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	<title>Flüchtlingsheim - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Über die Schwierigkeit, in Brandenburg Frieden zu finden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2015 15:34:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir haben zu essen, wir haben ein bisschen Geld. Aber was wir brauchen, ist Frieden. Deshalb sind wir hierher gekommen“, sagt Fuad N. Er gehört zu einer Gruppe von 15 jungen Männern aus Eritrea. Den Frieden, den sie seit der Flucht aus der Militärdiktatur suchen, haben sie noch nicht gefunden. Nachdem sie in Deutschland Asyl [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY">„Wir haben zu essen, wir haben ein bisschen Geld. Aber was wir brauchen, ist Frieden. Deshalb sind wir hierher gekommen“, sagt Fuad N. Er gehört zu einer Gruppe von 15 jungen Männern aus Eritrea. Den Frieden, den sie seit der Flucht aus der Militärdiktatur suchen, haben sie noch nicht gefunden.</p>
<p align="JUSTIFY">Nachdem sie in Deutschland Asyl beantragen, werden sie nach Brandenburg verteilt und ins Flüchtlingsheim nach Forst geschickt. Dort leben sie, wie in den meisten Heimen, auf engstem Raum in einem Gebäude ohne abgeschlossene Wohneinheiten. Küchen und sanitäre Einrichtungen müssen Menschen miteinander teilen, die sich sprachlich oft nicht verständigen können. Das führt zu Konflikten. So auch in Forst. Die Gruppe bittet die Verwaltung einzuschreiten, aber nichts passiert. Schließlich eskaliert die Situation. Es kommt zu einer Schlägerei, bei der vier von ihnen verletzt werden. Einer muss neun Tage lang ins Krankenhaus. Jetzt reagiert die Verwaltung schnell und verlegt die Gruppe nach Guben in ein weitgehend leerstehendes Lehrlingsheim.</p>
<p align="JUSTIFY">Doch auch hier können sie keinen Frieden finden, sondern werden mit einer Serie rassistischer Anfeindungen und Angriffe konfrontiert. Wenige Tage nach ihrer Ankunft wird die Parole „Refugees go home!“ metergroß auf den Weg vor ihrer Unterkunft geschrieben und einer von ihnen wird vor dem Supermarkt rassistisch bedroht. In ihrer Verzweiflung fahren sie nach Gießen zu einem eritreischen Verein, um sich beraten zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Wegen der Aufenthaltsbeschränkungim Asylverfahren müssen sie aber nach Guben zurück. Kurz nach ihrer Rückkehr kommt es direkt vor der Unterkunft zu einem weiteren rassistischen Angriff. Dieses Mal rufen sie die Polizei und einer von ihnen fährt mit den Beamten zur Zeugenaussage nach Cottbus. Dort wartet er stundenlang auf einen Übersetzer. Als dieser kommt, spricht er nicht seine Sprache. Unverrichteter Dinge wird er nach Guben zurückgebracht. Während der Fahrt fesseln die Beamten ihm, dem Opfer, die Hände mit Handschellen auf den Rücken. Diese unverständliche, erniedrigende und bedrohliche Behandlung hat ihn nachhaltig schockiert.</p>
<p align="JUSTIFY">Die Gruppe wendet sich nun mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit und bittet um Unterstützung dabei, an einen sicheren Ort zu kommen. Sie wollen in eine größere Stadt, wo sie nicht die einzigen Schwarzen sind, und beantragen den Umzug nach Cottbus. Die Behörden lehnen ab. Nun haben sie sich entschlossen auszuharren, in der Hoffnung auf schnelle Asylverfahren. Sie haben inzwischen Ansprechpartner vor Ort, aber ihre Unterkunft verlassen sie nur noch selten. „Stinkefinger und Spucken, das ist normal für mich. Ich sehe auch die Leute, die lächeln, aber eben auch die anderen,“ sagt Fuad N. über seine Erfahrungen.</p>
<p align="JUSTIFY">Was die Gruppe erlebt hat, erleben viele Flüchtlinge, angefangen bei den Folgen der verfehlten Unterbringungspolitik über Anfeindungen und Rassismus bis zur Diskriminierung durch Beamte. Die Gruppe hat sich zusammengeschlossen und entschieden, dagegen anzukämpfen. Ihr Verlangen nach Solidarität ist gleichzeitig eine Forderung, Flüchtlingspolitik nicht darauf zu beschränken, Menschen zu verwalten.