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	<title>Amadeu Antonio - Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>Amadeu Antonio: Gedenken Eberswalde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Dec 2018 13:32:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen­­­ &­­ Stellungnahmen]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Am 6. Dezember 1990 starb <em>Amadeu Antonio</em>, der als angolanischer Vertragsarbeiter in die DDR kam. In der Nacht auf den 25. November 1990 wurde er vor einem Gasthof in Eberswalde von etwa 60 rechten Jugendlichen mit Kn&uuml;ppeln angegriffen und ins Koma gepr&uuml;gelt. Er erlag Tage sp&auml;ter seinen Verletzungen.</p><p>In Gedenken an <em>Amadeu Antonio</em> findet am Donnerstag, den 6. Dezember um 17 Uhr eine Kundgebung an der Mahn- und Gedenktafel (Eberswalder Str. 261, 16225 Eberswalde) statt. Zur anschlie&szlig;enden Begegnung und gemeinsamen Essen laden der <em>Afrikanische Kulturverein Palanca e.V.</em>, die <em>Barnimer Kampagne &bdquo;Light me Amadeu&ldquo;</em> und die <em>Antifaschistische Initiative Eberswalde</em> in die R&auml;ume von Palanca in der Coppistra&szlig;e ein.</p><p>Anl&auml;sslich des Gedenkens wird momentan unsere Ausstellung <em><a href="http://todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">[Kein sch&ouml;ner Land</a>]</em> zu Todesopfern rechter Gewalt in Brandenburg in der Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde gezeigt. Zur Er&ouml;ffnung berichtete Andreas Michael, Mitarbeiter der <em>Opferperspektive</em>, &uuml;ber die aktuelle Situation in Eberswalde. Den Redebeitrag dokumentieren wir hier.</p><p><strong>Rechte Gewalt in Eberswalde und die aktuelle Situation f&uuml;r Betroffene</strong></p><p>F&uuml;r das erste Halbjahr z&auml;hlte die Opferperspektive 97 Angriffe im Land Brandenburg. Bis zum 1. August waren es schon &uuml;ber 100, welche f&uuml;r dieses Jahr registriert wurden. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2017 wurden 98 F&auml;lle gez&auml;hlt, im ganzen Jahr 171. 80 F&auml;lle, und damit die weit &uuml;berwiegende Zahl der Angriffe, war rassistisch motiviert.</p><p>Es muss festgestellt werden, dass es in den letzten Monaten keinen R&uuml;ckgang rechter Gewalttaten gegeben hat. Das Niveau rassistischer Gewalt bleibt stabil hoch, obwohl viele Gr&uuml;nde, die in den letzten drei Jahren f&uuml;r den Anstieg rechter Gewalttaten herangezogen wurden, derzeit nicht gegeben sind. Weder gibt es in diesem Jahr Landtags- oder Bundestagswahlen, noch kommen derzeit in hoher Zahl Gefl&uuml;chtete in Brandenburg an. Rassistische Gewalt ist in den letzten drei Jahren f&uuml;r einen Teil der Brandenburger Bev&ouml;lkerung offenbar zu einer normalen und akzeptierten Handlungsweise im Umgang mit Migrant*innen geworden.</p><p>Allein im Landkreis Barnim registrierte die Opferperspektive bis dato 13 rechte Gewalttaten. Dies stellt einen Anstieg gegen&uuml;ber den Vorjahren dar. So gab es 2015 sechs, 2016 f&uuml;nf und 2017 elf Angriffe, die Gesamtzahl der Angriffe ist damit die h&ouml;chste, welche seit Beginn des Monitorings im Jahr 2002 durch die Opferperspektive dokumentiert wurde. Dazu muss gesagt werden, dass 2017 in fast allen anderen Landkreisen die Gewalttaten einen leichten R&uuml;ckgang hatten.</p><p>Die Stadt Eberswalde ist ein Schwerpunkt rechter Angriffe im Barnim, hier stieg die Angriffszahl von sechs im Jahr 2017 auf acht Angriffe an. Das h&auml;ufigste Tatmotiv bei diesen Angriffen ist Rassismus, bei 85% aller Taten lag diese Motivation zugrunde. Betroffen davon sind vor allem Menschen mit realer oder zugeschriebener Migrationsgeschichte, vermeintlich Gefl&uuml;chtete aber auch internationale Studierende. So zum Beispiel Anfang August als eine Gruppe junger Frauen in Eberswalde mit dem Fahrrad unterwegs war und bei einem Streit mit einem Autofahrer erst rassistisch beleidigt wurde und dann eine von ihnen in den Gegenverkehr geschubst wurde. Gl&uuml;cklicherweise konnte das ihr entgegen kommende Fahrzeug rechtzeitig bremsen, sodass Schlimmeres verhindert wurde.</p><p>Neben diesen rassistisch motivierten Gewalttaten, die vor allem in Bernau, Biesenthal, Eberswalde und Wandlitz die h&auml;ufigste Tatmotivation bilden, wurden durch Opferperspektive auch zwei k&ouml;rperliche Angriffe auf politische Gegner*innen bzw. nicht Rechte registriert. K&ouml;rperverletzungsdelikte, einfache wie gef&auml;hrliche, bilden weiterhin die mit Abstand h&auml;ufigsten Tatbest&auml;nde. Die Opferperspektive z&auml;hlte vier einfache und eine gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzung in Eberswalde, eine gef&auml;hrliche so wie eine einfache K&ouml;rperverletzung in Bernau, eine versuchte gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzung in Biesenthal und eine versuchte einfache K&ouml;rperverletzung in Wandlitz. In Biesenthal wurde ein Mann aus Somalia, welcher mit dem Fahrrad durch die Bahnhofsstra&szlig;e fuhr, rassistisch beleidigt und dann mit einem schweren Kettenfahrradschloss beworfen. In Eberswalde wurden an verschieden Tagen junge Menschen aus der russischen F&ouml;rderation rassistisch beleidigt und angegriffen, in einem Fall konnte der Angriff abgewehrt werden. Ebenfalls in Eberswalde gab es einen rassistisch motivierten Angriff auf eine Frau aus Vietnam.</p><p>Neben diesen t&auml;tlichen Angriffen registrierte die Opferperspektive drei F&auml;lle von N&ouml;tigungen und Bedrohungen, beispielsweise Mitte April in Wandlitz. Am Liepnitzsee werden zwei M&auml;nner rassistisch beleidigt und bedroht, bis sie den See verlassen. Aber auch in Bernau und Eberswalde kommt es immer wieder zu rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen. Aufgrund der Tatsache, dass es im Barnim nur sehr wenig Kontakt zu den Betroffenen gibt, geht die Opferperspektive hier davon aus, dass die Zahlen nicht das tats&auml;chliche Ausma&szlig; widerspiegeln. Aus der allgemeinen Beratungspraxis heraus l&auml;sst sich sagen, dass, wie auch in den Vorjahren, Menschen mit Fluchterfahrung die Hauptbetroffenengruppe rechter Gewalt in Brandenburg sind.</p><p>Bei rassistischen Gewaltdelikten kommen allerdings auch &Uuml;bergriffe auf Personen mit zugeschriebener oder realer Migrationsgeschichte hinzu. Sie erleben rassistische Gewalt und Anfeindungen in allen Lebensbereichen: Durch Nachbar*innen im eigenen Wohnumfeld, beim Sport, Einkaufen oder auf offener Stra&szlig;e. Verst&auml;rkt treffen die Beratenden Betroffene in einem Zustand gro&szlig;er Hoffnungslosigkeit: Der erfahrene Rassismus ist f&uuml;r die Angegriffenen so allgegenw&auml;rtig, dass die M&ouml;glichkeit eines Alltags jenseits dieser Erlebnisse v&ouml;llig unrealistisch ist. Oft wird der tats&auml;chliche k&ouml;rperliche Angriff nicht mehr als herausragendes Erlebnis wahrgenommen, sondern als ein weiterer Baustein in einer Kontinuit&auml;t der Ablehnung, die psychisch wesentlich schwerer wiegt. Wege aus dieser Situation zu finden ist nicht nur eine gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r die Betroffenen, die Unterst&uuml;tzenden vor Ort und die Beratenden. Sie ist vielmehr eine zentrale Problemstellung f&uuml;r die Landespolitik und die Brandenburger Gesellschaft. Hier muss der in der Landesverfassung formulierte Anspruch, als Land der &bdquo;Verbreitung rassistischen Gedankenguts&ldquo; entgegen zu treten, mit Leben gef&uuml;llt werden. Das eben dort erw&auml;hnte &bdquo;friedliche Zusammenleben der Menschen&ldquo; wird in Brandenburg durch rassistische Gewaltt&auml;terInnen Tag f&uuml;r Tag infrage gestellt.</p><p>In den allermeisten F&auml;llen f&uuml;hrt rassistische Gewalt bei Betroffenen zu einem R&uuml;ckzug aus dem &ouml;ffentlichen Raum ins Private. Die durch RassistInnen erzwungene Isolation verst&auml;rkt aber oft die psychischen Auswirkungen der Angriffe und erschwert die Verarbeitung der Gewalterfahrung, die bei Menschen mit Fluchtbiografie h&auml;ufig nicht die Erste ist. Selbst die allt&auml;glichen Dinge, wie das Einkaufen von Lebensmitteln, werden zu einer komplexen Aufgabe: Telefonketten werden gebildet, Freund*innen um Unterst&uuml;tzung gebeten, damit die Wohnung nicht mehr verlassen werden muss, Unternehmungen au&szlig;erhalb werden auf das Notwendigste beschr&auml;nkt. Dies sind die Begleitumst&auml;nde, unter denen viele Menschen mit Fluchtgeschichte versuchen m&uuml;ssen, in der Brandenburger Gesellschaft anzukommen. Eine Gesellschaft, in der sich Alteingesessene und Neuankommende auf Augenh&ouml;he begegnen k&ouml;nnen, ist nicht m&ouml;glich, solange im &ouml;ffentlichen Raum die Orte fehlen, an denen sich Gefl&uuml;chtete angstfrei bewegen k&ouml;nnen.</p><p>Die Entwicklung hinsichtlich rechter Gewalt bleibt besorgniserregend. Rassistische Gewalt ist zur Normalit&auml;t geworden. Diese hat Teile der Gesellschaft erfasst, welche zuvor durch rechte AkteurInnen nicht erreichbar waren. Eine neue Dynamik gewinnt die Situation durch die AfD, die sich mit ihrer politischen Ausrichtung in Brandenburg immer eindeutiger dem extrem rechten Spektrum zuordnen l&auml;sst und bei Wahlen als erfolgreicher Ausdruck dieser Stimmung fungiert. Die hasserf&uuml;llte Pr&auml;senz und Lautst&auml;rke, die rassistische Positionen derzeit in gesellschaftlichen Debatten haben, erwecken bei rechten Gewaltt&auml;terInnen den Eindruck, dass die Mehrheit der Gesellschaft hinter ihren Taten steht. Es besteht in dieser Situation die Gefahr, dass Rassismus und Gewalt Gegenpositionen aus den politischen Diskussionen vor Ort verdr&auml;ngen. Wenn sich rassistische Gewaltt&auml;terInnen derart als gesellschaftlich wirksam erleben, existiert die Gefahr, dass diese Erfahrung auch zuk&uuml;nftig reaktivierbar bleibt. Die Betroffenen der rechten Angriffe hingegen, f&uuml;hlen sich derzeit so bedroht und verunsichert, dass eine Teilhabe f&uuml;r sie nur stark eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich ist. Selbst bei einem R&uuml;ckgang rechter Gewalt wird es l&auml;ngere Zeit dauern, bis das Vertrauen in Gesellschaft und Institutionen wieder ein Ma&szlig; annehmen kann, welches f&uuml;r ein unbelastetes Zusammenleben notwendig ist.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/pressemitteilungen_stellungnahmen/eberswalde-gedenken-an-amadeu-antonio">Amadeu Antonio: Gedenken Eberswalde</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufruf zur Solidarität mit Miteinander e.V.</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/aufruf-zur-solidaritaet-mit-miteinander-e-v</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2018 12:02:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><div class="entry-content">
Der gemeinn&uuml;tzige Verein Miteinander &ndash; Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. macht seit 19 Jahren eine wichtige und unersetzliche Arbeit im Bundesland: Er engagiert sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus und unterst&uuml;tzt Betroffene rechter Gewalt. Er ber&auml;t, vernetzt, ermutigt und st&auml;rkt die demokratische Zivilgesellschaft vor Ort. Dieses Engagement ist jetzt wichtiger denn je!<br>
Daf&uuml;r ist der Verein ins Visier der AfD geraten: Die Partei diskreditiert den Verein, wo sie nur kann und will die Arbeit von Miteinander e.V. beenden. Die Rechtspopulisten fordern, die F&ouml;rderung der Arbeit durch Landes- und Bundesregierung einzustellen. Das w&uuml;rde das finanzielle Aus f&uuml;r das Netzwerk in Sachsen-Anhalt bedeuten. Es geht darum, den Verein handlungsunf&auml;hig und mundtot zu machen. Und es geht darum, den Druck auf die Menschen zu erh&ouml;hen, die sich in den Initiativen engagieren. Doch wir lassen diese Menschen nicht allein: Der Miteinander e.V. braucht jetzt die Solidarit&auml;t von uns allen!<br>
Die Kampagne gegen Miteinander e.V. reiht sich ein in zahlreiche Versuche der AfD, die Arbeit demokratief&ouml;rdernder zivilgesellschaftlicher Initiativen und Vereine systematisch zu besch&auml;digen, zu erschweren und zu beenden. Damit versucht die AfD nichts anderes, als die Demokratie von innen auszuh&ouml;hlen. Diesen Angriffen treten wir entschlossen und geschlossen entgegen!<br>
Alle, die sich f&uuml;r Demokratie und eine offene Gesellschaft engagieren, sind aufgefordert sich mit Miteinander e.V. zu solidarisieren. Denn der Angriff gegen Miteinander e.V. ist ein Angriff auf unsere gesamte demokratische Gesellschaft.<br>
Zeigen Sie, dass die Engagierten vor Ort nicht allein sind und stellen Sie sich an ihre Seite!
