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	<title>Ostdeutschland - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 14:37:05 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>+ 1948 (1747 im Vorjahr) F&auml;lle rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland, Berlin und NRW&nbsp;</strong><br>
<strong>+ Weiterer Anstieg auf hohem Niveau</strong><br>
<strong>+ Mindestens 5 Angriffe pro Tag</strong></p><p>Die Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt dokumentieren f&uuml;r das Jahr 2016 einen erneuten Anstieg der Gewalt. In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW haben sich die Angriffe von 1747 im Jahr 2015 auf auf 1948 im Jahr 2016 erh&ouml;ht. Mindestens 3050 Personen (2015: 2237) wurden 2016 in den sieben Bundesl&auml;ndern verletzt und massiv bedroht.</p><p>&nbsp;</p><ul>
<li>2015 hatten sich die rechts motivierten Angriffe im Vergleich zu 2014 nahezu verdoppelt. 2016 ist ein erneuter Anstieg um 11 Prozent zu verzeichnen.</li>
<li>Deutliche Zunahme rassistischer Gewalt von 1056 im Jahr 2015 auf 1306 Angriffe im Jahr 2016. Der Anteil rassistischer Gewalt am Gesamtaufkommen 2016 stieg damit erneut von 60 auf 68 Prozent.</li>
<li>Ein Anstieg rassistischer Gewalttaten war in allen Bundesl&auml;ndern gleicherma&szlig;en zu verzeichnen, insbesondere in Th&uuml;ringen, wo rassistische Gewalttaten um knapp 90 Prozent anstiegen. Die Anzahl der Angriffe auf Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen werden, darunter auch auf Journalist_innen und politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, sank hingegen von 465 auf 363 und damit von 26 auf knapp 19 Prozent aller Vorf&auml;lle.</li>
</ul><p>Dazu Andrea H&uuml;bler f&uuml;r den Verband der Beratungsstellen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG): <em>&bdquo;Rassistische Gewalt nimmt weiter zu, die Hemmschwelle sinkt. Das zeigt sich an der zunehmenden Brutalit&auml;t und daran, dass auch vor Angriffen auf Kinder kein Halt gemacht wird. Deshalb bleiben unsere zentralen Forderungen:</em></p><ul>
<li><em>Schnelles und konsequentes Vorgehen der Ermittlungsbeh&ouml;rden</em><br>
<em>Bleiberecht f&uuml;r Menschen ohne sicheren Aufenthaltstitel, die Opfer einer rechts motivierten Gewalttat wurden</em><br>
<em>verbesserter Schutz f&uuml;r von rechts motivierter Diskriminierung und Gewalt Betroffene&ldquo;</em></li>
</ul><p>Das Gewaltpotential ist weiter angestiegen. Das zeigt sich insbesondere am Anstieg der gef&auml;hrlichen K&ouml;rperverletzungen um 28 Prozent. Schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen haben sich von 10 auf 20 F&auml;lle verdoppelt. Allein in Th&uuml;ringen und Sachsen wurden 4 solcher F&auml;lle registriert, in Sachsen-Anhalt sogar 6.</p><p>In Zerbst (Sachsen-Anhalt) wurde am 30. Juni 2016 ein 34-j&auml;hriger Pakistani von zwei Unbekannten M&auml;nnern angegriffen. Sie schlugen und traten auf den Mann ein und lie&szlig;en ihn dann verletzt auf den Bahngleisen zur&uuml;ck. Der schwer verletzte Betroffene konnte sich mit Gl&uuml;ck noch so aufrichten, dass ihn ein herannahender Zug lediglich an der Schulter streifte.</p><p>2016 ist erneut ein Todesopfer rechter Gewalt zu beklagen.</p><p>Am 17. September wurden in Berlin-Lichtenberg ein 34-j&auml;hriger Mann in einem Supermarkt vom Filialleiter aus rassistischer und sozialdarwinistischer Motivation geschlagen. Der 34-J&auml;hrige verstarb drei Tage sp&auml;ter an den Folgen des Angriffs.</p><p>Von den 1948 Angriffen waren mindestens 3051 Menschen in sieben Bundesl&auml;ndern betroffen. Das sind &uuml;ber 800 Menschen mehr als im Jahr zuvor (2237). Im Jahr 2016 waren 272 Kinder von rechter und rassistischer Gewalt betroffen. Damit waren fast 9 Prozent aller Betroffenen unter 14 Jahre alt.<em> &bdquo;Dieser dramatische Anstieg von Gewalt gegen Kinder ist besonders alarmierend und verdeutlicht, dass die letzten Hemmungen bei den T&auml;tern nach und nach fallen.&ldquo;</em>, so Andrea H&uuml;bler (VBRG).</p><p>Unserer Statistik nach waren Kinder am h&auml;ufigsten in Berlin, Sachsen-Anhalt (jeweils 45), in Th&uuml;ringen (48) und in Sachsen (73) betroffen.</p><p>So wurde am 6. Oktober 2016 wurden in Sebnitz (Sachsen) drei Kinder aus Syrien im Alter zwischen f&uuml;nf und elf Jahren von mehreren Jugendlichen geschlagen und mit einem Messer bedroht.</p><p>Auch Angriffe auf oder im Umfeld von Gefl&uuml;chtetenunterk&uuml;nften (bewohnte und unbewohnte; zentrale und dezentrale) haben in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW noch einmal deutlich zugenommen. Z&auml;hlten die Beratungsstellen 2015 noch 146 Angriffe, waren es 2016 bereits 252 (+72 Prozent). Wie schon im Jahr zuvor fanden die meisten dieser Angriffe in NRW (98) und Sachsen (53) statt, gefolgt von Berlin (41). Dabei handelte es sich vor allem um gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzungen (88) und Brandstiftungen (62). In 5 F&auml;llen handelte es sich um versuchte T&ouml;tungen.</p><p>In Gr&auml;fenhainichen (Sachsen-Anhalt) wurde am 26. Februar und in Niesky (Sachsen) am 23. Juli auf eine Gefl&uuml;chtetenunterkunft geschossen. Brandanschl&auml;ge, die als versuchte T&ouml;tungen gewertet wurden, wurden am 22. Mai in Zwickau (Sachsen), am 8. September in Wilnsdorf (NRW) und am 1. Oktober in J&uuml;terbog (Brandenburg) ver&uuml;bt.<br>
<strong>Dimension rechter Gewalt in den Bundesl&auml;ndern<br>
</strong><br>
F&uuml;r das Jahr 2016 verzeichneten die unabh&auml;ngigen Beratungsstellen in Ostdeutschland, Berlin und NRW 1948 F&auml;lle rechts motivierter und rassistischer Gewalt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein erneuter Anstieg um 11 Prozent.</p><ul>
<li>In Sachsen wurden mit 437 F&auml;llen die meisten Angriffe gez&auml;hlt (2015: 477, -4 %).</li>
<li>In Berlin wurden 381 Angriffe registriert (2015: 320, +19 %)</li>
<li>In NRW 335 (279, +20 %)</li>
<li>In Sachsen-Anhalt 265 Angriffe (2015: 217, + 22 %)</li>
<li>In Brandenburg 221 (2015: 203, +9 %)</li>
<li>In Th&uuml;ringen 160 Angriffe (2015: 121, +32 %)</li>
<li>In Mecklenburg-Vorpommern 149 Angriffe (2015: 130, +15 %).</li>
</ul><p>Damit fanden im letzten Jahr in Ostdeutschland, Berlin und NRW pro Tag im Durchschnitt 5,3 rechtsmotivierte Gewalttaten statt.</p><p>Zum &uuml;berwiegenden Teil handelte es sich dabei um (versuchte) K&ouml;rperverletzungsdelikte: 778 gef&auml;hrliche und 692 einfache K&ouml;rperverletzungen, au&szlig;erdem 20 schwere K&ouml;rperverletzungen bzw. versuchte T&ouml;tungen. In 274 F&auml;llen handelte es sich um N&ouml;tigungen oder Bedrohungen, in 95 F&auml;llen um Brandstiftungen, in 59 F&auml;llen um massive Sachbesch&auml;digungen und in 29 F&auml;llen um sonstige Gewalttaten wie Raub oder Landfriedensbruch.<br>
<strong>Rassismus ist weiterhin das h&auml;ufigste Tatmotiv</strong></p><p>Die Zahl rassistisch motivierter Gewalttaten stieg im Vergleich zu 2015 um weitere 24 Prozent an, nachdem bereits 2015 eine massive Zunahme rassistischer Angriffe verzeichnet wurde.</p><p><em>&bdquo;In Deutschland bestehen f&uuml;r POCs, Schwarze Menschen und Gefl&uuml;chtete Angstr&auml;ume. Wir erheben lediglich die Gewalttaten, keine Beleidigungen oder Diskriminierungen, doch auch verbale Attacken sind f&uuml;r Betroffene an der Tagesordnung. Deshalb bedarf es neben Opferberatungsstellen wie uns, zus&auml;tzlich unabh&auml;ngiger Antidiskriminierungsstellen.&ldquo;</em> erl&auml;utert H&uuml;bler.</p><p>In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, Berlin und NRW waren 1306 der Angriffe rassistisch motiviert, 363 Angriffe richteten sich gegen Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen wurden, darunter 27 gegen Journalist_innen. 98 Angriffe richteten sich gegen nicht-rechte und alternative Personen, 80 Angriffe gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Identit&auml;t. 37 Angriffe waren antisemitisch motiviert. Zudem registrierten die Beratungsstellen 8 rechts motivierte Angriffe gegen Menschen mit einer Behinderung und 5 gegen wohnungslose Menschen.</p><p>Bei Nachfragen zur Situation in den jeweiligen Bundesl&auml;ndern und f&uuml;r weitere Informationen k&ouml;nnen Sie sich direkt an die Projekte wenden oder die Statistiken und Ver&ouml;ffentlichungen der einzelnen Bundesl&auml;nder auf der Internetseite des Verbands ansehen (verband-brg.de)</p><hr><p>Hinweis: Nicht alle Beratungsprojekte haben die Ressourcen f&uuml;r ein unabh&auml;ngiges Monitoring. Aus den Bundesl&auml;ndern Bayern, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein gibt es deshalb kurze Hintergrundberichte, die sie im Anhang finden. Die durch die neu entstandenen Beratungsstellen registrierten F&auml;lle rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt in NRW zeigen jedoch deutlich, dass ein fundiertes Monitoring in allen Bundesl&auml;ndern unabdingbar ist um das Ausma&szlig; rechts motivierter ein St&uuml;ck weit sichtbar machen zu k&ouml;nnen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Bayern &ndash; B.U.D. Bayern</strong></p><p>Aufgrund fehlender Ressourcen war es der seit 2009 existierenden bayerischen Beratungsstelle B.U.D. (Beratung. Unterst&uuml;tzung. Dokumentation. F&uuml;r Opfer Rechtsextremer Gewalt) auch 2016 nicht m&ouml;glich, ein eigenst&auml;ndiges Monitoring durchzuf&uuml;hren.<br>
Die offiziellen Zahlen f&uuml;r das Bundesland Bayern (z. B. PMK Rechts) sowie die Chronologien unabh&auml;ngiger Initiativen (z.B. Aida, AAS) zeigen jedoch einen Trend der erh&ouml;hten &Uuml;bergriffzahlen an, der sich auch in der Arbeit von B.U.D. widerspiegelte.<br>
Die Beratungsstelle war 2016 in &uuml;ber 20 Vorf&auml;lle involviert, die zumeist auf rassistischen Motiven beruhte. Auch Bedrohungen und Angriffe auf politisch Andersdenkende bzw. in der Fl&uuml;chtlingsunterst&uuml;tzung aktive Menschen nahmen erneut zu, wobei das Spektrum von Bedrohung im Internet bis zur schweren K&ouml;rperverletzung reichte. Die T&auml;ter kamen hierbei nicht nur aus dem Kreis &bdquo;der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen&ldquo; mit entsprechendem rechtsradikalen Hintergrund, sondern des &Ouml;fteren auch aus dem Kreis der bis dato politisch unauff&auml;lligen B&uuml;rger_innen.<br>
F&uuml;r 2017 erhoffen wir uns einhergehend mit einer Verbesserung der Ressourcen dem gewachsenen Bed&uuml;rfnis nach Unterst&uuml;tzung gerecht werden zu k&ouml;nnen und die &ouml;ffentliche bzw. gesellschaftliche Diskussion in Bayern f&uuml;r dieses Themenfeld weiter zu sensibilisieren.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>M&uuml;nchen &ndash; Beratungsstelle Before</strong></p><p>Am 18. M&auml;rz 2016 nahm BEFORE, die unabh&auml;ngige Beratungsstelle f&uuml;r Betroffene rechter und rassistischer Gewalt und Diskriminierung, ihre Beratungsarbeit in M&uuml;nchen auf.<br>
Die Opferberatung rechte Gewalt bearbeitete im Jahr 2016 &uuml;ber 30 Beratungsf&auml;lle in M&uuml;nchen. Rassismus war das h&auml;ufigste Tatmotiv (69 Prozent). Menschen, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, arbeiten, zur Schule gehen und am sozialen Leben teilnehmen, wurden attackiert, vor allem Frauen, die ein Kopftuch trugen, wurden Opfer von Anfeindungen und Gewalt.<br>
H&auml;ufig wurden Menschen im &ouml;ffentlichen Raum, im &ouml;ffentlichen Nahverkehr und im eigenen Wohnumfeld angegriffen. Das bedeutet f&uuml;r die Betroffenen zumeist eine massive Bedrohung und Unsicherheit in ihrem direkten Lebensumfeld.<br>
