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	<title>Wanderausstellung - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Ausstellung zu Brandenburger Todesopfern wird eröffnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2018 11:08:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg" aria-label="OP 18 001 posting 00 facebook header"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-37076" src="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg" alt="OP_18_001 posting 00 facebook header" width="851" height="315" srcset="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header.jpg 851w, https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2018/06/OP_18_001-posting-00-facebook-header-300x111.jpg 300w" sizes="(max-width: 851px) 100vw, 851px" /></a></p><p>Der Verein Opferperspektive pr&auml;sentiert am 23. Juni 2018 seine neue Ausstellung &bdquo;Kein sch&ouml;ner Land &ndash; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg&ldquo;. Sie wird erstmals bei den Feierlichkeiten zum 20-j&auml;hrigen Bestehen des Handlungskonzeptes &bdquo;Tolerantes Brandenburg&ldquo; am morgigen Samstag in der Alten Chemiefabrik in Cottbus gezeigt.</p><p>Im Bundesland Brandenburg sind die meisten Todesopfer rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung zu beklagen. Auf insgesamt 26 Tafeln erinnert die Opferperspektive an 22 Menschen, die pl&ouml;tzlich aus ihrem Leben gerissen wurden. Sie mussten sterben, weil die T&auml;ter menschenverachtende Einstellungen verinnerlichten und den Wert eines Menschen an seiner Hautfarbe, seiner Herkunft, seines sozialen Status, seiner k&ouml;rperlichen oder seiner psychischen Beeintr&auml;chtigung bema&szlig;en.</p><p>&bdquo;Diese Ausstellung sehen wir als eine Form der Dokumentation der Taten und des Gedenkens an ihre Opfer. Wir r&uuml;cken die Menschen, die Familienv&auml;ter, Lebensgef&auml;hrten, S&ouml;hne und gute Freunde waren, in den Mittelpunkt&ldquo;, beschreibt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Judith Porath das Anliegen der Ausstellung. &bdquo;H&auml;ufig fehlt es an Informationen &uuml;ber diese Menschen. Wir wollen und k&ouml;nnen mit dieser Dokumentation keinen Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit erheben, sondern gerade auch darauf hinweisen, dass viele von ihnen vor Ort vergessen wurden.&ldquo;, so Porath weiter.</p><p>&bdquo;Kein sch&ouml;ner Land &ndash; Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg&ldquo; thematisiert dar&uuml;ber hinaus das Gedenken und die langen Debatten um Anerkennung als politisch motivierte Verbrechen. Das Land Brandenburg hat als Erstes die Todesopfer rechter Gewalt neu &uuml;berpr&uuml;ft und bewertet.</p><p>Die Wanderausstellung kann ab 1. August &uuml;ber den Verein Opferperspektive ausgeliehen werden.</p><p>Pressekontakt und Ansprechpartnerinnen:</p><p>Judith Porath</p><p>0151 59100082</p><p>Christin J&auml;nicke</p><p>0151 59100083</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-zu-brandenburger-todesopfern-wird-eroeffnet">Ausstellung zu Brandenburger Todesopfern wird eröffnet</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Fürth: Brandanschlag auf Auto eines Ausstellungsleihnehmers</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fuerth-brandanschlag-auf-auto-eines-ausstellungsleihnehmers</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Brandanschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Nazigegner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 1. Dezember 2011 wird die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990« in Nürnberg gezeigt. Am späten Abend des 26. November brannte in Fürth das Auto der Familie, die  die Ausstellung in die Frankenmetropole holte. Die Wanderausstellung wird von der Opferperspektive kuratiert und porträtiert die Lebenswege von 156 Menschen, die durch die Gewalt von Neonazis seit 1990 bis Ende 2010 zu Tode kamen.