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	<title>FFM Berlin - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Neuerliche Zerstörung der Gedenktafel für Farid Guendoul/Omar ben Noui</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/neuerliche-zerstoerung-der-gedenktafel-fuer-farid-guendoulomar-ben-noui</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2000 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[FFM Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum dritten Mal seit seiner Erneuerung am 13. Februar 2000 anlässlich des Jahrestages des Todes von Farid Guendoul/Omar ben Noui ist der von der Antifa Guben errichtete Gedenkstein für das Opfer einer rassistischen Hetzjagd geschändet worden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><div id="attachment_25092" style="width: 470px" class="wp-caption alignleft"><a href="/wp-content/uploads/2014/04/farid.jpeg" aria-label="farid"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25092" class="size-full wp-image-25092" src="/wp-content/uploads/2014/04/farid.jpeg" alt="Gedenktafel in Guben" width="460" height="440" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2014/04/farid.jpeg 460w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2014/04/farid-300x286.jpeg 300w" sizes="(max-width: 460px) 100vw, 460px" /></a><p id="caption-attachment-25092" class="wp-caption-text">Gedenktafel in Guben</p></div>
</p><p>Nachdem die T&auml;ter der beiden vorangegangenen Sch&auml;ndungen &ndash; darunter auch zwei der Angeklagten des &raquo;Hetzjagd-Prozesses&laquo; vor dem Landgericht Cottbus &ndash; sich auf das Zerstrampeln der zum Gedenken niedergelegten Blumen und das (in diesem Lande zum Alltag geh&ouml;rende) Skandieren von widerlichen Naziparolen beschr&auml;nkten, leisteten die &raquo;Kameraden&laquo; bei der j&uuml;ngsten Sch&auml;ndung vergangene Nacht (?) ganze Arbeit: Sie rissen, m&ouml;glicherweise mit Hilfe eines Autos, die in einen Findling eingelassene Platte aus der Verankerung und stahlen sie.</p><p>Sicher haben diese schamlosen Rassisten unter ihrer Troph&auml;e auf den &raquo;Nationalen Widerstand&laquo; angestossen. Aber auch einer schweigenden oder Leserbriefe schreibenden Mehrheit in der Stadt wird das Verschwinden der Gedenkplatte gerade recht sein: Selbst diese v&ouml;llig kostenlosen und rein symbolischen Akte des Gedenkens, des Mitgef&uuml;hls scheinen den meisten in diesem Lande ein Stachel im Fleisch zu sein.</p><p>Immerhin, der Gedenkstein war zuletzt selbst von Stadtoffiziellen angenommen und als Ort akzeptiert worden, an welchem diesem Opfer der Gubener, Brandenburger, ostdeutschen, deutschen Verh&auml;ltnisse gedacht werden konnte, Blumen niedergelegt werden konnten. Auch der peinliche Widerstand der halsstarrig um den &raquo;Ruf Gubens in der Welt&laquo; besorgten SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung musste nun endlich verstummen, nachdem Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Thierse (SPD) vergangene Woche den Gedenkstein besuchte und seinen Unmut dar&uuml;ber &auml;u&szlig;erte, dass die Gesellschaft nicht in der Lage sei, weder mit den Opfern noch mit den T&auml;tern rassistischer Gewalt angemessen umzugehen.</p><p>Wie schon seit einem Jahr geht es auch im Zusammenhang mit der neuen Serie von Sch&auml;ndungen niemandem um das Opfer selber: Der Stein sollte an eine Person erinnern, die nach Deutschland kam, um eine Chance f&uuml;rs Leben zu finden, zum &Uuml;berleben. Er starb, weil er sich in seiner Todesangst auf der Flucht vor einem rassistischen Mob schwer verletzte. Ihm geh&ouml;rt unser Gedenken und ihm widmen wir unseren Kampf, unsere Wut und unseren Zorn, diesen t&ouml;dlichen Kreislauf der Gleichg&uuml;ltigkeit und diese neuerliche Renaissance eines v&ouml;lkischen Wahns zu stoppen.</p><p>V&ouml;llig losgel&ouml;st von Omar/Farid ist nur noch ein Wettlauf &uuml;brig geblieben, ob eine kleine Minderheit aus Antifa und einer Handvoll anderer ein symbolisches Gedenken an den Toten gegen die Verh&ouml;hnung durch die T&auml;ter, ihre Verteidiger vor Gericht und eine h&auml;mische Mehrheit in der Bev&ouml;lkerung durchsetzen kann oder ob dieser Mehrheitsrassismus von ihren willigen Neonazi-Vollstreckern exekutiert wird.