Gedenken an Emil Wendland

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Ablauf:

🌹 17:00 Uhr – Gedenkkundgebung am Rosengarten in Neuruppin – dem Ort, an dem Emil Wendland 1992 von Neonazis ermordet wurde. Mit Redebeiträgen, Kranzniederlegung, Gedenkminute

📖 18:00 Uhr – Lesung und Gespräch mit @dominikbloh in der MHB (im Alten Gymnasium)

Emil Wendland

Emil Wendland war betroffen von Wohnungslosigkeit und er wurde getötet, weil er nicht in das rechte, sozialdarwinistische Weltbild seiner Mörder passte, welches sie mit Gewalt durchzusetzen versuchten. Sein Tod steht exemplarisch für eine Kontinuität rechter Gewalt, die bis heute anhält.

In einer Zeit, in der die Zahl der Betroffenen rechter Gewalt einen neuen Höchststand erreicht und unabhängige Beratungsstellen sowie Projekte, die Betroffene unterstützen und rechte Gewalt dokumentieren zunehmend unter finanziellen Druck geraten oder vor dem Aus stehen, ist es der Gedenkinitiative besonders wichtig zu betonen, wie notwendig es ist, als Zivilgesellschaft eine klare Position gegen Rechtsextremismus zu beziehen.

„Wir wollen gemeinsam ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus setzen und dem Vergessen und Unsichtbarwerden keine Chance geben.“

Im Anschluss veranstaltet die Initiative ab 18 Uhr mit dem Autor und Aktivisten Domink Bloh eine Lesung zu seinem neuen autobiografischen Buch „Die Straße im Kopf“, in dem er eindrücklich erzählt, wie das Leben auf der Straße nachwirkt, auch lange, nachdem man sie verlassen hat.

Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle Interessierten.

Wir freuen uns, wenn ihr zahlreich erscheint und Teil eines würdigen Gedenkens an Emil Wendland und allen anderen Opfer rechter Gewalt seid.

Niemand ist Vergessen! 🕯️