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/ueber-die-schwierigkeit-in-brandenburg-frieden-zu-finden-2">Über die Schwierigkeit, in Brandenburg Frieden zu finden</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Über die Schwierigkeit, in Brandenburg Frieden zu finden</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2015 15:34:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Wir haben zu essen, wir haben ein bisschen Geld. Aber was wir brauchen, ist Frieden. Deshalb sind wir hierher gekommen“, sagt Fuad N. Er gehört zu einer Gruppe von 15 jungen Männern aus Eritrea. Den Frieden, den sie seit der Flucht aus der Militärdiktatur suchen, haben sie noch nicht gefunden. Nachdem sie in Deutschland Asyl [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY">„Wir haben zu essen, wir haben ein bisschen Geld. Aber was wir brauchen, ist Frieden. Deshalb sind wir hierher gekommen“, sagt Fuad N. Er gehört zu einer Gruppe von 15 jungen Männern aus Eritrea. Den Frieden, den sie seit der Flucht aus der Militärdiktatur suchen, haben sie noch nicht gefunden.</p>
<p align="JUSTIFY">Nachdem sie in Deutschland Asyl beantragen, werden sie nach Brandenburg verteilt und ins Flüchtlingsheim nach Forst geschickt. Dort leben sie, wie in den meisten Heimen, auf engstem Raum in einem Gebäude ohne abgeschlossene Wohneinheiten. Küchen und sanitäre Einrichtungen müssen Menschen miteinander teilen, die sich sprachlich oft nicht verständigen können. Das führt zu Konflikten. So auch in Forst. Die Gruppe bittet die Verwaltung einzuschreiten, aber nichts passiert. Schließlich eskaliert die Situation. Es kommt zu einer Schlägerei, bei der vier von ihnen verletzt werden. Einer muss neun Tage lang ins Krankenhaus. Jetzt reagiert die Verwaltung schnell und verlegt die Gruppe nach Guben in ein weitgehend leerstehendes Lehrlingsheim.</p>
<p align="JUSTIFY">Doch auch hier können sie keinen Frieden finden, sondern werden mit einer Serie rassistischer Anfeindungen und Angriffe konfrontiert. Wenige Tage nach ihrer Ankunft wird die Parole „Refugees go home!“ metergroß auf den Weg vor ihrer Unterkunft geschrieben und einer von ihnen wird vor dem Supermarkt rassistisch bedroht. In ihrer Verzweiflung fahren sie nach Gießen zu einem eritreischen Verein, um sich beraten zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Wegen der Aufenthaltsbeschränkungim Asylverfahren müssen sie aber nach Guben zurück. Kurz nach ihrer Rückkehr kommt es direkt vor der Unterkunft zu einem weiteren rassistischen Angriff. Dieses Mal rufen sie die Polizei und einer von ihnen fährt mit den Beamten zur Zeugenaussage nach Cottbus. Dort wartet er stundenlang auf einen Übersetzer. Als dieser kommt, spricht er nicht seine Sprache. Unverrichteter Dinge wird er nach Guben zurückgebracht. Während der Fahrt fesseln die Beamten ihm, dem Opfer, die Hände mit Handschellen auf den Rücken. Diese unverständliche, erniedrigende und bedrohliche Behandlung hat ihn nachhaltig schockiert.</p>
<p align="JUSTIFY">Die Gruppe wendet sich nun mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit und bittet um Unterstützung dabei, an einen sicheren Ort zu kommen. Sie wollen in eine größere Stadt, wo sie nicht die einzigen Schwarzen sind, und beantragen den Umzug nach Cottbus. Die Behörden lehnen ab. Nun haben sie sich entschlossen auszuharren, in der Hoffnung auf schnelle Asylverfahren. Sie haben inzwischen Ansprechpartner vor Ort, aber ihre Unterkunft verlassen sie nur noch selten. „Stinkefinger und Spucken, das ist normal für mich. Ich sehe auch die Leute, die lächeln, aber eben auch die anderen,“ sagt Fuad N. über seine Erfahrungen.</p>
<p align="JUSTIFY">Was die Gruppe erlebt hat, erleben viele Flüchtlinge, angefangen bei den Folgen der verfehlten Unterbringungspolitik über Anfeindungen und Rassismus bis zur Diskriminierung durch Beamte. Die Gruppe hat sich zusammengeschlossen und entschieden, dagegen anzukämpfen. Ihr Verlangen nach Solidarität ist gleichzeitig eine Forderung, Flüchtlingspolitik nicht darauf zu beschränken, Menschen zu verwalten.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/ueber-die-schwierigkeit-in-brandenburg-frieden-zu-finden-2-2">Über die Schwierigkeit, in Brandenburg Frieden zu finden</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Fürstenwalde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2014 14:55:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsheim]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als GegendemonstrantInnen sich einer unangemeldeten NPD-Kundgebung vor einem Flüchtlingsheim entgegenstellen, werden sie unvermittelt von drei Neonazis angegriffen und geschlagen. Dabei werden zwei der Gegende- monstrantInnen verletzt.