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	<title>Spenden - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Vielen Dank! &#8211; Spendenaktion für Bus sehr erfolgreich</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2018 14:44:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Demonstration „Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“ am 10. März 2018 in Cottbuser wurde der Bus des Projekts „OTTO“ von Chance e.V. vermutlich durch Rechte zerstört. Um die Reparatur des Busses finanzieren zu können, starteten Chance e.V., Women in Exile &#38; Friends und Opferperspektive e.V. am 14. März gemeinsam einen Spendenaufruf. Wir sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Demonstration „Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“ am 10. März 2018 in Cottbuser wurde der Bus des Projekts „OTTO“ von Chance e.V. vermutlich durch Rechte zerstört. Um die Reparatur des Busses finanzieren zu können, starteten Chance e.V., Women in Exile &amp; Friends und Opferperspektive e.V. am 14. März gemeinsam einen Spendenaufruf. Wir sind tief bewegt über die vielen Spenden, die in so kurzer Zeit für den zerstörten Otto-Bus eingegangen sind. Vielen, vielen Dank für die großzügige Unterstützung, für die Solidarität und schnelle Hilfe. Sie macht uns Mut weiterzuarbeiten und zeigt: wir sind viele und wir sind stark! Mit Ihrer Hilfe kann der Bus nun repariert werden, um weiter für die wichtige Integrations- und Begegnungsarbeit des Vereins Chance e.V. durch den Landkreis Märkisch-Oderland zu rollen. </p>
<p>Sollten mehr Spenden für den Bus eingehen als für die Reparatur benötigt, fließen die Überschüsse in den <b>Hilfsfonds für Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung </b>des Verein Opferperspektive e.V. </p>
<p>Spendenquittungen werden Anfang des Folgejahres verschickt.</p>
<p>Judith Porath                                                     Fabian Brauns                                         Elizabeth Ngari<br />
Opferperspektive e.V.                                              Chance e.V.                                        Women in Exile &amp; Friends</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/vielen-dank-spendenaktion-fuer-den-bus-sehr-erfolgreich-beendet">Vielen Dank! – Spendenaktion für Bus sehr erfolgreich</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Spendenaufruf:  Bus nach antirassistischer Demo in Cottbus völlig zerstört</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-bus-nach-antirassistischer-demo-in-cottbus-voellig-zerstoert</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2018 13:48:26 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Nach der Demonstration &bdquo;Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit&ldquo; am Samstag 10.03.2018 in der Cottbuser Innenstadt wurde der Bus des Projekts &bdquo;OTTO&ldquo; von Chance e.V. vermutlich durch Rechte mutwillig zerst&ouml;rt. Der Sachschaden bel&auml;uft sich auf mehrere Tausend Euro. Daher rufen die Vereine Chance e.V., die Opferperspektive e.V. und Women in Exile &amp; friends dringend dazu auf f&uuml;r die Reparatur zu spenden.</p><p>Aufgrund eines leichten technischen Defekts blieb der Bus zun&auml;chst nach dem Ende der Demonstration am Samstag auf dem Parkplatz am Oberkirchplatz in Cottbus stehen. Bereits in der Nacht zu Sonntag wurde dort durch Unbekannte der Auspuff mit Bauschaum ausgespr&uuml;ht. Der Bus war dadurch nicht mehr fahrtauglich. In der Nacht zu Montag wurden dann, von vermutlich mehreren T&auml;tern, zw&ouml;lf Scheiben eingeschlagen. Da der Bus sehr klar der solidarischen Demonstration am Samstag zugerechnet wurde, kann von einem gezielten Vorgehen von rechten T&auml;tern ausgegangen werden. Der Bus wurde als Symbol und stellvertretend f&uuml;r Alle angegriffen, die an dem Tag in Cottbus f&uuml;r eine solidarische Gesellschaft und gegen Rassismus auf die Stra&szlig;e gegangen sind.</p><p>Der Bus wird aktuell f&uuml;r das Kultur- und Begegnungsprojekt &bdquo;OTTO &ndash; der Bus&ldquo; des Vereins Chance e.V. in der Region M&auml;rkisch-Oderland gebraucht und steht diesem aufgrund der Besch&auml;digungen derzeit nicht mehr zur Verf&uuml;gung. Das Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert und geh&ouml;rte zu den Gewinnerprojekten im Programm &bdquo;Neuland&ldquo;, welches sich f&uuml;r eine demokratische Entwicklung des l&auml;ndlichen Raums stark macht.</p><p>Der Verein Chance e.V. will unbedingt das Projekt weiter f&uuml;hren und bittet daher um finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Reparatur des Busses.</p><p>Spenden bitte auf folgendes Konto:</p><p>Opferperspektive e.V.</p><p>Bank f&uuml;r Sozialwirtschaft</p><p>IBAN: DE34100205000003813100</p><p>BIC: BFSWDE33BE</p><p>Betreff: Bus-Schaden Cottbus (bitte unbedingt angeben!)</p><p>&nbsp;</p><p>Hintergrundinformationen zum Projekt &bdquo;OTTO &ndash; der Bus&ldquo;: <a class="moz-txt-link-freetext" href="http://jfv-chance.de/otto-der-bus/" aria-label="otto der bus">http://jfv-chance.de/otto-der-bus/</a></p><p>&nbsp;</p><p><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto.png" aria-label="Bus Otto"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-36881" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto-300x169.png" alt="Bus-Otto" width="300" height="169" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto-300x169.png 300w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto.png 576w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto1.png" aria-label="Bus Otto1"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-36882" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto1-300x169.png" alt="Bus-Otto1" width="300" height="169" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto1-300x169.png 300w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/03/Bus-Otto1.png 576w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p><p>Fotos: Andreas Rothe</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-bus-nach-antirassistischer-demo-in-cottbus-voellig-zerstoert">Spendenaufruf:  Bus nach antirassistischer Demo in Cottbus völlig zerstört</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Orazio Giamblanco: Nur noch durchhalten</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/orazio-giamblanco-nur-noch-durchhalten</link>
		
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		<pubDate>Fri, 01 Dec 2017 11:21:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Über 10 000 Menschen sind seit der Wiedervereinigung Opfer rechter Gewalt geworden – so wie Orazio Giamblanco. Nachdem ihn 1996 ein Skinhead attackierte, ist der Italiener schwer behindert. Seither begleiten Tagesspiegel und PNN ihn auf dem Lebensweg. Besuch bei einem Mann, der zu kämpfen hat Es sind diese wenigen Momente, in denen Orazio Giamblanco es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="um-first">Über 10 000 Menschen sind seit der Wiedervereinigung Opfer rechter Gewalt geworden – so wie Orazio Giamblanco. Nachdem ihn 1996 ein Skinhead attackierte, ist der Italiener schwer behindert. Seither begleiten Tagesspiegel und PNN ihn auf dem Lebensweg. Besuch bei einem Mann, der zu kämpfen hat</p>
