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	<title>Cottbus - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Rechte Angriffe auf Hausprojekt „Zelle79“ und Kulturort „Chekov“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 13:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angriffe im Zusammenhang mit den CSD-Aktionswochen In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 2026 wurde ein Brandanschlag auf das Wohnprojekt “Zelle79” in Cottbus verübt. Zwei Angreifer warfen Brandsätze gegen das bewohnte Haus.Laut den Bewohner*innen waren die Angreifer schwarz gekleidet. Einer war mit einer schwarz-weiß-roten Sturmhaube vermummt.Der Brandanschlag ereignete sich während der CSD-Aktionswochen Cottbus. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-angriffe-auf-hausprojekt-zelle79-und-kulturort-chekov">Rechte Angriffe auf Hausprojekt „Zelle79“ und Kulturort „Chekov“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 class="wp-block-heading"><strong>Angriffe im Zusammenhang</strong> <strong>mit den CSD-Aktionswochen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 2026 wurde ein Brandanschlag auf das Wohnprojekt “Zelle79” in Cottbus verübt. Zwei Angreifer warfen Brandsätze gegen das bewohnte Haus.<br>Laut den Bewohner*innen waren die Angreifer schwarz gekleidet. Einer war mit einer schwarz-weiß-roten Sturmhaube vermummt.<br>Der Brandanschlag ereignete sich während der CSD-Aktionswochen Cottbus. Die Bewohner*innen hatten am Haus ein CSD-Plakat und eine Regenbogen-Flagge aufgehängt. Auf einem Banner nahmen sie Bezug auf die gemeinsame Entscheidung von AfD, Mittelstandsinitiative und Teilen der CDU in der Stadtverwaltung das Gendern zu untersagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In derselben Nacht gab es außerdem einen Angriff auf den alternativen Jugendclub “Chekov”, der unweit von der Zelle79 entfernt ist. So wurde am Morgen des 02. Juli bekannt, dass dort in der Nacht ein Feuer gelegt wurde.<br>Auch das “Chekov”, das unweit von dem Stadion des FC Energie Cottbus liegt, ist in der Vergangenheit Zielscheibe rechter Anfeindungen gewesen. Erst im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Fassade des Clubs großflächig mit dem Schriftzug “Cottbus bleibt deutsch” verunstaltet. Der Spruch ist in der Cottbuser rechtsextremen Hooliganszene weit verbreitet. Zudem zerstörten die Täter mehrere Wandbilder und hinterließen misogyne und queerfeindliche Beleidigungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rechte Gewalt in Cottbus eskaliert</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Angriffe reihen sich ein in eine Welle rechter Eskalation in Cottbus. Erst im April gab es innerhalb kürzester Zeit Bedrohungen und Angriffe gegen politisch Engagierte sowie alternative Jugendliche, rassistische Beleidigungen bei einer Semester-Eröffnungsparty der BTU-Cottbus, mehrfach wurde die Synagoge und die Zelle79 rechten Parolen beschmiert, es gab einen Brandanschlag auf das Wohnhaus WK51 und eine weitere Woche später werden drei Regenbogenbanner am Regenbogenkombinat Cottbus mit Farbe beschmiert. Und auch danach berichteten uns Engagierte von weiteren nächtlichen Bedrohungen und Angriffen &#8211; ein Ende der rechten Eskalation scheint nicht in Sicht zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff mit Einsatz von Brandsätzen auf die Zelle79 ist eine weitere Eskalationsstufe gegen das Hausprojekt. Die Qualität der Tat lässt darauf schließen, dass die Täter keine Skrupel davor hatten Menschenleben tödlich zu gefährden. Unsere Solidarität gilt den Bewohner*innen, deren schnelle Reaktion Schlimmeres verhinderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind erschüttert, dass in derselben Nacht die Zelle79 angegriffen und am alternativen Jugendclub “Chekov” ein Feuer gelegt wurde. Das planvolle Vorgehen beider Taten zeigt, wie enthemmt die rechtsextreme Szene in Cottbus sich ihrer Feinde entledigen will. Es ist wichtig, dass wir alle gemeinsam an der Seite der beiden Projekte stehen und uns von diesen Vertreibungs- und Vernichtungsphantasien als Angriff auf die vielfältige und demokratische Gesellschaft in Cottbus nicht einschüchtern lassen.<br>Wir verurteilen beide Angriffe aufs Schärfste und erwarten eine schnelle, konsequente Aufklärung sowie ein entschiedenes Handeln der Politik und Strafverfolgungsbehörden. Es darf nicht sein, dass derartige Taten in Cottbus immer wieder geschehen und die Verursacher offenbar nur mit geringen oder gar keinen Konsequenzen rechnen müssen.” sagt Dorina Feldmann, Beraterin bei der Opferperspektive.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/rechte-angriffe-auf-hausprojekt-zelle79-und-kulturort-chekov">Rechte Angriffe auf Hausprojekt „Zelle79“ und Kulturort „Chekov“</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Cottbus: Verfahren nach queerfeindlichem Angriff eingestellt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 06:55:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsverfahren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Staatsanwaltschaft Cottbus nicht an Verfolgung rechter Gewalt interessiert Am 9. Juni 2026 sollte vor dem Amtsgericht Cottbus ein queerfeindlicher Angriff aus dem Jahr 2024 verhandelt werden. Die Betonung liegt auf „sollte“, denn das Verfahren wurde nach Antrag der Verteidigung und mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft gegen die Zahlung einer geringen Geldauflage eingestellt. Dies geschah, ohne die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 class="wp-block-heading">Staatsanwaltschaft Cottbus nicht an Verfolgung rechter Gewalt interessiert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Juni 2026 sollte vor dem Amtsgericht Cottbus ein queerfeindlicher Angriff aus dem Jahr 2024 verhandelt werden. Die Betonung liegt auf „sollte“, denn das Verfahren wurde nach Antrag der Verteidigung und mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft gegen die Zahlung einer geringen Geldauflage eingestellt. Dies geschah, ohne die Angegriffenen und weitere Zeug*innen anzuhören.