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	<title>'OPP' - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Buch der Opferperspektive erschienen: »Rassistische Diskriminierung und rechte Gewalt«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit die Opferperspektive e.V. in Brandenburg das Konzept der aufsuchenden Beratung für Betroffene rechter Gewalt entwickelt hat.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>F&uuml;nfzehn Jahre, in denen nicht nur Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung unterst&uuml;tzt worden sind, sondern in denen auch politisch gegen Rassismus und rechte Hegemonien vor Ort interveniert wurde. Aus diesem Grund blicken MitarbeiterInnen der Opferperspektive, Betroffene, KooperationspartnerInnen, ExpertInnen und Aktivistinnen auf die Entwicklung der eigenen Arbeit zur&uuml;ck, mit dem Ziel Erfolge und Misserfolge zu reflektieren und die im Laufe dieser Zeit gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse f&uuml;r die interessierte &Ouml;ffentlichkeit aufzubereiten.</p><p><em>Rassistische Diskriminierung und rechte Gewalt</em><br>
An der Seite der Betroffenen beraten, informieren, intervenieren</p><p>2013 &ndash; 381 Seiten &ndash; &euro; 19,90<br>
ISBN: 978-3-89691-947-2<br>
Verlag WESTF&Auml;LISCHES DAMPFBOOT</p><p>Erschienen: September 2013</p><p><a href="https://www.dampfboot-verlag.de/de/product/rassistische-diskriminierung-und-rechte-gewalt" aria-label="rassistische diskriminierung und rechte gewalt">Dampfboot-Verlag</a></p><hr><h4>Files:</h4><p><span class="doc_attach"> <a href="/wp-content/uploads/2014/04/Inhaltsverzeichnis-Opferperspektive.pdf" aria-label="Inhaltsverzeichnis Opferperspektive">Inhaltsverzeichnis-Opferperspektive</a><br>
[Inhaltsverzeichnis_OPP_Buch]<br>
application/pdf &nbsp;99.1 KB </span></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/buch-der-opferperspektive-erschienen-rassistische-diskriminierung-und-rechte-gewalt">Buch der Opferperspektive erschienen: »Rassistische Diskriminierung und rechte Gewalt«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Herzlichen Dank!</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/herzlichen-dank</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Team und Vorstand der Opferperspektive bedanken sich bei den über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an unserer Buchvorstellung und Jubiläumsfeier am vergangenen Freitag, dem 13. September 2013.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>Besonders herzlich bedanken wir uns f&uuml;r die Wertsch&auml;tzung und die aufbauenden, aber auch kritischen Worte aller Rednerinnen und Redner und der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Podiumsgespr&auml;ch.</strong></p><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rEJI6Bef7-o" aria-label="watch">RBB-Beitrag zur Feier</a></p><p>Zwei Gru&szlig;worte, die uns in schriftlicher Form erreicht haben m&ouml;chten wir an dieser Stelle ver&ouml;ffentlichen.</p><p><strong>Gru&szlig;wort des Finanzminister des Landes Brandenburg Helmuth Markov</strong></p><p>Meine Familie hat &ndash; wie viele andere &ndash; in der Nazizeit Schreckliches mitmachen m&uuml;ssen. Deshalb ist es mir &ndash; wie viele von Ihnen vielleicht wissen &ndash; ein sehr pers&ouml;nliches Anliegen, gegen jeden angek&uuml;ndigten Aufmarsch neuer Nazis in unserem Land auf die Stra&szlig;e zu gehen. Und ich bin froh, dass ich dabei nicht allein bin.</p><p>Auch der Verein Opferperspektive leistet einen wichtigen Beitrag dazu, der Verharmlosung von Rechtsextremismus etwas entgegenzusetzen. Vor allem die ganz praktische, gelebte Solidarit&auml;t mit den Opfern ist wichtig. Ich wei&szlig;, wie schwer es dem t&uuml;rkischen Gem&uuml;seh&auml;ndler f&auml;llt, der Opfer von rechtsmotivierte Gewalt wurde, &uuml;ber sein Leid zu reden, es &ouml;ffentlich zu machen oder den T&auml;ter anzuzeigen. Angst, Einsch&uuml;chterung und Ohnmacht l&auml;hmen jede Aktivit&auml;t. Deshalb ist es gut, dass Sie die Opfer in bei diesen Schritten unterst&uuml;tzen.</p><p>Und noch etwas ist mir wichtig. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, den Opfern rechter Gewalt &ouml;ffentliches Geh&ouml;r zu verschaffen. Ihre Arbeit basiert auf der konsequenten Parteinahme f&uuml;r die Seite der Opfer. Das ist gut und richtig so. Denn f&uuml;r rechte Gewalt, rechte Ideologie und Rassismus im Alltag kann es keine Entschuldigung geben. Denn Faschismus ist keine Meinung, er ist ein Verbrechen!</p><p>Und doch hat auch rechtsmotivierte Gewalt gesellschaftliche und politische Ursachen. Jedes Opfer, das Sie betreuen ist eines zu viel. Jeder &Uuml;bergriff h&auml;tte nicht geschehen d&uuml;rfen und darf nicht wieder geschehen. Die gesellschaftlichen Bedingungen, die den Angriff m&ouml;glich gemacht haben, m&uuml;ssen sich &auml;ndern. Das ist Aufgabe der Politik und daf&uuml;r setze ich mich weiter ein.</p><p>F&uuml;r Ihre weitere Arbeit w&uuml;nsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, auch wenn ich mir w&uuml;nschte, die Arbeit Ihres Vereins w&auml;re nicht mehr n&ouml;tig!</p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e</p><p><em>Helmuth Markov</em><br>