<p>Es sind diese wenigen Momente, in denen Orazio Giamblanco es schafft, ganz bei sich zu sein. In denen er nicht mühsam versuchen muss, sich verständlich zu machen. In denen er spürt, was von seiner Kraft und seiner Selbstständigkeit übrig geblieben ist. Er holt dann aus Körper und Kopf soviel Energie heraus, dass er sich selbst bestätigen kann, er sei ein Kämpfer, der nicht aufgibt. Für eine halbe Stunde am Seilzuggerät mit den vielen Gewichten, die er an langen Schnüren mit Schlaufen hoch und runter bewegt. Oder für die 20 Minuten, in denen er an diesem Tag im November mit dem Elektrorollstuhl durch Bielefeld fährt. Vom Franziskus- Hospital nach Hause. Mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern in der Stunde. Wie seit mehreren Monaten schon. Unfallfrei.</p>
<p>In diesen Momenten zeichnet sich im Gesicht des alten Italieners ein Durchhaltewillen ab, der an den introvertierten Blick eines Marathonläufers auf den letzten Kilometern erinnert. Die ganze Konzentration gilt der eigenen Anstrengung. Orazio Giamblanco genießt das. Am Seilzuggerät im Physiotherapie-Keller des Hospitals will er vor wenigen Wochen gar nicht aufhören, die Gewichte zu wuchten. Erst 25 Kilo. „Mehr“, murmelt Giamblanco. Die Tochter seiner Lebensgefährtin sticht die Schraube in den nächsten Stahlbarren. 40 Kilo. Zehn Minuten danach wieder: „mehr“, also 50 Kilo. Als er eine halbe Stunde später mit dem Rollstuhl vom Krankenhaus wegsurrt, drückt er den Hebel an der rechten Lehne durch. Für maximales Tempo.</p>
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<p>Orazio Giamblanco ist seit 21 Jahren schwer behindert. Das bedeutet, dass der 76 Jahre alte Mann aus Sizilien schon mehr als ein Viertel seines bisherigen Lebens in einem deformierten Körper gefangen ist. Seit am 30. September 1996 ein Skinhead im brandenburgischen Trebbin mit seiner Baselballkeule ausholte und Giamblanco am Kopf traf. Der Rechtsextremist war mit einem Kumpel unterwegs, um Italiener zu jagen, die auf einer Großbaustelle als Hilfskräfte angestellt waren. Giamblanco hielt sich erst wenige Tage in der Kleinstadt auf. Der rassistische Hass traf ihn mit voller Wucht.</p>
<p>Im Krankenhaus Luckenwalde retteten die Ärzte Giamblancos Leben mit einer Notoperation. Aber es war nicht zu verhindern, dass er schwer behindert bleibt. Dass er unter spastischer Lähmung leidet, dass er sich nur eingeschränkt bewegen kann, dass ihm das Sprechen schwer fällt. Und dass er oft depressiv ist. Die Hoffnung, sein Zustand könne sich verbessern, hat er längst aufgegeben.</p>
<p>Die Geschichte vom Überfall auf Giamblanco dürfte den Leserinnen und Lesern der PNN und des Tagesspiegels bekannt sein. Die Zeitungen berichten seit Anfang 1997 jedes Jahr über das Schicksal des kleinen, kompakten Mannes aus Sizilien. Und über das ebenfalls schwere Leben seiner jetzt 66-jährigen Lebensgefährtin Angelica Stavropolou und ihrer 43 Jahre alten Tochter Efthimia. Um anhand einer Langzeitstudie über ein Opfer rechter Gewalt und dessen Angehörige zu schildern, welche Folgen der Fanatismus hat – über die Schlagzeilen zur Tat und zum Prozess gegen den Täter hinaus. Um exemplarisch darzustellen, wie es einem von wahrscheinlich weit mehr als 10 000 Opfern geht, die seit der Wiedervereinigung von Neonazis und anderen Rechten attackiert wurden. Die hohe Zahl lässt sich anhand von Polizeistatistiken zu rechter Gewaltkriminalität und ihren Opfern schätzen. Allein in diesem Jahr wurden nach vorläufigen Erkenntnissen des Bundeskriminalamts bis September mehr als 300 Menschen von Rechtsextremisten verletzt.</p>
<p>In den allermeisten Fällen sind die Probleme von Opfern solcher Gewalt unbekannt. Wieviele Menschen ähnlich leiden wie Giamblanco, weiß niemand. Die Langzeitstudie kann nur eine Ahnung vermitteln, was Menschen durchmachen, die mit den Spätfolgen ihrer körperlichen Verletzung und mit ihrer Traumatisierung leben müssen. Doch das ist es wert, die Geschichte unentwegt weiter zu schreiben, als Fallstudie pars pro toto. So lange es in Bielefeld irgendwie geht. Die Verzweiflung dort hat viele Facetten. Kein Jahr ist wie das zuvor.</p>
<p>Ein Lichtblick: während der Besuche ist eine Freundschaft entstanden. Die journalistische Distanz zu Orazio, Angelica und Efthimia, meist Efi genannt, ist zugegebenermaßen reduziert. Aber in dieser Geschichte ist jedes Jahr lehrreich. Meist bitter.</p>
<p>Orazio sitzt im Elektrorollstuhl vor dem Seilzuggerät. Er zieht ruckartig die Gewichte hoch, mal mit beiden Armen, dann nur mit dem rechten, dann mit dem linken. Er stöhnt, die Augen sind fast geschlossen. „Er bleibt jetzt im Rollstuhl sitzen, wenn er am Seilzug arbeitet“, sagt Jan Rombowski. Der kräftige Mann mit dem tätowierten Arm ist Physiotherapeut, er betreut Orazio schon mehrere Jahre. „Es geht stetig runter“, sagt Rombowski. Dass Orazio an Krücken von Gerät zu Gerät gehe, „habe ich schon seit mehreren Monaten nicht mehr gesehen“. Ohne den Rollstuhl könne sich Orazio im Therapieraum nicht mehr bewegen. Sein Körper schaffe es nicht mehr.</p>
<p>2017 war für den Italiener und die beiden Frauen wieder ein schwieriges Jahr. Vielleicht sogar mehr als sonst. „Beinahe wären wir gar nicht nach Sizilien gefahren“, sagt Angelica. Die zierliche Griechin pflegt mit Hilfe ihrer ebenfalls nicht allzu kräftigen Tochter den behinderten Mann. Die jährliche Reise nach Sizilien, Orazios alte Heimat, finanziert von Spenden der Tagesspiegel- und PNN-Leser, muntert die drei immer auf. Doch im Frühjahr wäre beinahe nichts daraus geworden. „Orazios Probleme mit dem Magen waren so schlimm, dass ich mich nicht getraut habe nach Sizilien“, sagt Angelica.</p>
<p>Die Probleme mit der Verdauung seien auch eine Spätfolge des Schlags mit der Baseballkeule, meint Rombowski. „Die Statik des Körpers ist durch das jahrelange Sitzen im Rollstuhl verschoben.“ Halblaut fügt er hinzu, Orazio fahre mit dem Elektrorollstuhl nach Hause, weil er den Krankentransport nicht mehr vertrage. Jahrelang hatte ihn das Rote Kreuz in einem Transporter zur Krankengymnastikgefahren. In diesem Jahr wurde Orazio mehrmals schlecht. Seitdem fährt er mit dem Rollstuhl zum Hospital. Meist läuft Angelica nebenher.</p>
<p>Im Frühjahr ging es Orazio so schlecht, dass er wochenlang nicht zur Krankengymnastik kam. „Er war jeden Tag stundenlang auf der Toilette“, sagt Angelica, „er hat viel geweint“. Doch Efi hatte eine Idee, wie der Sizilien-Urlaub, der für Orazio und auch für die beiden erschöpften Frauen so wichtig ist, zu retten war.</p>
