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	<title>Faschismus - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Zunahme rassistischer Angriffe in Brandenburg</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für das Jahr 2012 hat der Verein Opferperspektive 95 rechtsmotivierte Gewalttaten im Land Brandenburg gezählt. Die erfassten Straftaten richteten sich nach Kenntnis der Beratungsstelle gegen mindestens 146 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg der Gewalttaten dokumentiert, 2011 waren 84 Fälle rechter Gewalt registriert worden.Es wurden 60 Körperverletzungen, 23 versuchte Körperverletzungen und Bedrohungen, fünf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für das Jahr 2012 hat der Verein Opferperspektive 95 rechtsmotivierte Gewalttaten im Land Brandenburg gezählt. Die erfassten Straftaten richteten sich nach Kenntnis der Beratungsstelle gegen mindestens 146 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg der Gewalttaten dokumentiert, 2011 waren 84 Fälle rechter Gewalt registriert worden.Es wurden 60 Körperverletzungen, 23 versuchte Körperverletzungen und Bedrohungen, fünf Raubdelikte, drei Brandstiftungen und vier Sachbeschädigungen registriert. Der Anteil der rassistisch motivierten Gewalttaten erhöhte sich auf fast 50 Prozent. Gleichzeitig wurden etwas weniger Angriffe gegen nicht-Rechte Jugendliche und alternative Menschen verzeichnet. In 46 der 95 Fälle wurden Flüchtlinge und MigrantInnen angegriffen. 31 Angriffe wurden aus Hass auf politische Feinde begangen. 15 Übergriffe richteten sich gegen alternative Jugendliche. In zwei der 95 Fällen handelte es sich um Angriffe auf vermeintlich sozial benachteiligte Personen. Ein Angriff wurde aus homophoben Motiven begangen.</p>
<p>Wie in den Vorjahren ergibt sich ein regionaler Schwerpunkt im Süden Brandenburgs. Seit Jahren sind Cottbus und Spree-Neiße ein Schwerpunkt rechter Gewalt. Allein in Spremberg wurden im letzten Jahr sechs rechte Angriffe verübt. Alle Täter lassen sich der organisierten Neonaziszene zuordnen. Ein besonders brutaler Übergriff ereignete sich in der Nacht vom 12. Mai 2012 in Spremberg. Fünf Jugendliche wurden vor einem Jugendclub von mindestens sechs Personen angegriffen. Die mit Teleskop-Schlagstöcken bewaffneten Rechten schlugen die Scheiben ihres Autos ein und versuchten, einen der Jugendlichen aus dem Auto zu zerren. Alle Betroffenen erlitten Schnittwunden und Prellungen, einem Jugendlichen wurde die Hand gebrochen. Die Angriffe organisierter Neonazis verwandeln Spremberg für die Betroffenen in eine Angstzone. Die Gewalt zielt nicht nur auf alternative Jugendliche: Nach einem Bericht über Neonaziaktivitäten in der Region wurden an der Redaktion der Lausitzer Rundschau Tierinnereien angebracht und Neonaziparolen gesprüht.</p>
<p>Besonders beunruhigend sind auch die Aktivitäten der militanten Neonazigruppe »Nationaler Widerstand Berlin« in Brandenburg. Anfänglich waren es Hakenkreuzschmiereien auf Stolper- und Gedenksteinen für die Opfer des Faschismus. Vor dem Haus eines Jugendlichen in Storkow wurden im Sommer die Worte »Game Over« und sein Name gesprüht. In der Nacht vom 9. Oktober 2012 wurde das Flüchtlingsheim in Waßmannsdorf angegriffen, hier hinterließen die Täter ein Hakenkreuz und den Schriftzug »Rostock ist überall«. Bei allen Aktionen wurde sich durch das Hinterlassen des Schriftzugs »NW-Berlin« zu den Taten bekannt. Die Angriffe auf Flüchtlingsheime und Wohnhäuser zeigen, wie unangreifbar sich die Täter fühlen.</p>
<p><strong>Informationen </strong>Tobias Pieper<br />
<strong>Telefon</strong> 0171 1935669</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/zunahme-rassistischer-angriffe-in-brandenburg-2">Zunahme rassistischer Angriffe in Brandenburg</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>»Rechte Gewalt viel zu lange bagatellisiert«</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-viel-zu-lange-bagatellisiert</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Dec 2000 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hohe Ehrung für Brandenburger Flüchtlingsinitiative, den Verein Opferperspektive und Tagesspiegel-Redakteur Jansen</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille hat die Internationale Liga für Menschenrechte am Sonntag in Berlin die Brandenburger Flüchtlingsinitiative, den Verein Opferperspektive und Tagesspiegel-Redakteur Frank Jansen geehrt. Alle drei Preisträger versuchten auf ihre Weise, »den Gewalttaten des Rechtsextremismus und dem Verhalten der schweigenden Mehrheit entgegenzuwirken und die Menschenwürde zu verteidigen«, sagte die iranische Menschenrechtlerin und Vorjahrespreisträgerin Monireh Baradaran bei ihrer Laudatio. Mut und Engagement der Geehrten gebe die Hoffnung, dass sich der Faschismus in Deutschland nicht wiederhole. </p>
<p>Fanny-Michaela Reisin, die Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte, erinnerte daran, dass von gewalttätigen Übergriffen nicht nur Bürgerkriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge, sondern alle sozial Schwachen &#8211; Obdachlose, Behinderte und Sozialhilfeempfänger &#8211; betroffen seien. »Das Problem der Gewalttaten von Neonazis und Skins ist eine Aufgabe der Politik, der Gesellschaft und von uns allen«, sagte sie. Die Aufgabe, die braune Szene gesellschaftlich zu isolieren, zu ächten und an ihren Untaten zu hindern, sei eine Daueraufgabe. </p>
<p>Unter Ausländern in Deutschland grassiere die Angst, »und zwar nicht erst seit diesem Sommer und nicht allein in Ostdeutschland«, beklagte die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages, Claudia Roth. Die SPD-Politikerin kritisierte, die politisch Verantwortlichen hätten die rechte Gewalt viel zu lange verdrängt und bagatellisiert. </p>
<p>Diese Verdrängung der Realität durch Bürgermeister und Behörden sei »eine Art Webfehler des politischen Systems der Bundesrepublik«, erklärte Tagesspiegel-Redakteur Frank Jansen. Als Beleg nannte Jansen die Statistiken des Bundeskriminalamtes (BKA) über rechte und rassistische Gewalt. Erst vor zwei Wochen hätte das BKA erstmals zugegeben, dass die bislang genannten offiziellen Zahlen über Opfer »seit Jahren« viel zu niedrig angesetzt worden seien.<br />
Die Internationale Liga für Menschenrechte vergibt die Carl-von Ossietzky-Medaille seit 1962 für besondere Verdienste um die Menschenrechte. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Günter Grass, Helmut Gollwitzer, Heinrich Böll, Heinrich Albertz, Ingeborg Drewitz, Martin Niemöller, Günter Wallraff und Erich Fried.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-viel-zu-lange-bagatellisiert">»Rechte Gewalt viel zu lange bagatellisiert«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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