Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Deutschland 2025
Die Beratungsstellen des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) haben im Jahr 2025 bundesweit 3.167 rechts, rassistisch und antisemitisch motivierte Angriffe dokumentiert. Damit bleibt die Zahl der Gewalttaten auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Insgesamt waren 4.298 Menschen betroffen. Der VBRG warnt vor einer fortschreitenden Normalisierung rechter Gewalt und fordert entschlossene politische Maßnahmen zum Schutz Betroffener.
Verurteilung nach brutaler rechter Gewalt in der Uckermark
Vor dem Landgericht Neuruppin endete am 15. Juli der Prozess gegen zwei junge Männer aus der Uckermark, die wegen verschiedener Gewaltdelikte bereits seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft saßen. Einer gehörte der extrem rechten Gruppierung „Deutsche Jugend Uckermark“ an. Der 23-jährige Haupttäter wurde zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt und der 17-jährige Mitangeklagte erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe.
An den insgesamt drei Prozesstagen zeichnete sich über die insgesamt 13 Anklagepunkte ein Bild von massivster Gewalt mit Verflechtungen mit der jungen Neonaziszene und der AfD.
Pressemitteilung: Rechte Gewalt in Cottbus eskaliert
In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli griffen Neonazis das Wohnprojekt „Zelle79" und den Kulturort „Chekov" in Cottbus an. Vergangene Nacht folgte der nächste Angriff: Unbekannte warfen das Fenster des Parteibüros von Bündnis 90/Die Grünen ein, in dem eine Regenbogenflagge und Werbung für die CSD-Aktionswochen hingen. Der Schutz der Betroffenen und die konsequente Strafverfolgung müssen jetzt Priorität haben.
Uckermark: Prozessbeginn wegen versuchter Tötung
Am 1. Juli begann am Landgericht Neuruppin der Prozess gegen zwei junge Männer im Alter von 17 und 23 Jahren aus der Uckermark. Ihnen wird vorgeworfen, mit weiteren Personen in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche zum Teil schwere Körperverletzungen begangen zu haben. Ihre Taten filmten die Angeklagten zum Teil und teilten sie in einer gemeinsamen Chat-Gruppe mit dem Namen "DJU", eine Abkürzung für "Deutsche Jugend Uckermark". Auch weitere Hinweise zeugen von einer extrem rechten Gesinnung und Tatmotivation.
Rechte Angriffe auf Hausprojekt „Zelle79“ und Kulturort „Chekov“
In der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 2026 wurden das Wohnprojekt “Zelle79” und der alternative Jugendclub “Chekov”in Cottbus von extrem rechten Tätern angegriffen. Unsere Solidarität gilt den Betroffenen.
Verfahren nach queerfeindlichem Angriff eingestellt
Am 9. Juni 2026 sollte vor dem Amtsgericht Cottbus ein queerfeindlicher Angriff aus dem Jahr 2024 verhandelt werden. Die Betonung liegt auf „sollte“, denn das Verfahren wurde nach Antrag der Verteidigung und mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft gegen die Zahlung einer geringen Geldauflage eingestellt.
Zivilcourage – Besucher*innen vertreiben Neonazis
Pressemitteilung: Am 18. April 2026 griffen Anhänger der extrem rechten Partei „Der Dritte Weg“ eine Person bei einem Trödelmarkt in Buckow (Märkisch-Oderland) an. Anwesende stellten sich den Rechten mutig entgegen. Download PM Eine größere Wandergruppe …
Statement zu Kürzungen bei “Demokratie Leben!”
Das Bundesfamilienministerium plant weitreichende Änderungen beim Programm „Demokratie leben!“, die die Existenz von bundesweit rund 200 Projekten bedrohen würden, u.a. auch den Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG).Dutzende Organisationen, darunter …
Sprecher*in der "Initiative Sichere Orte" von Rechten attackiert
Erneut zwei rechte Angriffe in Cottbus + Einschüchterungsversuche im öffentlichen und privaten Raum + Übergriffe fanden fast zeitgleich, aber durch unterschiedliche Täter statt.
