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	<title>Förderung - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Aufruf zur Solidarität mit Miteinander e.V.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2018 12:02:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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		<category><![CDATA[Aktionsbündnis Brandenburg]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><div class="entry-content">
Der gemeinn&uuml;tzige Verein Miteinander &ndash; Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. macht seit 19 Jahren eine wichtige und unersetzliche Arbeit im Bundesland: Er engagiert sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus und unterst&uuml;tzt Betroffene rechter Gewalt. Er ber&auml;t, vernetzt, ermutigt und st&auml;rkt die demokratische Zivilgesellschaft vor Ort. Dieses Engagement ist jetzt wichtiger denn je!<br>
Daf&uuml;r ist der Verein ins Visier der AfD geraten: Die Partei diskreditiert den Verein, wo sie nur kann und will die Arbeit von Miteinander e.V. beenden. Die Rechtspopulisten fordern, die F&ouml;rderung der Arbeit durch Landes- und Bundesregierung einzustellen. Das w&uuml;rde das finanzielle Aus f&uuml;r das Netzwerk in Sachsen-Anhalt bedeuten. Es geht darum, den Verein handlungsunf&auml;hig und mundtot zu machen. Und es geht darum, den Druck auf die Menschen zu erh&ouml;hen, die sich in den Initiativen engagieren. Doch wir lassen diese Menschen nicht allein: Der Miteinander e.V. braucht jetzt die Solidarit&auml;t von uns allen!<br>
Die Kampagne gegen Miteinander e.V. reiht sich ein in zahlreiche Versuche der AfD, die Arbeit demokratief&ouml;rdernder zivilgesellschaftlicher Initiativen und Vereine systematisch zu besch&auml;digen, zu erschweren und zu beenden. Damit versucht die AfD nichts anderes, als die Demokratie von innen auszuh&ouml;hlen. Diesen Angriffen treten wir entschlossen und geschlossen entgegen!<br>
Alle, die sich f&uuml;r Demokratie und eine offene Gesellschaft engagieren, sind aufgefordert sich mit Miteinander e.V. zu solidarisieren. Denn der Angriff gegen Miteinander e.V. ist ein Angriff auf unsere gesamte demokratische Gesellschaft.<br>
Zeigen Sie, dass die Engagierten vor Ort nicht allein sind und stellen Sie sich an ihre Seite!
<h2></h2>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Obwohl die AfD im Fall von Miteinander e.V. besonders massiv vorgeht, ist dies nicht das einzige Mal dass die Partei durch ein solches Vorhaben auff&auml;llt. Das Vorgehen der AfD hat System: Auch das Schulnetzwerk &bdquo;Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage&ldquo; wurde Ziel eines Antrags der AfD-Fraktion im Landtag in Magdeburg. Der Verein betreibe &bdquo;ideologische Indoktrination sowie politischen Meinungs- und Gesinnungsterror&ldquo;, weshalb die AfD dem Verein mangelnde Neutralit&auml;t vorwirft.<br>
Auch in anderen Bundesl&auml;ndern geht die Partei so vor. Im August 2017 reichte Thorsten Wei&szlig; von der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus eine Anfrage unter dem Titel &bdquo;Linksextremistische Netzwerke in Berlin&ldquo; ein. Mit den 129 Fragen zu personellen und finanziellen Verbindungen versucht die AfD eine willk&uuml;rliche Auswahl von Organisationen, vom Sportverein bis zur Gewerkschaft, in die N&auml;he des Linksextremismus zu r&uuml;cken.<br>
Anfang 2017 wollte die AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg der NS-Gedenkst&auml;tte Gurs die Mittel streichen, hat diesen Antrag jedoch sp&auml;ter mit der Begr&uuml;ndung eines vermeintlichen Missverst&auml;ndnisses zur&uuml;ckgezogen. Die Partei m&ouml;chte also nicht nur vorgeblich &bdquo;linksextreme&ldquo; Projekte mundtot machen, sondern auch die &bdquo;erinnerungspolitische Wende&ldquo; H&ouml;ckes Praxis werden lassen.<br>
Antrag der AfD-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt zu Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf" aria-label="d2880aan">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf</a><br>
Anfrage der AfD-Fraktion vom 22.08.2017:<br>
<a href="http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf" aria-label="S18 12127">http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf</a><br>
&Auml;nderungsantrag der AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg zum Haushaltsplan 2017 4/38:<br>