Aus den Beratungsf&auml;llen 2016 und den Erfahrungen der Antidiskriminierungsberatung nehmen wir in M&uuml;nchen eine gef&auml;hrliche Entwicklung wahr. Mobilisierung, Hetze und Diskriminierung mit rechtem oder rassistischem Hintergrund finden immer &ouml;fter offen statt und animieren Einzelt&auml;ter_innen zu Anfeindungen und Angriffen. Betroffen davon sind neben Gefl&uuml;chteten und Migrant_innen auch Homosexuelle und Transgender (LGBTI), Menschen mit Behinderungen sowie Menschen, die sich f&uuml;r potenzielle Betroffenengruppen engagieren.</p><p><strong>Hessen &ndash; Beratungsstelle Response</strong></p><p>Response nahm Anfang 2016 offiziell die Beratung in Hessen auf. In der zweiten H&auml;lfte des Jahres begann die Beratungsstelle zun&auml;chst Strukturen f&uuml;r ein belastbares Monitoring aufzubauen. So sind die f&uuml;r das Jahr 2016 erhobenen Zahlen zwar noch nicht aussagekr&auml;ftig genug, liefern dennoch schon jetzt einen Beitrag, um den gesellschaftspolitischen Diskurs &uuml;ber rechte Gewalt um die Perspektive der Betroffenen zu erweitern.<br>
Response z&auml;hlte 40 Vorf&auml;lle rechter Gewalt mit direkt betroffenen Personen. 12 davon sind Angriffen gegen die pers&ouml;nliche Unversehrtheit zuzurechnen, einer wird als versuchte T&ouml;tung eingeordnet. Als h&auml;ufigstes Tatmotiv ist Rassismus in 27 F&auml;llen auszumachen.<br>
Trotz dieser Entwicklung besteht in Politik und &Ouml;ffentlichkeit weiterhin der Mythos von Einzelf&auml;llen am rechten Rand der Gesellschaft. Die Vorf&auml;lle und Statistiken werden &ouml;ffentlich kaum wahrgenommen. Die Bagatellisierung des Erlebten und die Verdr&auml;ngung der Vorf&auml;lle spiegeln Erfahrungen wieder, die Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt best&auml;ndig machen. Mit der Aufnahme des Monitorings im Jahr 2017 m&ouml;chte Response dazu beitragen, dass das Thema rechte und rassistische Gewalt st&auml;rker in der &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert wird.<br>
<strong>Hamburg &ndash; Beratungsstelle Empower</strong></p><p>Im Jahr 2016 sind die Zahlen rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe in Hamburg weiter angestiegen. Betroffene berichten von einer aggressiven gesellschaftlichen Stimmung und einem Anstieg allt&auml;glicher Gewalterfahrungen, verbunden mit einer stetigen Sprachlosigkeit, Wut und Ohnmachtserfahrung.</p><p>Im Vergleich zu 2015, dem Jahr in dem die Beratungsstelle empower ihre Arbeit aufnahm, haben sich die Vorf&auml;lle in Hamburg mehr als verdoppelt. Auch Angriffe gegen Kinder und Jugendliche haben massiv zugenommen. Die Hemmschwelle Gewalt auszu&uuml;ben, sinkt weiter. Viele Menschen erleben nicht nur physische Gewalt, sondern sind auch massiven psychischen Bedrohungen ausgesetzt.</p><p>Schwerpunkte der Beratungen waren Gewalt gegen Gefl&uuml;chtete, antimuslimischer Rassismus, Gewalt in Schulen oder in und um Sportvereine, rechtes Stalking, vermehrt schwere K&ouml;rperverletzungen, aber auch aus Sicht der Betroffenen erlebte (Re-)Viktimisierung in Kontakt mit staatlichen Institutionen.</p><p>Die Mehrheit der Betroffenen m&ouml;chten keine Anzeigen bei der Polizei erstatten. Ursachen sind vor allem negative Erlebnisse mit der Exekutive und die Erfahrung, dass rassistische und antisemitische Taten kaum juristisch verfolgt werden. Weiterhin beklagen viele Betroffene einen Mangel an Solidarit&auml;t und R&uuml;ckhalt in der Gesellschaft.</p><p><strong>Schleswig-Holstein &ndash; Beratungsstelle zebra</strong></p><p>Seit Mitte 2015 stellt Zebra im Zuge der Beratungsarbeit einen Anstieg rechter und rassistischer Angriffe fest. Die Taten richteten sich nicht nur gegen Gefl&uuml;chtete (und deren Unterk&uuml;nfte) oder Migrant_innen, sondern auch gegen die Zivilgesellschaft, beispielsweise gegen Ehrenamtliche in der Fl&uuml;chtlingshilfe oder Menschen, die sich in ihrer Funktion als Kommunalpolitiker_innen f&uuml;r die Rechte von Minderheiten engagierten.<br>
Dieser Trend setzte sich 2016 fort. Dabei sind Beratungen zu Angriffen organisierter Rechter auf politische Gegner_innen angestiegen. Die Angriffe sind massiver, die Beratungen komplexer und langfristiger. In deutlich &uuml;ber der H&auml;lfte der F&auml;lle &ndash; etwa auch bei Angriffen auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte &ndash; sind mehr als nur eine Person betroffen.<br>
Auffallend ist der Anstieg von Angriffen auf politische Verantwortungstr&auml;ger_innen, die in ihrer Massivit&auml;t deutlich zugenommen haben. Diese Beobachtung legt eine zunehmende Verrohung hinsichtlich der &bdquo;Kultur&ldquo; politischer Auseinandersetzungen nahe. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung sich insbesondere im kommenden Landtags- und Bundestagswahlkampf fortsetzt, da die Verrohung der politischen Auseinandersetzung Teil von Wahlkampfstrategien zu sein scheint.</p><p>Factsheet als Grafik zum <strong><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2017/04/factsheet_vbrg2016.pdf" aria-label="factsheet vbrg2016">Download</a></strong></p><p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-rassistische-und-antisemitische-angriffe-in-ostdeutschland-berlin-und-nrw-im-jahr-2016">Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>782 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland und Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2015 13:46:24 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><h2>Unabh&auml;ngige Opferberatungsprojekte ver&ouml;ffentlichen gemeinsame Statistik f&uuml;r 2014</h2><h2>Anstieg rassistischer Gewalt ist Besorgnis erregend</h2><p>Die Zahl politisch rechts, rassistisch und antisemitisch motivierter Gewalttaten stieg im Jahr 2014 in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern und Berlin deutlich an. Die dort t&auml;tigen unabh&auml;ngigen Fachberatungsstellen haben insgesamt 782 Angriffe registriert. Dabei wurden mindestens 1.156 Personen verletzt und massiv bedroht. In 60 Prozent der erfassten F&auml;lle spielen rassistische Tatmotive eine zentrale Rolle.<br>
&bdquo;Insbesondere dieser erneute Anstieg rassistischer Gewalt um ein Drittel ist Besorgnis erregend&ldquo;, sagt Antje Arndt, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der&nbsp; Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.</p><h4>Dimension rechter Gewalt</h4><p>Die unabh&auml;ngigen Beratungsstellen verzeichnen f&uuml;r das Jahr 2014 einen Anstieg der rechten Gewalttaten um 6 Prozent (in 2013: 737 Angriffe). Im Vergleich der ostdeutschen Bundesl&auml;nder und Berlin weist Sachsen mit 257 F&auml;llen die meisten Angriffe auf (15 % mehr als in 2013). In Berlin wurden 179 Angriffe registriert, in Sachsen-Anhalt 111 Angriffe, in Brandenburg 93 Angriffe, (9 % mehr als in 2013), in Mecklenburg-Vorpommern 84 Angriffe und in Th&uuml;ringen 58 Angriffe (30 % mehr als in 2013). Lediglich in Berlin und Sachsen-Anhalt verringerten sich die Angriffszahlen geringf&uuml;gig.</p><p>Statistisch gesehen fanden 2014 in Ostdeutschland pro Tag zwei politisch rechts motivierte Gewalttaten statt. In 61 Prozent der F&auml;lle handelte es sich um&nbsp; K&ouml;rperverletzungen und bei 33 Prozent um massive Bedrohungen, versuchte K&ouml;rperverletzungen und N&ouml;tigungen. Bei sechs Angriffen waren schwere K&ouml;rperverletzungen oder versuchte T&ouml;tungsdelikte die Folge.</p><h4>Rassismus als h&auml;ufigstes Gewaltmotiv</h4><p>Die Zahl rassistisch motivierter Gewalttaten stieg im Jahr 2014 um mehr als 30 Prozent an (2014: 457 Angriffe; 2013: 344 Angriffe; 2012: 276 Angriffe) und auch der Anteil dieser Taten an der Gesamtzahl nahm deutlich zu. Er stieg 2014 auf einen Anteil von 60% aller registrierten Angriffe. Im Jahr 2013 waren es noch 47%, 2012 waren es 44%. 131 Angriffe richteten sich gegen Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen werden (16 %) und 99 Angriffe gegen nicht-rechte und alternative Personen (12 %). Bei 31 Gewalttaten war Homo- und Transfeindlichkeit (4 %), in 23 F&auml;llen Antisemitismus und in 4 F&auml;llen Sozialdarwinismus das zentrale Tatmotiv. Zudem registrierten die Beratungsstellen 6 politisch rechts motivierte Angriffe gegen Menschen mit einer Behinderung. 7 Angriffe richteten sich gegen Journalist_innen.</p><p>Auch im ersten Quartal 2015 sind Fl&uuml;chtlinge und ihre Unterk&uuml;nfte stark von rassistisch motivierter Gewalt betroffen. &ldquo;Ein Ende der Welle rassistischer Gewalt ist nicht absehbar&ldquo;, fasst Antje Arndt die Einsch&auml;tzung der Beratungsprojekte zusammen. &bdquo;Anhaltende rassistische Proteste gegen Fl&uuml;chtlinge und ihre Unterk&uuml;nfte, die Aufm&auml;rsche von Pegida und ihren Ablegern in nahezu allen Bundesl&auml;ndern, der Mangel an dezentralen Unterbringungsm&ouml;glichkeiten sowie eine gesellschaftliche Debatte, die Fl&uuml;chtlinge eher als Problem denn als Schutzsuchende darstellt, tragen dazu bei, dass es keine sicheren Orte f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Deutschland gibt.&ldquo;<br>
Am Beispiel von Sachsen zeigt sich, wie stark diese Zusammenh&auml;nge wirken. Robert Kusche, der s&auml;chsische Vertreter des Bundesverbands der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt spricht von einem &bdquo;dramatischen Ausma&szlig; rassistischer Gewalt in Sachsen&ldquo; Von den 257 insgesamt dort registrierten Gewalttaten hatten 162 rassistische Tatmotive.</p><h4>Unabh&auml;ngiges Monitoring in allen Bundesl&auml;ndern notwendig</h4><p>F&uuml;r die westlichen Bundesl&auml;nder k&ouml;nnen die Beratungsprojekte keine unabh&auml;ngigen Zahlen vorlegen. &bdquo;Der fl&auml;chendeckende Ausbau spezialisierter und unabh&auml;ngiger Opferberatungsstellen ist nach wie vor nicht erfolgt. Die Beratungseinrichtungen verf&uuml;gen nicht &uuml;ber ausreichende Ressourcen, um ein professionelles Monitoring anbieten zu k&ouml;nnen&ldquo;, so Antje Arndt.</p><p>In Baden-W&uuml;rttemberg, Hessen und in Niedersachsen gibt es noch gar keine Fachberatungsstellen. Ausreichend gef&ouml;rdert wird bisher nur die Opferberatung Rheinland in Nordrhein-Westfalen.<br>
&bdquo;Die Notwendigkeit unserer kontinuierlichen Recherche und des unabh&auml;ngigen Monitorings zeigt sich nicht zuletzt im Vergleich mit den Zahlen der Innenminister.&ldquo; sagt Antje Arndt. F&uuml;r 2013 hatte das Bundesinnenministerium f&uuml;r alle 16 Bundesl&auml;nder lediglich 801 rechts motivierte Gewalttaten registriert &ndash; w&auml;hrend die&nbsp; Opferberatungsstellen im gleichen Zeitraum f&uuml;r 6 Bundesl&auml;nder 737 F&auml;lle festgestellt hatten. &bdquo;Noch immer ist nur ein Ausschnitt der Realit&auml;t sichtbar&ldquo;, kritisiert Antje Arndt.<br>
<strong>F&uuml;r R&uuml;ckfragen steht Ihnen Antje Arndt unter Tel. 0170/ 2948413 zur</strong> <strong>Verf&uuml;gung</strong>.<br>
Bei Nachfragen zur Situation in den jeweiligen Bundesl&auml;ndern und f&uuml;r weitere<br>
Informationen k&ouml;nnen Sie sich direkt an die Projekte wenden:<br>
Berlin: ReachOut, <a href="http://www.reachoutberlin.de">www.reachoutberlin.de</a><br>
Brandenburg: Opferperspektive,<a href="https://www.opferperspektive.de"> www.opferperspektive.de</a><br>
Mecklenburg-Vorpommern: LOBBI, <a href="http://www.lobbi-mv.de">www.lobbi-mv.de</a><br>
Sachsen: Opferberatung RAA Sachsen,<a href="http://www.raa-sachsen.de"> www.raa-sachsen.de</a><br>
Sachsen-Anhalt: Mobile Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt,<br>
<a href="http://www.mobile-opferberatung.de">www.mobile-opferberatung.de</a>;<br>
Beratungsstelle f&uuml;r Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Region Anhalt,<br>
Bitterfeld, Wittenberg, <a href="https://www.mobile-opferberatung.de/">www.opferberatung-dessau.de</a><br>
