Ein 20-jähriger Linker wurde vor der Musikbrauerei in der Berliner Straße von einem Rechten mit dem Auto angefahren und über den Kühler geschleudert.
Rathenow


Ein 20-jähriger Linker wurde vor der Musikbrauerei in der Berliner Straße von einem Rechten mit dem Auto angefahren und über den Kühler geschleudert.

Zwei 33- und 43-jährige Inder wurden gegen 14:30 Uhr an der Tram-Haltestelle am Magnus-Zeller-Platz von zwei 23- und 24-jährigen Rechten beleidigt, einer der Inder wurde getreten. Die Rechten ließen von ihren Opfern ab, als einer der Inder ein Messer zog.

Ein 28-jähriger Asylbewerber aus Kamerun wurde gegen 16 Uhr in der Überführung von drei Rechten mit den Worten »Geh zurück in deinen Dschungel« und »Afrika den Affen, Deutschland den Deutschen« beleidigt. Dazu zeigten sie den »Hitlergruß«. Einer der Rechten stieß den Kameruner
gegen ein Geländer, so dass dieser sich eine Hand verstauchte. Die Angreifer folgten ihm auf den Bahnsteig, wo sie ihn weiter bedrohten.

Ein 15-jähriger alternativer Jugendlicher wurde auf dem Schulhof der 2. Oberschule von einer siebenköpfigen Gruppe Rechter wie schon am Vortag bedroht. Sie wollten ihm auflauern, um ihm »eins in die Fresse zu hauen«.

Ein 15-jähriger alternativer Jugendlicher wurde auf dem Schulhof der 2. Oberschule von einer siebenköpfigen Gruppe Rechter bedroht. Sie wollten ihm auflauern, um ihm »eins in die Fresse zu hauen«. Er flüchtete zum Bahnhof, wo er von weiteren Rechten bedroht wurde.

Zwei 15- und 16-jährige alternative Jugendliche um ca. 15 Uhr von mehreren Rechten angepöbelt, die sich auf dem Parkplatz neben dem »Tower Café« aufhielten. Ein Rechter schlug dann einen der alternativen Jugendlichen ins Gesicht. Schon öfter war dieser Jugendliche von derselben Personengruppe bedroht worden, u.a. mit den Worten »Ihr Scheiß-Punker, wir hauen euch aufs Maul!«

Ein 16-jähriger alternativer Jugendlicher am Nachmittag in der Bahnhofsüberführung angegriffen. Völlig unvermittelt wurde er plötzlich von hinten von zwei Rechten so heftig gestoßen, dass er mit dem Kopf auf ein Geländer schlug und sich eine Verletzung am Kiefer zuzog.

Auf einen Döner-Imbiss in der Paulshorster Straße wurde ein Anschlag verübt, bei dem die Leuchtreklame beschädigt wurde. Der Imbiss sollte am darauffolgenden Tage wiedereröffnet werden, nachdem er am 30. März 2005 durch einen Brandanschlag vollständig zerstört worden war.

Drei Rechte störten eine Party des Singerstadt-Gymnasiums. Einer der Rechten schlug und trat einen Besucher.

Zwei 18-jährige Jugendliche wurden von zwei 17- und 25-jährigen Rechten in der Jedritzer Straße angegriffen. Einem der Jugendlichen wurde Pfefferspray ins Gesicht gesprüht, der andere wurde herumgeschubst.

Die Scheiben des Büros der SPD-Landtagsabgeordneten Martina Münch, die Sprecherin des »Cottbuser Aufbruchs« ist, wurden von Neonazis eingeworfen. Die Täter hinterließen ein Bekennerschreiben eines »NS-Aktionsbündnisses Cottbus«.

Ein 23-jähriger Iraner wurde gegen 1 Uhr vor der Diskothek »Bananas« von zwei Rechten angegriffen. Nach einem Schlag auf den Hinterkopf mit einer Flasche fiel er bewusstlos zu Boden. Er musste eine Woche stationär behandelt werden.

Gegen 3.30 Uhr in der Nacht zum Dienstag zerstörten Unbekannte die Fensterscheiben des linksalternativen Plattenladens AK 14 in der Adolph-Kolping-Str. in Cottbus durch Steinwürfe. An die Hauswand schmierten die TäterInnen außerdem die Parole »Good night left side«.