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/fuerstenwalde-4-2">Fürstenwalde</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als GegendemonstrantInnen sich einer unangemeldeten NPD-Kundgebung vor einem Flüchtlingsheim entgegenstellen, werden sie unvermittelt von drei Neonazis angegriffen und geschlagen. Dabei werden zwei der Gegende- monstrantInnen verletzt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/fuerstenwalde-4-2">Fürstenwalde</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Feuer an Flüchtlingsheim in Premnitz gelegt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2014 08:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Brandanschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Brandstiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsheim]]></category>
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		<category><![CDATA[MAZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufgeputscht von rassistischen Facebook-Kommentaren wollten zwei Männer eine Flüchtlingsunterkunft anzünden: Gericht verurteilte die Täter jetzt zu Bewährungsstrafen Mit Verurteilungen endete am Donnerstag (17. Juli 2014) ein Prozess gegen zwei Angeklagte vor dem Rathenower Amtsgericht wegen des Brandanschlages am 18. September 2013 auf ein geplantes Flüchtlingsheim in Premnitz. Hass auf Facebook führte zum Tatplan Einer der [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/feuer-an-fluechtlingsheim-in-premnitz-gelegt">Feuer an Flüchtlingsheim in Premnitz gelegt</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufgeputscht von rassistischen Facebook-Kommentaren wollten zwei Männer eine Flüchtlingsunterkunft anzünden: Gericht verurteilte die Täter jetzt zu Bewährungsstrafen</strong></p>
<p>Mit Verurteilungen endete am Donnerstag (17. Juli 2014) ein Prozess gegen zwei Angeklagte vor dem Rathenower Amtsgericht wegen des Brandanschlages am 18. September 2013 auf ein geplantes Flüchtlingsheim in Premnitz.</p>
<p><strong>Hass auf Facebook führte zum Tatplan</strong></p>
<p>Einer der Täter, der heute 21-jährige Sebastian W., räumte gleich zu Beginn der Verhandlung die Tat ein. Seiner Aussage nach lief der Abend wie folgt ab: W. und der damals 17-jährige Dominique S. trafen sich in der Wohnung von S. in Premnitz. Dort tranken sie Bier, lasen Facebook-Kommentare über das geplante Heim und fassten den Entschluss, dort ein Feuer zu legen. Kurz nach Mitternacht begaben sie sich in die Wohnung von W., holten Lampenöl und Zeitungen und fuhren zum Heim. Dort angekommen stapelten sie die Zeitungen vor der Tür des Gebäudes, zündeten diese mit Hilfe des Lampenöls an und entfernten sich zunächst. Als das Feuer drohte auszugehen, beschlossen sie zurückzukehren. Sie warfen Müll auf den glimmenden Stapel, um das Feuer erneut zu entfachen. Erst als sie die Alarmanlage bemerkten, flüchteten sie.</p>
<p><strong>Bewährungsstrafen für die Täter</strong></p>
<p>Sebastian W., welcher derzeit von ALG II lebt, wurde, dem Antrag der Staatanwaltschaft folgend, zu zwei Jahren Gefängnis auf drei Jahre Bewährung verurteilt. Außerdem muss er innerhalb von sechs Monaten 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Die Strafe setzt sich zusammen aus der gemeinschaftlichen Brandstiftung, einer mitverhandelten Trunkenheitsfahrt aus dem selben Jahr und unter Berücksichtigung einer bereits erhaltenen Freiheitsstrafe, für die er sich noch auf Bewährung befand. W. wurde 2012 bereits zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung wegen besonders schwerem Raub und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Gemeinsam mit zwei Mittätern hatte er 2009 einen schwerbehinderten Mann in dessen Haus überfallen, ausgeraubt, mit Handschellen gefesselt und schwer zusammengeschlagen. Der Mann erlitt mehrere Brüche im Gesicht und hat noch heute unter den Folgen der Tat zu leiden. Als Bewährungsversager ist W. nur einer Haftstrafe entgangen weil er sich vor Gericht geständig und reuig zeigte und ihm eine günstige Sozialprognose bescheinigt wurde.</p>