<em>Finanzminister des Landes Brandenburg</em></p><p><strong>Gru&szlig;worte des Landtagspr&auml;sidenten Gunter Fritsch und des Generalstaatsanwaltes des Landes Brandenburg Prof. Dr. Erardo Rautenberg</strong></p><hr><h4>Files:</h4><p><span class="doc_attach"> <a href="/wp-content/uploads/2013/09/Grusswort_Fritsch_Rautenberg.pdf" aria-label="Grusswort Fritsch Rautenberg">Grusswort_Fritsch_Rautenberg</a><br>
[Gru&szlig;wort Landtagspr&auml;sident Gunter Fritsch und Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg Prof. Dr. Erardo Rautenberg]<br>
application/pdf &nbsp;837 KB </span><strong><br>
</strong></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/herzlichen-dank">Herzlichen Dank!</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Angstzone Spremberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kleinstadt im Süden Brandenburgs bleibt ein Beratungsschwerpunkt der Opferperspektive, denn nach wie vor schränkt die rechte Szene die Bewegungsfreiheit von Jugendlichen durch Angriffe und Bedrohungen nachhaltig ein.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/angstzone-spremberg">Angstzone Spremberg</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kleinstadt im Süden Brandenburgs bleibt ein Beratungsschwerpunkt der Opferperspektive, denn nach wie vor schränkt die rechte Szene die Bewegungsfreiheit<br />
von Jugendlichen durch Angriffe und Bedrohungen nachhaltig ein. Wer nicht zu den rechten Cliquen gehört, die Haare bunt trägt oder bekannt ist für eine linke Einstellung, meidet gewisse Orte in der Stadt, um nicht Gefahr zu laufen, zusammengeschlagen zu werden. Das Bowlingcenter in der Innenstadt gehört ebenso dazu wie der Busbahnhof und der Marktplatz. Hier hat die rechte Szene den öffentlichen Raum besetzt. Aber auch wenn sie woanders in der Stadt unterwegs sind, werden alternative Jugendliche von Neonazis beleidigt, geschlagen oder mit Autos verfolgt. Die Betroffenen wissen sich nicht anders als mit Ausweichbewegungen und Vermeidungsstrategien zu helfen. Die Innenstadt wird umgangen und Schleichwege durch Spremberg gesucht. Manche haben nach Angriffen ihre Punkfrisuren aufgegeben, um nicht schon von weitem für die Rechten erkennbar zu sein. Eltern potenziell Betroffener haben Angst, dass ihre Kinder nicht unbeschadet zur Schule oder abends nach Hause kommen. In Spremberg existiert ein über Jahre gewachsenes Milieu von Neonazis. Nach der Verunsicherung durch das Verbot der »Spreelichter« im vergangenen Jahr treten die Rechten wieder mit großem Selbstbewusstsein auf. Sie scheinen sich durch ihr Umfeld bestätigt und durch die meist langwierige und in der Vergangenheit häufig erfolglose Strafverfolgung ermutigt zu fühlen. Die von der rechten Gewalt Betroffenen dagegen fühlen sich allein gelassen. Zwar unterschrieben im Laufe des vergangenen Jahres fast 4000 EinwohnerInnen einen Aufruf des Bürgermeisters gegen rechte Angriffe auf Parteibüros und die Zeitungsredaktion, eine ausdrückliche Solidarisierung mit den Jugendlichen, die die Hauptbetroffenen der Gewalt sind, blieb aber bis heute aus. Die Jugendlichen kritisieren, die alltäglichen Bedrohungen und Attacken gegen sie würden in der Stadt beschwiegen. Stattdessen gibt es hitzige Diskussionen über Antifa-Graffitis, die ihnen angelastet werden und die Stadt verschandeln würden. Statt als Opfer rechter Gewalt, die es zu schützen gilt, sehen sie sich als Störfaktor behandelt. Offensichtlich ist in den Debatten, die in der Stadt geführt werden, das Verhältnis zwischen Ordnung und Gewalt völlig aus dem Lot. Im Aufruf des Bürgermeisters bekennt sich die Stadt zu Weltoffenheit. Dazu gehört eine vielfältige Jugendkultur, die außerdem der beste Schutz gegen die Ausbreitung rechter Dominanz ist.<br />
<em>Opferperspektive e.V.</em></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/angstzone-spremberg">Angstzone Spremberg</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Den Worten Taten folgen lassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Position der Opferperspektive zur Antirassismusnovelle der Brandenburger Landesverfassung</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/den-worten-taten-folgen-lassen">Den Worten Taten folgen lassen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. Juni 2013 berät der Brandenburger Landtag in erster Lesung über zwei Verfassungsänderungen: </p>