<h2></h2>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Obwohl die AfD im Fall von Miteinander e.V. besonders massiv vorgeht, ist dies nicht das einzige Mal dass die Partei durch ein solches Vorhaben auff&auml;llt. Das Vorgehen der AfD hat System: Auch das Schulnetzwerk &bdquo;Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage&ldquo; wurde Ziel eines Antrags der AfD-Fraktion im Landtag in Magdeburg. Der Verein betreibe &bdquo;ideologische Indoktrination sowie politischen Meinungs- und Gesinnungsterror&ldquo;, weshalb die AfD dem Verein mangelnde Neutralit&auml;t vorwirft.<br>
Auch in anderen Bundesl&auml;ndern geht die Partei so vor. Im August 2017 reichte Thorsten Wei&szlig; von der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus eine Anfrage unter dem Titel &bdquo;Linksextremistische Netzwerke in Berlin&ldquo; ein. Mit den 129 Fragen zu personellen und finanziellen Verbindungen versucht die AfD eine willk&uuml;rliche Auswahl von Organisationen, vom Sportverein bis zur Gewerkschaft, in die N&auml;he des Linksextremismus zu r&uuml;cken.<br>
Anfang 2017 wollte die AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg der NS-Gedenkst&auml;tte Gurs die Mittel streichen, hat diesen Antrag jedoch sp&auml;ter mit der Begr&uuml;ndung eines vermeintlichen Missverst&auml;ndnisses zur&uuml;ckgezogen. Die Partei m&ouml;chte also nicht nur vorgeblich &bdquo;linksextreme&ldquo; Projekte mundtot machen, sondern auch die &bdquo;erinnerungspolitische Wende&ldquo; H&ouml;ckes Praxis werden lassen.<br>
Antrag der AfD-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt zu Schule ohne Rassismus &ndash; Schule mit Courage:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf" aria-label="d2880aan">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2880aan.pdf</a><br>
Anfrage der AfD-Fraktion vom 22.08.2017:<br>
<a href="http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf" aria-label="S18 12127">http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-12127.pdf</a><br>
&Auml;nderungsantrag der AfD-Fraktion im Landtag Baden-W&uuml;rttemberg zum Haushaltsplan 2017 4/38:<br>
<a href="http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf" aria-label="16 1304 D">http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/1000/16_1304_D.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 20.12.2017 sowie Antwort der Landesregierung:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf" aria-label="d2791lag">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d2791lag.pdf</a><br>
Gro&szlig;e Anfrage der AfD zu Miteinander e.V. vom 03.09.2018:<br>
<a href="https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf" aria-label="d3329aga">https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d3329aga.pdf</a></p>
<h3></h3>
<h3>Unterzeichnende in alphabetischer Reihenfolge</h3>
<p>Aktion Courage e.V.<br>
Aktion S&uuml;hnezeichen Friedensdienste<br>
Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg<br>
Amadeu Antonio Stiftung<br>
Anne Frank Zentrum<br>
Antidiskriminierungsverband Deutschland<br>
Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt<br>
Archiv der Jugendkulturen e.V.<br>
AWO Bundesverband<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft &bdquo;Ausstieg zum Einstieg&ldquo; e.V.<br>
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus<br>
Bundesverband Mobile Beratung e.V.<br>
cultures interactive e.V. Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltpr&auml;vention<br>
Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Demokratiep&auml;dagogik e.V.<br>
Deutscher Bundesjugendring e.V.<br>
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)<br>
Each One Teach One<br>
Gesicht Zeigen! F&uuml;r ein weltoffenes Deutschland e.V.<br>
Institut f&uuml;r den Situationsansatz<br>
Jamel rockt den F&ouml;rster<br>
&bdquo;Kirche st&auml;rkt Demokratie&ldquo; Zentrum Kirchlicher Dienste<br>
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIgA e.V.<br>
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland , LSVD-Bundesverband<br>
LidiceHaus, Jugendbildungsst&auml;tte Bremen<br>
Mach meinen Kumpel nicht an! &ndash; f&uuml;r Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.<br>
Mobile Beratung im Sport, Landessportbund MV<br>
Netzwerk f&uuml;r Demokratie und Courage<br>
Netzwerk Tolerantes Sachsen e.V.<br>
Opferperspektive e.V.<br>
Oxfam Deutschland<br>
Der Parit&auml;tische Gesamtverband<br>
PRO ASYL<br>
RAA Berlin<br>
Ufuq e.V.<br>
Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, VBRG e.V.<br>
Verein f&uuml;r Demokratische Kultur Berlin
</p></div><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/aufruf-zur-solidaritaet-mit-miteinander-e-v">Aufruf zur Solidarität mit Miteinander e.V.</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gutachten zur Überprüfung von Demokratieprojekten</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-verfassungsrechtlich-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2018 11:12:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p style="text-align: left"><strong>Juristisches Gutachten belegt: </strong></p><p style="text-align: left"><strong>&Uuml;berpr&uuml;fung von Demokratieprojekten ist verfassungsrechtlich bedenklich und nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig<br>
Verb&auml;nde fordern vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Basis von Qualit&auml;tsstandards statt intransparenter Pr&uuml;fung durch Geheimdienste</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Die Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung von Demokratieprojekten durch Verfassungsschutz&auml;mter ist mit dem Verfassungsrecht nicht vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein von einem breiten B&uuml;ndnis zivilgesellschaftlicher Initiativen &ndash; u.a. Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB), Verband der Beratungsstellen f&uuml;r Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG), Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) sowie von betroffenen Tr&auml;gern aus Hessen, darunter die Bildungsst&auml;tte Anne Frank, in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten. Die Verb&auml;nde fordern, die F&ouml;rderung von Vereinen und Initiativen nicht an geheimdienstlichen Informationen von Verfassungsschutz&auml;mtern festzumachen. Vielmehr sollen Bund und L&auml;nder die F&ouml;rderung an die gemeinsam mit den Bundesl&auml;ndern vereinbarten Qualit&auml;tsstandards sowie der bei Antragstellung vorliegenden Konzepte, Antr&auml;ge und Verwendungsnachweise kn&uuml;pfen.</p><p>Die Berliner <strong>Rechtsanw&auml;ltin Dr. Anna Luczak</strong>, die das wissenschaftliche Gutachten erstellt hat, betont: &bdquo;Die Grundrechtseingriffe, die einer &Uuml;berpr&uuml;fung und Versagung von F&ouml;rderung aufgrund von Speicherungen beim Verfassungsschutz zugrunde liegen, sind verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen. Sie sind auch nicht verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.&ldquo;</p><p>&bdquo;Tr&auml;gervereine und Mitarbeitende in Beratungsstellen sowie in der politischen Bildung sehen sich aktuell einem Misstrauen ausgesetzt, das sie nicht nachvollziehen k&ouml;nnen. Es ist v&ouml;llig intransparent, was &uuml;ber wen und warum von welchen Verfassungsschutz&auml;mtern gespeichert wird. Von diesen &Uuml;berpr&uuml;fungen d&uuml;rfen weder F&ouml;rderung noch Personalien abh&auml;ngen&ldquo;, sagt <strong>Timo Reinfrank, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Amadeu Antonio Stiftung, als Sprecher der BAGD</strong>, einem bundesweiten Zusammenschluss von Initiativen, die sich f&uuml;r eine demokratische Kultur im Gemeinwesen und gegen Rechtsextremismus einsetzen.</p><p>&bdquo;Dass mittlerweile Menschen, die sich f&uuml;r Demokratie einsetzen, zunehmend als Extremisten verd&auml;chtigt und damit als Gefahr angesehen werden, zeigt, wie sehr der Diskurs durch Rechtspopulisten verschoben wurde&ldquo; sagt <strong>Bianca Klose, Sprecherin des BMB e.V. und Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin</strong>. &bdquo;Es ist absurd, wenn f&uuml;r unsere Teams jetzt offenbar die gleichen Zuverl&auml;ssigkeits&uuml;berpr&uuml;fungen gelten sollen, wie sie f&uuml;r Besch&auml;ftigte in Atomkraftwerken oder der Flugsicherheit angelegt werden.&ldquo; Mehr als 40 Mobile Beratungsteams in ganz Deutschland sind in dem Verband vernetzt.</p><p>Die Verb&auml;nde und Tr&auml;ger bekr&auml;ftigen daher ihre Forderung nach einem sofortigen Ende der umstrittenen Praxis: &bdquo;Diese geheimdienstlichen &Uuml;berpr&uuml;fungen m&uuml;ssen beendet werden. Die Mitarbeitenden und die Vereine werden dadurch in unzul&auml;ssiger Weise in ihren Grundrechten beschr&auml;nkt&ldquo;, sagt <strong>Robert Kusche, Vorstandsmitglied des VBRG e.V.</strong>, in dem bundesweit dreizehn unabh&auml;ngige Beratungsstellen f&uuml;r Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt zusammengeschlossen sind. &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen seit knapp zwei Jahrzehnten erfolgreich und professionell Betroffene rechter und rassistischer Gewalt sowie viele unterschiedliche Menschen in ihrem Engagement f&uuml;r Demokratie und Menschenrechte auf der Basis transparenter Standards und Leitlinien. Es gibt keinen Anlass und keine sachliche Grundlage f&uuml;r eine geheimdienstliche &Uuml;berpr&uuml;fung unserer Arbeit.&ldquo;</p><p><strong>Eine Zusammenfassung des Gutachtens sowie dessen vollst&auml;ndige Fassung (48 Seiten), k&ouml;nnen Sie hier als PDF herunterladen:</strong> <a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bundesverband-mobile-beratung.de</a></p><p>F&uuml;r R&uuml;ckfragen zum Gutachten steht Ihnen der Pressesprecher des Bundesverbands Mobile Beratung, Heiko Klare, zur Verf&uuml;gung:<br>
Telefon: 02 51/492-71 09<br>
Mail: klare@bundesverband-mobile-beratung.de</p><p><strong>Zum Hintergrund:</strong><br>
Ende 2017 k&uuml;ndigte die schwarz-gr&uuml;ne Landesregierung in Hessen an, k&uuml;nftig alle gef&ouml;rderten Demokratievereine vom Verfassungsschutz durchleuchten zu lassen. Erst nach breiten Protesten wurde die Ank&uuml;ndigung zur&uuml;ckgezogen.<br>
<a href="http://m.fr.de/rhein-main/landespolitik/extremismus-ueberpruefung-erfolgreicher-aufschrei-a-1406805" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="extremismus ueberpruefung erfolgreicher aufschrei a 1406805 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">http://m.fr.de/rhein-main/landespolitik/extremismus-ueberpruefung-erfolgreicher-aufschrei-a-1406805 </a></p><p>Mitte Mai wurde &uuml;berraschend bekannt, dass seit 2004 bundesweit bereits 51 Demokratieprojekte vom Verfassungsschutz &uuml;berpr&uuml;ft wurden. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.<br>
<a href="http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/020/1902086.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="1902086 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/020/1902086.pdf</a></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-verfassungsrechtlich-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig">Gutachten zur Überprüfung von Demokratieprojekten</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Que faire après une agression raciale ? Vos droits et possibilités en tant que victime, témoin d’acte violent ou parent, proche.</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/franzoesisch/que-faire-apres-une-agression-raciale-vos-droits-et-possibilites-en-tant-que-victime-temoin-dacte-violent-ou-parent-proche</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2016 17:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Français]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeu Antonio]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Notwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Opfer rechter Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Opferperspektive]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.opferperspektive.de/?p=34362</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>Cette version est une courte version de notre brochure. Cliquez ici pour t&eacute;l&eacute;charger notre brochure compl&egrave;te: <a href="https://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2016/01/Perspektiven_Franz_2014.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="Perspektiven Franz 2014 (&ouml;ffnet in neuem Tab)">t&eacute;l&eacute;charger le pdf</a></p><ul>
<li><strong><a name=a01 href=#01>Que faire apr&egrave;s une agression?</a></strong></li>
<li><strong><a name=a02 href=#02>Est-ce que cela vaut la peine de porter plainte?</a></strong></li>
<li><strong><a name=a03 href=#03>Comment porter plainte?</a></strong>
<ul>
<li><a name=a04 href=#04>Comment faire si je crains d&rsquo;y aller seul(e)?</a></li>
<li><a name=a05 href=#05>Le r&ocirc;le de la police et du minist&egrave;re public</a></li>
<li><a name=a06 href=#06>T&eacute;moigner aupr&egrave;s du commissariat de police ou aupr&egrave;s du minist&egrave;re public</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong><a name=a07 href=#07>Que faire, lorsque l&rsquo;auteur de l&rsquo;agression porte plainte lui aussi?</a></strong></li>
<li><strong><a name=a08 href=#08>Combien dure une proc&eacute;dure d&rsquo;enqu&ecirc;te men&eacute;e par la police?</a></strong></li>
<li><strong><a name=a09 href=#09>Interrompre la proc&eacute;dure</a></strong></li>
<li><strong><a name=a10 href=#10>Votre t&eacute;moignage devant le tribunal</a></strong></li>
<li><strong><a name=a11 href=#11>Que signifie se porter partie civile (Nebenklage)?</a></strong>
<ul>
<li><a name=a12 href=#12>Les conditions requises pour se porter partie civile</a></li>
<li><a name=a13 href=#13>Qui prend en charge les frais d&rsquo;avocats (Anwaltskosten)?</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong><a name=a14 href=#14>Dommages et int&eacute;r&ecirc;ts et indemnisation</a></strong>
<ul>
<li><a name=a16 href=#16>Versement d'indemnit&eacute; par l'Office F&eacute;d&eacute;ral de la justice</a></li>
<li><a name=a17 href=#17>CURA- Le Fonds pour les victimes d'extr&ecirc;me droite (Fonds f&uuml;r Opfer rechter Gewalt)</a></li>
<li><a name=a18 href=#18>La loi d&rsquo;indemnisation des victimes (Das Opferentsch&auml;digungsgesetz)</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong><a name=a15 href=#15>M&eacute;diation entre victime et d&eacute;linquant</a></strong></li>
<li><strong><a name=a19 href=#19>Vivre apr&egrave;s une agression</a></strong></li>
<li><strong><a name=a20 href=#20>Sensibiliser le public, effectuer un travail de relations publiques et de communication</a></strong></li>
</ul><div>
<div>
<div>
<h2><a name=01 href=#anfang></a></h2>
<h2>Que faire apr&egrave;s une agression?</h2>
<p><strong>Demander de l&rsquo;aide</strong><br>
Essayez de ne pas vous replier sur vous-m&ecirc;me, mais cherchez plut&ocirc;t l&rsquo;aide et le soutien de vos proches.</p>
<p><strong>Faire constater les coups et blessures par un m&eacute;decin</strong><br>
Rendez-vous chez un m&eacute;decin et faites attester les coups et blessures, m&ecirc;me en cas de blessures apparemment superficielles. Les coups et blessures visibles doivent &ecirc;tre photographi&eacute;s, de m&ecirc;me que vos effets personnels s&rsquo;ils ont &eacute;t&eacute; ab&icirc;m&eacute;s, d&eacute;chir&eacute;s ou en partie d&eacute;truits. Gardez les v&ecirc;tements non lav&eacute;s et les effets personnels que vous portiez au moment de l&rsquo;agression. Ils vous seront utiles, de m&ecirc;me que les photographies et l&rsquo;attestation du m&eacute;decin si vous entamez une proc&eacute;dure judiciaire contre votre agresseur.</p>
<p><strong>&Eacute;crivez le plus rapidement possible un r&eacute;cit des faits</strong><br>
Que vous soyez victime ou t&eacute;moin de la sc&egrave;ne, il est important de raconter dans les d&eacute;tails et le plus vite possible apr&egrave;s les faits comment ceux-ci se sont pr&eacute;cis&eacute;ment d&eacute;roul&eacute;s pour vous. &Eacute;crivez tout ce dont vous pouvez vous souvenir (le d&eacute;roulement pr&eacute;cis des faits, l&rsquo;heure, si l&rsquo;endroit &eacute;tait &eacute;clair&eacute; ou non, l&rsquo;apparence de l&rsquo;agresseur, les paroles entendues ou &eacute;chang&eacute;es&hellip;). Notez m&ecirc;me les petits d&eacute;tails qui, loin d&rsquo;&ecirc;tre insignifiants, peuvent s&rsquo;av&eacute;rer d&eacute;cisifs et tr&egrave;s importants par la suite. Cela vous aidera par ailleurs &agrave; vous souvenir ult&eacute;rieurement des faits, lorsque vous devrez les raconter quelques mots plus tard. &Eacute;crivez ou enregistrez-vous dans votre langue maternelle, cela renforcera votre m&eacute;moire personnelle pour le jour dit.</p>
<h2><a name=02 href=#anfang></a></h2>
<h2>Est-ce que cela vaut la peine de porter plainte?</h2>
