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	<title>Linke - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Eberswalde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Aug 2018 10:28:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei junge Linke werden beim Austragen von Flyern, die eine Demonstration gegen eine geplante AfD-Kundgebung bewerben, von einer alkoholisierten Personengruppe belästigt. Aus der Gruppe heraus beschimpft sie ein Mann zunächst, bevor er einem der beiden ins Gesicht schlägt und ihm eine Kopfnuss gibt. Als die beiden jungen Männer davon rennen, wirft er ihnen zunächst eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei junge Linke werden beim Austragen von Flyern, die eine Demonstration gegen eine geplante AfD-Kundgebung bewerben, von einer alkoholisierten Personengruppe belästigt. Aus der Gruppe heraus beschimpft sie ein Mann zunächst, bevor er einem der beiden ins Gesicht schlägt und ihm eine Kopfnuss gibt. Als die beiden jungen Männer davon rennen, wirft er ihnen zunächst eine volle Bierflasche nach und beginnt dann, ihnen hinterher zu rennen. Der Jagd auf die jungen Linken schließen sich noch zwei weitere Männer an. Aus der alkoholisierten Gruppe heraus werden die Verfolger zudem durch Gewaltaufrufe weiter angeheizt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/eberswalde-13">Eberswalde</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Prozessbericht: Beleidigung und Bedrohung eines Schülers aus Panketal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 10:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterstützung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Opferperspektive begleitet Prozess wegen Angriff auf 15-jährigen Schüler Am Freitag, den 15. Juni 2018, beginnt um 9:45 am Amtsgericht Bernau die Fortsetzung des Verfahrens wegen Beleidigung und Bedrohung eines 15-jährigen Schülers. Die Opferperspektive begleitet den Prozess und ruft zur solidarischen Prozessbeobachtung auf. „Wir hoffen, dass auch bei diesem Termin viele Besucher_innen ihre Unterstützung für den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Opferperspektive begleitet Prozess wegen Angriff auf 15-jährigen Schüler</strong></p>
<p>Am Freitag, den 15. Juni 2018, beginnt um 9:45 am Amtsgericht Bernau die Fortsetzung des Verfahrens wegen Beleidigung und Bedrohung eines 15-jährigen Schülers. Die Opferperspektive begleitet den Prozess und ruft zur solidarischen Prozessbeobachtung auf.</p>
<p>„Wir hoffen, dass auch bei diesem Termin viele Besucher_innen ihre Unterstützung für den Betroffenen zeigen. Im Februar war der Verhandlungssaal bis auf den letzten Platz besetzt“, sagt Anne Brügmann, Beraterin der Opferperspektive, die am Verhandlungstag vor Ort sein wird.</p>
<p>Angeklagt ist ein 20-jährigen Panketaler. Ihm wird vorgeworfen, am 7. September 2017 gemeinsam mit zwei weiteren Männern den Schüler wegen seiner Antifa-Sticker auf der Straße angehalten und bedroht zu haben. Als sich der Betroffene ins Bürgerbüro der Partei „Die Linke“ flüchtete, tauchten die drei Männer auch dort auf und hämmerten gegen die Tür, die von den anwesenden Parteimitgliedern zugehalten wurde. Dabei fielen u.a. antisemitische Beleidigungen und Drohungen gegen den Jugendlichen. Erst als die Anwesenden mit der Polizei drohten, verschwanden die Täter.</p>
<p>Der Vorsitzende Richter Andreas Müller hatte am ersten Verhandlungstag im Februar verkündet den Prozesstermin unter anderem anberaumt zu haben, um die Namen der Mittäter zu erfahren. Der Angeklagte, der den Tatablauf weitgehend eingeräumt hatte, war hierzu ohne Rücksprache nicht bereit. Als der Betroffene im Zuge seiner Zeugenaussage von einer weiteren Bedrohung durch die Angeklagten im November 2017 berichtete, wurde die Verhandlung unterbrochen.</p>
<p>Pressekontakt und Ansprechpartner_innen:</p>
<p>Anne Brügmann<br />
Tel: 0151-59100085</p>
<p>Büro der Opferperspektive<br />
