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	<title>Rechtsextremisten - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Orazio Giamblanco: Nur noch durchhalten</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Dec 2017 11:21:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Über 10 000 Menschen sind seit der Wiedervereinigung Opfer rechter Gewalt geworden – so wie Orazio Giamblanco. Nachdem ihn 1996 ein Skinhead attackierte, ist der Italiener schwer behindert. Seither begleiten Tagesspiegel und PNN ihn auf dem Lebensweg. Besuch bei einem Mann, der zu kämpfen hat Es sind diese wenigen Momente, in denen Orazio Giamblanco es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="um-first">Über 10 000 Menschen sind seit der Wiedervereinigung Opfer rechter Gewalt geworden – so wie Orazio Giamblanco. Nachdem ihn 1996 ein Skinhead attackierte, ist der Italiener schwer behindert. Seither begleiten Tagesspiegel und PNN ihn auf dem Lebensweg. Besuch bei einem Mann, der zu kämpfen hat</p>
<p>Es sind diese wenigen Momente, in denen Orazio Giamblanco es schafft, ganz bei sich zu sein. In denen er nicht mühsam versuchen muss, sich verständlich zu machen. In denen er spürt, was von seiner Kraft und seiner Selbstständigkeit übrig geblieben ist. Er holt dann aus Körper und Kopf soviel Energie heraus, dass er sich selbst bestätigen kann, er sei ein Kämpfer, der nicht aufgibt. Für eine halbe Stunde am Seilzuggerät mit den vielen Gewichten, die er an langen Schnüren mit Schlaufen hoch und runter bewegt. Oder für die 20 Minuten, in denen er an diesem Tag im November mit dem Elektrorollstuhl durch Bielefeld fährt. Vom Franziskus- Hospital nach Hause. Mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern in der Stunde. Wie seit mehreren Monaten schon. Unfallfrei.</p>
<p>In diesen Momenten zeichnet sich im Gesicht des alten Italieners ein Durchhaltewillen ab, der an den introvertierten Blick eines Marathonläufers auf den letzten Kilometern erinnert. Die ganze Konzentration gilt der eigenen Anstrengung. Orazio Giamblanco genießt das. Am Seilzuggerät im Physiotherapie-Keller des Hospitals will er vor wenigen Wochen gar nicht aufhören, die Gewichte zu wuchten. Erst 25 Kilo. „Mehr“, murmelt Giamblanco. Die Tochter seiner Lebensgefährtin sticht die Schraube in den nächsten Stahlbarren. 40 Kilo. Zehn Minuten danach wieder: „mehr“, also 50 Kilo. Als er eine halbe Stunde später mit dem Rollstuhl vom Krankenhaus wegsurrt, drückt er den Hebel an der rechten Lehne durch. Für maximales Tempo.</p>
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<p>Orazio Giamblanco ist seit 21 Jahren schwer behindert. Das bedeutet, dass der 76 Jahre alte Mann aus Sizilien schon mehr als ein Viertel seines bisherigen Lebens in einem deformierten Körper gefangen ist. Seit am 30. September 1996 ein Skinhead im brandenburgischen Trebbin mit seiner Baselballkeule ausholte und Giamblanco am Kopf traf. Der Rechtsextremist war mit einem Kumpel unterwegs, um Italiener zu jagen, die auf einer Großbaustelle als Hilfskräfte angestellt waren. Giamblanco hielt sich erst wenige Tage in der Kleinstadt auf. Der rassistische Hass traf ihn mit voller Wucht.</p>
<p>Im Krankenhaus Luckenwalde retteten die Ärzte Giamblancos Leben mit einer Notoperation. Aber es war nicht zu verhindern, dass er schwer behindert bleibt. Dass er unter spastischer Lähmung leidet, dass er sich nur eingeschränkt bewegen kann, dass ihm das Sprechen schwer fällt. Und dass er oft depressiv ist. Die Hoffnung, sein Zustand könne sich verbessern, hat er längst aufgegeben.</p>
