Arbeitslos im Kampf gegen rechts
Die Zahl der rechtsextremen Straftaten steigt, in Mecklenburg-Vorpommern droht die NPD in den Landtag einzuziehen - und was machen die Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus im Land? »Ich schicke meine Mitarbeiter am 1. Oktober zum Arbeitsamt», sagt …
Prozess in Schwedt gegen rassistischen Schläger
Joseph O., ein 27-jähriger Asylbewerber aus Nigeria, wollte am 22. Januar 2005 die Geburt seines Sohnes feiern, zusammen mit dem 26-jährigen Peter L. aus Sierra Leone und einem afghanischen Flüchtling. Sie wählten dazu die Kneipe …
Stadtpark
Der Überfall war selbst für Brandenburger Verhältnisse außerordentlich brutal. Die Gruppe der alternativen Jugendlichen wollte den Geburtstag des Afrodeutschen Michael S. im Stadtpark Fürstenwalde feiern. Die öffentliche Präsenz von Punks und Afrodeutschen war den örtlichen …
Prozess nach Angriff in Rathenow
Die erste Gewalttat ereignete sich am 28. Mai. Ein 25-jähriger Linker wurde am Bahnhof von K. und P. ohne Vorwarnung niedergeschlagen. Dann zog ihm einer der Angreifer eine Bierflasche quer durchs Gesicht. Auf dem Weg …
Baaske stärkt Opferperspektive den Rücken
Wenn es nach SPD-Fraktionschef Günter Baaske geht, sollen die Strukturprojekte gegen rechte Gewalt in Brandenburg auch weiterhin von Bund und Land gemeinsam finanziert werden. Für den Verein Opferperspektive etwa würden im kommenden Jahr 30 000 …
Rassistische Gewalt von Party-Hype überlagert
Zu den wohl schwersten Angriffen während der WM gehört ein Überfall auf eine Gruppe von alternativen Jugendlichen in Schönefeld am 18. Juni, bei dem ein 15-jähriger Jugendlicher äthiopischer Herkunft durch einen Steinwurf schwer verletzt wurde. …
Rechte griffen Mitglieder der Opferperspektive an
Bei einem Fanfest auf der Karl-Marx-Straße attackierte eine Gruppe von 30 Anhängern des FC Victoria, unter ihnen stadtbekannte Neonazis, eine Gruppe von acht Linken. Die Linken wurden als »Zecken« beschimpft, fünf Personen wurden leicht verletzt. …
Reclaim the »No-Go Areas«!
»No-Go Areas«, war da noch was? Mit dem Anpfiff der WM war die hektische Diskussion um »No-Go Areas« so gut wie vergessen. Deutschland, einig Partyland. Auch wenn die befürchteten rassistischen Ausschreitungen ausblieben, für MigrantInnen und …
Spendenaufruf nach Brandanschlag auf einen Döner-Imbiss
Ismail Kiliç, der Besitzer des abgebrannten Imbisses hat sich einen Wagen geliehen, um mit diesem Provisorium den Betrieb bereits wenige Tage nach dem Anschlag wieder aufzunehmen. Doch wird Herr Kiliç noch lange mit der Beseitigung …
130 Bilder – 130 Schicksale
Der Obdachlose Dieter Manzke, 61 Jahre alt, war am 9. August 2001 von fünf Männern in einem verlassenen Bungalow in Dahlewitz erschlagen worden, da sich die Täter von ihm »gestört fühlten«. Günter Marx, 42 Jahre …
Alltagsphänomen Rechte Gewalt – Perspektiven einer notwendigen Debatte
Seit langem gehören rechte Gewalttaten zur gesellschaftlichen Realität in vielen Teilen des Landes. Ihre Auswirkungen sind allgegenwärtig. Die öffentliche Debatte wird immer wieder anhand von Einzelfällen und unter hohem politischen Druck geführt. Dabei gerät der …
Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« in Blankenfelde-Mahlow
Foto- und Texttafeln erinnern an 131 Menschen, die zwischen 1990 und 2004 Opfer rechter Gewalt in Deutschland waren. Sie wurden getötet, weil sie nicht ins rechtsextreme Weltbild der Täter passten oder weil sie den Mut …
Rechter Angriff erhält vor Gericht Bagatellcharakter
In der Anklage wurden eine Frau und ein Mann beschuldigt, im Februar 2004 in Jüterbog an einem Angriff auf zwei Asylbewerber beteiligt gewesen zu sein. Die Asylbewerber waren zunächst in der Diskothek „Fränkis Tanzbar“ beschimpft …
Hohe Haftstrafe für einen Rechtsextremisten aus Rheinsberg
Äußerlich ließ sich Michael M. (19) kaum etwas anmerken, als ihm klar wurde, dass er in Haft soll. »Dumpfe Ausländerfeindlichkeit« - so das Gericht - habe den Angeklagten bei seinen Taten getrieben. Er habe »etwas …
Help Line
Notrufnummern: Deutsch: 0160 5785085 Englisch: 0170 6094241 Spanisch: 0175 3715473 Französisch: 0151 18939081 Portugiesisch: 0160 6097023 Türkisch: 0170 6094258 Im Vorfeld der WM haben die alltäglichen rassistischen Angriffe mehr Gehör gefunden. In der derzeitigen Debatte …
»Vielleicht ist Ende des Jahres Schluß«