Tel.: 0331-8170000</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/presse/fortsetzung-am-bernauer-amtsgericht">Prozessbericht: Beleidigung und Bedrohung eines Schülers aus Panketal</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rathenow</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2018 09:49:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An Himmelfahrt trifft ein Mann, der im Ort für seine politisch linke Einstellung bekannt ist, am Marktplatz auf eine Gruppe stadtbekannter Rechter. Nach einem kurzen Gespräch zwischen beiden Parteien attackiert ihn einer der Rechten unvermittelt mit einem Pfefferspray.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/rathenow-9">Rathenow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An Himmelfahrt trifft ein Mann, der im Ort für seine politisch linke Einstellung bekannt ist, am Marktplatz auf eine Gruppe stadtbekannter Rechter. Nach einem kurzen Gespräch zwischen beiden Parteien attackiert ihn einer der Rechten unvermittelt mit einem Pfefferspray. </p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/rathenow-9">Rathenow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Neuruppin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Oct 2017 14:15:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nähe des Einkaufszentrums Reiz greifen mehrere Täter greifen zwei junge Linke aufgrund ihrer politischen Einstellung körperlich an.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/neuruppin-22">Neuruppin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Nähe des Einkaufszentrums Reiz greifen mehrere Täter greifen zwei junge Linke aufgrund ihrer politischen Einstellung körperlich an.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/neuruppin-22">Neuruppin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Bernau bei Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Sep 2017 15:01:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Beleidigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Rechte nötigen einen jungen Linken, vom Fahrrad abzusteigen, indem sie sich ihm in den Weg stellen. Dabei beleidigen sie ihn auf Grund seiner politischen Einstellung. Als dieser kurz darauf versucht, die Täter zu dokumentieren, wird er erneut angegriffen. Die Rechten versuchen diesmal, ihn vom Fahrrad zu zerren. Der Betroffene flüchtet sich in die Geschäftsstelle [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/bernau-6">Bernau bei Berlin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Rechte nötigen einen jungen Linken, vom Fahrrad abzusteigen, indem sie sich ihm in den Weg stellen. Dabei beleidigen sie ihn auf Grund seiner politischen Einstellung. Als dieser kurz darauf versucht, die Täter zu dokumentieren, wird er erneut angegriffen. Die Rechten versuchen diesmal, ihn vom Fahrrad zu zerren. Der Betroffene flüchtet sich in die Geschäftsstelle der Partei &#8218;Die Linke&#8216;. Die rechten Angreifer tauchen dort ebenfalls auf, versuchen, gewaltsam die Tür aufzudrücken und rufen dabei volksverhetzende antisemitische Beleidigungen und Bedrohungen.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/bernau-6">Bernau bei Berlin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Spendenaufruf für Orazio Giamblanco</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Skinhead]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1996 wurde der Italiener Orazio Giamblanco in Brandenburg von einem Skinhead fast totgeschlagen. Einmal im Jahr besucht der Tagesspiegel den seitdem schwer Behinderten. Wir dokumentieren die aktuelle Reportage von Frank Jansen über die Lebenssituation von Orazio Gianblanco,und rufen zu Spenden auf.<br />
Bitte überweisen Sie auf das Konto der Opferperspektive und tragen das Stichwort "Orazio" auf den Überweisungsträger ein. Wir leiten Ihre Spende weiter.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco">Spendenaufruf für Orazio Giamblanco</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Leben mit der Last</strong></em></p>
<p>von Frank Jansen</p>
<p>Orazio Giamblanco, Opfer rechter Schläger in Trebbin, benötigt täglich Betreuung. Eine schwere Aufgabe &#8211; auch für seine Frau und deren Tochter</p>