</p><p>Wir, die Gruppen, die den Prozess in Cottbus beobachten und dokumentieren: Antifa Guben, Anlaufstelle f&uuml;r Opfer rassistischer Gewalt, Cottbus, und Forschungsgesellschaft Flucht und Migration, Berlin, wollen uns an diesem Wettstreit nicht beteiligen und fordern nun das offizielle Guben, das ach so tolerante Brandenburg oder wen auch immer auf, den Gedenkstein zu erneuern und gegen den rassistischen Hohn und den Widerstand in der Bev&ouml;lkerung zu sch&uuml;tzen. Es gibt M&ouml;glichkeiten technischer und gesellschaftlicher Art gegen diese permanente Beleidigung des get&ouml;teten Farid Guendoul/Omar ben Noui vorzugehen. Dazu fordern wir nun die Stadtverwaltung, die Landesregierung, Interessenverb&auml;nde, Gewerkschaften, Kirchen, Schulen, die Bundesregierung und alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen auf, die mit ihrer Taten- und Ideenlosigkeit, ihrem Schweigen und ihrer Gleichg&uuml;ltigkeit f&uuml;r das Klima im Lande verantwortlich sind, in welchem sich rassistische Nazis bewegen wie Fische im Wasser.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/neuerliche-zerstoerung-der-gedenktafel-fuer-farid-guendoulomar-ben-noui">Neuerliche Zerstörung der Gedenktafel für Farid Guendoul/Omar ben Noui</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>»Nur ein Toter mehr?«</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/nur-ein-toter-mehr</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2000 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[AG Flucht und Migration Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Farid Guendoul]]></category>
		<category><![CDATA[FFM Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Guben]]></category>
		<category><![CDATA[Opferperspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Todesopfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Veranstaltungsreihe zum Tod von Farid Guendoul. Außerdem: Wiedereinweihung des Gedenksteins für Farid Guendoul.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/nur-ein-toter-mehr">»Nur ein Toter mehr?«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor fast einem Jahr, in der Nacht vom 12. zum 13. Februar 1999, fand der algerische Flüchtling Farid Guendoul in der südbrandenburgischen Kleinstadt Guben den Tod, nachdem er von einer aufgestachelten Meute stadtbekannter rassistischer Skinheads durch die Straßen gehetzt worden war. Aus Anlass seines ersten Todestages findet</p>
<p><em>am Dienstag, den 8. Februar 2000</em></p>
<p><em>um 19.00 Uhr</em></p>
<p><em>im Kato, U-Bahnhof Schlesisches Tor, Berlin</em></p>
<p>eine Podiumsdiskussion statt.</p>
<p>Thema der Veranstaltung werden die Situation in Guben und der Prozess gegen die 11 Täter sein, der seit Juni 1999 in Cottbus stattfindet.</p>
<p>Eine Hetzjagd wie in Guben hätte auch in vielen anderen Städten stattfinden können. Sie ist Ausdruck und Folge der systematischen staatlichen Ausgrenzungspolitik und der rassistischen Einstellung vieler BürgerInnen.</p>
<p>Was aber könnten wirksame »Strategien gegen Rechts«, jenseits hilfloser und kurzsichtiger staatlicher Programme, wie das »Tolerante Brandenburg« sein?<br />
Auch dies wird Thema der Veranstaltung sein.</p>
<p>Auf dem Podium werden MitarbeiterInnen der Forschungsgesellschaft Flucht und Migration, der AG Flucht und Migration Cottbus, der AntiFa Guben und der Opferperspektive, sowie eine Vertreterin der Nebenklage und ein Freund des Toten diskutieren und die Fragen des Publikums beantworten. Zur Einführung wird ein ca. 5 Min. Fernsehinterview mit Malik Guendoul gezeigt.</p>
<p>Weitere Termine in anderen Städten folgen.</p>
<h2>Wiedereinweihung des Gedenksteins für Farid Guendoul</h2>
<p>Zu Sylvester, als ein Mob rechtsextrem orientierter Jugendlicher randalierend und »Sieg-Heil« brüllend durch Guben zog, darunter auch drei der Angeklagten im Cottbuser Hetzjagd-Prozess, wurde der Gedenkstein für Farid Guendoul an der Hugo-Jentsch-Straße vollständig zerstört. Die Tat ereignete sich entweder in der Sylvesternacht oder kurze Zeit später. Von den Tätern fehlt jede Spur.</p>
<p>Am Sonntag, den 13. Februar, dem Jahrestag der tödlichen Hetzjagd, wird ein neuer Gedenkstein eingeweiht. Um 13 Uhr findet unweit des Hauses Hugo-Jentsch-Straße 14, wo Farid Guendoul auf der Flucht vor seinen Verfolgern verblutete, eine Kundgebung statt, die von der Antifa Guben veranstaltet wird, anschließend ein Zug durch Obersprucke.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/nur-ein-toter-mehr">»Nur ein Toter mehr?«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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