<a href="http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf" aria-label="16 1304 D">http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 20.12.2017 sowie Antwort der Landesregierung:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf" aria-label="d2791lag">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 03.09.2018:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf" aria-label="d3329aga">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf</a></p>
<h3></h3>
<h3>Unterzeichnende in alphabetischer Reihenfolge</h3>
<p>Aktion Courage e.V.<br>
Aktion S&uuml;hnezeichen Friedensdienste<br>
Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg<br>
Amadeu Antonio Stiftung<br>
Anne Frank Zentrum<br>
Antidiskriminierungsverband Deutschland<br>
Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt<br>
Archiv der Jugendkulturen e.V.<br>
AWO Bundesverband<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft &bdquo;Ausstieg zum Einstieg&ldquo; e.V.<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus<br>
Bundesverband Mobile Beratung e.V.<br>
cultures interactive e.V. Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltpr&auml;vention<br>
Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Demokratiep&auml;dagogik e.V.<br>
Deutscher Bundesjugendring e.V.<br>
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)<br>
Each One Teach One<br>
Gesicht Zeigen! F&uuml;r ein weltoffenes Deutschland e.V.<br>
Institut f&uuml;r den Situationsansatz<br>
Jamel rockt den F&ouml;rster<br>
&bdquo;Kirche st&auml;rkt Demokratie&ldquo; Zentrum Kirchlicher Dienste<br>
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIgA e.V.<br>
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland , LSVD-Bundesverband<br>
LidiceHaus, Jugendbildungsst&auml;tte Bremen<br>
Mach meinen Kumpel nicht an! &ndash; f&uuml;r Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.<br>
Mobile Beratung im Sport, Landessportbund MV<br>
Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Courage<br>
Netzwerk Tolerantes Sachsen e.V.<br>
Opferperspektive e.V.<br>
Oxfam Deutschland<br>
Der Parit&auml;tische Gesamtverband<br>
PRO ASYL<br>
RAA Berlin<br>
Ufuq e.V.<br>
Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, VBRG e.V.<br>
Verein f&uuml;r Demokratische Kultur Berlin
</p></div><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/aufruf-zur-solidaritaet-mit-miteinander-e-v">Aufruf zur Solidarität mit Miteinander e.V.</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gutachten zur Überprüfung von Demokratieprojekten</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-verfassungsrechtlich-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2018 11:12:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p style="text-align: left"><strong>Juristisches Gutachten belegt: </strong></p><p style="text-align: left"><strong>&Uuml;berpr&uuml;fung von Demokratieprojekten ist verfassungsrechtlich bedenklich und nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig<br>
Verb&auml;nde fordern vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Basis von Qualit&auml;tsstandards statt intransparenter Pr&uuml;fung durch Geheimdienste</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Die Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung von Demokratieprojekten durch Verfassungsschutz&auml;mter ist mit dem Verfassungsrecht nicht vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein von einem breiten B&uuml;ndnis zivilgesellschaftlicher Initiativen &ndash; u.a. Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB), Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG), Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) sowie von betroffenen Tr&auml;gern aus Hessen, darunter die Bildungsst&auml;tte Anne Frank, in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten. Die Verb&auml;nde fordern, die F&ouml;rderung von Vereinen und Initiativen nicht an geheimdienstlichen Informationen von Verfassungsschutz&auml;mtern festzumachen. Vielmehr sollen Bund und L&auml;nder die F&ouml;rderung an die gemeinsam mit den Bundesl&auml;ndern vereinbarten Qualit&auml;tsstandards sowie der bei Antragstellung vorliegenden Konzepte, Antr&auml;ge und Verwendungsnachweise kn&uuml;pfen.