<p>Artikel 2 Absatz 1:<br />
Brandenburg ist ein freiheitliches, rechtsstaatliches, soziales, dem Frieden und der Gerechtigkeit, dem Schutz der natürlichen Umwelt und der Kultur verpflichtetes demokratisches Land, welches die Zusammenarbeit mit anderen Völkern, insbesondere mit dem polnischen Nachbarn, anstrebt. </p>
<p>wird folgender Satz hinzugefügt:<br />
Das Land schützt das friedliche Zusammenleben der Menschen und tritt der Verbreitung rassistischen und fremdenfeindlichen Gedankenguts entgegen.(sog. Antirassismusklausel)</p>
<p>Artikel 12 Absatz 2:<br />
Niemand darf wegen seiner Rasse, Abstammung, Nationalität, Sprache, seines Geschlechts, seiner sexuellen Identität, seiner sozialen Herkunft oder Stellung, seiner Behinderung, seiner religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung bevorzugt oder benachteiligt werden.</p>
<p>wird wie folgt verändert:<br />
Niemand darf wegen der Abstammung, Nationalität, Sprache, des Geschlechts, der sexuellen Identität, sozialen Herkunft oder Stellung, einer Behinderung, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder aus rassistischen Gründen bevorzugt oder benachteiligt werden.</p>
<p><em>Der Gesetzentwurf wurde in internen Beratungen erarbeitet, ohne breite Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen. Er wird von allen Fraktionen, außer der CDU-Fraktion, getragen.</em></p>
<p>Positiv ist: Dieser Gesetzentwurf streicht endlich den Begriff „Rasse“ aus der Verfassung, nimmt Rassismus als Diskriminierungsgrund auf und führt eine geschlechtsneutrale Bezeichnung in den Gesetzestext ein. Das Land Brandenburg würde mit der neuen Antirassismusklausel zudem den Schutz vor rassistischer Stimmungsmache zum Staatsziel erklären. In der Praxis soll sich bei der  Auslegung von Gesetzen auf diesen Verfassungsgrundsatz gestützt werden können, was zum Beispiel erlauben soll, neonazistische Aufmärsche und rassistische Hetze im Rahmen des bestehenden Versammlungsrechts zu erschweren und so beides zu garantieren: den Schutz der Versammlungsfreiheit und den Schutz vor rassistischer Stimmungsmache. </p>
<p>Mit einer solchen Verfassungsnovellierung würde anerkannt, dass Rassismus und rassistische Diskriminierung ernsthafte Probleme sind, die in Brandenburg existieren und Demokratie und Gesellschaft bedrohen. Aus unserer langjährigen Arbeit können wir beides bestätigen. Betroffene berichten uns von Diskriminierungserfahrungen in allen Lebensbereichen: bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, in Schule und Ausbildung, bei Sport- und Freizeitangeboten, in der Gesundheitsversorgung, als Kund_innen, und sie erleben Diskriminierung durch staatliche Institutionen wie Ämter und Behörden, aber auch in sozialen Einrichtungen. Hinzu kommen  rassistische Beleidigungen und Bedrohungen im öffentlichen Raum. Rassistische Diskriminierung beeinflusst das Leben vieler Menschen in Brandenburg massiv, ein friedliches Zusammenleben erscheint Flüchtlingen, Saisonarbeiter_innen, Migrant_innen und Menschen mit Migrationshintergrund oft verwehrt.  </p>
<p>Erstaunt sind wir deshalb über die Problembeschreibung in der Begründung des Gesetzesentwurfs, die ein konträres Bild von rassistischen Rechtsextremen auf der einen und einer nicht rassistischen Zivilgesellschaft auf der anderen Seite zeichnet. Rassismus ist indes leider nicht nur bei extremen Rechten und Neonazis zu finden, sondern in der Mitte der Gesellschaft.  </p>
<p>Damit das Bekenntnis zum Schutz vor Rassismus und rassistischer Diskriminierung nicht bloße Absichtserklärung bleibt, fordern wir die Landesregierung auf, auch in der Praxis eine wirksame Antidiskriminierungspolitik zu betreiben, das heißt, eine Politik, die im staatlichen wie im nicht-staatlichen Bereich aktiv Maßnahmen gegen rassistische Diskriminierung ergreift und zugleich die Betroffenen schützt! </p>
<p>Davon kann zur Zeit keine Rede sein: Auf staatlicher Ebene gibt es aktuell keine ausgewiesene Stelle gegen  rassistische Diskriminierung. Auf der Ebene der freien Träger gibt es für ganz Brandenburg nur die Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive, die für den großen Bedarf und die steigende Nachfrage viel zu gering ausgestattet und nur deren Finanzierung nur temporär gesichert ist. </p>