<p>Die kleine, kompakte Frau hilft ihm aus dem Rollstuhl und reicht eine der Krücken. Sie hält dem gebrechlichen Mann die rechte Hand hin, in die er seine linke drückt, zur Faust geballt, um sich aufzustützen. Dann greift er langsam nach den Krücken. Die Frau steht daneben, sie beobachtet jede Bewegung. So verharren beide für einen Moment im Bielefelder Fitnessstudio &#8222;Outfit&#8220;, in einer Halle voller Trainingsgeräte. Dann geht der Mann nach vorne, für einen Meter braucht er heute knapp zwei Minuten. Sie bugsiert ihn zu einem stählernen Apparat mit zwei Stangengriffen. Er steht davor, schweigend, den Blick starr nach unten gerichtet. Die Frau muss weiterhelfen. Erst drückt sie sein linkes Bein, das mit der Stahlschiene, etwas nach vorne, dann das rechte. Jetzt kann er sich setzen, langsam. Endlich ist es geschafft. Er packt die Griffe, die über einen Seilzug mit Gewichten verbunden sind, und rudert mit den Armen vor und zurück. Er kann das ganz gut.<br />
Efthimia Berdes, 39, Griechin, Hilfsarbeiterin in einer Schokoladenfabrik in Bielefeld, guckt erleichtert. Sie sieht es als Lebensaufgabe an, mit ihrer Mutter Angelica deren Lebensgefährten zu pflegen. Orazio Giamblanco, 72, ist schwer behindert. Vor mehr als 17 Jahren, am 30. September 1996, drosch ihm ein Skinhead in Trebbin, einer Kleinstadt südlich von Berlin, eine Baseballkeule gegen den Kopf. Der Kahlkopf und &#8222;Kameraden&#8220; hatten im Ort italienische Bauarbeiter gejagt. Giamblanco war erst wenige Tage zuvor aus Bielefeld nach Trebbin gekommen. Den Angriff hätte er beinahe nicht überlebt.<br />
Im Frühjahr 1997 hat diese Zeitung Giamblanco das erste Mal besucht, er lag apathisch in einer Spezialklinik im niedersächsischen Coppenbrügge. Seitdem wird jedes Jahr berichtet, wie es Giamblanco geht. Er leidet unter spastischer Lähmung, unter Schmerzen in Kopf und Körper, unter Verdauungsstörungen, unter Depressionen, sprechen kann er nur mühsam. Seine kurzen Sätze hören sich an, als drücke ihm jemand die Kehle zu. &#8222;Ich habe viel schwer&#8220;, haucht Giamblanco beim Besuch Ende November. Dieses Jahr hat er es schwerer als sonst.</p>
<p>Efthimia Berdes, von ihrer Mutter und Orazio Efi genannt, hat den Stress nicht mehr verkraftet. Ein Fabrikjob mit Nachtschicht, in der Freizeit kaum etwas anderes, als der Mutter bei der Pflege von Orazio zu helfen, und das Jahr für Jahr, seit 1996. &#8222;Ich hatte schon seit Monaten Schlafstörungen&#8220;, sagt Efthimia. Im Mai folgte der Kollaps. Es begann mit Angstzuständen. Sie fühlte sich verfolgt, auch in ihrer Wohnung. Dann kam der Tag im Mai, an dem sie sich, verwirrt, selbst lebensbedrohlich verletzte. Krankenhaus, Intensivstation. Efthimia stehen Tränen in den Augen. &#8222;Ich habe gedacht, ich bin stark.&#8220; Vier Wochen Krankenhaus, drei Monate in der Reha-Klinik in Bethel nahe Bielefeld, ihre Mutter Angelica besuchte sie fast jeden Tag. Entweder fuhren Freunde sie hin, oder sie musste ein Taxi nehmen. Einmal die Woche brachte das Rote Kreuz Orazio zu Efthimia. Er wollte öfter, sagt Angelica, doch das habe das Rote Kreuz abgelehnt. &#8222;Das hat Orazio und mich geärgert, aber er konnte ni chts machen.&#8220;</p>
<p>Efthimia schien in all den Jahren die stärkste der drei zu sein. Mutter Angelica, eine zierliche Frau, 61 Jahre alt, wirkte noch erschöpfter. Sie geht schon lange zum Psychiater, um die seelischen Schäden in Grenzen zu halten. Angelica Stavropolou, die früher Berdes hieß und nach ihrer Scheidung wieder den Namen ihres Vater trägt, musste seit 1996 immer Kraft für zwei aufbringen, für Orazio und sich, gab sogar ihre Arbeit auf, um sich der Pflege zu widmen. Jetzt muss sie Kraft für drei aufbringen. Efthimia fühlt sich verpflichtet, ihre Mutter bei der Pflege von Orazio zu unterstützen. &#8222;Familie bleibt für mich Familie&#8220;, sagt sie. Dabei kam zu kurz, dass sie selber mal eine Familie gründen wollte. Für eine Liebesbeziehung hatte sie zu wenig Zeit, ebenso wenig für sich selbst. Zweimal die Woche geht sie zu Psychiatern, und sie nimmt Antidepressiva. Doch der Leidensdruck bleibt. Efthimia wirft sich vor, finanzielle Probleme verursacht zu haben. Da sie seit Monaten nicht mehr arbe itet, bekommt sie nur noch ein mageres Krankengeld. Die Wohnung, die sie bewusst direkt neben der von Orazio und ihrer Mutter nahm, ist dafür zu teuer. Und als die Depressionen im Mai begannen, mussten die drei eine Reise nach Sizilien, in Orazios alte Heimat, kurz vor dem Abflug stornieren. Versichert waren sie nicht.</p>