<p>Die Geschichte vom Überfall auf Giamblanco dürfte den Leserinnen und Lesern der PNN und des Tagesspiegels bekannt sein. Die Zeitungen berichten seit Anfang 1997 jedes Jahr über das Schicksal des kleinen, kompakten Mannes aus Sizilien. Und über das ebenfalls schwere Leben seiner jetzt 66-jährigen Lebensgefährtin Angelica Stavropolou und ihrer 43 Jahre alten Tochter Efthimia. Um anhand einer Langzeitstudie über ein Opfer rechter Gewalt und dessen Angehörige zu schildern, welche Folgen der Fanatismus hat – über die Schlagzeilen zur Tat und zum Prozess gegen den Täter hinaus. Um exemplarisch darzustellen, wie es einem von wahrscheinlich weit mehr als 10 000 Opfern geht, die seit der Wiedervereinigung von Neonazis und anderen Rechten attackiert wurden. Die hohe Zahl lässt sich anhand von Polizeistatistiken zu rechter Gewaltkriminalität und ihren Opfern schätzen. Allein in diesem Jahr wurden nach vorläufigen Erkenntnissen des Bundeskriminalamts bis September mehr als 300 Menschen von Rechtsextremisten verletzt.</p>
<p>In den allermeisten Fällen sind die Probleme von Opfern solcher Gewalt unbekannt. Wieviele Menschen ähnlich leiden wie Giamblanco, weiß niemand. Die Langzeitstudie kann nur eine Ahnung vermitteln, was Menschen durchmachen, die mit den Spätfolgen ihrer körperlichen Verletzung und mit ihrer Traumatisierung leben müssen. Doch das ist es wert, die Geschichte unentwegt weiter zu schreiben, als Fallstudie pars pro toto. So lange es in Bielefeld irgendwie geht. Die Verzweiflung dort hat viele Facetten. Kein Jahr ist wie das zuvor.</p>
<p>Ein Lichtblick: während der Besuche ist eine Freundschaft entstanden. Die journalistische Distanz zu Orazio, Angelica und Efthimia, meist Efi genannt, ist zugegebenermaßen reduziert. Aber in dieser Geschichte ist jedes Jahr lehrreich. Meist bitter.</p>
<p>Orazio sitzt im Elektrorollstuhl vor dem Seilzuggerät. Er zieht ruckartig die Gewichte hoch, mal mit beiden Armen, dann nur mit dem rechten, dann mit dem linken. Er stöhnt, die Augen sind fast geschlossen. „Er bleibt jetzt im Rollstuhl sitzen, wenn er am Seilzug arbeitet“, sagt Jan Rombowski. Der kräftige Mann mit dem tätowierten Arm ist Physiotherapeut, er betreut Orazio schon mehrere Jahre. „Es geht stetig runter“, sagt Rombowski. Dass Orazio an Krücken von Gerät zu Gerät gehe, „habe ich schon seit mehreren Monaten nicht mehr gesehen“. Ohne den Rollstuhl könne sich Orazio im Therapieraum nicht mehr bewegen. Sein Körper schaffe es nicht mehr.</p>
<p>2017 war für den Italiener und die beiden Frauen wieder ein schwieriges Jahr. Vielleicht sogar mehr als sonst. „Beinahe wären wir gar nicht nach Sizilien gefahren“, sagt Angelica. Die zierliche Griechin pflegt mit Hilfe ihrer ebenfalls nicht allzu kräftigen Tochter den behinderten Mann. Die jährliche Reise nach Sizilien, Orazios alte Heimat, finanziert von Spenden der Tagesspiegel- und PNN-Leser, muntert die drei immer auf. Doch im Frühjahr wäre beinahe nichts daraus geworden. „Orazios Probleme mit dem Magen waren so schlimm, dass ich mich nicht getraut habe nach Sizilien“, sagt Angelica.</p>
<p>Die Probleme mit der Verdauung seien auch eine Spätfolge des Schlags mit der Baseballkeule, meint Rombowski. „Die Statik des Körpers ist durch das jahrelange Sitzen im Rollstuhl verschoben.“ Halblaut fügt er hinzu, Orazio fahre mit dem Elektrorollstuhl nach Hause, weil er den Krankentransport nicht mehr vertrage. Jahrelang hatte ihn das Rote Kreuz in einem Transporter zur Krankengymnastikgefahren. In diesem Jahr wurde Orazio mehrmals schlecht. Seitdem fährt er mit dem Rollstuhl zum Hospital. Meist läuft Angelica nebenher.</p>
<p>Im Frühjahr ging es Orazio so schlecht, dass er wochenlang nicht zur Krankengymnastik kam. „Er war jeden Tag stundenlang auf der Toilette“, sagt Angelica, „er hat viel geweint“. Doch Efi hatte eine Idee, wie der Sizilien-Urlaub, der für Orazio und auch für die beiden erschöpften Frauen so wichtig ist, zu retten war.</p>