F: Wir hören täglich neue Meldungen über rassistische Angriffe– schlägt sich das auch in Ihrer Beratungstätigkeit nieder? Wir haben zur Zeit ziemlich viel zu tun. Gerade jetzt, nach dem Feiertag Himmelfahrt, mußten wir mehrere Opfer …
Rautenberg und Verein schlichten Streit
Im Streit um die Wertung rechtsextremer Taten in Brandenburg haben Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg und der Verein Opferperspektive ein klärendes Gespräch vereinbart. Rautenberg habe versichert, dass er die Arbeit des Vereins schätze und bedauere, dass durch …
Verein Opferperspektive strebt engere Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden an
In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Opferperspektive, Marcus Reinert, versicherte Dr. Rautenberg heute, dass er die Arbeit des Vereins sehr schätze und bedauere, dass durch eine nicht sachdienliche Indiskretion in der Öffentlichkeit ein anderer …
SPD will Hilfe für Opferperspektive
Die SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag macht Druck auf die Landesregierung, die Förderung des Vereins Opferperspektive abzusichern. Der wegen seiner Arbeit geschätzte Verein setzt sich für die Opfer rechtsextremer Gewalt ein. »Wir brauchen ein politisches Signal«, …
Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten
Recherchierte Gewalttaten Im Jahr 2005 erlangten die Opferberatungsstellen Kenntnis von insgesamt 614 rechtsmotivierten Gewalttaten. Dies sind 63 Angriffe mehr als im Vorjahr. Die meisten Fälle wurden in Sachsen (154) gezählt, gefolgt von Sachsen-Anhalt (129) und …
Beratungsstatistik ostdeutscher Beratungsstellen
Die Beratungsstellen betreuten jedes Jahr über 1.000 KlientInnen (2006: 1.454, 2005: 1.020, 2004: 1.230; 2003: 1.211), wovon zuletzt 1.068 Personen (2005: 794, 2004: 822; 2003: 782) durch rechte Gewalttaten direkt geschädigt worden waren. Desweiteren betreuten …
Beratungsstatistik der Opferperspektive
Etwa die Hälfte der Menschen, die nach rechten Gewalttaten von der Opferperspektive beraten werden, sind zwischen 18 und 26 Jahren alt. Ein knappes Drittel sind Jugendliche von 14 bis 17 Jahren. Viele der KlientInnen dieser …
Wittstocker Neonazis verurteilt
Fünf Prozesstage hatte das Amtsgericht Neuruppin verhandelt. Gestern wurden die Angeklagten Sandy L. (25) und Manuel H. (22) zu jeweils einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Wegen besonders schwerer Tatbeiträge wurden die Angeklagten David R. (25), …
Rechte und rassistische Gewalt: (K)eine Frage der Wahrnehmung
Es ist eine politische Frage des Wahrnehmen-Wollens oder des Verharmlosen-Wollens, rechte Gewalt beim Namen zu nennen. Denn seit dem Jahr 2001 ist auch bundesweit einheitlich geregelt, in welchen Fällen eine Gewalttat als »politisch rechts motiviert« …
Kein Bock Auf Nazis!
Heute erscheint die kostenlose DVD »Kein Bock Auf Nazis«. Mit dabei sind prominente MusikerInnen und SchauspielerInnen wie Die Ärzte, Die Toten Hosen, Donots, ZSK, Muff Potter, Julia Hummer, Culcha Candela und Madsen. Über Musikmagazine, auf …
Die letzte Demütigung
Die übrigen Gäste brachten sich in einem Nebenraum in Sicherheit. Nachdem die Rocker abgezogen waren, wurde Omar F. mit Kopfverletzungen und ausgeschlagenen Zähnen in ein Krankenhaus gebracht. Das Jugendhaus musste neu gestrichen werden. Bis zur …
Ein Abend in Cottbus
»Wir wussten, dass Asylbewerber in die Disko ›Stuk‹ nicht reinkommen. Deshalb haben Ahmed (Name geändert) und ich gesagt, dass wir unsere Studentenausweise vergessen haben. Ahmed ist gleich wieder gegangen, weil nichts los war. Später wollte …
Eskalation rechter Gewalt in Cottbus
Mit einem Überfall von etwa 20 maskierten Rechten auf eine antifaschistische Veranstaltung im Jugendzentrum »Fragezeichen« begann am 14. Mai 2005 eine Serie von Anschlägen: Am 23. September wurden sämtliche Scheiben des rundum verglasten Kulturpavillons zertrümmert, …
Der Jugendclub, der »Heil Hitler« heißt
In der Nacht zum 17. Februar 2006 wurde in das Gymnasium in Lübben eingebrochen und stinkende Säure verspritzt. Ein hinterlassenes Flugblatt forderte zum Boykott der Aufführung des Theaterstücks »Hallo Nazi!« in der Aula auf. Die …
Gerichtsprozess nach Angriff vor dem Flüchtlingsheim in Potsdam
Der Angriff fand direkt vor dem Flüchtlingsheim im Lerchensteig statt. Drei Asylbewerber aus Kamerun wollten mit einer deutschen Freundin und einer bosnischen Asylbewerberin den Bus zum BUGA-Gelände nehmen, als sie an der Bushaltestelle auf eine …