<p><strong>Vous h&eacute;sitez &agrave; porter plainte? Vous n&rsquo;&ecirc;tes pas l(a)e seul(e).</strong><br>
Beaucoup de victimes h&eacute;sitent pour plusieurs raisons: certaines l&rsquo;ont d&eacute;j&agrave; fait par le pass&eacute; et on malheureusement fait une mauvaise exp&eacute;rience. Certaines victimes se sont vues par exemple trait&eacute;es par la police comme de vulgaires suspects et pr&eacute;f&egrave;rent dans un premier temps &eacute;viter d&rsquo;y retourner dans la crainte de revivre une exp&eacute;rience similaire.<br>
Voici maintenant pour quelles raisons il est important de porter plainte apr&egrave;s une agression &agrave; caract&egrave;re raciste:</p>
<ul>
<li>Il est n&eacute;cessaire d&rsquo;arr&ecirc;ter les agresseurs et porter plainte est une fa&ccedil;on de leur imposer une limite claire. Il est inacceptable que des &ecirc;tres humains per&ccedil;us par leurs agresseurs comme &laquo;&nbsp;inf&eacute;rieurs&ldquo; se fassent frapper, insulter ou battre pour ces raisons.</li>
<li>Porter plainte est une fa&ccedil;on de montrer &agrave; votre agresseur que vous ne vous laissez pas intimider par lui mais que vous vous d&eacute;fendez.</li>
<li>Porter plainte ne r&eacute;soudra certes pas vos probl&egrave;mes en tant que victime, ni ne fera dispara&icirc;tre les origines sociales du racisme. Cependant, porter plainte est un pas de plus que vous ferez pour sortir de votre r&ocirc;le de victime et pour redevenir actif. Votre plainte vous permet de demander &agrave; l&rsquo;autorit&eacute; judiciaire la condamnation p&eacute;nale de l&rsquo;auteur de l&rsquo;agression.</li>
<li>Porter plainte est n&eacute;cessaire si vous souhaitez faire une demande d&rsquo;indemnisation pour les dommages que vous avez subis.</li>
<li>Une fois votre plainte enregistr&eacute;e par la Police, elle figurera dans les statistiques. Ainsi, elle sera prise en compte dans les chiffres et statistiques sur lesquels se basent par exemple les campagnes de sensibilisation et de lutte contre la violence, le racisme et les discriminations. En effet, le nombre de ces agressions raciales et motiv&eacute;es par une id&eacute;ologie d&rsquo;extr&ecirc;me-droite est toujours sous-estim&eacute; car peu de victimes ne portent malheureusement plainte.</li>
</ul>
<a name=03 href=#anfang></a>
<h2>Comment porter plainte?</h2>
<p><strong>Porter plainte au commissariat de police de votre quartier</strong><br>
Porter plainte signifie qu&rsquo;un d&eacute;lit a &eacute;t&eacute; commis. Vous pouvez vous rendre au poste de police le plus proche de chez vous pour d&eacute;poser votre plainte. Le plus t&ocirc;t possible est le mieux, mais il n&rsquo;y a aucune date limite pour le faire.</p>
<p><strong>Donner une adresse o&ugrave; vous pourrez &ecirc;tre convoqu&eacute; &agrave; tout moment (Ladungsf&auml;hige Anschrift)</strong><br>
Vos noms, date et lieu de naissance ainsi que votre adresse et votre profession vous seront demand&eacute;s lors du d&eacute;p&ocirc;t de plainte. Si vous craignez que votre adresse soit ainsi connue de votre agresseur, il vous est possible de donner une autre adresse o&ugrave; vous serez joignable (o&ugrave; quelqu&rsquo;un vous transmettra votre courrier). Cela peut-&ecirc;tre par exemple l&rsquo;adresse de votre avocat ou la n&ocirc;tre (cf adresse Opferperspektive). Attendez-vous &agrave; ce que la justice et la police puissent vous contacter &agrave; tout moment &agrave; cette adresse.</p>
<p><strong>Votre plainte</strong><br>
Il vous suffit pour certains d&eacute;lits-comme pour des insultes- de remplir un formulaire. Pour ce qui est du d&eacute;p&ocirc;t de plainte, vous devez pour chaque plainte remplir une plainte entra&icirc;nant une poursuite p&eacute;nale (Strafantrag). Vous pouvez le remplir en toute tranquillit&eacute; lors de votre d&eacute;p&ocirc;t de plainte. Cela n&rsquo;engendrera aucun inconv&eacute;nient en ce qui vous concerne. Il vous suffit pour cela de cocher la case &bdquo;Ich stelle Strafantrag&ldquo;sur le formulaire que vous donnera la police.</p>
<p><strong>La police m&egrave;ne alors son enqu&ecirc;te</strong><br>
La police comme le minist&egrave;re public sont alors charg&eacute;s de mener leur enqu&ecirc;te. Votre plainte est alors entre leurs mains et elle ne peut d&eacute;sormais plus &ecirc;tre retir&eacute;e.</p>
<a name=04 href=#anfang></a>
<h2>Comment faire si je crains d&rsquo;y aller seul(e)?</h2>
<p><strong>Faites-vous accompagner par un proche ou par un(e) interpr&egrave;te</strong></p>
<p>Si vous craignez de vous faire mal comprendre ou de vous rendre seul(e) au poste de police, il est tout &agrave; fait possible de vous faire accompagner. Si l&rsquo;allemand n&rsquo;est pas votre langue maternelle et que vous ne vous sentez pas s&ucirc;r(e) de vous dans cette langue &eacute;trang&egrave;re, vous avez droit &agrave; ce qu&rsquo;un(e) interpr&egrave;te vous accompagne gratuitement. Prenez-le!</p>
<p>Vous pouvez &eacute;galement vous faire accompagner au poste de police par un ami proche ou par une personne de confiance de votre choix. Un(e) coll&egrave;gue de &laquo;&nbsp;die Opferperspektive&nbsp;&raquo; vous y accompagne volontiers, n&rsquo;h&eacute;sitez pas &agrave; nous contacter! La police peut d&eacute;cider sur place de faire attendre votre accompagnateur/trice ou lui permettre d&rsquo;assister au d&eacute;p&ocirc;t de votre plainte.</p>
<p><strong>Vous obtenez alors un num&eacute;ro de dossier (Tagebuchnummer)</strong><br>
La police vous donnera un r&eacute;c&eacute;piss&eacute; qu&rsquo;il vous faudra conserver et sur lequel figurera votre num&eacute;ro de dossier. Il facilitera vos d&eacute;marches par la suite.</p>
<p><strong>Votre plainte se doit d&lsquo;&ecirc;tre enregistr&eacute;e par la police</strong><br>
La police est contrainte de recevoir votre plainte, quelle qu&rsquo;elle soit. Mais s&rsquo;il devait arriver qu&rsquo;un policier vous d&eacute;conseille de d&eacute;poser votre plainte, vous renvoie chez vous ou ne soit pas en mesure de vous fournir votre r&eacute;c&eacute;piss&eacute;, ne vous laissez pas faire, demandez par exemple &agrave; parler au sup&eacute;rieur hi&eacute;rarchique.</p>
<p><strong>Demandez si besoin &agrave; parler &agrave; un sup&eacute;rieur hi&eacute;rarchique</strong><br>
Si cela ne vous m&egrave;ne pas plus loin, il peut &ecirc;tre souhaitable en cas de comportements d&eacute;plac&eacute;s de proc&eacute;der &agrave; un recours hi&eacute;rarchique. Contactez-nous, nous vous aiderons dans votre d&eacute;marche.</p>
<a name=05 href=#anfang></a>
<h2>Le r&ocirc;le de la police et du minist&egrave;re public</h2>
<p><strong>Le minist&egrave;re public m&egrave;ne diverses enqu&ecirc;tes</strong><br>
Lorsque la police pense avoir obtenu suffisamment de preuves qu&rsquo;il s&rsquo;agissait d&rsquo;un d&eacute;lit, ils sont oblig&eacute;s d&rsquo;examiner impartialement les faits. Cet examen est conduit par le minist&egrave;re public et se d&eacute;roule sous ses instructions.</p>
<p><strong>L&rsquo;examen impartial</strong><br>
Ce faisant, la police et le minist&egrave;re public allemand ont l&rsquo;obligation d&rsquo;agir en toute impartialit&eacute;, et de prendre en consid&eacute;ration aussi bien les &eacute;l&eacute;ments &agrave; charge que les &eacute;l&eacute;ments &agrave; d&eacute;charge. Ils ne peuvent donc pas se placer enti&egrave;rement de votre c&ocirc;t&eacute;. Vous pouvez par contre compter sur leur jugement neutre et &eacute;quitable. De m&ecirc;me, votre situation particuli&egrave;re en tant que victime sera prise en consid&eacute;ration ainsi que l&rsquo;agression que vous avez subie et ses motivations politiques.</p>
<a name=06 href=#anfang></a>
<h2>T&eacute;moigner aupr&egrave;s du commissariat de police ou aupr&egrave;s du minist&egrave;re public</h2>
<p><strong>Vous &ecirc;tes convoqu&eacute;s par la police</strong><br>
Lors de la proc&eacute;dure p&eacute;nale, voici &agrave; quoi vous devez vous attendre en tant que t&eacute;moin. Un premier interrogatoire se d&eacute;roule au commissariat de police. Celui-ci est vivement conseill&eacute; mais non obligatoire. En effet, en tant que t&eacute;moin, votre d&eacute;position est naturellement tr&egrave;s importante et compte beaucoup. M&ecirc;me si vous n&rsquo;&eacute;tiez pas imm&eacute;diatement en mesure d&rsquo;observer la sc&egrave;ne, vous &ecirc;tes la personne qui peut le mieux informer des dommages caus&eacute;s par l&lsquo;agresseur. La police et le minist&egrave;re public d&eacute;pendent donc particuli&egrave;rement de l&rsquo;aide que vous voudrez bien leur apporter. Un protocole de l&rsquo;interrogatoire vous sera remis pour que vous le signiez. Lisez-le attentivement et corrigez les fautes qui pourraient s&rsquo;y &ecirc;tre gliss&eacute;es.</p>
<p><strong>Convocation au minist&egrave;re public (Ladung bei der Staatsanwaltschaft)</strong><br>
Vous allez recevoir automatiquement une convocation au minist&egrave;re public. Vous pouvez vous y rendre accompagn&eacute; de la personne de votre choix et ceci pour chaque interrogatoire. Si vous &ecirc;tes majeur, les employ&eacute;s vous faisant passer l&rsquo;interrogatoire se doivent de vous faire remplir une demande d&rsquo;autorisation. Vous &ecirc;tre en droit d&rsquo;amener aussi votre avocat. Pensez &agrave; amener tous vos documents (attestations, r&eacute;c&eacute;piss&eacute;s, preuves, photos de blessures, de vos affaires apr&egrave;s l&rsquo;agression, etc.).</p>
<a name=07 href=#anfang></a>
<h2>Que faire, lorsque l&rsquo;auteur de l&rsquo;agression porte plainte lui aussi?</h2>
<p><strong>Le droit de l&eacute;gitime d&eacute;fense (Recht auf Notwehr)</strong></p>
<p>Lors d&rsquo;une agression, vous &ecirc;tes en droit de vous d&eacute;fendre. Cela ne peut en aucun cas se retourner contre vous: la personne en &eacute;tat de l&eacute;gitime d&eacute;fense est irresponsable p&eacute;nalement. Elle ne peut pas &ecirc;tre sanctionn&eacute;e par la justice. Aussi, n&rsquo;ayez pas peur de confier les faits tels qu&rsquo;ils ont eu lieu. Si vous h&eacute;sitez &agrave; raconter des faits que vous soup&ccedil;onnez inappropri&eacute;s ou si vous h&eacute;sitez dans la formulation des faits, n&rsquo;h&eacute;sitez pas &agrave; nous contacter ou &agrave; contacter votre avocat.</p>
<p><strong>Convocation en tant qu&rsquo;accus&eacute; (Ladung als Beschuldigter)</strong></p>
<p>Si l&rsquo;auteur des faits vous accuse &agrave; son tour (ce que les agresseurs font g&eacute;n&eacute;ralement uniquement dans le but de brouiller les pistes) et vous fait convoquer comme accus&eacute;, il suffit qu&rsquo;il manque &agrave; l&rsquo;appel d&rsquo;un seul interrogatoire. Mieux vaut dans ce cas attendre une convocation de la part du minist&egrave;re public ou bien attendre que l&rsquo;auteur retire sa plainte contre vous. Vous devrez par contre vous rendre &agrave; la convocation du minist&egrave;re. &Agrave; cette date au plus tard vous devriez avoir charg&eacute; un avocat de ce dossier.</p>
<p><strong>Clarifier votre statut: victime ou suspect?</strong></p>
<p>La police est dans le devoir de vous informer de votre statut dans cette affaire: &ecirc;tes-vous entendu (e) en tant que victime d&rsquo;un d&eacute;lit ou interrog&eacute;e en tant que suspect? Dans le premier cas et dans le cas o&ugrave; vous faites votre d&eacute;claration &agrave; la police, vous recevez alors le statut de &ldquo;t&eacute;moin-victime&ldquo; ou &bdquo;Opferzeuge&ldquo; et &ecirc;tes alors tenu (e)de t&eacute;moigner et de dire la v&eacute;rit&eacute;.<br>
Dans le second cas, vous &ecirc;tes en droit de refuser de t&eacute;moigner. Si votre r&ocirc;le lors de l&rsquo;interrogatoire ne vous para&icirc;t pas clair, dites-le au personnel de police afin qu&rsquo;ils l&rsquo;ajoutent au protocole.</p>
<a name=08 href=#anfang></a>
<h2>Combien dure une proc&eacute;dure d&rsquo;enqu&ecirc;te men&eacute;e par la police?</h2>
<p><strong>Dur&eacute;e de la proc&eacute;dure</strong><br>
La police a le droit de vous interroger jusqu&rsquo;&agrave; ce qu&rsquo;ils aient obtenu tous les &eacute;l&eacute;ments manquants et n&eacute;cessaires pour achever l&rsquo;enqu&ecirc;te. Lorsque l&rsquo;enqu&ecirc;te polici&egrave;re est termin&eacute;e, votre dossier ainsi que l&rsquo;enqu&ecirc;te sont remis entre les mains du minist&egrave;re public.</p>
<p><strong>Informez-vous de l&rsquo;&eacute;tat actuel de votre dossier</strong><br>
Beaucoup de temps peut passer entre votre d&eacute;p&ocirc;t de plainte et l&rsquo;audience publique, parfois jusqu&rsquo;&agrave; deux ann&eacute;es. Si vous avez l&rsquo;impression que rien n&rsquo;est enclench&eacute; apr&egrave;s votre d&eacute;p&ocirc;t de plainte, vous avez la possibilit&eacute; de vous informer &agrave; tout moment de l&rsquo;&eacute;tat actuel de votre dossier.</p>
<a name=09 href=#anfang></a>
<h2>Interrompre la proc&eacute;dure</h2>
<p><strong>L&lsquo;abandon des poursuites</strong><br>
A la fin de l&rsquo;enqu&ecirc;te men&eacute;e, le minist&egrave;re public d&eacute;cide une mise en comparution devant le tribunal ou bien une interruption des poursuites (par exemple lorsque les preuves sont insuffisantes). Si vous avez clairement communiqu&eacute; lors de la d&eacute;position de votre plainte votre souhait de voir votre agresseur puni, alors le minist&egrave;re se doit de vous transmettre les raisons de l&rsquo;abandon des poursuites.</p>
<p><strong>Plainte par &eacute;crit</strong><br>
Si vous &ecirc;tes d&rsquo;avis que le minist&egrave;re public n&rsquo;a pas pris en compte certains &eacute;l&eacute;ments du dossier ou les a mal interpr&eacute;t&eacute;s et &eacute;valu&eacute;s, vous pouvez vous plaindre par &eacute;crit de la d&eacute;cision de suspension et vous faire aider si besoin pour cela par votre avocat.</p>
<a name=10 href=#anfang></a>
<h2>Votre t&eacute;moignage devant le tribunal</h2>
<p><strong>L&rsquo;acte d&lsquo;accusation</strong></p>
<p>La mise en comparution devant le tribunal &eacute;tant prononc&eacute;e, un acte d&rsquo;accusation est r&eacute;dig&eacute;. Il contient notamment toutes les charges retenues contre l&rsquo;agresseur apr&egrave;s l&rsquo;enqu&ecirc;te et qui lui sont reproch&eacute;es selon la loi. Le tribunal d&eacute;cide par la suite de l&rsquo;admission de la plainte. C&rsquo;est alors que peut commencer l&rsquo;audience publique &agrave; laquelle vous serez convi&eacute;(e).</p>
<p><strong>L&rsquo;interrogatoire des t&eacute;moins</strong></p>
<p>Cet interrogatoire se d&eacute;roule g&eacute;n&eacute;ralement de fa&ccedil;on plus officielle qu&rsquo;un simple interrogatoire au commissariat de police. Alors qu&rsquo;un seul policier vous interrogeait au commissariat, vous serez confront&eacute;(e) lors d&rsquo;une audience publique devant le tribunal correctionnel &agrave; tous les acteurs concern&eacute;s par l&rsquo;agression (c&rsquo;est-&agrave;-dire le Procureur et les repr&eacute;sentants du minist&egrave;re public, les accus&eacute;s et &eacute;ventuellement la partie civile). Vous pouvez demander &agrave; voir la salle d&rsquo;audience auparavant. Cela peut vous aider et vous pr&eacute;parer mentalement. Nous vous conseillons par ailleurs de relire vos notes concernant le r&eacute;cit des faits tels qu&rsquo;ils se sont d&eacute;roul&eacute;s de votre point de vue de t&eacute;moin.</p>
<p><strong>Les personnes impliqu&eacute;es dans la proc&eacute;dure</strong></p>
<p>Les accus&eacute;s sont assis sur le c&ocirc;t&eacute; de la salle d&rsquo;audience, accompagn&eacute;s de leurs avocats. De l&rsquo;autre c&ocirc;t&eacute; sont assis les repr&eacute;sentants du minist&egrave;re public. Dans le cas o&ugrave; vous avez choisi de vous <a name=a11 href=#11>porter partie civile (Nebenklage)</a>, votre avocat se trouve assis aux c&ocirc;t&eacute;s du minist&egrave;re public. Le juge est assis devant. Selon la gravit&eacute; des faits, un &agrave; trois magistrats professionnels seront &eacute;galement pr&eacute;sents dans la salle ainsi que deux jur&eacute;s. De plus, une personne suppl&eacute;mentaire est charg&eacute;e d&rsquo;&eacute;crire le protocole de la proc&eacute;dure. Enfin, le fond de la salle est r&eacute;serv&eacute; aux spectateurs venus assist&eacute;s &agrave; l&rsquo;audience.</p>
<p><strong>Une particularit&eacute;: le droit p&eacute;nal des mineurs (Jugendstrafrecht)</strong></p>
<p>Si les accus&eacute;s ont entre 14 et 18 ans, c&rsquo;est le droit p&eacute;nal des mineurs qui sera appliqu&eacute;. L&rsquo;audience n&rsquo;est dans ce cas pas ouverte au public. Lorsque les accus&eacute;s ont entre 18 et 21 ans, il se peut que le tribunal d&eacute;cide au cas par cas de faire appliquer le droit p&eacute;nal des mineurs et que l&rsquo;audience soit ferm&eacute;e au public.</p>