Th&uuml;ringen: ezra, <a href="http://www.ezra.de">www.ezra.de</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/782-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland-und-berlin">782 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland und Berlin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Statistik rechter Gewalttaten in Ostdeutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2014 12:51:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 2003 fassen acht Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt die erhobenen Daten über rechte Gewalttaten in Ostdeutschland in einer gemeinsamen Statistik zusammen.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/statistik-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland">Statistik rechter Gewalttaten in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Bei den registrierten Angriffen handelt es sich um Angriffe, von denen die acht Opferberatungsstellen durch verschiedene Quellen Kenntnis erlangten. Die F&auml;lle werden nach einheitlichen Kriterien, die von einem Qualit&auml;tszirkel standardisiert wurden, erfasst. Seit 2005 wird dazu eine zentrale Datenbank verwendet.</p><h2>Hohe Dunkelziffer</h2><p>Die dokumentierten F&auml;lle lassen indes keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die tats&auml;chliche Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten zu. Es muss aus verschiedenen Gr&uuml;nden von einer gro&szlig;en Dunkelziffer ausgegangen werden. Den Erfahrungen der Opferberatungsstellen entsprechend vermeiden es viele Gewaltopfer, einen Angriff anzuzeigen oder sich an eine Beratungseinrichtung zu wenden. Diese Zur&uuml;ckhaltung d&uuml;rfte &ndash; insbesondere was das Anzeigenverhalten betrifft &ndash; mit der gesellschaftlichen Stellung der Betroffenen verbunden sein, die zu einem gro&szlig;en Teil Gruppen angeh&ouml;ren, die von Diskriminierung betroffen sind.</p><p>Die erfolgreiche Recherche von rechten Angriffen h&auml;ngt von der Qualit&auml;t des Netzwerkes von Kooperationspartnern ab, die den Opferberatungsprojekten Informationen zur Verf&uuml;gung stellen und ihnen zuarbeiten. In vielen Regionen sind solche Netzwerke noch nicht ausreichend entwickelt. Die Beratungsstellen m&uuml;ssen dort von einer h&ouml;heren Dunkelziffer unbekannt bleibender Angriffe ausgehen, w&auml;hrend in Regionen, in denen ein ausgebildetes Netzwerk aufgebaut werden konnte, mehr Angriffe erfasst werden k&ouml;nnen.</p><p>Die Beratungsstellen arbeiten zudem in sehr unterschiedlichen sozialen R&auml;umen. So wirken die Projekte in Leipzig, Dessau und Berlin in st&auml;dtischen Milieus, w&auml;hrend die Projekte in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Th&uuml;ringen, Sachsen und Brandenburg sich in einer &uuml;berwiegend l&auml;ndlich gepr&auml;gten Umgebung bewegen. Hieraus ergeben sich Unterschiede im politischen und soziokulturellen Umfeld sowie hinsichtlich m&ouml;glicher Ansprechpartner in der Zivilgesellschaft. Diese Unterschiede haben auch Einfluss auf den Bekanntheitsgrad einer Beratungsstelle innerhalb einer potenziellen Opfergruppe und damit auf die Frage, ob sich Betroffene selbst an die Beratungsstellen wenden oder nicht.</p><p>Die statistische Auswertung der Recherchet&auml;tigkeit der Opferberatungsstellen kann daher keine vollst&auml;ndige Dokumentation rechter Gewalttaten liefern sondern lediglich Ann&auml;herungswerte.</p><h2>Recherchierte Straf- und Gewalttaten</h2><p>F&uuml;r das Jahr 2009 haben die sieben Beratungsstellen f&uuml;r Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern und Berlin insgesamt 739 rechts-motivierte Gewaltdelikte mit 1.669 Betroffenen registriert. Das sind weniger als in den drei vorangegangenen Jahren, liegt aber deutlich &uuml;ber den Werten f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2005.</p><p>Wie in den Vorjahren ereigneten sich im Jahr 2009 die meisten Angriffe in Sachsen (263). Es folgen Sachsen-Anhalt (111), Berlin (102), Brandenburg (101) sowie Th&uuml;ringen (83) und Mecklenburg-Vorpommern (79). Insgesamt ist bei rechter Gewalt von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.</p><p>Von den 739 Gewalttaten waren mindestens 1.669 Personen betroffen. Bei 655 F&auml;llen handelte es sich um K&ouml;rperverletzungsdelikte. In 436 F&auml;llen richtete sich die Gewalt gegen junge Menschen aus linken und alternativen Milieus. 222 Mal war Rassismus die Tatmotivation.</p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Land</th>
<th>2003</th>
<th>2004</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
<th>2007</th>
<th>2008</th>
<th>2009</th>
</tr>
<tr>
<td>Berlin</td>
<td>73</td>
<td>73</td>
<td>115</td>
<td>176</td>
<td>138</td>
<td>164</td>
<td>102</td>
</tr>
<tr>
<td>Brandenburg</td>
<td>116</td>
<td>136</td>
<td>140</td>
<td>140</td>
<td>159</td>
<td>110</td>
<td>101</td>
</tr>
<tr>
<td>Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td>64</td>
<td>58</td>
<td>62</td>
<td>103</td>
<td>78</td>
<td>103</td>
<td>79</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen</td>
<td>141</td>
<td>146</td>
<td>168</td>
<td>248</td>
<td>342</td>
<td>354</td>
<td>263</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen-Anhalt</td>
<td>78</td>
<td>109</td>
<td>171</td>
<td>202</td>
<td>184</td>
<td>180</td>
<td>111</td>
</tr>
<tr>
<td>Th&uuml;ringen</td>
<td>91</td>
<td>48</td>
<td>38</td>
<td>48</td>
<td>67</td>
<td>86</td>
<td>83</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>563</td>
<td>570</td>
<td>694</td>
<td>917</td>
<td>968</td>
<td>997</td>
<td>739</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><em>Stand: 9. M&auml;rz 2010</em></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Tatmotivation</th>
<th>2008</th>
<th>2009</th>
</tr>
<tr>
<td>Rassismus</td>
<td>296</td>
<td>222</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismus</td>
<td>17</td>
<td>26</td>
</tr>
<tr>
<td>Homofeindlichkeit</td>
<td>15</td>
<td>14</td>
</tr>
<tr>
<td>Behindertenfeindlichkeit</td>
<td>7</td>
<td>6</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen sozial Benachteiligte</td>
<td>4</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen politische Gegner</td>
<td>180</td>
<td>150</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen Nicht-Rechte (meist Jugendliche)</td>
<td>436</td>
<td>286</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>19</td>
<td>17</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>23</td>
<td>15</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>997</td>
<td>739</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><em>Stand: 9. M&auml;rz 2010</em></p><h2>Statistikberichte</h2><p>Einmal im Jahr gibt die bei der Opferperspektive angesiedelte Koordination der Beratungsstellen eine Pressemitteilung heraus, in der die statistische Entwicklung rechter Gewalt in Ostdeutschland und die Beratung der Opfer dargestellt und analysiert wird. Auf Grund von hier ber&uuml;cksichtigten Nachmeldungen aus vorangegangenen Jahren weichen die dort ver&ouml;ffentlichten Zahlen etwas ab. Die Koordinationsstelle besteht nicht mehr, da die F&ouml;rdermittel hierf&uuml;r gestrichen wurden.</p><p>2009: <a title="Beratungsstellen f&uuml;r Opfer rechter Gewalt in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern ver&ouml;ffentlichen Jahresstatistik 2009" href="/aktuelles/beratungsstellen-fuer-opfer-rechter-gewalt-in-den-ostdeutschen-bundeslaendern-veroeffentlichen-jahresstatistik-2009" aria-label="beratungsstellen fuer opfer rechter gewalt in den ostdeutschen bundeslaendern veroeffentlichen jahresstatistik 2009">Beratungsstellen f&uuml;r Opfer rechter Gewalt in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern ver&ouml;ffentlichen Jahresstatistik 2009</a></p><p>2007: <a title="Hohe Zahl rechter Gewalttaten in Ostdeutschland" href="/rechte-angriffe/statistik-ostdeutschland/hohe-zahl-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland" aria-label="hohe zahl rechter gewalttaten in ostdeutschland">Hohe Zahl rechter Gewalttaten in Ostdeutschland</a></p><p>2006: <a title="Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten in Ostdeutschland" href="/rechte-angriffe/statistik-ostdeutschland/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten-in-ostdeutschland" aria-label="zunahme rechtsmotivierter gewalttaten in ostdeutschland">Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten in Ostdeutschland</a></p><p>2004: <a title="Beratungsstellen ver&ouml;ffentlichen Jahresstatistik 2004" href="/rechte-angriffe/statistik-ostdeutschland/beratungsstellen-veroeffentlichen-jahresstatistik-2004" aria-label="beratungsstellen veroeffentlichen jahresstatistik 2004">Beratungsstellen ver&ouml;ffentlichen Jahresstatistik 2004</a></p><p>2003: <a title="Zahl rechtsextremer Gewalttaten bleibt in Ostdeutschland auf hohem Niveau" href="/rechte-angriffe/statistik-ostdeutschland/rechtsextreme-gewalttaten-in-den-neuen-bundeslaendern-und-berlin-nach-wie-vor-auf-hohem-niveau" aria-label="rechtsextreme gewalttaten in den neuen bundeslaendern und berlin nach wie vor auf hohem niveau">Zahl rechtsextremer Gewalttaten bleibt in Ostdeutschland auf hohem Niveau</a></p><p><span class="autor"> (OPP) </span></p><p>&nbsp;</p><h4>links:</h4><p><a href="http://www.lobbi-mv.de/">Lobbi Mecklenburg-Vorpommern</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]<br>
<a href="http://www.mobile-opferberatung.de">Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]<br>
<a href="https://www.buendnis-toleranz.de/archiv/themen/integration/173328/multikulturelles-zentrum-dessau-e-v" aria-label="multikulturelles zentrum dessau e v">Multikulturelles Zentrum Dessau</a>&nbsp; [Opferberatungsstelle]<br>
<a href="http://www.raa-sachsen.de/">Opferberatung der RAA Sachsen</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]<br>
<a href="http://www.reachoutberlin.de">Reach Out Berlin</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]<br>