<p>Sie fragte Giovanni, ob er mitkommen könne. Giovanni, Anfang 60, ist ein Bruder Orazios und lebt auch in Bielefeld. Und er flog mit nach Sizilien. Die wahre Erholung war es für ihn nicht. „Er hat sich das anders vorgestellt“, sagt Efi. Sie und ihre Mutter spannten Giovanni ein, beim Transport des Rollstuhls zu helfen, bei den Verhandlungen im Hotel nahe Catania über ein größeres Zimmer mit mehr Platz für den Rollstuhl und für die Gänge zur Apotheke. Die öfter nötig waren als erwartet.</p>
<p>„Wegen der Klimaanlage hat sich Orazio eine Erkältung geholt“, sagt Efi. Von den drei Wochen Urlaub war Orazio die Hälfte der Zeit krank. Und nahezu unvermeidlich steckte er Angelica und Efi an, die an ihm häufig nah dran sind, um ihn anzuziehen, zur Toilette zu begleiten oder ihn einfach nur ein wenig aufzumuntern. Giovanni wurde zum Krankenpfleger wider Willen. „So macht Ihr Urlaub?“, habe er gefragt, erzählt Efi. Sie bezweifelt, dass Giovanni nochmal mitkommt.</p>
<p>Wenn Orazio auf seinen Körper schaut, wenn er seine nuschelige Stimme hört, wenn er seine Schmerzen spürt und die Depressionen quälen, wird ihm seit 21 Jahren täglich bewusst: sein Leiden ist lebenslänglich. „Manche Tage ich habe keine Lust mehr zu leben“, Orazio presst die Worte mühsam und kaum verständlich heraus. Der Skinhead, den das Landgericht Potsdam 1997 zu 15 Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilte, kam nach acht Jahren und zwei Tagen aus dem Gefängnis heraus. Weil er den Angriff bereute, mit der rechten Szene brach und sogar einstige Mittäter belastete. Für Orazio gibt es keine Entlassung aus dem Schicksal.</p>
<p>Ebenso wenig für Angelica und Efi. „Ich habe Probleme mit dem Blutdruck, er ist viel zu hoch“, sagt Angelica. Seit Orazios „Unfall“, wie die Frauen den Angriff des Skinheads nennen, geht sie zum Psychiater. Efi inzwischen auch. Vor vier Jahren erkrankte sie an Depressionen, bekam Wahnvorstellungen und hätte sich beinahe umgebracht. „Wir sind alle immer am Kämpfen“, sagt Efi. Leider hätten sie dieses Jahr nun auch Pech im Urlaub gehabt, „aber trotzdem war Sizilien für Orazio wichtig, das ist seine Heimat, da ist die Sonne, da redet er mit den Leute in seiner Sprache“. Nach der Reise sei es Orazio auch ein bisschen besser gegangen, trotz allem. Doch jetzt sei er wieder oft depressiv. Weil die Probleme mit dem Magen nicht aufhörten. Nachts liege er oft wach und führe Selbstgespräche. „Wir versuchen dann, ihm zu helfen“, sagt Efi, „die Psyche ist wichtig“.</p>
<p>Gegen ihre eigenen Depressionen nimmt sie starke Tabletten. Doch sie ändern nichts daran, dass ihre Lebensträume geplatzt sind. „Ich wollte eine Familie gründen, mit drei, vier Kindern“, sagt Efi. Aber sie habe keinen Mann gefunden, der akzeptiere, dass sie ihre Mutter bei der Pflege von Orazio nicht im Stich lassen wolle. „Die Männer wollen alle Freiheit“, sagt Efi, „aber für mich ist meine Familie wichtig.“ Dafür hat sie ihre Zukunft geopfert. Und sie lebt weiter Tür an Tür zu Orazio und der Mutter, obwohl Efis Mietwohnung eigentlich zu teuer ist. Als Produktionshelferin in einer Schokoladenfabrik verdient Efi nicht viel, auch wenn sie regelmäßig Nachtschichten übernimmt. Gerade jetzt, vor Weihnachten, „wird in der Firma jeder gebraucht“, sagt Efi. Wenn sie nach Hause kommt, schaut sie erstmal bei Orazio und der Mutter vorbei. Sei keine Hilfe nötig, „falle ich todmüde ins Bett“.</p>
<p>Die beiden Frauen sind stille Heldinnen. Physiotherapeut Rombowski sagt, „ohne sie würde Orazio in einem Pflegeheim dahinvegetieren. Die beiden machen wahnsinnig Einsatz“.</p>