<p><strong>Un proc&egrave;s est la plupart du temps ouvert au public</strong></p>
<p>Si les accus&eacute;s ont plus de 18 ans, l&rsquo;audience est ouverte au public. Vous pouvez alors inviter proches et amis. Cela peut vous aider &agrave; vous sentir plus &agrave; l&rsquo;aise, plus s&ucirc;r(e) de vous et plus en confiance lors du proc&egrave;s.</p>
<p><strong>Le t&eacute;moignage</strong></p>
<p>Vous n&rsquo;&ecirc;tes pas autoris&eacute; &agrave; &eacute;couter le d&eacute;roulement du proc&egrave;s avant de t&eacute;moigner, afin que votre t&eacute;moignage ne soit pas influenc&eacute; par ce que vous pourriez entendre et reste au plus pr&egrave;s de vos souvenirs. Ainsi, il vous sera demand&eacute; d&rsquo;attendre que l&rsquo;on vous appelle pour entrer dans la salle. Vous serez alors convi&eacute;(e) &agrave; prendre place au centre de la salle. Essayez de ne pas vous laisser impressionner par le ou les accus&eacute;s pr&eacute;sents sur le c&ocirc;t&eacute;. Au mieux, concentrez-vous sur la ou le juge. Vous pouvez en cas de besoin demander &agrave; ce que votre avocat ou une personne de votre choix s&rsquo;assoie &agrave; c&ocirc;t&eacute; de vous.</p>
<p><strong>Informations judiciaires</strong></p>
<p>L&rsquo;interrogatoire d&eacute;bute par l&rsquo;&eacute;num&eacute;ration par le juge de vos droits et de vos devoirs en tant que t&eacute;moin. Il est d&rsquo;usage et m&ecirc;me obligatoire de le rappeler avant chaque t&eacute;moignage, afin de vous rappeler &agrave; votre obligation personnelle de dire la v&eacute;rit&eacute; et &ldquo;rien que la v&eacute;rit&eacute;&rdquo;. Un faux t&eacute;moignage est punissable par la loi. Le juge vous demandera par la suite vos nom, pr&eacute;nom, &acirc;ge, profession et adresse. Il vous demandera &eacute;galement si vous avez un quelconque lien de parent&eacute; avec le ou les accus&eacute;s.</p>
<p><strong>Au sujet de l&lsquo;affaire</strong></p>
<p>Le juge vous demandera ensuite de raconter ce que vous savez de l&rsquo;agression, ce dont vous vous souvenez. Vous devez alors raconter encore une fois tout ce dont vous vous souvenez. Si vous ne vous souveniez plus pr&eacute;cis&eacute;ment de certains &eacute;l&eacute;ments, il est important de le pr&eacute;ciser. Le juge vous posera ensuite d&rsquo;autres questions.</p>
<p><strong>Lecture des d&eacute;positions &agrave; voix haute</strong></p>
<p>Il est possible que certains passages de votre d&eacute;position effectu&eacute;e au commissariat de police vous soient reproch&eacute;s (vorhalten en allemand). Le terme de &bdquo;reproches&ldquo; n&rsquo;a, employ&eacute; par la justice, aucun aspect n&eacute;gatif. Cela signifie au contraire que vos d&eacute;positions seront lues &agrave; voix haute.</p>
<p><strong>Le principe d&rsquo;oralit&eacute;</strong></p>
<p>Il est possible que surviennent quelques r&eacute;p&eacute;titions lors d&rsquo;un interrogatoire judiciaire. Cela ne signifie en aucun cas que vous n&rsquo;avez pas &eacute;t&eacute; jusqu&lsquo;alors entendu(e) ou que votre t&eacute;moignage est mis en doute. Cependant, des d&eacute;tails -comme: dans quelle main l&rsquo;agresseur tenait-il la bouteille? Ou encore&nbsp;: combien de secondes se sont &eacute;coul&eacute;es entre le bruit de verre bris&eacute; et le coup subi?- peuvent jouer un r&ocirc;le d&eacute;terminant dans un tel contexte. En effet, le tribunal doit se faire sa propre id&eacute;e de ce qu&rsquo;il s&rsquo;est pass&eacute; ce jour-l&agrave;. De plus, pour le tribunal, seul compte ce qui est dit lors du proc&egrave;s car les rapports de cause &agrave; effet ne pourront &ecirc;tre &eacute;tablis que par rapport &agrave; ce qui est dit durant l&rsquo;audience.</p>
<p><strong>Qui est en droit de poser des questions?</strong></p>
<p>Toutes les personnes concern&eacute;es par l&rsquo;affaire ainsi que le tribunal sont en droit de poser des questions: le minist&egrave;re public, les avocats de l&rsquo;accus&eacute; tout comme votre avocat.</p>
<p><strong>Appeler le tribunal &agrave; l&rsquo;aide</strong></p>
<p>Vous aurez &agrave; vivre lors de la proc&eacute;dure des moments d&eacute;sagr&eacute;ables, en particulier celui o&ugrave; l&rsquo;avocat de la d&eacute;fense de votre agresseur essaiera de vous d&eacute;stabiliser afin que vous vous contredisiez. Essayez de rester le plus calme possible et le plus concentr&eacute; sur vous et sur votre v&eacute;cu. Si vous deviez avoir l&rsquo;impression d&rsquo;&ecirc;tre malmen&eacute; voire offens&eacute;, adressez-vous au juge. N&rsquo;h&eacute;sitez pas non plus &agrave; dire si vous avez besoin d&rsquo;une pause. Le tribunal est aussi l&agrave; pour vous prot&eacute;ger. Si vous vous &ecirc;tes port&eacute;(e) partie civile, votre avocat peut de m&ecirc;me vous venir en aider si vous le sollicitez.</p>
<p><strong>Pr&ecirc;ter serment, une exception</strong></p>
<p>Dans l&rsquo;ensemble, vous trouverez peu de ressemblances avec les proc&egrave;s que vous avez pu voir &agrave; la t&eacute;l&eacute;vision. C&rsquo;est par exemple seulement &agrave; la fin de votre interrogatoire que l&rsquo;on pourra vous demander ou non de pr&ecirc;ter serment. Cela n&rsquo;est g&eacute;n&eacute;ralement pas demand&eacute; aux victimes d&rsquo;une agression. Apr&egrave;s votre interrogatoire, vous pouvez retourner vous asseoir aupr&egrave;s de votre avocat ou bien avec le public au fond de la salle. Vous &ecirc;tes aussi libre de quitter la salle et de demander apr&egrave;s coup &agrave; votre avocat de vous raconter la suite du d&eacute;roulement du proc&egrave;s.</p>
<a name=11 href=#anfang></a>
<h2>Que signifie se porter partie civile (Nebenklage)?</h2>
<p><strong>Un r&ocirc;le actif</strong></p>
<p>En tant que victime d&rsquo;un acte de violence, vous avez la possibilit&eacute; de vous engager activement dans la proc&eacute;dure de droit p&eacute;nal en d&eacute;cidant de vous faire porter partie civile et de prendre un avocat pour vous d&eacute;fendre. Vous obtiendrez ainsi davantage de droits.</p>
<p><strong>Un droit &agrave; l&rsquo;information &eacute;largi</strong></p>
<p>Vous pouvez d&eacute;cider de vous porter partie civile &agrave; tout moment aupr&egrave;s du tribunal, ceci donc jusqu&rsquo;au jour du proc&egrave;s. Lorsque votre demande est accept&eacute;e, votre avocat est autoris&eacute; &agrave; avoir acc&egrave;s &agrave; votre dossier et peut d&eacute;poser des demandes et des propositions le concernant. Cela vous donne beaucoup plus de possibilit&eacute;s, comme notamment la possibilit&eacute; d&rsquo;&ecirc;tre inform&eacute; de l&rsquo;&eacute;tat de l&rsquo;enqu&ecirc;te en cours men&eacute;e par la police ou celle de conna&icirc;tre la motivation de votre agresseur.</p>
<p><strong>Le droit d&rsquo;&ecirc;tre pr&eacute;sent au tribunal</strong></p>
<p>Durant toute la proc&eacute;dure, votre repr&eacute;sentant, en tant que partie civile, d&eacute;fend vos int&eacute;r&ecirc;ts. Lors de l&rsquo;audience, votre avocat est assis aux c&ocirc;t&eacute;s du minist&egrave;re public et a le droit de poser directement des questions &agrave; l&rsquo;accus&eacute;, de demander une r&eacute;quisition des preuves ou de rejeter les experts et le juge. Il peut vous aider et vous d&eacute;fendre sp&eacute;cialement lors de votre d&eacute;position mais aussi vous prot&eacute;ger des questions offensantes ou irrecevables pos&eacute;es par l&rsquo;avocat de l&rsquo;accus&eacute;.<br>
Par ailleurs, les t&eacute;moins, autoris&eacute;s g&eacute;n&eacute;ralement &agrave; entrer dans la salle d&rsquo;audience une fois l&rsquo;interrogatoire de l&rsquo;accus&eacute; termin&eacute;, peuvent assister au proc&egrave;s d&egrave;s le d&eacute;but s&rsquo;ils se portent partie civile.</p>
<p><strong>Exercer un recours ou faire appel</strong></p>
<p>Enfin, votre avocat peut tenir &agrave; la fin du proc&egrave;s un plaidoyer et demander &agrave; ce que l&rsquo;accus&eacute; soit puni. S&rsquo;il arrivait que l&rsquo;accus&eacute; ne soit pas condamn&eacute;, vous pouvez alors exercer un recours contre la d&eacute;cision de justice.</p>
<a name=12 href=#anfang></a>
<h2>Les conditions requises pour se porter partie civile</h2>
<p><strong>Les d&eacute;lits autorisant la constitution de partie civile</strong></p>
<p>Pour vous constituer partie civile, il faut &ecirc;tre victime d&rsquo;un pr&eacute;judice directement caus&eacute; par l&rsquo;infraction jug&eacute;e. Le pr&eacute;judice doit donc toucher sa propre personne, comme lors d&rsquo;un acte de violence, d&rsquo;une tentative de viol ou de meurtre. Cela n&rsquo;est possible que dans certains cas d&rsquo;insultes, de vol ou autres d&eacute;lits d&rsquo;effraction. Enfin, cela est exclu en ce qui concerne les d&eacute;lits de menace ou de chantage.</p>
<p><strong>Concernant les mineurs</strong></p>
<p>Dans certains cas particuli&egrave;rement graves et seulement dans ces cas-l&agrave;, il est possible de se porter partie civile lorsque les agresseurs sont &acirc;g&eacute;s de moins de 18 ans. Cette proc&eacute;dure est par contre autoris&eacute;e lorsque les agresseurs sont &acirc;g&eacute;s de 18 &agrave; 21 ans.</p>
<p><strong>Se faire repr&eacute;senter par un avocat</strong></p>
<p>Pour mener &agrave; bien votre demande, nous vous conseillons de charger un avocat de votre dossier. De pr&eacute;f&eacute;rence un avocat sp&eacute;cialis&eacute; dans la constitution de partie civile et dans les d&eacute;lits et infractions li&eacute;s &agrave; l&rsquo;extr&ecirc;me-droite, afin de faire valoir au mieux vos droits et int&eacute;r&ecirc;ts, ceci non seulement durant le proc&egrave;s mais aussi d&egrave;s le d&eacute;but de vos d&eacute;marches. Celui-ci peut en effet vous accompagner d&egrave;s lors que la proc&eacute;dure d&rsquo;enqu&ecirc;te a commenc&eacute; et que vous devez t&eacute;moigner au commissariat de police.</p>
<a name=13 href=#anfang></a>
<h2>Qui prend en charge les frais d&rsquo;avocats (Anwaltskosten)?</h2>
<p><strong>En cas de non-lieu </strong></p>
<p>Lorsqu&rsquo;une plainte est d&eacute;pos&eacute;e contre les accus&eacute;s, ceux-ci sont g&eacute;n&eacute;ralement tenus de prendre en charge les frais de proc&eacute;dure tout comme les frais d&rsquo;avocat. En cas de non-lieu et en tant que partie civile, vos frais d&rsquo;avocat seront &eacute;ventuellement &agrave; votre charge.</p>
<p><strong>Les comp&eacute;tences requises</strong></p>
<p>Dans tous les cas, choisissez un avocat comp&eacute;tent capable de vous informer clairement au pr&eacute;alable du co&ucirc;t approximatif de votre d&eacute;marche. Die Opferperspektive vous aide volontiers &agrave; faire votre choix parmi les avocats.</p>
<p><strong>Aide judiciaire</strong></p>
<p>Vous pouvez en principe recevoir une aide judiciaire lors d&rsquo;une proc&eacute;dure p&eacute;nale:<br>
&bull; si pour des raisons personnelles et &eacute;conomiques vous n&rsquo;&ecirc;tes pas en mesure de payer du tout, qu&rsquo;en partie ou seulement en plusieurs fois<br>
&bull; si votre situation personnelle et votre situation juridique sont difficiles<br>
&bull; si vous n&rsquo;&ecirc;tes pas en mesure de d&eacute;fendre vous-m&ecirc;mes vos propres int&eacute;r&ecirc;ts</p>
<p><strong>Demande de restitution</strong></p>
<p>Votre dossier sera examin&eacute; afin de savoir si cette aide vous sera attribu&eacute;e. Pour cela, vous devez remplir un formulaire. Vous pouvez demander ce formulaire au cabinet de votre avocat ou bien &agrave; &bdquo;die Opferperspektive&ldquo;.<br>
Attention: le tribunal peut durant les quatre ann&eacute;es qui suivent la d&eacute;cision de justice d&eacute;finitive demander &agrave; v&eacute;rifier votre situation &eacute;conomique actuelle et, le cas &eacute;ch&eacute;ant, demander un remboursement des frais.</p>
<p><strong>Le droit &agrave; des prestations gratuites (Beratungshilfen)</strong></p>
<p>Contactez l&rsquo;association &bdquo;der Wei&szlig;e Ring&ldquo; pour consulter gratuitement un avocat. En effet, cette association qui vient en aide aux victimes d&rsquo;acte de violence et d&eacute;lictueux offre des bons pour des consultations gratuites. Vous pouvez avec ces bons vous rendre chez l&rsquo;avocat de votre choix. Les frais sont pris en charge par l&rsquo;association. Vous trouverez l&rsquo;adresse de l&rsquo;antenne locale la plus proche de chez vous sur le site de l&rsquo;association (Site internet du <a href="https://www.opferperspektive.de/franzoesisch/que-faire-apres-une-agression-raciale-vos-droits-et-possibilites-en-tant-que-victime-temoin-dacte-violent-ou-parent-proche" aria-label="que faire apres une agression raciale vos droits et possibilites en tant que victime temoin dacte violent ou parent proche"><strong>Wei&szlig;e Ring</strong></a>).<br>
Si vos revenus sont faibles, vous avez aussi la possibilit&eacute; de demander &agrave; percevoir un bon d&rsquo;assistance-conseil aupr&egrave;s du tribunal charg&eacute; de votre affaire. Avec ce bon, vous pouvez vous rendre chez l&rsquo;avocat de votre choix (les frais devant s&rsquo;&eacute;lever &agrave; un minimum de 15 euros).</p>
<p><strong>Le fonds DAV (Fonds des DAV)</strong></p>
<p>L&rsquo;association allemande des avocats dirige une fondation aupr&egrave;s de laquelle vous pouvez remplir un formulaire de demande de prise en charge des frais d&rsquo;avocat. Elle doit &ecirc;tre effectu&eacute;e par le cabinet d&rsquo;avocats qui vous repr&eacute;sente.</p>
<p><strong>Nous sommes &agrave; votre disposition et vous aidons volontiers&hellip;</strong></p>
<p>Si vous avez une question ou un doute concernant la constitution de partie civile, si vous souhaitez savoir quels co&ucirc;ts financiers sont &agrave; pr&eacute;voir, si vous avez besoin de soutien, n&rsquo;h&eacute;sitez pas &agrave; faire appel &agrave; nous et &agrave; notre personnel comp&eacute;tent.</p>
<a name=14 href=#anfang></a>
<h2>Dommages et int&eacute;r&ecirc;ts et indemnisation</h2>
<p><strong>Proc&eacute;dure civile et proc&eacute;dure p&eacute;nale</strong></p>
<p>Il existe des diff&eacute;rences fondamentales entre une proc&eacute;dure civile et une proc&eacute;dure p&eacute;nale. Lors d&rsquo;une proc&eacute;dure p&eacute;nale, c&rsquo;est le procureur ou repr&eacute;sentant du minist&egrave;re public qui porte plainte pour vous contre le ou les agresseurs pour avoir enfreint la loi. Il s&rsquo;agit par ailleurs lors d&rsquo;une proc&eacute;dure civile d&rsquo;obtenir une indemnisation ainsi que des dommages et int&eacute;r&ecirc;ts. Les tribunaux responsables de ces deux proc&eacute;dures ne sont pas les m&ecirc;mes. Ces deux proc&eacute;dures r&eacute;pondent &agrave; des lois et &agrave; des r&egrave;glements fondamentalement diff&eacute;rents.</p>
<p><strong>La plainte de droit civil</strong></p>
<p>Nous vous recommandons fortement d&rsquo;attendre que l&rsquo;agresseur soit jug&eacute; avant d&rsquo;entamer une proc&eacute;dure civile. En effet, le verdict final contiendra s&ucirc;rement des informations qui vous seront utiles par la suite pour justifier votre plainte.</p>
<p><strong>Plainte avec constitution de partie civile (Adh&auml;sionsverfahren)</strong></p>
<p>Vous avez en tant que victime d&rsquo;un d&eacute;lit ou d&rsquo;un acte de violence la possibilit&eacute; de faire valoir lors d&rsquo;une proc&eacute;dure p&eacute;nale le versement de dommages et int&eacute;r&ecirc;ts et d&rsquo;une indemnisation lorsque l&rsquo;agresseur &eacute;tait majeur ou &acirc;g&eacute; d&rsquo;au minimum 18 ans au moment du d&eacute;lit. Cela s&rsquo;appelle une plainte avec constitution de partie civile ou en allemand Adh&auml;sionsverfahren. Vous pourrez entamer cette proc&eacute;dure en vous rendant au tribunal. N&rsquo;h&eacute;sitez pas &agrave; en parler auparavant &agrave; votre avocat et &agrave; parler ensemble des avantages et des inconv&eacute;nients de cette d&eacute;marche.</p>
<p><strong>S&lsquo;informer auparavant sur les frais &eacute;ventuels &agrave; pr&eacute;voir</strong></p>
<p>Nous vous conseillons de parler &agrave; votre avocat de la proc&eacute;dure &agrave; engager contre votre agresseur (p&eacute;nale ou civile). Il peut aussi vous &eacute;clairer sur la question des frais et co&ucirc;ts non n&eacute;gligeables qui risquent de s&rsquo;imposer &agrave; vous dans un cas comme dans l&rsquo;autre.</p>
<p><strong>Faire valoir vos droits</strong></p>
