Luckenwalde
Am frühen Nachmittag wirft eine Person aus einer Gruppe von Jugendlichen einen Stein gegen ein Fenster im Eingangsbereich des Jugendzentrums KLAB und beschädigt dabei die Scheibe. Eine Mitarbeiterin hält sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude
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auf und wird nur durch Zufall nicht verletzt. Besucher:innen sind zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht anwesend. Die Mitarbeiterin erkennt eine der beteiligten Jugendlichen wieder, die bereits am Vortag in der Nähe Gedenkplakate für Betroffene rechter Gewalt abgerissen hatte.
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Neonazi-Angriff auf die Veranstaltung "Bad Freienwalde ist bunt"
Die Beratungsstellen Opferperspektive und BORG (Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Märkisch-Oderland) des Horte Strausberg verurteilen den brutalen Angriff auf die Kundgebung „Bad Freienwalde ist bunt" am gestrigen Sonntag und üben Kritik an dem unzureichenden Schutz …
Fürstenwalde
Ein palästinensischer Jugendlicher beobachtet mit Freunden, wie drei Rechte einem muslimischen Mädchen das Kopftuch herunterreißen. Als er einen der Männer am nächsten Tag wiedersieht, spricht er ihn auf die Tat an. Der Mann zieht ein
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Messer, sticht dem Jugendlichen unvermittelt ins Gesicht und verletzt ihn so schwer, dass er mehrfach operiert werden muss. Über einen Messengerdienst brüstet sich der Täter im Anschluss damit, „auf einen Ausländer eingestochen“ zu haben.
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Cottbus
In der Nacht greifen mindestens fünf vermummte Personen das Hausprojekt „Zelle79“ in Cottbus an. Sie setzten ein Zaunelement aus Metall als Rammbock ein und versuchen, die Haustür zu durchbrechen. Dabei skandieren sie rechte Parolen. Gleichzeitig
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werden pyrotechnische Fackeln in den Hinterhof und auf das Gebäude geworfen. Einer der Brandsätze erzeugte einen lokalen Brand im Hinterhof, welcher von den Hausbewohner:innen gelöscht wird. Die Eingangstür und die Fassade des Hauses werden bei dem Angriff beschädigt.
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Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Deutschland 2024
Die Opferberatungsstellen im Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG) haben ihre Bilanzen zum Ausmaß rechter, rassistischer und antisemitisch motivierter Gewalt im Jahr 2024 veröffentlicht. In zwölf von 16 Bundesländern …
Beratung für Betroffene queerfeindlicher Gewalt
Wurdest du aufgrund deiner sexuellen Orientierung, deiner Geschlechtsidentität oder deines queeren Lebensstils angegriffen? Wir sind für dich da! Rechte Gewalt trifft verschiedene gesellschaftliche Gruppen, auch Menschen der LGBTIQ+ Community. Wir verstehen rechte Gewalt als Ausdruck …
Flyer: Beratung für Betroffene queerfeindlicher Gewalt
Dieser Flyer richtet sich an Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihres queeren Lebensstils angefeindet oder angegriffen wurden. Rechte Gewalt trifft verschiedene gesellschaftliche Gruppen, auch Menschen der LGBTIQ+-Community. Unter queerfeindlicher Gewalt und …
Podcast Brandenburger Baseballschlägerjahre #7: Zweite Generation
Wie gehen Kinder von Vertragsarbeiter*innen in Brandenburg mit der Geschichte ihrer Eltern um? Wie haben sie selbst die Baseballschlägerjahre erlebt und welche Folgen hatte die Wende in ihrem Leben? Wir haben mit drei Menschen aus …
Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg 2024
Die Opferperspektive verzeichnet für 2024 insgesamt 273 rechte, rassistische und antisemitische Gewalttaten, von denen mindestens 416 Personen unmittelbar betroffen waren. Dies bedeutet einen erneuten Anstieg rechter Gewalttaten gegenüber dem Vorjahr (2023: 242). Die Zunahme erstreckt …
Wiesenau
Im Nachgang eines Fußballspiels greifen mehrere Personen auf dem Parkplatz einen der Linienrichter an, der einem Spieler der gastgebenden Mannschaft die Rote Karte gezeigt hatte. Sie beleidigen ihn rassistisch, stoßen ihn umher und schlagen ihn.
Cottbus
In der Nacht von Freitag auf Samstag greift eine Gruppe von vermummten Personen das Hausprojekt Zelle79 in Cottbus an. Die Täter*innen brüllen rechte Parolen und werfen Pflastersteine von bis zu 10 cm Kantenlänge gegen die
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Hausfassade. Dabei zerstören sie den Briefkasten, beschmieren einen Fensterladen und beschädigen Rollos und das großflächige Graffiti-Kunstwerk an der Hausfassade. Ein Fenster am Nachbargebäude wird eingeschmissen. Die Täter*innen entkommen unerkannt. Wenige Stunden später tauchen erneut mehrere vermummte Angreifer:innen auf, bewerfen die Fassade ein weiteres mal und verschwinden wieder unerkannt.
