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	<title>World Cup Racism Help Line - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Rassistische Gewalt von Party-Hype überlagert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rassistische Gewalt von Party-Hype überlagert</p>
<p>Die WM ist vorbei, das Notruf-Telefon »World Cup Racism Help Line«<br />
beendet seine Arbeit und zieht Bilanz: in Berlin und Brandenburg wurden<br />
in der Zeit der WM 20 rechte und rassistische Vorfälle gezählt. Zehn<br />
standen in direktem Bezug zur WM, die andere Hälfte spiegelt die<br />
Realität alltäglicher rassistischer Gewalt wider. Von einer hohen, nicht<br />
zu ermittelnden Dunkelziffer kann ausgegangen werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den wohl schwersten Angriffen während der WM gehört ein Überfall auf<br />
eine Gruppe von alternativen Jugendlichen in Schönefeld am 18. Juni, bei<br />
dem ein 15-jähriger Jugendlicher äthiopischer Herkunft durch einen<br />
Steinwurf schwer verletzt wurde. Von der »Fan-Meile«in Frankfurt (Oder)<br />
gingen nach dem kleinen Finale Deutschland-Portugal zwei Angriffe von<br />
Nazi-Hooligans auf Linke aus. An drei der bekannt gewordenen Übergriffe<br />
waren Polizisten beteiligt: bei rassistischen Kontrollen in Hinblick auf<br />
die sog. Residenzpflicht oder als Gewalttäter in Uniform. Ein weiteres<br />
Beispiel von staatlichem Rassismus war das Einreiseverbot von<br />
Streetfootball-Mannschaften aus Ghana und Nigeria.</p>
<p>Die im Vorfeld der WM geäußerten Befürchtungen imageschädigender<br />
Ausschreitungen haben sich nicht bestätigt. Die angekündigte Demo von<br />
NPD und Neonazis in Leipzig wurde abgesagt. Die Hooligan-Gewalt wurde<br />
mit polizeilicher Repression weitgehend eingedämmt, zum Preis einer<br />
weiteren Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten. Rassistische<br />
Übergriffe bewegten sich auf dem Niveau der »Normalität«, die jedoch in<br />
keiner Weise hinnehmbar ist. In der öffentlichen Wahrnehmung wurden<br />
diese Erfahrungen völlig vom »Party-otismus« überdeckt. Nach der WM wird<br />
die »Normalität« der rassistischen Gewalt weitergehen.</p>
<p>An dem Projekt »World Cup Racism Help Line« haben sich rund 200 Menschen<br />
ehrenamtlich beteiligt. Sie haben zehntausende Flyer verteilt, vor dem<br />
Stadion und an den Public Viewing Areas, um die Notruf-Nummern bekannt<br />
zu machen. Dutzende von HelferInnen waren an den Telefonen für sechs<br />
verschiedene Sprachen in Bereitschaft. Wir freuen uns, dass wir nur in<br />
sehr wenigen Fällen helfen mussten. Für die HelferInnen war das Projekt<br />
eine wichtige Erfahrung: ein öffentliches Signal praktischer<br />
Solidarität; die Zusammenarbeit von MigrantInnen, Flüchtlingen,<br />
deutschen AktivistInnen und Einzelpersonen; die Auseinandersetzung mit<br />
dem rassistischen Alltag. Das beispielhafte Projekt hat sich gelohnt, so<br />
die einhellige Meinung der Beteiligten.</p>
<p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rhl-pm">Rassistische Gewalt von Party-Hype überlagert</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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