<p>Si vous optez pour une proc&eacute;dure civile, il s&rsquo;agit alors de faire valoir vos droits contre votre agresseur et de pr&eacute;tendre &agrave; une indemnisation. Si vous obtenez gain de cause, vous obtiendrez avec le verdict final un titre juridique (Rechtstitel) qui devra &ecirc;tre appliqu&eacute; au d&eacute;savantage de votre agresseur. Cela signifie qu&rsquo;il devra se charger lui-m&ecirc;me des frais de la proc&eacute;dure ainsi que des frais d&rsquo;avocat. Toutefois, il se peut que l&rsquo;application &eacute;choue en raison de l&rsquo;incapacit&eacute; de l&rsquo;agresseur &agrave; payer. Il est alors malheureusement possible, dans le cadre d&rsquo;une proc&eacute;dure civile et ceci malgr&eacute; votre titre juridique, que vous vous retrouviez en situation de devoir assumer non seulement vos frais d&rsquo;avocat, mais aussi une partie des co&ucirc;ts de la proc&eacute;dure (comme par exemple les frais d&rsquo;expertise).</p>
<p><strong>Une aide judiciaire limit&eacute;e</strong></p>
<p>De m&ecirc;me que pour la proc&eacute;dure p&eacute;nale, vous pouvez, lorsque vous entamez une proc&eacute;dure civile, demander une aide judiciaire. A la condition que votre plainte contre l&rsquo;agresseur ait une chance de r&eacute;ussir et que vous disposiez de moyens financiers suffisants pour vous engager dans cette proc&eacute;dure et d&eacute;poser votre plainte.</p>
<a name=15 href=#anfang></a>
<h2>M&eacute;diation entre victime et d&eacute;linquant</h2>
<p><strong>Accord &agrave; l&rsquo;amiable (T&auml;ter-Opfer-Ausgleich)</strong></p>
<p>Un accord &agrave; l&rsquo;amiable est un accord extra-judiciaire. L&rsquo;objectif est de parvenir &agrave; un accord de r&eacute;paration des dommages subis. Cet accord est conclu entre la victime et l&rsquo;agresseur gr&acirc;ce &agrave; une m&eacute;diation neutre. Il peut par exemple prendre la forme de la n&eacute;gociation d&rsquo;une indemnisation. Le minist&egrave;re public peut d&eacute;cider d&rsquo;arr&ecirc;ter provisoirement la proc&eacute;dure d&rsquo;enqu&ecirc;te dans le cas de d&eacute;lits tels qu&rsquo;une insulte, du chantage, des dommages mat&eacute;riels ou bien des coups et blessures. Elle sera alors transmise et confi&eacute;e au bureau de conciliation correspondant.</p>
<p><strong>Accord de r&eacute;paration</strong></p>
<p>Si un accord est fructueux aux yeux du minist&egrave;re public, la proc&eacute;dure d&rsquo;enqu&ecirc;te prendra fin ou bien un accord aura des r&eacute;percussions att&eacute;nuantes pour l&rsquo;agresseur. En revanche, si l&rsquo;accord &agrave; l&rsquo;amiable &eacute;choue, l&rsquo;enqu&ecirc;te engag&eacute;e contre l&rsquo;agresseur reprendra &agrave; nouveau.</p>
<p><strong>Le d&eacute;roulement</strong></p>
<p>G&eacute;n&eacute;ralement, des entretiens sont propos&eacute;s s&eacute;par&eacute;ment aux victimes comme aux accus&eacute;s au sein du bureau de conciliation. Il est possible de vous y faire accompagner par une personne de votre confiance, un proche ou un employ&eacute; de notre association die Opferperspektive. Vous n&rsquo;avez donc aucune raison de craindre d&rsquo;affronter votre agresseur seul(e) et sans soutien &agrave; cette occasion. De plus, un accord &agrave; l&rsquo;amiable ne peut pas avoir lieu sans votre accord ou contre votre volont&eacute;.</p>
<p><strong>Les avantages</strong></p>
<p>R&eacute;fl&eacute;chissez bien avant de prendre la d&eacute;cision de vous engager dans cette proc&eacute;dure. Un accord &agrave; l&rsquo;amiable a fondamentalement beaucoup d&rsquo;avantages pour la victime car elle lui permet d&rsquo;affronter l&rsquo;agresseur autrement que lors d&rsquo;une proc&eacute;dure p&eacute;nale devant le tribunal. De plus, cette proc&eacute;dure moins contraignante pour ce qui est des formalit&eacute;s administratives vous permet d&rsquo;obtenir rapidement un d&eacute;dommagement.</p>
<p><strong>Les inconv&eacute;nients</strong></p>
<p>Par ailleurs, de nombreux actes de violence sont inappropri&eacute;s en pratique &agrave; ce genre de proc&eacute;dure. Par exemple, lorsque les agresseurs ne sont pas du tout conscients du pr&eacute;judice qu&rsquo;ils vous ont caus&eacute;, parce que leur acte est fond&eacute; sur leur id&eacute;ologie politique et que leur entourage les encourage et les soutient dans leurs actes.</p>
<p><strong>Prenez le temps de r&eacute;fl&eacute;chir avant de vous d&eacute;cider</strong></p>
<p>En tant que victime d&rsquo;un d&eacute;lit ou d&rsquo;un acte de violence &agrave; caract&egrave;re raciste ou d&rsquo;extr&ecirc;me-droite, nous vous conseillons de bien r&eacute;fl&eacute;chir et de bien prendre en consid&eacute;ration toutes les conditions requises avant de vous d&eacute;cider. Nous sommes &agrave; disposition pour toute question, en cas de doute ou si vous avez besoin d&rsquo;accompagnement dans votre prise de d&eacute;cision.</p>
<a name=16 href=#anfang></a>
<h2>Versement d&rsquo;indemnit&eacute; par l&rsquo;Office F&eacute;d&eacute;ral de la justice</h2>
<p><strong>Le Fonds pour les victimes de violences d&rsquo;extr&ecirc;me-droite</strong></p>
<p>Vous disposez d&rsquo;une possibilit&eacute; suppl&eacute;mentaire pour obtenir une indemnisation. En effet, depuis le 1er janvier 2007, l&rsquo;Office f&eacute;d&eacute;ral allemand de la justice dispose d&rsquo;un Fonds destin&eacute; &agrave; d&eacute;dommager rapidement et sans contrainte bureaucratique les victimes de violence raciste ou antis&eacute;mite.</p>
<p><strong>Qui a le droit de d&eacute;poser une demande?</strong></p>
<p>Toute personne victime d&rsquo;un acte de violence d&rsquo;extr&ecirc;me-droite, antis&eacute;mite, raciste ayant entra&icirc;n&eacute; des dommages corporels ou des probl&egrave;mes de sant&eacute;, mais aussi les personnes ayant surv&eacute;cu &agrave; une tentative de meurtre ainsi que les personnes venues au secours d&rsquo;une tierce personne et ayant &eacute;t&eacute; bless&eacute;es &agrave; cette occasion (blessures physiques, menaces, atteintes &agrave; l&rsquo;honneur). Les d&eacute;g&acirc;ts mat&eacute;riels ne seront par contre ici pas indemnis&eacute;s.</p>
<p><strong>Quelles sont les conditions requises?</strong></p>
<p>Votre demande sera certainement fructueuse dans le cas de motifs antis&eacute;mites, racistes ou li&eacute;s &agrave; l&rsquo;extr&ecirc;me-droite. Il n&rsquo;est pas n&eacute;cessaire qu&rsquo;une enqu&ecirc;te ait eu lieu ou soit en cours contre votre agresseur. Par contre, vous devez avoir auparavant port&eacute; plainte contre l&rsquo;agresseur.</p>
<p><strong>Que vous sera-t-il demand&eacute; dans le formulaire?</strong></p>
<p>Il vous sera demand&eacute; de donner une description pr&eacute;cise de l&rsquo;incident avec notamment des renseignements sur le lieu du d&eacute;lit, l&rsquo;heure ainsi que des indications sur les motivations id&eacute;ologiques et li&eacute;es &agrave; l&rsquo;extr&ecirc;me-droite de l&rsquo;agression. De m&ecirc;me, les blessures endur&eacute;es devront &ecirc;tre clairement expos&eacute;es. Nous vous conseillons d&rsquo;y joindre les photos prises apr&egrave;s l&rsquo;incident ainsi que l&rsquo;attestation et la facture m&eacute;dicales du m&eacute;decin qui a constat&eacute; apr&egrave;s le d&eacute;lit vos coups et blessures.</p>
<p><strong>Demande de r&eacute;paration pour pr&eacute;judice moral</strong></p>
<p>En remplissant et en d&eacute;posant le formulaire, vous autorisez en tant que personne l&eacute;s&eacute;e l&rsquo;Office f&eacute;d&eacute;ral de la justice &agrave; consulter vos dossiers gard&eacute;s au commissariat de police aussi bien qu&rsquo;au minist&egrave;re public ou au tribunal afin de v&eacute;rifier la v&eacute;racit&eacute; de vos d&eacute;clarations. Si votre demande est accept&eacute;e et qu&rsquo;une certaine somme vous est attribu&eacute;e par l&rsquo;Office f&eacute;d&eacute;ral comme indemnisation, ce dernier prendra alors votre place en quelque sorte et poursuivra en justice l&rsquo;agresseur afin de lui r&eacute;clamer cette m&ecirc;me somme qu&rsquo;il vous a donn&eacute;e.</p>
<p><strong>Quand d&eacute;poser votre demande?</strong></p>
<p>M&ecirc;me si une demande peut &ecirc;tre faite imm&eacute;diatement apr&egrave;s l&rsquo;agression aupr&egrave;s de l&rsquo;Office f&eacute;d&eacute;ral de la justice, il est souvent plus judicieux d&rsquo;attendre que la proc&eacute;dure p&eacute;nale soit termin&eacute;e. Ceci en particulier lorsque la motivation de l&rsquo;agression demande d&rsquo;&ecirc;tre approfondie. Parlez-en avec nous, nous vous indiquerons quand faire au mieux votre demande. Nous nous aidons aussi volontiers &agrave; remplir le formulaire de demande. Vous trouverez <strong><a href="https://www.opferperspektive.de/franzoesisch/que-faire-apres-une-agression-raciale-vos-droits-et-possibilites-en-tant-que-victime-temoin-dacte-violent-ou-parent-proche" aria-label="que faire apres une agression raciale vos droits et possibilites en tant que victime temoin dacte violent ou parent proche">ici</a> </strong>l&rsquo;adresse de l&rsquo;Office f&eacute;d&eacute;ral de la justice.</p>
<a name=17 href=#anfang></a>
<h2>CURA- Le Fonds pour les victimes d&rsquo;extr&ecirc;me droite (Fonds f&uuml;r Opfer rechter Gewalt)</h2>
<p><strong>Obtenir de l&rsquo;aide rapidement et sans grandes contraintes administratives</strong><br>
Vous pouvez aupr&egrave;s obtenir une aide rapide aupr&egrave;s du Fonds pour victimes d&rsquo;extr&ecirc;me-droite CURA de la fondation Amadeu Antonio en remplissant rapidement quelques formulaires qui couvriront par exemple vos frais d&rsquo;avocat, vos frais m&eacute;dicaux ou les co&ucirc;ts engendr&eacute;s &agrave; cause de l&rsquo;agression. Les moyens du Fonds restent toutefois bien entendu limit&eacute;s. Vous trouverez leur adresse<a href="https://www.opferperspektive.de/franzoesisch/que-faire-apres-une-agression-raciale-vos-droits-et-possibilites-en-tant-que-victime-temoin-dacte-violent-ou-parent-proche" aria-label="que faire apres une agression raciale vos droits et possibilites en tant que victime temoin dacte violent ou parent proche"> ici</a>.</p>
<a name=18 href=#anfang></a>
<h2>La loi d&rsquo;indemnisation des victimes (Das Opferentsch&auml;digungsgesetz)</h2>
<p><strong>Le remboursement des frais et soins m&eacute;dicaux</strong></p>
<p>Vous &ecirc;tes en droit de faire une demande d&rsquo;indemnisation d&rsquo;apr&egrave;s cette loi (Opferentsch&auml;digungsgesetz (OEG) si vous avez &eacute;t&eacute; bless&eacute; au cours d&rsquo;une agression et que vous devez b&eacute;n&eacute;ficier pour cela dans un futur proche de soins m&eacute;dicaux. Par exemple, si votre dentition, vos lunettes ont &eacute;t&eacute; cass&eacute;es ou endommag&eacute;es mais aussi si vous avez contract&eacute; depuis l&rsquo;incident une maladie physique chronique ou destin&eacute;e &agrave; perdurer dans le temps.</p>
<p><strong>Pas de d&eacute;g&acirc;ts mat&eacute;riels, pas d&rsquo;indemnisation</strong></p>
<p>Si votre demande est accept&eacute;e, l&rsquo;Office charg&eacute; des affaires sociales (Amt f&uuml;r Soziales und Versorgung) prend alors en charge tous les frais m&eacute;dicaux li&eacute;s &agrave; l&rsquo;incident pour les ann&eacute;es &agrave; venir (par exemple les frais de vos nouvelles lunettes ou un s&eacute;jour dans une clinique de r&eacute;&eacute;ducation. Ce formulaire selon la loi OEG ne vous emp&ecirc;che bien &eacute;videmment pas de faire une demande d&rsquo;indemnisation, (Schmerzensgeld). Par ailleurs, les d&eacute;g&acirc;ts mat&eacute;riels ne sont selon l&rsquo;OEG que tr&egrave;s peu rembours&eacute;s.</p>
<p><strong>Qui peut d&eacute;poser une demande?</strong><br>
Toute victime bless&eacute;e ou l&eacute;s&eacute;e physiquement, volontairement empoisonn&eacute;e, br&ucirc;l&eacute;e ou victime d&rsquo;un attentat &agrave; la bombe peut faire une demande. Vous pouvez de m&ecirc;me d&eacute;poser votre demande si vous avez &eacute;t&eacute; bless&eacute; en vous d&eacute;fendant lors de l&rsquo;agression. Dans certains cas, les r&eacute;fugi&eacute;s en sont malheureusement exclus &agrave; cause de leur titre de s&eacute;jour. Les personnes charg&eacute;es des dossiers ont toutefois une certaine marge de man&oelig;uvre, c&rsquo;est pourquoi nous vous encourageons &agrave; tenter toujours votre chance en d&eacute;posant votre demande. Nous vous aidons volontiers &agrave; formuler votre demande. Vous trouverez <strong><a href="https://www.opferperspektive.de/franzoesisch/que-faire-apres-une-agression-raciale-vos-droits-et-possibilites-en-tant-que-victime-temoin-dacte-violent-ou-parent-proche" aria-label="que faire apres une agression raciale vos droits et possibilites en tant que victime temoin dacte violent ou parent proche">ici</a></strong> les adresses des services d&rsquo;assistance charg&eacute;s de vous aider.</p>
<a name=19 href=#anfang></a>
<h2>Vivre apr&egrave;s une agression</h2>
<p><strong>Les cons&eacute;quences psychologiques</strong></p>
<p>Si les coups et blessures sont g&eacute;n&eacute;ralement visibles, ils sont aussi g&eacute;n&eacute;ralement per&ccedil;us par l&rsquo;entourage, soign&eacute;s et pris en charge. Il arrive cependant qu&rsquo;une agression laisse un corps intact mais un &ecirc;tre &eacute;motionnellement en &eacute;tat de choc, boulevers&eacute; et profond&eacute;ment traumatis&eacute;. Les victimes souffrent g&eacute;n&eacute;ralement de coups et de blessures physiques mais aussi psychologiques.</p>
<p><strong>Une atteinte &agrave; l&rsquo;int&eacute;grit&eacute; physique et psychique</strong></p>
<p>Les cons&eacute;quences qui suivent une telle agression vont se manifester chez chaque personne concern&eacute;e de fa&ccedil;on diff&eacute;rente. Certains vont d&eacute;velopper une certaine m&eacute;fiance et de la crainte &agrave; l&rsquo;&eacute;gard d&rsquo;autrui ou d&rsquo;inconnus, d&rsquo;autres vont d&eacute;velopper des troubles du sommeil, ou devenir irritables et souffrir de cauchemars et d&rsquo;&eacute;puisement. D&lsquo;autres &eacute;vitent les lieux de l&rsquo;agression et ne sortent que tr&egrave;s peu de chez eux, ne cessant pas de penser &agrave; l&rsquo;agression ou &eacute;tant constamment saisis par la peur de revivre l&rsquo;&eacute;v&eacute;nement.</p>
<p><strong>Un sentiment de s&eacute;curit&eacute; perturb&eacute;</strong></p>
<p>M&ecirc;me si beaucoup ont alors le sentiment de devenir &bdquo;fous&ldquo; et ne se reconnaissent plus, sachez que ces r&eacute;actions sont tout &agrave; fait normales. Elles sont une tentative de faire face et d&rsquo;int&eacute;grer l&rsquo;exp&eacute;rience v&eacute;cue. En effet, la violence subie vient &eacute;branler le sentiment de s&eacute;curit&eacute; de la personne touch&eacute;e. Par de tels actes de haine, les agresseurs donnent un message tr&egrave;s clair &agrave; entendre: vous n&rsquo;&ecirc;tes pas les bienvenus ici, quittez les lieux! Dans le pire des cas, ils d&eacute;nient le droit des personnes qu&rsquo;ils attaquent &agrave; vivre et &agrave; exister comme tout un chacun. Ces messages sont clairement entendus par les victimes et par leur entourage. L&rsquo;entourage, qui s&rsquo;identifie souvent &agrave; la victime, peut se sentir alors lui-m&ecirc;me, en tant que &bdquo;victime potentielle&ldquo;, menac&eacute;.</p>
<p><strong>Et encore, il s&rsquo;agit souvent seulement de &bdquo;la partie &eacute;merg&eacute;e de l&rsquo;iceberg&ldquo;&hellip;</strong></p>
<p>De nombreuses personnes touch&eacute;es par des actes de violence raciste ont d&eacute;j&agrave; fait auparavant plusieurs exp&eacute;riences de discrimination. L&rsquo;agression v&eacute;cue n&rsquo;est souvent que &bdquo;la partie &eacute;merg&eacute;e de l&rsquo;iceberg&ldquo; des exclusions et discriminations quotidiennes. La r&eacute;p&eacute;tition des traumatismes rend l&rsquo;agression subie et r&eacute;cente plus difficile &agrave; int&eacute;grer. En effet, cette agression peut venir s&rsquo;ajouter &agrave; d&rsquo;autres exp&eacute;riences anciennes de violence ou &agrave; l&rsquo;exp&eacute;rience v&eacute;cue de l&rsquo;exil, exp&eacute;riences qui vont alors &ecirc;tre r&eacute;actualis&eacute;es. La personne touch&eacute;e pourra avoir pour ces raisons beaucoup de difficult&eacute;s &agrave; reprendre un train de vie normal.</p>
<p><strong>Partagez en parlant autour de vous de ce que vous ressentez</strong></p>
<p>M&ecirc;me si vous voulez oublier le plus rapidement possible l&rsquo;agression que vous avez subie, il est essentiel d&rsquo;en parler. Par exemple &agrave; vos amis et parents proches. Cela aide de nombreuses victimes de trouver quelqu&rsquo;un &agrave; qui en parler. Pour d&rsquo;autres personnes, il peut &ecirc;tre plus facile de parler de tout et ouvertement &agrave; quelqu&rsquo;un de neutre, comme par exemple avec un professionnel. N&rsquo;h&eacute;sitez pas dans ce cas-l&agrave; &agrave; faire appel &agrave; nous, nous sommes &agrave; votre disposition et &agrave; votre &eacute;coute.</p>
<p><strong>Laissez-vous le temps</strong></p>