<p>Sie fragte Giovanni, ob er mitkommen könne. Giovanni, Anfang 60, ist ein Bruder Orazios und lebt auch in Bielefeld. Und er flog mit nach Sizilien. Die wahre Erholung war es für ihn nicht. „Er hat sich das anders vorgestellt“, sagt Efi. Sie und ihre Mutter spannten Giovanni ein, beim Transport des Rollstuhls zu helfen, bei den Verhandlungen im Hotel nahe Catania über ein größeres Zimmer mit mehr Platz für den Rollstuhl und für die Gänge zur Apotheke. Die öfter nötig waren als erwartet.</p>
<p>„Wegen der Klimaanlage hat sich Orazio eine Erkältung geholt“, sagt Efi. Von den drei Wochen Urlaub war Orazio die Hälfte der Zeit krank. Und nahezu unvermeidlich steckte er Angelica und Efi an, die an ihm häufig nah dran sind, um ihn anzuziehen, zur Toilette zu begleiten oder ihn einfach nur ein wenig aufzumuntern. Giovanni wurde zum Krankenpfleger wider Willen. „So macht Ihr Urlaub?“, habe er gefragt, erzählt Efi. Sie bezweifelt, dass Giovanni nochmal mitkommt.</p>
<p>Wenn Orazio auf seinen Körper schaut, wenn er seine nuschelige Stimme hört, wenn er seine Schmerzen spürt und die Depressionen quälen, wird ihm seit 21 Jahren täglich bewusst: sein Leiden ist lebenslänglich. „Manche Tage ich habe keine Lust mehr zu leben“, Orazio presst die Worte mühsam und kaum verständlich heraus. Der Skinhead, den das Landgericht Potsdam 1997 zu 15 Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilte, kam nach acht Jahren und zwei Tagen aus dem Gefängnis heraus. Weil er den Angriff bereute, mit der rechten Szene brach und sogar einstige Mittäter belastete. Für Orazio gibt es keine Entlassung aus dem Schicksal.</p>
<p>Ebenso wenig für Angelica und Efi. „Ich habe Probleme mit dem Blutdruck, er ist viel zu hoch“, sagt Angelica. Seit Orazios „Unfall“, wie die Frauen den Angriff des Skinheads nennen, geht sie zum Psychiater. Efi inzwischen auch. Vor vier Jahren erkrankte sie an Depressionen, bekam Wahnvorstellungen und hätte sich beinahe umgebracht. „Wir sind alle immer am Kämpfen“, sagt Efi. Leider hätten sie dieses Jahr nun auch Pech im Urlaub gehabt, „aber trotzdem war Sizilien für Orazio wichtig, das ist seine Heimat, da ist die Sonne, da redet er mit den Leute in seiner Sprache“. Nach der Reise sei es Orazio auch ein bisschen besser gegangen, trotz allem. Doch jetzt sei er wieder oft depressiv. Weil die Probleme mit dem Magen nicht aufhörten. Nachts liege er oft wach und führe Selbstgespräche. „Wir versuchen dann, ihm zu helfen“, sagt Efi, „die Psyche ist wichtig“.</p>
<p>Gegen ihre eigenen Depressionen nimmt sie starke Tabletten. Doch sie ändern nichts daran, dass ihre Lebensträume geplatzt sind. „Ich wollte eine Familie gründen, mit drei, vier Kindern“, sagt Efi. Aber sie habe keinen Mann gefunden, der akzeptiere, dass sie ihre Mutter bei der Pflege von Orazio nicht im Stich lassen wolle. „Die Männer wollen alle Freiheit“, sagt Efi, „aber für mich ist meine Familie wichtig.“ Dafür hat sie ihre Zukunft geopfert. Und sie lebt weiter Tür an Tür zu Orazio und der Mutter, obwohl Efis Mietwohnung eigentlich zu teuer ist. Als Produktionshelferin in einer Schokoladenfabrik verdient Efi nicht viel, auch wenn sie regelmäßig Nachtschichten übernimmt. Gerade jetzt, vor Weihnachten, „wird in der Firma jeder gebraucht“, sagt Efi. Wenn sie nach Hause kommt, schaut sie erstmal bei Orazio und der Mutter vorbei. Sei keine Hilfe nötig, „falle ich todmüde ins Bett“.</p>
<p>Die beiden Frauen sind stille Heldinnen. Physiotherapeut Rombowski sagt, „ohne sie würde Orazio in einem Pflegeheim dahinvegetieren. Die beiden machen wahnsinnig Einsatz“.</p>
<p>Wie es Orazio, Angelica und Efi geht, weiß auch der Täter. 2002 kam Jan W. über eine Berliner Anwältin in Kontakt mit dem Tagesspiegel. Der kräftige Mann weinte, als er zu hören bekam, was sich in Bielefeld abspielt. Er schämte sich für die Tat. „Ich habe ja in dem Moment nich’ nachgedacht“, sagte W., „det schmerzt ja immer wieder aufs Neue, auch bei mir“. Vier Jahr später gab er dem Tagesspiegel zwei Briefe an Orazio und die Frauen mit. Monatelang hatte Jan W. um Worte gerungen. „Ich war damals einfach der größte IDIOT der Welt, der sich mit falschem Stolz durchs Leben schlug“, steht in einem Brief. Ihm werde bewusst, „was ich damals für einen riesengroßen Fehler beging, indem ich Ihr Leben zerstörte“. Orazio und die Frauen waren gerührt – und ließen W. ausrichten, dass sie ihm verzeihen. Der Ex-Skinhead war erleichtert. Am Telefon fehlten ihm die Worte.</p>
<p>Sie fehlen ihm auch heute, aber wohl aus einem anderen Grund. Er will dieses Jahr offenkundig mit dem Tagesspiegel nicht reden. Vermutlich hat ihn genervt, dass er 2016 gefragt wurde, warum er bei Facebook angab, die AfD zu mögen. Und die rechte Kampagne „Heimat schützen – Asylbetrug stoppen“. Jetzt ist der Eintrag zur AfD weg. Die Kampagne ist noch da.</p>
<p>Beim Anruf im November sagt Jan W., „ist jetzt ganz schlecht“, und drückt das Gespräch weg. Bei den weiteren Anrufen geht er gar nicht erst ran. Orazio und die Frauen fragen auch dieses Jahr, wie jedes Mal, ob der Täter sich wirklich gebessert habe. Mehr wollen sie aber auch gar nicht wissen. Für die drei ist wichtig, dass Orazio halbwegs stabil bleibt. Und sie wollen auch kommendes Jahr nach Sizilien reisen. „Wenn mein Magen nicht wieder schlimmer wird“, sagt Orazio.</p>
<p>Frank Jansen</p>
<p>Mit freundlicher Genehmigung</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/orazio-giamblanco-nur-noch-durchhalten">Orazio Giamblanco: Nur noch durchhalten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Und Orazio kämpft und kämpft und</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco-3</link>
		
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2015 13:05:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Spendenaufruf für Orazio Giamblanco:<br />
1996 wurde der Italiener Orazio Giamblanco in Brandenburg von einem Skinhead fast totgeschlagen. Einmal im Jahr besucht der Tagesspiegel den seitdem schwer Behinderten. Wir dokumentieren die aktuelle Reportage von Frank Jansen über die Lebenssituation von Orazio Gianblanco,und rufen zu Spenden […]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco-3">Und Orazio kämpft und kämpft und</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
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<div id="attachment_36995" style="width: 179px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097.jpg" aria-label="heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL 280 1 20151127132238339.jpg.6649097"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-36995" class="size-medium wp-image-36995" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097-169x300.jpg" alt="Orazio Giamblanco Foto: Frank Jansen" width="169" height="300" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097-169x300.jpg 169w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2015/12/heprodimagesfotos83120151128PRESSEBALL_280_1_20151127132238339.jpg.6649097.jpg 190w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a><p id="caption-attachment-36995" class="wp-caption-text">Orazio Giamblanco<br>Foto: Frank Jansen</p></div>
