Interview mit der Gedenkinitiative Sven Beuter
Am 20. Februar 1996 starb Sven Beuter in Folge eines brutalen Neonazi-Angriffs in Brandenburg an der Havel. Seit 2020 erinnert die Gedenkinitiative Sven Beuter an ihn und die Tat. Anlässlich des 30. Jahrestags haben wir Mitwirkende in der Initiative zu ihrem Engagement interviewt.
Gedenkdemonstration zum Todestag von Sven Beuter
Am 15. Februar 1996 wurde Sven Beuter von einem Neonazi-Skinhead in Brandenburg an der Havel aus rechten Motiven brutal angegriffen. Wenige Tage später, am 20. Februar 1996, starb Sven Beuter an den Folgen des Angriffs. …
Ausstellung zu Brandenburger Todesopfern wird eröffnet
Der Verein Opferperspektive präsentiert am 23. Juni 2018 seine neue Ausstellung „Kein schöner Land – Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg“. Sie wird erstmals bei den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Handlungskonzeptes „Tolerantes Brandenburg“ am morgigen …
Rechte, rassistische und antisemitische Angriffe in Ostdeutschland, Berlin und NRW im Jahr 2016
+ 1948 (1747 im Vorjahr) Fälle rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland, Berlin und NRW + Weiterer Anstieg auf hohem Niveau + Mindestens 5 Angriffe pro Tag Die Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt …
Andenken an wohnungslose Todesopfer zynisch vereinnahmt
Im Juli 1992 wird der wohnungslose Emil Wendland in Neuruppin von rechten Skinheads brutal misshandelt und schließlich mit sieben Messerstichen ermordet. Jahre später beginnen antifaschistische Jugendliche die Geschichte des ehemaligen Lehrers zu recherchieren und geben …
Ausstellung zum 15. Todestag von Farid Guendoul
Der Algerier Farid Guendoul starb 1999 im brandenburgischen Guben auf der Flucht vor einer Gruppe rechter Jugendlicher, die ihn und seine beiden Begleiter jagten. Die Ausstellung präsentiert eine audio-visuelle Erinnerungsinstallation, die die Februarnacht 1999 vor …
Das wahre Ausmaß anerkennen und den Opfern ein Gesicht geben
Die neue Webseite ist ein Beitrag zur Aufarbeitung der rechten Gewalt im Nachwende-Deutschland. Alle öffentlich verfügbaren Informationen über die 28 bisher bekannten Todesopfer in Brandenburg werden gebündelt dargestellt. 19 von ihnen wurden bisher offiziell nicht …
Beratungsstellen fordern Konsequenzen
Tief in den Institutionen verankerter Rassismus hat dazu geführt, dass die Morde nicht aufgeklärt und somit ungehindert fortgesetzt werden konnten, dass Spuren in die rechte Szene nicht verfolgt, Rassismus als Tatmotiv nicht in Betracht gezogen …
Rechte Morde werden überprüft
Innenminister Dietmar Woidke (SPD) will 18 Mordfälle, die einen rechten Hintergrund haben könnten, neu prüfen. Das Aktionsbündnis hatte eine Neubewertung angemahnt. Journalisten und der Verein Opferperspektive gehen von mindestens 27 Opfern rechter Gewalt seit 1990 …
Eine Nacht, die vieles in der Stadt verändert hat. Vor 20 Jahren starb Amadeu Antonio
In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1990 wurde der Angolaner von rechten Jugendlichen, die »N-Wort aufklatschen« wollten, zu Tode geprügelt. Der 28-Jährige starb zwölf Tage später an den Folgen des Angriffs. Kaum …
Mord an Bernd K.: Revision teilweise erfolgreich, Urteil wegen Strafvereitelung
Die ehemalige Freundin von Christian W. wurde verwarnt und zu Ableistung von Sozialstunden verpflichtet. Weil sie nach der Tat die mit Blut versehenen Schuhe und Hosen der Täter gewaschen hatte, wurde Stephanie C. Mitte April …
Aus dem Sinn?
