Elsterwerda

Ein Mann syrischer Herkunft wird in unmittelbarer Bahnhofsnähe durch einen Hund attackiert. Der Hundehalter schreitet nicht ein, obwohl der Hund sich während des Angriffs an der Leine befindet. Der Betroffene bricht sich beim durch die Hundeattacke verursachten Sturz das Handgelenk.

Cottbus

Während eines Spaziergangs wird ein queeres Pärchen nahe der Stadthalle von unbekannten Tätern verfolgt und mehrfach angepöbelt. Als sich einer der beiden Betroffenen umdreht und sie darauf anspricht, sprüht ihm einer der Täter Pfefferspray ins Gesicht.

Eberswalde

Eine Schülerin beleidigt ihre 12-jährige Mitschülerin wiederholt rassistisch. Als die Betroffene sie nach der Schule um eine Entschuldigung bittet, beleidigt die Angreiferin sie erneut. Der Vater der Angreiferin kommt hinzu, schubst die Betroffene und ihre Freundinnen. Er beleidigt das Mädchen misogyn und rassistisch und bedroht sie. Als eine Lehrerin hinzukommt, flüchtet er.

Wiesenau

Im Nachgang eines Fußballspiels greifen mehrere Personen auf dem Parkplatz einen der Linienrichter an, der einem Spieler der gastgebenden Mannschaft die Rote Karte gezeigt hatte. Sie beleidigen ihn rassistisch, stoßen ihn umher und schlagen ihn.

Potsdam

Am Bahnhof Griebnitzsee findet eine Versammlung von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegnern statt, gegen die sich spontan Gegenprotest zusammenfindet. Als ein junger Mann an den Abtreibungsgegnern vorbei zum Zug rennt, bringen ihn diese zu Boden und schlagen ihn. Die Täter gingen davon aus, dass der Betroffene zum Gegenprotest gehörte.

Cottbus

In einem Supermarkt in der Innenstadt bedrohen bis zu 15 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren einen schwulen Mann an einem Pfandautomaten. Der Betroffene ist durch einen Regenbogenanhänger als der LGBTIQ*-Community zugehörig erkennbar. Neben homofeindlichen Beleidigungen fällt auch der Satz: “Der rosa Winkel kommt auch wieder und du wirst ihn tragen.” Einer der Jugendlichen aus der Gruppe kommt auf den Betroffenen zu, scheinbar um ihn auch körperlich anzugreifen, wird aber durch eine weitere weibliche Person aus der Gruppe zurückgehalten. Obwohl es viele Zeug*innen gibt, greift niemand ein oder erhebt Widerspruch.

Cottbus

In der Nacht von Freitag auf Samstag greift eine Gruppe von vermummten Personen das Hausprojekt Zelle79 in Cottbus an. Die Täter*innen brüllen rechte Parolen und werfen Pflastersteine von bis zu 10 cm Kantenlänge gegen die Hausfassade. Dabei zerstören sie den Briefkasten, beschmieren einen Fensterladen und beschädigen Rollos und das großflächige Graffiti-Kunstwerk an der Hausfassade. Ein Fenster am Nachbargebäude wird eingeschmissen. Die Täter*innen entkommen unerkannt.
Wenige Stunden später tauchen erneut mehrere vermummte Angreifer:innen auf, bewerfen die Fassade ein weiteres mal und verschwinden wieder unerkannt.