<p>Il est important de vous autoriser &agrave; vous laisser le temps dont vous avez besoin pour int&eacute;grer cette exp&eacute;rience difficile. En m&ecirc;me temps, n&rsquo;oubliez pas de vivre et de sortir, de reprendre de temps en temps consciemment les activit&eacute;s que vous aimiez et qui vous apportaient beaucoup avant les faits. La plupart du temps, les souvenirs diminuent avec la peur apr&egrave;s quelques semaines et le quotidien reprend petit &agrave; petit son cours.</p>
<p><strong>Demandez de l&rsquo;aide professionnelle et comp&eacute;tente en cas de besoin</strong></p>
<p>Si vous ne parvenez pas &agrave; reprendre vos activit&eacute;s normales apr&egrave;s quelques semaines, comme si l&rsquo;&eacute;v&eacute;nement venait d&rsquo;avoir lieu, si les images de l&rsquo;agression vous hantent tel un flash-back et que vous n&rsquo;arr&ecirc;tez pas d&rsquo;y penser, allez chercher de l&rsquo;aide ou demandez &agrave; quelqu&rsquo;un de prendre rendez-vous pour vous. Plus t&ocirc;t vous serez aid&eacute; et accompagn&eacute;, moins vous souffrirez et moins vous souffrirez longtemps. Chacun peut voir les d&eacute;g&acirc;ts mat&eacute;riels et physiques d&rsquo;une agression, mais les traces psychiques restent souvent invisibles. Il est pourtant essentiel de les prendre en charge et de les soigner tout comme un coup ou une blessure physique. Nous pouvons vous recommander &agrave; des professionnels comp&eacute;tents qui vous expliqueront comment g&eacute;rer la peur et le stress post-traumatiques.</p>
<a name=20 href=#anfang></a>
<h2>Sensibiliser le public, effectuer un travail de relations publiques et de communication</h2>
<p><strong>Lancer le d&eacute;bat</strong></p>
<p>Engager une proc&eacute;dure p&eacute;nale contre l&rsquo;agresseur ne r&eacute;soudra pas le probl&egrave;me de la violence d&rsquo;extr&ecirc;me-droite. Dans les villes ou dans les villages, &agrave; l&rsquo;&eacute;cole ou sur le lieu de travail, beaucoup de personnes refusent encore aujourd&rsquo;hui de percevoir le racisme comme un probl&egrave;me de soci&eacute;t&eacute;. Effectuer un travail de sensibilisation peut &eacute;veiller le public, d&eacute;clencher prises de conscience, r&eacute;flexion et d&eacute;bats.</p>
<p><strong>L&rsquo;importance des relations publiques</strong></p>
<p>La forme que vous choisirez et le moment o&ugrave; vous interviendrez sont importants. Nous vous conseillons d&rsquo;y r&eacute;fl&eacute;chir auparavant en toute conscience. Il y a diff&eacute;rentes fa&ccedil;ons d&rsquo;atteindre un large public (&eacute;crire un communiqu&eacute; de presse, dans le courrier des lecteurs, organiser une r&eacute;union d&rsquo;information, tenir un stand d&rsquo;information lors d&rsquo;une manifestation ou d&rsquo;un rassemblement).<br>
Si vous optez pour un reportage et que la presse raconte votre exp&eacute;rience, il se peut que vous ayez le sentiment d&rsquo;&ecirc;tre la seule personne touch&eacute;e par le racisme, comme si aucun cas de violence &agrave; caract&egrave;re raciste n&rsquo;avait jamais &eacute;t&eacute; recens&eacute; dans toute la ville.</p>
<p><strong>Dans quel(s) but(s)?</strong></p>
<p>R&eacute;fl&eacute;chissez aux moyens les plus appropri&eacute;s pour vous. Posez la question du but de votre d&eacute;marche: qui voulez-vous toucher? Souhaitez-vous parler avec des journalistes et &ecirc;tre interview&eacute;? Avec qui souhaitez-vous travailler &agrave; cette occasion (avec des syndicats, avec un comit&eacute; d&rsquo;action et de d&eacute;fense des r&eacute;fugi&eacute;s, avec des Eglises, des repr&eacute;sentants de partis politiques, avec des membres d&rsquo;un groupe de gauche, ou bien avec une alliance locale contre la droite?</p>
<p><strong>Nous nous ferons un plaisir de vous conseiller</strong><br>
Sur ce sujet aussi, nous vous conseillons volontiers. Nous vous recommandons &eacute;galement de discuter avec votre avocat par exemple de la fa&ccedil;on dont vous d&eacute;crirez l&rsquo;agression &agrave; la presse et du moment appropri&eacute; pour le faire ou autrement dit des cons&eacute;quences plus ou moins judicieuses que vos d&eacute;cisions pourraient avoir concernant ces diff&eacute;rents points.</p>
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</div><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/franzoesisch/que-faire-apres-une-agression-raciale-vos-droits-et-possibilites-en-tant-que-victime-temoin-dacte-violent-ou-parent-proche">Que faire après une agression raciale ? Vos droits et possibilités en tant que victime, témoin d’acte violent ou parent, proche.</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Eine Nacht, die vieles in der Stadt verändert hat. Vor 20 Jahren starb Amadeu Antonio</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/eine-nacht-die-vieles-in-der-stadt-veraendert-hat-vor-20-jahren-starb-amadeu-antonio</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Materialien]]></category>
		<category><![CDATA[Materialien­­ & Publikationen]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeu Antonio]]></category>
		<category><![CDATA[rechte Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Todesopfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 6. Dezember 2010 jährt sich zum zwanzigsten Mal der Todestag von Amadeu Antonio Kiowa. Eine Zeitung, die als Beilage der Märkischen Oderzeitung im Barnim erscheint, erinnert an die Ereignisse vor 20 Jahren und wirft Fragen nach dem Gedenken an Opfer rechter Gewalt auf.</p>
<p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/eine-nacht-die-vieles-in-der-stadt-veraendert-hat-vor-20-jahren-starb-amadeu-antonio">Eine Nacht, die vieles in der Stadt verändert hat. Vor 20 Jahren starb Amadeu Antonio</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p>In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 wurde der Angolaner von rechten Jugendlichen, die &raquo;N-Wort aufklatschen&laquo; wollten, zu Tode gepr&uuml;gelt. Der 28-J&auml;hrige starb zw&ouml;lf Tage sp&auml;ter an den Folgen des Angriffs.</p><p>Kaum ein anderes Ereignis hat Eberswalde in den letzten Jahrzehnten so gepr&auml;gt. In der damals erst wenige Wochen alten wiedervereinten Bundesrepublik war Amadeu Antonio eines der ersten Todesopfer rechter Gewalt, &uuml;ber das &ouml;ffentlich gesprochen wurde.</p><h2>Inhalt</h2><ul>
<li><a title="Vor 20 Jahren starb Amadeu Antonio" href="/aktuelles/vor-20-jahren-starb-amadeu-antonio" aria-label="vor 20 jahren starb amadeu antonio">Vor 20 Jahren starb Amadeu Antonio</a></li>
<li><a title="Vertragsarbeit in Eberswalde" href="/aktuelles/vertragsarbeit-in-eberswalde" aria-label="vertragsarbeit in eberswalde">Vertragsarbeit in Eberswalde</a></li>
<li><a title="Wer meint, wir sind &uuml;ber den Berg, der irrt sich. Eberswalde 20 Jahre nach dem Mord an Amadeu Antonio. Ein Gespr&auml;ch" href="/aktuelles/wer-meint-wir-sind-ueber-den-berg-der-irrt-sich" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="wer meint wir sind ueber den berg der irrt sich (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Wer meint, wir sind &uuml;ber den Berg, der irrt sich</a>.&ndash; Eberswalde 20 Jahre nach dem Mord an Amadeu Antonio. Ein Gespr&auml;ch</li>
<li><a title="Das Bier, die Diskothek, der Mob. Niedrige Strafen f&uuml;r die T&auml;ter" href="/aktuelles/das-bier-die-diskothek-der-mob" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="das bier die diskothek der mob (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Das Bier, die Diskothek, der Mob</a>. &ndash; Niedrige Strafen f&uuml;r die T&auml;ter</li>
<li><a title="Der Soundtrack der Neonazis. Rechte Strukturen und Aktivit&auml;ten in der Region Barnim" href="/aktuelles/der-soundtrack-der-neonazis" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="der soundtrack der neonazis (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Der Soundtrack der Neonazis</a>&ndash; Rechte Strukturen und Aktivit&auml;ten in der Region Barnim</li>
<li><a title="Nicht blo&szlig; eine Rangelei unter Jugendlichen. Vor zehn Jahren wurde Falko L&uuml;dtke das zweite Todesopfer rechter Gewalt in Eberswalde" href="/aktuelles/nicht-bloss-eine-rangelei-unter-jugendlichen" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="nicht bloss eine rangelei unter jugendlichen (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Nicht blo&szlig; eine Rangelei unter Jugendlichen</a> &ndash; Vor zehn Jahren wurde Falko L&uuml;dtke das zweite Todesopfer rechter Gewalt in Eberswalde</li>
<li><a title="Eine Form finden, die dem Opfer gerecht wird. Wie kann man an Opfer rechter Gewalt erinnern? Ein Gespr&auml;ch mit David Begrich" href="/aktuelles/eine-form-finden-die-dem-opfer-gerecht-wird" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="eine form finden die dem opfer gerecht wird (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Eine Form finden, die dem Opfer gerecht wird</a> &ndash; Wie kann man an Opfer rechter Gewalt erinnern? Ein Gespr&auml;ch mit David Begrich</li>
<li><a title="Gedenken an Amadeu Antonio" href="/aktuelles/gedenken-an-amadeu-antonio" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="gedenken an amadeu antonio (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Gedenken an Amadeu Antoni</a> &ndash; Zahlreichen Veranstaltungen erinnern an den Tod von Amadeu Antonio</li>
<li><a title="Aktiv in Eberswalde" href="/aktuelles/aktiv-in-eberswalde" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="aktiv in eberswalde (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Aktiv in Eberswalde</a></li>
</ul><p><em>Die Herausgabe der Zeitung &raquo;Eine Nacht, die vieles in der Stadt ver&auml;ndert hat&laquo; wurde unterst&uuml;tzt von der Koordinierungsstelle &raquo;Tolerantes Brandenburg&laquo;.</em></p><hr><h4></h4><h4>Files:</h4><p><span class="doc_attach"> A<a href="/wp-content/uploads/2010/12/amadeu_antonio_beilage_web.pdf" aria-label="amadeu antonio beilage web">madeu_Antonio_Beilage_Web</a><br>
[2010, 4 Seiten]<br>
application/pdf &nbsp;819.9 KB </span></p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/eine-nacht-die-vieles-in-der-stadt-veraendert-hat-vor-20-jahren-starb-amadeu-antonio">Eine Nacht, die vieles in der Stadt verändert hat. Vor 20 Jahren starb Amadeu Antonio</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Chronologie der Todesopfer rechter Gewalt</title>
		<link>https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/chronologie-der-todesopfer-rechter-gewalt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeu Antonio]]></category>
		<category><![CDATA[baseballschlägerjahre]]></category>
		<category><![CDATA[Chronologie]]></category>
		<category><![CDATA[Jorge Gomondai]]></category>
		<category><![CDATA[Kajrat Batesov]]></category>
		<category><![CDATA[rechte Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Silvio Meier]]></category>
		<category><![CDATA[Todesopfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« hat Rebecca Forner 131 Todesfälle von 1990 bis 2004 dokumentiert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. September 2000 veröffentlichten die <em>Frankfurter Rundschau</em> und <em>Der Tagesspiegel</em> die erste Chronik von Opfern rechter Gewalt seit 1990. Diese zählte 93 gewaltsame Todesfälle mit rechtem Hintergrund. Beide Zeitungen gaben am 5. Oktober 2001 die zweite Chronik heraus, vier weitere Fälle kamen hinzu, außerdem noch neun Verdachtsfälle, insgesamt also 106 Fälle. Zuletzt wurde diese Chronik am 6. März 2003 aktualisiert. Auch dieses Mal stieg die Zahl der Todesopfer an; weitere Tötungsdelikte und Verdachtsfälle, bei denen rechtsextreme Motive vermutet werden, wurden in die Chronik aufgenommen. In dieser Ausstellung sind Fälle bis Januar 2004 dokumentiert.</p>
<p>Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der ersten Chronik 2000 erkannte die Bundesregierung nur 24 der aufgenommenen Fälle an. Im Mai 2001 änderten die Innenminister von Bund und Ländern die Kriterien der Erfassung rechter Straftaten: Die Definition von Extremismus – wonach es sich um Anschläge handelt, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet sind – wurde durch die Definition »Politisch motivierte Kriminalität« ersetzt. Die »Verachtung für Obdachlose« reicht demnach als Motiv aus, um die Tat als politisch motiviert zu werten. Bis zum 30. September 2005 hatte die Bundesregierung 41 Fälle seit 1990 als rechte Gewalttaten anerkannt. Zwar existiert nun ein neues »Definitionssystem Politisch motivierte Kriminalität«, doch ob eine Straftat als politisch motiviert bewertet wird, entscheiden allein die zuständigen Landespolizeidienststellen. Diese Entscheidungen werden vom Bundeskriminalamt nicht mehr in Frage gestellt.</p>
<p>Beide Zeitungen haben für die erstellten Listen folgende Kriterien zu Grunde gelegt: Aufgenommen wurden Fälle, bei denen die Tat nachgewiesenermaßen aus rechten Motiven (dazu zählt auch der Hass auf »Andersartige«, »Fremde« oder »Minderwertige«) begangen wurde oder dafür plausible Anhaltspunkte bestehen. Dazu kommen solche, in denen der oder die Täter nachweislich einem entsprechend eingestellten Milieu zuzurechnen sind und ein anderes Tatmotiv nicht erkennbar ist. Keine der Listen, die existieren, ist vollständig. Es gibt viele Zweifelsfälle, und die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte noch höher liegen. Ich habe weitere Fälle hinzugenommen, bei denen die Täter zwar nicht der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, die Motivation für die Tat jedoch von einer rassistischen Einstellung und einem rechten Weltbild zeugt. Diese Gesinnung reproduziert einen rassistischen Diskurs, teilt Menschen in »lebenswert« und »nicht lebenswert« ein und führt in Verbindung mit einer niedrigen Hemmschwelle von Gewalt zum Tod.</p>
<p>Der folgenden Arbeit liegen unter anderem die beiden Chroniken von <em>Frankfurter Rundschau</em> und <em>Der Tagesspiegel</em> zu Grunde. Die Chronik wurde zusammengestellt von: Karl-Heinz Baum, Jürgen Elsässer, Jörg Feuck, Detlef Franke, Michael Grabenströer, Stephan Hebel, Peter Henkel, Iris Hillberth, Bernhard Honnigfort, Astrid Hölscher, Frank Jansen, Heike Kleffner, Cordula Mäbert, Thomas Maron, Ingrid Müller-Münch, Karsten Plog, Knut Pries, Helmut Schröder, Tobias Singelnstein, Andreas Spannbauer, sowie den Mitarbeitern der Textarchive von <em>Frankfurter Rundschau</em> und <em>Der Tagesspiegel</em>. Besonderer Dank gilt: Den Autoren der Chroniken, den Mitarbeitern der Textarchive von <em>Frankfurter Rundschau</em> und <em>Der Tagesspiegel</em>, dem Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin, dem <em>Antifaschistischen Infoblatt</em>, sowie den Fotografen und Angehörigen, die Fotos der Opfer unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben. Ich habe mich bemüht, die Urheber aller Bilder zu ermitteln, bei einigen ist mir dies jedoch nicht gelungen. Etwaige Urheberrechtsinhaber können gerne Kontakt mit mir aufnehmen.</p>
<p><em>Rebecca Forner</em></p>
<h2>1990</h2>
<p><strong>Mahmud Azhar, 40 Jahre</strong>   Am 7. Januar 1990 wurde er auf dem Heimweg von der Freien Universität Berlin von einem Mann mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft und bedroht. Als er sich in ein Gebäude der Universität flüchtete, um Hilfe zu rufen, schlug ihm der Angreifer einen Feuerlöscher auf den Kopf. Am 6. März 1990 erlag er seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Andrzej Fratczak</strong>   Am 7. Oktober 1990 wurde er bei einem Überfall durch drei Jugendliche vor einem Nachtclub in Lübbenau (Brandenburg) totgeschlagen und -getreten.</p>
<p><strong>Amadeu Antonio Kiowa, 28 Jahre</strong> Am 25. November 1990 wurde er in Eberswalde (Brandenburg) bei einem Angriff von 60 Rechtsextremisten auf Afrikaner vor einem Gasthof mit Knüppeln ins Koma geprügelt. Er starb elf Tage später.</p>
<p><strong>Klaus-Dieter Reichert, 24 Jahre</strong>   Am 11. Dezember 1990 wurde er in seiner Wohnung in Berlin-Lichtenberg von drei Skinheads, die beauftragt waren, Schulden einzutreiben, zusammengeschlagen. In Panik sprang er aus dem Fenster, fiel zehn Stockwerke tief und starb.</p>
<p><strong>Nihad Yusufoglu, 17 Jahre</strong>   Er wurde am 28. Dezember 1990 in Hachenburg (Rheinland-Pfalz) von einem gleichaltrigen Skinhead mit einem Messerstich ins Herz getötet.</p>
<p><strong>Obdachloser, 31 Jahre</strong>   Er wurde am 31. Dezember 1990 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von jugendlichen Skinheads zusammengeschlagen und -getreten. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Alexander Selchow, 21 Jahre, Bundeswehrsoldat</strong>   Am 31. Dezember 1990 wurde er in Rosdorf (Niedersachsen) von zwei 18-jährigen Skinheads, die der <span class="caps">FAP</span> (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) angehören, mit mehreren Messerstichen erstochen.</p>
<h2>1991</h2>
