3 rechtsmotivierte Gewalttaten statt.</p><p>Zum &uuml;berwiegenden Teil handelte es sich dabei um (versuchte) K&ouml;rperverletzungsdelikte: 778 gef&auml;hrliche und 692 einfache K&ouml;rperverletzungen, au&szlig;erdem 20 schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen. In 274 F&auml;llen handelte es sich um N&ouml;tigungen oder Bedrohungen, in 95 F&auml;llen um Brandstiftungen, in 59 F&auml;llen um massive Sachbesch&auml;digungen und in 29 F&auml;llen um sonstige Gewalttaten wie Raub oder Landfriedensbruch.<br>
<strong>Rassismus ist weiterhin das h&auml;ufigste Tatmotiv</strong></p><p>Die Zahl rassistisch motivierter Gewalttaten stieg im Vergleich zu 2015 um weitere 24 Prozent an, nachdem bereits 2015 eine massive Zunahme rassistischer Angriffe verzeichnet wurde.</p><p><em>&bdquo;In Deutschland bestehen f&uuml;r POCs, Schwarze Menschen und Gefl&uuml;chtete Angstr&auml;ume. Wir erheben lediglich die Gewalttaten, keine Beleidigungen oder Diskriminierungen, doch auch verbale Attacken sind f&uuml;r Betroffene an der Tagesordnung. Deshalb bedarf es neben Opferberatungsstellen wie uns, zus&auml;tzlich unabh&auml;ngiger Antidiskriminierungsstellen.&ldquo;</em> erl&auml;utert H&uuml;bler.</p><p>In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW waren 1306 der Angriffe rassistisch motiviert, 363 Angriffe richteten sich gegen Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen wurden, darunter 27 gegen Journalist_innen. 98 Angriffe richteten sich gegen nicht-rechte und alternative Personen, 80 Angriffe gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identit&auml;t. 37 Angriffe waren antisemitisch motiviert. Zudem registrierten die Beratungsstellen 8 rechts motivierte Angriffe gegen Menschen mit einer Behinderung und 5 gegen wohnungslose Menschen.</p><p>Bei Nachfragen zur Situation in den jeweiligen Bundesl&auml;ndern und f&uuml;r weitere Informationen k&ouml;nnen Sie sich direkt an die Projekte wenden oder die Statistiken und Ver&ouml;ffentlichungen der einzelnen Bundesl&auml;nder auf der Internetseite des Verbands ansehen (verband-brg.de)</p><hr><p>Hinweis: Nicht alle Beratungsprojekte haben die Ressourcen f&uuml;r ein unabh&auml;ngiges Monitoring. Aus den Bundesl&auml;ndern Bayern, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein gibt es deshalb kurze Hintergrundberichte, die sie im Anhang finden. Die durch die neu entstandenen Beratungsstellen registrierten F&auml;lle rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt in NRW zeigen jedoch deutlich, dass ein fundiertes Monitoring in allen Bundesl&auml;ndern unabdingbar ist um das Ausma&szlig; rechts motivierter ein St&uuml;ck weit sichtbar machen zu k&ouml;nnen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Bayern &ndash; B.U.D. Bayern</strong></p><p>Aufgrund fehlender Ressourcen war es der seit 2009 existierenden bayerischen Beratungsstelle B.U.D. (Beratung. Unterst&uuml;tzung. Dokumentation. F&uuml;r Opfer Rechtsextremer Gewalt) auch 2016 nicht m&ouml;glich, ein eigenst&auml;ndiges Monitoring durchzuf&uuml;hren.<br>
Die offiziellen Zahlen f&uuml;r das Bundesland Bayern (z. B. PMK Rechts) sowie die Chronologien unabh&auml;ngiger Initiativen (z.B. Aida, AAS) zeigen jedoch einen Trend der erh&ouml;hten &Uuml;bergriffzahlen an, der sich auch in der Arbeit von B.U.D. widerspiegelte.<br>
Die Beratungsstelle war 2016 in &uuml;ber 20 Vorf&auml;lle involviert, die zumeist auf rassistischen Motiven beruhte. Auch Bedrohungen und Angriffe auf politisch Andersdenkende bzw. in der Fl&uuml;chtlingsunterst&uuml;tzung aktive Menschen nahmen erneut zu, wobei das Spektrum von Bedrohung im Internet bis zur schweren K&ouml;rperverletzung reichte. Die T&auml;ter kamen hierbei nicht nur aus dem Kreis &bdquo;der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen&ldquo; mit entsprechendem rechtsradikalen Hintergrund, sondern des &Ouml;fteren auch aus dem Kreis der bis dato politisch unauff&auml;lligen B&uuml;rger_innen.<br>
