Chronik rechter Gewalt

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg.
Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt.

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg. Die Chronik wird fortlaufend und auch rückwirkend aktualisiert, erhebt aber in keinem Fall einen Anspruch auf Vollständigkeit.

Berücksichtigt werden Vorfälle, die der Opferperspektive gemeldet oder von uns recherchiert werden, sowie Vorfälle, die von staatlichen Stellen oder in den Medien veröffentlicht werden. Taten, bei denen die Beratungsnehmer*innen um eine vertrauliche Behandlung bitten, werden nicht veröffentlicht. Die Informationslage zu einzelnen Vorfällen unterscheidet sich stark. In einigen Fällen wissen wir über Ort und Datum hinaus wenig mehr als den juristischen Tatbestand. In anderen Fällen wiederum verzichten wir bewusst auf genauere Beschreibungen, um die Anonymität der Betroffenen nicht zu gefährden.

Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt. Die Schilderungen können verstörend und für Menschen, die selbst oder deren Nahestehende ähnliche Erfahrungen erleiden mussten, retraumatisierend sein. Bei der Chronologie handelt es sich um eine „Angriffschronik“, dementsprechend setzen wir die Täter*innen und ihre Handlungen ins Aktiv. Sprache unterliegt ständigem Wandel. Einzelne Begriffe, die in der Vergangenheit selbst in betroffenen Communities z.B. als Selbstbeschreibung verwendet wurden, werden heute von vielen Betroffenen abgelehnt. Wir sind in fortlaufender Diskussion darüber, welche Begrifflichkeiten wir in der Opferperspektive verwenden. Einige ältere Einträge sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Sofern sie keine explizit rassistischen oder anders diskriminierenden Ausdrücke beinhalten, belassen wir sie als Zeugnisse ihrer Zeit in der Chronologie.

Die Vorfallsmeldungen der Chronik können nach Ort und Datum gefiltert werden Lupenicon
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57 Treffer gefunden.

Königs Wusterhausen

16. Mai 2012

Ein libanesischer Staatsbürger wurde aus rassistischen Motiven Opfer einer Körperverletzung. Es wurde kein Tatverdächtiger ermittelt.


Königs Wusterhausen

13. März 2010

In der Nacht wurde das Auto der Mutter eines Antifa-Aktivisten stark beschädigt, die beiden Täter, darunter ein stadtbekannter Neonazi, festgenommen. Seit Wochen kam es im Wohnumfeld des Jugendlichen zu rechten Sprüh- und Klebeaktionen.


Königs Wusterhausen

28. Juni 2009

Ein Mann wurde Opfer einer Körperverletzung, die sich »gegen sonstige politische Gegner« richtete. Es konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.


Königs Wusterhausen

27. Juni 2009

Ein Mann vietnamesischer Herkunft wurde aus rassistischen Gründen Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Es konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.


Königs Wusterhausen

21. April 2009

In den frühen Morgenstunden wurde ein Holzstapel angezündet, der an der Fassade eines Jugendklubs lagerte. Die Flammen griffen auf das Dach über. Der Brand wurde gelöscht, es entstand jedoch ein Sachschaden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen ...
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Königs Wusterhausen

27. Dezember 2008

Zwei Deutsche wurden Opfer einer gefährlichen Körperverletzung, die sich »gegen links« richtete. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt. Nähere Angaben liegen nicht vor.


Königs Wusterhausen

11. August 2008

Zwei stadtbekannte Rechtsextremisten, darunter ein NPD-Kandidat, schlugen an einer Straßenkreuzung mit Schlagstöcken auf das Auto von drei gegen Rechts engagierte Personen ein. Es entstand hoher Sachschaden. Die drei Insassen blieben unverletzt, da sie rechtzeitig die ...
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Königs Wusterhausen

24. Februar 2008

In den frühen Morgenstunden wurden zwei Personen zunächst von zwei Rechten angepöbelt und in eine Straße gejagd, wo weitere Rechte hinzustießen. Aus der inzwischen achtköpfigen Gruppe der Angreifer wurde auf die beiden Opfer eingeschlagen und ...
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Königs Wusterhausen