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fuerth-brandanschlag-auf-auto-eines-ausstellungsleihnehmers">Fürth: Brandanschlag auf Auto eines Ausstellungsleihnehmers</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Wir dokumentieren an dieser Stelle eine Presseerkl&auml;rung des F&uuml;rther B&uuml;ndnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus sowie des N&uuml;rnberger B&uuml;ndnis Nazistopp.</p><h2>Erneuter mutma&szlig;licher Neonazi-Anschlag auf aktive Nazigegner in F&uuml;rth</h2><p>Am sp&auml;ten Abend des 26. November 2011, gegen 22.30 Uhr, wurde in einer F&uuml;rther Innenstadtstra&szlig;e ein Brandanschlag auf das Auto einer Familie ver&uuml;bt, die sich gegen Neonazismus engagiert. Der Brand wurde durch den Fahrer eines zuf&auml;llig vorbeikommenden Autos wahrgenommen und begonnen zu l&ouml;schen. Durch das schnelle Eingreifen des couragierten Passanten wurde ein &Uuml;bergreifen auf weitere Autos und angrenzende Wohngeb&auml;ude verhindert. Die herbeigerufene Feuerwehr l&ouml;schte den Brand vollst&auml;ndig. Die Polizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Ein potenzielles Beweismittel (mit Heiz&ouml;l getr&auml;nkte Grillanz&uuml;nder-St&uuml;cke) war jedoch bis zum Nachmittag des Folgetages nicht gesichert.</p><p>Eigene Ermittlungen im Tatumfeld am Folgetag f&uuml;hrten zu Resten von Brandbeschleuniger auf einem Spielplatz &ndash; die Polizei wurde darauf hingewiesen.</p><p>Dies ist der vierte Terroranschlag auf Autos von NazigegnerInnen alleine in F&uuml;rth in den vergangenen drei Jahren. In diesem Zeitraum wurden durch Neonazis weitere massive Sachbesch&auml;digungen, Bedrohungen sowie K&ouml;rperverletzungsdelikte an NazigegnerInnen und MigrantInnen begangen. Ein Sachschaden von mittlerweile knapp 40.000 Euro ist entstanden. Keine der Sachbesch&auml;digungen wurde bisher aufgekl&auml;rt!! Nach dem Fast-Totschlag vom N&uuml;rnberger Pl&auml;rrer Ende April 2010, begangen durch einen F&uuml;rther Neonazi, setzt sich nun die Terror-Serie offensichtlich fort.</p><p>F&uuml;rth, die angeblich sicherste Gro&szlig;stadt Deutschlands, ist offensichtlich gleichzeitig ein Zentrum rechter Gewalt. Bekannterma&szlig;en ist F&uuml;rth ein St&uuml;tzpunkt der Neonazi-Organisation &raquo;Freies Netz S&uuml;d&laquo; und der &raquo;B&uuml;rgerinitiative Soziales F&uuml;rth&laquo;. In diesem Netzwerk sind die regionalen Neonazis organisiert und haben Verbindungen zu Faschisten &uuml;ber die mittelfr&auml;nkischen Grenzen hinaus. Dies sollte auch den Beh&ouml;rden seit Langem bekannt sein. Was muss eigentlich noch alles passieren, dass die Anschlagserie in F&uuml;rth endlich beendet wird?</p><p>Siehe auch: <a href="http://www.nordbayern.de/region/fuerth/anschlag-auf-auto-eines-nazi-gegners-1.1692877" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="anschlag auf auto eines nazi gegners 1 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Anschlag auf Autor eines Nazi-Gegners</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/fuerth-brandanschlag-auf-auto-eines-ausstellungsleihnehmers">Fürth: Brandanschlag auf Auto eines Ausstellungsleihnehmers</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« in Blankenfelde-Mahlow</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-opfer-rechter-gewalt-in-blankenfelde-mahlow</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Opferperspektive]]></category>
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		<category><![CDATA[Rebecca Forner]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextreme]]></category>
