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	<title>Sturm 27 - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Fünf Jahre nach der Tat: Mildes Urteil für Neonazi-Überfall</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fuenf-jahre-nach-der-tat-mildes-urteil-fuer-neonazi-ueberfall</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm 27]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. März 2004 hatten rechte Schläger in Rathenow bei einem Überfall auf Linke einen Mann schwer verletzt. Am Montag, den 30. März 2009 verurteilte das Landgericht Potsdam in einer Berufungsverhandlung einen der Täter. Das Urteil des Landgerichts korrigierte ein Fehlurteil des Amtsgerichts Rathenow und ungenügende Ermittlungen der Polizei.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tat vor fünf Jahren ist ein Beispiel der brutalen Gewalt, die von den im Jahr 2005 verbotenen Kameradschaften Hauptvolk und Sturm 27 ausging. In den späten Abendstunden des 22. August 2004 war eine Gruppe linker Jugendlicher unterwegs, um Wahlplakate der DVU zu entfernen. Mitglieder der Kameradschaft Hauptvolk machten sich auf die Suche nach den Antifaschisten. Sie griffen eine Gruppe Jugendlicher an, die fliehen und sich verstecken konnte.</p>
<p>Einer der Angegriffenen versuchte, mit dem Auto Hilfe zu holen. Dieses Auto wurde von Neonazis entdeckt. Durch Lichthupen veranlassten sie den Fahrer anzuhalten. Als drei Insassen ausstiegen, wurden sie von Männern, die Sturmhauben trugen, angegriffen. Die Jugendlichen flohen. Ein junger Mann war im Auto geblieben, weil er barfuß war. Die Angreifer zerschlugen die Scheiben und prügelten mit Schlagstöcken auf den Mann ein, der sich auf die Rückbank kauerte und versuchte, seinen Kopf zu schützen. Er erlitt schwere Verletzungen.</p>
<h3> Verschwundene Beweismittel</h3>
<p>Noch in der gleichen Nacht gaben mehrere der Opfer bei ihren polizeilichen Vernehmungen das Nummernschild des Fahrzeugs der Täter an. Die Polizei veranlasste daraufhin eine Durchsuchung bei Mathias M. Beschlagnahmt wurden dabei Kleidungsstücke mit Aufschriften der verbotenen Neonazigruppierung Blood &amp; Honour sowie ein Gummiknüppel. Um diese Beweisstücke auswerten zu können, wurden DNA-Proben des Opfers und des Tatverdächtigen genommen. Nur: Die Beweisstücke wurden nicht untersucht.</p>
<p>Bei dem Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung am Amtsgericht Rathenow am 20. September 2005 zeigten weder die Staatsanwaltschaft noch das Gericht Interesse an dem Verbleib der Beweisstücke. Das Gericht lehnte eine von der Nebenklage beantragte molekulargenetische Untersuchung der blutverschmierten Kleidung des Tatverdächtigen einfach ab.</p>
<p>Die Aussagen der Opfer, die das Nummernschild genannt hatten, seien unglaubwürdig, befand das Amtsgericht: »Die fehlende Glaubhaftigkeit [ist] nicht auf eine bewusste Verdrehung der Tatsachen zurückzuführen. Sie entstand aus einer bereits durch hochgradige Störung der Wahrnehmung verursachte, fehlgeleitete und deformierte Bereicherung der Erinnerung. Der Zeuge hat sowohl bei der Polizei als auch vor dem Gericht die bereits fehlerhaft entstandene Erinnerung wiedergegeben.« Mathias M. wurde freigesprochen.</p>
<h3> Urteil nach fünf Jahren</h3>
<p>Nach einer Berufung durch die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage vergingen dreieinhalb Jahre, bis am 9. Februar 2009 eine Verhandlung am Landgericht Potsdam begann. In der ersten Sitzung wurde die lange Zeitspanne zwar bedauert, jedoch nicht aufgeklärt. </p>
<p>Erfreulicherweise hatte sich die Staatsanwaltschaft diesmal gut vorbereitet und beantragte als Erstes eine daktyloskopische Untersuchung des beschlagnahmten Gummiknüppels. Es wurden vollständige DNA des Opfers an dem Knüppel entdeckt. Der Prozess endete am Abend des 30. April 2009 mit einem Schuldspruch für Mathias M.: zehn Monate auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung, gemeinschaftlich und mit Waffen durchgeführt, in Tateinheit mit schwerer Sachbeschädigung.</p>
<p>Es ist eine Genugtuung für die Opfer, dass einer der Täter nun verurteilt ist. Ob dieses Urteil – fünf Jahre nach der Tat – auch eine Wirkung auf den Täter haben wird, ist aber fraglich. Dass es milde ausfiel, wurde mit der großen Zeitspanne begründet, die zwischen Tat und Verurteilung lag. Das ist die Folge mangelhafter Ermittlungen und einer mangelhaften Beweisaufnahme der ersten Instanz. </p>
<p>Eine gute Sozialprognose kann Mathias M. kaum attestiert werden. Ein Beamter der polizeilichen Sondereinheit MEGA, der als Zeuge aussagte, bezeichnete den Verurteilten als einen führenden Kopf der Rathenower rechten Szene. Das brandenburgische Innenministerium hatte die Kameradschaften Hauptvolk und Sturm 27 am 6. April 2005 verboten. Ein Teil der Mitglieder gründete daraufhin einen NPD-Ortsverband, der bis heute aktiv ist: Der Rathenower Parteivorsitzende schlug im vergangenen Jahr einen schwarzen Deutschen nieder.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fuenf-jahre-nach-der-tat-mildes-urteil-fuer-neonazi-ueberfall">Fünf Jahre nach der Tat: Mildes Urteil für Neonazi-Überfall</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rathenow</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/rathenow-136</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm 27]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Einzug des DFB-Teams ins Finale der Europameisterschaft wurden Jugendliche, die T-Shirts mit antifaschistischen Slogans trugen, von Mitgliedern der verbotenen Kameradschaft Sturm 27 angepöbelt. Der Rathenower NPD-Vorsitzende Marcel Horlebeck schlug einen afrodeutschen DFB-Fan mit der Faust ins Gesicht. Dieser musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Horlebeck trat wenige Tage danach von seinem Posten zurück.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/rathenow-136">Rathenow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Einzug des DFB-Teams ins Finale der Europameisterschaft wurden<br />