<br>Der Antrag der Verteidigung, dem die Staatsanwaltschaft folgte, berief sich darauf, dass die Angeklagten seitdem keine weiteren Straftaten begangen hätten und die Tat bereits lange zurück liege. Die Staatsanwaltschaft nannte „prozessökonomischen Gründe“, also die Maßgabe, möglichst ressourcenschonend vorzugehen, für ihre Zustimmung zur Einstellung. Für die Betroffenen der rechtsmotivierten Gewalt ist das eine herbe Enttäuschung, die ihr Vertrauen in den Rechtsstaat nachhaltig erschüttert.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was war passiert?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwei jungen Männer aus Kolkwitz waren angeklagt, am 20. April 2024 nach einer Party im Cottbuser Studentenclub „Muggefug“ zunächst für Ärger gesorgt zu haben, weil sie einen Stuhl aus den Räumlichkeiten entfernen wollten. Darauf vom betroffenen Studenten angesprochen, reagierten sie mit queerfeindlichen Beleidigungen und Schlägen gegen ihn und einen weiteren Studierenden. Die verständigte Polizei konnte die beiden Tatverdächtigen und einen weiteren Mittäter noch vor Ort aufgreifen.<br>Gegen letzteren wird ein gesondertes Verfahren vor dem Jugendgericht geführt, da er zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kein Interesse an Strafverfolgung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Juni 2024, weniger als zwei Monate nach der Tat, erhielt einer der Angegriffenen Post von der Staatsanwaltschaft Cottbus. Das Verfahren wegen Körperverletzung werde eingestellt, hieß es darin. Die Strafverfolgung der queerfeindlichen Tat sei „nicht als ein gegenwärtiges Anliegen der Allgemeinheit anzusehen“, so die Staatsanwaltschaft weiter.<br>Daraufhin wandte sich der Student an die Opferperspektive und legte Beschwerde gegen die Einstellung ein – mit Erfolg. Denn die Einstellung der Staatsanwaltschaft war rechtswidrig: in den bundeseinheitlichen Richtlinien für das Strafverfahren (RistBV) ist klar geregelt, dass bei vorurteilsmotivierten Taten grundsätzlich ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung gegeben ist. Außerdem fehlte im Schreiben die Belehrung über Fristen und Beschwerdemöglichkeiten. Die Staatsanwaltschaft Cottbus musste das Verfahren schließlich wieder aufnehmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vom Staat im Stich gelassen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Danach hieß es für den Betroffenen: Warten. Zwei Jahre lang, in denen das Erlebte immer wieder Thema war. Dann endlich wurde die Verhandlung angesetzt. Auch das war für ihn mit Stress verbunden, aber auch mit der Möglichkeit, selbst schildern zu können, was passiert war und welche Auswirkungen die queerfeindliche Tat hatte. Und mit der Perspektive, mit dem Geschehenen abzuschließen und der Erwartung, dass der Staat klar signalisiert, dass rechte Gewalt verfolgt und bestraft wird. Stattdessen endete die Verhandlung nach 5 Minuten mit der Einstellung des Verfahrens. Ohne die Möglichkeit selbst zu sprechen. Und mit dem Eindruck: Jetzt hat die Staatsanwaltschaft das erreicht, was sie schon vor zwei Jahren wollte &#8211; den Fall abhaken und die Akte schließen. Besonders bitter: Die lange Verfahrensdauer – also die Langsamkeit von Gericht und Staatsanwaltschaft, unter der gerade die Angegriffenen schwer zu leiden hatten – lieferte nun einen der zentralen Gründe für die Einstellung. Das sorgt für zusätzliches Unverständnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Cottbus, in der sich rechte Gewaltstraftaten häufen und der Oberbürgermeister der Stadt und der Innenminister Brandenburgs die konsequente Strafverfolgung rechter Gewalttäter*innen fordern bzw. ankündigen, ist die Einstellung dieses Verfahrens ein fatales Signal.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was jetzt passieren muss</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Konsequenzen für rechte Gewalttäter*innen an „prozessökonomischen Erwägungen“ scheitern und Betroffene von der Justiz im Stich gelassen werden, dann wird sich an den massiven Problemen mit rechter Gewalt in Cottbus auch in Zukunft nichts ändern.<br>Es kann nicht sein, dass ein schonender Umgang mit den eigenen Ressourcen für die Staatsanwaltschaft Cottbus wichtiger ist als die Verfolgung von rechtsmotivierten Gewalttaten und die Belange der Verletzten. Die Opferperspektive fordert, dass die Staatsanwaltschaft ihre Prioritätensetzung ändert, um ihrem gesellschaftlichen Auftrag endlich wieder gerecht zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/cottbus-verfahren-nach-queerfeindlichem-angriff-eingestellt">Cottbus: Verfahren nach queerfeindlichem Angriff eingestellt</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jugendliche und Sprecher*in der &#8222;Initiative Sichere Orte&#8220; von Rechten attackiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 06:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative Sichere Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazi]]></category>
		<category><![CDATA[rechter Angriff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erneut zwei rechte Angriffe in Cottbus + Einschüchterungsversuche im öffentlichen und privaten Raum + Übergriffe fanden fast zeitgleich, aber durch unterschiedliche Täter statt.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/jugendliche-und-sprecherin-der-initiative-sichere-orte-von-rechten-attackiert">Jugendliche und Sprecher*in der „Initiative Sichere Orte“ von Rechten attackiert</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. April kam es ungefähr zur gleichen Zeit und in der selben Straße zu zwei Vorfällen in einem Cottbusser Wohnviertel, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind und gezielt auf Einschüchterung abzielen. Betroffen sind Menschen, die sich zivilgesellschaftlich engagieren. Im ersten Fall wurde eine antifaschistisch aktive Person, die mit dem Fahrrad unterwegs war, von einem gleichfalls fahrradfahrenden jugendlichen Neonazi bedrängt. Er forderte die Person auf, deren Tasche herauszugeben, die sichtbar mit antifaschistischen Symbolen versehen war. Der Täter bremste die betroffene Person aus, stellte sich in deren Weg und verhöhnte die Person wegen deren antifaschistischen Engagements. Schließlich riss er einen Button von der Tasche ab und flüchtete.