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</div><p>Im Herbst 1996 schl&auml;gt ein Neonazi zu, seitdem ist ein Italiener schwer behindert. Sein Name: Giamblanco. Wie geht es ihm heute?</p><p>Die Kraft l&auml;sst nach. Der Stahlb&uuml;gel gleitet aus den H&auml;nden, saust hoch und schwingt durch die Luft. Orazio Giamblanco st&ouml;hnt und senkt den Kopf. Er will nicht aufgeben, nicht jetzt schon. Das st&auml;hlerne Ger&auml;t soll ihn nicht bezwingen, schon gar nicht nach nur zwei Minuten. Der kleine, kompakte Italiener mustert den turmartigen Apparat mit den flachen, aufeinandergestapelten Gewichten, die &uuml;ber Drahtseile mit dem Stahlb&uuml;gel verbunden sind. Orazio streckt den rechten Arm hoch. Er greift ins Leere.</p><p>Es ist November und schon jetzt l&auml;sst sich sagen: Das Jahr war nicht gut f&uuml;r den schwer behinderten Mann aus Sizilien. Die Frustration am Seilzugger&auml;t im Gymnastikraum des Franziskus-Hospitals in Bielefeld wirkt da wie ein kleines, negatives Ausrufezeichen. Und es ist nicht das einzige. In einem Jahr, das noch schlechter war als die schlechten Jahre zuvor. Gute gibt es f&uuml;r den 73 Jahre alten Orazio, seine 64-j&auml;hrige griechische Lebensgef&auml;hrtin Angelica Stavropolou und deren Tochter Efthimia Berdes, 41 Jahre alt, schon lange nicht mehr. In einem Alltag zwischen Rollator und Rollstuhl.</p><p>Am 30. September 1996 schwang in Trebbin, einer Stadt s&uuml;dlich von Berlin, ein rechter Skinhead seine Baseballkeule. Sie traf Orazio, erst kurz zuvor als Hilfsbauarbeiter nach Brandenburg gekommen, mit Wucht am Kopf. &Auml;rzte bewahrten Orazio mit Notoperationen vor dem Tod, aber die spastische L&auml;hmung, die st&auml;ndigen Schmerzen, die Sprachst&ouml;rung, die Depressionen, auch die seit Jahren chronischen Magenprobleme lassen ihn den Keulenschlag Tag f&uuml;r Tag sp&uuml;ren. Erst recht, wenn Beschwerden hinzukommen, die schon ein &bdquo;normaler&ldquo; Mensch nicht so leicht wegsteckt.</p><p>Anfang November war wieder eine Notoperation f&auml;llig. Nicht so dramatisch wie 1996 im Krankenhaus Luckenwalde, aber unangenehm genug. &bdquo;Er hatte Gallensteine, die rieben aneinander&ldquo;, sagt Thorsten Franz, Oberarzt im Franziskus-Hospital. &bdquo;Die Gallenblase hatte sich entz&uuml;ndet, wir mussten sie in einer Not-OP entfernen.&ldquo; Zuvor hatte Orazio noch mehr gelitten als sonst.</p><p>Anfang 1997 hat ihn der Tagesspiegel erstmals besucht. Und seitdem Jahr f&uuml;r Jahr. L&auml;ngst ist eine Freundschaft entstanden, deshalb ist hier auch von Orazio, Angelica und Efi die Rede. Die Reportagen sind als beispielhafte Erz&auml;hlung gedacht, als Langzeitstudie &uuml;ber ein Opfer rechter Gewalt. Von denen es seit der Wiedervereinigung wohl mehr als 10 000 gibt, zus&auml;tzlich zu &uuml;ber 70 Todesopfern, folgt man den Statistiken der Polizei zu rassistischer und sonst wie rechter Gewalt.</p><p>Nat&uuml;rlich werden nicht alle Menschen, die von Neonazis und anderen Rechtsextremisten attackiert wurden, so schwer, ja unheilbar verletzt sein wie Orazio. Aber es gibt sie, auch wenn die &Ouml;ffentlichkeit sie nicht kennt. Und wie viele Menschen, die physisch wieder genesen sind, qu&auml;len sich mit psychischen Sp&auml;tfolgen, mit &Auml;ngsten, mit Traumata? Die gerade dieses Jahr verst&auml;rkt werden durch die vielen Horrormeldungen zu Anschl&auml;gen auf Unterk&uuml;nfte f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge.</p><p>Was er da im Fernsehen zu sehen bekommt, hat Orazio auch belastet, genauso wie die Schreckensbilder der Terrorangriffe vom Januar und jetzt wieder in Paris. &bdquo;Habe Angst bekommen&ldquo;, sagt er. Auch Angelica und Efi wird mulmig. &bdquo;Schreckliche Zeiten&ldquo;, klagt Angelica. Auch Efi ist verunsichert, &bdquo;kann man noch in ein Caf&eacute; gehen, ohne dass da eine Bombe liegt?&ldquo; Doch dann kommt ein Spruch, der von St&auml;rke k&uuml;ndet, trotz allen Leidens der drei und ihrer k&ouml;rperlichen und auch seelischen Ersch&ouml;pfung. &bdquo;Hauptsache, die Familie bleibt zusammen&ldquo;, sagt Efi, &bdquo;das ist das Wichtigste.&ldquo;</p><p>Efi hat sich einen Tag freigenommen in der Schokoladenfabrik, in der sie als Produktionshelferin arbeitet. Sie ist mitgekommen zur Krankengymnastik, sonst macht das meist ihre Mutter Angelica. Efi steht nun neben Orazio, als er sich am Seilzugger&auml;t abm&uuml;ht. Sie legt einen Arm auf seine Schulter, als er aufgibt.</p><p>Efi selbst und die Mutter sind am Rande ihrer Kraft. Die jahrelange Pflege von Orazio &uuml;berfordert die Frauen, trotzdem halten sie durch. Das hat Folgen. Vor zwei Jahren erkrankte Efi an Depressionen und konnte monatelang nicht arbeiten. Sie geht auch heute noch zum Psychologen: &bdquo;Der schimpft, dass ich nicht so oft komme.&ldquo; Sie versucht, ihre Krankheit zu verdr&auml;ngen. Aber dann spricht sie von Schlafst&ouml;rungen. &bdquo;Wenn das passiert, nehme ich wieder mehr von den starken Tabletten.&ldquo; Eine Beziehung zu einem Mann hatte sie schon lange nicht mehr. &Uuml;ber den Wunsch, eine Familie zu gr&uuml;nden, &bdquo;denke ich nicht mehr nach&ldquo;.</p><p>Der Mutter geht es nicht besser. Auch Angelica, die seit Orazios &bdquo;Unfall&ldquo;, wie sie es nennt, nicht mehr arbeitet und sich nur der Hilfe f&uuml;r Orazio widmet, sucht regelm&auml;&szlig;ig den Psychologen auf. Au&szlig;erdem leidet sie unter Bluthochdruck. Und dann mussten auch die Frauen dieses Jahr noch Schicksalsschl&auml;ge hinnehmen. Kurz vor dem geplanten j&auml;hrlichen Urlaub in Orazios Heimat Sizilien, den sie immer mit den Spenden der Tagesspiegel-Leser finanzieren und der den dreien guttut.</p><p>Im Sommer starb in Griechenland Efis Cousine Maria nach einem Schlaganfall. Maria war zwei Jahre &auml;lter als Efi. Nur Tage nach ihrem Tod erlitt auch Marias Vater einen Schlaganfall. &bdquo;Das war eine Katstrophe&ldquo;, sagt Efi. Vor allem ihrer Cousine war sie innig verbunden. Und Orazio erinnert sich, &bdquo;Maria hatte viel W&auml;rme, hat mir das Gesicht gestreichelt&ldquo;.</p><p>Orazio und die beiden Frauen stornierten in letzter Minute die Reise nach Sizilien und flogen nach Griechenland. &bdquo;Wir haben unserer Familie in Patras geholfen&ldquo;, sagt Angelica.</p><p>Der T&auml;ter wei&szlig; davon nichts. Jan W. ist dieses Jahr nicht zu erreichen. Vermutlich will er nicht mehr mit der Presse sprechen. Er ist schon lange wieder frei, die 1997 vom Landgericht Potsdam verh&auml;ngten 15 Jahre Haft musste er nur zum Teil verb&uuml;&szlig;en. Jan W. hat mit der rechten Szene gebrochen und bereut seine Tat. 2006 gab er dem Tagesspiegel zwei Briefe nach Bielefeld mit, in denen er sich bei Orazio und den Frauen entschuldigt. Die drei haben ihm verziehen.