		<category><![CDATA[Todesofer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Aktionstage »Wir alle - gemeinsam für Toleranz &#38; Menschlichkeit« in Blankenfelde-Mahlow wird vom 23. Juni bis 2. Juli 2006 die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« von Rebecca Forner und der Opferperspektive e.V. im Bürgerhaus Dahlewitz gezeigt</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-opfer-rechter-gewalt-in-blankenfelde-mahlow">Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« in Blankenfelde-Mahlow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Foto- und Texttafeln erinnern an 131 Menschen, die zwischen 1990 und 2004 Opfer rechter Gewalt in Deutschland waren. Sie wurden get&ouml;tet, weil sie nicht ins rechtsextreme Weltbild der T&auml;ter passten oder weil sie den Mut hatten, Nazis zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die &Ouml;ffentlichkeit. Die meisten wurden kaum bekannt und sind l&auml;ngst vergessen.</p><p>Er&ouml;ffnet wird die Ausstellung am 22. Juni um 18.00 Uhr von B&uuml;rgermeister Ortwin Baier. Anschlie&szlig;end gibt es eine F&uuml;hrung durch Mitarbeiterinnen der Opferperspektive.</p><p>F&uuml;r Besucher ist die Ausstellung vom 23. Juni bis 2. Juli t&auml;glich von 14.00 bis 18.00 Uhr im B&uuml;rgerhaus Dahlewitz, Am Bahnhofsschlag 1 zu sehen. Der Eintritt ist frei.</p><hr><h4>links:</h4><p><span class="doc_attach">&nbsp; <a href="http://www.opfer-rechter-gewalt.de">Opfer rechter Gewalt</a>&nbsp; [Ausstellung] </span></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ausstellung-opfer-rechter-gewalt-in-blankenfelde-mahlow">Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« in Blankenfelde-Mahlow</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>»Opfer rechter Gewalt« – Ausstellung im Lübbenau/Spreewald</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/opfer-rechter-gewalt-ausstellung-im-luebbenauspreewald</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dietmar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Opferperspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Forner]]></category>
		<category><![CDATA[Todesofer]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderausstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 23. März um 17.30 Uhr wird im Rathaus Lübbenau/Spreewald am Kirchplatz 1 die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« eröffnet.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/opfer-rechter-gewalt-ausstellung-im-luebbenauspreewald">»Opfer rechter Gewalt« – Ausstellung im Lübbenau/Spreewald</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausstellung der Berlinerin Rebecca Forner porträtiert 131 Menschen, die seit 1990 durch rechte Gewalt zu Tode kamen, unter ihnen zahlreiche Brandenburgerinnen und Brandenburger. Gezeigt wird die Ausstellung von der Stadt Lübbenau in Kooperation mit dem Verein Opferperspektive vom 23. März bis zum 27. April. Eröffnet wird sie am 23. März von Bürgermeister Helmut Wenzel und der Landtagsabgeordneten und Sprecherin des Cottbuser Aufbruch Dr. Martina Münch. Das Paul Fahlisch Gymnasium präsentiert ein kulturelles Rahmenprogramm.</p>
<h2>Ausstellung »Opfer rechter Gewalt«</h2>
<p>23. März bis 27. April 2006</p>
<p>Rathaus Lübbenau/Spreewald, Kirchplatz 1</p>
<p>Öffnungszeiten: montags, mittwochs und donnerstags: 9 bis 15.30 Uhr; dienstags: 9 bis 18 Uhr; freitags: 9 bis 13 Uhr.</p>
<p>Information und Kontakt: Elisabeth Jente 03542 85102</p>
<h2>Gesprächsrunde »Was tun nach einem rechten Angriff?«</h2>
<p>mit MitarbeiterInnen des Vereins Opferperspektive am 28. März um 16.00 Uhr</p>