F&uuml;r 2017 erhoffen wir uns einhergehend mit einer Verbesserung der Ressourcen dem gewachsenen Bed&uuml;rfnis nach Unterst&uuml;tzung gerecht werden zu k&ouml;nnen und die &ouml;ffentliche bzw. gesellschaftliche Diskussion in Bayern f&uuml;r dieses Themenfeld weiter zu sensibilisieren.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>M&uuml;nchen &ndash; Beratungsstelle Before</strong></p><p>Am 18. M&auml;rz 2016 nahm BEFORE, die unabh&auml;ngige Beratungsstelle f&uuml;r Betroffene rechter und rassistischer Gewalt und Diskriminierung, ihre Beratungsarbeit in M&uuml;nchen auf.<br>
Die Opferberatung rechte Gewalt bearbeitete im Jahr 2016 &uuml;ber 30 Beratungsf&auml;lle in M&uuml;nchen. Rassismus war das h&auml;ufigste Tatmotiv (69 Prozent). Menschen, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, arbeiten, zur Schule gehen und am sozialen Leben teilnehmen, wurden attackiert, vor allem Frauen, die ein Kopftuch trugen, wurden Opfer von Anfeindungen und Gewalt.<br>
H&auml;ufig wurden Menschen im &ouml;ffentlichen Raum, im &ouml;ffentlichen Nahverkehr und im eigenen Wohnumfeld angegriffen. Das bedeutet f&uuml;r die Betroffenen zumeist eine massive Bedrohung und Unsicherheit in ihrem direkten Lebensumfeld.<br>
Aus den Beratungsf&auml;llen 2016 und den Erfahrungen der Antidiskriminierungsberatung nehmen wir in M&uuml;nchen eine gef&auml;hrliche Entwicklung wahr. Mobilisierung, Hetze und Diskriminierung mit rechtem oder rassistischem Hintergrund finden immer &ouml;fter offen statt und animieren Einzelt&auml;ter_innen zu Anfeindungen und Angriffen. Betroffen davon sind neben Gefl&uuml;chteten und Migrant_innen auch Homosexuelle und Transgender (LGBTI), Menschen mit Behinderungen sowie Menschen, die sich f&uuml;r potenzielle Betroffenengruppen engagieren.</p><p><strong>Hessen &ndash; Beratungsstelle Response</strong></p><p>Response nahm Anfang 2016 offiziell die Beratung in Hessen auf. In der zweiten H&auml;lfte des Jahres begann die Beratungsstelle zun&auml;chst Strukturen f&uuml;r ein belastbares Monitoring aufzubauen. So sind die f&uuml;r das Jahr 2016 erhobenen Zahlen zwar noch nicht aussagekr&auml;ftig genug, liefern dennoch schon jetzt einen Beitrag, um den gesellschaftspolitischen Diskurs &uuml;ber rechte Gewalt um die Perspektive der Betroffenen zu erweitern.<br>
Response z&auml;hlte 40 Vorf&auml;lle rechter Gewalt mit direkt betroffenen Personen. 12 davon sind Angriffen gegen die pers&ouml;nliche Unversehrtheit zuzurechnen, einer wird als versuchte T&ouml;tung eingeordnet. Als h&auml;ufigstes Tatmotiv ist Rassismus in 27 F&auml;llen auszumachen.<br>
Trotz dieser Entwicklung besteht in Politik und &Ouml;ffentlichkeit weiterhin der Mythos von Einzelf&auml;llen am rechten Rand der Gesellschaft. Die Vorf&auml;lle und Statistiken werden &ouml;ffentlich kaum wahrgenommen. Die Bagatellisierung des Erlebten und die Verdr&auml;ngung der Vorf&auml;lle spiegeln Erfahrungen wieder, die Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt best&auml;ndig machen. Mit der Aufnahme des Monitorings im Jahr 2017 m&ouml;chte Response dazu beitragen, dass das Thema rechte und rassistische Gewalt st&auml;rker in der &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert wird.<br>