</p><p>Sie hoffen, dass 2016 etwas besser wird. Dass sie wieder nach Sizilien fahren k&ouml;nnen, wo sich Orazio so wohl f&uuml;hlt. &bdquo;Da freut er sich, das ist f&uuml;r uns alle gut&ldquo;, sagt Angelica. Orazio l&auml;chelt. &bdquo;Er gibt sich nicht auf&ldquo;, hat im Franziskus-Hospital der Physiotherapeut Andreas Schneider gesagt, der Orazio betreut. &bdquo;Er ist ein K&auml;mpfer.&ldquo; Und &bdquo;ein ganz wichtiger Faktor ist, wie die Frauen ihn unterst&uuml;tzen &ndash; besonders wenn seine Behinderung andere Probleme noch schlimmer macht.&ldquo;</p><p>&nbsp;</p><p><span class="um-author">Frank Jansen</span></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco-3">Und Orazio kämpft und kämpft und</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Spendenaufruf für Orazio Giamblanco</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2014 08:45:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>1996 wurde der Italiener Orazio Giamblanco in Brandenburg von einem Skinhead fast totgeschlagen. Einmal im Jahr besucht der Tagesspiegel den seitdem schwer Behinderten. Wir dokumentieren die aktuelle Reportage von Frank Jansen über die Lebenssituation von Orazio Gianblanco,und rufen zu Spenden auf.<br />
Bitte überweisen Sie auf das Konto der Opferperspektive und tragen das Stichwort "Orazio" auf den Überweisungsträger ein. Wir leiten Ihre Spende weiter.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><span class="hcf-headline">Orazio kämpft sich durchs Leben</span></h4>
<p>von Frank Jansen</p>
<p>Er ist schmal geworden. Die Wangenknochen treten hervor, der rote Pullover hängt mit Falten an ihm. „Magen ist schlecht“, sagt Orazio Giamblanco. Die Stimme ist nur schwer zu verstehen, aber das ist schon seit 18 Jahren so. Seit jenem Tag im September 1996. Als in Trebbin, einer Kleinstadt südlich von Berlin, ein Skinhead mit seinem Baseballschläger ausholte. Die Keule traf den Italiener mit voller Wucht am Kopf. Es ist fast ein Wunder, dass Giamblanco jetzt, so eingefallen und blass er auch ist, in einem italienischen Restaurant in Bielefeld am Tisch sitzt. Dass er überhaupt noch lebt. Und sagen kann, wie es ihm geht.<br />
Viel erzählen muss er da nicht. Das Bild spricht für sich. Der 73 Jahre alte Mann ist im Elektrorollstuhl in das Restaurant gefahren, bis zum Tisch. Giamblancos Hände, immer leicht gekrümmt, liegen auf den Lehnen des Gefährts. So sitzt er da, meist stumm, das Sprechen strengt an. Doch dann lächelt er.<br />
Seine griechische Lebensgefährtin Angelica Stavropolou und ihre Tochter Efthimia Berdes zeigen Fotos vom Urlaub auf Sizilien, Orazios alter Heimat. „War sehr gut“, nuschelt er. Auf einem Bild hält er lachend Angelicas Hand, im Garten ihres Hotels in Catania. Die Reise im Mai konnten die drei dank Spenden der Tagesspiegel-Leser finanzieren. Es ging Orazio, wenn man das so sagen kann, gut. „Es war mit dem Magen besser, er hat alles gegessen“, sagt Efthimia. Jetzt im Restaurant in Bielefeld schneidet sie ihm die Spaghetti klein, damit er sie hinunterbekommt. Die Probleme mit dem Magen haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt. Aber das ist nur eine Geschichte im Elend des Orazio Giamblanco und seiner Leidensgefährtinnen, der 63 Jahre alten Angelica und ihrer 40-jährigen Tochter Efthimia. Das Leben der drei ist ruiniert, die Momente der Freude und des Vergessens sind selten.<br />
Der Sizilianer und die beiden Griechinnen sind, sozusagen lebenslang, Opfer rassistischer Gewalt. Ein Schicksal von unzählig vielen. Sie summieren sich zu einem dunklen Kapitel in der Historie der Bundesrepublik. Seit der Wiedervereinigung haben rechte Gewalttäter, folgt man den Statistiken der Polizei, mehr als 10 000 Menschen verletzt und 63 getötet. Nach Recherchen des Tagesspiegels ist die Zahl der Toten noch weit höher.<br />
Seit Anfang 1997 berichtet die Zeitung Jahr für Jahr, wie es Orazio, Angelica und Efthimia geht. Der Kontakt wurde so eng, dass sich die Geschichte heute mit den Vornamen der drei erzählen lässt. Aber es geht nicht um eine traurige Homestory. Die Langzeitstudie über Orazio, Angelica und Efthimia ist ein Versuch, exemplarisch die Folgen rechtsextremen Straßenterrors in Deutschland zu schildern. Über die Tat hinaus. Gegen die Regeln öffentlicher Aufmerksamkeit. Diese geht – manchmal – hoch, wenn ein blutiger Angriff geschieht, und sie kommt noch mal beim Prozess gegen den Täter. Nach dem Urteil ist es vorbei. An den weggesperrten Täter möchte kaum jemand erinnert werden, aber auch das Opfer gerät in Vergessenheit. Trotz seiner Qualen. Als 1996 rechte Gewalt in Deutschland wieder zunahm und die Illusion zerplatzte, nach den Exzessen von Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen sei das Schlimmste überstanden, erschien die klassisch aktuelle Berichterstattung zu wenig zu sein, um die humanitäre Katastrophe angemessen zu beschreiben. Der Tagesspiegel zog aus den vielen Fällen, eher intuitiv als geplant, den des Italieners aus Bielefeld heraus. Der nach wenigen Tagen als Hilfsbauarbeiter in Trebbin beinahe totgeprügelt worden war.<br />
Die Ärzte im Krankenhaus Luckenwalde konnten Orazios Leben damals mit zwei Notoperationen retten. Aber auch danach war sein Zustand so schlecht, dass er 1997 nicht in der Lage war, im Prozess gegen den Täter Jan W. am Landgericht Potsdam als Zeuge aufzutreten.<br />
Durch den Schlag mit der Baseballkeule erlitt Orazio eine spastische Lähmung. Verbunden mit Sprachstörungen, Kopfschmerzen, eingeschränkter Konzentration, Problemen bei der Verdauung, Depressionen. Orazio ist weitgehend auf den Rollstuhl angewiesen, in der Wohnung oder bei der Physiotherapie schlurft er mühsam am Rollator. Für ein paar Schritte mit Krücken, das ging einige Jahre, fehlt ihm jetzt die Kraft. Denn die Probleme mit dem Magen machen ihm zusätzlich zu schaffen. „Ich koche Brokkoli ganz weich, aus Fleisch mache ich Hackfleisch“, sagt Angelica. „Ich weiß nicht mehr, was ich kochen soll. Ich kann Suppe nicht mehr sehen.“<br />
Orazio gibt sich dennoch nicht auf. Woche für Woche lässt er sich vom Fahrdienst des Roten Kreuzes zur Physiotherapie bringen, meist ist Angelica dabei. Im Laufe der Jahre hat er öfter die Einrichtung gewechselt, weil er therapiemüde war, weil er auf neue Behandlungsmethoden hoffte. Mehrere Krankenhäuser und Fitnessstudios in Bielefeld und Umgebung sind Orazio vertraut. In diesem Jahr setzt er sich im Franziskus-Hospital an die Geräte. Im Tiefgeschoss ist ein Studio für Physiotherapie. „Seit drei Monaten ist Herr Giamblanco hier“, sagt Abteilungsleiter Jan Rombowski, „er wird hier aktiv durchbewegt“. Der bullige Mann hilft Orazio, in den Liegesitz einer „Beinpresse“ mit Gewichten zu steigen. Orazio stemmt seine Füße gegen eine Stahlplatte. Die Liege, auf einen Gleitschlitten montiert, bewegt sich nach hinten. Orazio schweigt und schließt die Augen. Rombowski hat seinen Patienten schon vor 15 Jahren gesehen, im Städtischen Krankenhaus. „Leider ist es nicht besser geworden.“ Doch die Therapien seien notwendig „zur Erhaltung der Restbeweglichkeit“.<br />
