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	<title>Flüchtlingsrat Brandenburg - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>„Es gibt viele, viele Vorfälle“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2018 08:04:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><em>Interview mit Aktivist_innen vom &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo;</em></p><p>Zuerst erschienen in:<em> Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive Juli 2018 </em> (gesamte Ausgabe <a href="https://www.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">hier</a>)</p><p>Im Juni 2017 gr&uuml;ndete sich das &bdquo;Gefl&uuml;chteten Netzwerk Cottbus&ldquo; mit dem Ziel, gefl&uuml;chteten Menschen eine Stimme zu geben und sie zu unterst&uuml;tzen, z.B. beim Asylverfahren, bei der Wohnungssuche oder der Suche eines Ausbildungsplatzes. Hintergrund sind die vielen rassistischen Angriffe in Cottbus. Die Aktivist_innen Nabil und Hanan wohnen seit dreieinhalb Jahren bzw. 16 Monaten in der Stadt. Gerade sind sie dabei einen Verein zu gr&uuml;nden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Cottbus ist Schwerpunkt rechter Gewalt und rassistischer Stimmungsmache im Land Brandenburg. Die Demonstrationen von &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; ziehen regelm&auml;&szlig;ig mehrere hundert Rechte auf die Stra&szlig;e. Wie ist es f&uuml;r euch in dieser Stadt zu leben?</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich sp&uuml;re in meinem Alltag, auf der Stra&szlig;e und &uuml;berall den Hass. Was uns hier allt&auml;glich passiert reicht von abwertenden Blicken oder Worten bis zu Beschimpfungen und Bedrohungen. Besonders wegen meines Kopftuches werde ich anders behandelt. Beim Jobcenter oder bei der Wohnungssuche. Mitarbeiter_innen der Wohnungsgesellschaft behaupten, die Wohnung, f&uuml;r die ich mich interessiere, sei schon weg. Was dann aber nicht stimmt. Die Leute wollen auch nicht mit mir reden. Die allt&auml;gliche Diskriminierung behindert meinen Alltag sehr. Deswegen gehe ich nicht oft raus. Wenn ich einen Termin bei irgendwelchen Beh&ouml;rden habe, rufe ich jemanden an und bitte ihn, mich zu begleiten und zu unterst&uuml;tzen. Wenn wir aufz&auml;hlen wollen, was wir im Alltag erleben, brauchen wir den ganzen Tag (lacht).</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> &bdquo;Zukunft Heimat&ldquo; mobilisiert seit 2017 regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber rassistische Themen ein breites rechtes Spektrum. Wie hat sich die Situation in Cottbus ver&auml;ndert?</p><p><strong>Nabil:</strong> An Tagen, an denen die Demonstrationen stattfinden, gehen wir nicht mehr vor die T&uuml;r. Das Leben allgemein hier hat sich ge&auml;ndert. Die Menschen, die fr&uuml;her nichts gegen Gefl&uuml;chtete hatten, waren in der Mehrheit. Heute aber nicht mehr. Jene, die Gefl&uuml;chtete in der Stadt nicht haben wollen, sind jetzt in der Mehrheit. Auch die Stimmung infolge der Berichterstattung in den Medien ist weit schlimmer geworden. Es gibt aber nicht nur mit den Rechten schlechte Erfahrungen, sondern auch bei der Polizei oder in Krankenh&auml;usern. Ich bin keine Frau und trage kein Kopftuch. Deswegen, denke ich, bekomme ich selbst weniger Probleme. Aber ich bekomme die Stimmung in der Stadt mit, wie z.B. laut aus dem Fenster Hitlerreden zu h&ouml;ren sind &ndash; im Stadtteil Sachsendorf, wo viele Gefl&uuml;chtete wohnen. Ich begleite immer wieder Menschen zum Jobcenter oder zu den anderen Beh&ouml;rden und erlebe, wie Gefl&uuml;chtete anderes behandelt werden.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Mit eurem Netzwerk gebt ihr Gefl&uuml;chteten einen Raum, um sich &uuml;ber die allt&auml;glichen Erfahrungen auszutauschen, sich zu solidarisieren und zu st&auml;rken. Wie ist die Resonanz und bekommt ihr Unterst&uuml;tzung?