<p>Ort: Kulturhof e.V., Güterbahnhofstr. 60, 03222 Lübbenau/Spreewald</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/opfer-rechter-gewalt-ausstellung-im-luebbenauspreewald">»Opfer rechter Gewalt« – Ausstellung im Lübbenau/Spreewald</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wanderausstellung »Opfer rechter Gewalt«</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/wanderausstellung-opfer-rechter-gewalt-2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Opfer rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Todesopfer]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderausstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Opfer rechter Gewalt« porträtiert 131 Menschen, die von 1990 bis 2004 rechten Gewalttaten zum Opfer fielen. Die Ausstellung wurde von der Grafikerin Rebecca Forner gestaltet und wird von der Opferperspektive betreut und bundesweit verliehen.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/wanderausstellung-opfer-rechter-gewalt-2">Wanderausstellung »Opfer rechter Gewalt«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><blockquote><p>&raquo;Es hat sich gezeigt, dass symbolische Gesten politischer Repr&auml;sentanten und der Appell nach mehr Zivilcourage, so berechtigt dieser sein mag, nicht ausreichen, um die Gef&auml;hrdung von Rechts einzud&auml;mmen. Umso wichtiger ist es, dass sich gerade junge Menschen gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren und versuchen, in ihrem Alltag ein Zeichen zu setzen. Ich hoffe, dass diese Ausstellung und das umfangreiche p&auml;dagogische Begleitprogramm einen Beitrag hierzu leisten k&ouml;nnen.&laquo;<br>
<em>Romani Rose, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, bei der Er&ouml;ffnung der Ausstellung &raquo;Opfer rechter Gewalt&laquo; in Heidelberg am 17. April 2004</em></p></blockquote><p>Die Ausstellung basiert auf &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Informationen, vor allem Zeitungsartikeln. Sie dokumentiert das Bild, das sich die Gesellschaft von den Opfern rechter Gewalt gemacht hat: Manche F&auml;lle f&uuml;hrten zu &ouml;ffentlicher Emp&ouml;rung oder waren Anl&auml;sse politischer Kontroversen; von vielen der Toten jedoch wurde nie ein Foto ver&ouml;ffentlicht, von manchen noch nicht einmal ihre Namen. &raquo;Den Opfern einen Namen geben&laquo; wollten die beiden Tageszeitungen &raquo;Frankfurter Rundschau&laquo;, und _Der Tagesspiegel_, als sie am 14. September 2000 eine Chronik von 93 Opfern rechter Gewalt seit 1990 ver&ouml;ffentlichten. Auf diese Chronik greift die Ausstellung ma&szlig;geblich &ndash; nicht ausschlie&szlig;lich &ndash; zur&uuml;ck.</p><p>Die Ver&ouml;ffentlichung entfachte einen politischen Streit, weil das Bundesinnenministerium im gleichen Zeitraum nur 24 Todesf&auml;lle durch rechte Gewalt registriert hatte. Das ganze Ausma&szlig; systematischer Verdr&auml;ngung wurde etwa dadurch deutlich, dass das Ministerium nicht einmal den Tod von Farid Guendoul, der von Rechten im Februar 1999 in den Tod getrieben wurde, zur Kenntnis genommen hatte. Die &raquo;Hetzjagd von Guben&laquo; hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht, aber weil die T&auml;ter nur der &raquo;fahrl&auml;ssigen K&ouml;rperverletzung&laquo; angeklagt wurden, gab es offiziell kein Opfer.</p><p>Es gibt viele Tote, die niemals Schlagzeilen machten und von deren Schicksal keine Statistik zeugt. Die Ausstellung erinnert an diese Menschen und thematisiert zugleich die anhaltende Verdr&auml;ngung rechter Gewalt. Im Mai 2001 &auml;nderten die Innenminister von Bund und L&auml;ndern das System zur Erfassung rechter Straftaten. Die neuen Erfassungskriterien erm&ouml;glichen es, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Aber noch immer werden viele der Toten nicht als Opfer rechter Gewalt anerkannt.