<br>In einem zweiten Vorfall ist eine Person aus dem Presseteam der Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ in ihrem Wohnumfeld attackiert worden. Am späten Nachmittag des gestrigen Tages haben zwei Neonazis die Haustür aufgetreten, waren mehrere Stockwerke zur Wohnung vorgedrungen und hatten vor der Wohnungstür randaliert. Zudem wurden mehrere rechte Aufkleber am Briefkasten hinterlassen. Darunter befand sich auch ein Sticker mit der Aufschrift „Piss dich nach Berlin“, der bereits im Zusammenhang mit einer extrem rechten Vertreibungskampagne im Spreewald bekannt geworden ist. Betroffen waren damals zwei Lehrkräfte, die an einer Burger Schule auf Probleme mit rechtsextremen Jugendlichen hingewiesen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ricarda Budke vom Presseteam der Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ erklärt dazu:</p>


<div class="su-quote su-quote-style-default"><div class="su-quote-inner su-u-clearfix su-u-trim"> Die extreme Rechte versucht weiterhin, ihren Dominanzanspruch in Cottbus zu demonstrieren und Menschen einzuschüchtern, die sich für den Erhalt der Demokratie engagieren. Dass dabei gezielt bis ins Wohnumfeld vorgedrungen 1wird, ist besonders erschreckend. Diese Angriffe zielen darauf ab, engagierten Menschen ihre Rückzugsräume zu nehmen und sie zu vertreiben. Wir erwarten von Verantwortungstragenden in Politik und Gesellschaft, dass sie sich öffentlich mit den Angegriffenen solidarisieren und gemeinsam mit uns für eine demokratische Gesellschaft einstehen. </div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dorina Feldmann von der Opferperspektive ordnet die Vorfälle ein:</p>


<div class="su-quote su-quote-style-default"><div class="su-quote-inner su-u-clearfix su-u-trim"> Erst vor wenigen Tagen mussten wir für Brandenburg erneut einen alarmierenden Höchststand rechter Gewalt – auch in Cottbus &#8211; feststellen, darunter zahlreiche Angriffe auf politische Gegner*innen. Antifaschistisches Engagement nicht als Bedrohung, sondern notwendige Bereicherung einer lebendigen Zivilgesellschaft zu begreifen, ist das Gebot der Stunde. Dass echte Angriffe bis in private Räume hinein für immer mehr Menschen zum alltag gehören, ist eine traurige Realität, die niemals hingenommen werden darf.&nbsp; </div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für Rückfragen stehen Ihnen Dorina Feldmann von der Opferperspektive e.V. und Ricarda Budke von der Initiative Sichere Orte Südbrandenburg zur Verfügung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dorina Feldmann (Opferperspektive): d.feldmann@opferperspektive.de, Tel: 0176-56718438</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ricarda Budke (Initiative Sichere Orte): presse@ini-sichere-Orte.de, Tel: 0177 7742746</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Opferperspektive – Solidarisch gegen Rassismus, Diskriminierung und rechte Gewalt e.V</strong>. ist die Brandenburger Fachberatungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Der Verein berät Betroffene, deren Angehörige, Freund<em>innen und Zeug</em>innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Initiative Sichere Orte</strong> ist ein Zusammenschluss von Jugendclubs, Hausprojekten, Orten der Subkultur sowie sozialpolitischen Einrichtungen in Südbrandenburg. Die Dominanz extrem rechter Gruppierungen in der Region hat dazu geführt, dass sich ein solidarisches Netzwerk gegründet hat, das sich gemeinsam gegen rechte Angriffe wehrt – mit öffentlicher Sichtbarkeit, praktischer Unterstützung und klarer Haltung.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/jugendliche-und-sprecherin-der-initiative-sichere-orte-von-rechten-attackiert">Jugendliche und Sprecher*in der „Initiative Sichere Orte“ von Rechten attackiert</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cottbus</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-308?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=cottbus-308</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 09:58:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Ratsuchende sitzt auf einer Bank im Park und raucht. Auf der Bank daneben versammeln sich mehrere Personen, die augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen sind. Unvermittelt kommen etwa drei Personen auf den Ratsuchenden zu. Sie nehmen Anstoß an seinem Rauchen, bedrängen ihn und beschimpfen ihn als „Scheiß Zecke“. Sie fordern ihn auf, den Ort zu [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-308">Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Der Ratsuchende sitzt auf einer Bank im Park und raucht. Auf der Bank daneben versammeln sich mehrere Personen, die augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen sind. Unvermittelt kommen etwa drei Personen auf den Ratsuchenden zu. Sie nehmen Anstoß an seinem Rauchen, bedrängen ihn und beschimpfen ihn als „Scheiß Zecke“. Sie fordern ihn auf, den Ort zu verlassen, andernfalls drohen sie ihm körperliche Gewalt an. Als der Ratsuchende daraufhin aufsteht und den Park verlassen will, bekommt er einen Tritt in den Rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-308">Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Cottbus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2024 09:51:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[rechte Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Cottbus hängt eine Politikerin zusammen mit Familienmitgliedern Plakate für den Landtagswahlkampf auf. Eine 29-jährige Frau wird auf die Gruppe aufmerksam und beleidigt sie rassistisch; u.a. mit den Worten &#8222;Ihr seid keine Menschen&#8220; und sinngemäß &#8222;das