Nicht einmal eine Geste des Bedauerns
Die Ware war verbrannt oder verrußt, der Schaden betrug 35.000 Euro. Die Opferperspektive bat die Stadtverwaltung, über ein Hilfsangebot für die Familie nachzudenken, und regte an, die Kommune möge das Gespräch mit den MigrantInnen im …
Leben im »Dschungelheim«
Unterkünfte für AsylbewerberInnen müssen vor allem eins sein: billig. Der abschreckende Effekt, der bei radikaler Kosteneneinsparung herauskommt, wird vom Gesetzgeber durchaus beabsichtigt. Besonders deutlich zeigt sich das an den »Dschungelheimen«, wie sie ironisch von Flüchtlingen …
Alltäglicher Rassismus
Über 90 Prozent der rechtsmotivierten Gewaltdelikte konnten nach Angaben des Innenministeriums 2004 aufgeklärt werden. Laut Justizministerium wurde in über 75 Prozent der Fälle Anklage erhoben. Auch wenn bei diesen Zahlen eine Dunkelziffer bleibt: Rechte Schläger …
»Sturm 27«-Schläger vor Gericht
Stadtfeste in Rathenow sind traditionell Orte, wo die rechtsextreme Kameradschaftsszene ihre Gruppenmacht demonstriert. Um dem nachzuhelfen, werden nebenbei unliebsame Gegner krankenhausreif geschlagen. So auch letztes Jahr im Oktober am Rande des Märkischen Platzes in Rathenow. …
»Braune Musik und tödliche Notwehr«
Am 31. August 2004 begann vor dem Landgericht Halle der Revisionsprozess um den Tod des 60jährigen Helmut Sackers. Der Rentner wurde am 29. April 2000 in Halberstadt von einem rechtsextremen Skinhead erstochen. Im Dezember 2000 …
Vierter Brandanschlag auf Imbiss in Rheinsberg
In der Nacht zum 30. März 2005 wurde auf den Imbisswagen von Mehmet Cimendag in Rheinsberg ein Brandanschlag verübt. Es war der vierte Brandanschlag in zwei Jahren, dieses Mal brannte der Imbiss vollständig ab. Der …
Offener Brief der Stadt Rheinsberg an Mehmet Cimendag
Wir sind zutiefst beschämt, dass unter uns offenbar Menschen leben, die aus Verdruss, Unwissenheit und Fremdenhass heraus zu solchen Taten fähig sind. Wir betrachten den Angriff auf Ihr Eigentum als einen Angriff auf unser Gemeinwesen. …
»Die Hinterbliebenen kämpfen um Anerkennung für die Opfer«
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, Ich freue mich, dass Sie gekommen sind, um sich diese Ausstellung anzusehen. Dass wir sie hier zeigen können, dafür danke ich dem Landtagspräsidenten und seinen Mitarbeitern. …
SPD lehnt Kürzungen bei Opferperspektive ab
Die SPD-Landtagsfraktion sei aufgefordert worden, die im Entwurf für den Doppelhaushalt 2005/2006 vorgesehene Reduzierung der Gelder für das Handlungskonzept »Tolerantes Brandenburg« rückgängig zu machen, sagte SPD–Landesgeschäftsführer Klaus Ness am Sonnabend in Michendorf (Potsdam-Mittelmark). Ebenso müsse …
Zusammengeschlagen, weil er Hitler »Scheiße« findet
Frage: Wie findest du Hitler? Antwort: Scheiße! Für diese Antwort wurde Richard G. von Rechten zusammengeschlagen Vor dem Amtsgericht Brandenburg a.d. Havel findet am Montag, den 21.02.2005 um 9.00 Uhr im Saal IV der Prozess …
»Das Feld für die Rechten wurde seit Jahren bestellt«
Im Zuge des von Bundeskanzler Gerhard Schröder eingeforderten »Aufstands der Anständigen« im Sommer 2001 werden diese Projekte durch Bundesgelder teilfinanziert. Wir sprachen mit Dominique John, Opferperspektive Brandenburg, und Lorenz Korgel von der Berliner Mobilen Beratung …
Gestrichen
Er steht ohne Gelder kurz vor dem Aus. KLARTEXT fragt, wie das mit den Absichten der Landesregierung zu vereinbaren ist. Schikane, Benachteiligungen, offene Gewalt. Viele Ausländer haben wie Manuel Barros das Gefühl, bei uns nicht …
Angriffsziel Imbiss
Die Opferperspektive wendet sich mit diesem Informationsheft an Verantwortliche in den Gemeinden und Kommunen, an Initiativen sowie einzelne Bürgerinnen und Bürger. Im Mittelpunkt der 32-seitigen Broschüre stehen drei exemplarische Analysen von Brandanschlägen in verschiedenen Kommunen. …
Ein fremdenfeindlicher Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden
Das Ausmaß rechtsextremer Gewalt gegen Asia- und Döner-Imbisse in Brandenburg Bei rechtsextrem motivierten Angriffen – so die allgemeine Erfahrung – ist die Dunkelziffer sehr hoch. Vor allem Nötigungen, Beleidigungen und Bedrohungen werden von den Betroffenen …
Zwei Brandanschläge in einer Nacht
Der Asia-Imbiss der Familie V. brannte vollständig nieder, der Anschlag auf den Döner-Imbiss von Herrn A. schlug fehl. Hier entstand nur geringer Sachschaden. Herr V. kam 1988 als Vertragsarbeiter in die DDR. Nach der Wende …
Drei Brandanschläge auf ein und denselben Imbiss