<p>Antidiskriminierungsberatung hat nicht nur das Ziel, die Betroffenen dabei zu unterstützen, sich gegen Diskriminierung zu wehren. Es geht vielmehr auch darum, durch Interventionen in Fällen von Diskriminierung einen gesellschaftlichen Entwicklungsprozess in Gang zu setzen, an dessen Ende die Überwindung von rassistischer Diskriminierung steht. </p>
<p>Erst wenn es zusätzlich zu den Versprechungen in der Verfassung umfassende Maßnahmen gegen Diskriminierung &#8211; möglichst verankert in einem Antidiskriminierungsgesetz, eine ausgewiesene staatliche Stelle und adäquat ausgestattete unabhängige Anlaufstellen gibt, wird von einer konsequenten Antidiskriminierungspolitik im Land Brandenburg als Wegbereiter für ein friedliches Zusammenleben die Rede sein können.   </p>
<p> Antidiskriminierungsberatung Brandenburg/Opferperspektive e.V.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/den-worten-taten-folgen-lassen">Den Worten Taten folgen lassen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Rechte Gewalt im Fokus</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-im-fokus</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Anzahl rechter und rassistischer Gewalttaten im Land Brandenburg, die durch die Opferperspektive dokumentiert werden, unterliegt von Jahr zu Jahr immer wieder Schwankungen. Diese Veränderungen sind schwer vorhersagbar. Im Jahr 2007 wurden 159 Angriffe gezählt, dies stellt einen Höhepunkt in den 10 Jahren der Dokumentation dar. Ein Absinken der Angriffszahlen auf 104 konnte im darauf folgenden Jahr beobachtet werden. 2011 wurden durch die Opferperspektive 87 Angriffe gezählt.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-im-fokus">Rechte Gewalt im Fokus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser erfreuliche Rückgang wird häufig mit dem sog. <em>Brandenburger Weg</em> und dem damit verbundenen staatlichen Handlungskonzept <em>Tolerantes Brandenburg</em> (TBB) begründet. Durch das TBB wird seit 1998 sowohl die finanzielle als auch die diskursive Unterstützung einer nicht-rechten Zivilgesellschaft forciert. Es wird ebenso versucht, die Verwaltungs- und Justizapparate zu sensibilisieren, um auch auf diese Weise gegen rechte Organisationen vorzugehen. Die derzeitige rot-rote Regierung führt damit den vom vorherigen CDU Innenminister Schönbohm eingeschlagenen Kurs fort. Verbote von Neonazi-Strukturen wie der <em>Freien Kameradschaft Teltow-Fläming</em> (FKTF) sowie die durch eine Selbstauflösung einem Verbot zuvorgekommene <em>Kameradschaft Märkische Oder Barnim</em> (KMOB) im Jahr 2011 zeugen davon. Ebenso das 2012 erlassene Verbot des neonationalsozialistischen Netzwerks <em>Widerstand Südbrandenburg</em>, den sog. <em>Spreelichtern</em>, und die nach unangemeldeten Fackelmärschen erfolgten Hausdurchsuchungen in Potsdam. Bei genauerer Betrachtung der regionalen Schwerpunkte rechter Organisierung und rechter Gewalttaten wird deutlich, dass das Konzept des <em>Brandenburger Wegs</em>, zu kurz greift.</p>
<p><strong>Schwerpunktregionen – Rechte Gewalt im Wandel</strong></p>
<p>Innerhalb weniger Jahre haben sich Schwerpunkte rechter Gewalt in Brandenburg verschoben. So kann beobachtet werden, dass es in Regionen, aus denen vergleichsweise wenig Angriffe bekannt waren, es aktuell zu massiven Einschüchterungen und Gewalttaten kommt. Davon betroffen sind Personen, die sich gegen Rechts engagieren und sich nicht dem räumlichen Dominanzanspruch rechter Cliquen unterwerfen und Menschen, denen aus rassistischen Motiven eine Daseinsberechtigung in Deutschland abgesprochen wird. Im Landkreis Havelland und der dortigen Schwerpunktregion Rathenow/Premnitz dokumentieren wir seit 2010 mit zwei Angriffen pro Jahr nur noch verhältnismäßig wenig, obwohl dort eine starke und gut vernetzte Neonazi-Szene über mehrere Generationen aktiv ist und aktuell eine neue Struktur, die <em>Heimattreuen Jugend Rathenow/Premnitz_, aufbaut wird. Eine mögliche Erklärung dafür ist das sog. Dunkelfeld bei rechten Gewalttaten. Studien zu Dunkelfeldern offenbaren, dass generell nur ein Teil der Gewalttaten angezeigt wird und damit Eingang in die amtlichen Statistiken findet. Dazu kommt, dass nicht in allen Regionen Antifa-Strukturen oder linke Jugendeinrichtungen so aufgestellt sind, dass sie auch nicht angezeigte Angriffe dokumentieren und öffentlich machen. Bei rassistischen Angriffen kann von einem noch größeren Dunkelfeld ausgegangen werden, da die migrantischen Organisationen meist nur in größeren Städten aktiv sind und viele Migrant</em>innen in ländlicheren Regionen daher kaum Zugang zu Hilfsangeboten haben.</p>
<p><strong>Repression und Neuorganisation – Rechte Strukturen im Wandel</strong></p>