<p>Orazio und die beiden Frauen waren froh, auf das Geld zurückgreifen zu können, das die Leser dieser Zeitung nach der Reportage vom Dezember 2012 gespendet hatten. Die Frage nach Reiseplänen für Sizilien oder Griechenland im kommenden Jahr beantworten sie diesmal nur zurückhaltend. &#8222;Es täte uns gut&#8220;, sagt Efthimia, &#8222;aber ich weiß nicht, wann ich wieder arbeiten kann.&#8220; Die Krankenkasse will sie jetzt zur Kur schicken. Efthimia befürchtet, schon über Weihnachten.<br />
Hunderte Kilometer entfernt, sitzt der Mann, der die nicht enden wollende Bielefelder Tragödie verursacht hat. Jan W. hat zugeschlagen im rassistischen Wahn, und er hat dafür gebüßt. Das Landgericht Potsdam verurteilte ihn 1997 zu 15 Jahren Haft, wegen versuchten Mordes an Orazio Giamblanco. &#8222;Wenn ich jetzt so zurückdenke&#8220;, sagt der 39-Jährige, und stockt. Er kam vorzeitig aus dem Gefängnis, hat sich von der rechtsextremen Szene losgesagt, doch die Tat quält auch ihn noch immer. Wie jedes Jahr am 30. September ist er zu &#8222;seinem&#8220; kleinen See gefahren und hat nachgedacht. Drei Stunden lang. &#8222;Ich habe mir Fragen gestellt. Wie konnte ich so werden?&#8220; Jan W., eigentlich ein kräftig-kerniger Typ, selbstständiger Bauarbeiter, bereut seinen früheren mörderischen Machismo. 2006 hat er Orazio und den beiden Frauen zwei Briefe geschrieben, in denen er sich entschuldigt und versucht hat, zu erklären, wer er zehn Jahre zuvor war. Die drei in Bielefeld waren gerührt. Sie haben ihm verziehen . &#8222;Da ist mir ein ganz großer Stein vom Herzen gefallen&#8220;, sagt Jan W. Er wünscht Orazio Giamblanco &#8222;vor allem gute Besserung&#8220;.</p>
<p>In der Fitnesshalle bewegt Orazio zäh, fast schon verbissen die Stangen der Trainingsapparate, als könnte er ihnen die Hoffnung auf ein besseres Leben abringen. Am Schluss hilft Efthimia ihm wieder in den Rollstuhl und packt seine Beine in eine gefütterte Decke. Für einen Moment sieht sie zufrieden aus.</p>
<p>Frank Jansen</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco">Spendenaufruf für Orazio Giamblanco</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mit letzter Kraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
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		<category><![CDATA[Der Tagesspiegel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1996 schlug ein Skinhead den Italiener Orazio Giamblanco beinahe tot. Das schwer behinderte Opfer quält sich von Jahr zu Jahr mehr durchs Leben. Wie jedes Jahr bitten der Tagesspiegel und der Potsdamer Verein Opferperspektive auch jetzt um Spenden für Orazio Giamblanco, seine Lebensgefährtin Angelica Berdes und deren Tochter Efthimia.Die dunklen, stählernen Jogging-Hometrainer stehen in einer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1996 schlug ein Skinhead den Italiener Orazio Giamblanco beinahe tot. Das schwer behinderte Opfer quält sich von Jahr zu Jahr mehr durchs Leben. Wie jedes Jahr bitten der Tagesspiegel und der Potsdamer Verein Opferperspektive auch jetzt um Spenden für Orazio Giamblanco, seine Lebensgefährtin Angelica Berdes und deren Tochter Efthimia.Die dunklen, stählernen Jogging-Hometrainer stehen in einer Linie, als seien die Geräte zur Parade angetreten. Frauen und Männer hasten, es wird gekeucht und gehechelt. Die meisten sind ganz schön schnell, auf Köpfen und Armen glänzt ein Schweißfilm. Wahrscheinlich sehen die Dauerrenner gar nicht, was um sie herum passiert. Es geht um individuelle Leistung, um Ausdauer, um gesteigerte Fitness. Um all