<p>Wie es Orazio, Angelica und Efi geht, weiß auch der Täter. 2002 kam Jan W. über eine Berliner Anwältin in Kontakt mit dem Tagesspiegel. Der kräftige Mann weinte, als er zu hören bekam, was sich in Bielefeld abspielt. Er schämte sich für die Tat. „Ich habe ja in dem Moment nich’ nachgedacht“, sagte W., „det schmerzt ja immer wieder aufs Neue, auch bei mir“. Vier Jahr später gab er dem Tagesspiegel zwei Briefe an Orazio und die Frauen mit. Monatelang hatte Jan W. um Worte gerungen. „Ich war damals einfach der größte IDIOT der Welt, der sich mit falschem Stolz durchs Leben schlug“, steht in einem Brief. Ihm werde bewusst, „was ich damals für einen riesengroßen Fehler beging, indem ich Ihr Leben zerstörte“. Orazio und die Frauen waren gerührt – und ließen W. ausrichten, dass sie ihm verzeihen. Der Ex-Skinhead war erleichtert. Am Telefon fehlten ihm die Worte.</p>
<p>Sie fehlen ihm auch heute, aber wohl aus einem anderen Grund. Er will dieses Jahr offenkundig mit dem Tagesspiegel nicht reden. Vermutlich hat ihn genervt, dass er 2016 gefragt wurde, warum er bei Facebook angab, die AfD zu mögen. Und die rechte Kampagne „Heimat schützen – Asylbetrug stoppen“. Jetzt ist der Eintrag zur AfD weg. Die Kampagne ist noch da.</p>
<p>Beim Anruf im November sagt Jan W., „ist jetzt ganz schlecht“, und drückt das Gespräch weg. Bei den weiteren Anrufen geht er gar nicht erst ran. Orazio und die Frauen fragen auch dieses Jahr, wie jedes Mal, ob der Täter sich wirklich gebessert habe. Mehr wollen sie aber auch gar nicht wissen. Für die drei ist wichtig, dass Orazio halbwegs stabil bleibt. Und sie wollen auch kommendes Jahr nach Sizilien reisen. „Wenn mein Magen nicht wieder schlimmer wird“, sagt Orazio.</p>
<p>Frank Jansen</p>
<p>Mit freundlicher Genehmigung</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/orazio-giamblanco-nur-noch-durchhalten">Orazio Giamblanco: Nur noch durchhalten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Und Orazio kämpft und kämpft und</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2015 13:05:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Spendenaufruf für Orazio Giamblanco:<br />
1996 wurde der Italiener Orazio Giamblanco in Brandenburg von einem Skinhead fast totgeschlagen. Einmal im Jahr besucht der Tagesspiegel den seitdem schwer Behinderten. Wir dokumentieren die aktuelle Reportage von Frank Jansen über die Lebenssituation von Orazio Gianblanco,und rufen zu Spenden […]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><div class="um-small um-in-article-box um-article-opener um-mediabox">
<div id="attachment_36995" style="width: 179px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097.jpg" aria-label="heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL 280 1 20151127132238339.jpg.6649097"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-36995" class="size-medium wp-image-36995" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097-169x300.jpg" alt="Orazio Giamblanco Foto: Frank Jansen" width="169" height="300" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097-169x300.jpg 169w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097.jpg 190w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a><p id="caption-attachment-36995" class="wp-caption-text">Orazio Giamblanco<br>Foto: Frank Jansen</p></div>
<div class="um-media-wrapper"></div>