<p>Um handlungs- und interventionsfähig zu sein, ist es nötig zu verstehen, wo und wie Neonazistrukturen in Brandenburg wirken. Für eine Analyse ist es unabdingbar sich anzuschauen, wie die AkteurInnen eingebunden sind und welche Organisationsformen es gibt, um auch die regionalen Kräfteverhältnisse einschätzen zu können. So ist bekannt, dass an die 400 Rechte aus dem Umfeld der nationalsozialistisch ausgerichteten Freien Kräfte in Brandenburg aktiv sind. Hinzu kommen die knapp 350 Mitglieder der NPD/JN. Ihre Politik ist meist lokal ausgerichtet und sie sind in regionalen Strukturen organisiert, allerdings existieren einige Vernetzungen. Die Übergänge zwischen NPD/JN und den Freien Kräften sind hierbei fließend. Die NPD versucht durch die Einbeziehung von Aktiven, auch parteiunabhängige NationalsozialistInnen an sich zu binden. Gleichzeitig wird offensiv der rechtliche Schutz der Parteien genutzt, dies zeigt beispielsweise die Gründung der JN Potsdam durch Mitglieder aus dem Spektrum der Autonomen Nationalisten.<br />
Auf staatliche Verbote, Hausdurchsuchungen und Verurteilungen reagieren die Rechten mit klandestinen Organisierungsformen und einer Neuausrichtung ihrer Politik. Das repressive Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden führt nicht nur zu einer Beschlagnahmung von Geld und Infrastruktur, sondern wirkt sich auch auf die Mitglieder und deren Aktivitäten aus. Der harte Kern bleibt weiterhin aktiv, das Umfeld zieht sich jedoch erst einmal zurück. Damit wird eine Neuausrichtung der Strukturen erforderlich. Kontakte und personelle Verflechtungen nach Berlin bekommen eine neue Bedeutung und gewährleisten ein politisches Agieren in neuem Gewand. Dies könnte zumindest eine mögliche Erklärung für den vermehrten Bezug rechter Anschläge auf den <em>Nationalen-Widerstand-Berlin</em> (NW-Berlin) in Brandenburg sein.</p>
<p><strong>NW-Berlin als neue Organisationsform in Brandenburg</strong></p>
<p>Am 19. Juni 2012 wurde das neonationalsozialistische Netzwerk Widerstand Südbrandenburg verboten. Am 27. Juli 2012 knüpfte ein auf der Homepage von <em>NW-Berlin</em> dokumentierter unangemeldeter Fackelaufmarsch von maskierten Neonazis in Hennigsdorf – Oberhavel an die Aktionsformen der sog. Spreelichter an. Anlass war der 99. Todestag des SS-Kriegsverbrechers Priebke. Im Laufe des Julis waren bereits im Landkreis Oder-Spree bei Sachbeschädigungen an Jugendclubs in Beeskow und Fürstenwalde <em>NW-Berlin</em> – Sprühereien aufgetaucht, ebenso im Zusammenhang mit einer Bedrohung am Haus eines jugendlichen Alternativen in Storkow. In beiden Fällen führen die Spuren zu Sebastian S., dem Berliner Landesvorsitzenden der NPD, der zugleich zentrale Figur im gewaltförmig agierenden Netzwerk <em>NW-Berlin</em> ist. Der gebürtige Strausberger Sebastian S. war längere Zeit im Nord-Osten Brandenburgs aktiven Märkischen Heimatschutz organisiert (Selbstauflösung 2006) und gut vernetzt mit den dortigen Neonazistrukturen. Erst dieses Jahr übernahm er den in Hennigsdorf ansässigen Online-Versand <em>On The Street</em>.</p>
<p>Weitere Bezüge auf <em>NW-Berlin</em> gab es bei dem Anschlag am Morgen des 7. Oktobers 2012 in Zossen, als der Briefkasten des Sprechers der Bürgerinitiative <em>Zossen zeigt Gesicht</em> gesprengt, ein Hakenkreuz gesprüht und die Eingangstür mit Steinen eingeschmissen wurde. Zwei Tage vorher waren in der Stadt das Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Stolpersteine mit Hakenkreuzen und dem Schriftzug <em>NW-Berlin</em> beschmiert worden. Verbindungen nach Berlin bestehen hier über den gerade aus der Haft entlassenen Ludwigsfelder Neonazis Christoph S. Dieser gehörte zusammen mit Daniel T. zu den zentralen Figuren der verbotenen Kameradschaft FKTF. Beide sind auch mit dem Neuköllner Neonazi und NPD-Kandidaten Julian B. vernetzt. Daniel T. verbüßt derzeit eine fast vierjährige Haftstrafe für den Brandanschlag auf das Haus der Demokratie in Zossen 2010.</p>
<p>Zwei Tage später, am 9. Oktober 2012, fand der bis dahin spektakulärste Angriff in Brandenburg statt, der mit <em>NW-Berlin</em> gelabelt wurde. In den frühen Morgenstunden drangen Neonazis auf das Gelände des Flüchtlingsheimes in Waßmannsdorf/Schönefeld im Landkreise Dahme-Spreewald ein und beschmierten das Gebäude mit »Rostock ist überall« und »NW-Berlin«. Die Neonazis versuchten, in das Gebäude zu gelangen, scheiterten jedoch an den Feuertüren. Anschließend warfen sie die Fensterscheiben eines Zimmers ein, durch dieses schmissen sie mit Farbe gefüllte Flaschen. In dem Raum schliefen zwei afghanische Frauen. Eine der Flaschen zersplitterte direkt neben dem Kopf einer Schlafenden. Der Bezug auf die Pogrome im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen und die damit verbundene Drohung ist unmissverständlich. Vor 20 Jahren griff in der Hansestadt ein Mob aus organisierten Neonazis und Teilen der Bevölkerung die zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge an und setzten ein von vietnamesischen VertragsarbeiterInnen bewohntes Haus in Brand. Parallel zu dem Angriff in Waßmannsdorf gab es in Berlin mehrere <em>NW-Berlin</em> bezogene Sachbeschädigungen. Bei einem SPD- und einem Linksparteibüro wurden die Scheiben eingeworfen, an einer Einrichtung des Jugendverbandes <em>Die Falken</em> wurden Hakenkreuzschmierereien gesprüht. Zudem wurde die Drohung »Ihr interessiert uns brennend« hinterlassen.</p>