das geht es dem alten Mann, der auf dem Gummiboden vor den Apparaten entlangzuckelt, allerdings auch. Er nimmt vermutlich ebenso wenig die Jogger wahr, die da leicht erhöht laufen. Der Mann interessiert sich aber nicht für deren Fitnessapparate. Sein Trainingsgerät sieht anders aus. Mit einem Rollator ruckelt der Mann an der Parade vorbei. Sein linkes Bein steckt in einer Stahlschiene. Das rechte Bein zuckt voran, dann schleift das linke hinterher. Die Hände umklammern die Griffe des Rollators, die hinteren Räder sind mit Bremsen blockiert. Wären sie gelöst, hätte der Mann an dem Rollator zu wenig Halt. Das Gerät könnte ausbrechen, der Mann würde stürzen. Und käme von alleine nicht wieder hoch.</p>
<p>Jeder kämpft seinen Kampf in der Halle von „Fitness First“ in Bielefeld. Die Jogger und der alte Mann. Sie verbindet mehr, als der Anblick vermuten lässt, der Kontrast zwischen einem krummen, alten Körper mit stahlgeschientem Bein und den sportlichen Leibern. Da ist ein ähnlicher Wille zur Selbstüberwindung, die Hingabe bis zur Erschöpfung. Vielleicht ist der Mann sogar den Joggern mental überlegen. Denn er kämpft nicht, weil er Lust dazu hat. Er ringt mit sich selbst, um überhaupt laufen zu können.</p>
<p>Vor mehr als 16 Jahren traf ein Baseballschläger Orazio Giamblanco am Kopf. Der Italiener ist seit dem Angriff eines rechtsextremen Skinheads in der Kleinstadt Trebbin, südlich von Berlin, schwer behindert. Der Kahlkopf und »Kameraden« hatten aus rassistischem Hass Italiener gejagt, die wie Giamblanco auf einer örtlichen Baustelle arbeiteten. Giamblanco ar erst kurz vor dem Überfall nach Trebbin gekommen, aus Bielefeld, wo er eine Pizzeria betrieben hatte, die er aufgeben musste. Und auf den finanziellen Ruin folgte der Schlag mit der Baseballkeule.</p>
<p>Giamblanco, heute 71 Jahre alt, lebt wieder in Bielefeld, zusammen mit seiner griechischen Lebensgefährtin Angelica Berdes und deren Tochter Efthimia. Er ist in seinem lädierten Körper und seiner nicht minder ramponierten Seele eingequetscht wie ein Autofahrer, der nach einem Unfall in einem demolierten Wagen steckt. Spastische Lähmung, Sprachstörungen, Depressionen und ein Magen, der mehr denn je streikt. Weil er im Körper von Orazio Giamblanco, der viel Zeit im Rollstuhl sitzt, eingeengt und zu wenig bewegt wird.</p>
<p>Die Probleme mit dem Magen und der Verdauung schwächen den Italiener. Umso häufiger fehlt ihm die Kraft, aus dem Rollstuhl aufzusteigen und mit dem Rollator kleine Schritte zu üben. So wird Giamblancos Magen noch öfter im Rollstuhl eingedrückt. Ein Teufelskreislauf. Giamblanco hat in diesem Jahr sichtbar abgenommen. Und doch schafft er es an diesem Tag bei Fitness First, als der Besucher aus Berlin zuschaut, an der Home- Trainer-Parade vorbeizuziehen. Für die 30 Meter bis zum stählernen Seilzuggerät braucht er eine halbe Stunde. An dem Apparat zieht Giamblanco dann einen Bügel herunter, an dem Gewichte hängen. An drei, vier Tagen pro Woche kommt Giamblanco für gymnastische Übungen in die Halle. Ein Sport- und Gesundheitstrainer, bullig, freundlich, Ex-Fallschirmjäger, hilft und ermuntert.</p>
<p>Die Geschichte von Orazio Giamblanco ist im Tagesspiegel auch eine Art Dauerlauf. Ein halbes Jahr nachdem am 30. September 1996 der Skinhead Jan W. den italienischen Hilfsbauarbeiter fast totgeschlagen hatte, besuchte die Zeitung Giamblanco das erste Mal. Er lag in einer neurologischen Spezialklinik im niedersächsischen Coppenbrügge. Zunächst lange reglos und wortlos. Seit dem April 1997 wird Giamblancos Geschichte jedes Jahr weitergeschrieben, als Langzeitstudie über das Schicksal eines Opfers rechtsextremer Gewalt – in den Jahren nach den Schlagzeilen zur Tat, wenn die Öffentlichkeit den Fall längst vergessen hat. Giamblanco ist eines von mutmaßlich mehr als 10 000 Opfern, die seit der Wiedervereinigung von Neonazis und anderen Rassisten attackiert wurden. Mindestens 148 Menschen haben die Gewaltexzesse, ob auf der Straße oder bei den heimtückischen Anschlägen der Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund«, nicht überlebt. Die Bundesregierung spricht, gestützt auf Zahlen der Polizei, von lediglich 63 Toten.</p>