</div><p>Im Herbst 1996 schl&auml;gt ein Neonazi zu, seitdem ist ein Italiener schwer behindert. Sein Name: Giamblanco. Wie geht es ihm heute?</p><p>Die Kraft l&auml;sst nach. Der Stahlb&uuml;gel gleitet aus den H&auml;nden, saust hoch und schwingt durch die Luft. Orazio Giamblanco st&ouml;hnt und senkt den Kopf. Er will nicht aufgeben, nicht jetzt schon. Das st&auml;hlerne Ger&auml;t soll ihn nicht bezwingen, schon gar nicht nach nur zwei Minuten. Der kleine, kompakte Italiener mustert den turmartigen Apparat mit den flachen, aufeinandergestapelten Gewichten, die &uuml;ber Drahtseile mit dem Stahlb&uuml;gel verbunden sind. Orazio streckt den rechten Arm hoch. Er greift ins Leere.</p><p>Es ist November und schon jetzt l&auml;sst sich sagen: Das Jahr war nicht gut f&uuml;r den schwer behinderten Mann aus Sizilien. Die Frustration am Seilzugger&auml;t im Gymnastikraum des Franziskus-Hospitals in Bielefeld wirkt da wie ein kleines, negatives Ausrufezeichen. Und es ist nicht das einzige. In einem Jahr, das noch schlechter war als die schlechten Jahre zuvor. Gute gibt es f&uuml;r den 73 Jahre alten Orazio, seine 64-j&auml;hrige griechische Lebensgef&auml;hrtin Angelica Stavropolou und deren Tochter Efthimia Berdes, 41 Jahre alt, schon lange nicht mehr. In einem Alltag zwischen Rollator und Rollstuhl.</p><p>Am 30. September 1996 schwang in Trebbin, einer Stadt s&uuml;dlich von Berlin, ein rechter Skinhead seine Baseballkeule. Sie traf Orazio, erst kurz zuvor als Hilfsbauarbeiter nach Brandenburg gekommen, mit Wucht am Kopf. &Auml;rzte bewahrten Orazio mit Notoperationen vor dem Tod, aber die spastische L&auml;hmung, die st&auml;ndigen Schmerzen, die Sprachst&ouml;rung, die Depressionen, auch die seit Jahren chronischen Magenprobleme lassen ihn den Keulenschlag Tag f&uuml;r Tag sp&uuml;ren. Erst recht, wenn Beschwerden hinzukommen, die schon ein &bdquo;normaler&ldquo; Mensch nicht so leicht wegsteckt.</p><p>Anfang November war wieder eine Notoperation f&auml;llig. Nicht so dramatisch wie 1996 im Krankenhaus Luckenwalde, aber unangenehm genug. &bdquo;Er hatte Gallensteine, die rieben aneinander&ldquo;, sagt Thorsten Franz, Oberarzt im Franziskus-Hospital. &bdquo;Die Gallenblase hatte sich entz&uuml;ndet, wir mussten sie in einer Not-OP entfernen.&ldquo; Zuvor hatte Orazio noch mehr gelitten als sonst.</p><p>Anfang 1997 hat ihn der Tagesspiegel erstmals besucht. Und seitdem Jahr f&uuml;r Jahr. L&auml;ngst ist eine Freundschaft entstanden, deshalb ist hier auch von Orazio, Angelica und Efi die Rede. Die Reportagen sind als beispielhafte Erz&auml;hlung gedacht, als Langzeitstudie &uuml;ber ein Opfer rechter Gewalt. Von denen es seit der Wiedervereinigung wohl mehr als 10 000 gibt, zus&auml;tzlich zu &uuml;ber 70 Todesopfern, folgt man den Statistiken der Polizei zu rassistischer und sonst wie rechter Gewalt.</p><p>Nat&uuml;rlich werden nicht alle Menschen, die von Neonazis und anderen Rechtsextremisten attackiert wurden, so schwer, ja unheilbar verletzt sein wie Orazio. Aber es gibt sie, auch wenn die &Ouml;ffentlichkeit sie nicht kennt. Und wie viele Menschen, die physisch wieder genesen sind, qu&auml;len sich mit psychischen Sp&auml;tfolgen, mit &Auml;ngsten, mit Traumata? Die gerade dieses Jahr verst&auml;rkt werden durch die vielen Horrormeldungen zu Anschl&auml;gen auf Unterk&uuml;nfte f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge.</p><p>Was er da im Fernsehen zu sehen bekommt, hat Orazio auch belastet, genauso wie die Schreckensbilder der Terrorangriffe vom Januar und jetzt wieder in Paris. &bdquo;Habe Angst bekommen&ldquo;, sagt er. Auch Angelica und Efi wird mulmig. &bdquo;Schreckliche Zeiten&ldquo;, klagt Angelica. Auch Efi ist verunsichert, &bdquo;kann man noch in ein Caf&eacute; gehen, ohne dass da eine Bombe liegt?&ldquo; Doch dann kommt ein Spruch, der von St&auml;rke k&uuml;ndet, trotz allen Leidens der drei und ihrer k&ouml;rperlichen und auch seelischen Ersch&ouml;pfung. &bdquo;Hauptsache, die Familie bleibt zusammen&ldquo;, sagt Efi, &bdquo;das ist das Wichtigste.