Luckenwalde

Kurz nach Mitternacht greift eine unbekannte Gruppe im Nuthepark, in der Nähe zur Straße “Haag”, einen 23-jährigen Mann afghanischer Herkunft, mit einem flaschenähnlichen Gegenstand an. Bevor der junge Mann unvermittelt von hinten schwer am Kopf verletzt wird, beleidigt die Gruppe den Betroffenen und seinen Begleiter rassistisch. Der Freund des Verletzten ruft die Rettungskräfte, die ihn zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus bringen.

Potsdam

Im Stadtteil Waldstadt wird der Kinderwagen einer schwangeren Frau in einem Mehrfamilienhaus so stark beschädigt, sodass eine weitere Nutzung nicht möglich ist. Zuvor wird ihr Partner von einer Nachbarin rassistisch beleidigt, der Kinderwagen wird mehrfach beschädigt und mit Müll verunreinigt. Auch stehen eines Tages zwei unbekannte Männer mit Handwaffen vor der Haustür und bedrohen die schwangere Frau, ihre zweijährige Tochter und den Partner der Frau. Die gesamte Familie ist psychisch stark belastet und strebt einen Auszug an.

Oranienburg

Am späten Nachmittag greifen zwei 14 und 15-jährige Oranienburgerinnen in der Erich-Mühsam-Straße zwei gleichaltrige Schülerinnen an. Sie schubsen und schlagen sie und beschimpfen sie rassistisch. Eine der Betroffenen verletzt sich, als sie vom Fahrrad gezogen wird.

Teltow

Ein Rassist beleidigt einen Schwarzen Deutschen im Eingangsbereich eines Supermarkts in der Ruhlsdorfer Straße. Zudem wirft er eine volle Getränkedose in Richtung des Betroffenen. Dieser kann dem Wurfgeschoss jedoch ausweichen. Daraufhin schlägt der Angreifer dem Deutschen mit der Faust ins Gesicht und beleidigt ihn erneut rassistisch. Die Polizei kann die Identität des Angreifers ermitteln.

Potsdam

Ein Mann aus der Nachbarschaft stört den Aufbau des jährlichen Sukka-Fest einer jüdischen Gemeinde in der Yorckstraße auf dem Hinterhof. Er verlangt, dass der Aufbau aufhören solle und blockiert den Platz provozierend. Als sich die Aufbauenden davon nicht abhalten lassen, weiterhin ihr Fest vorzubereiten, stößt der Mann ein Gemeindemitglied von der Leiter. Der Mann wird verletzt, die Polizei wird gerufen, es wird Anzeige wegen Körperverletzung aufgenommen. Schon Jahre zuvor hat der Nachbar das religiöse Fest gestört. In vergangenen Jahren blockiert er den Platz des Festes mit Gehwegplatten aus Betonstein und einer Holzbank, welche er an dem Boden festschraubt. 2017 haben Unbekannte zudem Ihren Unrat in der aufgestellten Hütte für das Fest hinterlassen.

Potsdam

Ein Mann klopft Oberkörperfrei und mit einem Hammer in der Hand aggressiv an die Wohnungstür einer Schwarzen Frau, die mit ihrer Tochter in einem Mehrfamilienhaus im Potsdamer Stadtteil Schlaatz wohnt. Er beleidigt die Mutter rassistisch und droht ihr mit einer Handgeste den Tod an. Der Mann bewohnt eine Wohnung unter der betroffenen Familie. Schon zuvor haben die verhältnismäßig neuen Nachbarn die Familie durch massives Klopfen und Poltern gegen die Decke Tag und Nacht belästigt. Die anhaltenden Ruhestörungen, Anfeindungen und Bedrohungen zwingen die Tochter der Frau dazu, aus der Wohnung auszuziehen. Die ältere Frau ist psychisch stark belastet, das Gewaltpotenzial seitens der Nachbarn hoch. Am 29. Oktober 2020 wurde die Tür der Betroffenen so stark beschädigt, dass diese nicht mehr schließt. Die ältere Frau muss Möbelstücke vor die Tür stellen, damit diese nicht offen steht.

Prenzlau

In einem Wohngebiet nahe der Unterkunft für Geflüchtete beleidigt ein 23-Jähriger Mann einen 13-jährigen Teenager mit Staatsangehörigkeit der russischen Föderation rassistisch und greift ihn auch körperlich an.