</p><p>Im September 2005 erkl&auml;rte das Bundeskriminalamt gegen&uuml;ber dem _Tagesspiegel_, dass seit der Reform der Erfassungskriterien f&uuml;nf T&ouml;tungsdelikte als rechtsmotiviert bewertet wurden. Der Sch&uuml;ler Marinus Sch&ouml;berl, der im Juli 2002 im brandenburgischen Potzlow erschlagen wurde und der Obdachlose Dieter Manzke, der im August 2001 in Dahlewitz bei Berlin von f&uuml;nf jungen M&auml;nnern zu Tode gequ&auml;lt wurde, geh&ouml;ren dazu.</p><p>Aktuelle Termine sowie Informationen &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten, die Ausstellung zu entleihen und ein Rahmenprogramm zu gestalten, finden Sie auf der Internetseite www.opfer-rechter-gewalt.de</p><h2>Weiterf&uuml;hrende Dokumente</h2><p><a title="Chronologie der Todesopfer rechter Gewalt" href="/backup/chronologie-der-todesopfer-rechter-gewalt" aria-label="chronologie der todesopfer rechter gewalt">Chronologie der Todesopfer rechter Gewalt</a></p><p><a title="&raquo;Die Hinterbliebenen k&auml;mpfen um Anerkennung f&uuml;r die Opfer&laquo;" href="/aktuelles/die-hinterbliebenen-kaempfen-um-anerkennung-fuer-die-opfer" aria-label="die hinterbliebenen kaempfen um anerkennung fuer die opfer">&raquo;Die Hinterbliebenen k&auml;mpfen um Anerkennung f&uuml;r die Opfer&laquo;</a> &ndash; Rede von Judith Porath (Opferperspektive e.V.)</p><p><a title="Das Bild, das sich Deutschland von den Opfern gemacht hat" href="/backup/das-bild-das-sich-deutschland-von-den-opfern-gemacht-hat" aria-label="das bild das sich deutschland von den opfern gemacht hat">Das Bild, das sich Deutschland von den Opfern gemacht hat</a> &ndash; Interview mit Rebecca Forner</p><p><span class="autor"> (OPP) </span></p><hr><p>&nbsp;</p><h4>links:</h4><p><span class="doc_attach"> <a href="http://www.opfer-rechter-gewalt.de">Opfer rechter Gewalt</a>&nbsp; [Ausstellung] </span></p><p>&nbsp;</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/wanderausstellung-opfer-rechter-gewalt-2">Wanderausstellung »Opfer rechter Gewalt«</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Bild, das sich Deutschland von den Opfern gemacht hat</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/das-bild-das-sich-deutschland-von-den-opfern-gemacht-hat</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Asylbewerber]]></category>
		<category><![CDATA[Brandanschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Opfer rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Forner]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderausstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die 2001 begonnene Arbeit »Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990« porträtiert 131 Menschen, die rechter Gewalt zum Opfer fielen. Erstmals gezeigt wurde sie im Mai 2002 am Bauzaun der Berliner Gedenkstätte Topographie des Terrors als einer von insgesamt sieben Beiträgen der Ausstellung »Anschläge« der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Ein Gespräch mit Rebecca Forner</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/das-bild-das-sich-deutschland-von-den-opfern-gemacht-hat">Das Bild, das sich Deutschland von den Opfern gemacht hat</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie entstand die Idee zu der Ausstellung »Opfer rechter Gewalt«?</strong></p>
