Chronik rechter Gewalt

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg.
Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt.

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg. Die Chronik wird fortlaufend und auch rückwirkend aktualisiert, erhebt aber in keinem Fall einen Anspruch auf Vollständigkeit.

Berücksichtigt werden Vorfälle, die der Opferperspektive gemeldet oder von uns recherchiert werden, sowie Vorfälle, die von staatlichen Stellen oder in den Medien veröffentlicht werden. Taten, bei denen die Beratungsnehmer*innen um eine vertrauliche Behandlung bitten, werden nicht veröffentlicht. Die Informationslage zu einzelnen Vorfällen unterscheidet sich stark. In einigen Fällen wissen wir über Ort und Datum hinaus wenig mehr als den juristischen Tatbestand. In anderen Fällen wiederum verzichten wir bewusst auf genauere Beschreibungen, um die Anonymität der Betroffenen nicht zu gefährden.

Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt. Die Schilderungen können verstörend und für Menschen, die selbst oder deren Nahestehende ähnliche Erfahrungen erleiden mussten, retraumatisierend sein. Bei der Chronologie handelt es sich um eine „Angriffschronik“, dementsprechend setzen wir die Täter*innen und ihre Handlungen ins Aktiv. Sprache unterliegt ständigem Wandel. Einzelne Begriffe, die in der Vergangenheit selbst in betroffenen Communities z.B. als Selbstbeschreibung verwendet wurden, werden heute von vielen Betroffenen abgelehnt. Wir sind in fortlaufender Diskussion darüber, welche Begrifflichkeiten wir in der Opferperspektive verwenden. Einige ältere Einträge sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Sofern sie keine explizit rassistischen oder anders diskriminierenden Ausdrücke beinhalten, belassen wir sie als Zeugnisse ihrer Zeit in der Chronologie.

Die Vorfallsmeldungen der Chronik können nach Ort und Datum gefiltert werden Lupenicon
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9 Treffer gefunden.

Beeskow

31. Dezember 2019

Eine Schwarze Frau befindet sich in der Silvesternacht mit ihren Kindern auf dem Nachhauseweg. Sie kommen an einem Spielplatz vorbei, auf dem sich eine ungefähr 10-köpfige Gruppe Heranwachsender aufhält. Ein junger Mann kommt auf die ...
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Beeskow

22. September 2019

Eine junge Schülerin wird über einen Messenger massiv rassistisch beleidigt und bedroht. Weiterhin wird ihr der Tot durch Erschießen gewünscht.


Beeskow

29. Januar 2015

Mit den Worten „Wo wohnen hier die Asylanten“ dringt ein 31-Jähriger in ein Mehrfamilienhaus ein und bedroht die dort wohnenden syrischen Flüchtlinge mit einer Softair-Waffe.


Beeskow

11. April 2014

Eine Person deutscher Herkunft wird Opfer einer Körperverletzung aus rassistischen Motiven. Die Polizei ermittelt zwei Tatverdächtige. Nähere Angaben liegen bislang nicht vor.


Beeskow

18. August 2007

Eine vietnamesische Familie wurde vor ihrer Haustür von zwei Männern angegriffen. Ein 25-Jähriger schlug den Vater mit der Faust ins Gesicht und trat auf den Sohn ein. Weitere Schläge, auch mit einer Flasche, konnte der ...
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Beeskow

20. April 2007

Zwei dem linken Spektrum zuzuordnende Jugendliche wurden aus einer Gruppe rechter Jugendlicher heraus angegriffen und geschlagen. Als kurz darauf eine weitere Gruppe alternativer Jugendlicher zum Bahnhof kam, wurden diese ebenfalls geschlagen und getreten. Augenzeugen berichteten, ...
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Beeskow

19. Februar 2005

Ein 18-jähriger linksorientierter Jugendlicher, der einen Aufnäher gegen Nazis trug, wurde gegen 21:40 Uhr auf der Fürstenwalder Straße von drei Rechten angegriffen. Die drei 15- bis 17-jährigen Rechten, die zuvor Nazi-Lieder grölten, schlugen den 18-Jährigen ...
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Beeskow

16. Juni 2004

Ein 35-jähriger Obdachloser wurde in der Nacht von zwei 19- und 23-jährigen jungen Männern auf einer Parkbank im Stadtpark ausgeraubt und angezündet. 35 Prozent seiner Haut verbrannten.


Beeskow

29. Februar 2000

Der afrikanische Asylbewerber Sarif B. wurde am Busbahnhof von zwei Skinheads als »Nigger« beschimpft und vor ein fahrendes Auto gestoßen, das ausweichen konnte. Sarif flüchtete vor drei weiteren Skinheads in einen Supermarkt.


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