&ldquo;</p><p>Efi hat sich einen Tag freigenommen in der Schokoladenfabrik, in der sie als Produktionshelferin arbeitet. Sie ist mitgekommen zur Krankengymnastik, sonst macht das meist ihre Mutter Angelica. Efi steht nun neben Orazio, als er sich am Seilzugger&auml;t abm&uuml;ht. Sie legt einen Arm auf seine Schulter, als er aufgibt.</p><p>Efi selbst und die Mutter sind am Rande ihrer Kraft. Die jahrelange Pflege von Orazio &uuml;berfordert die Frauen, trotzdem halten sie durch. Das hat Folgen. Vor zwei Jahren erkrankte Efi an Depressionen und konnte monatelang nicht arbeiten. Sie geht auch heute noch zum Psychologen: &bdquo;Der schimpft, dass ich nicht so oft komme.&ldquo; Sie versucht, ihre Krankheit zu verdr&auml;ngen. Aber dann spricht sie von Schlafst&ouml;rungen. &bdquo;Wenn das passiert, nehme ich wieder mehr von den starken Tabletten.&ldquo; Eine Beziehung zu einem Mann hatte sie schon lange nicht mehr. &Uuml;ber den Wunsch, eine Familie zu gr&uuml;nden, &bdquo;denke ich nicht mehr nach&ldquo;.</p><p>Der Mutter geht es nicht besser. Auch Angelica, die seit Orazios &bdquo;Unfall&ldquo;, wie sie es nennt, nicht mehr arbeitet und sich nur der Hilfe f&uuml;r Orazio widmet, sucht regelm&auml;&szlig;ig den Psychologen auf. Au&szlig;erdem leidet sie unter Bluthochdruck. Und dann mussten auch die Frauen dieses Jahr noch Schicksalsschl&auml;ge hinnehmen. Kurz vor dem geplanten j&auml;hrlichen Urlaub in Orazios Heimat Sizilien, den sie immer mit den Spenden der Tagesspiegel-Leser finanzieren und der den dreien guttut.</p><p>Im Sommer starb in Griechenland Efis Cousine Maria nach einem Schlaganfall. Maria war zwei Jahre &auml;lter als Efi. Nur Tage nach ihrem Tod erlitt auch Marias Vater einen Schlaganfall. &bdquo;Das war eine Katstrophe&ldquo;, sagt Efi. Vor allem ihrer Cousine war sie innig verbunden. Und Orazio erinnert sich, &bdquo;Maria hatte viel W&auml;rme, hat mir das Gesicht gestreichelt&ldquo;.</p><p>Orazio und die beiden Frauen stornierten in letzter Minute die Reise nach Sizilien und flogen nach Griechenland. &bdquo;Wir haben unserer Familie in Patras geholfen&ldquo;, sagt Angelica.</p><p>Der T&auml;ter wei&szlig; davon nichts. Jan W. ist dieses Jahr nicht zu erreichen. Vermutlich will er nicht mehr mit der Presse sprechen. Er ist schon lange wieder frei, die 1997 vom Landgericht Potsdam verh&auml;ngten 15 Jahre Haft musste er nur zum Teil verb&uuml;&szlig;en. Jan W. hat mit der rechten Szene gebrochen und bereut seine Tat. 2006 gab er dem Tagesspiegel zwei Briefe nach Bielefeld mit, in denen er sich bei Orazio und den Frauen entschuldigt. Die drei haben ihm verziehen.</p><p>Sie hoffen, dass 2016 etwas besser wird. Dass sie wieder nach Sizilien fahren k&ouml;nnen, wo sich Orazio so wohl f&uuml;hlt. &bdquo;Da freut er sich, das ist f&uuml;r uns alle gut&ldquo;, sagt Angelica. Orazio l&auml;chelt. &bdquo;Er gibt sich nicht auf&ldquo;, hat im Franziskus-Hospital der Physiotherapeut Andreas Schneider gesagt, der Orazio betreut. &bdquo;Er ist ein K&auml;mpfer.&ldquo; Und &bdquo;ein ganz wichtiger Faktor ist, wie die Frauen ihn unterst&uuml;tzen &ndash; besonders wenn seine Behinderung andere Probleme noch schlimmer macht.&ldquo;</p><p>&nbsp;</p><p><span class="um-author">Frank Jansen</span></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco-3">Und Orazio kämpft und kämpft und</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kopf der Oranienburger Kameradschaftsszene zu drei Jahren Haft verurteilt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>»Sie haben in mehreren Fällen brutal gehandelt. Es ist makaber, wenn Sie öffentlich gegen Gewalt auftreten.