</p><p>Die Berliner <strong>Rechtsanw&auml;ltin Dr. Anna Luczak</strong>, die das wissenschaftliche Gutachten erstellt hat, betont: &bdquo;Die Grundrechtseingriffe, die einer &Uuml;berpr&uuml;fung und Versagung von F&ouml;rderung aufgrund von Speicherungen beim Verfassungsschutz zugrunde liegen, sind verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen. Sie sind auch nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.&ldquo;</p><p>&bdquo;Tr&auml;gervereine und Mitarbeitende in Beratungsstellen sowie in der politischen Bildung sehen sich aktuell einem Misstrauen ausgesetzt, das sie nicht nachvollziehen k&ouml;nnen. Es ist v&ouml;llig intransparent, was &uuml;ber wen und warum von welchen Verfassungsschutz&auml;mtern gespeichert wird. Von diesen &Uuml;berpr&uuml;fungen d&uuml;rfen weder F&ouml;rderung noch Personalien abh&auml;ngen&ldquo;, sagt <strong>Timo Reinfrank, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Amadeu Antonio Stiftung, als Sprecher der BAGD</strong>, einem bundesweiten Zusammenschluss von Initiativen, die sich f&uuml;r eine demokratische Kultur im Gemeinwesen und gegen Rechtsextremismus einsetzen.</p><p>&bdquo;Dass mittlerweile Menschen, die sich f&uuml;r Demokratie einsetzen, zunehmend als Extremisten verd&auml;chtigt und damit als Gefahr angesehen werden, zeigt, wie sehr der Diskurs durch Rechtspopulisten verschoben wurde&ldquo; sagt <strong>Bianca Klose, Sprecherin des BMB e.V. und Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin</strong>. &bdquo;Es ist absurd, wenn f&uuml;r unsere Teams jetzt offenbar die gleichen Zuverl&auml;ssigkeits&uuml;berpr&uuml;fungen gelten sollen, wie sie f&uuml;r Besch&auml;ftigte in Atomkraftwerken oder der Flugsicherheit angelegt werden.&ldquo; Mehr als 40 Mobile Beratungsteams in ganz Deutschland sind in dem Verband vernetzt.</p><p>Die Verb&auml;nde und Tr&auml;ger bekr&auml;ftigen daher ihre Forderung nach einem sofortigen Ende der umstrittenen Praxis: &bdquo;Diese geheimdienstlichen &Uuml;berpr&uuml;fungen m&uuml;ssen beendet werden. Die Mitarbeitenden und die Vereine werden dadurch in unzul&auml;ssiger Weise in ihren Grundrechten beschr&auml;nkt&ldquo;, sagt <strong>Robert Kusche, Vorstandsmitglied des VBRG e.V.</strong>, in dem bundesweit dreizehn unabh&auml;ngige Beratungsstellen f&uuml;r Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt zusammengeschlossen sind. &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen seit knapp zwei Jahrzehnten erfolgreich und professionell Betroffene rechter und rassistischer Gewalt sowie viele unterschiedliche Menschen in ihrem Engagement f&uuml;r Demokratie und Menschenrechte auf der Basis transparenter Standards und Leitlinien. Es gibt keinen Anlass und keine sachliche Grundlage f&uuml;r eine geheimdienstliche &Uuml;berpr&uuml;fung unserer Arbeit.&ldquo;</p><p><strong>Eine Zusammenfassung des Gutachtens sowie dessen vollst&auml;ndige Fassung (48 Seiten), k&ouml;nnen Sie hier als PDF herunterladen:</strong> <a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bundesverband-mobile-beratung.de</a></p><p>F&uuml;r R&uuml;ckfragen zum Gutachten steht Ihnen der Pressesprecher des Bundesverbands Mobile Beratung, Heiko Klare, zur Verf&uuml;gung:<br>
Telefon: 02 51/492-71 09<br>
Mail: klare@bundesverband-mobile-beratung.de</p><p><strong>Zum Hintergrund:</strong><br>
Ende 2017 k&uuml;ndigte die schwarz-gr&uuml;ne Landesregierung in Hessen an, k&uuml;nftig alle gef&ouml;rderten Demokratievereine vom Verfassungsschutz durchleuchten zu lassen. Erst nach breiten Protesten wurde die Ank&uuml;ndigung zur&uuml;ckgezogen.<br>
<a href="http://m.fr.de/rhein-main/landespolitik/extremismus-ueberpruefung-erfolgreicher-aufschrei-a-1406805" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="extremismus ueberpruefung erfolgreicher aufschrei a 1406805 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">http://m.fr.de/rhein-main/landespolitik/extremismus-ueberpruefung-erfolgreicher-aufschrei-a-1406805 </a></p><p>Mitte Mai wurde &uuml;berraschend bekannt, dass seit 2004 bundesweit bereits 51 Demokratieprojekte vom Verfassungsschutz &uuml;berpr&uuml;ft wurden. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.<br>