<p>Orazio Giamblanco lebt. Das heißt: Er quält sich durchs Leben. »Jedes Jahr war schlimm«, sagt Efthimia Berdes, als Giamblanco vom Fahrdienst des Roten Kreuzes zu seiner Wohnung zurückgebracht worden ist. Aber dieses Jahr, sagt die 38-jährige, weiterhin ledige Frau, sei das schlimmste.</p>
<p>Kurz nach Ostern waren die drei noch auf Sizilien gewesen, von hier kam Giamblanco 1961 nach Deutschland. Die Reise konnten er und die beiden<br />
Frauen sich leisten, da viele Leserinnen und Leser des Tagesspiegels gespendet hatten, wie immer nach der jährlichen Reportage. »Sicilia war gut«, sagt Giamblanco mit seiner leisen, oft nur schwer zu verstehenden Stimme. Die mediterrane Heimat, die Wärme, die Scherze mit den Taxifahrern, das Essen – das hat ihm gutgetan, den Frauen auch. »Orazio kam lustig aus dem Hotel, die Taxifahrer grüßten ihn, ich habe mich gefreut«, sagt Angelica Berdes. Die kleine, zierliche Griechin, Anfang 60, pflegt Giamblanco seit dem »Unfall«, wie sie den rechtsextremen Angriff nennt. Berdes gab damals ihren Job auf, um den behinderten Mann zu betreuen, rund um die Uhr. Auch mit Hilfe von Tochter Efthmia ist die Fürsorge schwere Arbeit.</p>
<p>»Ich hebe Orazio seit 16 Jahren aus dem Bett und bringe ihn zur Toilette«, sagt Angelica Berdes, »auch nachts, manchmal viermal«. Das ist nur ein Ausschnitt vom Alltag. Die Frau ist geschafft, überlastet, vor zwei Jahren war eine Leistenoperation nötig. Sie leidet unter Bluthochdruck, sie hat Depressionen, Rückenschmerzen, sie geht regelmäßig zum Psychiater. »Aber jetzt«, sagt Berdes, »ist es noch schlimmer geworden«.</p>
<p>Nach der Rückkehr aus Sizilien verschärften sich Giamblancos Probleme mit Magen und Verdauung, unter denen Giamblanco seit dem Überfall sowieso schon litt. Vielleicht hat er diesmal den Abschied von Sizilien schwerer verkraftet als sonst. »Immer mehr Probleme mit dem Essen und mit der Toilette«, sagt Angelica Berdes. »Er kann kein Fleisch mehr essen, ich mache nur noch Brokkoli- Suppe und Spaghetti«. Im Sommer war selbst das zu viel. » Wir sind ins Krankenhaus rein, wir sind aus dem Krankenhaus raus, wir sind wieder rein«, sagt Angelica Berdes. Neben ihr sitzt Giamblanco und schweigt. Dann hebt er den Kopf, »ich habe oft Appetit, aber geht nicht«. Er habe ungefähr zehn Kilo abgenommen. Man sieht es ihm an. Der Bauch ist kleiner als im letzten Jahr. Und die Gesichtszüge wirken noch starrer.</p>
<p>Giamblanco und die beiden Frauen hadern mit dem Schicksal, dass sich nicht mehr wenden lässt und dem sie immer weniger gewachsen sind. Und so hadern sie auch mit ihrem Hausarzt, der keinen Fortschritt herbeizaubern kann und nicht jedes Medikament verschreiben will. Sie hadern mit den Leuten vom Roten Kreuz, die sauer sind, wenn ihr Fahrdienst umsonst zu<br />
Giamblanco kommt, der aber die Toilette nicht verlassen kann und die Gymnastik bei Fitness First ausfallen lassen muss. Und sie haben sich mit ihrem früheren Physiotherapeuten zerstritten, obwohl er Giamblanco so weit anspornte, dass ein paar wacklige Schritte ohne Krücken möglich waren.</p>
<p>In ihrer Verzweiflung streiten sich Orazio Giamblanco und die beiden Frauen auch untereinander mehr als früher. Obwohl sie so stark zusammenhalten, wie das heute wohl eher selten ist. Aber die Kräfte lassen nach, auch psychisch. »Langsam sagt man, man kämpft umsonst«, Efthimia bricht den Satz ab.</p>
<p>Einer, der gesund ist und stark, der aber auch hadert, ist der Täter, der Schläger von 1996. Jan W. wurde für die Tat vom Landgericht Potsdam zu 15 Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis sagte er sich von der rechten Szene los. Er ist längst wieder draußen, er ist als Ein- Mann-Baufirma tätig. Jan W., mit 38 Jahren so alt wie Efthmia, kommt so einigermaßen zurecht. Aber die Tat belastet ihn weiter, auch wenn er ein bisschen Seelenfrieden zurückgewann, als Giamblanco und die Frauen seine Entschuldigung akzeptieren, die er 2006 in zwei langen Briefen formuliert hatte.</p>