<p>Das Netzwerk <em>NW-Berlin</em>, dem in Berlin Bedrohungen und Anschläge auf linke PolitikerInnen, JournalistInnen und Jugendclubs zugerechnet werden, dehnt offensichtlich seine Aktivitäten nach Brandenburg aus. Gleichzeitig versuchen rechte Strukturen in Brandenburg, die durch zivilgesellschaftliche wie antifaschistische Engagement und staatliche Repression unter Druck geraten, an diese Strategie anzudocken und sich dem Netzwerk anzuschließen.</p>
<p>Die Ausweitung des <em>NW-Berlin-Netzwerkes</em> auf Brandenburg bringt für die bisher eher regional gegliederten Neonazis eine neue Organisationsform mit sich. Denn damit ist auch der Rückgriff auf Strukturen, Personal und Know-How der militanten Neonaziszene Berlins gegeben. Durch die Anschläge wird der lokale Bedeutungsrahmen verlassen und ein beträchtliches Bedrohungspotential entfaltet. Die Drohung, das Heim und seine BewohnerInnen anzuzünden, ist durch den Verweis auf Rostock-Lichtenhagen mehr als deutlich. Die Bezugnahme auf das militante nationalsozialistisch ausgerichtete Berliner Netzwerk kann eine Radikalisierung der Aktionsformen bedeuten.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-im-fokus">Rechte Gewalt im Fokus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rechte Gewalt in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Rupin seit 1992</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-in-den-landkreisen-oberhavel-und-ostprignitz-rupin-seit-1992</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rechte Gewalt hat in Oberhavel und 0stprinitzt-Ruppin eine lange Geschichte und traurige Kontinuität, die bis weit in die Zeiten der DDR zurück reicht. Nach 1990 sah sich auch die Region nördlich von Berlin mit einer bisher beispiellosen ausländerfeindlichen, rassistischen und neonazistischen Mobilisierung unter Teilen der Jugend und einer Welle schwerer Gewalt- und Straftaten konfrontiert. Darunter fallen auch die Brandanschläge auf die Gedenkstätte Sachsenhausen und die Gedenkstätte Belower Wald.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-in-den-landkreisen-oberhavel-und-ostprignitz-rupin-seit-1992">Rechte Gewalt in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Rupin seit 1992</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>In einem Beitrag zur Konferenz Rechtsextremismus in &raquo;Brandenburg &ndash; R&uuml;ckblicke, Bestandsaufnahme und Perspektiven&laquo; zeichnete die Opferperspektive anhand von vielf&auml;ltigen Beispielen zentrale Entwicklungslinien rechter Gewalt in den beiden Landkreisen nach und wei&szlig;t auf typische Tatmuster hin. Den Beitrag k&ouml;nnen Sie als pdf. herunter laden.</p><p>Veranstaltet wurde die Tagung von der Stiftung Brandenburgische Gedenkst&auml;tten, Oranienburg und dem Moses Mendelssohn Zentrum f&uuml;r europ&auml;isch-j&uuml;dische Studien, Universit&auml;t Potsdam. Sie fand im Oktober 2012 anl&auml;sslich des 20. Jahrestages des Brandanschlages auf die &raquo;J&uuml;dische Baracke&laquo; in der Gedenkst&auml;tte Sachsenhausen statt.</p><hr><h4>Files:</h4><p><span class="doc_attach"> <a href="/wp-content/uploads/2014/04/Rechte_Gewalt_seit_1992.pdf" aria-label="Rechte Gewalt seit 1992">Rechte_Gewalt_seit_1992</a><br>
[Rechte Gewalt in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Rupin seit 1992]<br>