<a href="http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/020/1902086.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="1902086 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/020/1902086.pdf</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-verfassungsrechtlich-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig">Gutachten zur Überprüfung von Demokratieprojekten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Extreme Zeiten: Sechs gute Gründe gegen die »Extremismuserklärung« zu protestieren</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/extreme-zeiten-sechs-gute-gruende-gegen-die-extremismuserklaerung-zu-protestieren</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Bespitzelungsaufforderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismuserklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Familienministerin]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Derzeit sind viele Träger von Projekten gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus<br />
 mit der Tatsache konfrontiert, dass das Bundesfamilienministerium im Rahmen der Förderung aus<br />
 den neuen Bundesprogrammen »Toleranz fördern – Kompetenz stärken« sowie »Initiative Demokratie<br />
 stärken« das Unterzeichnen einer sogenannten »Demokratieerklärung gegen Extremismus« verlangt.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/extreme-zeiten-sechs-gute-gruende-gegen-die-extremismuserklaerung-zu-protestieren">Extreme Zeiten: Sechs gute Gründe gegen die »Extremismuserklärung« zu protestieren</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Diese <a href="http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/bestaetigung_extremismus.pdf" aria-label="bestaetigung extremismus">Erkl&auml;rung</a> und die <a href="http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/demokratieerklaerung_faqs_stand_12-01-11.pdf" aria-label="demokratieerklaerung faqs stand 12 01 11">&raquo;Hinweise zur Erkl&auml;rung f&uuml;r Demokratie&laquo;</a> werden mit den Zuwendungsbescheiden an die Tr&auml;ger zur Unterschrift verschickt. Der Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Ulrich Battis kam in einem Gutachten zu dem Schluss, dass Teile der Erkl&auml;rung &raquo;verfassungsrechtlich bedenklich&laquo; sind. Der Zwang, diese Erkl&auml;rung zu unterzeichnen, sorgt seit Monaten f&uuml;r Unmut, Kritik und Protest unter den betroffenen Projekten, bei WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen (vgl. die Artikel <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/rebellion-gegen-kristina-schroeder" aria-label="rebellion gegen kristina schroeder">Rebellion gegen Kristina Schr&ouml;der</a> sowie <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/neue-kritik-an-schroeder/3715750.html" aria-label="3715750">Neue Kritik an Schr&ouml;der</a>).</p><p>Dabei betonen die betroffenen Tr&auml;ger der Demokratiearbeit stets, dass sie kein Problem darin sehen, sich zum Grundgesetz zu bekennen. Problematisch hingegen sind die letzten beiden S&auml;tze der Erkl&auml;rung, die dazu auffordern, die Verfassungstreue von Partnerorganisationen sicherzustellen und ggf. durch Anfragen beim Verfassungsschutz &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen.</p><p>Die juristische Einsch&auml;tzung und die massiven Einw&auml;nde gegen die Zwangserkl&auml;rung haben jedoch vonseiten des Bundesfamilienministeriums (<span class="caps">BMFSFJ</span>) lediglich zu geringen kosmetischen K&uuml;rzungen innerhalb der seit Oktober 2010 kursierenden Erkl&auml;rung gef&uuml;hrt.</p><p>Die nunmehr vom <span class="caps">BMFSFJ</span> versandten vierseitigen &raquo;Hinweise zur Erkl&auml;rung f&uuml;r Demokratie&laquo; lassen keinerlei Zweifel mehr zu: Das <span class="caps">BMFSFJ</span> verlangt k&uuml;nftig von Tr&auml;gern der Demokratie-Arbeit, den potenziellen PartnerInnen mit Misstrauen zu begegnen und sie im Zweifel beim <span class="caps">BMFSFJ</span>, der neu eingerichteten Bundesprogramm-Regiestelle beim Bundesamt f&uuml;r Zivildienst oder beim Verfassungsschutz als &raquo;extremistisch&laquo; zu melden.</p><p>Die ersten Vereine und Projekte stehen bereits jetzt vor der existenziellen Entscheidung, die anti-<br>
