Bedroht zu werden, gehört nicht zum Mandat

Verhaltenstipps und Handlungsmöglichkeiten für die Durchführung von Infoständen und öffentlichen Versammlungen Die heiße Phase des Wahlkampfs hat begonnen und es…

29.08.2021

GESCHÄFTSSTELLE IN POTSDAM

GESCHÄFTSLEITUNG UND ORGANISATION

Die Kontakte der Berater:innen der Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt finden Sie hier.

Die Kontakte der Berater:innen der Antidiskriminierungsberatung finden Sie hier.

IHRE SPENDE HILFT!

Wir engagieren uns mit vielfältigen Aktivitäten für eine offene und diskriminierungssensible Gesellschaft, Tag für Tag, seit über 20 Jahren.

Für uns ist klar: Aktionismus allein reicht nicht. Wir brauchen einen langem Atem und ein dauerhaftes Engagement, das sich nicht allein auf staatliche Fördermittel stützen kann. Politische Unabhängigkeit ist die Bedingung für eine parteiliche Interessenvertretung. Die klare Thematisierung und Bekämpfung gesellschaftlich tief verankerter Ausgrenzungsmechanismen wie Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus sowie Homo- und Transfeindlichkeit braucht finanzielle Unabhängigkeit – und die stärken Sie mit Ihrer Spende.

EINMAL- / DAUERSPENDE

Sie können einmalig spenden oder mit einem regelmäßigen Beitrag die vielfältige Arbeit des Vereins unterstützen. Die Vorlage für ein Lastschriftverfahren können Sie hier herunterladen.

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Spenden per Lastschrift direkt vom Konto
SPENDENKONTO 3813100
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE34 1002 0500 0003 8131 00

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FÖRDERMITGLIED WERDEN

Wenn Sie mithelfen möchten, unsere Arbeit langfristig abzusichern, dann verstärken Sie den Verein als Fördermitglied. So bleiben Sie mit uns im Kontakt, erhalten regelmäßig Informationen zur Arbeit in den Projekten, bekommen unsere Publikationen kostenlos zugeschickt und werden zu Veranstaltungen eingeladen. Fördermitglieder unterstützen die satzungsgemäßen Ziele des Vereins finanziell und ideell. Sie tragen mit ihrem jährlichen Mitgliedsbeitrag dazu bei, die verschiedenen Aktivitäten des Vereins zu finanzieren. Dazu gehören u.a. die durch den Verein zu erwirtschaftenden Eigenanteile für Projekt. Die jährliche Mindestfördersumme beträgt 120,00 €.

Sie können den Antrag auf Fördermitglied hier herunterladen.

SPENDENBESCHEINIGUNG

„Opferperspektive – Solidarisch gegen Rassismus, Diskriminierung und rechte Gewalt e.V.“ ist als gemeinnütziger und mildtätiger Verein anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar (Steuernummer 046/143/02637). Bis zu einer Spendensumme von 300 Euro pro Einzelspende genügt den Finanzbehörden ein “vereinfachter Spendennachweis”: Anstatt einer Spendenbescheinigung reicht ein Bareinzahlungsbeleg, der Ausdruck beim Online-Banking oder die Buchungsbestätigung der Bank sowie zusätzlich ein Beleg des Empfängers mit bestimmten Pflichtangaben. Eine vereinfachte Spendenbescheinigung ab 2021 kann hier herunterladen geladen werden. Für Spenden bis 2021 findet sich die Spendenbescheinigung hier.

Wir stellen Ihnen aber auch gern eine Spendenbescheinigung aus. Diese erhalten Sie auf Wunsch oder im Februar des Folgejahres. Dafür geben Sie bitte bei der Überweisung Ihre Adressdaten an oder schicken eine Mail mit vollem Namen und Anschrift an .

SPENDEN FÜR ORAZIO GIAMBLANCO

Der italienische Bauarbeiter Orazio Giamblanco wurde 1996 von einem Skinhead in Brandenburg beinahe erschlagen. Jahr für Jahr berichtet Frank Jansen für den Tagesspiegel über die kleinen Fortschritte Giamblancos bei der Physiotherapie, die finanziellen Sorgen der Familie und die Auseinandersetzung mit der Tat, die vor über 20 Jahren ihr Leben so brutal veränderte. Der Täter wurde nach zehn Jahren aus der Haft entlassen und hat der rechten Szene den Rücken gekehrt. Über den Tagesspiegel ließ der Trebbiner Giamblanco lange Briefe zukommen, in denen er bereut und um Vergebung bittet.