Jüterbog

Unbekannte stecken ein Drohschreiben in den Briefkasten eines Familienangehörigen des SPD-Stadtverordneten Falk Kubitza. Enthalten sind eine leere Patronenhülse und eine handgeschriebene Botschaft mit den Worten: “Du rotes Schwein! Die Nächste wird scharf sein!”. Falk Kubitza ist sich sicher, dass diese Nachricht für ihn bestimmt war und nur versehentlich an seinen Sohn und dessen Familie gegangen ist. Für die Schwiegertochter ist die Nachricht ein Schock.

Potsdam

Ein Erwachsener Mann bedroht am Nachmittag im Wohngebiet Schlaatz zwei Kinder mit einem Messer und ruft dabei rassistische Beleidigungen. Die Jungen laufen weg und trennen sich. Der Unbekannte rennt mit gezogener Klinge einem der Kinder hinterher. Durch einen glücklichen Zufall bleibt der Rucksack des Angreifers an einem Gebüsch hängen und der Junge flüchtet zu Zeugen, die ihn zu sich rufen. Der Täter verschwindet, als er sieht, dass der Junge nicht mehr allein ist. Wenige Wochen später sieht der Junge den Mann wieder. Dieser verfolgt ihn abermals und beleidigt ihn. Der Junge kann mit dem Fahrrad flüchten. Der Junge ist stark verängstigt und wird seitdem im öffentlichen Raum durch seinen Vater begleitet. Schon zuvor ist der Mann der Familie aufgefallen. Er beleidigte die Mutter rassistisch, die ein Kopftuch trägt.

Nauen

Ein 38-jähriger Deutscher beginnt am Bahnhof Nauen unvermittelt zwei 23 und 34 Jahre alte Geflüchtete aus Pakistan rassistisch zu beschimpfen. Unter anderem ruft er „Ausländer raus!“ und greift die Betroffenen schließlich körperlich an. Einen der beiden schlägt er mit der Faust gegen das Knie, als dieser noch sitzt, den anderen trifft er im Gesicht und wirft dann eine Bierflasche nach ihm, die dessen Kopf nur knapp verfehlt. Als die beiden sich der Situation entziehen wollen, zieht der Mann eine Schreckschusswaffe, läuft ihnen hinterher und zielt dabei auf sie, während er ihnen weitere rassistische Beschimpfungen hinterher ruft. Die beiden Betroffenen können sich in Sicherheit bringen und der Angreifer wird kurz darauf festgenommen.

Cottbus

Zwei Jugendliche, die in Syrien aufgewachsen sind, fahren mit dem Fahrrad in der Franz-Mehring-Straße in Cottbus-Sandow, als sie auf eine Jugendliche und einen männlichen Begleiter treffen. Die Frau beleidigt die beiden Radfahrer rassistisch mit ein paar Sprachfetzen auf arabisch, die sie dafür wohl extra gelernt hat. Als die beiden Jugendlichen anhalten und die Frau auf die Beleidigungen ansprechen, werden sie nunmehr auf deutsch rassistisch beleidigt. Die Frau schlägt zudem einem der Jugendlichen mit der Faust und mit starker Wucht ins Gesicht und trifft ihn am linken Auge. Die Verletzungen müssen später im Krankenhaus behandelt werden. Den beiden Jugendlichen gelingt es die Polizei zu verständigen, welche eine Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung und die Personalien der Tatbeteiligten aufnimmt.

Cottbus

Am späten Abend beschädigen unbekannte Angreifer das Privatauto der Grünen-Kommunalpolitikerin Barbara Domke im Stadtteil Sachsendorf. Sie schlagen die Seitenfenster ein und zerstechen die Reifen des Fahrzeuges.

Bestensee

Ein linker Antifaschist kommt kurz nach Mitternacht mit dem Zug in Bestensee an. Sofort wird er von zwei Faschos, die im Wartehäuschen Bier trinken, u.a. mit “Scheiß Zecke” und auch homophob beleidigt. Einer der Angreifer zeigt den sog. Hitlergruß in Richtung des jungen Antifas. Der Betroffene entfernt sich im Schritttempo von den Angreifern. Einer der Angreifer wirft daraufhin eine Bierflasche Marke Hasseröder auf Kopfhöhe und mit starker Wucht in Richtung des Angegriffenen. Die Glasflasche zerschellt an einem Bahnmast, ca. einen halben Meter vom Kopf des Betroffenen entfernt. Teilweise verfangen sich Glassplitter in der Jacke des Betroffenen. Der Angegriffene kann sich in der Folge auf die andere Seite der Schienen retten und weiteren Eskalationen entgehen.

Cottbus

Am Cottbuser Hauptbahnhof beleidigt ein 26-Jähriger einen Jugendlichen,
der laut Polizeiangaben die Staatsangehörigkeit der Republik Guniea
besitzt, rassistisch und greift ihn körperlich an.