Grundgesetz gilt nicht für euch&#8220;. Im weiteren Wortgefecht versucht die Täterin ein Wahlplakat aus den Händen der Politikerin zu [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-278">Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Cottbus hängt eine Politikerin zusammen mit Familienmitgliedern Plakate für den Landtagswahlkampf auf. Eine 29-jährige Frau wird auf die Gruppe aufmerksam und beleidigt sie rassistisch; u.a. mit den Worten &#8222;Ihr seid keine Menschen&#8220; und sinngemäß &#8222;das Grundgesetz gilt nicht für euch&#8220;. Im weiteren Wortgefecht versucht die Täterin ein Wahlplakat aus den Händen der Politikerin zu reißen und droht damit die Brille zu zerstören. Nach den Worten &#8222;wenn ich Sie jetzt schlage, sind Sie schwärzer als sie jetzt sind&#8220; packt die Täterin ihr an den Hals und schlägt ihr in den Nacken. Die Betroffene muss im Krankenhaus behandelt werden.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-278">Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Kein Rassismus und keine Strafverfolgung&#8220; in Cottbus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2023 16:21:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue Bericht &#252;ber rechtsextreme Tendenzen in der Rechtsprechung &#8222;Recht gegen rechts&#8220; ist erschienen. Darin befindet sich ein ausf&#252;hrlicher Artikel von Heike Kleffner, freie Journalistin und Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin des Bundesverbandes der Beratungsstellen f&#252;r Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG), zu einem der gr&#246;&#223;ten Justizskandale der letzten Jahre in Cottbus. Der Fall aus der Silvesternacht 2016/2017 [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/report_gegen_rechts_2023_cottbus">„Kein Rassismus und keine Strafverfolgung“ in Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"></p>
<p>Der neue Bericht &uuml;ber rechtsextreme Tendenzen in der Rechtsprechung &bdquo;Recht gegen rechts&ldquo; ist erschienen. Darin befindet sich ein ausf&uuml;hrlicher Artikel von Heike Kleffner, freie Journalistin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Bundesverbandes der Beratungsstellen f&uuml;r Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG), zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Justizskandale der letzten Jahre in Cottbus. Der Fall aus der Silvesternacht 2016/2017 in Spremberg ist ein klassisches Beispiel daf&uuml;r, wie langwierig die Strafverfolgung bei rechten Gewaltdelikten am Gerichtsbezirk Cottbus verl&auml;uft. Die schleppende und damit fehlende Aufarbeitung der Taten durch das Amts- und Landgericht Cottbus f&uuml;hrt zu einer <em>de facto</em> Strafffreiheit f&uuml;r rechte T&auml;ter. Den Artikel in voller L&auml;nge haben wir dankenswerterweise mit Zustimmung des Fischer Verlags auf dieser Seite ver&ouml;ffentlicht.</p>
<p>Unser Positionspapier zur fehlenden Strafverfolgung in Cottbus k&ouml;nnen Sie <a href="https://www.opferperspektive.de/aktuelles/rechte-gewalt-und-fehlende-strafverfolgung-im-gerichtsbezirk-cottbus" aria-label="rechte gewalt und fehlende strafverfolgung im gerichtsbezirk cottbus">hier</a> nachlesen.</p>
<hr>
<h2><strong>Kein Rassismus und</strong><br />
<strong>keine Strafverfolgung</strong></h2>
<h5>Wie Ermittlungsbeh&ouml;rden und Justiz<br />
in Cottbus auf Neonazi-Gewalt reagieren</h5>
<p>
Die Welle rassistischer Gewalt aus den Jahren 2015 bis 2018 ist in den Medien und im &ouml;ffentlichen Diskurs l&auml;ngst in den Hintergrund ger&uuml;ckt. Doch die strafrechtliche Aufarbeitung der mehr als 3000 &uuml;berwiegend rassistisch motivierten Gewalttaten alleine in den f&uuml;nf ostdeutschen Bundesl&auml;ndern und Berlin aus diesem kurzen Zeitraum ist noch immer nicht abgeschlossen.</p>
<p>Noch nicht einmal besonders gravierende Tatvorw&uuml;rfe und eindeutige Hinweise auf Rassismus und Rechtsextremismus als Tatmotive f&uuml;hren offenbar nicht zu einer zeitnahen Strafverfolgung und ihrer W&uuml;rdigung. Besonders eindr&uuml;cklich zeigt sich dies im Fall eines versuchten Totschlags an Abdul K. (Name ge&auml;ndert) in der Silvesternacht 2017 in der s&uuml;dbrandenburgischen Kleinstadt Spremberg. Der T&auml;ter: ein Neonazi aus dem Umfeld der rechtsextremen &raquo;Black Legion &ndash; Kampfgemeinschaft Cottbus&laquo;.</p>
<p><strong>Alle Hinweise nach rechts ignoriert</strong></p>
<p>Erst f&uuml;nfeinhalb Jahre nachdem Abdul K. (Name ge&auml;ndert) morgens um drei Uhr auf der Tanzfl&auml;che der Diskothek im &raquo;City Center Spremberg&laquo; am 1. Januar 2017 v&ouml;llig unvermittelt von dem stadtbekannten Neonazi und Kampfsportler Rocco W. angegriffen worden war und durch mehrere gezielte Tritte gegen Kopf, Oberk&ouml;rper und Kiefer das Bewusstsein verloren sowie einen Unterkieferbruch und weitere Knochenbr&uuml;che erlitten hatte, begann am 17. Juni 2022 vor der 1. Gro&szlig;en Strafkammer des Landgerichts Cottbus der Prozess gegen den heute 39-j&auml;hrigen Angeklagten. Dabei hatte die Polizeidirektion Brandenburg S&uuml;d nach dem brutalen Angriff innerhalb von wenigen Tagen Rocco W. als mutma&szlig;lichen T&auml;ter ermittelt. Zeugen und Ersthelfer des schwer verletzten afghanischen Asylsuchenden Abdul K. hatten sich an die Polizei gewandt: Sie hatten Rocco W. anhand seines Facebook-Profils identifiziert und damit den Ermittlungsbeh&ouml;rden auch unzweifelhafte Hinweise auf dessen Einbindung in die militante Mischszene aus Neonazis und Kampfsportlern in S&uuml;dbrandenburg und Ostsachsen gegeben: Das damals noch &ouml;ffentlich einsehbare Facebook-Profil las sich wie ein Who&rsquo;s who bundesweiter militanter Neonazi-Netzwerke und Rechtsrock-Label: mit &raquo;Gef&auml;llt mir&laquo;-Verweisen auf Facebook-Seiten u. a. der &raquo;Black Legion &ndash; Kampfgemeinschaft Cottbus&laquo;, Accounts mit den Namen von NS-Kriegsverbrechern wie &raquo;Dr. Josef Mengele&laquo;, &raquo;Adolf Hitler&laquo; oder &raquo;10. SS-Panzerdivision Frundsberg&laquo; sowie &raquo;Likes&laquo; f&uuml;r die Rechtsrock-Band &raquo;Race War&laquo;, die rechtsextreme Initiative &raquo;Nein zum Heim in Spremberg&laquo;, die militante Neonazi-Gruppierung &raquo;Angry Aryans&laquo;, die inzwischen verbotene Neonazi-Vereinigung &raquo;Combat 18&laquo; und f&uuml;r den Wahlspruch der neonazistischen Hammerskins &raquo;Br&uuml;der schweigen&laquo;.</p>