Pressemitteilung: Jahresstatistik rechter Gewalt in Brandenburg 2025
Die Opferperspektive verzeichnete für das Jahr 2025 mit 290 Angriffen erneut einen Anstieg rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg. Die Zahl der Betroffenen stieg um 25 Prozent und erreichte mit 523 den höchsten bisher erfassten Wert. Rassismus war erneut das Hauptmotiv der Täter*innen. Besonders in den Fokus gerieten zudem Wohnprojekte, Jugendclubs und soziokulturelle Zentren. Die Opferperspektive fordert von Politik und Gesellschaft entschiedenes Handeln gegen rechte Gewalt.
Pressemitteilung: Prozessbeginn gegen „Letzte Verteidigungswelle“
Am 5. März 2026 beginnt vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der rechtsterroristischen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“. Zwei Beschuldigten wird unter anderem der Brandanschlag auf die Gaststätte „Kultberg“ im brandenburgischen Altdöbern im …
Forderungen an die zukünftige Regierungskoalition
Die SPD und CDU im Land Brandenburg führen Verhandlungen über eine neue Landesregierung. Gemeinsam fordern die Opferperspektive und das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus von einer zukünftigen Landesregierung: Demokratie schützen, Rechtsextremismus und Rassismus entgegentreten …
Pressemitteilung: Rechte Angriffe auf das Jugendzentrum KLAB in Luckenwalde
Pressemitteilung: Die Beratungsstelle Opferperspektive e.V. und die Falken Brandenburg machen rechtsmotivierte Angriffe auf das Jugendzentrum KLAB in Luckenwalde öffentlich. Das Jugendzentrum KLAB in Luckenwalde wurde in den vergangenen Monaten wiederholt zum Ziel rechter Angriffe. Im …
Neonazi-Angriff auf die Veranstaltung "Bad Freienwalde ist bunt"
Die Beratungsstellen Opferperspektive und BORG (Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Märkisch-Oderland) des Horte Strausberg verurteilen den brutalen Angriff auf die Kundgebung „Bad Freienwalde ist bunt" am gestrigen Sonntag und üben Kritik an dem unzureichenden Schutz …
Pressemitteilung: Beratungsangeboten in Gefahr
P R E S S E M I T T E I L U N G Dringender Appell: Beratungsangebote für Diskriminierte und Opfer rechter Gewalt in Brandenburg in Gefahr Potsdam, 25.04.2025 Die Opferperspektive e.V. warnt: …
2024: Rechte Gewalt in Brandenburg erreicht erneut Höchstwerte
Politische Gegner:innen im Visier - Rechte Gewalt in Brandenburg erreicht 2024 erneut Höchstwerte Pressemitteilung zur Jahresstatistik 2024 Die Opferperspektive verzeichnet für das Jahr 2024 mit 273 Angriffen erneut einen Anstieg rechter Gewalttaten in Brandenburg. Besonders …
Rechte Angriffe auf den Spremberger Jugendclub Erebos
Die Beratungsstelle Opferperspektive e.V. und der Jugendclub „Erebos“ e.V. machen rechtsmotivierte Angriffe auf den alternativen Jugendclub in Spremberg im Oktober und November 2024 öffentlich. Im Oktober wurden mehrfach im öffentlich zugänglichen Eingangsbereich des Jugendclubs „Erebos“ …
Nach Angriff auf Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf: Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern besseren Schutz für geflüchtete Menschen
Gemeinsame Pressemitteilung von Flüchtlingsrat Brandenburg, Opferperspektive und KommMit e.V./PSZ Brandenburg Potsdam, 13.03.2025 | Der Flüchtlingsrat Brandenburg, die Opferperspektive und KommMit/PSZ Brandenburg verurteilen den Anschlag in der Nacht von Freitag auf Samstag auf eine Gemeinschaftsunterkunft im …
Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft in Stahnsdorf
Die Opferperspektive, das Aktionsbündnis Brandenburg und das Netzwerk Tolerantes Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (NTTKS) verurteilen den feigen Angriff auf die Gemeinschaftsunterkunft Stahnsdorf in der Nacht zum 8. März 2025. Eine Gruppe bewaffneter Rechtsextremer versuchte sich laut Medien- und …
Nach Auseinandersetzung um Landtagsbesuch von Potsdamer Grundschulklasse: Mutter wehrt sich gegen digitales Outing durch Dennis Hohloch und die AFD-Landtagsfraktion