« Diese Worte des Vorsitzenden Richters am Amtsgericht Oranienburg waren an den bekennenden Neonazi Christian W. aus Velten gerichtet. Nach elf Verhandlungstagen verurteilte das Gericht den Angeklagten heute nach dem Jugendstrafrecht zu drei Jahren Haft. Christian W., der zur Tatzeit noch heranwachsend war, hat sich der gefährlichen Körperverletzung in drei Fällen sowie Verstößen gegen das Waffengesetz und das Versammlungsgesetz schuldig gemacht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Einen besonderen Stellenwert räumte Richter Passerini einer gefährlichen Körperverletzung am 30. August 2006 ein, bei der ein Mitarbeiter eines Imbisses am Hennigsdorfer Postplatz schwer verletzt wurde. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Christian W. und der Mitangeklagte Steve M. dem Türken Fehmi D. jeweils eine volle Bierflasche auf den Kopf geschlagen oder aus nächster Nähe geworfen haben. Darüber hinaus hatte eine Gutachterin ausgesagt, dass aufgrund der Verletzungen am Kopf von Herrn D. davon ausgegangen werden müsse, dass er am Boden liegend getreten und geschlagen worden sei.</p>
<p>Fehmi D., der zunächst in Lebensgefahr schwebte und sich nach einer Notoperation in eine umfangreiche Rehamaßnahme begeben musste, leidet bis heute an epileptischen Anfällen und an Sprach- und Konzentrationsstörungen. Der Auseinandersetzung war die Weigerung des Imbissangestellten vorausgegangen, Christian W. und seinen zwei Begleitern Bier zu verkaufen.</p>
<p>Herr D. ist überzeugt, dass die Auseinandersetzung aufgrund der fremdenfeindlichen Einstellung der Täter eskalierte. Bei dem verbalen Streit innerhalb des Bistros sei er – seiner Erinnerung nach – von den Angeklagten rassistisch beschimpft worden. Dies wurde während der Verhandlung weder von den drei Angeklagten noch von anderen Zeugen bestätigt. Das Gericht lehnte es daher ab, der Argumentation der Nebenklagevertreterin Weyers zu folgen. Die Rechtsanwältin von Fehmi D. hatte die rechtsextreme Tatmotivation als eskalierendes Moment gewertet.</p>
<p>Ob die Angeklagten gegen das Urteil Revision oder Berufung einlegen, wird sich zeigen. Christian W. zeigte sich indes auch in den letzten Wochen unbelehrbar. So befand er sich kurzzeitig in Haft, weil er dringend verdächtig ist, mit neun weiteren Rechtsextremisten am 10. Mai eine Gruppe von etwa 30 alternativen Jugendlichen angegriffen zu haben, die an einem See in Hohen Neuendorf feierten.</p>
<p>Für Fehmi D. hat der 30. August 2006 alles verändert. Bis heute ist er nicht in der Lage zu arbeiten. Er wird sein Leben lang an den Folgen des Angriffs zu tragen haben.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/kopf-der-oranienburger-kameradschaftsszene-zu-drei-jahren-haft-verurteilt">Kopf der Oranienburger Kameradschaftsszene zu drei Jahren Haft verurteilt</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Prozessbericht: Angriff in Straßenbahn</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/pdm_tram</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[rechter Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremisten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Amtsgericht Potsdam findet am Mittwoch, den 18. Oktober 2006, um 9.00 Uhr in Saal 215 ein Prozess gegen einen Rechtsextremisten und einen Aussteiger statt. Den Angeklagten wird eine gefährliche Körperverletzung<br />
an zwei Linken im Juni 2005 vorgeworfen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Am Abend des 18. Juni 2005 stiegen Markus S. und sein Freund Ren&eacute; S. in die Stra&szlig;enbahn der Linie 94 ein. Was sie nicht wussten: in derselben Stra&szlig;enbahn war ein Gruppe von 25 bis 30 Rechtsextremisten, die auf Jagd<br>