Efthimia ist mitgekommen zur Physiotherapie. Als Orazio seine Übungen an drei Geräten hinter sich hat, holt Efthimia den Rollstuhl. Sie zieht Orazio eine Strickjacke an und legt ihm einen Schal um den Hals. Als er sich gesetzt hat, hebt Efthimia seine Füße auf die Fußstützen. Dann löst sie die Bremse und schiebt ihn aus dem Studio. Ohne die Frau und ihre Mutter, sagt Rombowski, würde es Giamblanco nicht so gut gehen. Die Worte „so gut“ betont der Therapeut, als sei es eigentlich der falsche Begriff.</p>
<p><strong>Die Tochter ist an Depressionen erkrankt, es war zu viel</strong></p>
<p>Der Begriff würde auch nicht zu Efthimia und der Mutter passen. Efthimia ist vergangenes Jahr an Depressionen erkrankt. Der Stress, neben dem Dreischicht-Job in einer Schokoladenfabrik bei der Pflege des schwerbehinderten Orazio zu helfen, hat sie zermürbt. Efthimia bekam Angstzustände und Wahnvorstellungen, sie fügte sich eine lebensbedrohliche Verletzung zu. Das war im Mai 2013. Sie kam auf eine Intensivstation, blieb wochenlang im Krankenhaus. Es folgten drei Monate Reha, eine Langzeittherapie und eine Kur. „Ich habe gedacht, ich bin stark“, sagte Efthimia vor einem Jahr dem Tagesspiegel. Auch jetzt ist noch zu spüren, dass sie mit sich ringt. Und sich mehr zumutet, als ihr guttut.<br />
Sie fing im Frühjahr dieses Jahres an, wieder zu arbeiten. Voll. Obwohl sie weiß, dass die Depressionen nur unterdrückt sind, mit harten Medikamenten. Aber Efthimia fühlt sich verpflichtet, alles zu geben. Bei der Arbeit, bei der Unterstützung ihrer Mutter, die rund um die Uhr für Orazio da ist. Der in manchen Nächten alle zwei Stunden aufwacht, mit Magenschmerzen. Und dann ins Bad muss. Seine Lebensgefährtin hebt ihn aus dem Bett und geht jeden Schritt mit.<br />
Angelica sieht aus wie die Schwächste der drei. Klein, zerbrechlich, trauriger Blick. Doch Angelica ist die Stärkste. Auch wenn sie seit Jahren zum Psychiater geht, der Blutdruck zu hoch ist und der Rücken schmerzt. Ohne Angelicas Hilfe könnte Orazio nicht in der Wohnung leben und nicht nach Sizilien reisen. Und es war Angelica, die im September Efthimia für vier Wochen nach Griechenland schickte, weil die Tochter endlich auf andere Gedanken kommen sollte. „Ich hab&#8216; jetzt zwei, auf die ich aufpassen muss“, sagt Angelica, „Orazio und Efi“.<br />
Der Mann, der den endlosen Horror verursacht hat, trägt schwer an seiner Schuld. „Wenn ich zur Ruhe komme“, sagt Jan W., „dann denke ich drüber nach“. Der 40 Jahre alte Bauarbeiter, ein kräftiger Kerl, impulsiv, aber auch nachdenklich, bereut den Schlag mit der Baseballkeule. „Wenn man nich’ weiß, wo man hin will, kommt man dahin, wo man nicht hin will“, sagt er. Wo Jan W. nicht hin will, weiß er schon länger. Von den Neonazis wandte er sich bereits im Gefängnis ab. Das Landgericht Potsdam hatte Jan W. im April 1997 zu 15 Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilt. 2002 belastete er frühere Kumpane, die bei der Jagd nach italienischen Bauarbeitern in Trebbin mitgemacht hatten. Die Rechtsextremen kamen allerdings mit milden Strafen davon.<br />
Jan W. hat Orazio und die beiden Frauen um Verzeihung gebeten. 2006 gab er dem Tagesspiegel zwei lange Briefe mit nach Bielefeld. „Mir wird immer wieder vor Augen geführt, dass ich mit meinem damaligen Verhalten und meiner Verantwortungslosigkeit unserer aller Zukunft verbaut habe“, schrieb Jan W. etwas ungelenk. Aber treffend, zumindest was die drei in Bielefeld betrifft. Jan W. selbst hat es geschafft, sich ein neues Leben aufzubauen. Mit einer kleinen Familie, mit Jobs. 2011 hat er seinen Baggerschein gemacht, so verdient er mehr. Jan W. hat eine Zukunft.<br />
In Bielefeld hoffen sie auf die kleinen Fluchten. Auch im kommenden Jahr möchten Orazio, Angelica und Efthimia nach Sizilien fliegen. Es täte ihnen gut. Er wolle dann wieder den Rollator mitnehmen, sagt Orazio. Auf Sizilien fällt es ihm leichter, damit das Gehen zu üben.</p>
<p>Frank Jansen</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-fuer-orazio-giamblanco-2">Spendenaufruf für Orazio Giamblanco</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Tagesspiegel-Leser helfen Orazio Giamblanco</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 22:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Orazio Giamblanco]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesspiegel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 1997 berichtet der Tagesspiegel jedes Jahr über das Schicksal von Orazio Giamblanco und ruft seine Leser zu Spenden für den schwer behinderten Italiener auf. Die Weihnachtsspendenaktion des Tagesspiegel findet in Kooperation mit der Opferperspektive statt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Orazio Giamblanco wurde 1996 bei einem rechten Angriff in Trebbin (Kreis Teltow-Fl&auml;ming) lebensgef&auml;hrlich verletzt. Ein Skinhead hatte ihm eine Baseballkeule gegen den Kopf geschlagen. Seitdem leidet Giamblanco unter spastischer L&auml;hmung, Sprechst&ouml;rungen, Depressionen und weiteren Beschwerden. Der in Bielefeld lebende Giamblanco wird von seiner Lebensgef&auml;hrtin Angelica Berdes und ihrer Tochter Efthimia gepflegt. Die drei leben in bescheidenen Verh&auml;ltnissen.</p><p><strong>Siehe auch</strong>:&nbsp;<a title="Protokoll eines Kampfes &ndash; dreizehn Reportagen von Frank Jansen" href="https://www-dev.opferperspektive.de/aktuelles/protokoll-eines-kampfes-dreizehn-reportagen-von-frank-jansen" aria-label="protokoll eines kampfes dreizehn reportagen von frank jansen">Protokoll eines Kampfes &ndash; 13 Reportagen von Frank Jansen</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/tagesspiegel-leser-helfen-orazio-giamblanco">Tagesspiegel-Leser helfen Orazio Giamblanco</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Dönerimbiss verwüstet und mit Nazi-Parolen beschmiert – Jetzt ist Ihre Unterstützung gefragt!</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/doenerimbiss-verwuestet-und-mit-nazi-parolen-beschmiert-jetzt-ist-ihre-unterstuetzung-gefragt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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		<category><![CDATA[Imbiss]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Bündnis »Rathenow zeigt Flagge – für Demokratie und Toleranz« und die Opferperspektive bitten um Spenden!</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/doenerimbiss-verwuestet-und-mit-nazi-parolen-beschmiert-jetzt-ist-ihre-unterstuetzung-gefragt">Dönerimbiss verwüstet und mit Nazi-Parolen beschmiert – Jetzt ist Ihre Unterstützung gefragt!</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Nacht zum 18. November 2008 verwüsteten Jugendliche den Dönerimbiss am Bruno-Baum-Ring in Rathenow. Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld: Die Wände waren mit Farbe und Parolen wie »Hitler live« und »HaSS« beschmiert, der Inhalt eines Feuerlöschers war im Raum verteilt und Rattengift über die Lebensmittel gestreut worden. Der Getränkeautomat war aufgebrochen, die Friteuse zerstört, auf Fotos waren die Köpfe der Mitarbeiter durchgestrichen worden. Insgesamt entstand ein Sachschaden von über 3.000 Euro.</p>