Th&uuml;ringer Hilfsdienst f&uuml;r Opfer rechter Gewalt&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/statistik-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland">Statistik rechter Gewalttaten in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>737 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland und Berlin</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/737-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland-und-berlin?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=737-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland-und-berlin</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2014 15:14:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beratungsstellen veröffentlichen ihre gemeinsame Statistik für 2013. Anstieg der Gewalttaten insbesondere der rassistischen ist Besorgnis erregend.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/737-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland-und-berlin">737 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland und Berlin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Nach einem R&uuml;ckgang im Jahr 2012 stieg die Anzahl rechter, rassistischer und antisemitischer Straftaten im vergangenen Jahr in den neuen Bundesl&auml;ndern und Berlin wieder deutlich an. 2013 wurden insgesamt 737 politisch rechts motivierte Angriffe mit mindestens 1086 direkt Betroffenen dokumentiert. Dies sind rund 18 Prozent mehr Angriffe, als die Beratungsstellen f&uuml;r das Jahr 2012 (626 Angriffe) dokumentiert hatten. Statistisch gesehen ereignen sich in Ostdeutschland etwa zwei rechte Angriffe pro Tag. Mit 223 F&auml;llen wurden die meisten rechten und rassistischen Gewalttaten in Sachsen gez&auml;hlt. Es folgen Berlin (185), Sachsen-Anhalt (116), Brandenburg (85), Mecklenburg-Vorpommern (83) und Th&uuml;ringen (45). Pro 100.000 Einwohner_innen ereigneten sich in Sachsen, Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern jeweils mehr als f&uuml;nf Angriffe. Nur in Th&uuml;ringen (2) und Brandenburg (3,4) sind die Angriffszahlen geringer.</p><p><strong>Dimension rechter Gewalt</strong></p><p>Mehrheitlich wurde durch die unabh&auml;ngigen Beratungsstellen ein Anstieg der Angriffe beobachtet. Nur in Brandenburg und Th&uuml;ringen sind die Zahlen leicht r&uuml;ckl&auml;ufig. Andere Bundesl&auml;nder hingegen verzeichneten traurige Rekorde. Das Berliner Beratungsprojekt ReachOut berichtet von den h&ouml;chsten Angriffszahlen seit ihrer Gr&uuml;ndung (Anstieg um 33 %). Einen Anstieg m&uuml;ssen auch die L&auml;nder Sachsen (Anstieg um 43 %) und Mecklenburg-Vorpommern (Anstieg um 40 %) feststellen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden nach sinkenden Fallzahlen 2012, wieder &auml;hnlich viele F&auml;lle registriert wie in den Jahren zuvor. Sachsen- Anhalt hat einen leichten Anstieg um 10 % zu verzeichnen. &raquo;Wir gehen davon aus, dass unsere kontinuierlichen Recherchen und Dokumentationen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt erheblich dazu beitragen, das Dunkelfeld zu erhellen.&laquo; So Robert Kusche, ein Sprecher der Opferberatungsstellen &raquo;Aber auch die teilweise offen rassistisch gef&uuml;hrten Diskussionen um Asyl in Deutschland schaffen den N&auml;hrboden f&uuml;r rassistische Ideologien und f&uuml;hren in ihrer Konsequenz zu rechten Gewalttaten&laquo;. In 64 % der F&auml;lle handelt es sich um K&ouml;rperverletzungen und bei 27 % um massive Bedrohungen, versuchte K&ouml;rperverletzungen sowie N&ouml;tigungen. Bei sieben Angriffen handelte es sich um schwere K&ouml;rperverletzungen oder versuchte T&ouml;tungsdelikte.<br>
Ein Beispiel: Am 21.09.2013 wurde ein 34-j&auml;hriger Imbissbetreiber t&uuml;rkischer Herkunft beim Abschlie&szlig;en seines Gesch&auml;fts im Bahnhof unvermittelt aus einer Gruppe Neonazis rassistisch beschimpft und von mehreren Angreifern brutal mit F&auml;usten, Tritten und Flaschen attackiert. Vergeblich versucht seine Freundin, dazwischen zu gehen und muss mit ansehen, wie die Unbekannten weiter auf den 34-J&auml;hrigen eintreten, als er bereits schwer verletzt am Boden liegt. Der Betroffene muss mit lebensgef&auml;hrlichen Verletzungen notoperiert und danach in ein k&uuml;nstliches Koma versetzt werden. &raquo;Trotz der Aussagen der Betroffenen und Zeug_innen konnte oder wollte die Staatsanwaltschaft kein rassistisches Motiv erkennen. Dies verdeutlicht ein zentrales Problem im Umgang mit Betroffenen rechter Gewalt&laquo; so Robert Kusche. Er kritisiert au&szlig;erdem: &raquo;Auch in Berlin wurde wieder eine rassistische Tat bekannt, bei dem die Betroffenen am Tatort von der Polizei zun&auml;chst so behandelt wurden als seien sie die T&auml;ter&laquo;.</p><p><strong>Menschen werden am h&auml;ufigsten aus rassistischen Gr&uuml;nden angegriffen</strong></p><p>Besorgnis erregend ist der hohe Anstieg rassistischer Gewalttaten um mehr als 20 % (2013: 344; 2012: 276; 2011: 226). Fast die H&auml;lfte aller von den ostdeutschen Beratungsprojekten und in Berlin dokumentierten Angriffe waren rassistisch motiviert (2013: 47 %; 2012: 44 %; 2011: 32 %). Nicht-rechte und alternative Personen (18 %; 134 Angriffe) sowie Menschen, die von den T&auml;ter_innen als politische Gegner_innen angesehen werden (19 %; 140 Angriffe), geh&ouml;ren zu der zweitgr&ouml;&szlig;ten Betroffenengruppe rechter Gewalt. Bei 57 Gewalttaten war Homofeindlichkeit (8 %), in 17 F&auml;llen Antisemitismus und in 11 F&auml;llen Sozialdarwinismus das zentrale Tatmotiv. Zudem registrierten die Beratungsstellen acht Angriffe gegen Menschen mit einer Behinderung.</p><p><strong>Insgesamt stellen die Beratungsstellen fest:</strong></p><p>Die Debatten um die <span class="caps">NSU</span>-Morde sowie die jahrelange Dokumentation durch die Beratungsprojekte haben dazu beigetragen, dass das Dunkelfeld rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt kleiner wird. Dennoch wird das gesellschaftliche Klima beispielsweise gegen Fl&uuml;chtlinge oder Andersdenkende zunehmend rauer. Die Angebote der unabh&auml;ngigen Opferberatungsstrukturen leisten einen unverzichtbaren Beitrag, damit die Empfehlung des Bundestagsuntersuchungsausschusses zum <span class="caps">NSU</span> tats&auml;chlich im Sinne der Betroffenen umgesetzt werden k&ouml;nnen. Darum m&uuml;ssen im Interesse der Betroffenen endlich in allen Bundesl&auml;ndern fl&auml;chendeckend finanziell abgesicherte Beratungsstrukturen aufgebaut werden.</p><p>F&uuml;r Nachfragen stehen Ihnen gerne zur Verf&uuml;gung:<br>
Robert Kusche, Opferberatung <span class="caps">RAA</span> Sachsen, Tel.: 0351/5002567<br>
Sabine Seyb, ReachOut Berlin, Tel.: 030/69568339</p><p>Bei Nachfragen zur Situation in den jeweiligen Bundesl&auml;ndern und weitere Informationen k&ouml;nnen Sie sich dar&uuml;ber hinaus direkt an die Projekte wenden:<br>
Berlin: ReachOut, www.reachoutberlin.de<br>
Brandenburg: Opferperspektive, www.opferperspektive.de<br>
Mecklenburg-Vorpommern: <span class="caps">LOBBI</span>, www.lobbi-mv.de<br>
Sachsen: Opferberatung <span class="caps">RAA</span> Sachsen, www.raa-sachsen.de/<br>
Sachsen-Anhalt: Mobile Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt, www.mobile-opferberatung.de;<br>
Beratungsstelle f&uuml;r Opfer rechter Straf- und Gewalttaten Region Anhalt, Bitterfeld, Wittenberg, www.opferberatung-dessau.de<br>
Th&uuml;ringen: ezra, www.ezra.de</p><p>&nbsp;</p><p><a href="https://www-dev.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2014/06/Zusammenfassung_Statistik_2013.pdf" aria-label="Zusammenfassung Statistik 2013">Statistik rechter Angriffe 2013</a></p><p><a href="https://www-dev.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2014/06/Pressemappe_OBS_Statistik_20131.pdf" aria-label="Pressemappe OBS Statistik 20131">Pressemappe Opferberatungsstellen 2013</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/737-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland-und-berlin">737 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland und Berlin</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>626 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/626-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=626-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://dev.opferperspektive.de/626-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beratungsstellen veröffentlichen gemeinsame Statistik für 2012. 626 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland. Der Anstieg rassistischer Gewalttaten ist Besorgnis erregend. Die Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt haben für das ver­gangene Jahr in den neuen Bundesländern und Berlin insgesamt 626 politisch rechts motivierte Angriffe mit mindestens 999 direkt Betroffenen dokumentiert. Dies waren [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/626-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland">626 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="abstract">
<p>Beratungsstellen veröffentlichen gemeinsame Statistik für 2012. 626 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland. Der Anstieg rassistischer Gewalttaten ist Besorgnis erregend.</p>
</div>
<p>Die Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt haben für das ver­gangene Jahr in den neuen Bundesländern und Berlin insgesamt 626 politisch rechts motivierte Angriffe mit mindestens 999 direkt Betroffenen dokumentiert. Dies waren rund 11 Prozent weniger, als die Beratungsstellen bis März 2012 für das Vorjahr dokumentiert hatten (2011:706). Statistisch gesehen ereignen sich somit in Ostdeutschland etwa zwei rechte Angriffe pro Tag.</p>
<p>Mit 155 Fällen wurden die meisten politisch rechts motivierten Gewalttaten in Sachsen gezählt. Es folgen Berlin (139), Sachsen-Anhalt (104), Brandenburg (95), Thüringen (74) und Mecklenburg-Vorpommern (59). Im Verhältnis zur Einwohnerzahl betrachtet, nimmt Sachsen-Anhalt mit 4,5 Angriffen pro 100.000 EinwohnerInnen erneut einen traurigen Spitzenplatz ein, gefolgt von Berlin (3,97), Brandenburg (3,81), Sachsen (3,75), Mecklenburg-Vorpommern (3,61) und Thürin­gen (3,33).</p>
<p><strong>Tödliche Dimension rechter Gewalt</strong></p>
<p>Insgesamt haben die unabhängigen Beratungsstellen eine uneinheitliche Entwicklung der Angriffs­zahlen beobachtet: In Thüringen ist die Anzahl der bekannt gewordenen Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent angestiegen. Auch in Brandenburg wurde ein Anstieg um 13 Pro­zent festgestellt. Andere Beratungsstellen hingegen verzeichnen niedrigere Angriffszahlen im Ver­gleich zum Vorjahr. Einen Rückgang von 12 Prozent hat die Berliner Beratungsstelle ReachOut für 2012 registriert, in Mecklenburg-Vorpommern wurden rund ein Drittel weniger rechte Gewalttaten bekannt.</p>
<p>Die Opferberatungsstelle ezra hat für das Jahr 2012 ein rechtes Tötungsdelikt in Thüringen regis­triert: Am Abend des 16. Juni 2012 wurde in Suhl ein 59-jähriger, sozial benachteiligter Mann von drei 17- bis 24-Jährigen in seiner Wohnung überfallen und über mehrere Stunden erniedrigt und gefoltert. Schließlich ließen die Angreifer ihn schwer verletzt zurück, sodass er in den Vormittags­stunden des 17. Juni 2012 starb. Noch während ihrer polizeilichen Vernehmung werteten die Beschuldigten ihr Opfer als »Penner« und »Spinner« ab. Im Dezember 2012 begann vor dem Landgericht Meiningen der Prozess gegen zwei 18- und 24-jährige Brüder. Der zur Tatzeit 17-Jährige war u.a. wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gerichtsbekannt. Ende Januar wurden die Angeklagten wegen Mordes aus niederen Beweggründen und weiteren Straftaten zu Haftstrafen zwischen neun und 11 Jahren verurteilt.</p>
<p><strong>Deutlicher Anstieg rassistischer Gewalt</strong></p>
<p>Ausgesprochen Besorgnis erregend ist der Anstieg bei rassistisch motivierten Gewalttaten um mehr als 20 Prozent (2012: 276; 2011: 226). Fast die Hälfte aller registrierten Angriffe geschah aus rassistischen Motiven (2012: 44 Prozent; 2011: 32 Prozent). Oft war es dabei nur glücklichen Um­ständen zu verdanken, dass die Angriffe keinen tödlichen Ausgang nahmen:</p>
<p>Am 29. April 2012 griffen vier u.a. mit Schlagring und Teleskopschlagstock bewaffnete Rechte un­ter rassistischen Beschimpfungen zwei Familien auf einem Volksfest in Lutherstadt Eisleben (Sachsen-Anhalt) an. Die Täter schlugen dabei massiv auf die Köpfe der am Boden liegenden Be­troffenen ein. In Geithain (Sachsen) wurde 2012 eine Pizzeria fünfmal angegriffen. Im Mai deto­nierte dort ein Sprengsatz. Durch die Explosion wurde das Geschäft erheblich beschädigt, die Be­wohnerInnen des Gebäudes mussten evakuiert werden. In Zwickau (Sachsen) erlitt ein 26-Jähri­ger türkischer Herkunft durch einen von Neonazis geplanten Überfall am 25. August 2012 lebens­gefährliche Verletzungen.</p>
<p>Nicht-rechte und alternative Personen (22 %; 137 Angriffe) sowie Menschen, die von den TäterIn­nen als politische GegnerInnen angesehen werden (21 %; 131 Angriffe), gehören ebenso zu den Hauptbetroffenen rechter Gewalt. Bei 39 Gewalttaten war Homofeindlichkeit (6 %) und in jeweils zehn Fällen Antisemitismus und Sozialdarwinismus (2 %) zentrales Tatmotiv. Zudem registrierten die Be­ratungsstellen drei Angriffe gegen Menschen aufgrund einer Behinderung.</p>