<p>Die Idee entstand im Herbst 2000 in einem Kurs von Professor Alex Jordan an der Kunsthochschule Weißensee. Inhalt des Kurses war zunächst, Plakate für den von der deutschen Sektion der Alliance Graphique International ausgerufenen Wettbewerb »Anschläge gegen Rechts« zu gestalten. Wir waren uns einig, dass wir uns intensiver mit dem Thema auseinandersetzen wollten. Deshalb haben wir, parallel zu unseren individuellen Arbeiten, drei Monate lang jeden Tag aus fünf Zeitungen einen Beitrag ausgewählt und ins Netz gestellt – eine Art Internet-Tagebuch der damaligen politischen Debatte. Rechtsradikalismus wurde damals von den Medien und auch vom Staat viel stärker thematisiert als zuvor. Ich fand es heuchlerisch, dass jetzt plötzlich alle gegen Rechts waren, aber niemand denen zuhörte, die seit Jahren aktiv waren und auch niemand von den gesellschaftlichen Zusammenhängen reden wollte. In diese Zeit fiel die Veröffentlichung einer Chronik der Opfer in der »Frankfurter Rundschau«. Sie hat mich auf die Idee gebracht, die Opfer visuell zu dokumentieren. Ohne viele Erklärungen oder Kommentare zeige ich mit der Dokumentation die Realität, an der sich der Kampf gegen Rechts messen muss.</p>
<p><strong>Die »Opfer rechter Gewalt« wurden erstmals am Bauzaun der Gedenkstätte Topographie des Terrors, dem ehemaligen Gestapo-Hauptquartier in Berlin gezeigt. Wie kam es dazu?</strong></p>
<p>Bei einem Besuch der Gedenkstätte wurden wir auf den leeren Bauzaun aufmerksam. Das Ausstellungsgelände erschien uns als ein öffentlicher Ort, an dem eine visuelle Intervention sinnvoll war. Wir beschlossen, eine Ausstellung für diesen Zaun zu konzipieren, die unsere bis dahin entstandenen Arbeiten zeigen sollte. Die Ausstellung bestand aus sieben Beiträgen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Rassismus und Rechtsradikalismus auseinandersetzten.</p>
<p><strong>Wie hat sich die Stiftung Topografie des Terrors zu Ihrem Vorhaben gestellt?</strong></p>
<p>Wir sind mit einem fertigen Konzept auf die Stiftung zugegangen und unser Vorhaben stieß auf Zustimmung. Im Mai 2002 wurde die Ausstellung dann als Initiative der Kunsthochschule Berlin-Weißensee in Zusammenarbeit mit der Stiftung und dem Senat für Stadtentwicklung eröffnet. Die Unterstützung der Topographie des Terrors hat maßgeblich dazu beigetragen, dass unser Projekt so viel öffentliche Aufmerksamkeit bekam.</p>
<p><strong>Sie haben Ihre Ausstellung auch in der Alten Synagoge in Wuppertal und im Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg gezeigt. Kann da nicht der Eindruck entstehen, dass die Verbrechen der Nazis mit dem Rechtsradikalismus vermengt werden?</strong></p>
<p>Nein, überhaupt nicht! Sowohl die Begegnungsstätte Alte Synagoge als auch das Heidelberger Dokumentationszentrum haben mit der Ausstellung gearbeitet, Workshops und Veranstaltungen konzipiert, mit denen Besucherinnen und Besuchern das Thema näher gebracht und eine differenzierte Auseinandersetzung möglich wurde. Ich finde es sehr gut, dass viele Gedenkstätten einen Teil ihrer Ressourcen dafür einsetzen, zu aktuellen politische Fragen Stellung zu beziehen.</p>
<p><strong>Wie haben Sie die Informationen über die Opfer recherchiert?</strong></p>
<p>Die Grundlage war die Chronik von »Frankfurter Rundschau« und »Tagesspiegel«. Zusätzlich habe ich im Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin den ganzen Bestand von Zeitungsartikeln aus den letzten zehn Jahren durchgesehen. Im Internet und in linken Publikationen habe ich weitere Listen gefunden, die von antifaschistischen Initiativen zusammengestellt worden waren. Diese Quellen habe ich verglichen und nach und nach zusammengefügt.</p>
<h2>»Ist jemand kein Opfer, wenn es für seinen Tod keine Zeugen gibt?«</h2>
<p><strong>Über einige der Todesfälle ist nur wenig bekannt, das sieht man an den spärlichen Informationen auf manchen Tafeln in der Ausstellung. Wie haben Sie überprüft, ob es sich um Fälle von rechter Gewalt handelt?</strong></p>