nach Linken und Migranten durch die Stadt zog, &ndash; am selben Abend fand ein antirassistisches Stadionfest statt. Markus&lsquo; T-Shirt, auf dem Pittiplatsch abgebildet war und das die Aufschrift &raquo;Mein Freund ist Ausl&auml;nder&laquo; trug, erregte sofort die Aggressivit&auml;t der Rechten. Ein<br>
M&auml;dchen aus der Gruppe trat Markus im Vorbeigehen. Dann st&uuml;rzte sich der vermummte Anf&uuml;hrer der Rechten auf Markus, zerriss dessen T-Shirt und schlug ihm wuchtig ins Gesicht. Weitere Personen aus der Gruppe beteiligten sich schlagkr&auml;ftig an dem Angriff, auch Ren&eacute; wurde getreten.<br>
Die einseitige Schl&auml;gerei fand erst ein Ende, als eines der Opfer es schaffte, die Notbremse zu ziehen. Daraufhin flohen die Angreifer auf Kommando unerkannt aus der Bahn. Ren&eacute; verlor einen Zahn, beide Opfer trugen zahlreiche Blessuren und eine Gehirnersch&uuml;tterung davon. Die<br>
Polizei ermittelte elf Tatverd&auml;chtige.</p><p>Am Mittwoch beginnt der erste einer Reihe von Prozessen zu diesem Tatkomplex. Angeklagt sind Personen aus dem harten Kern der rechtsextremistischen Szene Potsdams und Berlins, aus dem Umfeld der verbotenen &raquo;Kameradschaft Tor&laquo;: der 23-j&auml;hrige Oliver Oe., der zurzeit eine viereinhalbj&auml;hrige Haftstrafe wegen eines anderen Angriffs auf zwei Linke verb&uuml;&szlig;t; er war dabei, als zwei Wochen sp&auml;ter Tamasz B. und seinem Freund mit einer Bierflasche der Hals aufgeschlitzt wurde. Neben ihm ist<br>
der 30-j&auml;hrige Volker Sch. angeklagt, heute ein Aussteiger. Das Verfahren gegen Oliver K. (23), der ebenfalls bei dem &Uuml;berfallkommando auf Tamasz B. dabei war, ist abgetrennt und wird am Landgericht stattfinden. Der Prozess gegen die damals heranwachsenden T&auml;ter wird folgen.</p><p>In der Gruppe der Rechten befanden sich stadtbekannte Rechtsextremisten wie Melanie W. (21), Jens K. (31), Marcus Sch. (33), Danny L. (27) und auch Benjamin Oe. (18), der eine Stunde sp&auml;ter in eine Auseinandersetzung mit Linken verwickelt war. Diese Auseinandersetzung<br>
vor dem Caf&eacute; Haider, bei der Oe. leicht verletzt wurde, f&uuml;hrte zu einer Repressionswelle gegen Linke, von denen zurzeit vier vor dem Landgericht angeklagt sind.</p><p>Beim Prozess ist mit einer massiven Pr&auml;senz von Rechtsextremisten zu rechnen. Eine solidarische Unterst&uuml;tzung der Gesch&auml;digten ist daher umso dringender.</p><h2>Prozessbericht:</h2><p>H. Kramer:&nbsp;<a title="Wortlose Schl&auml;ge" href="/rechte-angriffe/wortlose-schlaege" aria-label="wortlose schlaege">Wortlose Schl&auml;ge</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/pdm_tram">Prozessbericht: Angriff in Straßenbahn</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Hennigsdorf</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/hennigsdorf-43</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Apr 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremisten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein 16-jähriger alternativer Jugendlicher wird von zwei Rechtsextremisten im Flur seiner Schule geschlagen und bereits am Boden liegend weiter geschlagen und getreten. Zahllose Schüler schauen zu und greifen nicht ein. Erst als Lehrer dazukommen, lassen die Rechtsextremisten von ihm ab.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein 16-jähriger alternativer Jugendlicher wird von<br />
zwei Rechtsextremisten im Flur seiner Schule geschlagen und bereits am Boden liegend weiter geschlagen und getreten. Zahllose Schüler schauen zu und greifen nicht ein. Erst als Lehrer dazukommen, lassen die Rechtsextremisten von ihm ab.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/hennigsdorf-43">Hennigsdorf</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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