<p><strong>Jorge Gomondai, 28 Jahre</strong>   Am 31. März 1991 wurde er in Dresden (Sachsen) während einer Auseinandersetzung mit Skinheads aus einer fahrenden Straßenbahn gestoßen oder aus Angst dazu gezwungen, aus der Bahn zu springen. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p><strong>Matthias Knabe, 23 Jahre</strong>   Am 8. Mai 1991 wurde der Punk in Gifhorn (Niedersachsen) von 15 Skinheads angegriffen, zur Bundesstraße 4 getrieben und von einem Auto angefahren. Er starb am 4. März 1992 an seinen Hirnverletzungen.</p>
<p><strong>Helmut Leja, 39 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 4. Juni 1991 wurde er in einem Waldstück bei Käsdorf (Niedersachsen) von einem jugendlichen Skinhead, der ihn als »Abschaum« bezeichnet hatte, erstochen.</p>
<p><strong>Agostinho Comboio, 34 Jahre</strong>   Am 16. Juni 1991 wurde er in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) von einem Rechtsextremisten verprügelt und erstochen.</p>
<p><strong>Samuel Kofi Yeboah, 27 Jahre</strong>   Am 19. September 1991 verbrannte er in einem Asylbewerberheim in Saarlouis (Saarland), auf das ein Brandanschlag verübt worden war.</p>
<p><strong>Gerd Himmstädt, 30 Jahre</strong>   Am 1. Dezember 1991 wurde er von sieben Jugendlichen in Hohenselchow (Brandenburg) mit Baseballschlägern so schwer verprügelt, dass er drei Tage später an seinen Verletzungen starb.</p>
<p><strong>Timo Kählke, 29 Jahre</strong>   Er wurde am 12. Dezember 1991 in Meuro (Brandenburg) von Mitgliedern einer Wehrsportgruppe erschossen, als diese sein Auto für einen geplanten Überfall stehlen wollten.</p>
<h2>1992</h2>
<p><strong>Dreiköpfige Familie aus Sri Lanka</strong>   Sie starben am 31. Januar 1992 bei einem Brandanschlag auf ihre Flüchtlingsunterkunft in Lampertheim (Hessen).</p>
<p><strong>Dragomir Christinel, 18 Jahre, Asylbewerber</strong>   Er wurde am 15. März 1992 bei einem Überfall von 25 Skinheads auf ein Asylbewerberheim in Saal (Mecklenburg-Vorpommern) aus Rache für eine Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Rumänenzu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>Gustav Schneeclaus, 52 Jahre, Seemann</strong>   Weil er Hitler als »großen Verbrecher« bezeichnet hatte, wurde er am 18. März 1992 in Buxtehude(Niedersachsen) von Skinheads so schwer misshandelt, dass er an den Folgen seiner Verletzungen starb.</p>
<p><strong>Ingo Finnern, 31 Jahre, Obdachloser</strong>   Nachdem er sich gegenüber einem Skinhead als Sinto zu erkennen gegeben hatte, wurde er am 19. März 1992 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von diesem ins Hafenbecken gestoßen und ertrank.</p>
<p><strong>Erich Bosse</strong>   Er kam am 4. April 1992 bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Hörstel (Nordrhein-Westfalen) ums Leben.</p>
<p><strong>Nguyen Van Tu, 24 Jahre</strong>   Am 24. April 1992 wollte er zwei vietnamesischen Freunden helfen, die in Berlin-Marzahn von einer Gruppe rechter Jugendlicher verprügelt wurden. Er wollte mit den Jugendlichen diskutieren und wurde dabei von einem von ihnen mit einem Messer erstochen.</p>
<p><strong>Thorsten Lamprecht, 23 Jahre</strong>   Am 9. Mai 1992 wurde er in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Überfall von 60 Skinheads auf eine Punk-Fete mit Baseballschlägern getötet.</p>
<p><strong>Emil Wendtland, 50 Jahre, Obdachloser</strong>   Er wurde am 1. Juli 1992 von drei Skinheads, die sich zum »Penner klatschen« verabredet hatten, im Rosengarten von Neuruppin (Brandenburg) zusammengeschlagen und anschließend erstochen.</p>
<p><strong>Sadri Berisha, 56 Jahre</strong>   Am 8. Juli 1992 wurde der Kosovo-Albaner von sieben Skinheads, die »Polacken klatschen« wollten, bei einem Angriff auf seine Unterkunft in Ostfildern-Kemnat (Baden-Württemberg) mit einem Baseballschläger ermordet.</p>
<p><strong>Dieter Klaus Klein, 49 Jahre, Obdachloser</strong>   Weil er sich über den Lärm und die »Sieg Heil«-Rufe beschwert hatte, wurde er am 1. August 1992 im Stadtpark von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei Skinheads zusammengetreten und danach mit einem Kampfmesser erstochen.</p>
<p><strong>Ireneusz Szyderski, 24 Jahre, Erntehelfer</strong>   Nach dem Besuch eines Diskozeltes am 3. August 1992 in Stotternheim (Thüringen) wurde er beim Versuch, das Gelände über den Zaun zu verlassen, von drei Ordnern, die der Skinheadszene angehörten, so schwer verprügelt, dass er an den Verletzungen an Kopf und Rücken starb.</p>
<p><strong>Frank Bönisch, 35 Jahre, Obdachloser</strong>   Er starb am 24. August 1992, als ein 23-jähriger Skinhead auf dem Zentralplatz in Koblenz (Rheinland-Pfalz) die gesamte Munition seiner Smith&amp;Wesson auf eine Gruppe Obdachloser, Punks und Drogenabhängiger abfeuerte.</p>
<p><strong>Günter Schwannecke, 58 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 29. August 1992 wurden er und ein weiterer Obdachloser auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Er erlag am 5. September 1992 seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Waltraud Scheffler, Aushilfskellnerin</strong>   Sie versuchte, bei einem Überfall von Neonazis auf ein Lokal in Geierswalde (Sachsen) am 11. Oktober 1992 auf die mit »Sieg Heil«-Rufen Eindringenden einzureden und wurde dabei mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen. An ihren schweren Verletzungen starb sie 13 Tage später.</p>
<p><strong>Rolf Schulze, 52 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 7. November 1992 wurde er bei Lehnin (Brandenburg) von zwei Skinheads getreten, geschlagen, mit einer Propangasflasche verprügelt und mehrmals im Kölpinsee untergetaucht. Seine Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.</p>
<p><strong>Karl-Hans Rohn, 53 Jahre, Metzger</strong>   Am 13. November 1992 wurde er in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) in einem Lokal von zwei Rechtsextremisten geschlagen, angezündet und erstickt, nachdem er sich als Jude ausgegeben hatte.</p>
<p><strong>Silvio Meier, 27 Jahre, Drucker</strong>   Er gehörte zu einer Gruppe von vier Linken, die am 21. November 1992 in Berlin in eine Auseinandersetzung mit fünf Neonazis gerieten, als sie einen von ihnen aufforderten, den Aufnäher »Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein« abzunehmen. Zwei der Begleiter Silvio Meiers wurden schwer verletzt, er selbst mit Stichen in die Lunge getötet.</p>
<p><strong>Bahide Arslan, 51 Jahre</strong>   Am 22. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><strong>Ayse Yilmaz, 14 Jahre</strong>   Am 22. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><strong>Yeliz Arslan, 10 Jahre</strong>   Am 22. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><strong>Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre, Baumaschinist</strong>   Er wollte am 18. Dezember 1992 in Oranienburg (Brandenburg) nach seinem Auto sehen, als er von zwei Skinheads angegriffen und von einem der beiden mit Tritten und Faustschlägen getötet wurde.</p>
<p><strong>Sahin Calisir, 20 Jahre</strong>   Er wurde am 27. Dezember 1992 auf der Autobahn 57 bei Meersbusch (Nordrhein-Westfalen) von einem Rechtsradikalen mit dem Auto verfolgt und gerammt. Aus Angst verließ Sahin Calisir seinen Wagen, wurde von einem vorbeifahrenden Auto überfahren und starb.</p>
<h2>1993</h2>
<p><strong>Karl Sidon, 45 Jahre, Parkwächter</strong>   Am 18. Januar 1993 geriet er in Arnstadt (Thüringen) mit rechten Jugendlichen, mit denen er schon mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatte, in Streit und wurde bewusstlos geschlagen. Danach zogen ihn die Jugendlichen auf die Straße, wo er von vorbeifahrenden Autos überfahren wurde. Er starb im Krankenhaus.</p>
<p><strong>Mario Jödecke, 23 Jahre</strong>   Am 24. Januar 1993 kam es in Schlotheim (Thüringen) vor einer Pizzeria während eines »Heavy-Metal-Abends« zu einer Schlägerei zwischen einer Gruppe linker Punks und einer Gruppe rechter Heavy Metals. Im Verlauf der Schlägerei vor dem Haus wurde Mario Jödecke, der mit einem Baseballschläger bewaffnet war, von einem 17-jährigen Skin durch einen Messerstich ins Herz getötet.</p>
<p><strong>Mike Zerna, 22 Jahre</strong>   Er wurde am 19. Februar 1993 in Hoyerswerda (Sachsen) bei einem Überfall von rechten Skinheads auf linke Jugendliche zusammengeschlagen. Danach kippten die Skinheads einen Wagen auf den am Boden liegenden Mike Zerna. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Mustafa Demiral, 56 Jahre</strong>   Am 9. März 1993 wurde der Herzkranke in Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) von zwei Deutschen angepöbelt. Als er sich zur Wehr setzte, zielten sie mit einer Gaspistole auf seinen Kopf. Mustafa Demiral brach zusammen und starb kurz darauf an einem Herzanfall.</p>
<p><strong>Matthias Lüders, 23 Jahre, Wehrpflichtiger</strong>   Bei einem Überfall von 40 rechten Skinheads auf eine Diskothek in Obhausen (Sachsen-Anhalt) am 24. April 1993 erhielt er zwei Schläge auf den Kopf und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Belaid Baylal 42 Jahre, Asylbewerber</strong>   Am 4. November 2000 starb er an den Spätfolgen eines Angriffs zweier Skinheads am 8. Mai 1993 in einer Gaststätte in Belzig (Brandenburg). Er wurde beschimpft, geprügelt und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen am Dünndarm ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er starb am dritten Darmverschluss.</p>
<p><strong>Gürsün Inçe, 27 Jahre</strong>   Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>Hatice Genç, 18 Jahre</strong>   Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>Hülya Genç, 9 Jahre</strong>   Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>Saime Genç, 4 Jahre</strong>   Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>Gülüstan Öztürk, 12 Jahre</strong>   Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>Horst Hennersdorf, 37 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 5. Juni 1993 wurde er in Fürstenwalde (Brandenburg) von zwei jungen Rechtsextremisten zu Tode gequält. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.</p>
<p><strong>Obdachloser, 33 Jahre</strong>   Der Schlafende wurde am 16. Juli 1993 in Marl (Nordrhein-Westfalen) als »Judensau« beschimpft und von einem rechten Skinhead mit Schlägen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb drei Monate später, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.</p>
<p><strong>Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre</strong>   Am 28. Juli 1993 wurde der Schlafende von drei rechten Skinheads in einer S-Bahn nahe Strausberg (Brandenburg) geschlagen und getreten. Anschließend warfen sie ihn aus der fahrenden S-Bahn. Er starb an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Michael Gäbler, 18 Jahre</strong>   Am 19. November 1993 kam es in einem Zittauer Jugendklub (Sachsen) während einer Party zu einem Streit mit einem Gast, der auf Grund nationalistischer Sprüche Hausverbot erteilt bekam. Gäbler und ein Begleiter führten danach eine verbale Auseinandersetzung mit ihm, 150 Meter vom Klubhaus entfernt. Als sich der Begleiter zum Gehen abwandte, stach der bekennende Nazi mehrmals auf Gäbler ein, der an den schweren Verletzungen starb.</p>
<p><strong>Kolong Jamba, 19 Jahre, Asylbewerber</strong>   Er wurde am 7. Dezember 1993 im Eilzug von Hamburg nach Buchholz (Niedersachsen) von einem 54-jährigen Deutschen durch einen Messerstich in den Bauch tödlich verletzt, weil sich dieser durch den Asylbewerber gestört fühlte.</p>
<h2>1994</h2>
<p><strong>Klaus R., 43 Jahre</strong>   Er geriet am 28. Mai 1994 mit einer Gruppe von sechs Skinheads, die eine Wohnung in einem Leipziger Mietshaus (Sachsen) besetzt hatten, in Streit und wurde von diesen zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>Beate Fischer, 32 Jahre, Prostituierte</strong>   Am 23. Juli 1994 wurde sie von drei Skinheads getötet und vor die Mülltonnen eines Hauses in Berlin-Reinickendorf gelegt. Sie war den Tätern zunächst freiwillig gefolgt, wollte nach einer Misshandlung jedoch gehen. Daraufhin wurde sie mehrfach vergewaltigt und anschließend erwürgt.</p>
<p><strong>Jan W., 45 Jahre, Bauarbeiter</strong>   Am 26. Juli 1994 wurde der Pole von einer Gruppe junger Deutscher in die Berliner Spree getrieben, gewaltsam daran gehindert, ans Ufer zurückzuschwimmen, und ertrank.</p>
<p><strong>Gunter Marx, 42 Jahre</strong>   Am 6. August 1994 wurde er in Velten (Brandenburg) von einer Gruppe von Rechten, die ihn ausrauben wollten, vom Fahrrad getreten. Als er ihnen sagte, dass er kein Geld bei sich habe, wurde er von einem der Rechten mit einem schweren Schraubenschlüssel erschlagen.</p>
<p><strong>Piotr Kania, 18 Jahre</strong>   Am 6. November 1994 geriet er auf dem Bahnhof von Rotenburg/Fulda (Hessen) in eine Auseinandersetzung mit fünf Bundeswehrrekruten. Nach Zeugenaussagen war einer der Soldaten eindeutig als Rechter erkennbar, weswegen ihn Kania als »Nazischwein« bezeichnete. Er verfolgte ihn bis zum Bahnhofsvorplatz, wo dieser sich plötzlich umdrehte und Kania einen Stoßdolch gezielt ins Herz rammte.</p>
<h2>1995</h2>
<p><strong>Horst Pulter, 65 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 5. Februar 1995 wurde der auf einer Parkbank im Stadtpark von Velbert (Nordrhein-Westfalen) Schlafende von sieben rechtsextremistischen Jugendlichen durch Tritte verletzt. Einer der Jugendlichen versetzte ihm zum Schluss einen tödlichen Messerstich.</p>
<p><strong>Peter T., 24 Jahre, Bundeswehrsoldat</strong>   Am 25. Mai 1995 wurde er bei einem Ausflug an einen Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) von etwa 20 Skinheads, die zuvor Pakistanis angegriffen hatten, zusammengeschlagen. Er starb neun Tage später.</p>
<p><strong>Dagmar Kohlmann, 25 Jahre</strong>   Im Juli 1995 wurde sie von dem Neonazi Thomas Lemke und seiner Freundin getötet. Der zu diesem Zeitpunkt schon mit Haftbefehl gesuchte Neonazi wollte seine Freundin in den Mord verwickeln, um sich vor belastenden Aussagen zu schützen.</p>
<p><strong>Klaus-Peter Beer, 48 Jahre</strong>   In der Nacht zum 7. September 1995 wurde der Homosexuelle von zwei Skinheads in Amberg (Bayern) in die Vils geworfen und ertrank.</p>
<h2>1996</h2>
<p><strong>Maiamba Bunga</strong>   <strong>Nsuzana Bunga</strong>   <strong>Françoise Makodila</strong>   <strong>Christine Makodila</strong>   <strong>Miya Makodila</strong>   <strong>Christelle Makodila</strong>   <strong>Legrand Makodila</strong>   <strong>Jean-Daniel Makodila</strong>   Sie verbrannten in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>Rabia El Omari</strong>   Er verbrannte in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>Sylvio Amoussou</strong>   Er verbrannte in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>Sven Beuter, 23 Jahre</strong>   Am 15. Februar 1996 wurde er in Brandenburg/Havel (Brandenburg) von einem Skinhead so schwer verprügelt, dass er fünf Tage später starb. Der Täter wollte an ihm seinen Hass auf »Zecken«, wie Linke und Punks von der rechten Szene genannt werden, ablassen.</p>
<p><strong>Patricia Wright, 23 Jahre</strong>   Im Februar 1996 wurde sie in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erstochen, weil sie einen »Nazis Raus«- Aufnäher auf der Jacke hatte.</p>
<p><strong>Martin Kemming, 26 Jahre</strong>   Am 15. März 1996 wurde der Aussteiger aus der rechten Szene in Dorsten Rade (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erschossen. Er hielt Kemming für einen Verräter, da er ihn angezeigt und belastet hatte.</p>
<p><strong>Bernd G., 43 Jahre, Geschäftsmann</strong>   Am 8. Mai 1996 wurde er in Leipzig-Wahren (Sachsen) nach einer Sauftour mit drei Rechtsextremisten von ihnen zusammengeschlagen und erstochen. Die Leiche versenkten die drei Täter im Ammelshainer See, wo sie eine Woche später gefunden wurde.</p>
<p><strong>Boris Morawek, 26 Jahre</strong>   Am 11. Juli 1996 wurde er auf einem Platz in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei Skinheads mit Tritten und Schlägen traktiert, weil er als »Kinderschänder keine Rechte mehr habe«. Von Zeugen gerufene Polizisten verhinderten nicht, dass weiterhin auf ihn eingetreten wurde. Zwei Tage später starb er an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p><strong>Werner Weickum, 44 Jahre, Elektriker</strong>   Er wurde am 19. Juli 1996 am Bahnhof von Eppingen (Baden-Württemberg) von einer rechtsgerichteten Jugendbande überfallen, ausgeraubt und zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>Andreas Götz, 34 Jahre</strong>   Er starb an den Folgen eines Überfalls durch sechs rechte Jugendliche am 1. August 1996 in Eisenhüttenstadt (Brandenburg). Sie erbeuteten 90 DM und erpressten die Geheimnummer seiner EC-Karte,indem sie auf ihn einschlugen und ihm auf den Kopf sprangen.</p>
<p><strong>Achmed Bachir, 30 Jahre, Asylbewerber</strong>   Er wurde am 23. November 1996 in Leipzig (Sachsen) vor einem Gemüseladen mit einem Messerstich ins Herz getötet, als er zwei deutschen Kolleginnen zu Hilfe kommen wollte, die von zwei Skinheads attackiert und als »Türkenschlampen« bezeichnet worden waren.</p>