<p>Die Fälle aus der Chronik der beiden Tageszeitungen habe ich alle übernommen, weil ich wusste, dass sie von Journalisten recherchiert worden waren, die bessere Möglichkeiten haben, an die entsprechenden Informationen zu kommen. Schwierig war es bei Fällen, in denen der rechte Hintergrund vor Gericht nicht bestätigt wurde. Es gibt Fälle, in denen der Täter bei der Polizei zwar Aussagen gemacht hat, nach denen die Tat eindeutig als menschenverachtend gewertet werden muss, er aber diese Aussagen vor Gericht nicht wiederholt hat. Die Anwälte der Täter versuchen, im Interesse ihrer Mandanten, rechtsextreme Motive aus der Gerichtsverhandlung herauszuhalten. Dazu kommt, dass die Richter oft genug einen politischen Charakter negieren. Ich habe mich entschieden, auch die Fälle aufzunehmen, in denen es starke Hinweise auf einen rechte Motivation gibt, auch wenn diese vor Gericht nicht bewiesen werden konnten. Diese Fälle habe ich mit Heike Kleffner, einer Journalistin, die an der Chronik von »Frankfurter Rundschau« und »Tagesspiegel« mitgearbeitet hat, durchgesprochen.</p>
<p><strong>Dazu gehören sicherlich auch die zehn Toten nach dem Brandanschlag in dem Asylbewerberheim in der Lübecker Hafenstraße 1996. Der Fall war sehr umstritten, das Verfahren gegen die tatverdächtigen Rechten wurde eingestellt.</strong></p>
<p>Ich habe mir das sehr genau überlegt. Niemand ist für diese Tat verurteilt worden, ein Bewohner des Hauses stand lange unter Verdacht und wurde schließlich freigesprochen. Niemand, auch ich nicht, weiß mit Sicherheit, wer den Brand gelegt hat. Was ich jedoch weiß, ist, dass es in diesem Verfahren von Seiten der Polizei und Staatsanwaltschaft keine vorbehaltlosen Ermittlungen gab. Alle Beteiligten wurden unter Druck gesetzt, die Rechten zu entlasten und stattdessen einen Asylbewerber zu beschuldigen, um Schaden vom Ansehen Deutschlands abzuwenden. Ich habe versucht, die Fälle genau zu prüfen. Ich weiß, dass ich die Ausstellung mit Fällen, die nicht eindeutig sind, angreifbar mache. Doch ist jemand, krass gesagt, kein Opfer rechter Gewalt, weil es keine Zeugen gibt und die Angeklagten vor Gericht den Mund halten? Oder weil die politischen Konsequenzen nicht tragbar sind? Ich kann mich irren und wenn ich davon überzeugt werde, nehme ich Änderungen vor.</p>
<p><strong>Wie haben Sie die Fotos der Opfer zusammengetragen?</strong></p>
<p>Ich habe verschiedene Bildarchive angefragt oder durchgesehen. Die meisten Bilder habe ich in Boulevardzeitungen gefunden. Was ich nicht gemacht habe, ist, mit den Familien der Toten Kontakt aufzunehmen. Das wäre in einigen Fällen zwar möglich gewesen, aber ich wollte nicht einfach anrufen und um ein Bild bitten – ich konnte ja nicht wissen, an welchem Punkt sich die Angehörigen bei der Verarbeitung ihrer Trauer befinden. Unter Umständen hätte ich Prozesse in Gang gebracht, die ich nicht hätte auffangen können. Zudem war mir von Anfang an klar, dass ich nicht alle Bilder finden werde und es also darum gehen musste, für diese Leerstellen einen Ausdruck zu finden. Ich habe aus der Not eine Tugend gemacht und sowohl für die Texte als auch für die Bilder nur das verwendet, was in den Medien zu finden war. Damit gibt diese Dokumentation auch gleichzeitig Auskunft darüber, ob und wie diese Toten von der Medienöffentlichkeit zur Kenntnis genommen wurden.</p>
<p><strong>Wo Ihnen Bilder fehlten, haben sie graue Rasterflächen verwendet. Wollen Sie zeigen, dass sich die Gesellschaft von den Opfern kein Bild gemacht hat?</strong></p>