<p>Unverständnis und Entsetzen blieben bei dem Betreiber Herrn P. und seiner Familie zurück. Seit 10 Jahren gibt es den Imbiss schon, den er im Februar 2008 übernahm. Bis jetzt hatte er nie Probleme, die Einnahmen reichten knapp, um die Familie zu ernähren. Nun steht er plötzlich vor einem Berg Schulden. Eine Versicherung hat Herr P. nicht, denn für einen freistehenden Imbisscontainer gibt es kaum eine bezahlbare Versicherungsmöglichkeit. Damit möglichst wenig Verkaufsausfall hinzukommt, hat der Betreiber den Imbiss schon am nächsten Tag nach dem Vorfall renoviert. Die Rechnungen für die Wiederherstellung des Raumes und für den Neukauf von Inventar und Lebensmitteln müsste die Familie nun in Raten über einen längeren Zeitraum abstottern.</p>
<p>Rechte Gewalt hat sich auch in anderen Städten schon oft gegen von Ausländern betriebene Imbissstände gerichtet. Damit sollen die kleinen Geschäfte zerstört und Angst verbreitet werden. Zwar sind im Rathenower Fall vom 17./18. November die Täter gefasst und in eine Jugendeinrichtung eingewiesen worden, doch sie haben nicht das Geld, für den Schaden aufzukommen. Zurück bleibt aber auch die Angst, dass sich so etwas wiederholen könnte.</p>
<p>Wir wollen durch Spenden sowohl konkret helfen als auch unsere Solidarität zeigen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Jede Spende hilft, auch 5 Euro zeigen dem Betreiber, dass wir ihn und seinen kleinen Gewerbebetrieb in unserer Stadt haben wollen und dass wir uns gemeinsam mit ihm gegen rechtsextreme Gewalt stellen.</p>
<p><strong>Spenden Sie für den Imbiss in Rathenow!</strong></p>
<p><strong>Aktionsbündnis »Rathenow zeigt Flagge – für Demokratie und Toleranz«</strong>, Stadt Rathenow, Berliner Str. 15, 14712 Rathenow<br />
<strong>Kontakt</strong> Jörg Zietemann, Tel. 03385 596382</p>
<p>und</p>
<p><strong>Opferperspektive</strong>, Rudolf-Breitscheid-Straße 164, 14482 Potsdam<br />
<strong>Kontakt</strong> Tobias Pieper, Tel. 0171 1935669</p>
<h2>Spendenkonten</h2>
<p><strong>Opferperspektive e.V.</strong><br />
Bank für Sozialwirtschaft<br />
<strong>Konto-Nr.</strong> 3813100<br />
<strong>BLZ</strong> 10020500<br />
<strong>Verwendungszweck</strong> Imbiss Rathenow</p>
<p><strong>Stadt Rathenow</strong><br />
MBS Potsdam<br />
<strong>Konto-Nr.</strong> 3861010703<br />
<strong>BLZ</strong> 16050000<br />
<strong>Verwendungszweck</strong> 99999.00002, Imbiss Rathenow</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/doenerimbiss-verwuestet-und-mit-nazi-parolen-beschmiert-jetzt-ist-ihre-unterstuetzung-gefragt">Dönerimbiss verwüstet und mit Nazi-Parolen beschmiert – Jetzt ist Ihre Unterstützung gefragt!</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Spendenaufruf nach Brandanschlag auf einen Döner-Imbiss</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-nach-brandanschlag-auf-einen-doener-imbiss</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Imbiss]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Brandanschlag in der Nacht des 22. Juni 2006 auf einen Döner-Imbiss in Ortrand, Landkreis Oberspreewald-Lausitz, vernichtete die Existenzgrundlage einer türkischen Familie. Ein Zusammenschluss lokaler Bürgerinnen und Bürger, Politiker und Unternehmer ruft zu Sach- und Geldspenden für eine Wiedererrichtung auf. Die Opferperspektive unterstützt diesen Aufruf.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-nach-brandanschlag-auf-einen-doener-imbiss">Spendenaufruf nach Brandanschlag auf einen Döner-Imbiss</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ismail Kiliç, der Besitzer des abgebrannten Imbisses hat sich einen Wagen geliehen, um mit diesem Provisorium den Betrieb bereits wenige Tage nach dem Anschlag wieder aufzunehmen. Doch wird Herr Kiliç noch lange mit der Beseitigung der Schäden und dem Wiederaufbau beschäftigt sein. Die komplette Inneneinrichtung des Imbisses wurde durch das Feuer zerstört; nur das aus Containern errichtete Gebäude blieb übrig. Da der Imbiss nicht versichert war, muss Herr Kiliç jegliche Kosten für Neuanschaffungen und Reparaturen selbst tragen, weshalb er auf Unterstützungsleistungen angewiesen ist. Der Sachschaden wird derzeit auf 20.000 Euro beziffert. Mögliche Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Ein technischer Defekt wird als Brandursache von Spezialisten der Ermittlungsbehörden ausgeschlossen.</p>
<p>In den vergangenen Jahren hat die Opferperspektive immer wieder Kenntnis von Brandanschlägen auf ausländische Imbisse in Brandenburg erhalten. In den Fällen, in denen die Täter ermittelt werden konnten, war ohne Ausnahme Rassismus die Motivation für die Tat. Imbisswagen und Container sind wegen ihres meist ungeschützten Standorts und wegen der verheerenden, existenziellen Folgen für ihre Besitzer ein geeignetes Ziel für rechte Täter. Mit ihren Angriffen versuchen die Rechten, ausländische Imbissbesitzer zu vertreiben. Rechte Symbole und kleine Sachbeschädigungen sind häufig die niedrigsschwellige Form, ausländische Imbisse als Angriffsziele zu kennzeichnen. Auch der Imbiss-Container von Herrn Kiliç war bereits wenige Tage vor dem Brandanschlag Ziel einer Sachbeschädigung geworden. Die Unterstützung der Betroffen, u.a. in Form von Sach- oder Geldspenden kann helfen, damit diese Strategie der Vertreibung nicht aufgehen kann.</p>
<p>Unter dem Stichwort »IBO Döner Kebap« wurde ein Spendenkonto bei der Sparkasse Niederlausitz eingerichtet. Kto.Nr. 307 110 00 18, BLZ: 180 550 00. Als lokaler Ansprechpartner und Koordinator der Hilfsangebote steht Herr Peter Weise unter folgender Telefonnummer zur Verfügung: 035755 240. Für Fragen zum Thema »Angriffsziel Imbisse« stehen wir Ihnen unter 0171 – 19 35 669 zur Verfügung.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/spendenaufruf-nach-brandanschlag-auf-einen-doener-imbiss">Spendenaufruf nach Brandanschlag auf einen Döner-Imbiss</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Spendenaufruf für Ermyas</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ermyas</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt Potsdam]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein 37-jähriger Deutscher wurde nach einem rassistischen Angriff in der Potsdamer Innenstadt lebensgefährlich verletzt. Der aus Äthopien stammende dunkelhäutige Ernyas M. musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Der Angriff ereignete sich am frühen Morgen des 16. April an einer sonst menschenleeren Straßenbahnhaltestelle. Dass die Tat einen rassistischen Hintergrund hat, kann als gesichert gelten, weil auf der Handymailbox des Opfers Fragmente des Tatgeschehens dokumentiert sind. Ernyas M. wurde unter anderem als »Scheiß-Nigger« beschimpft.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde der Familie des Opfers, Brandenburg gegen Rechts e.V. und Oberbürgermeister Jann Jakobs rufen alle Bürgerinnen und Bürger, die helfen wollen, auf, für das Opfer und seine Familie zu spenden.</p>