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2024: Rechte Gewalt in Brandenburg erreicht erneut Höchstwerte
Politische Gegner:innen im Visier - Rechte Gewalt in Brandenburg erreicht 2024 erneut Höchstwerte Pressemitteilung zur Jahresstatistik 2024 Die Opferperspektive verzeichnet für das Jahr 2024 mit 273 Angriffen erneut einen Anstieg rechter Gewalttaten in Brandenburg. Besonders …
Rechte Angriffe auf den Spremberger Jugendclub Erebos
Die Beratungsstelle Opferperspektive e.V. und der Jugendclub „Erebos“ e.V. machen rechtsmotivierte Angriffe auf den alternativen Jugendclub in Spremberg im Oktober und November 2024 öffentlich. Im Oktober wurden mehrfach im öffentlich zugänglichen Eingangsbereich des Jugendclubs „Erebos“ …
Nach Angriff auf Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf: Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern besseren Schutz für geflüchtete Menschen
Gemeinsame Pressemitteilung von Flüchtlingsrat Brandenburg, Opferperspektive und KommMit e.V./PSZ Brandenburg Potsdam, 13.03.2025 | Der Flüchtlingsrat Brandenburg, die Opferperspektive und KommMit/PSZ Brandenburg verurteilen den Anschlag in der Nacht von Freitag auf Samstag auf eine Gemeinschaftsunterkunft im …
Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf
Die Opferperspektive, das Aktionsbündnis Brandenburg und das Netzwerk Tolerantes Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (NTTKS) verurteilen den feigen Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft Stahnsdorf in der Nacht zum 8. März 2025. Eine Gruppe bewaffneter Rechtsextremer versuchte sich laut Medien- und …
Stahnsdorf
Eine Gruppe jugendlicher Personen ruft zunächst rechtsextreme und neonazistische Parolen. Wenig später versucht sich die Gruppe gewaltsam Zugang zum Übergangswohnheim für Geflüchtete zu verschaffen und zerstört eine Eingangstür und mehrere Scheiben. Ein Bewohner des Heimes
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meldete dem Wachschutz eine Ruhestörung. Zwei Wachschützer, die das Gelände absuchen, entdecken an der Bushaltestelle vor dem Gebäude eine Gruppe junger Männer und sprechen sie an. Daraufhin wird ein Waschschützer aus der Gruppe heraus angegriffen und verletzt und muss im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nimmt drei Tatverdächtige fest.
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Offener Brief: Demokratie lebt von Debatten
Demokratie lebt von Debatten, Verantwortung und Vertrauen Offener Brief von 200 Organisation und Einzelpersonen an die Unionsfraktion erinnert an Zivilgesellschaft als wesentlichen Bestandteil von Demokratie. 04.03.2025 In einem Offenen Brief an die Unionsfraktion weisen …
Senftenberg
Mehrere Unbekannte observieren zunächst aus dem Auto den Jugendklub Jamm in Senftenberg. Wenig später nähert sich eine Gruppe von rund 35 vermummten Personen dem Jamm, sie rufen rechte Parolen und werfen Steine gegen den Jugendklub.
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Dem Team des Jamm e.V. gelingt es, den Angriff abzuwehren und die Besucher:innen im Gebäude in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu verständigen. Verletzt wird niemand. Die Polizei leitet Fahndungsmaßnahmen ein, doch es werden keine tatverdächtigen Personen mehr festgestellt.
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Ein Notgroschen für die Opferperspektive
Seit mehr als 25 Jahre berät die Opferperspektive in Brandenburg Menschen, die Diskriminierungen oder rechte, rassistische, antisemitischer Gewalt erlebt haben. Für diese Arbeit braucht es stabile Strukturen und deine Unterstützung! Spende jetzt unter dem Stichwort …
Gedenkenkundgebung zur Erinnerung an Sven Beuter
Am 15. Februar 1996 wurde Sven Beuter von einem Neonazi-Skinhead in Brandenburg an der Havel aus rechten Motiven brutal angegriffen. Weniger Tage später, am 20. Februar 1996, starb Sven Beuter an den Folgen des Angriffs. …
Templin
Im Umfeld einer AfD-Wahlkampfveranstaltung greifen junge Rechte zwei Teilnehmer*innen der Kundgebung an, als sich diese von der Versammlungsfläche entfernen. Der 22-jährige Täter beschimpft die beiden und tritt dem 20-jährigen Betroffenen gegen sein Bein. Als sich
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die beiden vom Angreifer entfernen, merken sie, dass sie von bis zu 20 Personen verfolgt werden. Die Gruppe rennt ihnen hinterher und der 22-Jährige greift aus der Gruppe heraus erneut an: Er schlägt dem Betroffenen von hinten mit der Faust gegen das Ohr, was eine blutende Platzwunde verursachte. Die beiden Betroffenen können sich in ein Geschäft flüchten. Die Gruppe der Angreifer bleibt noch eine Weile davor stehen und wartet, wohl um sie erneut anzugreifen, sobald sie das Geschäft verlassen. Der 22-jährige Täter war bereits im Vorfeld auffällig geworden, er bedrohte kurz vorher einen anderen Teilnehmer der Gegenkundgebung.