<p>Mit der Festnahme von Rocco W. am 18. Januar 2017 und auch nach seiner Entlassung aus einer lediglich sechst&auml;gigen Untersuchungshaft schien einer z&uuml;gigen strafrechtlichen Aufarbeitung des schweren Angriffs auf Abdul K., der zu diesem Zeitpunkt immer noch in der Fl&uuml;chtlingsunterkunft leben musste, gegen die die &raquo;Initiative Nein zum Heim in Spremberg&laquo; mobilisierte, wenig im Weg zu stehen. Immerhin verfasste die Staatsanwaltschaft Cottbus noch im Juni 2017 eine Anklage wegen versuchten Totschlags gegen Rocco W. Doch zur &Uuml;berraschung von Abdul K. und seiner Nebenklagevertreterin Anja Lederer fand sich in der Anklage kein einziger Hinweis auf Rassismus oder Rechtsextremismus als Tatmotiv &ndash; was bei angemessener Ber&uuml;cksichtigung auch zu einer Anklage wegen versuchten Mordes h&auml;tte f&uuml;hren m&uuml;ssen. Stattdessen wurde als mutma&szlig;liches Tatmotiv nunmehr die Behauptung der damaligen Verlobten des Angeklagten angef&uuml;hrt, wonach Abdul K. sie auf der Tanzfl&auml;che sexuell bel&auml;stigt habe. Rocco W. seien daraufhin &raquo;die Sicherungen durchgebrannt&laquo;, er sei &raquo;nicht mehr Herr seiner Sinne gewesen&laquo;; daran, dass es mehrerer Menschen bedurfte, um ihn von weiteren Tritten gegen den Kopf des schon am Boden liegenden verletzten Abdul K. abzubringen, habe er keine Erinnerung mehr.</p>
<p>Rechtsanw&auml;ltin Anja Lederer erfuhr durch eine Anzeige gegen ihren Mandanten und anschlie&szlig;ende Akteneinsicht, dass die Verlobte von Rocco W. Wochen nach dem Angriff, nach dessen Untersuchungshaft und erst in ihrer zweiten Zeuginnenvernehmung eine Strafanzeige wegen sexueller Bel&auml;stigung gegen Abdul K. gestellt hatte. Deren Wortlaut &uuml;bernahm die Anklage der Staatsanwaltschaft Cottbus unhinterfragt &ndash; trotz Videoaufnahmen der Tanzfl&auml;che, die sowohl den Angriff auf Abdul K. als auch das Vortatgeschehen zeigen: Abdul K., der alleine tanzt, weit weg von der Verlobten von Rocco W. Doch w&auml;hrend der minutenlange Gewaltexzess von Rocco W. auf den &Uuml;berwachungskameras in einzelnen Sequenzen und hochaufl&ouml;send f&uuml;r die Staatsanwaltschaft und das Gericht aufbereitet wurde, verzichtete die Staatsanwaltschaft Cottbus ebenso wie der Ermittlungsf&uuml;hrer der Polizeidirektion Cottbus darauf, die Videoaufnahmen von der Tanzfl&auml;che und den Tanzenden vor dem Angriff ebenfalls technisch aufbereiten zu lassen &ndash; und sich damit ein Bild von der Glaubw&uuml;rdigkeit von Rocco W.&rsquo;s Einlassung und der Zeug*innenaussagen u. a. seiner Verlobten zu verschaffen. Stattdessen beharrte der inzwischen pensionierte Ermittlungsf&uuml;hrer der Einheit &raquo;Strukturermittlungen&laquo; im Polizeipr&auml;sidium Cottbus auch im Zeugenstand darauf, dass es nicht notwendig gewesen sei, in Richtung eines rechtsextremen oder rassistischen Tatmotivs zu ermitteln. Schlie&szlig;lich sei ja das Tatmotiv der behaupteten sexuellen Bel&auml;stigung eindeutig gewesen &ndash; obwohl dieses vermeintliche &raquo;Motiv&laquo; tats&auml;chlich aber erst rund einen Monat nach der Tat auftauchte. Damit ignorierte der Ermittlungsf&uuml;hrer auch Hinweise seiner eigenen Beamten: Diese hatten unmittelbar nach dem Angriff auf Abdul K. auf eine weitere schwere rassistische Gewalttat gegen zwei afghanische Asylsuchende am 25. Dezember 2016 in unmittelbarer N&auml;he zum City Center Spremberg durch Security-Mitarbeiter und Bekannte von Rocco W. hingewiesen und einen m&ouml;glichen Zusammenhang vermutet.</p>
<p><strong>F&uuml;nf Jahre zwischen Tat und Hauptverhandlung </strong></p>
<p>Doch statt einer zeitnahen Hauptverhandlung folgte auf die Anklage wegen versuchten Totschlags an Abdul K. keinerlei Terminierung durch das Landgericht Cottbus. F&uuml;nf Jahre lang schrieb Nebenklagevertreterin Anja Lederer Beschwerden und Verz&ouml;gerungsr&uuml;gen; schlie&szlig;lich reichte sie im April 2021 eine Entsch&auml;digungsklage beim Oberlandesgericht Brandenburg wegen &uuml;berlanger Verfahrensdauer zum Nachteil von Abdul K. ein. Denn dass Rocco W. durch Strafnachlass von der langen Verfahrensdauer profitieren w&uuml;rde, war l&auml;ngst absehbar, wohingegen die massiven Konsequenzen des Angriffs und dessen verschleppter Aufarbeitung f&uuml;r Abdul K. keinerlei W&uuml;rdigung durch die Justiz erfuhren.</p>
<p>Nachdem das Oberlandesgericht Brandenburg den Antrag auf Prozesskostenhilfe f&uuml;r die Entsch&auml;digungsklage abgewiesen hatte, folgte ein knappes Jahr sp&auml;ter dann die Terminierung der erstinstanzlichen Hauptverhandlung durch das Landgericht Cottbus f&uuml;r Juni 2022. In lediglich f&uuml;nf Verhandlungstagen, deren Termine nicht mit der Nebenklage abgestimmt worden waren, lehnte die 1. Gro&szlig;e Strafkammer mit Unterst&uuml;tzung der Staatsanwaltschaft s&auml;mtliche Beweisantr&auml;ge der Nebenklage ab. So begr&uuml;ndete die Kammer ihre Ablehnung des Beweisantrags der Nebenklage, das Facebook-Profil von Rocco W. beizuziehen und Zeug*innen vorzuhalten, u. a. mit den S&auml;tzen: &raquo;Selbst wenn der Angeklagte ein gefestigtes rechtsextremes Weltbild habe, verm&ouml;ge die Kammer nicht festzustellen, dass dieses zur Tat gef&uuml;hrt habe.&laquo; Die Richter*innen verwiesen dann auf die wiederholten Behauptungen von Rocco W. und seiner Verlobten, bei dem Angriff habe es sich um eine Reaktion auf eine angebliche sexuelle Bel&auml;stigung durch Abdul K. gehandelt. Auch den Beweisantrag der Nebenklage, die Videoaufnahmen von der Tanzfl&auml;che der Diskothek vor dem Angriff auf Abdul K. in der Hauptverhandlung in technisch einwandfreier und aufbereiteter Form zu zeigen, lehnte das Landgericht ab. Dabei hatte ein vom Gericht bestellter Gutachter explizit darauf hingewiesen, dass Rechtsextremismus und Rassismus grunds&auml;tzlich als eskalierende Faktoren bei Gewalttaten anzusehen seien.</p>