<p><strong>Anhaltende Kritik an Arbeit der Ermittlungsbehörden</strong></p>
<p>Betroffene rechter Gewalt berichten auch weiterhin von respektloser Behandlung durch PolizeibeamtInnen. Dies zeigt sich u.a. in einer Verharmlosung der politischen Motivation der TäterInnen bis hin zur Kriminalisierung von Opfern rechter Gewalt durch die Ermittlungsbehörden. »Die Erwar­tung, dass die öffentliche Auseinandersetzung um das Versagen staatlicher Stellen im Zusammenhang mit der rassistischen Mordserie des <span class="caps">NSU</span> zumindest zu einer erhöhten Sensibilität von Polizei und Justiz im Umgang mit den Betroffenen rechter Gewalt beitragen würde, hat sich nicht erfüllt«, konstatieren die Beratungsstellen. »Hier gibt es immer noch einen erheblichen Verbesserungsbedarf.«</p>
<p>»Betroffene rassistisch motivierter Gewalt berichten uns immer wieder, dass sie zuerst nach Aus­weispapieren gefragt oder sogar wie TäterInnen behandelt werden, obwohl ihre Verletzungen nicht zu übersehen sind«, kritisiert Sabine Seyb von ReachOut Berlin.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/626-faelle-politisch-rechts-motivierter-gewalt-in-ostdeutschland">626 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beratungsstellen veröffentlichen Jahresstatistik zu rechter Gewalt in Ostdeutschland</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/beratungsstellen-veroeffentlichen-jahresstatistik-zu-rechter-gewalt-in-ostdeutschland-2?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=beratungsstellen-veroeffentlichen-jahresstatistik-zu-rechter-gewalt-in-ostdeutschland-2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2010 erlangten die Opferberatungsstellen in den östlichen Bundesländern und in Berlin Kenntnis von insgesamt 704 rechtsmotivierten Gewalttaten. Dies waren 35 Angriffe weniger als im Vorjahr.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/beratungsstellen-veroeffentlichen-jahresstatistik-zu-rechter-gewalt-in-ostdeutschland-2">Beratungsstellen veröffentlichen Jahresstatistik zu rechter Gewalt in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>W&auml;hrend in Berlin und Brandenburg ein geringf&uuml;giger Anstieg rechter Gewalt zu verzeichnen war, gingen in Sachsen und Sachsen-Anhalt rechtsmotivierte Gewalttaten leicht zur&uuml;ck. Dies galt auch f&uuml;r Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings kam es hier im vergangenen Jahr zu einer wahren Anschlagsserie auf B&uuml;ros von Landtagsabgeordneten und andere Sachbesch&auml;digungen etwa gegen Wohnh&auml;user oder Imbisse. Nur bedingt mit den Vorjahren vergleichbar sind die vorliegenden Daten aus Th&uuml;ringen, da die dort t&auml;tige Beratungseinrichtung aufgrund eines Tr&auml;gerwechsels ihre Erhebung ab September 2010 einstellen musste.</p><p>Insgesamt wurden die meisten F&auml;lle in Sachsen (239) gez&auml;hlt, gefolgt von Berlin (109), Brandenburg (108), Sachsen-Anhalt (106), Mecklenburg-Vorpommern (96) und Th&uuml;ringen (46). Von den 704, in ihrer Intensit&auml;t sehr unterschiedlichen Angriffen, waren mindestens 1.416 Personen betroffen. In nahezu 90 Prozent der F&auml;lle handelte es sich um K&ouml;rperverletzungsdelikte. In 388 F&auml;llen richtete sich die Gewalt gegen meist junge Menschen aus linken und alternativen Milieus. 230 Mal war Rassismus die Tatmotivation.</p><p>Ein Mensch kam im vergangenen Jahr in Sachsen aufgrund eines rechts motivierten Angriffs um Leben: Am 24. Oktober wurde Kamal K., ein 19-j&auml;hriger Iraker, erstochen. Mindestens einer der T&auml;ter geh&ouml;rt der Neonaziszene an. Vor allem in Sachsen-Anhalt nahm die Zahl rassistisch motivierter Gewalttaten deutlich zu. In Berlin war 2010 ein Anstieg rechter &Uuml;bergriffe in den westlichen Bezirken der Stadt zu beobachten. In Brandenburg wurden rechte Gewalttaten vor allem im S&uuml;den des Landes registriert. Eine ausschlaggebende Entwicklung f&uuml;r Mecklenburg-Vorpommern war die Zunahme gezielter Sachbesch&auml;digungen.</p><h2>Statistisches Material</h2><p><strong>Tab. 1: Recherchierte rechte Angriffe in den<br>
&ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern und Berlin in den Jahren<br>
Jahren 2003 &ndash; 2010</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Land</th>
<th>2003</th>
<th>2004</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
<th>2007</th>
<th>2008</th>
<th>2009*</th>
<th>2010</th>
</tr>
<tr>
<td>Berlin</td>
<td>73</td>
<td>73</td>
<td>115</td>
<td>176</td>
<td>138</td>
<td>164</td>
<td>102</td>
<td>109</td>
</tr>
<tr>
<td>Brandenburg</td>
<td>116</td>
<td>136</td>
<td>140</td>
<td>140</td>
<td>159</td>
<td>110</td>
<td>101</td>
<td>108</td>
</tr>
<tr>
<td>Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td>64</td>
<td>58</td>
<td>62</td>
<td>103</td>
<td>78</td>
<td>103</td>
<td>79</td>
<td>96</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen</td>
<td>141</td>
<td>146</td>
<td>168</td>
<td>248</td>
<td>342</td>
<td>354</td>
<td>263</td>
<td>239</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen-Anhalt</td>
<td>78</td>
<td>109</td>
<td>171</td>
<td>202</td>
<td>184</td>
<td>180</td>
<td>111</td>
<td>106</td>
</tr>
<tr>
<td>Th&uuml;ringen</td>
<td>91</td>
<td>48</td>
<td>38</td>
<td>48</td>
<td>67</td>
<td>86</td>
<td>83</td>
<td>46</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>563</td>
<td>570</td>
<td>694</td>
<td>917</td>
<td>968</td>
<td>997</td>
<td>739</td>
<td>704</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><em>Stand: April 2011, * Stand: M&auml;rz 2010</em></p><p><strong>Tab. 2: Recherchierte F&auml;lle in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern und Berlin nach vermuteter Tatmotivation in 2009 und 2010</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Tatmotivation</th>
<th>2009</th>
<th>2010</th>
</tr>
<tr>
<td>Rassismus</td>
<td>222</td>
<td>230</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismus</td>
<td>26</td>
<td>14</td>
</tr>
<tr>
<td>Homofeindlichkeit</td>
<td>14</td>
<td>13</td>
</tr>
<tr>
<td>Behindertenfeindlichkeit</td>
<td>6</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen sozial Benachteiligte</td>
<td>3</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen politische Gegner</td>
<td>150</td>
<td>157</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen Nicht-Rechte</td>
<td>286</td>
<td>231</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>17</td>
<td>16</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>15</td>
<td>37</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>739</td>
<td>704</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><em>Stand: M&auml;rz 2010 bzw. April 2011</em></p><p><strong>Tab. 3: Recherchierte F&auml;lle in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern und Berlin nach vermuteten Straftatbest&auml;nden in 2009 und 2010</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Straftatbest&auml;nde</th>
<th>2009</th>
<th>2010</th>
</tr>
<tr>
<td>Sachbesch&auml;digungen</td>
<td>67</td>
<td>88</td>
</tr>
<tr>
<td>massive Bedrohungen/N&ouml;tigungen/versuchte K&ouml;rperverletzungen</td>
<td>172</td>
<td>151</td>
</tr>
<tr>
<td>K&ouml;rperverletzungen</td>
<td>478</td>
<td>425</td>
</tr>
<tr>
<td>schwere K&ouml;rperverletzungen/versuchte T&ouml;tungen</td>
<td>5</td>
<td>5</td>
</tr>
<tr>
<td>T&ouml;tungen</td>
<td>1</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>Brandstiftungen</td>
<td>10</td>
<td>26</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>6</td>
<td>8</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>739</td>
<td>704</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><em>Stand: M&auml;rz 2010 bzw. April 2011</em></p><p><em>Die Beratungsstellen in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern ver&ouml;ffentlichen seit 2003 die von ihnen erhobenen Daten. Der Fokus liegt dabei auf Gewalttaten. Nicht gez&auml;hlt werden Propagandadelikte. Die Z&auml;hlweise aller beteiligten Beratungsstellen orientiert sich an den von der Polizei verwandten Kategorien der &raquo;politisch motivierten Kriminalit&auml;t &ndash; rechts&laquo;. Differenzen zu polizeilichen Angaben ergeben sich zum einen durch unterschiedliche Einsch&auml;tzungen der Tathintergr&uuml;nde; zum anderen erfahren die Beratungsstellen auch von F&auml;llen, die nicht angezeigt wurden. Au&szlig;erdem erfassen die Beratungsstellen N&ouml;tigungen und Bedrohungen, wenn erhebliche Folgen f&uuml;r die Opfer zu verzeichnen sind. In den westlichen Bundesl&auml;ndern gibt es bisher kein entsprechendes unabh&auml;ngiges Monitoring rechter Gewalttaten.</em></p><p><em>Es ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass sich die ver&ouml;ffentlichten Zahlen aufgrund von Nachmeldungen in aller Regel noch erh&ouml;hen. So gab es beispielsweise nach dem Erhebungsstichtag allein in Sachen-Anhalt f&uuml;r das Jahr 2009 insgesamt 31 Nachmeldungen.</em></p><h2>Weitere Informationen zu den einzelnen L&auml;ndern</h2><p><a href="http://www.reachoutberlin.de">ReachOut Berlin</a><br>
<a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive Brandenburg</a><br>
<a href="http://www.lobbi-mv.de">Lobbi Mecklenburg-Vorpommern</a><br>
<a href="http://www.raa-sachsen.de">Opferberatung <span class="caps">RAA</span> Sachsen</a><br>
<a href="http://www.mobile-opferberatung.de">Mobile Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt Sachsen-Anhalt</a><br>
<a href="https://www.mobile-opferberatung.de/">Beratungsstelle f&uuml;r Opfer rechter Gewalt Dessau</a><br>
<a href="http://www.ezra.de/">Ezra &ndash; Mobile Beratung fu&#776;r Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Th&uuml;ringen</a></p><p><span class="autor"> (mabe) </span></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/beratungsstellen-veroeffentlichen-jahresstatistik-zu-rechter-gewalt-in-ostdeutschland-2">Beratungsstellen veröffentlichen Jahresstatistik zu rechter Gewalt in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hohe Zahl rechter Gewalttaten in Ostdeutschland</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/hohe-zahl-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=hohe-zahl-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://dev.opferperspektive.de/nix/hohe-zahl-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vorläufige Jahresstatistik von Beratungsstellen für Opfer rechts motivierter Straf- und Gewalttaten aus den ostdeutschen Bundesländern und Berlin für 2007</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/hohe-zahl-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland">Hohe Zahl rechter Gewalttaten in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Im Jahr 2007 erlangten die Opferberatungsstellen in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern und Berlin Kenntnis von insgesamt 861 rechts motivierten Gewalttaten. Das liegt deutlich &uuml;ber den jeweiligen Werten f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2005. Lediglich im Vergleich zum Jahr 2006 (904) zeichnet sich ein leichter R&uuml;ckgang ab. Allerdings ist zu erwarten, dass sich die Zahl der Gewalttaten f&uuml;r das Jahr 2007 durch Nachmeldungen noch erh&ouml;hen wird.</p><p>Wie in den Vorjahren wurden die meisten F&auml;lle in Sachsen gez&auml;hlt (306, 2006: 242), wo eine deutliche Zunahme dokumentiert wurde. Dem folgten Sachsen-Anhalt (151, 2006: 200), Brandenburg (137, 2006: 140), Berlin (122, 2006: 171), Mecklenburg-Vorpommern (78, 2006: 103) und Th&uuml;ringen (67, 2006:48). Es muss betont werden, dass die Zahlen Ann&auml;herungswerte darstellen, da von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.</p><p>Von den 861 Angriffen waren mindestens 1.869 Personen betroffen. Bei 717 F&auml;llen (84 Prozent) handelte es sich um K&ouml;rperverletzungsdelikte. In 495 F&auml;llen richtete sich die Gewalt gegen junge Menschen aus linken und alternativen Milieus. 265 Mal war Rassismus die Tatmotivation. Die Zahlen weisen auf eine deutliche Zunahme rechts motivierter Gewalttaten gegen andere soziokulturelle Milieus hin. Die Opferberatungsstellen sehen einen Zusammenhang zwischen regional verankerten rechtsextremen Organisationsstrukturen und einem hohen Niveau von Gewalttaten.</p><p>Die Beratungsstellen ver&ouml;ffentlichen seit 2003 ihre erhobenen Daten. Der Fokus liegt dabei auf Gewalttaten, nicht gez&auml;hlt werden Propagandadelikte. Die zwischen den Beratungsstellen vereinheitlichte Z&auml;hlweise orientiert sich an den von der Polizei verwandten Kategorien der &raquo;politisch motivierten Kriminalit&auml;t &ndash; rechts&laquo;. Differenzen zu polizeilichen Angaben ergeben sich zum einen durch unterschiedliche Einsch&auml;tzungen von Tathintergr&uuml;nden; zum anderen z&auml;hlen die Beratungsstellen F&auml;lle, von denen sie Kenntnis erlangen, die jedoch nicht angezeigt wurden. Au&szlig;erdem erfassen die Beratungsstellen auch N&ouml;tigungen und Bedrohungen, wenn erhebliche Folgen f&uuml;r die Opfer zu verzeichnen sind.</p><p>Die Daten wurden von folgenden Beratungsstellen erfasst:</p><ul>