application/pdf &nbsp;99.2 KB </span></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-gewalt-in-den-landkreisen-oberhavel-und-ostprignitz-rupin-seit-1992">Rechte Gewalt in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Rupin seit 1992</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gegen das Vergessen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von den Menschen, die seit 1990 in Brandenburg infolge rechter Gewalt starben, wurde ein Drittel aus sozialdarwinistischen Motiven getötet. Eines der Opfer war Rolf Schulze.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/gegen-das-vergessen">Gegen das Vergessen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An ihn erinnerten am 7. November 2012, genau zwanzig Jahre nach der Tat, fünfzig TeilnehmerInnen einer Gedenkkundgebung in Lehnin – nur wenige Kilometer von dem Ort entfernt, am dem der obdachlose Rolf Schulze ermordet wurde. Unter einem Vorwand,  hatten die drei Täter ihn am Bahnhof Schönefeld in ihr Auto gelockt und an den Kolpinsee gefahren. Dort traten sie zunächst mit Springerstiefeln auf ihn ein und warfen ihm eine fünf Kilogramm schwere Propangasflasche auf den Kopf. Anschließend drückten sie seinen Kopf minutenlang unter Wasser, wobei Rolf Schulze laut Obduktionsbericht ertrank, bevor sie ihr Opfer schließlich mit Benzin übergossen und anzündeten. Rolf Schulze wurde am nächsten Tag von einem Angler gefunden. Die Täter konnten nach kurzer Zeit gefasst werden, weil sie sich in verschiedenen Diskotheken mit ihrer Tat rühmten. Bei seiner Festnahme sagte einer der Täter, sie hätten Rolf Schulze »aus purer Lust an Gewalt und Töten« umgebracht. Während des Verfahrens fiel zudem die Aussage, dass »solche Menschen […] kein Recht« hätten, »unter der strahlenden Sonne zu leben.« Das Gericht verurteilte die drei Täter, die sich offen zu ihrer Mitgliedschaft in der »Nationalistischen Front« und in der Wehrsportgruppe »Schönefelder Strumtruppe« bekannten, nach dem Jugendstrafrecht zu sechseinhalb, sieben und neun Jahren Gefängnis. Wie in vielen anderen Fällen tödlicher rechter Gewalt wurde auch über den Mord an Rolf Schulze lange geschwiegen – die diesjährige Gedenkveranstaltung war die erste ihrer Art. Wichtig ist, dass ihr weitere folgen. Auch das Anbringen einer Gedenktafel gehört zu den Zielen des Bündnisses, das in Lehnin an Rolf Schulze erinnert. Denn nur ein andauerndes Erinnern kann dafür sorgen, dass Rolf Schulze und die Grausamkeiten, die ihm angetan wurde, nicht in Vergessenheit geraten.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/gegen-das-vergessen">Gegen das Vergessen</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Treiben Berliner Neonazis in Brandenburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der »Nationale Widerstand Berlin« gehört zu den aktivsten und gewalttätigsten Neonazi-Gruppen. Nachdem auf dessen Internetseite politische GegnerInnen und linke Läden gelistet wurden, gab es zahlreiche Bedrohungen, Angriffe und Anschläge.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/das-treiben-berliner-neonazis-in-brandenburg">Das Treiben Berliner Neonazis in Brandenburg</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die »Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus« (MBR-Berlin) zählte an die 150 solcher Fälle. In ihrer Chronik begann die Initiative im Winter 2009, nachdem es zu sogenannten »Anti-Antifa-Aktionen« in Berlin gekommen war. Anschlagziele waren vor allem linke Einrichtungen wie Kneipen, Buchläden, Anwaltskanzleien, Hausprojekte sowie Büros der Partei »Die Linke«. Mittlerweile betrifft dies ebenso Einrichtungen der SPD und der ihr nahestehenden Organisationen. Der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und der Polizei war bisher das Vorgehen gegen den »NW Berlin« und dessen Internetplattform nicht besonders wichtig. Mit den Anschlägen gegen SPD-Einrichtungen und Bezirkspolitiker änderte sich dies. Nun machen auch SPD-PolitikerInnen und deren Jugendorganisation Druck, damit gegen die TäterInnen ermittelt wird. Bisher scheiterten jedoch die Versuche juristisch gegen die Internetseite vorzugehen, da sich der Server der Seite in den USA befindet und damit für deutsche Behörden nicht erreichbar ist.<br />
Seit März 2012 weitet das Neonazi-Netzwerk seine Aktivitäten auf Brandenburg aus. Bei den nächtlichen Attacken in Berlin und Brandenburg am 9. Oktober, dem 105. Geburtstag des Berliner SA-Sturmführers Horst Wessel, hinterließen die Neonazis von »NW Berlin« überall ihren  Schriftzug und bekannten sich so öffentlich zu ihren Taten.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/das-treiben-berliner-neonazis-in-brandenburg">Das Treiben Berliner Neonazis in Brandenburg</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kein sicherer Ort</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als am 9. Oktober Neonazis in Waßmannsdorf versuchten, in das dortige Flüchtlingsheim zu gelangen, scheiterten sie nur an den Feuerschutztüren. Eine mit Farbe gefüllte Flasche, die sie durch ein Fenster warfen, zerschellte knapp über dem Kopf einer schlafenden Afghanin.