Oderberg

Acht offensichtlich alkoholisierte Männer zwischen 14 und 49 Jahren fahren auf dem Anhänger eines Traktors durch den Ort und rufen dabei lautstark “Sieg Heil”. Vor der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete werfen sie einen Böller, der mit lautem Knall vor dem Gebäude zündet. Die Polizei ermittelt u.a. wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Luckenwalde

Im Anschluss an einen Besuch beim Luckenwalder Turmfest gehen ein 27-jähriger Syrer und eine 36-jährige Frau aus Bosnien-Herzegowina zum Essen in einen Imbiss. Nach dem Parken ihres Autos kommt ein 35-jähriger Deutscher auf die beiden zu und fängt an sie rassistisch zu beleidigen. Der Angreifer fühlt sich provoziert, da die beiden Besucher*innen des Imbiss in einem BMW (älterer Jahrgang) gekommen sind. In der Folge hetzt der Angreifer seinen Hund auf die Frau, welche hierdurch am Schienbein eine Bißverletzung davonträgt. Zudem schlägt der Deutsche auf den Syrer ein. Die Angegriffenen flüchten sich in den Imbiss. Der Angreifer entfernt sich zunächst, kommt dann aber mit einer Eisenstange und einer Elektroschockwaffe (Taser) bewaffnet zurück und bedroht damit die zuvor Angegriffenen. Dann begibt sich der Angreifer zu dem geparkten BMW und richtet an dem Auto einen erheblichen Sachschaden an.

Potsdam

Am Samstagabend sitzen drei Jugendliche im Bus. Ein Ehepaar steigt in den Bus und beginnt die drei ihnen gegenübersitzenden jungen Frauen rassistisch zu beleidigen. Als die Betroffenen sich daraufhin, um die Konfrontation zu vermeiden, auf andere Sitze setzen, versucht der Mann ihnen zu folgen und beschimpft diese weiter. Ein weiterer Jugendlicher zeigt Zivilcourage und stellt sich dem Angreifer in den Weg. Der Mann greift den Jugendlichen an und verletzt ihn. Auch der Busfahrer mischt sich ein und gemeinsam halten sie die Angreifer*innen bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Ludwigsfelde

Am Mittwochabend greifen drei deutsche Männer einen jungen Mann afghanischer Herkunft und seine Begleiterin polnischer Herkunft in einem Park am Basketballplatz an. Zunächst verwickeln die Angreifer die beiden Betroffenen in ein Gespräch. Dann fallen verfassungswidrige und rassistische Parolen, auch entsprechende Gesten werden gezeigt. Nach den verbalen Attacken greifen die Täter den jungen Mann an und verletzen ihn im Gesicht. Als dieser sagt, er wolle die Polizei rufen, wird er bedroht. Ein Unbekannter hält die Männer von weiteren Schlägen ab.

Strausberg

Als am späten Abend mehrere Antifaschist*innen in der Gegend um den Bahnhof Strausberg-Stadt Plakate anbringen wollen, welche für eine Veranstaltung werben, werden sie von drei teils vermummten, der organisierten Neonaziszene angehörigen Männern in bedrohlicher Weise angesprochen. Die Antifaschist*innen werden aufgefordert, das weitere Plakatieren zu unterlassen, da man mit der inhaltlichen Ausrichtung der Veranstaltung politisch nicht übereinstimme. Eingeschüchtert durch das Auftreten der Neonazis verlassen die Antifaschist*innen daraufhin den Ort und beenden die weitere öffentliche Bewerbung der Veranstaltung.