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Fürstenwalde
Ein Mann pöbelt betrunken in einem Einkaufscenter. Als ein Mitarbeiter ihn des Ladens verweisen möchte, bedroht er diesen mit einer Halsabschneidegeste und ruft eine verfassungsfeindliche Parole. Im Anschluss setzt der Mann seine Pöbeleien in der
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Rathauspassage fort und bedroht hier einen Passanten mit einem Klappmesser.
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Falkensee
Nach dem Ende einer antifaschistischen Demonstration unter dem Motto „Kein Falkensee der AfD“ versammeln sich ca. 15 jungen Neonazis und schüchtern durch ihr Auftreten die abreisenden Teilnehmenden der Demonstration ein. Aus der Gruppe der vermummten
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Neonazis wird eine Glasflasche auf die abreisenden Demonstrant*innen geworfen, die diese nur knapp verfehlt und auf dem Gehweg zersplittert. Trotz mehrmaliger Aufforderung schreitet die Polizei nicht ein und die Neonazis können unbehelligt flüchten.
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Bad Saarow
Zwei 10-jährige Kinder treffen an der Bushaltestelle auf zwei Teenagerinnen, von denen sie bereits am Vortag angegriffen worden waren. Eine der Frauen beleidigt eines der Kinder rassistisch und schlägt ihm mit der Hand ins Gesicht.
Bad Saarow
Zwei Teenagerinnen blasen zwei 10-jährigen Grundschulkindern an einer Bushaltestelle Zigarettenrauch ins Gesicht. Als sich eines der Kinder darüber beschwert, beleidigt es eine der Frauen rassistisch und schlägt seinen Kopf gegen die Scheibe der Bushaltestelle. Das
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betroffene Kind kann sich in den Bus flüchten.
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Strausberg
Nach dem Ende der Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung von Auschwitz räumen Teilnehmende Stühle und Veranstaltungstechnik zusammen. Laut Presseberichten und Auskunft von Teilnehmer:innen seien vier Personen, darunter drei Vertreter:innen der lokalen AfD-Fraktion, vor Ort geblieben.
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Einer der drei Stadtverordneten sei auf einen jungen Antifaschisten zugegangen und habe ihn zu einer Prügelei aufgefordert sowie geschubst. Als dieser nicht auf die Provokationen eingegangen sei, habe er ein Klappmesser gezogen. Die bedrohten Antifaschist:innen seien in das angrenzende Seniorenheim geflüchtet und hätten von dort die Polizei alarmiert. Bereits während der Gedenkveranstaltung sei es mehrfach zu Störungen u.a. aus dem Kreis der AFD-Stadtverordneten gekommen.
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Cottbus
Zwei Rechte bedrohen aus ihrem Auto heraus an der Sandower Brücke eine Person, die zuvor einen rechten Sticker von einem Straßenschild entfernt hatte. Die Rechten versuchen, die Person mit dem Handy zu fotografieren, und verfolgen
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sie. Die betroffene Person kann mit ihrem Fahrrad in eine nahe gelegene Parkanlage flüchten und sich so der Situation entziehen.
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„Aufhören ist keine Option“ – Interview mit Maica Vierkant
Maica Vierkant leitet die Geschäftsstelle des Aktionsbündnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus. Dies ist die Langfassung des Interviews, das in gekürzter Form in der Dezemberausgabe der Schattenberichte erschienen ist. Opferperspektive: Ihr wart mit eurer …
Mitarbeiterinnen der Opferperspektive im Gespräch über rechte Gewalt und Trauma
In der aktuellen Folge des Podcasts „Jüdische Geschichte Kompakt“ sprechen unsere Kolleginnen Judith und Lavinia über rechte Gewalt und Trauma. Gemeinsam mit Christoph Schulze vom Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien beleuchten sie die …
Schattenberichte Dezember 2024
Die neue Ausgabe unserer Schattenberichte ist da! Darin blicken wir zurück auf das Wahlkampfjahr 2024 und auf zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts in Brandenburg. Unter anderem in Form eines Interviews mit Maica Vierkant vom Aktionsbündnis Brandenburg. …