<h2>1997</h2>
<p><strong>Phan Van Toau, 42 Jahre</strong>   Er wurde am 31. Januar 1997 am Bahnhof von Fredersdorf (Brandenburg) von einem Deutschen hochgehoben und mit dem Kopf auf den Betonboden geworfen. Er starb drei Monate später in einer Rehabilitationsklinik.</p>
<p><strong>Frank Böttcher, 17 Jahre</strong>   Er wurde am 8. Februar 1997 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von einem Gleichaltrigen mit Springerstiefeln getreten. Am Boden liegend stach dieser ihm mit einem Butterfly-Messer mehrmals in den Rücken. Frank Böttcher starb kurz darauf im Krankenhaus.</p>
<p><strong>Antonio Melis, 37 Jahre</strong>   Er wurde am 13. Februar 1997 in Caputh (Brandenburg) von einem 18-Jährigen und einem 25-Jährigen mit Schlägen und Tritten schwer misshandelt und anschließend von dem 18-Jährigen in der Havel ertränkt.</p>
<p><strong>Stefan Grage, Polizist</strong>   Am 23. Februar 1997 wurde er auf dem Autobahn-Parkplatz Roseburg (Schleswig-Holstein) vom flüchtigen Rechtsextremisten Kai Diesner erschossen.</p>
<p><strong>Horst Gens, 50 Jahre, Arbeitsloser</strong>   Am 22. April 1997 wurde er in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Männern entführt, geschlagen und in einen Straßengraben geworfen. Die Täter kamen später nochmals zurück und erschlugen ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Stein.</p>
<p><strong>Augustin Blotzki, 59 Jahre, Arbeitsloser</strong>   Am 8. Mai 1997 wurde er in Königs-Wusterhausen (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten zweimal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung überfallen und zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>Matthias S., 39 Jahre</strong>   Am 23. September 1997 wurde er in Cottbus (Brandenburg) von einem 19-jährigen Skinhead erstochen, nachdem er diesen als »Nazisau« beschimpft hatte.</p>
<p><strong>Erich Fisk, Obdachloser</strong>   Am 23. September 1997 wurde er in Angermünde (Brandenburg) mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden, die ihm junge Männer zugefügt hatten. Am 30. August 1998 starb Erich Fisk im Krankenhaus, ohne aus dem Koma aufgewacht zu sein.</p>
<p><strong>Georg V., 46 Jahre</strong>   Er wurde am 27. September 1997 vom selben Skinhead, der vier Tage zuvor Matthias S. erstochen hatte, in Cottbus (Brandenburg) wegen geringfügiger Geldschulden getötet.</p>
<p><strong>Josef Anton Gera, 59 Jahre, Rentner</strong>   Am 14. Oktober 1997 wurden ihm von zwei 26- und 34-jährigen Skinheads mit einem Stahlrohr schwere innere Verletzungen zugefügt, denen er am 17. Oktober 1997 erlag.</p>
<h2>1998</h2>
<p><strong>Jana G., 14 Jahre</strong>   Sie wurde am 26. März 1998 in Saalfeld (Thüringen) auf offener Straße von einem 15-Jährigen erstochen.</p>
<p><strong>Nuno Lourenco, Zimmermann</strong>   Im Juli 1998 wurde er von acht Männern zwischen 18 und 20 Jahren in Leipzig (Sachsen) zusammengeschlagen. Er starb am 29. Dezember 1998 in Portugal an den Folgen der Verletzungen.</p>
<h2>1999</h2>
<p><strong>Farid Guendoul (alias Omar Ben Noui), 28 Jahre, Asylbewerber</strong>   In der Nacht zum 13. Februar 1999 wurde er in Guben (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten gejagt und trat in Panik eine Glastür ein, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.</p>
<p><strong>Egon Efferts, 58 Jahre, Frührentner</strong>   Am 17. März 1999 wurde er in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) von drei bekennenden rechten Skinheads »aus purer Lust auf Menschenjagd« totgetreten.</p>
<p><strong>Obdachloser, 44 Jahre</strong>   Am 9. August 1999 wurde er in Eschede (Niedersachsen) von einem 17-jährigen und einem 18-jährigen Mann totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, »den Scheiß mit dem Skinhead-Gehabe zu lassen«.</p>
<p><strong>Carlos Fernando, 35 Jahre</strong>   Der Mosambikaner wurde am 15. August 1999 in Kolbemoor (Bayern) von einem 31-jährigen Mann totgeprügelt, der sich zuvor darüber aufgeregt hatte, dass das Auto seiner Freundin von Afrikanern zugeparkt worden war.</p>
<p><strong>Patrick Thürmer, 17 Jahre, Lehrling</strong>   In der Nacht zum 2. Oktober 1999 griffen rechte Skinheads ein Punkfestival in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) an. Thürmer und einem Freund gelang es zunächst, zu einem Bauernhof zu flüchten. Dort wurde er von drei Hooligans, die ihn verfolgt hatten, mit Fußtritten, einer Axt und einem Billardqueue bewusstlos geprügelt. Am Morgen darauf fanden ihn Anwohner. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus.</p>
<p><strong>Kurt Schneider, 38 Jahre, Sozialhilfeempfänger</strong>   In der Nacht zum 6. Oktober 1999 wurde er von vier Skinheads in Berlin-Lichtenberg zu Tode gequält.</p>
<p><strong>Daniela Peyerl, 18 Jahre</strong>   Sie wurde am 1. November 1999 von ihrem 16-jährigen Bruder in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter tötete sich anschließend selbst.</p>
<p><strong>Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre</strong>   Er wurde am 1. November 1999 vom 16-jährigen Bruder von Daniela Peyerl in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter tötete sich anschließend selbst.</p>
<p><strong>Horst Zillenbiller, 60 Jahre</strong>   Er wurde am 1. November 1999 vom 16-jährigen Bruder von Daniela Peyerl in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter tötete sich anschließend selbst.</p>
<p><strong>Ruth Zillenbiller, 59 Jahre</strong>   Sie wurde am 1. November 1999 vom 16-jährigen Bruder von Daniela Peyerl in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter tötete sich anschließend selbst.</p>
<h2>2000</h2>
<p><strong>Bernd Schmidt, 52 Jahre, obdachloser Glasdesigner</strong>   Er wurde in seiner Baracke in Weißwasser (Sachsen) von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Sie wollten 900 DM für ein Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Er starb am 31. Januar 2000 an Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen hatte.</p>
<p><strong>Helmut Sackers, 60 Jahre</strong>   Am 29. April 2000 wurde er von einem Neonazi im Treppenhaus eines Plattenbaus in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) erstochen, weil er sich über das laute Abspielen von Nazimusik, unter anderem des Horst-Wessel-Liedes, beschwert und die Polizei verständigt hatte.</p>
<p><strong>Dieter Eich, Sozialhilfeempfänger</strong>   Am 25. Mai 2000 wurde er von vier rechten Jugendlichen, die »einen Asi klatschen« wollten, in seiner Wohnung in Berlin-Pankow zusammengeschlagen und erstochen.</p>
<p><strong>Falko Lüdtke, 22 Jahre</strong>   Er wurde am 31. Mai 2000 in Eberswalde (Brandenburg) von einem Angehörigen der rechten Szene vor ein Taxi gestoßen und überfahren.</p>
<p><strong>Alberto Adriano, 39 Jahre</strong>   Er wurde am 14. Juni 2000 in der Nähe des Stadtparks in Dessau (Sachsen-Anhalt) von drei rechten Jugendlichen bewusstlos geschlagen und getreten, in den Park geschleift und weiter geschlagen, bis die Polizei kam. Drei Tage später starb er an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Klaus-Dieter Gerecke, Obdachloser</strong>   Er wurde in der Nacht zum 24. Juni 2000 in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) erschlagen.</p>
<p><strong>Jürgen S., 52 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 9. Juli 2000 wurde er von fünf Rechtsextremisten in einem Abrisshaus in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) mit Schlägen und Tritten so schwer misshandelt, dass er wenig später seinen Verletzungen erlag.</p>
<p><strong>Norbert Plath, 51 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 27. Juli 2000 wurde er in Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Rechtsextremisten zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>Malte Lerch, 45 Jahre, Obdachloser</strong>   In der Nacht zum 12. September 2000 wurde er in Schleswig (Schleswig-Holstein) von zwei Skinheads erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese gezecht hatte. Die beiden Skinheads fühlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht über die Skinhead-Szene gesprochen hatte.</p>
<p><strong>Eckhardt Rütz, 42 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 25. November 2000 wurde er in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor der Mensa der Universität von drei rechten Skinheads mit Baumstützpfählen zusammengeschlagen und getreten, weil »so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt«.</p>
<h2>2001</h2>
<p><strong>Willi Worg, 38 Jahre</strong>   Am 25. März 2001 wurde er in Milzau (Sachsen-Anhalt) von fünf Männern, von denen mindestens drei zur rechten Szene gehörten, vor einer Diskothek zusammengeschlagen und getreten. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Fred Blanke, 51 Jahre, Frührentner</strong>   Am 26. März 2001 wurde er in seiner Wohnung in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei jungen Männern der rechten Szene getreten und mit Stuhlbeinen und Faustschlägen geschlagen. Die beiden waren auf Sauftour und benötigten Geld, doch Fred Blanke hatte sich geweigert, den ihm flüchtig bekannten Angreifern Geld zu geben. Er starb an Gehirnblutungen.</p>
<p><strong>Mohammed Belhadj, 31 Jahre, Asylbewerber</strong>   Am 22. April 2001 wurde er nahe Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern) von vier Männern erschlagen. Den Tätern zufolge hatten sie ihn auf Drogen angesprochen und in ihr Auto gezerrt. Laut »Ostsee-Zeitung« kam es zu einem Streit, weil Belhadj kein Haschisch bei sich hatte. Im Auto und an einem Kiessee wurde er geschlagen, getreten, und es wurde ihm ein schwerer Stein auf den Kopf geworfen.</p>
<p><strong>Klaus-Dieter Harms</strong>   Am 9. August 2001 wurde er von zwei Männern in seiner Wohnung in Wittenberge (Brandenburg) zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>Dieter Manzke, 61 Jahre, Obdachloser</strong>   Am 9. August 2001 wurde er von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow in Dahlewitz (Brandenburg) erschlagen, da sich die Täter »gestört fühlten« und angesichts seiner Lebensweise »Ordnung schaffen wollten«.</p>
<p><strong>Arthur Lampel, 18 Jahre</strong>   Dem aus Russland stammenden Aussiedler wurde am 9. September 2001 bei einem Fest in Bräunlingen (Baden-Württemberg) von einem Skinhead ein Weizenbierglas auf den Kopf geschlagen. Ein Splitter drang in die Halschlagader ein, woran Arthur Lampel verblutete.</p>
<p><strong>Ingo B., 36 Jahre</strong>   Am 5. November 2001 wurde der Herzkranke in einer Berliner Wohnung von drei angetrunkenen Rechtsextremisten getreten, geschlagen und gewürgt, da sie angeblich 40 DM Schulden eintreiben wollten. Er starb daraufhin an einem Herzinfarkt.</p>
<p><strong>Kajrat Batesov, 24 Jahre</strong>   Am 4. Mai 2001 wurde der Aussiedler zusammen mit einem Freund in Wittstock (Brandenburg) von mehreren jungen Männern mit Schlägen und Tritten verprügelt. Kajrat Batesov wurde anschließend ein 18 Kilogramm schwerer Feldstein auf die Brust geworfen. Am 25. Mai 2002 erlag er seinen schweren Verletzungen.</p>
<h2>2002</h2>
<p><strong>Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre</strong>   Am 15. Mai 2002 lud der geistig und körperlich Behinderte zwei betrunkene Naziskins in sein Zimmer in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Dort rissen sie Poster afroamerikanischer HipHop-Sänger von den Wänden. Danach gingen sie gemeinsam zu einem See, und da er »genervt« habe, schlugen ihn die beiden Täter zu Boden. Einer der Naziskins zertrümmerte ihm mit Tritten den Kopf. Er starb an Hirnquetschungen.</p>
<p><strong>Ronald Masch, 29 Jahre, Dachdecker</strong>   Am 1. Juni 2002 wollten vier Rechtsextremisten den betrunkenen Ronald Masch in der Nähe von Neu Mahlisch (Brandenburg) ausrauben. Sie schlugen ihn zusammen, und einer der Täter stach etwa 40-mal in Niere, Brustkorb und Hals. Der Fahrer eines Mähdreschers fand die Leiche elf Tage später.</p>
<p><strong>Marinus Schöberl, 17 Jahre</strong>   Am 12. Juli 2002 schlugen drei Rechtsextremisten in einer Wohnung in Potzlow (Brandenburg) auf ihn ein und quälten ihn. Sie hielten ihn für »minderwertig«. Er hatte Sprachschwierigkeiten und entsprach mit seinem HipHop-Outfit nicht ihrem Geschmack. Danach wurde er zu einem Schweinestall gebracht und misshandelt. Nach vier Stunden war er tot. Seine Leiche wurde im November 2002 in einer Jauchegrube gefunden.</p>
<p><strong>Ahmet Sarlak, 19 Jahre, Lehrling</strong>   Am 9. August 2002 wurde er auf einem Volksfest in Sulzbach (Saarland) von einem Rechtsextremisten mit fünf Messerstichen in Bauch und Brust verletzt. Sarlak starb einen Tag später an seinen schweren Verletzungen. Er hatte dem Täter versehentlich eine Zigarettenkippe auf die Glatze geschnippt.</p>
<h2>2003</h2>
<p><strong>Hartmut Balzke, 48 Jahre</strong>   Am 27. Januar 2003 hatte er seinen Sohn zu einer Punk-Party in Erfurt (Thüringen) begleitet. Als er mit einer Gruppe Punks auf der Straße stand, wurden sie überraschend von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen. Zeugen fanden einen Punk und Hartmut Balzke mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße liegend. Er erlag am 29. Januar 2003 seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>Enrico Schreiber, 25 Jahre</strong>   In der Nacht zum 29. März 2003 wurde er in Frankfurt/Oder (Brandenburg) in der Wohnung einer Plattenbausiedlung von drei Männern ermordet. Auf Grund ihres menschenverachtenden Weltbildes und rechter Gesinnung misshandelten die Täter den Punk so schwer, dass er seinen Verletzungen im Krankenhaus erlag.</p>
<p><strong>Viktor F., 15 Jahre</strong>   In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurde der Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorhergehenden Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, bei der Viktor F. und seine zwei Begleiter starben.</p>
<p><strong>Aleksander S., 17 Jahre</strong>   In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurde der Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorhergehenden Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, bei der Aleksander S. und seine zwei Begleiter starben.</p>
<p><strong>Waldemar I., 16 Jahre</strong>   In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurde der Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorhergehenden Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, bei der Waldemar I. und seine zwei Begleiter starben.</p>
<h2>2004</h2>
<p><strong>Oleg V., 27 Jahre</strong>   In der Nacht zum 21. Januar 2004 wurde der Aussiedler in Gera/Bieblach-Ost (Thüringen) von drei der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen mit Schlägen, Tritten und Messerstichen traktiert, sodass Oleg V. an seinen schweren Verletzungen starb.</p>
<h2>Neue Fälle</h2>
<p>Folgende Fälle sollen bei einer Aktualisierung in die Ausstellung aufgenommen werden:</p>
<p><strong>Hartmut Nickel, 61 Jahre, Mechthild Nickel, 53 Jahre, Alja Nickel, 26 Jahre</strong>   Die Anwaltsfamilie wurde am 7. Oktober 2003 in Köln-Overrath (Nordrhein-Westfalen) von einem Neonazi erschossen. In Begleitung seiner Freundin verschaffte sich der ehemalige Söldner durch einen fingierten Termin Zugang zur Kanzlei. Dort traf er zuerst auf Mechthild Nickel und erschoss sie; anschließend zwang er Hartmut Nickel und seine Tochter, die gefesselt wurde, zu Boden. Der Neonazi tötete die beiden durch Kopfschüsse. Der Täter sah in dem Anwalt, der Jahre zuvor erfolgreich einen Zivilprozess gegen ihn geführt hatte, einen Vertreter der von ihm verhassten Berufsgruppe der Juristen, die sich am »deutschen Rechtswesen aus Habgier und Vorteilsnahme vergriffen« hätten. Seine Tat sieht der Ex-Söldner als ein »Fanal, um eine nationalsozialistische Terrorbewegung ins Leben zu rufen«.</p>
<p><strong>Thomas Schulz, 32 Jahre</strong>   Der Punk wurde am 28. März 2005 auf dem Dortmunder U-Bahnhof Kampstraße (Nordrhein-Westfalen) von einem 17-jährigen Skinhead erstochen. Thomas Schulz (»Schmuddel«) befand sich mit einer Gruppe von etwa 20 Punks auf dem U-Bahnsteig, als er sich von der Gruppe löste und auf einen Skinhead zuging, der in Begleitung seiner Freundin in der Nähe stand. Es gab ein heftiges Wortgefecht um Kleidung und Haarschnitt des Skinheads. Im Zuge dessen zog der Täter plötzlich ein Messer stach auf den Punk ein. Thomas Schulz starb auf dem Weg ins Krankenhaus an den Folgen eines Messerstiches in das Herz.</p><p>The post <a href="https://www.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/chronologie-der-todesopfer-rechter-gewalt">Chronologie der Todesopfer rechter Gewalt</a> first appeared on <a href="https://www.opferperspektive.de">Opferperspektive e.V. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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