</p><p><strong>Nabil:</strong> Das Ziel unseres Netzwerks ist nicht die Dokumentation oder das Sammeln solcher Vorf&auml;lle. Wir wollen das Leben der Gefl&uuml;chteten hier erleichtern. Wir haben ein Programm in Schulen mit gestartet, durch das Schulkinder ihre Muttersprache lernen k&ouml;nnen. Wir haben mit der arabischen Sprache angefangen, vor allem f&uuml;r Kinder aus Syrien. Au&szlig;erdem haben wir Veranstaltungen organisiert mit Tipps zur Wohnungssuche oder zum Energiesparen. Es ist uns vor allen Dingen wichtig, die Gefl&uuml;chteten zu ermutigen, selbst etwas zu machen. Unterst&uuml;tzung bekommen wir u.a. vom Fl&uuml;chtlingsrat Brandenburg und wir bem&uuml;hen uns um Kontakte mit Anderen.</p><p><strong>Hanan:</strong> Ich w&uuml;nsche mir f&uuml;r Frauen, dass sie an Integrationsprozessen aktiv teilnehmen. Um sie zu unterst&uuml;tzen will ich in Zukunft mehr mit gefl&uuml;chteten Frauen arbeiten.</p><p><strong>Opferperspektive:</strong> Viel Erfolg f&uuml;r eure Arbeit und herzlichen Dank f&uuml;r das Interview!</p><p>Mehr Infos zur Initiative unter <a href="https://www.facebook.com/GNCottbus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="GNCottbus (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.facebook.com/GNCottbus</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/es-gibt-viele-viele-vorfaelle">„Es gibt viele, viele Vorfälle“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Flüchtlinge: Polizeikontrollen nach Hautfarbe?</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fluechtlinge-polizeikontrollen-nach-hautfarbe</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsrat Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Wir kontrollieren nicht nach Hautfarbe«, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei am 17. Oktober 2007 im Tagesspiegel, nachdem der Flüchtlingsrat Brandenburg ihr vorgeworfen hatte, dass Schwarze überdurchschnittlich oft von Personenkontrollen betroffen seien.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fluechtlinge-polizeikontrollen-nach-hautfarbe">Flüchtlinge: Polizeikontrollen nach Hautfarbe?</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Erfahrung machte Hyacinth N. Im März 2005 hatte der Kameruner sich einer polizeilichen Identitäts- überprüfung verweigert, deren einziger Anlass seine Hautfarbe war. Im Oktober 2007 wurde das Mitglied der Flüchtlingsinitiative Brandenburg deshalb wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor Gericht gestellt.</p>
<p><strong>Wie kam es zu der Polizeikontrolle?</strong></p>
<p>Ich stand mit drei Bekannten an einer Bushaltestelle in Eisenhüttenstadt, da kam ein Polizist mit einem Hund. Er ging an allen Menschen vorbei, blieb aber vor uns stehen. Einfach so, ohne Begrüßung, sagte er: Eure Papiere! Ich habe ihn gefragt, warum er gerade uns kontrolliere, es seien doch so viele andere Menschen da. Weil ihr illegal ausseht, war seine Antwort. Ich habe ihm gesagt, dass das einfach rassistisch sei und dass wir das nicht hinnehmen würden. Der Polizist rief nach Verstärkung. Es kamen sehr viele Polizisten, die uns aufgefordert haben, sofort unsere Papiere zu zeigen. Wir haben gesagt, dass wir uns nicht wie Kriminelle behandeln lassen. Sie haben gar nicht geantwortet und uns gleich gepackt. Mir haben sie die Arme auf den Rücken gefesselt. Einer hat versucht, meinen Mund aufzudrücken. Ich bekam einen Schlag mit einem Funkgerät auf den Kopf. Dann hat ein Polizist mir Pfefferspray in die Augen gesprüht.</p>
<p><strong>Was passierte danach?</strong></p>