Entscheidung über die Verfügung gegen Hohloch am 27.11. 24 Heute verhandelte das Landgericht Potsdam zwei Anträge auf einstweilige Verfügungen gegen den Brandenburger AFD-Fraktionsgeschäftsführer Dennis Hohloch sowie gegen die Brandenburger AFD-Landtagsfraktion. Hintergrund ist der Landtagsbesuch einer …
Statement der Opferperspektive zur Landtagswahl in Brandenburg 2024
Der Verein Opferperspektive, Träger der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg und der fachspezifischen Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Land Brandenburg, blickt mit großer Sorge auf die aktuellen politischen Entwicklungen und die Wahlergebnisse vom Wochenende. …
Landtagswahlen 2024: Es droht eine Ausweitung der Gefahrenzonen
Im Kontext der Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen droht eine Ausweitung der Gefahrenzonen für demokratisch und zivilgesellschaftlich Engagierte sowie Menschen, die aufgrund von rechten, rassistischen und antisemitischen Ideologien als Feindbilder markiert werden. Auswirkungen zunehmender …
Arbeit für Demokratie vor dem Aus? 180 Organisationen schreiben offenen Brief an Bundeskanzler und Abgeordnete
Potsdam, 03. Juli 2024 Die Haushaltsverhandlungen laufen auf Hochtouren und für das demokratische Engagement sieht es schlecht aus: Wenn Christian Lindner seine Sparvorgaben durchsetzt, steht die Arbeit für Demokratie und Teilhabe in Deutschland vor dem …
Ein Jahr nach dem Tod von Vitali N.: Keine Aufklärung, keine Gerechtigkeit – Angehörige fordern Antworten
Pressemitteilung, 11. April 2024 Infolge einer gewaltsamen Ingewahrsamnahme durch die Polizei vor genau einem Jahr, am 11. April 2023, in Niederlehme (Dahme-Spreewald) verstarb Vitali N. am darauf folgenden Tag im Krankenhaus in Berlin-Neukölln. Bis heute …
2023: Alarmierender Anstieg rechter Gewalttaten in Brandenburg
Rechte Mobilisierung führt zu vermehrten Attacken auf politische Gegner:innen Pressemitteilung zur Jahresstatistik 2023 Potsdam, 18.03.2024 - Die Opferperspektive verzeichnet für 2023 einen massiven Anstieg rechter Gewalttaten in Brandenburg: 242 rechtsmotivierte Angriffe im Vergleich zu 138 …
Demokratie und Vielfalt in Südbrandenburg bedroht
Pressemitteilung Kundgebungsteilnehmer:innen in Elbe-Elster Ziel massiver Einschüchterung und Gewalt Elsterwerda, 22.02.2024 Während der Kundgebung "Für Demokratie und Vielfalt" in Elsterwerda am 18. Februar 2024 kam es zu einem rechten Vorfall, bei dem ein Teilnehmer der …
Hunderten Demokratieprojekten droht das Aus zum 1. Januar – tausende Entlassungen sind zu befürchten
Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung, 8.12.2023 Der nicht verabschiedete Haushalt 2024 und die aktuelle Sperrung für zukünftige Ausgaben bedrohen die über 20 Jahre mühsam aufgebaute Landschaft der Demokratieprojekte in ihrer Existenz. Wenn es nicht spätestens bis …
Prozess nach Cottbuser Silvesterangriff endet fast 6 Jahre nach der Tat mit Verurteilungen
Pressemitteilung Cottbus, 29.09.2023 - Fast sechs Jahre nach dem brutalen Silvesterangriff in Cottbus am frühen Neujahrsmorgen 2018 auf drei Geflüchtete endet der langwierige Prozess am Landgericht mit erwartungsgemäß milden Urteilen. Trotz mangelhafter Ermittlungsarbeit der Polizei …
Der Verein Opferperspektive feiert 25-jähriges Bestehen
Der in Potsdam ansässige Verein Opferperspektive, der seit 1998 Beratung und Unterstützung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im Land Brandenburg anbietet, ist nun 25 Jahre alt. Unter dem Dach des Vereins findet sich …
Statement zum Weggang der Lehrer:innen Laura Nickel und Max Teske aus Burg/Spreewald
Potsdam, 13.7.2023 Gestern wurde bekannt, dass die beiden Lehrer:innen, die rechte Umtriebe an der Grund- und Oberschule in Burg öffentlich machten, Versetzungsanträge gestellt haben. Sie werden im neuen Schuljahr nicht mehr in Burg unterrichten. Die …