<p>Der zum damaligen Zeitpunkt minderjährige S. stand zum ersten Mal vor Gericht und wurde verurteilt, ein soziales Training zu absolvieren und 50 Stunden gemeinnützige Arbeit abzuleisten. Beide Angeklagte wurden auf Grund ihres Alters und ihrer Entwicklungsdefizite nach Jugendstrafrecht verurteilt.</p>
<p><strong>Rassismus als Tatmotiv nur unzureichend benannt</strong></p>
<p>Die rassistische Motivation der Brandstiftung wurde im Urteil nur am Rande zur Sprache gebracht. Wie solch eine Tat politisch wirkt, wie sie auf die Flüchtlinge wirkte, die das geplante Heim beziehen sollten und die aus ihren Heimatländern auf Grund von Krieg, Verfolgung, Folter flüchten mussten, wurde nicht thematisiert. Sowohl die Verteidiger der Angeklagten wie auch der Richter fühlten sich mehrmals bemüßigt zu betonen, dass die Standortwahl von Flüchtlingsheimen in bestimmten Städten nicht akzeptabel und Unzufriedenheit darüber nachvollziehbar sei.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/feuer-an-fluechtlingsheim-in-premnitz-gelegt">Feuer an Flüchtlingsheim in Premnitz gelegt</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Gerichtsprozess nach Angriff vor dem Flüchtlingsheim in Potsdam</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/lerchensteig</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsheim]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsverfahren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Donnerstag, den 27. April 2006, findet um 9.00 Uhr vor dem Amtgericht Potsdam, Saal 215, eine Verhandlung wegen eines rassistisch motivierten Angriffs auf Flüchtlinge statt. Drei 27- bis 34-jährige Männer sind angeklagt, am 6. August 2005 drei Asylbewerber in Potsdam angegriffen zu haben.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/lerchensteig">Gerichtsprozess nach Angriff vor dem Flüchtlingsheim in Potsdam</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Angriff fand direkt vor dem Flüchtlingsheim im Lerchensteig statt. Drei Asylbewerber aus Kamerun wollten mit einer deutschen Freundin und einer bosnischen Asylbewerberin den Bus zum BUGA-Gelände nehmen, als sie an der Bushaltestelle auf eine Gruppe von fünf deutschen Männern und einer Frau trafen. Sofort wurde einer der Asylbewerber und seine Freundin rassistisch und sexistisch beleidigt: »Ficke nicht mit Niggern, fick lieber einen Deutschen!« Ein zweiter Kameruner wollte sich dazwischen stellen, erhielt jedoch einen Schlag ins Gesicht und einen Stoß, so dass er zu Boden fiel. Alle drei Deutschen traten auf ihn ein. Als er wieder aufstand, wurde er erneut geschlagen. Eine Bierflasche flog in Richtung der Flüchtlinge und zerschellte am Boden. Unter Rufen wie »Scheiß-Nigger« stiegen die Angreifer in den Bus ein und fuhren weg, wurden jedoch kurze Zeit später von der Polizei gefasst.</p>
<p>Für die Opfer hatte der Angriff weitreichende Folgen. Die Plötzlichkeit der Attacke und die rassistische Kränkung lösten Empörung und eine nachhaltige Verunsicherung aus. Einer der Geschädigten musste sich in psychotherapeutische Behandlung begeben. Die deutsche Freundin eines der Afrikaner hat heute noch Angst, sich in Potsdam zu bewegen.</p>
<p>Die Hauptverhandlung gegen die drei Angeklagten hatte schon am 27. Januar 2006 begonnen, musste jedoch abgebrochen werden, weil ein Verteidiger ein Gutachten über die Alkoholabhängigkeit eines des Angeklagten beantragte. Während der Verhandlung versuchte sein Mandant, der 27-jährige Karsten F., sich mit einem Alkohol-bedingten Filmriss rauszureden. Die beiden anderen Angeklagten, der 34-jährige Manuel F. und der 27-jährige Nico G. schoben alle Verantwortung auf Karsten F. und bestritten, mit der rechten Szene etwas zu tun zu haben.</p>
<p>Eine Unterstützung der Opfer im Gerichtssaal ist sehr willkommen.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/lerchensteig">Gerichtsprozess nach Angriff vor dem Flüchtlingsheim in Potsdam</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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