Für die seit 1997 erschienenen Reportagen, die wir mit freundlicher Genehmigung des Tagesspiegel publizieren, wurde Frank Jansen mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Und sie haben Leser:innen bewegt, Jahr für Jahr das Leben von Orazio Giamblanco und seiner Familie mit Spenden zu erleichtern.

Wir sammeln Spenden für Orazio Giamblanco:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE34100 20500 00038 13100
BIC: BFSWDE33BER
Stichwort „Orazio“

Wer eine Quittung möchte, nennt bitte auf der Überweisung die Anschrift. Die Spendenbescheinigungen verschicken wir im Februar des Folgejahres.

Alle Reportagen über Orazio Giamblanco befinden sich hier.

IHRE GELDAUFLAGE HILFT OPFERN RECHTER, RASSISTISCHER UND ANTISEMITISCHER GEWALT

Sie sind Staatsanwält:in oder Richter:in? Dann können Sie die Arbeit des Vereins Opferperspektive e.V. durch die Zuweisung von Geldauflagen und Bußgeldern unterstützen. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen.

Transparente Geldauflagenverwaltung

Wir gehen verantwortungsvoll mit den eingegangenen Geldauflagen um und garantieren Ihnen eine zuverlässige Bußgeldverwaltung.

  • Die eingegangenen Zahlungen verwenden wir ausschließlich für unsere satzungsgemäße Arbeit.
  • Wir informieren die zuweisende Stelle zeitnah über Zahlungseingang oder -verzug.
  • Wir gehen mit allen Informationen vertraulich und diskret um.
  • Für Geldauflagen werden selbstverständlich keine Spendenquittungen ausgestellt.

Konto für Geldauflagen

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE34100205000003813100
BIC: BFSWDE33BE

Hinweise für Zahlungspflichtige

Sie haben von einem Gericht oder einer Staatsanwaltschaft die Auflage erhalten, eine Zahlung an die Opferperspektive e.V. zu leisten? Bitte überweisen sie diese ausschließlich auf das o.g. Konto und beachten Sie:

  • dass bei der Zahlung unbedingt das Aktenzeichen des Gerichtes anzugeben ist. Nur so kann Ihre Zahlung zugeordnet und dem Gericht bestätigt werden,
  • dass wir für entsprechende Zahlungen keine Spendenquittung ausstellen dürfen,
  • dass wir nicht über Ratenzahlungen oder Fristverlängerungen entscheiden dürfen. Bitte wenden Sie sich dafür an das zuständige Gericht.

Ansprechperson für alle Fragen rund um Spenden und Geldauflagen:
Telefon: 0331 817 0002
Email:

Den öffentlichen PGP-Schlüssel für eine sichere Mailkommunikation können Sie hier herunterladen.

VIELEN DANK!

ÜBER UNS

OPFERPERSPEKTIVE – SOLIDARISCH GEGEN RASSISMUS, DISKRIMINIERUNG UND RECHTE GEWALT E.V.

Opferperspektive – Solidarisch gegen Rassismus, Diskriminierung und rechte Gewalt e.V. ist ein im Land Brandenburg tätiger Verein, der Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung, deren Angehörige oder Freund:innen und Zeug:innen in Brandenburg berät. Neben der direkten Unterstützung der Betroffenen leistet er Aufklärungsarbeit und trägt dazu bei, gesellschaftliche Prozesse, die zu rechter Gewalt, Rassismus und Antisemitismus führen, sichtbar zu machen und ihnen entgegenzutreten. Er thematisiert rechte Gewalt, Neonazismus und Rassismus aus der Perspektive der Betroffenen und informiert die Öffentlichkeit über deren Ausmaß, Wirkungsweisen und Folgen. Ziel der Arbeit des Vereins ist es, zu einer diskriminierungs- und gewaltfreien Alltagskultur in Brandenburg beizutragen, in der sich jeder Mensch frei, gleichberechtigt und ohne Angst bewegen kann.