demokratische Erkl&auml;rung des <span class="caps">BMFSFJ</span> zu unterschreiben, um die wertvolle Arbeit gegen Rechtsextremismus vor Ort nicht zu gef&auml;hrden oder die Unterschrift zu verweigern und damit potenziell die eigene Arbeit beenden zu m&uuml;ssen &ndash; mit weit reichenden Konsequenzen f&uuml;r Engagierte und Betroffene rassistischer und rechtsextremer Gewalt vor Ort.</p><h2>Sechs gute Gr&uuml;nde, sich gemeinsam gegen diese Erpressung zur Wehr zu setzen:</h2><p><strong>I. Jeder demokratische Staat braucht eine starke Zivilgesellschaft, insbesondere in Regionen, in denen demokratische Normen und Werte nicht verankert sind.</strong></p><p>Als die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung im Jahr 2000 das erste staatliche F&ouml;rderprogramm gegen Rechtsextremismus und f&uuml;r Demokratie unter dem Namen &raquo;CIVITAS&laquo; einsetzte, ging es auch um einen Paradigmenwechsel: weg von der starken Fixierung der F&ouml;rderprogramme der fr&uuml;hen 1990er Jahre auf die T&auml;ter, hin zu einer F&ouml;rderung derjenigen, die durch Rechtsextremismus am st&auml;rksten bedroht werden und sich vor Ort f&uuml;r demokratische Werte einsetzen. Jetzt, zehn Jahre sp&auml;ter, wird genau diesen Gruppen &ndash; kleinen antifaschistischen Initiativen ebenso wie kirchlichen Tr&auml;gern oder Betroffenen neonazistischer Gewalt &ndash; ein besonderes staatliches Misstrauen entgegen gebracht. Wer sich dem Bekenntnis- und gegenseitigen Bespitzelungszwang nicht beugen will, ist nun schutzlos rechtsextremen und rassistischen Bedrohungen ausgesetzt. Wie soll ein junger Punk, der Opfer eines neonazistischen Angriffs wurde, sich vertrauensvoll an eine Beratungsstelle wenden, wenn er damit rechnen muss, erst einmal auf seine Gesinnung &uuml;berpr&uuml;ft zu werden? Genie&szlig;en die Mitglieder der vom <span class="caps">BMFSFJ</span> inkriminierten Organisationen einen geringeren Schutz vor &Uuml;bergriffen, weil sie sich <em>&raquo;kritisch auf das im Grundgesetz nicht festgeschriebene Wirtschaftssystem beziehen?&laquo;</em>, fragt Prof. Dr. Gesine Schwan. Anl&auml;sslich der Verleihung des S&auml;chsischen Demokratiepreises hatte die Politikwissenschaftlerin Schwan in einer Rede die von den Preistr&auml;gern verlangte inhaltsgleiche &raquo;Extremismuserkl&auml;rung&laquo; durch das s&auml;chsische Innenministerium scharf kritisiert.</p><p><strong>II. Allzu oft sind staatliche Akteure Teil des Problems und nicht der L&ouml;sung, wenn es um effektive Auseinandersetzung mit der extremen Rechten geht.</strong></p><p>Mit der &raquo;Extremismuserkl&auml;rung&laquo; und der vierseitigen &raquo;Erkl&auml;rung f&uuml;r Demokratie&laquo; verfolgt das <span class="caps">BMFSFJ</span> vor allem ein Ziel: Die Zivilgesellschaft auf diesem Feld wieder zur&uuml;ckzudr&auml;ngen und damit die Deutungshoheit der staatlichen Akteure &ndash; Polizei, Verfassungsschutz und Justiz &ndash; in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus zur&uuml;ckzugewinnen. Doch leider sind noch immer Teile dieser Institutionen ein Teil des Problems &ndash; weil ihre Haltung gegen&uuml;ber Neonazis h&auml;ufig bestenfalls von Ignoranz und schlimmstenfalls von einem paternalistischen Verst&auml;ndnis gepr&auml;gt ist.</p><p><strong><span class="caps">III</span>. Geheimdienste sind politische Akteure und keine neutralen Instanzen</strong></p><p>Das <span class="caps">BMFSFJ</span> r&auml;t den Projekten in seinen &raquo;Erkl&auml;rungen&laquo; dazu, &raquo;den Verfassungsschutz&laquo; und seine Berichte zurate zu ziehen bei der Frage, wer oder was &raquo;extremistisch&laquo; sei. Das <span class="caps">BMFSFJ</span> verschweigt dabei bewusst, dass beispielsweise die Landes&auml;mter f&uuml;r Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen und Bayern erst vor kurzem gerichtliche Niederlagen bei der Einstufung antifaschistischer Zeitungen und Archive als &raquo;linksextremistisch&laquo; hinnehmen mussten und dass umgekehrt alle Landes&auml;mter ebenso wie das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz eine lange Tradition haben, militante neonazistische Strukturen durch den Einsatz von V-Leuten und bezahlten InformantInnen direkt und indirekt zu f&ouml;rdern. Bekanntlich ist das <span class="caps">NPD</span>-Verbot an deren Einsatz gescheitert.</p><p>Gleichzeitig enthalten die Geheimdienste der Zivilgesellschaft und den B&uuml;rgerInnen zentrale Informationen &uuml;ber rechte Strukturen vor.