Cottbus: Prozess verschoben


Aktualisierung: Der Termin am 12.11. ist verschoben. Ein Ersatztermin liegt noch nicht vor.

Prozess nach rassistischem Angriff am 12.11. am Amtsgericht Cottbus

Der Prozess im Falle eines rechten Angriffs auf einen jungen Mann beginnt am 12.11.2019, um 10:00, am Amtsgericht Cottbus. Die Beratungsstelle Opferperspektive begleitet den Betroffenen im Gerichtsverfahren und ruft zur Prozessbeobachtung auf.

Am 05. Mai 2016 wurde ein damals 18-Jähriger von mehreren Rechten am Branitzer Badesee in Cottbus angegriffen, als er einen Freund zur Hilfe kam, der von der Männergruppe rassistisch beleidigt wurde. Als der junge Mann am Boden liegt, treten die Angreifer mit Schuhen auf den Kopf ihn ein und verletzen ihn durch Schläge und Tritte am gesamten Körper. Als Folge des Angriffs erleidete der Betroffene ein Schädel-Hirn-Trauma und verspürte im Nackenbereich über mehrere Wochen starke Schmerzen. Aufgrund der langen Erkrankung durch den Angriff konnte dieser seine Ausbildung nicht wie geplant absolvieren.

Die Polizei ermittelte einen Tatverdächtigen, der sich nun vor dem Gericht verantworten muss.

„Es ist zu bedauern, dass von den Angreifern lediglich ein Tatverdächtiger ermittelt wurde. Zudem ist die überlange Dauer bis zur Eröffnung des Verfahrens eine Katastrophe, da so rechte Täter in ihrem Verhalten gestärkt und Betroffene keine Gerechtigkeit erfahren“, so Martin Vesely, Berater der Opferperspektive. Die körperlichen, sozialen und psychischen Tatfolgen für den Betroffenen waren massiv. „Es braucht endlich eine effektive Strafjustiz in Cottbus, die gegen rechte Täter vorgeht und die zahlreichen rechten Gewalttaten in der Stadt juristisch aufarbeitet.“, so Martin Vesely weiter. Die Opferperspektive ruft zur aktive Teilnahme am Prozess auf, um den Betroffenen zu unterstützen.

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