Chronik rechter Gewalt

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg.
Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt.

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg. Die Chronik wird fortlaufend und auch rückwirkend aktualisiert, erhebt aber in keinem Fall einen Anspruch auf Vollständigkeit.

Berücksichtigt werden Vorfälle, die der Opferperspektive gemeldet oder von uns recherchiert werden, sowie Vorfälle, die von staatlichen Stellen oder in den Medien veröffentlicht werden. Taten, bei denen die Beratungsnehmer*innen um eine vertrauliche Behandlung bitten, werden nicht veröffentlicht. Die Informationslage zu einzelnen Vorfällen unterscheidet sich stark. In einigen Fällen wissen wir über Ort und Datum hinaus wenig mehr als den juristischen Tatbestand. In anderen Fällen wiederum verzichten wir bewusst auf genauere Beschreibungen, um die Anonymität der Betroffenen nicht zu gefährden.

Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt. Die Schilderungen können verstörend und für Menschen, die selbst oder deren Nahestehende ähnliche Erfahrungen erleiden mussten, retraumatisierend sein. Bei der Chronologie handelt es sich um eine „Angriffschronik“, dementsprechend setzen wir die Täter*innen und ihre Handlungen ins Aktiv. Sprache unterliegt ständigem Wandel. Einzelne Begriffe, die in der Vergangenheit selbst in betroffenen Communities z.B. als Selbstbeschreibung verwendet wurden, werden heute von vielen Betroffenen abgelehnt. Wir sind in fortlaufender Diskussion darüber, welche Begrifflichkeiten wir in der Opferperspektive verwenden. Einige ältere Einträge sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Sofern sie keine explizit rassistischen oder anders diskriminierenden Ausdrücke beinhalten, belassen wir sie als Zeugnisse ihrer Zeit in der Chronologie.

Die Vorfallsmeldungen der Chronik können nach Ort und Datum gefiltert werden Lupenicon
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284 Treffer gefunden.

Angermünde

24. Mai 2001

Ein etwa 30-jähriger Mann, der drei Rechtsextreme zur Rede stellen wollte, die einem Punk ein Handy geraubt hatten, wurde von diesen zusammengeschlagen und, als er am Boden liegt, zusammengetreten. Er erlitt Platzwunden an der Stirn ...
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Berkholz bei Schwedt

7. Januar 2001

Ein 18-Jähriger wurde von einer Gruppe von 14 Rechtsextremen, die sich vor dem Haus seiner Eltern versammelt hatten, mit Schlägen bedroht, wenn er nicht mit seinen Freunden zur Bushaltestelle komme, um eine Sache vom Vortag ...
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Boitzenburg

1. Januar 2001

Zwei Aussiedler wurden von einer Gruppe von bis zu 15 Jugendlichen attackiert. Zunächst wurde ein 17-Jähriger als »Russenschwein« beschimpft und zu Boden geschlagen, als er die Tür der elterlichen Wohnung öffnete. Mehrere Angreifer traten dann ...
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Schwedt

27. Dezember 2000

Ein 17-Jähriger aus der Hiphop-Szene wurde von zwei Rechtsextremen als »Scheiß-Zecke« beschimpft. Dann wurde er von den beiden 18 und 30 Jahre alten Männern ins Gesicht geschlagen und getreten. Ein von den Tätern mitgeführter Hund ...
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Boitzenburg

2. Dezember 2000

Ein 17-jähriger Jugendlicher, dessen Eltern 1983 als Russlanddeutsche übersiedelten, wurde von einem gleichaltrigen Deutschen angegriffen, getreten und geschlagen.


Angermünde

20. Oktober 2000

Auf dem Oktoberfest wurden 10 nicht-rechte junge Leute von einer großen Gruppe Neonazis angegriffen. Mindestens fünf von ihnen erlitten zum Teil schwere Verletzungen, die auch im Krankenhaus behandelt werden mussten. Nach dem Angriff im Bierzelt ...
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Prenzlau

21. September 2000

Eine Frau aus Afghanistan und ihre beiden Kinder wurden von zwei 17-jährigen Deutschen angegriffen. Die Jugendlichen drückten den Kopf der elfjährigen Tochter mehrmals gegen eine Mauer. Zudem schlugen sie dem Kind in den Magen und ...
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Prenzlau

23. Juni 2000

Ein pakistanischer und ein iranischer Asylbewerber wurden aus einer Gruppe von sieben Deutschen heraus beschimpft und mit einer Schreckschusspistole und den Worten »Ich mache dich tot« bedroht. Die Opfer konnten flüchten.


Prenzlau

30. Mai 2000

Ein iranischer Asylbewerber wurde von einer Gruppe von drei Rechtsextremen geschlagen und mit einem Messer bedroht.


Grünower See

29. April 2000

Ein 19-jähriger Prenzlauer wurde von einer 20-köpfigen Gruppe von Rechtsextremen verfolgt und geschlagen. Die Täter hielten ihr Opfer für einen »linken Kiffer«. Er erlitt Verletzungen in Gesicht und Körper.


Angermünde

21. April 2000

Drei russlanddeutsche Männer im Alter von 20 und 21 Jahren wurden von einer 20-köpfigen Gruppe Rechtsextremen überfallen und zusammengeschlagen.


Prenzlau

21. März 2000

Ein Asylbewerber wurde von jugendlichen Fahrradfahrern im Vorbeifahren vor die Brust geschlagen.


Tantow

8. Februar 2000

Ein 47-jähriger Deutscher pakistanischer Abstammung wurde in seiner Wohnung von zwei Männern zusammengeschlagen. Gleichzeitig wurde ein Brandanschlag auf eine Lagerhalle verübt, die dem Mann gehört.


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