</p><p><strong>IV. Minderheitenfeindliche Einstellungen und Haltungen sind ein Problem der Mitte</strong></p><p><em>&raquo;Wie irref&uuml;hrend die Verwendung des Extremismusbegriffs ist, kann man u.a. an den neuesten empirischen Befunden zum Rechtsextremismus erkennen, die diese antidemokratische Einstellung soziologisch eben nicht an den &lsquo;extremen R&auml;ndern&rsquo; der Gesellschaft, sondern in ihrer Mitte vorgefunden haben&laquo;</em>, schreibt Prof. Dr. Gesine Schwan.</p><p><strong>V. Der Begriff des &raquo;Extremismus&laquo; f&uuml;hrt in der Auseinandersetzung mit rechtsextremer Gewalt, Antisemitismus und Rassismus in eine Sackgasse.</strong></p><p><em>&raquo;Rechtsextreme zielen auf die Abwertung, Ausgrenzung, Vertreibung und Vernichtung von Bev&ouml;lkerungsgruppen, die nicht zur &rsaquo;v&ouml;lkisch-rassenreinen Gemeinschaft&lsaquo; geh&ouml;ren &ndash; gegr&uuml;ndet auf Ungleichheits- bzw. &Uuml;berlegenheitsideologien, die ein gleichberechtigtes Miteinander unterschiedlicher Menschen (&rsaquo;Vielfalt&lsaquo;) bek&auml;mpft&laquo;</em>, schreibt der Politikwissenschaftler Prof. Roland Roth. Die t&ouml;dliche Dimension rechtsextremer Gewalt wird anhand der Tatsache deutlich, dass mindestens 137 Menschen seit 1990 Opfer politisch rechts oder rassistisch motivierter T&ouml;tungsdelikte wurden; Zehntausende wurden in diesem Zeitraum von rassistischen und rechten Schl&auml;gern verletzt &ndash; manche der Betroffenen leiden noch immer an den physischen und psychischen Folgen dieser Gewalttaten. Hintergrund dieser Gewalt ist eine Ideologie, die Menschen qua Geburt, Herkunft oder Einstellung ihre W&uuml;rde, ihre Rechte und ihr Lebensrecht abspricht.</p><p><em>&raquo;Rechtsextreme Einstellungen und Handlungen bilden den extremen Gegenpol zum Ideal von Zivilit&auml;t im Sinne einer demokratischen und gewaltfreien Zivilgesellschaft&laquo;</em>, so Roland Roth. Die Ph&auml;nomene Faschismus und Antifaschismus in eins fassen zu wollen, entbehrt zudem jeder historischen und ethischen Rechtfertigung. Keine dieser Dimensionen erlaubt die leichtfertige Nivellierung im Begriff des &raquo;Extremismus&laquo;.</p><p><strong>VI. Mit der &raquo;Extremismuserkl&auml;rung&laquo; wird ein Klima des Misstrauens und der Denunziation gef&ouml;rdert.</strong></p><p>Die &raquo;Extremismuserkl&auml;rung&laquo; stellt alle diejenigen unter Generalverdacht, die sich t&auml;glich f&uuml;r praktizierte Demokratie und gegen Rechtsextremismus engagieren. Sie tun dies im Wissen, dass ihre Wohnungen, B&uuml;ros und Autos Ziele neonazistischer Brandanschl&auml;ge sind und dass sie selbst potenziell mit k&ouml;rperlichen Angriffen rechnen m&uuml;ssen. Ihr oft m&uuml;hsamer Einsatz f&uuml;r die allt&auml;gliche Umsetzung demokratischer Werte und die gleichberechtigte, gesellschaftliche Teilhabe m&ouml;glichst vieler Menschen sollte gew&uuml;rdigt und nicht durch ein Klima des Misstrauens behindert oder gar unm&ouml;glich gemacht werden.</p><p>Ein tragf&auml;higes Bekenntnis zur Demokratie kann nicht auf ordnungspolitischen Erw&auml;gungen basieren. Es setzt ein qualitatives, auf der Anerkennung der unteilbaren Menschenw&uuml;rde beruhendes Demokratieverst&auml;ndnis voraus, in dem Unterschiede, Kritik und politische Auseinandersetzung nicht nur ausgehalten, sondern als Voraussetzung f&uuml;r eine gelebte, sich kontinuierlich weiter entwickelnde Demokratie begr&uuml;&szlig;t und gef&ouml;rdert werden.</p><p>Berlin/Brandenburg, 27. Januar 2011</p><p><strong>Aktion S&uuml;hnezeichen Friedensdienste e.V., Kulturb&uuml;ro Sachsen e.V., Opferperspektive Brandenburg e.V., Verein f&uuml;r Demokratische Kultur in Berlin e.V.</strong> (Die Auftraggeber des Gutachtens von Prof. Dr. Ulrich Battis zur Verfassungskonformit&auml;t der &raquo;Extremismuserkl&auml;rung&laquo;)</p><p>&nbsp;</p><p><span class="autor"> (mabe) </span></p><hr><p>&nbsp;</p><h4>Files:</h4><p><a href="/wp-content/uploads/2014/04/Aufruf_Aktionstag_1.Februar_Fax_E-Mail_Vorlagen_27-01-2011.pdf" aria-label="Aufruf Aktionstag 1.Februar Fax E Mail Vorlagen 27 01 2011">Aufruf_Aktionstag_1.Februar_Fax_E-Mail_Vorlagen_27-01-2011</a></p><p>application/pdf &nbsp;30.2 KB</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/extreme-zeiten-sechs-gute-gruende-gegen-die-extremismuserklaerung-zu-protestieren">Extreme Zeiten: Sechs gute Gründe gegen die »Extremismuserklärung« zu protestieren</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Bund lässt Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus auslaufen</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/bund-laesst-beratungsprojekte-gegen-rechtsextremismus-auslaufen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Beratungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[BMFSFJ]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Koordinatoren der Beratungsteams]]></category>