<p>Sie haben uns zu einer Dienststelle gebracht und uns aufgefordert, unsere Kleider auszuziehen. Ich habe mir die Schuhe ausgezogen, aber nicht die Kleider. Es war kalt. Da blieben wir zehn Stunden, dann konnten wir gehen.</p>
<p><strong>Wurden Sie medizinisch versorgt?</strong></p>
<p>Sie haben mich zu einem Arzt gebracht und zwangsweise Blut abgenommen. Für mein Auge habe ich nichts bekommen, kein Wasser, nichts. Mit dem Auge habe ich bis heute Probleme.</p>
<p><strong>Wie verlief die Gerichtsverhandlung?</strong></p>
<p>An dem Tag war Bahnstreik, darum war ich verspätet. Als ich ankam, hatte meine Rechtsanwältin mit dem Staatsanwalt und dem Richter schon vereinbart, dass der Prozess eingestellt wird. Ich muss aber als Strafe 100 Sozialstunden ableisten.</p>
<p><strong>Bewerten Sie das als Erfolg?</strong></p>
<p>Ich bin nicht verurteilt worden, für den Polizisten hat es aber auch keine Konsequenzen. Die Praxis der rassistischen Polizeikontrollen muss kritisch diskutiert werden. Ich hätte mir gewünscht, dass der Staat sagt, dass so etwas nicht erlaubt ist. So wurde es wieder unter den Teppich gekehrt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fluechtlinge-polizeikontrollen-nach-hautfarbe">Flüchtlinge: Polizeikontrollen nach Hautfarbe?</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kolumbianische Opfer eines Brandanschlags sollen mittellos abgeschoben werden</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/kolumbianische-opfer-eines-brandanschlags-sollen-mittellos-abgeschoben-werden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Brandanschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsrat Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufruf für Spenden</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Nacht vom 19. zum 20. August 2000 wurde auf die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZAST) in Eisenhüttenstadt ein Rauchbombenanschlag verübt. Sieben Personen wurden dabei verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Darunter befand sich Familie Bolivar Erazo Chaves aus Kolumbien. Nach dem Anschlag wurde die Familie in das Flüchtlingsheim Schönfeld im Landkreis Barnim verlegt. Nun hat die Familie überraschend eine Ablehnung ihres Asylantrags erhalten. </p>
<p>Nach dem Angriff im August letzten Jahres interessierte niemanden, was mit den Opfern geschah, wie die Kinder den Schock überstanden haben und ob sie dafür entschädigt wurden. Jetzt soll die Familie am 5. März nach Kolumbien abgeschoben werden. Als sie ihr Land verlassen mussten, haben sie alles zurückgelassen und sind jetzt völlig mittellos. Ihr gesamtes Habe investierten sie in den Flug nach Deutschland in der Hoffnung auf ein neues und besseres Leben. Und gerade in diesem Land, in das sie so viel Hoffnung gelegt hatten, wurden sie Opfer eines Übergriffs. Nun müssen sie zurückkehren mit leeren Händen und ohne Aussicht auf eine gesicherte Existenz, so bescheiden diese auch aussehen würde. Ihr Traum für eine Zukunft für die drei Kinder ist damit zerstört worden. Um ihnen ein Startkapital mit auf den Weg geben zu können, brauchen sie Hilfe und Unterstützung. </p>
<p>Am 23. Februar findet im Jugendklub Dosto in Bernau ein Solidaritätskonzert mit der Band Bandylegs statt. </p>
<p>Spenden für die Familie Bolivar Erazo Chaves bitte an:</p>
<p>Flüchtlingsrat Brandenburg, Kto.-Nr. 350 10 10 000, BLZ 160 500 00, Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam, Stichwort: Kolumbien &#8211; Bolivar</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/kolumbianische-opfer-eines-brandanschlags-sollen-mittellos-abgeschoben-werden">Kolumbianische Opfer eines Brandanschlags sollen mittellos abgeschoben werden</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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