Anfang des Jahres 2003 wurde in der Kleinstadt B ein Reifen eines Döner-Imbisses in Brand gesetzt. Das Feuer loderte bis zur Außenwand, konnte aber durch die Polizei gelöscht werden, bevor die Flammen ins Wageninnere vordrangen. …
Mitarbeiter konnte rechtzeitig löschen
Durch ein in die Scheibe geschlagenes Loch wurde mitten in der Nacht eine Brandflasche in den Gastraum geworfen. Glücklicherweise wurde ein in einem Hinterzimmer des Bistros schlafender Mitarbeiter durch das Geräusch des splitternden Glases geweckt. …
Studie: Rechte Gewalt gegen ausländische Imbissbuden in Brandenburg
Im Mittelpunkt der 32-seitigen, kostenlosen Broschüre stehen drei exemplarische Analysen von Brandanschlägen in verschiedenen Kommunen. Ihnen folgen Tipps für Betroffene sowie Empfehlungen dafür, wie die Betroffenen am sinnvollsten unterstützt werden können. Aus der Analyse Ein …
»Selbstbewusstsein der Schlägertruppen gestärkt«
Seit die NPD den sächsischen Landtag als Bühne für ihre Provokationen missbrauchte, wächst die öffentliche Empörung über den Rechtsextremismus wieder. Am Freitag debattierten die Innenminister der Länder erneut über ein NPD–Verbot. Initiativen gegen Neonazis beklagen, …
»Wer will schon ein Bistro kaufen, auf das ein Brandanschlag verübt wurde?«
Seit wann sind Sie mit Ihrem Imbiss in diesem Ort? Ich bin hier seit Ende 1994. Am Anfang hatte ich vor einer Kaufhalle einen Container. Den hatte ich damals von einem Bekannten übernommen. Das lief …
Beratungsstellen veröffentlichen Jahresstatistik 2004
Seit Herbst 2001 werden in den neuen Bundesländern und Berlin mit Hilfe des Bundesprogramms Civitas acht Projekte zur Beratung von Opfern rechtsextremer Straf- und Gewalttaten gefördert. »Civitas – initiativ gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern« …
Unternehmungen mit hohem Risiko
Das Imbissgeschäft in gefährlicher Umgebung Wie viele Imbisse in Brandenburg von ausländischen Betreibern geführt werden, darüber liegen keine genauen Zahlen vor. Keine Behörde erhebt sie. Lediglich die Daten der Brandenburger Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter erlauben zumindest …
Wie sich Imbissbetreiber in einer oftmals feindlichen Umwelt bewegen
Allein in Brandenburg Die Ergebnisse der Studie basieren unter anderem auf 29 Interviews mit ausländischen Imbissbetreibern und/oder ihren Angestellten. 14 der Befragten berichteten über Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen fremdenfeindlich oder rassistisch motivierter Gewalt. Dazu zählten …
Kundenbeziehungen der besonderen Art
Die Täter sind den Imbissbetreibern in den meisten Fällen bekannt Menschen werden zu Opfern rechtsextremer Schläger, weil sie von den Tätern zu einer bestimmten, von ihnen abgelehnten Gruppe gerechnet werden. Die zentralen Ursachen für diese …
Grenzen und Möglichkeiten einer Zivilklage
Wurden Imbissbetreiber bei einem Angriff verletzt, so können sie als Nebenkläger im Strafverfahren gegen die Täter auftreten und sich durch einen Anwalt vertreten lassen. Dies ist aus mehreren Gründen angeraten. So werden sie über den …
Rassistische Anschläge gegen Imbisse 2000 – 2004
2000 Meyenburg, 28.1.2000: Ein türkischer Imbiss wurde mit Steinen angegriffen. Zwei Schaufensterscheiben und die Eingangstür gingen zu Bruch. Kyritz, 29.1.2000: Ein türkischer Imbisswagen wurde durch einen Brandanschlag stark beschädigt. Velten, 25.3.2000: Auf einen Asia-Imbiss wurde …
Will die Landesregierung bei Opfern rechter Gewalt sparen?
Die Brandenburger Landesregierung will für Opfer rechtsextremer Gewalt keinen Cent mehr ausgeben. Der Verein Opferperspektive, der seit vielen Jahren Opfern rechter Gewalt hilft, soll nicht mehr unterstützt werden. Bisher hatte das Land mit 32.000 € …
Was tun nach einem rassistischen Brandanschlag?
Was tun, wenn ein Brandanschlag auf einen Imbiss verübt wurde und eine rechtsextreme oder rassistische Tatmotivation vermutet werden muss? Manche Kommunen verschließen die Augen, in anderen Gemeinden erfasst eine lähmende Ratlosigkeit die politisch Verantwortlichen und …
Flyer: Hilfe für ausländische Imbissbetreiber:innen
In Brandenburg gibt es Hunderte von Imbissen, Bistros und Restaurants, die von MigrantInnen geführt werden. In den letzten Jahren haben sich rechtsextreme Vorfälle gehäuft, bei denen Imbisse oder Bistros beschädigt oder gar durch Brandanschläge zerstört …
Rechte Gewalt erreicht Höchststand
Das entspricht einem Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem 119 Taten bekannt wurden. Noch nie wurden so viele Menschen Opfer rechter Gewalt: insgesamt 174 Geschädigte gegenüber 154 im Vorjahr. Zu diesen müssen …