		<category><![CDATA[MBT]]></category>
		<category><![CDATA[Programm gegen Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) löst bei den betroffenen Beratungsprojekten durch eine Pressemitteilung Irritationen aus. Dazu erklären die Koordinatoren der Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus und der Opferberatungsstellen:</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Pressemittelung vom 15. September 2006 erläutert der parlamentarische Staatssekretär des BMFSFJ, Dr. Hermann Kues, die Planungen des Ministeriums für ein neues Programm des Bundes gegen Rechtsextremismus. In dieser Pressemitteilung heißt es, das Bundesfamilienministerium setze die »Förderung in verbesserten Programmstrukturen fort«.</p>
<p>Dazu ist festzuhalten, dass das neue Programm in seiner Förderstruktur die Fortsetzung bisher erfolgreicher Projektstrukturen nicht erlaubt. Dies betrifft insbesondere die Kernelemente des bisherigen Programms, die Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus (MBT) und die Opferberatungsstellen (OBT). Damit stehen bewährte Beratungssysteme, die ein funktionierendes Netzwerk in Ostdeutschland aufgebaut haben, unmittelbar vor ihrem Aus.</p>
<p>Das BMFSFJ gibt weiter bekannt, dass</p>
<p>»in den vergangenen Wochen daher mit Trägern des zum Jahresende auslaufenden Programms konkrete Gespräche geführt (wurden), unter welchen Voraussetzungen bestehende Projekte zu den Bedingungen des neuen Programms in die Förderung aufgenommen werden könnten. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat sich zudem bereit erklärt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen, (…).«</p>
<p>Dem ist entgegen zu halten, dass in den Gesprächen des BMFSFJ mit den Trägern der Mobilen Beratungsteams und der Opferberatungsstellen eine strukturelle Förderung im Rahmen des neuen Programms ausgeschlossen wurde. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat diesen Beratungsprojekten zu keinem Zeitpunkt ihre Hilfe angeboten. Entsprechend sind die Projektträger jetzt gezwungen, laufende Verträge zu kündigen und die Arbeit Ende des Jahres einzustellen.</p>
<p>Die Bundestagsfraktion der SPD hat in den vergangenen Monaten verschiedene Modelle erarbeitet, die eine Fortführung der so genannten Strukturprojekte erlauben. Zuerst wurden Stiftungsmodelle diskutiert. Dafür fehlt jedoch das Geld. Eine weitere Möglichkeit zur Absicherung dieser Beratungsprojekte wäre die Schaffung eines eigenen Haushaltstitels mit einer Ausstattung von ca. 4,5 Mio. € jährlich.</p>
<p>Bei einer Anpassung der Projektformen wäre die Fortführung im Rahmen der haushaltsrechtlichen Anforderungen möglich. Für die Umsetzung fehlt offenbar der politische Wille. Die Planungen der Bundesregierung gefährden auch die Arbeit anderer auf Kontinuität angelegter Projekte und Initiativen. Im Ergebnis heißt das: Die Arbeit gegen Rechtsextremismus in Ostdeutschland wird ab dem 1. Januar 2007 um fünf Jahre zurück geworfen.</p>
<p><strong>Dominique John</strong></p>
<p>Koordination der Beratungsstellen für Opfer rechtsmotivierter Gewalttaten</p>
<p>Chausseestr. 29, 10115 Berlin</p>
<p>Tel: 030 24045383 | Mobil: 0160 7967232</p>
<p><strong>Lorenz Korgel</strong></p>
<p>Koordination der Mobile Beratungsteams gegen Rechtsextremismus</p>
<p>Chausseestr. 29, 10115 Berlin</p>