Drei junge Punks wurden gegen 13:50 Uhr auf dem Bahnsteig von einer Gruppe von sechs Rechten angepöbelt. Ein Rechter sagte: »Warum frisst du hier deinen Döner. Dann zieh doch gleich in die Türkei!« Als einer der Punks darauf entgegnete: »Was soll ich in der Türkei, wenn da drüben ein Dönerstand ist?« schlug einer der Rechten ihm ins Gesicht.

Ein linksgerichteter Jugendlicher wurde in der Nähe seiner Wohnung von einer Gruppe von mindestens sechs Rechten angepöbelt und zusammengeschlagen. Er blieb etwa eine halbe Stunde lang bewusstlos.

Der Besitzer eines vietnamesischen Imbiss gerät mit zwei rechtsextremen Gästen in Streit. Sie verlangen von ihm die unentgeltliche Herausgabe von Bier. Der Imbissbesitzer wird rassistisch beschimpft und mehrere Male ins Gesicht geschlagen. Er muß ambulant behandelt werden, der Imbiss bleibt mehrere Tage geschlossen.

Ein 26-Jähriger wurde gegen 0:45 Uhr in der Meyenburger Chaussee von sechs Rechten überfallen und am Boden liegend zusammengetreten. Die Täter hielten ihn wegen seiner Rastalocken für einen Linken.

Ein junger Punk wurde vor der Bäckerei am Bahnhof von einem Rechten angepöbelt und ins Gesicht geschlagen.

Zwei junge Männer wurden gegen 1.30 Uhr auf dem Weg zu einer Party von drei Rechten angegriffen und verletzt. Eines der Opfer verletzte sich beim Sturz am Sprunggelenk.

Ein 24-jähriger Marrokaner wurde rassistisch beleidigt und mit einer Schreckschusspistole gegen den Kopf geschlagen.

Einer Gruppe ausländischer Studierender wurde in der Straßenbahn von Rechten angegriffen und verletzt.

Auf den PkW eines Mitglieds der Polizeieinheit »TOMEG« (»Täterorientierte Maßnahmen gegen extremistische Gewalt«) wurde von vier Rechten im Alter von 15 bis 24 Jahren ein Brandanschlag verübt.

Auf einem Punk/Oi/Hardcore-Konzert im Gladhouse wurden vier Punks von einer Gruppe von etwa 15 bis 20 rechten Hooligans zusammengeschlagen und getreten. Die Opfer mussten mit zum Teil schweren Verletzungen stationär behandelt werden.

Ein 29-jähriger Student aus Kamerun wurde von einem 42-Jährigen rassistisch beschimpft und mit Fäusten geschlagen.

Ein 17-jähriger deutscher Jugendlicher mit dunkler Hautfarbe wurde angegriffen und verletzt.

Ein Mitglied der mexikanischen Ska-Band »Panteón Rococó« wurde durch eine Flasche verletzt, als eine sechsköpfige Gruppe Rechter auf der Autobahn-Raststätte Linumer Bruch bei Neuruppin die 20-köpfige Band rassistisch anpöbelte und angriff. Die geschädigten Mexikaner, die sich verteidigt hatten, fühlten sich von der eintreffenden Polizei wie Beschuldigte behandelt.

Eine jungen Fahrradfahrerin wurde zeitgleich zu einer antifaschistischen Demonstration in der Hegelallee von einem Anti-Antifa-Aktivisten ein Pflasterstein an den Kopf geworfen.

Zwei Frauen und ein Mann wurden von etwa sieben Rechten an einer Tankstelle angegriffen. Die Opfer wurden zusammengeschlagen und erlitten Prellungen, Hämatome und Schürfwunden.

Zwei Jugendliche wurden von fünf Männern und einer Frau als »Kanakenschwein« beschimpft, mit einem Messer bedroht und getreten.

17 Scheiben des Kulturpavillons in der Stadtmitte, in dem das Theaterstück »Hallo Nazi« aufgeführt wurde, wurden von vermutlich rechten Tätern eingeworfen.