<p>Rechtsanw&auml;ltin Anja Lederer sagt: Nebenkl&auml;ger Abdul K. und sie wurden w&auml;hrend der f&uuml;nfj&auml;hrigen Verschleppungsphase und in der f&uuml;nft&auml;gigen Hauptverhandlung mit einer &raquo;Allianz aus Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht&laquo; konfrontiert. Diese Allianz habe &raquo;Rassismus und Rechtsextremismus weder als Motiv&laquo; f&uuml;r erheblich gehalten, noch &raquo;diesbez&uuml;glich ansatzweise ermitteln wollen.&laquo; Eine Auseinandersetzung mit der f&uuml;r Neonazis klassischen Legitimierung rassistischer Gewalt durch einen vermeintlichen Schutzauftrag f&uuml;r &raquo;deutsche Frauen&laquo; sei rundweg abgelehnt worden. Und eine Beweisaufnahme mit Zeug*innenvernehmungen f&uuml;nfeinhalb Jahre nach der Tat sei ohnehin eine Farce. Mitte Juli 2022 verurteilte das Landgericht Cottbus Rocco W. dann unter Ber&uuml;cksichtigung der &uuml;berlangen Verfahrensdauer wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung zu einer zweij&auml;hrigen Bew&auml;hrungsstrafe &ndash; mit einer auf vier Jahre ausgedehnten Bew&auml;hrungszeit, &raquo;damit Rocco W. auf dem rechten Weg bleibe&laquo;, so der Vorsitzende der 1. Gro&szlig;en Strafkammer, und zu einer Schmerzensgeldzahlung in H&ouml;he von 3000 Euro.</p>
<p>Damit wich das Gericht von den Forderungen der Staatsanwaltschaft ab: Diese hatte in ihrem Pl&auml;doyer eine dreieinhalbj&auml;hrige Haftstrafe nunmehr lediglich noch wegen schwerer K&ouml;rperverletzung gefordert. Zur Frage des Tatmotivs folgten Gericht und Staatsanwaltschaft den Behauptungen des angeklagten Neonazis und seiner Verlobten. Das Wort Rassismus fiel kein einziges Mal. &raquo;Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft haben einen schweren rassistischen Angriff wie eine gew&ouml;hnliche Kneipenschl&auml;gerei &rsaquo;um eine Frau&lsaquo; behandelt&laquo;, kritisiert Anja Lederer. W&auml;re es nach der Staatsanwaltschaft und dem Gericht gegangen, w&auml;ren die Zeug*innen nicht einmal zu der offenkundigen rechtsextremen und rassistischen Einstellung des Angeklagten befragt worden &ndash; seine Verbindungen in die militante s&uuml;dbrandenburgische Neonazi-Szene w&auml;ren ebenso unter den Tisch gefallen wie das Hakenkreuz-Tattoo auf seinem Oberarm und das &Uuml;berwachungsvideo von der Tat. Dieses Video widerlegt nach Ansicht der Nebenklage eindeutig die Behauptung des Angeklagten und seiner damaligen Verlobten, wonach der Angeklagte aufgrund einer angeblichen sexuellen Bel&auml;stigung durch das sp&auml;tere Opfer momentan die Kontrolle verloren und zugeschlagen habe.</p>
<p>Abdul K., der weiterhin an den Folgen des Angriffs leidet &ndash; sein Unterkieferbruch ist schlecht verheilt und bereitet ihm Schmerzen; posttraumatische Belastungsst&ouml;rungen in Form von Depressionen und massiven Kopfschmerzen verfolgen ihn auch an seinem neuen Wohnort au&szlig;erhalb von Brandenburg &ndash;, und seine Nebenklagevertreterin haben Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt &ndash; mit ungewissen Erfolgsaussichten. Martin Vesely, Berater bei der Opferberatung der Opferperspektive e. V. in Brandenburg, der Abdul K. und viele weitere Betroffene rassistischer Gewalt in Spremberg und im angrenzenden Neonazi-Hotspot Cottbus unterst&uuml;tzt, hatte schon im Juli 2021 kritisiert:</p>
<p>&raquo;Trotz der j&uuml;ngsten Personalaufstockungen in Staatsanwaltschaft und Gericht m&uuml;ssen wir in Cottbus weiterhin von einem strukturellen Problem bei der juristischen Strafverfolgung politisch rechtsmotivierter Taten ausgehen. Selbst wenn die seit vielen Jahren anh&auml;ngigen Verfahren nun St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck abgearbeitet werden sollten, f&uuml;hren die &uuml;berlangen Verfahrensdauern letztlich zu Straffreiheit f&uuml;r rechte T&auml;ter und zum Vertrauensverlust der Betroffenen in die Funktionsf&auml;higkeit des Rechtsstaats.&laquo; Eine staatliche Stelle immerhin hat im Fall von Abdul K. keinen Zweifel an der rassistischen Tatmotivation: Das Bundesamt f&uuml;r Justiz sprach ihm auf seinen Antrag eine Billigkeitsentsch&auml;digung als Opfer einer rechtsextremen Gewalttat zu und zeigte sich damit &uuml;berzeugt vom rassistischen Hintergrund des Angriffs.</p>
<p><strong>Erschreckende Diskrepanz</strong></p>
<p>Dabei hatte der Gesetzgeber in Umsetzung der Empfehlungen des ersten NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestags insbesondere f&uuml;r die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden und Justiz eine Reihe von wichtigen Gesetzesreformen verabschiedet, die die Strafverfolgung von rassistischer, antisemitischer und rechtsextremer Gewalt deutlich verbessern sollte: darunter die Anweisung f&uuml;r Polizeibeamte in den &raquo;Richtlinien f&uuml;r Strafverfahren und das Bu&szlig;geldverfahren (RiStBV), dass in allen F&auml;llen von Gewaltkriminalit&auml;t, die wegen der Person des Opfers einen rassistisch oder anderweitig politisch motivierten Hintergrund haben k&ouml;nnten, dieser eingehend gepr&uuml;ft und diese Pr&uuml;fung an geeigneter Stelle nachvollziehbar dokumentiert werden muss. Und f&uuml;r Staatsanw&auml;lt*innen und Richter*innen gilt seit August 2015, dass nach Paragraph 46 Absatz 2 Satz 2 des Strafgesetzbuches bei der Strafzumessung &raquo;besonders auch rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtende&laquo; Beweggr&uuml;nde und Ziele von T&auml;ter*innen ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Doch der Abgleich zwischen den Intentionen des Gesetzgebers und der Realit&auml;t bei der Strafverfolgung auch nach schwersten antisemitisch, rassistisch und rechts motivierten Gewalttaten offenbart &ndash; nicht nur im Fall Abdul K. &ndash; weiterhin eine erschreckende Diskrepanz.</p>
<hr>