<p>Tel: 030 24045410 | Mobil: 0151 12816477</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/bund-laesst-beratungsprojekte-gegen-rechtsextremismus-auslaufen">Bund lässt Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus auslaufen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Justizministerium fördert Verein Opferperspektive</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/justizministerium-foerdert-verein-opferperspektive</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerium der Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Opferperspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Ministerium der Justiz hat der Opferperspektive am 19. September eine Förderung von 29.000 Euro bewilligt. Damit kann der Verein bis Jahresende Opfer rechter Gewalt betreuen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landesregierung hatte der Beratungsstelle, die sich landesweit um Opfer rechter Gewalt kümmert, zunächst die Fördermittel für 2005 gestrichen. Aber zivilgesellschaftliche Initiativen und Bündnisse sowie Politiker der SPD, der PDS und von B90/Die Grünen hatten sich für eine Weiterfinanzierung eingesetzt. Der Potsdamer Verein braucht den Zuschuss des Landes, um Fördermittel des Bundesprogramms CIVITAS zu erhalten, das 86 Prozent der Kosten trägt.<br />
Judith Porath vom Verein Opferperspektive ist erleichtert, dass die Beratungsstelle weiter arbeiten kann: »Angesichts der anhaltend hohen Zahl rechtsextremer Gewalttaten ist es ein wichtiges Signal, dass sich der Staat nicht aus der Hilfe für Opfer rechter Gewalt zurückzieht«. Zugleich kritisiert die Geschäftsführerin, dass der Potsdamer Verein weniger Fördermittel erhält als im vergangenen Jahr. »Kürzungen im Kampf gegen Rechtsextremismus sind bei Lage der Dinge nicht akzeptabel, weder bei der Opferperspektive noch in der Jugendarbeit.«</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/justizministerium-foerdert-verein-opferperspektive">Justizministerium fördert Verein Opferperspektive</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Will die Landesregierung bei Opfern rechter Gewalt sparen?</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/will-die-landesregierung-bei-opfern-rechter-gewalt-sparen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vereinen und Initiativen wird die Förderung gestrichen. Opferperspektive e.V. mahnt notwendige Mittel im Kampf gegen Rechtsextremismus an.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/will-die-landesregierung-bei-opfern-rechter-gewalt-sparen">Will die Landesregierung bei Opfern rechter Gewalt sparen?</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Brandenburger Landesregierung will für Opfer rechtsextremer Gewalt keinen Cent mehr ausgeben. Der Verein Opferperspektive, der seit vielen Jahren Opfern rechter Gewalt hilft, soll nicht mehr unterstützt werden. Bisher hatte das Land mit 32.000 € zwölf Prozent der Kosten getragen. Der Verein, der mehrfach für seine Arbeit ausgezeichnet wurde, muss jetzt um seine Existenz kämpfen.</p>
<p>»Die Politik der Landesregierung ist verantwortungslos gegenüber den Opfern menschenverachtender Gewalt. Die Menschen, die sich vor Ort gegen Rechtsextremismus engagieren, werden allein gelassen«, so Judith Porath, Geschäftsführerin der Opferperspektive.</p>
<p>Von den gestern bekannt gewordenen Kürzungen sind auch das Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg und das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit betroffen, dem sämtliche Fördermittel für Projekte im Land gestrichen werden. Die Ausländerbeauftragte soll überhaupt kein Geld mehr für Maßnahmen gegen Rassismus erhalten.</p>
<p>Stattdessen hat der Ministerpräsident einen Lottomittel-Fonds gegen Rechtsextremismus angekündigt. Ob die Opferperspektive daraus gefördert werden wird, ist völlig unklar. Noch im Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU den Rechtsextremismus als zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe definiert, dessen Bekämpfung herausragende Bedeutung zukommt. »Sollte die Landesregierung die Kürzungen wahrmachen, wäre das Wortbruch«, so Porath.</p>
<p>Noch nie wurden nach Zählungen der Opferperspektive so viele Menschen Opfer rechter Gewalt wie 2004; das Innenministerium bestätigt die Zunahme der Gewalttaten. Denjenigen zu helfen, die der Gewalt zum Opfer fallen, ist elementar im Kampf gegen Rechtsextremismus. »Offenbar«, so Judith Porath, »hat die Landesregierung über die Auseinandersetzung mit der DVU-Fraktion die Realität im Land aus dem Blick verloren«.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/will-die-landesregierung-bei-opfern-rechter-gewalt-sparen">Will die Landesregierung bei Opfern rechter Gewalt sparen?</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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