Finsterwalde

Zwei minderjährige Geflüchtete besteigen in Finsterwalde einen Regionalexpress Richtung Cottbus. In dem Zug befindet sich eine große Gruppe rechter Hooligans des FC Energie Cottbus, die sich auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel in Leipzig befinden. Die jungen Geflüchteten unterhalten sich auf Dari. Sie werden zunächst durch einige Männer beschimpft und dazu aufgefordert, Deutsch zu sprechen. Daraufhin bewegen sich die Jugendlichen afghanischer Herkunft in einen anderen Zugteil. Doch auch dort werden sie durch rechte Fußballfans rassistisch beleidigt. Ein Rechter kommt unvermittelt auf einen der Jugendlichen zu und verletzt ihn mittels eines Kopfstoßes im Gesicht. Bevor es zu weiteren Gewalttaten kommen kann, geben sich mehrere Zugreisende als Zivilpolizisten zu erkennen und schützen die Geflüchteten für den Rest der Zugfahrt vor den Angreifern.

Finsterwalde

Auf die Flüchtlingsunterkunft in der Tuchmacherstraße werden am späten Abend aus einem fahrenden Auto heraus laut einem Augenzeugen vier Schüsse abgegeben. Durch den Augenzeugen herbeigerufene Flüchtlingsunterstützer_innen sprechen daraufhin den Sicherheitsdienst an, und bitten ihn die Polizei zu verständigen. Da der Sicherheitsdienst dies verweigert, rufen die Unterstützer_innen selbst die Polizei. Diese nimmt nach ihrem Eintreffen nur sehr zögerlich und nach längeren Diskussionen die Namen der Anwesenden auf, um eine Anzeige zu fertigen.

Finsterwalde

Auf einer rechten Kundgebung in Bad Liebenwerda bedrohen Rechte einen Teilnehmer der Gegenkundgebung aus Finsterwalde mit den Worten: “Wir kennen dich, wir werden heute noch zu dir kommen”. Als dieser am gleichen Tag zu Hause ankommt, bemerkt er, dass die Fassade am Haus mit Paintball-Munition beschossen wurde. Außerdem wurden vier Fenster durch die Schüsse zerstört. Der Betroffene geht von einem Zusammenhang mit den Bedrohungen auf der rechten Versammlung am gleichen Tag aus.

Finsterwalde

Nach einem Einkauf in der Stadt sind drei tschetschenische Geflüchtete auf dem Weg zurück in ihre Unterkunft am Flugplatz. Ca. 2 km von der Unterkunft entfernt fährt ein Auto mit zwei Personen an ihnen vorbei. Aus dem Auto heraus wird auf die drei Geflüchteten 5-6 Mal geschossen. Diese werfen sich vor Schreck zu Boden, mindestens einer verletzt sich dabei leicht. Anschließend wird aus dem davonfahrenden Auto auf weitere drei Geflüchtete aus Tschetschenien geschossen, die unweit der Unterkunft warten. Die Polizei untersucht nach erfolgter Anzeige den ersten Tatort und stellt dort vier Patronenhülsen sicher.

Finsterwalde

Ein 67-jähriger französischer Staatsbürger, der als Teil einer Delegation aus Montaire, der Partnerstadt von Finsterwalde, angereist ist, wird von einem Mann rassistisch beleidigt. Der Angreifer schubst den Franzosen zu Boden, wodurch der Betroffene mit dem Gesicht auf einer Treppenstufe aufschlägt und sich Verletzungen zuzieht.

Finsterwalde

Etwa fünf maskierte Rechte sprangen aus einem Auto und schlugen einen alternativen Jugendlichen zusammen, der bereits am 3. März 2007 angegriffen worden war. Der Betroffene erlitt eine Platzwunde am Kopf.
Seine Begleiterin wehrte sich mit Pfefferspray.

Finsterwalde

In der Nacht zum 4. August kam es in Finsterwalde zu einem organisierten Angriff von Rechten auf Sharp-Skins und linke Jugendliche. Die Rechten, die sich zuvor in einer Seitenstraße gesammelt hatten, griffen vermummt und unter dem Werfen von Flaschen die Jugendlichen auf dem Marktplatz an. Dabei wurden insgesamt mindestens fünf Jugendliche geschlagen und getreten, einer musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Finsterwalde

Vier 13- und 14-jährige Mädchen, darunter ein dunkelhäutiges, wurden gegen 19 Uhr von einem Mann rassistisch beleidigt. Dann schlug der Mann sein Fahrrad gegen die Schulter des dunkelhäutigen Mädchens und in die Beine der anderen sowie auch mit der Faust zu.

Finsterwalde

Eine Wohngemeinschaft links orientierter Jugendlicher wurde von 20 rechten Schlägern überfallen. Die Rechten zerschlugen die Fensterscheiben und zertrümmerten die komplette Wohnungseinrichtung. Zwei der Mieter im Alter von 18 und 22 Jahren konnten sich in einem Zimmer verbarrikadieren und per Handy die Polizei alarmieren.