<p>Verfahren: Landgericht Cottbus, Urteil vom 19. Juli 2022, Aktenzeichen 21 Ks 4/17.<br />
Literatur: Opferperspektive Brandenburg, Positionspapier: Rechte Gewalt und fehlende Strafverfolgung im Gerichtsbezirk Cottbus vom 26. Januar 2021, abrufbar unter https://www.opferperspektive.de.</p>
<hr>
<p><a href="https://www.fischerverlage.de/buch/recht-gegen-rechts-9783103971866" aria-label="recht gegen rechts 9783103971866"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-44645 size-medium" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2023/02/9783103971866-197x300.jpg" alt='Cover des Buchs "Report gegen Rechts 2023' width="197" height="300" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2023/02/9783103971866-197x300.jpg 197w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2023/02/9783103971866-674x1024.jpg 674w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2023/02/9783103971866-768x1167.jpg 768w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2023/02/9783103971866-1011x1536.jpg 1011w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2023/02/9783103971866-1347x2048.jpg 1347w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2023/02/9783103971866.jpg 1477w" sizes="(max-width: 197px) 100vw, 197px" /></a></p>
<p>Nele Austermann, Andreas Fischer-Lescano, Heike Kleffner, Kati Lang, Maximilian Pichl, Ronen Steinke, Tore Vetter (Hg.): Recht gegen rechts &ndash; Report 2023</p>
<p>&copy; 2023 S. Fischer Verlag GmbH,<br />
Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main</p>
<hr>
<p><a href="https://www.fischerverlage.de/buch/recht-gegen-rechts-9783103971866" aria-label="recht gegen rechts 9783103971866">www.fischerverlage.de/buch/recht-gegen-rechts-9783103971866</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/report_gegen_rechts_2023_cottbus">„Kein Rassismus und keine Strafverfolgung“ in Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cottbus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2020 10:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Chronologie]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[rechte Angriffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Cottbuser Hauptbahnhof beleidigt ein 26-Jähriger einen Jugendlichen, der laut Polizeiangaben die Staatsangehörigkeit der Republik Guniea besitzt, rassistisch und greift ihn körperlich an.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Cottbuser Hauptbahnhof beleidigt ein 26-Jähriger einen Jugendlichen,<br />
der laut Polizeiangaben die Staatsangehörigkeit der Republik Guniea<br />
besitzt, rassistisch und greift ihn körperlich an.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-120">Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rezension: Zukunft rechts?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jul 2019 11:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus unserem Rundbrief Schattenberichte Juli 2019 Der Verein Zukunft Heimat ist f&#252;r viele zum Inbegriff rassistischer Mobilisierung in Cottbus und im Land Brandenburg geworden. Joschka Fr&#246;schner, Mitarbeiter des Vereins Opferperspektive und Jakob Warnecke, promovierter Historiker, analysieren in der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem&#173; Aktionsb&#252;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit herausgegebenen Brosch&#252;re pr&#228;zise die Entwicklung, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"><em>Aus unserem Rundbrief Schattenberichte Juli 2019</em></p>
<p>Der Verein Zukunft Heimat ist f&uuml;r viele zum Inbegriff rassistischer Mobilisierung in Cottbus und im Land Brandenburg geworden. Joschka Fr&ouml;schner, Mitarbeiter des Vereins <em>Opferperspektive</em> und Jakob Warnecke, promovierter Historiker, analysieren in der von der <em>Rosa-Luxemburg-Stiftung</em> und dem&shy; <em>Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit</em> herausgegebenen Brosch&uuml;re pr&auml;zise die Entwicklung, Vernetzung und Wirkung der als Pro Z&uuml;tzen gegr&uuml;ndeten gefl&uuml;chteten-feindlichen Initiative. Zukunft Heimat gilt inzwischen als Erfolgsmodell und wird &uuml;berregional von rechten Strukturen, wie <em>Ein Prozent</em>, <em>Institut f&uuml;r Staatspolitik</em> und <em>Pegida</em> unterst&uuml;tzt. Zurecht widmen sich die beiden Autoren diesem besorgniserregenden Beispiel auf 87 Seiten. Zum Redaktionsschluss Anfang diesen Jahres sehen sie den erneut eingetretenen Wahlerfolg der AfD in Brandenburg voraus und stellen ihn in einen Zusammenhang mit den Aktivit&auml;ten des Vereins. Die rassistischen Stra&szlig;enproteste um <em>Zukunft Heimat</em> seien ein stimmenbringendes Modell, das von anderen Landesverb&auml;nden der Partei &uuml;bernommen werden k&ouml;nnte. In Sachen wirksamer, langfristiger Gegenma&szlig;nahmen zum rechten Agenda-Setting herrscht weitgehende Ratlosigkeit. Die Verwaltung und Presse der Region, die der Entwicklung wenig entgegenzusetzen haben, sehen die Autoren in die Verantwortung und zeigen, welche massiven Auswirkungen die rassistische<br />
Stimmungsmache unter anderem f&uuml;r Gefl&uuml;chtete und People of Color hat.</p>
<p><em>Rosa-Luxemburg-Stiftung/ Aktionsb&uuml;ndnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus &amp; Fremdenfeindlichkeit: &bdquo;Was interessiert mich denn Cottbus?&ldquo; Dynamiken rechter Formierung in S&uuml;dbrandenburg: der Verein Zukunft Heimat. Potsdam 2019.</em></p>
<p>Die gesamte Ausgabe ist als PDF hier zu finden:<br />