<strong>Hamburg &ndash; Beratungsstelle Empower</strong></p><p>Im Jahr 2016 sind die Zahlen rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe in Hamburg weiter angestiegen. Betroffene berichten von einer aggressiven gesellschaftlichen Stimmung und einem Anstieg allt&auml;glicher Gewalterfahrungen, verbunden mit einer stetigen Sprachlosigkeit, Wut und Ohnmachtserfahrung.</p><p>Im Vergleich zu 2015, dem Jahr in dem die Beratungsstelle empower ihre Arbeit aufnahm, haben sich die Vorf&auml;lle in Hamburg mehr als verdoppelt. Auch Angriffe gegen Kinder und Jugendliche haben massiv zugenommen. Die Hemmschwelle Gewalt auszu&uuml;ben, sinkt weiter. Viele Menschen erleben nicht nur physische Gewalt, sondern sind auch massiven psychischen Bedrohungen ausgesetzt.</p><p>Schwerpunkte der Beratungen waren Gewalt gegen Gefl&uuml;chtete, antimuslimischer Rassismus, Gewalt in Schulen oder in und um Sportvereine, rechtes Stalking, vermehrt schwere K&ouml;rperverletzungen, aber auch aus Sicht der Betroffenen erlebte (Re-)Viktimisierung in Kontakt mit staatlichen Institutionen.</p><p>Die Mehrheit der Betroffenen m&ouml;chten keine Anzeigen bei der Polizei erstatten. Ursachen sind vor allem negative Erlebnisse mit der Exekutive und die Erfahrung, dass rassistische und antisemitische Taten kaum juristisch verfolgt werden. Weiterhin beklagen viele Betroffene einen Mangel an Solidarit&auml;t und R&uuml;ckhalt in der Gesellschaft.</p><p><strong>Schleswig-Holstein &ndash; Beratungsstelle zebra</strong></p><p>Seit Mitte 2015 stellt Zebra im Zuge der Beratungsarbeit einen Anstieg rechter und rassistischer Angriffe fest. Die Taten richteten sich nicht nur gegen Gefl&uuml;chtete (und deren Unterk&uuml;nfte) oder Migrant_innen, sondern auch gegen die Zivilgesellschaft, beispielsweise gegen Ehrenamtliche in der Fl&uuml;chtlingshilfe oder Menschen, die sich in ihrer Funktion als Kommunalpolitiker_innen f&uuml;r die Rechte von Minderheiten engagierten.<br>
Dieser Trend setzte sich 2016 fort. Dabei sind Beratungen zu Angriffen organisierter Rechter auf politische Gegner_innen angestiegen. Die Angriffe sind massiver, die Beratungen komplexer und langfristiger. In deutlich &uuml;ber der H&auml;lfte der F&auml;lle &ndash; etwa auch bei Angriffen auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte &ndash; sind mehr als nur eine Person betroffen.<br>
Auffallend ist der Anstieg von Angriffen auf politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, die in ihrer Massivit&auml;t deutlich zugenommen haben. Diese Beobachtung legt eine zunehmende Verrohung hinsichtlich der &bdquo;Kultur&ldquo; politischer Auseinandersetzungen nahe. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung sich insbesondere im kommenden Landtags- und Bundestagswahlkampf fortsetzt, da die Verrohung der politischen Auseinandersetzung Teil von Wahlkampfstrategien zu sein scheint.</p><p>Factsheet als Grafik zum <strong><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2017/04/factsheet_vbrg2016.pdf" aria-label="factsheet vbrg2016">Download</a></strong></p><p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016">Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Stellenausschreibung:  Berater_in für Betroffene rechter und rassistischer Gewalttaten in Brandenburg (20 Stunden)</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/archiv/stellenausschreibung-berater_in-fuer-betroffene-rechter-und-rassistischer-gewalttaten-in-brandenburg-20-stunden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2016 17:23:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen des Bereichs der »Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt« beim Verein Opferperspektive e.V. ist zum 1. Januar 2017 eine Berater_innenstelle zu besetzen. In der Beratung von Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt beim Verein Opferperspektive arbeiten sieben Mitarbeiter_innen. Die Beratung ist aufsuchend und findet im Land Brandenburg statt. Das Büro der Opferperspektive ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des Bereichs der »Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt« beim<br />
Verein Opferperspektive e.V. ist zum 1. Januar 2017 eine Berater_innenstelle zu besetzen.</p>
<p>In der Beratung von Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt beim Verein Opferperspektive<br />
arbeiten sieben Mitarbeiter_innen. Die Beratung ist aufsuchend und findet im Land Brandenburg<br />