<p>Am Jahrestag der Tat, sagt Jan W., »bin ich wie jedes Mal zu meinem kleinen See gefahren und hab’ meine Emotionen rausgelassen“, er zögert. »Ich schrei’ alles raus«. Spaziergänger hätten komisch geguckt. Er hoffe, sagt Jan W., »dass es Herrn Giamblanco, Frau Berdes und ihrer Tochter ein bisschen besser geht«.</p>
<p>Über Tat und Täter wollen Giamblanco und die Frauen nicht mehr viel sagen. Sie hoffe, dass Jan W. »wirklich kapiert hat, dass er das Leben von drei Leuten zerstört hat«, sagt Efthimia. Und dann erzählt ihre Mutter eine Geschichte, die unfassbar erscheint. Vor einem Monat wäre Giamblanco beinahe wieder Opfer einer Gewalttat geworden. Er fuhr mit seinem Elektrorollstuhl zum Markt, »ich war etwas dahinter«, sagt Angelica Berdes. Auf einer Bank hätten zwei Männer gesessen und getrunken. Einer habe ausgeholt und eine Weinflasche nach Orazio geworfen. Sie flog knapp am Kopf, den vor 16 Jahren beinahe eine Baseballkeule zertrümmert hätte, vorbei. »Die Flasche fiel auf den Boden, der Rollstuhl ist über die Splitter und ein Reifen war platt«, Angelica Berdes klingt auch jetzt noch verstört. »Wie kann das sein, dass man eine Flasche auf einen Mann schmeißt, der im Rollstuhl sitzt?« Sie seien sofort umgekehrt, mit dem kaputten Reifen sei Orazio langsam zur Wohnung zurückgefahren. Auf einen Anruf bei der Polizei habe sie verzichtet, sagte Berdes, »die Männer von der Bank waren bestimmt schon weg«, sie hatte auch keine Kraft dazu. Aber sie meiden den Platz jetzt. »Ich geh’ da nicht mehr hin«, sagt Giamblanco.</p>
<p>Was bleibt einem da noch, wenn selbst das beschauliche Bielefeld einen hässlichen Flecken bekommt? Es sind kleine Gesten, die vom Elend ablenken. Da ist die 92 Jahre alte, aber vitale Nachbarin, die öfter vorbeischaut und gerne mal einen selbst gebackenen Apfelkuchen mitbringt. Und dann ist da der immerwährende Traum, der einen Namen hat. »Möchte wieder nach Sicilia«, sagt Orazio Giamblanco. Er lächelt kurz. Nächstes Jahr will er wieder hin. Die Frauen auch. »Vielleicht geht es da mit seinem Magen wieder besser«, sagt Angelica Berdes. »Das wäre gut für uns drei.«</p>
<p>Einzahlen können Leserinnen und Leser auf das Konto des Vereins. Die Daten lauten: Opferperspektive e.V., Stichwort Orazio, Bank für Sozialwirtschaft, Kontonummer 381 31 00, Bankleitzahl 100 20 500. Für Quittungen bitte die eigene Anschrift auf der Überweisung nennen.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/mit-letzter-kraft-2">Mit letzter Kraft</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rechte Morde werden überprüft</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Innenminister Dietmar Woidke (SPD) will 18 Mordf&auml;lle, die einen rechten Hintergrund haben k&ouml;nnten, neu pr&uuml;fen. Das Aktionsb&uuml;ndnis hatte eine Neubewertung angemahnt. Journalisten und der Verein Opferperspektive gehen von mindestens 27 Opfern rechter Gewalt seit 1990 aus; bislang sind davon neun offiziell anerkannt.&raquo;Wenn T&ouml;tungsverbrechen in unserem Land einen rechtsextremistischen Hintergrund hatten, muss das die &Ouml;ffentlichkeit in jedem einzelnen Fall wissen. Das sind wir vor allem den Opfern und ihren Angeh&ouml;rigen schuldig&laquo;, erkl&auml;rte Woidke am Dienstag gegen&uuml;ber den Potsdamer Neuesten Nachrichten. Einen Tag zuvor hatte das Aktionsb&uuml;ndnis die Landesregierung aufgefordert, &raquo;die T&ouml;tungsdelikte, die von Opferberatungsstellen und Journalisten als rechts motiviert bewertet werden, zu &uuml;berpr&uuml;fen.&laquo; 18 Taten, bei denen nach Recherchen des Vereins Opferperspektive, des Tagesspiegel und der Frankfurter Rundschau eine rechtsextreme Tatmotivation vorliegt, sind bislang in der brandenburgischen Polizeistatistik nicht als politische Delikte erfasst.</p><p>Heilgard Asmus, Vorsitzende des Aktionsb&uuml;ndnisses, begr&uuml;&szlig;te die Ank&uuml;ndigung Woidkes. &raquo;Wenn die Landesregierung daf&uuml;r sorgt, dass in Brandenburg Opfer rechter Gewalt auch als solche anerkannt werden, w&auml;re das vorbildlich.