<a href="/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="Schattenbericht 2019 1 web (&ouml;ffnet in neuem Tab)"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-39818" src="/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-214x300.jpg 214w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-768x1077.jpg 768w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-730x1024.jpg 730w" sizes="(max-width: 214px) 100vw, 214px" /></a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/rezension-zukunft-rechts">Rezension: Zukunft rechts?!</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cottbus</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-107?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=cottbus-107</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2019 12:40:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An der Tram-Haltestelle Stadtpromenade unterhalten sich zwei 14-jährige Freunde auf arabisch. Als diese Unterhaltung ein in der Nähe stehender deutlich älterer erwachsener deutscher Mann, welcher in Begleitung eines zweiten Erwachsenen war, wahrnimmt, beginnt er die zwei Jugendlichen rassistisch zu beschimpfen. Er fordert die Beiden auf Deutsch zu sprechen. Als einer der Betroffenen sagt, er solle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>An der Tram-Haltestelle Stadtpromenade unterhalten sich zwei 14-jährige Freunde auf arabisch. Als diese Unterhaltung ein in der Nähe stehender deutlich älterer erwachsener deutscher Mann, welcher in Begleitung eines zweiten Erwachsenen war, wahrnimmt, beginnt er die zwei Jugendlichen rassistisch zu beschimpfen. Er fordert die Beiden auf Deutsch zu sprechen. Als einer der Betroffenen sagt, er solle ihn in Ruhe lassen, beginnt der Angreifer ihm zu drohen und versucht ihm in das Gesicht zu schlagen, trifft ihn aber am Hals. Der Freund des 14-Jährigen geht dazwischen. Daraufhin schlägt der Mann ihm mit der Faust ins Gesicht und greift die Betroffenen weiter an. Als sich Zeug*innen einmischen, flüchtet der Täter mit seinem Begleiter. Die angegriffenen Jugendlichen erleiden Verletzungen im Gesicht, am Hals und Abschürfungen an den Armen und Beinen, die bei einem der Jungen ambulant im Krankenhaus versorgt werden müssen.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/chronologie-rechter-angriffe/cottbus-107">Cottbus</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prozessbericht: Nach über 7 Jahren Verfahrensdauer und verschwundener Akten</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/cottbus-akten-verschwunden?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=cottbus-akten-verschwunden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2019 16:09:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.opferperspektive.de/?p=39745</guid>

					<description><![CDATA[<p>Prozeß gegen rechten Schläger am Landgericht Cottbus nach über sieben Jahren Verfahrensdauer zu Ende gegangen Vorsitzende Richterin erklärt: &#8222;Offensichtlich sind hier einige Jahre lang ein paar Akten verschwunden gewesen&#8230;&#8220; Vor dem Landgericht Cottbus wurde am gestrigen Dienstag eine Berufungsverhandlung abgeschlossen, die mit einem Schuldspruch gegen einen rechten Täter endete, der zu einem Jahr und acht [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/cottbus-akten-verschwunden">Prozessbericht: Nach über 7 Jahren Verfahrensdauer und verschwundener Akten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prozeß gegen rechten Schläger am Landgericht Cottbus nach über sieben Jahren Verfahrensdauer zu Ende gegangen</strong></p>
<p><em>Vorsitzende Richterin erklärt: &#8222;Offensichtlich sind hier einige Jahre lang ein paar Akten verschwunden gewesen&#8230;&#8220;</em></p>
<p>Vor dem Landgericht Cottbus wurde am gestrigen Dienstag eine Berufungsverhandlung abgeschlossen, die mit einem Schuldspruch gegen einen rechten Täter endete, der zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde. Der Angreifer musste sich für eine ganze Reihe von Straftaten verantworten, u.a. für einen Angriff vom 15.10.2011 in Senftenberg. Damals wurde eine 70-jährige Frau und ihr Enkel unter &#8222;Heil Hitler&#8220;-Rufen und dem Zeigen des sog. Hitlergruß angegriffen. Der Enkel erlitt dabei eine Platzwunde am Ohr. Die 70-jährige Frau wurde gegen den Oberkörper geschlagen und musste aufgrund der Verletzungen fünf Tage im Krankenhaus verbringen. Die Brandenburger Justiz benötigte zur Sanktionierung der Tat über sieben Jahre.</p>
<p>&#8222;Die überlangen Verfahrenslängen sind für die Betroffenen rechter Gewalt eine völlig inakzeptable Situation und stehen einer Aufarbeitung der Gewalterlebnisse im Weg&#8220;, so Martin Vesely von der Beratungsstelle Opferperspektive e.V. &#8222;Für die rechten Täter bedeutet die ausbleibende zeitnahe Sanktionierung durch die Justiz eine Bestärkung in ihrem menschenverachtenden Denken und Handeln&#8220;, so Vesely weiter. Die über siebenjährige Verfahrensdauer wirkte sich bei der Strafzumessung des Gerichts für den rechten Schläger strafmildernd aus, so dass er letztlich mit einer Bewährungsstrafe davonkam. Aufgrund anderer Taten und offener Bewährungsauflagen wäre bei einer zeitnahen Verurteilung eine Bewährung ausgeschlossen gewesen.</p>
<p>Zusätzlich zu dem Missstand der fehlenden zeitnahen Bearbeitung offenbarte das Verfahren einen erschreckenden Einblick in die Abläufe der Cottbuser Justiz. Die Vorsitzende erklärte die lange Verfahrensdauer folgendermaßen: &#8222;Offensichtlich sind hier einige Jahre lang ein paar Akten verschwunden gewesen&#8230;&#8220;. Bei der Erläuterung des Urteils musste sie zudem eingestehen: &#8222;Ich kann nicht sagen, ob mir jetzt vollständige Akten vorliegen&#8220;.</p>
<p>&#8222;Die hier offenbarten verheerenden Zustände im Landgericht Cottbus lassen für die dringend notwendige juristische Aufarbeitung der Welle von rassistischer und rechter Gewalt in den letzten Jahren in Cottbus und Umgebung nichts Gutes erahnen. Gleiches gilt für den weiteren Verlauf des §129-Verfahrens gegen die rechte Szene in der Region, welches vor ein paar Wochen zu massiven Hausdurchsuchungen führte. Aufgrund des ausbleibenden juristischen Drucks gegen rechte Schläger bedarf es dringend politischer Interventionen aus dem Land&#8220;, so Vesely weiter.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/cottbus-akten-verschwunden">Prozessbericht: Nach über 7 Jahren Verfahrensdauer und verschwundener Akten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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