Chronik rechter Gewalt

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg.
Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt.

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg. Die Chronik wird fortlaufend und auch rückwirkend aktualisiert, erhebt aber in keinem Fall einen Anspruch auf Vollständigkeit.

Berücksichtigt werden Vorfälle, die der Opferperspektive gemeldet oder von uns recherchiert werden, sowie Vorfälle, die von staatlichen Stellen oder in den Medien veröffentlicht werden. Taten, bei denen die Beratungsnehmer*innen um eine vertrauliche Behandlung bitten, werden nicht veröffentlicht. Die Informationslage zu einzelnen Vorfällen unterscheidet sich stark. In einigen Fällen wissen wir über Ort und Datum hinaus wenig mehr als den juristischen Tatbestand. In anderen Fällen wiederum verzichten wir bewusst auf genauere Beschreibungen, um die Anonymität der Betroffenen nicht zu gefährden.

Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt. Die Schilderungen können verstörend und für Menschen, die selbst oder deren Nahestehende ähnliche Erfahrungen erleiden mussten, retraumatisierend sein. Bei der Chronologie handelt es sich um eine „Angriffschronik“, dementsprechend setzen wir die Täter*innen und ihre Handlungen ins Aktiv. Sprache unterliegt ständigem Wandel. Einzelne Begriffe, die in der Vergangenheit selbst in betroffenen Communities z.B. als Selbstbeschreibung verwendet wurden, werden heute von vielen Betroffenen abgelehnt. Wir sind in fortlaufender Diskussion darüber, welche Begrifflichkeiten wir in der Opferperspektive verwenden. Einige ältere Einträge sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Sofern sie keine explizit rassistischen oder anders diskriminierenden Ausdrücke beinhalten, belassen wir sie als Zeugnisse ihrer Zeit in der Chronologie.

Die Vorfallsmeldungen der Chronik können nach Ort und Datum gefiltert werden Lupenicon
Filter nach Ort
Filter nach Zeitraum

5 Treffer gefunden.

Schönwald

1. November 2007

Unbekannte warfen Farbbeutel auf das Wohnhaus der Landtagsabgeordneten Karin Weber (Linke). Außerdem brachten die vermutlich rechtsextremen Täter ein Plakat mit der Aufschrift »Halbe ist bunt? Taten statt Worte« an, und fotografierten Hausbewohner. Die Abgeordnete engagiert ...
Mehr anzeigen


Krausnick

27. Mai 2006

Ein 15-jähriger Jugendlicher wurde auf einer Geburtstagsparty von zwei jungen Männer geschlagen und getreten. Der 15-Jährige hatte einen der jungen Männer kurz zuvor aufgefordert gehabt, die mehrfachen „Sieg Heil“-Rufe zu unterlassen.


Neu Lübbenau

6. Januar 2006

Eine Gruppe von ca. zehn Rechten drang in einen Jugendclub ein, wo sie zielgerichtet einen 18-Jährigen angriffen und durch Tritte und Schläge verletzten. Sie wollten ihn damit zur Rücknahme einer Anzeige bewegen. Die übrigen ClubbesucherInnen ...
Mehr anzeigen


Leibsch

9. Oktober 2004

Ein 17-jähriger Jugendlicher wurde in einem Jugendclub von sechs Rechtsextremen als Geisel festgehalten. Sie zwangen ihn unter Androhung von Gewalt, seinen älteren Bruder aus Berlin nach Leibsch zu bestellen, um diesen zusammenzuschlagen. Als die Polizei ...
Mehr anzeigen


Zurück zum Seitenanfang