&laquo; so Asmus. In Sachsen-Anhalt wurden aufgrund der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit nach der Aufdeckung der NSU-Morde drei Taten nachtr&auml;glich als rechts motiviert klassifiziert; in Sachsen wurden k&uuml;rzlich zwei F&auml;lle neu bewertet, nachdem die LINKE Druck auf die dortige Landesregierung ausge&uuml;bt hatte.</p><p>Auch Marcus Reinert freute sich &uuml;ber die schnelle Reaktion des Innenministers. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Vereins Opferperspektive hatte am Montag Abend den Mitgliedern des Aktionsb&uuml;ndnisses die Mordf&auml;lle geschildert und vorgeschlagen, bei der Landesregierung auf eine &Uuml;berpr&uuml;fung zu dr&auml;ngen.</p><p>Fast alle der 18 Mordtaten ereigneten sich in den 1990er Jahren. &raquo;In vielen F&auml;llen waren Polizei und Justiz damals &uuml;berfordert&laquo; so Reinert, es gab &raquo;schwere Vers&auml;umnissen bei der Ermittlung der Tatmotivation&laquo;. Der Verein Opferperspektive schl&auml;gt vor, dass ein Gremium unabh&auml;ngiger Sachverst&auml;ndiger die rechten Gewalttaten aufarbeitet. Bundesweit sollen es nach Recherchen der Opferperspektive und des Tagesspiegel mindestens 169 Menschen sein, die seit 1990 aufgrund rechter Angriffe ums Leben kamen, 27 davon in Brandenburg.</p><p>Das Aktionsb&uuml;ndnis beschloss au&szlig;erdem, sich um eine angemessene Erinnerung an Todesopfer rechter Gewalt zu bem&uuml;hen und entsprechende Initiativen von Vereinen und Kommunen zu unterst&uuml;tzen. Kai Jahns, der Eberswalder Koordinator gegen Fremdenfeindlichkeit, hatte dem Plenum zuvor die Auseinandersetzungen um das Gedenken an Amadeu Antonio geschildert. Ebenfalls traten Neuruppiner Jugendliche aus dem Jugendzentrum Mittendrin auf, die sich f&uuml;r eine Erinnerung an Emil Wendland einsetzten und im Juli dieses Jahres eine Gedenktafel in der Fontanestadt aufstellten. Der damals 50j&auml;hrige Wendland war 1992 von Neonazis niedergestochen worden, die sich zuvor zum &raquo;Penner klatschen&laquo; verabredet hatten. Der Mord ist einer der F&auml;lle, die nun &uuml;berpr&uuml;ft werden sollen.</p><p><a title="&lt;a" href="http://www.aktionsbuendnis-brandenburg.de/aktuelles/rechte-morde-werden-ueberprueft" aria-label="rechte morde werden ueberprueft">Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg</a>&gt;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-morde-werden-ueberprueft">Rechte Morde werden überprüft</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Potsdam</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2012 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen einer NPD-Kundgebung kam es zu zwei gefährlichen Körperverletzungen und einer versuchten gefährlichen Körperverletzung, die sich gegen Linke richtete. Es wurden zwei Tatverdächtige ermittelt.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/potsdam-350">Potsdam</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer NPD-Kundgebung kam es zu zwei gefährlichen Körperverletzungen und einer versuchten gefährlichen Körperverletzung, die sich gegen Linke richtete. Es wurden zwei Tatverdächtige ermittelt.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/potsdam-350">Potsdam</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Königs Wusterhausen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am sog. »Herrentag« griff eine Gruppe von ca. 10 vermummten Rechten mehrere Linke an, drei von ihnen wurden verletzt. Ein Tatverdächtiger konnte noch vor Ort festgenommen werden.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/koenigs-wusterhausen-52">Königs Wusterhausen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am sog. »Herrentag« griff eine Gruppe von ca. 10 vermummten Rechten mehrere Linke an, drei von ihnen wurden verletzt. Ein Tatverdächtiger konnte noch vor Ort festgenommen werden.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/koenigs-wusterhausen-52">Königs Wusterhausen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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