16. Juli 2006

Zwei Touristen aus Österreich wurden kurz nach Mitternacht auf dem Bahnhofsvorplatz von zwei Skinheads angegriffen. Die beiden Rechten entrissen einem 43-jährigen Österreicher eine israelische Flagge, beleidigten ihn antisemitisch und drohten, die Fahne anzuzünden. Als ein ...
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Niederlehme

14. April 2006

Eine sechsköpfige Gruppe Rechtsextremer griff am frühen Abend in der Nähe des Bahnhofes einen alternativen Jugendlichen an. Durch Faustschläge erlitt dieser u.a. einen Nasenbeinbruch.


Königs Wusterhausen

11. März 2006

In der Bahnhofshalle wurde am Vormittag eine junge Frau von einem korpulenten Mann mit Springerstiefeln getreten, wobei sie am Arm verletzt wurde. Zuvor schubste dieser unvermittelt die Geschädigte.


Königs Wusterhausen

31. Oktober 2005

Auf den PkW eines Mitglieds der Polizeieinheit »TOMEG« (»Täterorientierte Maßnahmen gegen extremistische Gewalt«) wurde von vier Rechten im Alter von 15 bis 24 Jahren ein Brandanschlag verübt.


Königs Wusterhausen

4. Mai 2005

Nach einer verbalen Auseinandersetzung wurde eine hinzugekommene Person von einem Rechten mit einer abgebrochenen Bierflasche attackiert. Der Betroffene erlitt tiefe Schnittwunden im Gesicht.


Königs Wusterhausen

17. September 2004

Ein Asylbewerber aus Bhutan wurde gegen 1:30 Uhr in der Bahnhofstraße auf den Boden gestoßen. Er verlor das Bewusstsein und musste vier Tage stationär behandelt werden.


Königs Wusterhausen

28. April 2004

Drei Flüchtlinge aus Bhutan wurden gegen 1 Uhr an einer Tankstelle in der Luckenwalder Straße von zwei Rechten mit der Faust ins Gesicht geschlagen und getreten.


Königs Wusterhausen

21. Juni 2002

Ein 18-jähriger alternativer Jugendlicher wurde um Mitternacht am Bahnhof von mehreren Rechten angegriffen. Er wurde mit einem Nasenbeinbruch vier Tage lang stationär behandelt.


Königs Wusterhausen

18. November 2001

Vier Jugendlichen, die »antifaschistische Aufnäher« an ihren Rucksäcken trugen, wurden von einer Gruppe von acht Neonazis angegriffen. Die Neonazis brüllten Parolen wie »Heil Hitler« und schlugen mehrmals auf die Jugendlichen ein.


Königs Wusterhausen

14. Juli 2001

Auf die Bühne des antifaschistischen Festivals »Le monde est à nous« wurden nachts um 4 Uhr von Rechtsextremen vier Brandflaschen geworfen. Die fünf jungen Männer, die zur Bewachung auf der Bühne geschlafen hatten, blieben unverletzt ...
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Königs Wusterhausen

15. Oktober 2000

Auf den Wagen des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde wurde ein Anschlag verübt. Bisher unbekannte Täter, durch ihr Äußeres als Rechte zu erkennen, zerstachen die Reifen des Autos und zerkratzten den Lack. Der Wagen parkte vor ...
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Königs Wusterhausen

14. Juli 2000

Ein polnischer Student wurde am späten Abend auf dem Bahnhofsvorplatz von mehreren Jugendlichen beleidigt und geschlagen. Der 24-Jährige bekam zwei Fausthiebe ins Gesicht und erlitt eine Schwellung am Mund. Die Täter stiegen anschließend in die ...
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Königs Wusterhausen

1. Januar 2000

Eine linke Wohngemeinschaft wurde am Nachmittag des Neujahr-Tages überfallen. Aus einer Gruppe von etwa 20 Skinhead aus Königs Wusterhausen und Cottbus, die in der darunter liegenden Kneipe Sylvester gefeiert hatten, wurde mit einer Flasche das ...
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