Jugendliche, die T-Shirts mit antifaschistischen Slogans trugen, von<br />
Mitgliedern der verbotenen Kameradschaft Sturm 27 angepöbelt. Der<br />
Rathenower NPD-Vorsitzende Marcel Horlebeck schlug einen afrodeutschen<br />
DFB-Fan mit der Faust ins Gesicht. Dieser musste sich in ärztliche<br />
Behandlung begeben. Horlebeck trat wenige Tage danach von seinem<br />
Posten zurück. </p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/rathenow-136">Rathenow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Prozess nach Angriff in Rathenow</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/krone</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Aug 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm 27]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wegen drei Gewalttaten stehen am Donnerstag, den 17. August, die Rechtsextremisten Martin K. (23) und Michael P. (21) vor dem Amtsgericht Rathenow. Prozessbeginn ist 9 Uhr.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/krone">Prozess nach Angriff in Rathenow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Gewalttat ereignete sich am 28. Mai. Ein 25-jähriger Linker wurde am Bahnhof von K. und P. ohne Vorwarnung niedergeschlagen. Dann zog ihm einer der Angreifer eine Bierflasche quer durchs Gesicht. Auf dem Weg zum Krankenhaus brach das stark blutende Opfer zusammen. Sechs Wochen später fiel das Duo während des Rathenower Hafenfests über einen 21-jährigen Linken her. Das Opfer wurde am Boden liegend zusammengetreten. Einen Tag später kam ein Aussteiger aus der Nazi-Szene an die Reihe. Ein weiterer junger Mann erlitt einen Kieferbruch.</p>
<p>K. und P. sind in Rathenow keine Unbekannten. Beide gehörten zum harten Kern der im April 2005 verbotenen Kameradschaft »Sturm 27«, die trotz Verbot ihre Aktivitäten fortsetzt, u.a. in einer von K. gepachteten Gartenlaube.</p>
<p>Es ist zu befürchten, dass Neonazis den Prozess am 17. August, dem Todestag von Rudolf Heß, als Propagandabühne benutzen. Die Opferperspektive ruft daher zu zahlreichem Erscheinen der UnterstützerInnen der Opfer auf.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/krone">Prozess nach Angriff in Rathenow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>»Sturm 27«-Schläger vor Gericht</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/sturm-27-schlaeger-vor-gericht</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm 27]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Donnerstag, den 14. April 2005, findet um 13 Uhr vor dem Amtsgericht Rathenow, Raum 2.13, ein Prozess gegen Norman S. statt. Norman S., ein Mitglied der am Dienstag verbotenen neonazistischen Kameradschaft »Sturm 27« in Rathenow, wird vorgeworfen, am 12.09.2004 einen linksorientierten Jugendlichen zusammengeschlagen zu haben.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/sturm-27-schlaeger-vor-gericht">»Sturm 27«-Schläger vor Gericht</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stadtfeste in Rathenow sind traditionell Orte, wo die rechtsextreme Kameradschaftsszene ihre Gruppenmacht demonstriert. Um dem nachzuhelfen, werden nebenbei unliebsame Gegner krankenhausreif geschlagen. So auch letztes Jahr im Oktober am Rande des Märkischen Platzes in Rathenow. Norman S., aktives Mitglied der neonazistischen und nunmehr verbotenen Kameradschaft »Sturm 27«, trug an jenem Abend das nicht zu übersehende Emblem »Good night &#8211; left side« auf seiner Regenjacke. Abgesehen hatte er es auf den 23-jährigen Linken Björn B. Ohne Vorwarnung trat Norman S. an sein Opfer heran und versetzte ihm einen so heftigen Faustschlag &#8211; S. ist Kickboxer -, dass Björn ohnmächtig auf das Pflaster schlug. Dann trat er Björn mehrmals auf den Kopf. Björn musste mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sein Gesicht war völlig zugeschwollen.</p>
<p>Das Amtsgericht Rathenow hat am Donnerstag über diese Körperverletzung zu befinden. Kay Wendel vom Verein Opferperspektive merkt dazu an: »Ich befürchte, dass das Amtsgericht wie üblich den rechtsextremen Hintergrund der Tat ausblendet und die Tat in die Nähe einer unerfindlichen Schlägerei zwischen jungen Männern rückt. Aber vielleicht lässt sich das Gericht ja dieses Mal vom Verbot der Kameradschaft »Sturm 27« anregen und nimmt sich vor, die neonazistische Motivation und Einbindung des Täters aufzuklären.«</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/sturm-27-schlaeger-vor-gericht">»Sturm 27«-Schläger vor Gericht</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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