<li>Reach Out (Berlin): <a href="http://www.reachoutberlin.de">www.reachoutberlin.de</a></li>
<li>Opferperspektive (Brandenburg): <a href="https://www.opferperspektive.de">www.opferperspektive.de</a></li>
<li>Lobbi (Mecklenburg-Vorpommern): <a href="http://www.lobbi-mv.de">www.lobbi-mv.de</a></li>
<li>Mobile Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt (Sachsen-Anhalt): <a href="http://www.mobile-opferberatung.de">www.mobile-opferberatung.de</a></li>
<li>Beratungsstelle f&uuml;r Opfer rechtsextremer Gewalt im Multikulturellen Zentrum Dessau (Sachsen-Anhalt): <a href="https://www.buendnis-toleranz.de/archiv/themen/integration/173328/multikulturelles-zentrum-dessau-e-v" aria-label="multikulturelles zentrum dessau e v">www.multikulti-dessau.de</a></li>
<li><span class="caps">AMAL</span> (Sachsen)</li>
<li><span class="caps">RAA</span> (Sachsen): <a href="http://www.raa-sachsen.de">www.raa-sachsen.de</a></li>
<li><span class="caps">THO</span> (Th&uuml;ringen): www.opferhilfsdienst.de</li>
</ul><h2>Tabellen</h2><table>
<tbody>
<tr>
<th>Land</th>
<th>2003</th>
<th>2004</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
<th>2007</th>
</tr>
<tr>
<td>Berlin</td>
<td>73</td>
<td>73</td>
<td>115</td>
<td>171</td>
<td>122</td>
</tr>
<tr>
<td>Brandenburg</td>
<td>116</td>
<td>136</td>
<td>140</td>
<td>140</td>
<td>151</td>
</tr>
<tr>
<td>Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td>64</td>
<td>58</td>
<td>62</td>
<td>103</td>
<td>78</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen</td>
<td>141</td>
<td>146</td>
<td>168</td>
<td>242</td>
<td>306</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen-Anhalt</td>
<td>78</td>
<td>109</td>
<td>171</td>
<td>200</td>
<td>151</td>
</tr>
<tr>
<td>Th&uuml;ringen</td>
<td>91</td>
<td>48</td>
<td>38</td>
<td>48</td>
<td>67</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Alle ostdeutschen L&auml;nder</strong></td>
<td><strong>563</strong></td>
<td><strong>551</strong></td>
<td><strong>694</strong></td>
<td><strong>904</strong></td>
<td><strong>875</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table><p><em>Stand: 11. Juni 2008</em></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Tatmotivation</th>
<th>2006</th>
<th>2007</th>
</tr>
<tr>
<td>Rassismus</td>
<td>311</td>
<td>265</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismus</td>
<td>13</td>
<td>8</td>
</tr>
<tr>
<td>Homofeindlichkeit</td>
<td>10</td>
<td>12</td>
</tr>
<tr>
<td>Behindertenfeindlichkeit</td>
<td>7</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen sozial Benachteiligte</td>
<td>5</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen politische Gegner</td>
<td>128</td>
<td>158</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen nicht Rechte</td>
<td>362</td>
<td>337</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>16</td>
<td>8</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>52</td>
<td>67</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Gesamt</strong></td>
<td><strong>904</strong></td>
<td><strong>861</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table><p><em>Stand: 11. Juni 2008</em></p><h2>Informationen</h2><p>Dominique John, Opferperspektive</p><p><strong>Telefon</strong> 0160 7967232</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/hohe-zahl-rechter-gewalttaten-in-ostdeutschland">Hohe Zahl rechter Gewalttaten in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten in Ostdeutschland</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten-in-ostdeutschland?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten-in-ostdeutschland</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://dev.opferperspektive.de/nix/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten-in-ostdeutschland</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beratungsstellen für Opfer rechtsmotivierter Straf- und Gewalttaten veröffentlichen Jahresstatistik für  2006</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten-in-ostdeutschland">Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><h2>Recherchierte Gewalttaten</h2><p>Im Jahr 2006 erlangten die Opferberatungsstellen in den neuen Bundesl&auml;ndern und Berlin Kenntnis von insgesamt 819 (2005: 694) rechtsmotivierten Gewalttaten. Dies waren 125 Angriffe mehr als im Vorjahr. Die meisten F&auml;lle wurden in Sachsen (208, 2005: 168) gez&auml;hlt, gefolgt von Sachsen-Anhalt (178, 2005: 171) und Berlin (155, 2005: 115). Von den in ihrer Intensit&auml;t sehr unterschiedlichen Angriffen waren mindestens 1207 Personen betroffen. In nahezu 90 Prozent der F&auml;lle handelte es sich um K&ouml;rperverletzungsdelikte. In 321 F&auml;llen richtete sich die Gewalt gegen junge Menschen aus linken und alternativen Milieus. 282 Mal war Rassismus die vermutete prim&auml;re Tatmotivation.</p><p>Von den zust&auml;ndigen Beratungsstellen in Sachsen wurden &uuml;berdurchschnittlich viele F&auml;lle aus Leipzig und dem Leipziger Land gemeldet. In Sachsen-Anhalt bildete der Landkreis Quedlinburg ein Brennpunkt rechter Gewalt, wo vor allem junge Menschen aus dem alternativen Milieu zu Opfern von Schl&auml;gern aus dem Umfeld von Kameradschaften wurden. Den Anstieg in Berlin f&uuml;hrt die dort t&auml;tige Beratungsstelle auf eine Zunahme von Angriffen in den Bezirken Friedrichshain, Lichtenberg und Prenzlauer Berg zur&uuml;ck. Au&szlig;erdem habe die Anzahl rassistischer Angriffe deutlich zugenommen. Eine Zunahme der Zahl von Gewalttaten wurde auch in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet (103, 2005: 62). Das dort t&auml;tige Beratungsprojekt f&uuml;hrt dies auf ein deutlich gestiegenes Selbstbewusstsein der rechten Szene im Kontext der Landtagswahlen vom September des letzten Jahres zur&uuml;ck. Ein leichter R&uuml;ckgang der Fallzahlen wird aus Brandenburg gemeldet (127, 2005: 140), wobei die meisten Gewalttaten in der Landeshauptstadt und den s&uuml;dlichen Landkreisen verzeichnet wurden.</p><p>Es muss betont werden, dass die ver&ouml;ffentlichten Zahlen lediglich einen Trend abbilden. Generell ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Diese wird f&uuml;r Th&uuml;ringen dadurch erh&ouml;ht, dass die dort t&auml;tige Beratungsstelle durch eine geringere personelle Ausstattung nicht in allen Landkreisen mit der gleichen Intensit&auml;t nach Opfern recherchieren und diese beraten kann.</p><p>Wie schon in den Jahren zuvor handelte es sich bei der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der F&auml;lle um spontane Taten, die im &ouml;ffentlichen Raum stattfanden.</p><h2>Beratungsf&auml;lle</h2><p>Die Beratungsstellen betreuten im vergangenen Jahr insgesamt 1454 (2005: 1020) KlientInnen, darunter 1068 (2005: 794) Personen, die direkt zu Opfern rechtsextremer Gewalttaten geworden waren. Es handelte sich dabei um 881 M&auml;nner und 187 Frauen. Mindestens 394 der beratenen Personen waren Fl&uuml;chtlinge, MigrantInnen und AussiedlerInnen. Zum &uuml;berwiegenden Teil wurden diese Opfer aus rassistischen Motiven angegriffen. Bei 457 beratenen Personen handelte es sich um jugendliche Opfer, die sich mehrheitlich einem alternativen Milieu zugeh&ouml;rig f&uuml;hlten. In 70 Prozent der F&auml;lle erstreckte sich der Beratungs- und Begleitungsprozess &uuml;ber mehrere Monate.</p><p>Dominique John, Koordinator der <span class="caps">CIVITAS</span>-gef&ouml;rderten Opferberatungsstellen</p><p>Telefon: 0174 7125065</p><h2>Statistisches Material</h2><h3>Tabellen 1 und 2: Recherchef&auml;lle</h3><p><strong>Tab. 1: Recherchierte rechtsextreme Angriffe in den<br>
&ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern und Berlin in den Jahren<br>
Jahren 2003 &ndash; 2006</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Land</th>
<th>2003</th>
<th>2004</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
</tr>
<tr>
<td>Berlin</td>
<td>73</td>
<td>73</td>
<td>115</td>
<td>155</td>
</tr>
<tr>
<td>Brandenburg</td>
<td>116</td>
<td>136</td>
<td>140</td>
<td>127</td>
</tr>
<tr>
<td>Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td>64</td>
<td>58</td>
<td>62</td>
<td>103</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen</td>
<td>141</td>
<td>146</td>
<td>168</td>
<td>208</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen-Anhalt</td>
<td>78</td>
<td>109</td>
<td>171</td>
<td>178</td>
</tr>
<tr>
<td>Th&uuml;ringen</td>
<td>91</td>
<td>48</td>
<td>38</td>
<td>48</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>563</td>
<td>570</td>
<td>694</td>
<td>819</td>
</tr>
</tbody>
</table><p>St&auml;rker noch als in den anderen L&auml;ndern d&uuml;rfte in Th&uuml;ringen die tats&auml;chliche Anzahl rechtsmotivierter Gewalttaten h&ouml;her liegen. Aufgrund fehlender Ressourcen kann seit 2004 nicht mehr im ganzen Land mit der gleichen Intensit&auml;t recherchiert werden.</p><p><strong>Tab. 2: Recherchierte F&auml;lle in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern und Berlin nach vermuteter Tatmotivation in 2005 und 2006</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Tatmotivation</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
</tr>
<tr>
<td>Rassismus</td>
<td>210</td>
<td>282</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismus</td>
<td>9</td>
<td>11</td>
</tr>
<tr>
<td>Homofeindlichkeit</td>
<td>10</td>
<td>10</td>
</tr>
<tr>
<td>Behindertenfeindlichkeit</td>
<td>6</td>
<td>7</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen linke Aktivisten</td>
<td>73</td>
<td>112</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen sozial Benachteiligte</td>
<td>0</td>
<td>4</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen nicht-Rechte (meist Jugendliche)</td>
<td>328</td>
<td>321</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>15</td>
<td>23</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>43</td>
<td>49</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>694</td>
<td>819</td>
</tr>
</tbody>