Die Geschäftsstelle befindet sich im Projekthaus Potsdam. Dort befinden sich auch der Flüchtlingsrat Brandenburg, Women in Exile sowie weitere soziokulturelle und politische Initiativen, ein Tagungshaus und ein Wohnprojekt. Informationen über das Projekthaus sowie eine Wegbeschreibung finden Sie auf der Website: Projekthaus Potsdam

ARBEIT DES VEREINS

Die Fachbereiche des Vereins bilden die Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt sowie die Antidiskriminierungsberatung. Darüber hinaus betreibt der Verein die bundesweite Wanderausstellung Opfer rechter Gewalt seit 1990 sowie das Webportal und die Ausstellung [Kein Schöner Land] – Todesopfer rechter Gewalt im Land Brandenburg.

Der Verein Opferperspektive ist Mitglied im bundesweiten Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG), im bundesweiten Arbeitskreis der Opferhilfen (ado), im Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd), im Brandenburger Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie im „Cottbuser Aufbruch“ und im Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“.

GESCHICHTE DER OPFERPERSPEKTIVE

Gegründet wurde die anfangs ehrenamtlich arbeitende Initiative 1998 als Reaktion auf die massive rechte Gewalt der 1990er Jahre. Beleidigungen, Drohungen, Körperverletzungen oder Morde gehörten zur Tagesordnung und richteten sich gegen BPoC, Menschen mit Behinderung, Wohnungslose, LQBTIQ Personen, gegen Rechts und Rassismus politisch aktive oder alternative Jugendliche. Zu oft hatten in dieser Zeit Politik, Medien, Sozialarbeit, Polizei und Justiz das Ausmaß und den politischen Hintergrund der Taten ignoriert, verharmlost und den Opfern die eigentliche Schuld zugewiesen. Regelmäßig waren die Betroffenen rechter Gewalt, ihre Angehörigen und Freund:innen mit den Folgen der Tat allein gelassen worden. Stattdessen wurden in der öffentlichen Diskussion die Täter dadurch entschuldigt, dass sie zu Verlierern der Transformationsprozesse nach der deutschen Wiedervereinigung und damit zu den eigentlichen Opfern erklärt wurden. Die Opferperspektive trat dagegen an, mit dem Ziel, die Betroffenen rechter Gewalt zu unterstützen nicht passiv in einer Opferrolle zu verharren, sondern aktiv zu werden und gemeinsam Perspektiven zu entwickeln, ihren Stimmen in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen, Solidarisierungsprozesse im sozialen Umfeld zu fördern und das tatsächliche Ausmaß rechter Gewalt zu dokumentieren. Der Verein baute mit diesem Konzept die bundesweit erste spezialisierte Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt auf.

Wichtige Wegmarken und Ereignisse seit Bestehen der Opferperspektive finden sich hier und die erste Broschüre „Gegen den Strom“ der Opferperspektive aus dem Jahr 2000, in der die gesellschaftspolitische Lage der 1990er Jahre in Brandenburg und die Entstehung des Projektes dargestellt werden, findet sich hier.

SATZUNG DER OPFERPERSPEKTIVE

„In Anbetracht der Gefahren, die rechte und insbesondere rassistische Tendenzen in unserer Gesellschaft darstellen und der existentiellen Bedrohung, die von rassistischer Diskriminierung und rechter Gewalt für die Betroffenen und für die Gesamtgesellschaft ausgeht, begreifen die Mitglieder des Vereins Opferperspektive ihre Aufgabe in der Schaffung von gesellschaftlichen Verhältnissen, in der sich jeder Mensch frei, gleichberechtigt und ohne Angst bewegen kann – gleich welcher (zugeschriebenen) ethnischen Herkunft, Nationalität oder Sprache, unabhängig von Aufenthaltsstatus, Hautfarbe oder äußerer Erscheinung, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, sozialen Status, Familienstand, Handycap, Alter oder sexueller Identität. Die Mitglieder des Vereins Opferperspektive treten für die Achtung der Menschenrechte, für die Demokratisierung gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse und für gewaltlose Konfliktbewältigung ein. Sie wenden sich gegen nationalistische, rassistische, antisemitische, antiziganistische, militaristische und antidemokratische Tendenzen. Die Verfolgung parteipolitischer Ziele ist ausgeschlossen.“

Satzung der Opferperspektive e.V. als PDF.