Erinnert sich noch jemand an Jorge Gomondai? Er war eines der ersten Todesopfer rechter Gewalt nach der Wende in Ostdeutschland. Jährlich mahnt ein Gedenkweg kirchlicher und antirassistischer Gruppen in Dresden daran, dass der Mosambikaner am …
Feilschen um die Zahl der Opfer
»Einigermaßen entsetzt« zeigte sich denn auch am Donnerstag Dominique John vom Brandenburger Verein Opferperspektive im Gespräch mit der FR. Der Verein hat seit 1990 exakt 136 Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland gezählt und diesen in …
Statistikstreit. Regierung zählt nur 40 Tote durch rechte Gewalt
Berlin - Die Zahl ist schon schlimm genug, dennoch erscheint fraglich, ob sie der Realität entspricht: Von der Wiedervereinigung bis Ende 2007 haben die Polizeien der Länder dem Bundeskriminalamt »insgesamt 40 Todesopfer politisch rechts motivierter …
Bundesregierung verharmlost tödliche Dimension rechter Gewalt
»Mit den jetzt veröffentlichten Zahlen der Bundesregierung wird die tödliche Dimension von Rechtsextremismus und Rassismus weiter verharmlost«, heißt es in einer Erklärung der Projekte aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Die Bundesregierung hatte in …
Der »Fall Ermyas M.« – Chronik einer Debatte
Ermyas M. wurde am 16. April 2006 gegen vier Uhr morgens in der Nähe des Potsdamer Bahnhofs Charlottenhof mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden. Er war bewusstlos und schwebte in Lebensgefahr, fast zwei Wochen lang. Unbekannte …
Ein fast vergessener Mord
»Wie, wenn jemand ein Auto anstößt«, hätten die entfernt hallenden Geräusche geklungen: Dumpf, scheppernd und laut. Auf dem Gehsteig hatte sich eine Blutlache von einem halben Meter Durchmesser gebildet, daneben verlief eine rote Schleifspur durch …
Chronologie der Todesopfer rechter Gewalt
Am 14. September 2000 veröffentlichten die Frankfurter Rundschau und Der Tagesspiegel die erste Chronik von Opfern rechter Gewalt seit 1990. Diese zählte 93 gewaltsame Todesfälle mit rechtem Hintergrund. Beide Zeitungen gaben am 5. Oktober 2001 …
Wanderausstellung »Opfer rechter Gewalt«
»Es hat sich gezeigt, dass symbolische Gesten politischer Repräsentanten und der Appell nach mehr Zivilcourage, so berechtigt dieser sein mag, nicht ausreichen, um die Gefährdung von Rechts einzudämmen. Umso wichtiger ist es, dass sich gerade …
Reform der polizeilichen Erfassung rechter Straftaten
Groß war die Aufregung bei Polizei und Innenministerien über die Dokumentation, die der Berliner »Tagesspiegel« und die »Frankfurter Rundschau« am 14. September 2000 vorlegten: Seit 1990, so rechneten die beiden Zeitungen vor, waren im vereinten …
Der Tod des Eberswalder Punks Falko Lüdtke wird erneut verhandelt
Im Dezember 2000 verurteilte das Landgericht Frankfurt (Oder) den Täter zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten, u.a. wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Dieses Urteil wurde auf die Revision der Verteidigung aufgehoben und in …
Der Tod von Falko Lüdtke – Argumente statt Gerüchte
Irgendwann in diesem Jahr, der genaue Termin steht noch nicht fest, wird es vor dem Landgericht Cottbus zur Revisionsverhandlung gegen den Täter kommen. Die Auseinandersetzung über Falko Lüdtkes Tod geht weiter. Wir möchten dazu einen …
Fünfter Todestag von Frank Böttcher
Wenig später erlag er seinen Verletzungen. Bei Ausländern und alternativen Jugendlichen gilt der Stadtteil Olvenstedt als NO GO AREA, da hier ihrer Wahrnehmung nach die Wahrscheinlichkeit eines rechtsextremen Überfalls als sehr hoch eingeschätzt wird. Angeregt …
Guben: Sieger der Bürgermeisterwahl verharmlost tödliche Hetzjagd
Offensichtlich tut diese Behauptung Hübners Popularität in Guben keinen Abbruch. Es ist sogar anzunehmen, dass er unter anderem aufgrund genau solcher Äußerungen gewählt wurde. Wer heute - nachdem selbst das Landgericht Cottbus im Verfahren gegen …
Antifa Guben fordert Gedenktafel für Farid Guendoul
Nach Auskunft des Büros des Gubener Bürgermeisters ruhe die Platte seitdem in den Händen des Landeskriminalamtes Brandenburg und solange sie nicht von den Ermittlungen freigegeben wäre, könne man die Gedenktafel nicht in ihre ursprüngliche Bestimmung …
Gedenkstein für Farid Guendoul ist kein Ort für Videoüberwachung
Der Gedenkstein wurde von der Antifa Guben im Juli 1999 gegen einigen Widerstand in der Stadt errichtet. Rechtsextreme haben ihn wieder und wieder geschändet. Angefangen am 19. Juli 1999, als der Stein mit Hakenkreuzen und …
»Nur ein Toter mehr?«
Vor fast einem Jahr, in der Nacht vom 12. zum 13. Februar 1999, fand der algerische Flüchtling Farid Guendoul in der südbrandenburgischen Kleinstadt Guben den Tod, nachdem er von einer aufgestachelten Meute stadtbekannter rassistischer Skinheads …