</table><h3>Tabellen 3, 4 und 5: Beratungsf&auml;lle</h3><p>Die Gesamtzahl der beratenen Opfer ist h&ouml;her als die Gesamtzahl der von Gewalttaten betroffenen Personen, da bei der Gruppe der beratenen Opfer auch Personen mitgez&auml;hlt werden, die in den Vorjahren angegriffen wurden und noch heute von den Beratungsstellen betreut werden.</p><p><strong>Tab. 3: Beratene Opfer nach Opfergruppen in 2005 und 2006</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Opfergruppe</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
</tr>
<tr>
<td>Rassismusopfer</td>
<td>331</td>
<td>394</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismusopfer</td>
<td>6</td>
<td>6</td>
</tr>
<tr>
<td>Homophobieopfer</td>
<td>4</td>
<td>4</td>
</tr>
<tr>
<td>Behinderte</td>
<td>10</td>
<td>8</td>
</tr>
<tr>
<td>Linke Aktivisten</td>
<td>71</td>
<td>120</td>
</tr>
<tr>
<td>Sozial Benachteiligte</td>
<td>4</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>Nicht-Rechte</td>
<td>316</td>
<td>457</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>21</td>
<td>38</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>31</td>
<td>29</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
<td>1068</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><strong>Tab. 4: Beratene Opfer nach Altersgruppen in 2005 und 2006</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Altersgruppe</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
</tr>
<tr>
<td>0 bis 13</td>
<td>10</td>
<td>23</td>
</tr>
<tr>
<td>14 bis 17</td>
<td>156</td>
<td>232</td>
</tr>
<tr>
<td>18 bis 26</td>
<td>362</td>
<td>475</td>
</tr>
<tr>
<td>27 bis 40</td>
<td>169</td>
<td>219</td>
</tr>
<tr>
<td>&Uuml;ber 41</td>
<td>74</td>
<td>92</td>
</tr>
<tr>
<td>Unbekannt</td>
<td>22</td>
<td>26</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
<td>1068</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><strong>Tab. 5: Beratene Opfer nach Geschlecht in 2005 und 2006</strong></p><table>
<tbody>
<tr>
<th>Geschlecht</th>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
</tr>
<tr>
<td>M&auml;nner</td>
<td>675</td>
<td>881</td>
</tr>
<tr>
<td>Frauen</td>
<td>118</td>
<td>118</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
<td>1068</td>
</tr>
</tbody>
</table><h3>Quellen</h3><p>Die Daten wurden von folgenden Beratungsstellen erfasst:</p><p><strong>Berlin:</strong> Reach Out</p><p><strong>Brandenburg:</strong> Opferperspektive</p><p><strong>Mecklenburg-Vorpommern:</strong> Lobbi</p><p><strong>Sachsen-Anhalt:</strong> Mobile Beratung f&uuml;r Opfer rechtsextremer Gewalt und Beratungsstelle f&uuml;r Opfer rechtsextremer Gewalt im Multikulturellen Zentrum in Dessau</p><p><strong>Sachsen:</strong> <span class="caps">AMAL</span> und <span class="caps">RAA</span> Leipzig und Dresden</p><p><strong>Th&uuml;ringen:</strong> Th&uuml;ringer Hilfsdienst f&uuml;r Opfer rechtsextremer Gewalt</p><p><span class="autor"> (OPP) </span></p><hr><h4></h4><h4>links:</h4><ul>
<li style="list-style-type: none">
<ul>
<li>AMAL Sachsen&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]</li>
<li><a href="http://www.lobbi-mv.de/">Lobbi Mecklenburg-Vorpommern</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]</li>
<li><a href="http://www.mobile-opferberatung.de">Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]</li>
</ul>
</li>
</ul><p>&nbsp;</p><ul>
<li><a href="https://www.buendnis-toleranz.de/archiv/themen/integration/173328/multikulturelles-zentrum-dessau-e-v" aria-label="multikulturelles zentrum dessau e v">Multikulturelles Zentrum Dessau</a>&nbsp; [Opferberatungsstelle]</li>
<li><a href="http://www.raa-sachsen.de/">Opferberatung der RAA Sachsen</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]</li>
<li><a href="http://www.reachoutberlin.de">Reach Out Berlin</a>&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]</li>
<li>Th&uuml;ringer Hilfsdienst f&uuml;r Opfer rechter Gewalt&nbsp; [Beratung f&uuml;r Opfer rechter Gewalt]</li>
</ul><p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten-in-ostdeutschland">Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten in Ostdeutschland</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Halbjahresstatistik der Beratungsstellen für Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten in den östlichen Bundesländern</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/halbjahresstatistik-der-beratungsstellen-fuer-opfer-rechtsextremer-straf-und-gewalttaten-in-den-oestlichen-bundeslaendern?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=halbjahresstatistik-der-beratungsstellen-fuer-opfer-rechtsextremer-straf-und-gewalttaten-in-den-oestlichen-bundeslaendern</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://dev.opferperspektive.de/nix/halbjahresstatistik-der-beratungsstellen-fuer-opfer-rechtsextremer-straf-und-gewalttaten-in-den-oestlichen-bundeslaendern</guid>

					<description><![CDATA[<p>Weiterhin hohe Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten in den östlichen Bundesländern. Eine deutliche Zunahme zeichnet sich in den Ländern Sachen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ab.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/halbjahresstatistik-der-beratungsstellen-fuer-opfer-rechtsextremer-straf-und-gewalttaten-in-den-oestlichen-bundeslaendern">Halbjahresstatistik der Beratungsstellen für Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten in den östlichen Bundesländern</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weiterhin hohe Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten in den östlichen Bundesländern. Eine deutliche Zunahme zeichnet sich in den Ländern Sachen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ab.</p>
<h2>Recherchierte Gewalttaten</h2>
<p>In den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 erlangten die Opferberatungsstellen in den östlichen Bundesländern Kenntnis von insgesamt 391 rechtsmotivierten Gewalttaten. Die meisten Fälle wurden in Sachsen-Anhalt (110) gezählt, gefolgt von Sachsen (81) und Berlin (75). Von den 391 in ihrer Intensität sehr unterschiedlichen Angriffen, waren nach den Recherchen der Beratungsstellen mindestens 708 Personen betroffen. In nahezu 90 Prozent der Fälle handelte es sich um Körperverletzungsdelikte. In 177 Fällen richtete sich die Gewalt gegen junge Menschen aus linken und alternativen Milieus. In 129 Fällen war Rassismus die vermutete primäre Tatmotivation.</p>
<p>Hatten die Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt im Vergleichszeitraum des Jahres 2005 noch 77 Gewalttaten registriert, so wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 110 Fällen insgesamt 33 Angriffe mehr gemeldet. Auch in Mecklenburg-Vorpommern stieg die Zahl der Angriffe im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres von 31 (2005) auf 49 (2006). In Berlin wurde ein Anstieg von 59 (2005) auf 75 Angriffe (2006) verzeichnet.</p>
<p>Die in Sachsen-Anhalt tätigen Beratungsstellen berichten, dass die Zunahme vor allem auf Angriffe in der Harzregion, in Magdeburg und im Landkreis Köthen zurückzuführen seien. Die Beratungsstelle in Berlin verzeichnet eine Zunahme von Angriffen in den Bezirken Lichtenberg und Friedrichshain. Aus Mecklenburg-Vorpommern wird von einer stärkeren Einbindung der Kameradschaftsszene in <span class="caps">NPD</span>-Strukturen im Vorfeld der Landtagswahlen berichtet. In der Folge würden rechtsextreme Schläger mit einem größeren Selbstbewusstsein agieren. In Sachsen bleibt die Sächsische Schweiz der Brennpunkt rechtsextremer Gewalt. Ein leichter Rückgang der recherchierten Fallzahlen scheint sich lediglich in Brandenburg abzuzeichnen, allerdings wurde hier eine Häufung von Angriffe aus dem südlichen Landesteilen gemeldet.</p>
<p>Es muss betont werden, dass die veröffentlichten Zahlen lediglich einen Trend abbilden. Generell ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Diese wird für Thüringen dadurch erhöht, dass die dort tätige Beratungsstelle durch eine geringere personelle Ausstattung nicht in allen Landkreisen mit der gleichen Intensität nach Opfern recherchieren und diese beraten kann. Für das ganze Land muss in Thüringen von einer höheren Zahl ausgegangen werden.</p>
<h2>Beratungsfälle</h2>
<p>Die Beratungsstellen betreuten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 insgesamt 485 Opfer rechtsextremer Gewalttaten. Es handelte sich dabei um 425 Männer und 60 Frauen. Mindestens 203 der beratenen Personen waren Flüchtlinge, MigrantInnen und AussiedlerInnen. Zum überwiegenden Teil wurden diese Opfer aus rassistischen Motiven angegriffen. Bei 217 beratenen Personen handelte es sich um jugendliche Opfer, die sich mehrheitlich einem alternativen Milieu zugehörig fühlen. In 70 Prozent der Fälle erstreckte sich der Beratungs- und Begleitungsprozess über mehrere Monate.</p>
<p>Die acht Beratungsstellen für Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten arbeiten seit dem Herbst 2001 ausschließlich in den östlichen Bundesländern. Neben den Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus bilden sie das zweite Standbein der sogenannten Strukturprojekte, die im Rahmen des Bundesprogramm »Civitas – initiativ gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern« durch das Bundesfamilienministerium gefördert wurden. Kernbereich der Opferberatungsprojekte ist die aufsuchende Beratung und langfristige Begleitung von Opfern rechtsextremer Gewalttaten.</p>
<p>Nach den vorliegenden Plänen des Bundes werden die Strukturprojekte ab dem kommenden Jahr keine Förderung mehr erhalten. Damit wird es in den östlichen Bundesländern kein Beratungsangebot für Opfer rechtsextremer Gewalttaten mehr geben.</p>
<p>Bei Rückfragen:</p>
<p>Dominique John</p>
<p>Koordination der <span class="caps">CIVITAS</span>-geförderten Opferberatungsstellen</p>
<p>(0160- 7967232)</p>
<h2>Statistisches Material</h2>
<h2>Tabellen 1 und 2: Recherchefälle</h2>
<p><strong>Tab. 1: Recherchierte rechtsextreme Angriffe in den</strong> <strong>östlichen Bundesländern und Berlin in den Jahren</strong> <strong>2003/2004/2005 und 01-06/2006</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Land</td>
<td>2003</td>
<td>2004</td>
<td>2005</td>
<td>01-06/2006</td>
</tr>
<tr>
<td>Berlin</td>
<td>73</td>
<td>73</td>
<td>115</td>
<td>75</td>
</tr>
<tr>
<td>Brandenburg</td>
<td>116</td>
<td>136</td>
<td>139</td>
<td>52</td>
</tr>
<tr>
<td>Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td>64</td>
<td>58</td>
<td>62</td>
<td>49</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen</td>
<td>141</td>
<td>146</td>
<td>154</td>
<td>81</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen-Anhalt</td>
<td>78</td>
<td>109</td>
<td>129</td>
<td>110</td>
</tr>
<tr>
<td>Thüringen</td>
<td>91</td>
<td>48</td>
<td>38</td>
<td>24</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>563</td>
<td>551</td>
<td>637</td>
<td>391</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Stärker noch als in anderen Ländern dürfte in Thüringen die tatsächliche Anzahl rechtsmotivierter Gewalttaten höher liegen. Aufgrund fehlender Ressourcen kann seit 2004 nicht mehr im ganzen Land mit derselben Intensität recherchiert werden.</p>
<p><strong>Tab. 2: Recherchierte Fälle in den östlichen</strong> <strong>Bundesländern und Berlin nach vermuteter Tatmotivation</strong> <strong>in 2005 und 01-06/2006</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Rassismus</td>
<td>188</td>
<td>129</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismus</td>
<td>7</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>Homofeindlichkeit</td>
