Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg

Die Opferperspektive ist die zentrale Anlaufstelle in Brandenburg für Betroffene, Angehörige und Zeug*innen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Wir bieten vertrauliche, kostenlose und unabhängige Beratung – bei Bedarf auch mehrsprachig – und unterstützen Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Rechte.

Zu sehen sind 3 Personen im Gespräch, die gemeinsam auf Unterlagen auf dem Tisch blicken und sich darüber austauschen.

Angebote

Beratung

Wir beraten Menschen, die in Brandenburg aus rechten, rassistischen oder antisemitischen Motiven angegriffen wurden – vertraulich, kostenlos und unabhängig.

Dokumentation

Wir dokumentieren rechte Gewalt in Brandenburg, machen sie öffentlich sichtbar und bieten Informationen und Hintergründe aus der Sicht der Betroffenen.

UNTERSTÜTZUNG

Wir unterstützen Menschen und Initiativen, die sich gegen rechte Gewalt engagieren und für Betroffene einsetzen – mit Beratung, Fortbildungen und Materialien.

Aktuelles & Termine

Schmuckbild - Eine Waage als Symbol für Recht und Gerechtigkeit

Uckermark: Prozessbeginn wegen versuchter Tötung

2. Juli 2026

Am 1. Juli begann am Landgericht Neuruppin der Prozess gegen zwei junge Männer im Alter von 17 und 23 Jahren aus der Uckermark. Ihnen wird vorgeworfen, mit weiteren Personen in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche zum Teil schwere Körperverletzungen begangen zu haben. Ihre Taten filmten die Angeklagten zum Teil und teilten sie in einer gemeinsamen Chat-Gruppe mit dem Namen "DJU", eine Abkürzung für "Deutsche Jugend Uckermark". Auch weitere Hinweise zeugen von einer extrem rechten Gesinnung und Tatmotivation.

Negus Martin mit seinen beiden Söhnen bei der Gedenkfeier zum 30. Jahrestag des Angriffs auf seinen Vater Noel Martin in Mahlow. Die drei stehen vor einem Porträt von NoelMartin auf der Straße, wo dieser 199 schwer verunglückte.

„Ich blicke immer voller Hoffnung in die Zukunft“ – Interview with Negus Martin

1. Juli 2026

Negus Martin ist der Sohn von Noël Martin, der 1996 in Mahlow von Neonazis schwer verletzt wurde und 2020 an den Folgen des Angriffs starb. Anlässlich des 30. Jahrestags des Angriffs nahmen Negus Martin und seine Familie an der Gedenkkundgebung in Mahlow teil, und wir hatten die Gelegenheit, mit ihm übe r seine Erinnerungen an seinen Vater und den Kampf gegen Rassismus zu sprechen.

Zu sehen sind vier Personen von hinten, die Arm in Arm gehen.

Die Arbeit der Opferperspektive

Die Opferperspektive ist seit 1998 die zentrale Anlaufstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Land Brandenburg. Wir beraten Betroffene, deren Angehörige und Freund*innen sowie Zeug*innen rechter Gewalttaten – unabhängig und professionell.

Unsere Berater*innen unterstützen bei der Bewältigung der psychosozialen, juristischen und finanziellen Folgen von Gewalttaten.
Unter anderem begleiten wir Betroffene zu Terminen bei Behörden und Gerichten und helfen bei der Stellung von Anträgen sowie der Suche nach Anwält*innen und Therapeut*innen.
Die Beratung der Opferperspektive ist vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym und mehrsprachig möglich.

Materialien­­ & Publikationen

Rechte Gewalt in Brandenburg

Als zivilgesellschaftliche Meldestelle erfassen und dokumentieren wir systematisch rechte Gewalt in Brandenburg.
In unserer Chronik dokumentieren wir in Absprache mit den Betroffenen rechte, rassistische und antisemitische Angriffe im Land.
Einmal im Jahr veröffentlichen wir einen ausführlichen Monitoring-Bericht, in dem wir das Ausmaß rechter Gewalt im Land analysieren und damit öffentlich sichtbar und diskutierbar machen.

Chronik rechter Gewalt

Potsdam

Potsdam

Im Stadtteil Waldstadt entfernt eine Person extrem rechte Sticker aus dem Straßenbild. Sie unterhält sich mit einem hinzukommenden Passanten über die rechte Propaganda. Plötzlich hält ein Auto neben den beiden an. Der Fahrer des Autos, ...
Mehr anzeigen

Potsdam

Potsdam

Ein Rechter bedroht eine Person, die im Stadtteil Waldstadt einen extrem rechten Sticker von einem Laternenpfahl entfernt. Der Rechte schubst die Person, verlangt von ihr, das Entfernen der Sticker zu unterlassen und fordert sie zu ...
Mehr anzeigen

Cottbus

Cottbus

In der Nacht zum Montag werfen Unbekannte eine brennende Fackel in den Hausflur der WK51, einem Haus mit alternativen Wohngemeinschaften. Durch die starke Rauchentwicklung muss das ganze Haus kurzzeitig evakuiert werden.

Informiert bleiben

Unser Newsletter informiert etwa alle zwei Monate zu rechter Gewalt in Brandenburg, der Arbeit der Opferperspektive und unseren Publikationen und Veranstaltungen. Er enthält auch unseren halbjährlichen Rundbrief „Schattenberichte“.
Über den Presseverteiler versenden wir unsere Pressemitteilungen.

Mit dem Klick auf „jetzt anmelden“ willige ich ein, dass meine Daten entsprechend der Datenschutzerklärung zum Versand des Newsletters verwendet und gespeichert werden dürfen. Ich kann meine Einwilligung jederzeit widerrufen, etwa per E-Mail. Die Rechtmäßigkeit der vor dem Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Zurück zum Seitenanfang