<p>Ja, ich wollte eine visuelle Form finden, die das Fehlen der Bilder ausdrückt, auch als Reaktion auf Erfahrungen, die ich während der Recherche gemacht habe. Unter anderem habe ich bei dpa eine Anfrage nach Fotos von 115 Personen gestellt. Sie schrieben mir zurück, dass sie nur von zwei Leuten Bilder haben, mit der allgemeinen Begründung, dass die meisten Fotos nur kurzzeitig von öffentlichem Interesse sind und deshalb irgendwann weggeworfen werden. Diese Antwort war sicher keine Bösartigkeit, sondern einfach ein Ausdruck der kapitalistischen Gesetze der Massenmedien. Mir ist es sehr nahe gegangen, zumal der Hintergrund meiner Anfrage bei dpa bekannt war.</p>
<h2>»Wenn ich zusehe, werde ich zur Mittäterin«</h2>
<p><strong>Warum haben Sie zwischen die Bilder von Opfern Ansichtskarten deutscher Städte und, als zweites Element, Spiegel montiert?</strong></p>
<p>Es war mir von Anfang wichtig, mit der Arbeit über das bloße Gedenken hinaus zu gehen. Diese Morde sollen nicht losgelöst von der gesellschaftlichen Situation gesehen werden. Wir alle sind Teil dieser Gesellschaft. Wir sind involviert, ob wir wollen oder nicht. Die Postkarten zeigen den Tatort Deutschland. Postkarten sind Selbstporträts, mit denen Gemeinden zeigen wollen, wie gut, wie schön es bei ihnen ist. Der Besucher schreibt sie aus dem Urlaub, um zu übermitteln, wie gut es ihm geht. Nicht wenige der Opfer sind nach Deutschland gekommen, weil sie hier einen Ort gesucht haben, an dem es ihnen besser gehen sollte, an dem sie Schutz finden würden. Ich habe die Postkarten beliebig ausgewählt, weil die Morde überall stattfinden, nicht nur im Osten, auch in Baden-Württemberg. Auch visuell stellen sie einen Bruch zum stillen Gedenken dar, weil sie als einziges farbiges Element in Kontrast zu den einfarbigen Tafeln stehen.</p>
<p><strong>Besteht nicht die Gefahr, das Gedenken an die Opfer für eine Kritik der Verhältnisse zu benutzen, in denen sie zu Opfern wurden?</strong></p>
<p>Es ging mir durchaus darum, den Opfern Anerkennung zu verschaffen. Aber das Gedenken ist auch problematisch. Es gibt ein leeres Gedenken; Steine, die aufgestellt, und Tage, die absolviert werden. Ich habe nicht den Eindruck, dass da auch nachgedacht wird. Ich weiß nicht, was die Leute denken, wenn sie sich diese Toten ansehen. Ich finde es legitim, Fragen zu stellen, die unangenehm sind, auch mir sind sie unangenehm.</p>
<p><strong>Was meinen Sie damit?</strong></p>
<p>In den Spiegeln, die zwischen den Bildern der Opfer hängen, sieht sich der Besucher unvermittelt selbst, umringt von den Gesichtern der Toten. Mit den Begriffen Täter, Opfer, Zuschauer, alle versehen mit einem Fragezeichen, gebe ich eine Frage an die Besucher weiter: Ich bin ganz klar davon überzeugt, dass ich helfen muss, wenn jemand angegriffen wird. Ich weiß aber auch, dass ich in einer solchen Situation Angst haben werde. Wenn ich eingreife, laufe ich selbst Gefahr, angegriffen zu werden. Wenn ich aber nicht eingreife, mache ich mich zur Mittäterin. In diesem Widerspruch bewege ich mich und ich will, dass auch die Besucher darüber nachdenken.</p>
<p><strong>Gibt es unter den vielen Todesopfern eines, dessen Schicksal sie besonders beschäftigt hat?</strong></p>
<p>Obwohl ich es nicht unbedingt will, ist es so, dass auch mir die Fälle, bei denen ich das Gesicht des Opfers sehe, näher gehen. Das Bild ist die Hilfe, sich den Menschen, wie er vielleicht war, wie er vielleicht gelebt hat, vorzustellen.</p>
<p><em>Rebecca Forner wurde 1970 in Baden-Württemberg geboren. Die politisch engagierte Grafikerin arbeitete in antifaschistischen Initiativen und studierte Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Sie lebt in Bilbao.</em></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/das-bild-das-sich-deutschland-von-den-opfern-gemacht-hat">Das Bild, das sich Deutschland von den Opfern gemacht hat</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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