statt. Das Büro der Opferperspektive ist in Potsdam. Die Beratung von Gewaltopfern erfordert Elan<br />
und Belastbarkeit sowie Interesse an der Zusammenarbeit in einem engagierten Team. Alle<br />
Kolleg_innen sollten an der Selbstverwaltung des Projektes mitarbeiten.</p>
<p>Der/ die neue Berater_in wird das Team Südbrandenburg verstärken. Dies beinhaltet insbesondere<br />
die Beratung in den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Teltow-<br />
Fläming, Dahme-Spreewald, Oder-Spree sowie in der kreisfreien Stadt Cottbus. Dienstort ist<br />
Potsdam.</p>
<p>Die Arbeit der Gewaltopferberatung des Vereins Opferperspektive umfasst vier wesentliche<br />
Bereiche:</p>
<ul>
<li>psychosoziale Beratung und Begleitung von Betroffenen, Angehörigen und Zeug_innen,</li>
<li>lokale Intervention,</li>
<li>Lobbyarbeit für (potenzielle) Betroffenengruppen,</li>
<li>Monitoring und Recherche.</li>
</ul>
<p><strong>Aufgabengebiete:</strong></p>
<ul>
<li>aufsuchende Beratung und Begleitung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Land Brandenburg,</li>
<li>Arbeit mit Kooperationspartner_innen und Gruppen potenziell Betroffener,</li>
<li>fallbezogene und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit,</li>
<li>Durchführung von Veranstaltungen,</li>
<li>Kontaktpflege zu Institutionen der Opferhilfe, regionalen Trägern und Initiativen sowie<br />
sonstigen Gremien, Polizei, Verwaltung, Politik und Medien,</li>
<li>Dokumentation und Recherche,</li>
<li>Teilnahme an Teamsitzungen, Supervisionen und Weiterbildungen.</li>
</ul>
<p><strong>Voraussetzungen:</strong></p>
<ul>
<li>Hochschulabschluss in den Bereichen Soziale Arbeit, Psychologie, Sozialwissenschaften<br />
oder Rechtswissenschaften,</li>
<li>Beratungserfahrung,</li>
<li>sehr gute Kenntnisse in den Themenfeldern Rechtsextremismus und Rassismus,</li>
<li>sichere Kenntnisse in mindestens einer weiteren Sprache,</li>
<li>interkulturelle Kompetenz,</li>
<li>sicheres Auftreten,</li>
<li>Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten,</li>
<li>sicherer Umgang mit Desktopanwendungen (Linux),</li>
<li>Fahrerlaubnis der Klasse B.</li>
</ul>
<p><strong>Vorteilhaft, aber keine Bedingung sind:</strong></p>
<ul>
<li>Beratungserfahrungen mit Traumatisierten,</li>
<li>Kenntnisse in Straf-, Zivil-, Ausländer- und Asylrecht,</li>
<li>Kenntnis sozialer und politischer Verhältnisse in Brandenburg,</li>
<li>Erfahrungen in politischen, bspw. antifaschistischen oder antirassistischen, Projekten.</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li>Die Vergütung erfolgt nach TV-L Entgeltgruppe 9.</li>
<li>Der Träger ist bestrebt, die Stundenzahl der Teilzeitstelle sowie die tarifliche<br />
Eingruppierung aufzustocken.</li>
<li>Wir wünschen uns ganz besonders Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund.</li>
<li>Da im Berater_innenteam zur Zeit mehr Männer* arbeiten, sind wir aus paritätischen<br />
Gründen besonders an Bewerbungen von Frauen* interessiert (* im Wissen um die<br />
gesellschaftliche Konstruktion von Geschlechterkategorien).</li>
</ul>
<p><strong>Bewerbung:</strong></p>
<ul>
<li>Bewerbungsschluss ist der 30. November 2016.</li>
<li>Bitte die Bewerbung in Form eines aussagekräftigen Motivationsschreibens und eines<br />
tabellarischen Lebenslaufes (ohne Zeugnisse, Bescheinigungen, Foto) <strong>ausschließlich</strong> per E-<br />
Mail an info@opferperspektive.de</li>
</ul><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/archiv/stellenausschreibung-berater_in-fuer-betroffene-rechter-und-rassistischer-gewalttaten-in-brandenburg-20-stunden">Stellenausschreibung:  Berater_in für Betroffene rechter und rassistischer Gewalttaten in Brandenburg (20 Stunden)</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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