Wulkow

Gegen 16:30 Uhr weist ein 38-jähriger Busfahrer algerischer Nationalität zwei Männer darauf hin, dass sie nur mit Mund-Nasen-Schutz sowie gültigen Ticket für ihre beigeführten Fahrräder mitfahren dürfen. Dann beschimpfen die beiden Männer den Busfahrer rassistisch und versuchen, ihn mit Glasflaschen zu bewerfen. Der Busfahrer kann die Türen des Busses rechtzeitig schließen, so dass die Falschen an der Bustüre zerschlagen. Anschließend versuchen die beiden Männer die Türe gewaltsam aufzuhebeln. Hierbei entsteht ein Schaden am Bus.

Cottbus

Ein 42-Jähriger beleidigt eine afghanische Familie mehr als anderthalb Jahre lang mehrfach rassistisch, bedroht diese und zerstört ihren Briefkasten. Am hier genannten Tattag tritt der Angreifer ein Familienmitglied. Die Tat ereignet sich im Stadtteil Ströbitz.

Bad Saarow

Ein älterer Fahrradfahrer beschimpft eine auf dem Weg zum Bahnhof befindliche Reisegruppe rassistisch. Als die Gruppe den Mann auffordert zu verschwinden, fährt dieser davon. Wenige Minuten später, erscheint der Mann am Bahnhof erneut auf seinem Fahrrad mit einem Paket Eier. Wieder beschimpft der Mann die Gruppe rassistisch und bewirft sie dabei mit den Eiern. Glücklicherweise verfehlen die Eier ihr Ziel knapp und treffen das Gepäck der Reisegruppe, die Glasfassade des Bahnhof-Wartehäuschens und den umliegenden Boden.

Neuruppin

An einem Vormittag in der Neuruppiner Innenstadt beleidigt ein weißer Mann aus einer Dreiergruppe heraus einen Schwarzen Mann rassistisch und sagt ihm, er solle da hingehen, wo er hergekommen sei. Anschließend zerkratzt er ihm mit langen Fingernägeln auf beiden Seiten die Wangen, wodurch blutende Wunden entstehen. Im Anschluss packt er den Betroffenen auch im Nacken und versucht seinen Kopf zu verdrehen, wogegen sich dieser aber wehren kann. Abschließen sprechen zwei der Männer noch Bedrohungen gegenüber dem Betroffenen aus, bevor sie sich entfernen.

Königs Wusterhausen

In der Nacht vom Montag auf Dienstag verüben unbekannte Täter einen Buttersäureanschlag auf das SPD Parteibüro in der Schloßstraße. Am Vorabend war eine Demonstration von Corona-Leugner:innen am Büro vorbeigezogen. Die Betroffenen gehen von einem Zusammenhang aus. Ein Mitarbeiter erleidet beim Aufschließen des Büros am Dienstag Morgen Atemwegsreizungen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Potsdam

Beim Glühweintrinken auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt beobachten ein Mann und eine Frau Teilnehmende der kurz zuvor beendeten Demonstration gegen die Infektionsschutzmaßnahmen beim Anbringen von Aufklebern. Als sie die Aufkleber mit ihren Smartphones dokumentieren wollen, greifen sie mehrere Personen an, beleidigen sie mit den Worten „Zecken“ und „Denunzianten“ und drohen ihnen u.a. mit dem Ausruf: „Dein Gesicht ist jetzt gebongt“. Die Angreifer schlagen den Betroffenen ins Gesicht und schütten Glühwein auf sie.

Angermünde

Eine Gruppe von ca. 15 Personen pöbeln einen 31-jährigen Mann eritreischer Nationalität am Bahnhofsvorplatz an und beschimpfen ihn dabei rassistisch. Als der Mann in Richtung seiner Wohnung weiter geht, folgt ihm die Gruppe. Vor der Haustür kommt der 31-jährige Betroffene zum stehen, in der Situation schlägt ihn ein Mann aus der Gruppe mit der Faust in das Gesicht. Anschließend kann sich der Betroffene in den Hausflur flüchten. Bei dem Angriff wird außerdem das Smartphone des Betroffenen beschädigt.
Der Betroffene berichtet, dass es auch vor dem Angriff schon seit längerer Zeit regelmäßig zu rassistischen Anfeindungen am Bahnhof Angermünde kommt.

Potsdam

In Potsdam Charlottenhof ruft ein Mann einem anderen Mann, der gerade aus dem Supermarkt kommt, rassistische Beleidigungen zu und greift ihn anschließend an. Mehrere Zeugen schreiten unterstützend ein. Der Angreifer äußert auch noch in Anwesenheit der hinzugerufenen Polizist:innen rassistische Beleidigungen und Drohungen.