Prenzlau

Ein 22-jähriger ghanaischer Herkunft ist abends gemeinsam mit einem Freund am Unteruckersee mit dem Fahrrad unterwegs. Plötzlich stellen sich zwei Männer ihnen in den Weg und beschimpfen sie. Während der eine Fahrradfahrer flüchten kann, wird der 22-Jährige mit einer Flasche beworfen. Als er anschließend versucht zu fliehen, wird er eingeholt und ein Täter schlägt ihm eine Flasche auf den Kopf. Der Betroffene wird folgend mit einer stark blutenden Kopfplatzwunde stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die Täter können flüchten.

Angermünde

Zwei junge geflüchtete Männer werden am frühen Nachmittag beim Verlassen des Zuges im Bahnhof Angermünde von zwei Männern rassistisch beschimpft. Anschließend warten die späteren Angreifer am Ende des Bahnsteiges auf die Geflüchteten. Als sie die Täter zur Rede stellen werden die Betroffenen mit Faustschlägen und mindestens einem Schlag mit einer Bierflasche angegriffen. Hierbei erleidet ein Betroffener einen Kieferbruch.

Prenzlau

Am frühen Neujahrsmorgen werden drei Männer mit eritreischer Herkunft auf dem Heimweg von einem deutschen Mann bedroht. Im Verlauf beschimpft der Täter die Betroffenen, zeigt den sogenannten „Hitlergruß“ und greift sie körperlich an.

Beeskow

Eine Schwarze Frau befindet sich in der Silvesternacht mit ihren Kindern auf dem Nachhauseweg. Sie kommen an einem Spielplatz vorbei, auf dem sich eine ungefähr 10-köpfige Gruppe Heranwachsender aufhält. Ein junger Mann kommt auf die Familie zu und schubst den kleinen Sohn. Die Gruppe beleidigt die Familie massiv rassistisch. Der junge Mann schlägt der Frau von hinten in den Rücken, so dass die Betroffene zu Boden geht und sich am Ellenbogen verletzt. Sie muss wegen ihrer Verletzungen ambulant im Krankenhaus versorgt werden und hat noch Tage nach dem Angriff Schmerzen in der Schulter.

Strausberg

Gegen Mitternacht schlägt ein Deutscher in einer Bar einem Mann ägyptischer Herkunft unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, wodurch dieser das Bewusstsein verliert. Zuvor beschimpfte ihn der Angreifer rassistisch. Der Betroffene erleidet starke Prellungen im Gesicht, ein Schädel-Hirn-Trauma, eine Prellung der Hals-Wirbel-Säule und weitere
Verletzungen am gesamten Körper, die auf weitere Gewalteinwirkung während der Bewusstlosigkeit hindeuten.

Cottbus

In der Sparkasse am Breitscheidplatz greifen zwei Männer kurz vor Mitternacht zwei Wohnungslose an. Die Wohnungslosen hatten sich in den Vorraum der Bank zum Ausruhen hingelegt. Die beiden Angreifer schlagen und treten auf die Wohnungslosen ein. Dabei werden Zeug*innen von außen auf das Geschehen aufmerksam. Daraufhin lassen die Angreifer von den Betroffenen ab und flüchten. Einer der beiden Betroffenen bleibt mit einer Platzwunde am Kopf zurück.

Angermünde

Aus unbekannten Gründen baut sich ein Mann syrischer Herkunft vor einer Gruppe Jugendlicher auf und fuchtelt wild mit den Armen herum. Dabei berührt er ein 14-jähriges Mädchen ohne es zu verletzen. Ein 16-jähriger deutscher Herkunft nutzt die Gelegenheit aus, beleidigt den Mann rassistisch und schlägt ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht.

Potsdam

An der Potsdamer Straße in Bornim übernachtet ein Wohnungsloser am Waldrand in einem Zelt. Dort wird er kurz nach Mitternacht durch zwei Angreifer von außen mit Füßen auf den Kopf getreten. Der Betroffene informiert per Handy die Polizei. Die Angreifer können unerkannt entkommen.

Neuruppin

Am frühen Abend läuft eine Gruppe junger Erwachsener, einige von ihnen syrischer Herkunft, eine Straße in der Nähe des Rheinsberger Tores entlang. Plötzlich beginnt ein älterer Mann aus dem Fenster einer Wohnung heraus, die Gruppe rassistisch zu beleidigen, und bewirft sie unvermittelt mit einem pyrotechnischen Knallkörper. Der Täter kann von der Polizei gestellt werden, die Betroffenen bleiben – zumindest äußerlich – unverletzt.

Grünheide (Mark)

Im Trainingslager zur Vorbereitung auf die U21 Judo-Weltmeisterschaft, welches im brandenburgischen Kienbaum (Gemeinde Grünheide) stattfindet, beleidigt ein Judo-Trainer einen deutschen Judoka zunächst rassistisch. Am späten Abend sucht der Trainer dann den Betroffenen in seinem Zimmer auf, zerrt ihn nach draußen und greift ihn körperlich an. Durch das Einschreiten eines anderen Trainers kann der Angriff beendet werden. Der Judo-Trainer wird im Nachgang der Ereignisse vom Landessportbund Berlin von seinen Aufgaben entbunden.