Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine rechtsextreme Partei eine Landtagswahl gewonnen und könnte nun die Landesregierung in Sachsen-Anhalt stellen. Das Wahlergebnis ist eine historische Zäsur und eine Belastungsprobe für die Demokratie nicht nur in Sachsen-Anhalt.
Wir stehen solidarisch an der Seite der Menschen und Initiativen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten mit aller Kraft für Demokratie und Menschenrechte und gegen Rassismus und rechte Hetze eingesetzt haben.
Hier findet ihr die Stellungnahme der der gemeinsamen Pressekonferenz von Miteinander e.V., der Evangelischen Akademie und dem Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt.
Unter dem Titel „The Day after – Strategien für die Zivilgesellschaft nach dem Wahlsieg der AfD“ haben diese Institutionen zudem ein wegweisenden Strategiepapier für die demokratische Zivilgesellschaft veröffentlicht.
Beratung für Betroffene in Sachsen-Anhalt bedroht
Viele Menschen in Sachsen-Anhalt machen sich Sorgen und fürchten um ihre Sicherheit. Menschen mit Migrationsgeschichte und Geflüchtete, queere Menschen, Menschen mit Behinderungen und zivilgesellschaftlich Engagierte werden im Regierungsprogramm der AfD als politische Gegner*innen markiert. Zudem sind Anhänger*innen und Funktionär*innen der AfD durch gewalttätige Übergriffe aufgefallen.
Das Ausmaß rechter Bedrohungen und Angriffe in Sachsen-Anhalt erreicht schon jetzt Höchstwerte. Es steht zu befürchten, dass rechte Gewalt im Nachgang der Wahl weiter zunehmen könnte.
Im Falle einer AfD-Landesregierung droht der Mobilen Opferberatung (MOB), die in Sachsen-Anhalt Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt unterstützt, der Wegfall sämtlicher Landesfinanzierung.
Damit die MOB auch in Zukunft an der Seite von Betroffenen stehen kann, ist die Beratungsstelle jetzt auf eure Unterstützung angewiesen! Bitte unterstützt die Mobile Opferberatung mit eurer Spende!