<td>10</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Behindertenfeindlichkeit</td>
<td>6</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen linke Aktivisten</td>
<td>73</td>
<td>48</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen nicht-Rechte (meist Jugendliche)</td>
<td>297</td>
<td>177</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>13</td>
<td>9</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>43</td>
<td>21</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>637</td>
<td>391</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Tabellen 3, 4 und 5: Beratungsfälle</h2>
<p><strong>Tab. 3: Beratene Opfer nach Opfergruppen in 2005</strong><br />
<strong>und 01-06/2006</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Rassismusopfer</td>
<td>331</td>
<td>203</td>
</tr>
<tr>
<td>Nicht-Rechte (meist Jugendliche)</td>
<td>316</td>
<td>217</td>
</tr>
<tr>
<td>Linke Aktivisten</td>
<td>71</td>
<td>43</td>
</tr>
<tr>
<td>Behinderte</td>
<td>10</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Sozial Benachteiligte</td>
<td>4</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismusopfer</td>
<td>6</td>
<td>3</td>
</tr>
<tr>
<td>Homophobieopfer</td>
<td>4</td>
<td>0</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>21</td>
<td>4</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>31</td>
<td>10</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
<td>485</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tab. 4: Beratene Opfer nach Altersgruppen in 2005</strong><br />
<strong>und 01-06/2006</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>O bis 13 Jahre</td>
<td>10</td>
<td>6</td>
</tr>
<tr>
<td>14 bis 17 Jahre</td>
<td>156</td>
<td>95</td>
</tr>
<tr>
<td>18 bis 26 Jahre</td>
<td>362</td>
<td>224</td>
</tr>
<tr>
<td>27 bis 40 Jahre</td>
<td>169</td>
<td>105</td>
</tr>
<tr>
<td>Über 41 Jahre</td>
<td>74</td>
<td>51</td>
</tr>
<tr>
<td>Unbekannt</td>
<td>22</td>
<td>4</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
<td>485</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tab. 5: Beratene Opfer nach Geschlecht in 2005</strong><br />
<strong>und 01-06/2006</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Männer</td>
<td>675</td>
<td>425</td>
</tr>
<tr>
<td>Frauen</td>
<td>118</td>
<td>60</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
<td>485</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(OPP)</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/halbjahresstatistik-der-beratungsstellen-fuer-opfer-rechtsextremer-straf-und-gewalttaten-in-den-oestlichen-bundeslaendern">Halbjahresstatistik der Beratungsstellen für Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten in den östlichen Bundesländern</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2006 13:28:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://dev.opferperspektive.de/?p=29786</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2005 erlangten die Opferberatungsstellen Kenntnis von insgesamt 614 rechtsmotivierten Gewalttaten. Dies sind 63 Angriffe mehr als im Vorjahr. Die meisten Fälle wurden in Sachsen (154) gezählt, gefolgt von Sachsen-Anhalt (129) und Brandenburg (128). Von den 614, in ihrer Intensität sehr unterschiedlichen Angriffen, waren mindestens 910 Personen betroffen. In nahezu 90 Prozent der Fälle handelte es sich um Körperverletzungsdelikte. In 300 Fällen richtete sich die Gewalt gegen junge Menschen aus linken und alternativen Milieus. In 182 Fällen war Rassismus die vermutete primäre Tatmotivation.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten">Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Recherchierte Gewalttaten</h2>
<p>Im Jahr 2005 erlangten die Opferberatungsstellen Kenntnis von insgesamt 614 rechtsmotivierten Gewalttaten. Dies sind 63 Angriffe mehr als im Vorjahr. Die meisten Fälle wurden in Sachsen (154) gezählt, gefolgt von Sachsen-Anhalt (129) und Brandenburg (128). Von den 614, in ihrer Intensität sehr unterschiedlichen Angriffen, waren mindestens 910 Personen betroffen. In nahezu 90 Prozent der Fälle handelte es sich um Körperverletzungsdelikte. In 300 Fällen richtete sich die Gewalt gegen junge Menschen aus linken und alternativen Milieus. In 182 Fällen war Rassismus die vermutete primäre Tatmotivation.</p>
<p>Im Vergleich zu den recherchierten Fällen aus den Vorjahren wurden vor allem in Berlin ein deutlicher Anstieg von rechtsmotivierten Gewalttaten registriert. Die in Berlin tätige Beratungsstelle führt dies hauptsächlich auf eine Zunahme von Angriffen in den Bezirken Treptow-Köpenick und Friedrichshain zurück. In Sachsen bleibt die Sächsische Schweiz ein Brennpunkt rechtsextremer Gewalt. Hier wurden landesweit von der zuständigen Beratungsstelle die meisten Gewalttaten mit rechtem Hintergrund gezählt. In Sachsen-Anhalt vermeldet die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt aus dem Harzgebiet eine Zunahme von szenetypischen Gewalttaten. Im Durchschnitt waren hier zwei Gewaltakte pro Monat zu verzeichnen. In Brandenburg wurden in Potsdam mit 22 Angriffen die meisten rechtsmotivierten Angriffe festgestellt. Die in Brandenburg tätige Beratungsstelle vermeldet zwar einen Rückgang rassistischer Angriffe, gleichzeitig jedoch eine deutliche Zunahme von Gewalttaten gegen junge Menschen aus dem linken und alternativen Milieu. Dieser Trend wird von allen Beratungsstellen bestätigt. Das gilt auch für Mecklenburg-Vorpommern, wo die Fallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren in etwa gleich geblieben sind. Es muss betont werden, dass die veröffentlichten Zahlen lediglich einen Trend abbilden. Generell ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Diese wird für Thüringen dadurch erhöht, dass die dort tätige Beratungsstelle durch eine geringere personelle Ausstattung nicht in allen Landkreisen mit der gleichen Intensität nach Opfern recherchieren und diese beraten kann. Auf das ganze Land hochgerechneten muss bei Thüringen daher mit höheren Zahlen gerechnet werden.</p>
<p>Wie schon in den Jahren zuvor handelte es sich bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle um spontane Taten, die im öffentlichen Raum stattfanden. Vor allem in den genannten Schwerpunktgebieten verzeichnen die Beratungsstellen jedoch einen Anstieg von organisierten Gewaltakten. Es wird angenommen, dass dieser Trend seine Ursache in einer zunehmenden Strukturierung der rechten Szene hat.</p>
<h2>Beratungsfälle</h2>
<p>Die Beratungsstellen betreuten im vergangenen Jahr insgesamt 1020 KlientInnen, darunter 794 Personen, die direkt zu Opfern rechtsextremer Gewalttaten geworden waren. Es handelte sich dabei um 675 Männer und 118 Frauen. Mindestens 331 der beratenen Personen waren Flüchtlinge, MigrantInnen und AussiedlerInnen. Zum überwiegenden Teil wurden die Opfer dieser Gruppen aus rassistischen Motiven angegriffen. Bei 316 beratenen Personen handelte es sich um jugendliche Opfer, die sich mehrheitlich einem alternativen Milieu zugehörig fühlten. In 70 Prozent der Fälle erstreckte sich der Beratungs- und Begleitungsprozess über mehrere Monate.</p>
<p>Die neun Projekte zur Beratung von Opfern rechtsextremer Straf- und Gewalttaten arbeiten seit dem Herbst 2001 ausschließlich in den neuen Bundesländern und Berlin. Sie werden primär durch das Bundesprogramm „Civitas – initiativ gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern“ des Bundesfamilienministeriums gefördert. Kernbereich der Projekte ist die aufsuchende Beratung und langfristige Begleitung von Opfern rechtsextremer Gewalttaten. Seit 2003 fassen die Beratungsstellen die Ergebnisse ihre Recherchen nach gemeinsamen Kriterien zusammen und veröffentlichen jährlich einen statistischen Überblick.</p>
<h2>Statistisches Material</h2>
<h3>Tabelle 1 und 2: Recherchefälle</h3>
<p><strong>Tab. 1: Recherchierte rechtsextreme Angriffe in den östlichen Bundesländern und Berlin in den Jahren Jahren 2003/2004/2005</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Land</th>
<th>2003</th>
<th>2004</th>
<th>2005</th>
</tr>
<tr>
<td>Berlin</td>
<td>73</td>
<td>54</td>
<td>103</td>
</tr>
<tr>
<td>Brandenburg</td>
<td>116</td>
<td>136</td>
<td>128</td>
</tr>
<tr>
<td>Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td>64</td>
<td>58</td>
<td>62</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen</td>
<td>141</td>
<td>146</td>
<td>154</td>
</tr>
<tr>
<td>Sachsen-Anhalt</td>
<td>78</td>
<td>109</td>
<td>129</td>
</tr>
<tr>
<td>Thüringen*</td>
<td>91</td>
<td>48</td>
<td>38</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>563</td>
<td>551</td>
<td>614</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p id="fn1" class="footnote"><sup>*</sup> Mehr noch als bei den anderen Ländern dürfte in Thüringen die tatsächliche Anzahl rechtsmotivierter Gewalttaten höher liegen. Aufgrund fehlender Ressourcen kann seit 2004 nicht mehr im ganzen Land mit derselben Intensität recherchiert werden.</p>
<p><strong>Tab. 2 Recherchierte Fälle in den östlichen Bundesländern und Berlin nach vermuteter Tatmotivation in 2005</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Rassismus</td>
<td>182</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismus</td>
<td>7</td>
</tr>
<tr>
<td>Homophobie</td>
<td>10</td>
</tr>
<tr>
<td>Behindertenfeindlichkeit</td>
<td>6</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen linke Aktivisten</td>
<td>57</td>
</tr>
<tr>
<td>Gegen Nicht-Rechte (meist Jugendliche)</td>
<td>300</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>11</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>41</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>614</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Tabelle 3, 4 und 5 Beratungsfälle <span style="font-size: 70%">*2</span></h3>
<p><strong>Tab. 3: Beratene Opfer nach Opfergruppen in 2005</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Rassismusopfer</td>
<td>331</td>
</tr>
<tr>
<td>Nicht-Rechte (meist Jugendliche)</td>
<td>316</td>
</tr>
<tr>
<td>Linke Aktivisten</td>
<td>71</td>
</tr>
<tr>
<td>Behinderte</td>
<td>10</td>
</tr>
<tr>
<td>Sozial Benachteiligte</td>
<td>4</td>
</tr>
<tr>
<td>Antisemitismusopfer</td>
<td>6</td>
</tr>
<tr>
<td>Homophobieopfer</td>
<td>4</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonstige</td>
<td>21</td>
</tr>
<tr>
<td>Unklar</td>
<td>31</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tab. 4: Beratene Opfer nach Altersgruppen in 2005</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>0 bis 13</td>
<td>10</td>
</tr>
<tr>
<td>14 bis 17</td>
<td>156</td>
</tr>
<tr>
<td>18 bis 26</td>
<td>362</td>
</tr>
<tr>
<td>27 bis 40</td>
<td>169</td>
</tr>
<tr>
<td>Über 41</td>
<td>74</td>
</tr>
<tr>
<td>Unbekannt</td>
<td>22</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Tab. 5: Beratene Opfer nach Geschlecht in 2005</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Männer</td>
<td>675</td>
</tr>
<tr>
<td>Frauen</td>
<td>118</td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>794</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p id="fn2" class="footnote"><sup>*2</sup> Die Gesamtzahl der ausgewiesenen beratenen Opfer liegt mit 794 Personen höher als die Gesamtzahl der von Gewalttaten betroffenen Personen (614), da bei der Gruppe der beratenen Opfer auch Personen mitgezählt werden, die in den Vorjahren angegriffen wurden und noch heute von den Beratungsstellen betreut werden.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/zunahme-rechtsmotivierter-gewalttaten">Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