<p>»Ein 37-jähriger Deutscher äthiopischer Herkunft wurde in den frühen Morgenstunden des 16.04.2006 in Potsdam an der Straßenbahnhaltestelle Charlottenhof durch zwei noch unbekannte Täter angegriffen und lebensgefährlich verletzt.</p>
<p>Der Schrecken, den dieses abscheuliche Verbrechen verbreitete, macht uns sprachlos, aber nicht teilnahmslos. Wir wollen als ein Teil der Potsdamer Bevölkerung unserer Anteilnahme Ausdruck verleihen, indem wir die betroffene Familie des Opfers mit Spenden unterstützen , um die abzusehenden hohen Kosten tragen zu können:</p>
<ul>
<li>Krankenhauskosten</li>
<li>Rehabilitation</li>
<li>Unterstützung der Familie</li>
<li>Rechtsbeistand</li>
</ul>
<p>Wir möchten uns schon jetzt an dieser Stelle für alle Zusprüche, Hilfe und Unterstützungen bedanken, auch im Namen der Familie.«</p>
<ul>
<li>Kto-Inhaber: Brandenburg gegen Rechts e.V.</li>
</ul>
<p>Kto: 350 201 79 55</p>
<p>BLZ: 160 500 00</p>
<p>Mittelbrandenburgische Sparkasse</p>
<p>Stichwort: Löwenherz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Freitag, den 21. April, findet um 17 Uhr eine Kundgebung auf dem Luisenplatz in Potsdam statt, zum Ausdruck der Solidarität mit dem Opfer und seiner Familie.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ermyas">Spendenaufruf für Ermyas</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Ernst-Haeckel-Gymnasium gegen rechte Gewalt</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ernst-haeckel-gymnasium-gegen-rechte-gewalt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenaktion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://dev.opferperspektive.de/nix/ernst-haeckel-gymnasium-gegen-rechte-gewalt</guid>

					<description><![CDATA[<p>SchülerInnen des Ernst-Haeckel-Gymnasiums in Werder stellten zum 9. November einen Aktionstag mit vielen Veranstaltungen auf die Beine.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktionstag zum 9. November in Werder: Schüler sprachen mit Zeitzeugen,<br />
Nazi-Aussteigern und der Polizei</p>
<p>MATTHIAS ANKE</p>
<p>WERDER Die Aufkleber an sämtlichen Straßenlaternen vor dem<br />
Schulgelände waren noch frisch, als gestern der Tag am Werderaner<br />
Ernst-Haeckel-Gymnasium begann. Doch es war kein gewöhnlicher, sondern<br />
ein engagiert geplanter Aktionstag anlässlich des 9. Novembers, der<br />
sich gegen eben jene Botschaften richtete, die von den Aufklebern<br />
ausgingen: Hakenkreuze, faschistische Symbole und Propagandasprüche<br />
von verbotenen Organisationen. In der Nacht geklebt, fand sie die<br />
Polizei am Morgen überall in der Stadt verteilt.</p>
<p>&#8222;Wir wissen nicht, ob diese wilde Kleberei mit dem Aktionstag des<br />
Gymnasiums zusammenhängt oder einfach mit dem Datum&#8220;, sagt<br />
Polizeioberrat Mathias Tänzer gegenüber der MAZ. Als stellvertretender<br />
Leiter des Schutzbereiches Brandenburg/Havel war er einer von zwölf<br />
Referenten, die gestern ins Gymnasium kamen, um mit den Schülern über<br />
Gewalt von Rechts zu sprechen. Der 9.November hatte sich geradezu<br />
dafür angeboten. Dabei reifte die Idee, das Thema auf die Tagesordnung<br />
der Schule zu setzen und am Tag der Reichspogromnacht vom 9. November<br />
1938 zu diskutieren, gerade erst in den vergangenen Sommerferien.</p>
<p>Abiturient Steven Kenner überzeugte seinen Schulleiter samt aller<br />
Lehrer mit dem Vorhaben, dass die jüngeren Klassen sich anhand von<br />
Stationen mit der Problematik auseinandersetzen: Theater, Geschichten,<br />
Religionen und Hip-Hop. Schüler ab der neunten Klasse erhielten<br />
Berichte aus erster Hand. Von Matthias Adrian beispielsweise, der<br />
einst sogar im Landesvorstand der NPD in Hessen arbeitete und den<br />
Ausstieg geschafft hat. Schon als 14-Jährige seien er und seine<br />
Mitstreiter in der Schule nicht aufgefallen, weil sie ohne Bomberjacke<br />
und Springerstiefel erschienen. Lediglich braune Hemden trugen sie.<br />
Nachmittags ging&#8217;s zum &#8222;Wehrsport&#8220; in den Stadtwald von Frankfurt am<br />
Main, um Löcher zu buddeln, wie Adrian in lockerer Art den Schülern<br />
berichtete. Betont den rechten Irrsinn verhöhnend, schaffte er es in<br />
Werder, dass die Rechten kurzerhand ausgelacht wurden. Als Referent<br />
und Mitarbeiter der Aussteiger-Organisation &#8222;Exit Deutschland&#8220; tritt<br />
der heute 29-Jährige regelmäßig auch für die Friedrich-Ebert-Stiftung<br />
auf und erklärt, &#8222;auf welchen Schwachsinn die vermeintliche Ideologie<br />
der Rechten tatsächlich basiert&#8220;.</p>
<p>Dank der Ebert-Stiftung konnten in kurzer Zeit die zahlreichen<br />
Referenten gewonnen werden, darunter die Senioren Schid und<br />
Rentmeister mit ihren Kriegserlebnissen, Richter Müller oder die<br />
Potsdamer Staatsanwältin Stari. Am Aktionstag machten auch alle Lehrer<br />
mit. Eltern waren ebenso beteiligt &#8211; um vorzubeugen, denn in Werder<br />
stehen ihre Kinder nach Polizeiangaben heute nicht mehr unter dem<br />
Druck einer rechten Szene, wie es sie heute etwa in Belzig noch gibt.</p>
<p>Steven Kenners Einsatz hat persönliche Hintergründe, über die er nur<br />
zaghaft spricht: &#8222;Als ich einst nach Groß Kreutz zog, war ich<br />
automatisch mittendrin.&#8220; Heute trägt er stolz sein T-Shirt mit der<br />
Aufschrift &#8222;Ernst-Haeckel-Gymnasium gegen rechte Gewalt&#8220;, hat für den<br />
Abend des Aktionstages sogar ein Benefizkonzert organisiert. Mit den<br />
Eintrittsgeldern und den Erlösen vom T-Shirt-Verkauf sollen der<br />
Potsdamer Verein &#8222;Opferperspektive&#8220; und Werders Jugendclub 01<br />
unterstützt werden.</p>
<p>Zudem will sich das Gymnasium an den Landtag wenden &#8211; mit einer<br />
&#8222;Klagewand&#8220;, auf der Schüler ihre Gedanken zur Gewaltproblematik<br />
angeschrieben haben und mit einer Unterschriftensammlung, die mehr und<br />
bessere Jugendfreizeitangebote fordert.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ernst-haeckel-gymnasium-gegen-rechte-gewalt">Ernst-Haeckel-Gymnasium gegen rechte Gewalt</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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