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/kein-sicherer-ort">Kein sicherer Ort</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An den Wänden des Heimes hinterließen die Täter außerdem ein Hakenkreuz und den Schriftzug »NW- Berlin«, »Nationaler Widerstand Berlin«. Zudem war zu lesen: »Rostock ist überall«, womit die Täter auf das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen anspielten, das sich im August zum 20. Mal jährte. Damals hatte ein Mob aus organisierten Neonazis und Teilen der Bevölkerung die zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge angegriffen und ein von vietnamesischen VertragsarbeiterInnen bewohntes Haus in Brand gesetzt. Tausende Menschen sahen dabei zu und applaudierten. Während antirassistische Gruppen eine Demonstration zum Heim in Waßmannsdorf organisierten, um ihre Solidarität mit den Angegriffenen auszudrücken, stellte das lokale Verkehrsunternehmen seine Fahrpläne nur wenige Tage nach dem Angriff so um, dass die Flüchtlinge nur noch auf einem sehr langen Fußweg von der Haltestelle zur Unterkunft kommen. Dies bedeutet für die Flüchtlinge, die Angst vor weiteren Angriffen haben, eine weitere Verschlechterung ihrer Situation.<br />
Der Angriff war einer der aufsehenerregendsten, aber nicht der einzige, der in den letzten Monaten unter dem Label »NW Berlin« in Brandenburg verübt wurde. Dies gibt uns Anlass, die Aktivitäten des militanten Neonazi-Netzwerks verstärkt in den Blick zu nehmen und über seine Aktionen zu informieren.</p>
<p>Opferperspektive e.V.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/kein-sicherer-ort">Kein sicherer Ort</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>»Jetzt erst recht, habe ich mir gesagt!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA['OPP']]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hagen L. engagiert sich seit drei Jahren in der Bürgerinitiative »Zossen zeit Gesicht«. Anlässe waren damals die Versuche des Holocaust-Leugners Rainer Links, die Verlegung von Stolpersteinen vor seinem Haus zu sabotieren sowie die Störaktionen der Rechten zum Holocaust-Gedenken im Januar 2009. Seit der Gründung der Bürgerinitiative gab es immer wieder Angriffe und Bedrohungen von Neonazis gegen engagierte BürgerInnen. 2010 wurde das »Haus der Demokratie« infolge eines Brandanschlages vollständig zerstört. Am Haus von Hagen L., mit dem wir das folgende Interview führten, hinter-ließen Neonazis eine an ihn namentlich adressierte Morddrohung.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/jetzt-erst-recht-habe-ich-mir-gesagt">»Jetzt erst recht, habe ich mir gesagt!«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum ist es für dich wichtig, sich gegen Neonazis zu engagieren?</strong></p>
<p>Faschisten und Nazis sind verantwortlich für die schlimmsten Verbrechen des vergangenen Jahrhunderts. Neonazis propagieren ihre unmenschliche Ideologie weiter und nicht nur das: Von ihnen geht Gewalt und Zerstörung aus. Sie gefährden das friedliche Zusammenleben und die Demokratie. Besonders erschreckt mich, wie weit verbreitet rechtsextremes und rassistisches Gedankengut in der Bevölkerung ist, bei Jung und Alt. Wer wachen Auges durchs Leben geht, wird damit oft auch vor seiner Haustür konfrontiert – leider auch in Zossen, wie die Ereignisse der vergangenen Jahre zeigen! Da hilft es nicht, den Kopf in den Sand zu stecken oder zu verharmlosen.</p>
<p><strong>Hattest du damit gerechnet, so sehr in den Fokus der Neonazis zu geraten?</strong></p>
<p>Zuerst hat mich die Dreistigkeit der Nazis überrascht: Das nochmal ein Haus in Deutschland brennt, hatte ich nicht für möglich gehalten! Dass es darüber hinaus auch so persönlich wird, damit habe ich auch nicht gerechnet.</p>
<p><strong>Hat sich seit der Morddrohung etwas für dich verändert?</strong></p>
<p>Ich habe viel Anteilnahme und Unterstützung von Freunden und Bekannten erhalten. Das schweißt zusammen. Aber es verändert auch: Man wird misstrauisch, sensibler, vorsichtiger, denkt an die Sicherheit seiner Familie. Man zweifelt an der staatlichen Ordnungsmacht. Und es hat mich wütend gemacht. Jetzt erst recht, habe ich mir gesagt! </p>
<p><strong>Was glaubst du, was weiterhin getan werden muss?</strong></p>
<p>Der Spuk ist nicht vorbei. Wie die jüngsten Vorfälle in Zossen zeigen, müssen wir uns weiter engagieren und wir brauchen eine breite Unterstützung.  Neben direkten Aktionen gegen die Aktivitäten der Neonazis, sind Aufklärung und gelebte Demokratie gepaart mit Transparenz und Öffentlichkeit die besten Waffen gegen rechtsextreme Umtriebe und deren Einfluss auf die Bevölkerung.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/jetzt-erst-recht-habe-ich-mir-gesagt">»Jetzt erst recht, habe ich mir gesagt!«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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